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Vitodens 300-w B3HB: hydraulischer & thermischer Abgleich und Heizkurve
Verfasser:
kathrin
Zeit: 21.11.2025 17:12:07
0
3900174
@interessierter65
Zitat von interessierter65 Beitrag anzeigen
Ich habe diesen thread mal überflogen und bin der Meinung, dass die Probleme weniger beim Vitodens und dessen Codieradresseneinstellungen liegen als eher an der Wärmesenke.
Der B3HB mit seiner Modulationsbreite bringt alle Voraussetzungen mit, bei dieser Gebäudegröße lange Laufzeiten ohne Unterbrechung zu gewährleisten.

Meine Meinung:
Am Gerät (Hardware) liegts nicht, das sehe ich gleich, das kann auch mit hydr. Weiche mit langen Brennerlaufzeiten laufen. Sofern die Volumenströme passen.

Wie gut oder schlecht die Wärmesenke (FBH) tatsächlich gebaut wurde, weiss man im Grunde nur, wenn man sie im Betrieb beobachten kann. Die Berechnung ist aufgrund der hohen Spreizung und der unrealistisch (und tatsächlich nicht nötigen) hohen Soll-Raumtemperatur der kritischsten Räume bestens ansatzweise "brauchbar". Vielleicht wurde sie aber (stellenweise) anders gebaut als geplant, usw.
Deshalb: Beobachten, messen...Geduld.

Einstellung der Codieradressen: Seit das Gerät im Heizbetrieb vernünftig läuft (also nach ein paar "gröberen" Änderungen), sind die meisten im momentanen Zustand nur "Optimierung" - bis auf die sehr wesentliche Einstellung der internen Pumpe.
Wenn die Volumenströme in und aus der Weiche nicht zueinander passen, dann nützt das beste Gerät nichts, auch nicht eine vielleicht "gut" gebaute FBH. Diesen Zustand hatten wir am Anfang: sehr hohe Einstellung der internen Pumpe, externe Pumpe auf dem Minimum, zudem der Mischer wegen 9F vorwiegend zu, nachts ausserdem zugedrehte ERR - das KANN nicht gut kommen. Mir persönlich ist es egal, welchen Anteil jede Korrektur letztendlich zur Verbesserung beigetragen hat, Hauptsache das Takten ist erst mal weg und das Gerät läuft jetzt im Heizbetrieb sehr gut.


@danielito

Deine heute eingestellten Bilder sind nur noch nach Registrierung abrufbar, bitte "allgemein" freigeben, danke.

Deine Verständnisprobleme sind nicht Stein des Anstosses, zumindest nicht für mich. Du bist mit praktisch Null Wissen zur Funktionsweise des Heizgeräts und einigen falschen Annahmen hier aufgeschlagen, und deine Anlage ist nicht 0815 und lief seit langem nicht besonders gut. Da gibt es sehr viel Wissen anzulesen, vielleicht zu viel in kurzer Zeit. Geduld ;-). Und Anlage beobachten, immer wieder Werte auslesen...

Dass die Meinungen über das richtige Vorgehen in einem Forum manchmal auseinandergehen ist normal, kann auch hilfreich sein (Schwarmwissen); zwischendurch kommen auch Beiträge mit völlig falschen Aussagen oder teil-richtigen Begründungen - alles für Newbies überhaupt nicht hilfreich, ist aber wohl in allen Foren so.

Im Kreis dreht sich die Diskussion nicht zuletzt deshalb, weil immer wieder bereits bekannte Informationen ignoriert werden. Sowas z.B.:
Zitat von DMS20 Beitrag anzeigen
Was machen eigentlich die (nächtlichen) Dauertaktungen - hat sich das wesentlich verbessert?

Ich takte gerade zwischen Palm-face und Kopfschütteln...

Es wäre sehr wünschenswert, wenn Mitschreiber auch mitlesen würden, danke.

@DMS20: Im Heizbetrieb läuft der Brenner seit mehreren Tagen mit 1 Brennerstart durch, Tag und Nacht. Einziger Unterbruch ist wegen WW-Bereitung.


@ajokr

Die (bessere) FBH-Berechnung nach Anforderung des HBs (mit 10 K Spreizung) ist hier abrufbar (seitenweise Bilder):
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/3897312

Schönen Abend + Gruss

Kathrin

Verfasser:
DMS20
Zeit: 21.11.2025 17:24:40
0
3900179
@kathrin:
"... Ich takte gerade zwischen Palm-face und Kopfschütteln ..."

Das tut mir als Verursacher wirklich sehr Leid.
Zumal ich Deine Beiträge immer sehr schätze.
Ich hatte (und habe) nur noch diese Bilder mit diesen schmalen Brenner-aus-Brenner-an-"Barcodes" vor Augen, die in meinem Kopf offenbar nicht von schöneren Bildern abgelöst wurden.

Ich hoffe, dass Du vom Palmfacen und Kopfschütteln keine Kopfschmerzen bekommen hast?!
Wenn doch: gute und schnelle Besserung.

Verfasser:
interessierter65
Zeit: 21.11.2025 17:24:59
0
3900181
Zitat von kathrin Beitrag anzeigen
@interessierter65
Zitat von interessierter65 Beitrag anzeigen
[...]

Meine Meinung:
Am Gerät (Hardware) liegts nicht, das sehe ich gleich, das kann auch mit hydr. Weiche mit langen Brennerlaufzeiten laufen. Sofern die Volumenströme passen.

Wie gut oder schlecht die Wärmesenke (FBH) tatsächlich gebaut wurde, weiss man im Grunde nur, wenn man[...]
Zitat von DMS20 Beitrag anzeigen
[...]

Ich takte gerade zwischen Palm-face und Kopfschütteln...

Es wäre sehr wünschenswert, wenn Mitschreiber auch mitlesen würden, danke.

@DMS20: Im Heizbetrieb läuft der Brenner seit mehreren Tagen mit 1 Brennerstart durch, Tag und Nacht. Einziger Unterbruch ist wegen[...]


So ist es.
Ohne Inaugenscheinnahme am Objekt bleibts eben bei verschiedenen Ratschlägen.
Da hilft nur Geduld.

Wenn nicht mal per behördlichem Zertifikat beglaubigte Fachleute eine realistische Berechnung und Installatiom auf die Kette bekommen, dann ist der Laie aka. Kunde erst recht in der Bredouille .

Verfasser:
ajokr
Zeit: 21.11.2025 17:36:28
0
3900184
Zitat von kathrin Beitrag anzeigen

@ajokr

Die (bessere) FBH-Berechnung nach Anforderung des HBs (mit 10 K Spreizung) ist hier abrufbar (seitenweise Bilder):
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/3897312



Ja, die hatte ich gesehen. Ich bin allerdings noch über diesen Mailverkehr gestolpert:


Demnach gibt es im Wohnbereich 5 Heizkreise statt 4, und im Arbeitszimmer 2 statt einem. Also 10 Heizkreise im EG.
Das ist aber auch in der zweiten Berechnung (-U1) nicht berücksichtigt, da sind es nur 8.

Verfasser:
danielito
Zeit: 21.11.2025 19:31:27
0
3900229
@ajokr:

U 1
U 2
U 3

Heizlasten

Auslegung 10K

Ich hoffe es passt so.

Was ich sicher sagen kann ist, das wir unten wie oben 10 Heizkreise haben. Müsste die Anzahl der Topmeter ja widerspiegeln. Küche/Essen/Wohnen hat zusammen 5. Es gibt Zeichnungen, wo unser HB die Zahlen reingeschrieben hat. Ich wüsste nur nicht wie die weiterhelfen sollten. Weil wie lang die jetzt sind, weiß man daher auch nicht.

@DMS20:

Das mit den Thermometern einpendeln verstehe ich. Das Problem ist aber, dass ich sie im Kühlschrank frei und einfach platzieren kann und alles in etwa gleich temperiert ist. Beim Vor- und/oder Rücklauf muss ich diese Dinger wo einführen, ohne was zu sehen und bleibe im Unklaren darüber wieviel Kontakt sie zum Kupferrohr haben und wo der sensibelste Punkt des Fühlers ist. Es ist ja kaum möglich sie mit der gesamten Fläche anzulegen unter der Dämmung. Ich habe auch schon versucht, sie mit Klebeband an der Mutter/Schraube (wie auch immer) fest zu kleben. Ich weiß aber nicht was besser ist. Vorgehen a) oder Vorgehen b).

Ich habe an der Therme jetzt mal den Parameter 31:60 eingestellt!

Dies habe ich gemacht, weil ja offensichtlich der Volumenstrom in der Therme zu gering war und teils mehr gefordert wurde. Externe Pumpe habe ich ebenfalls auf 4,5 angehoben.

Volumenstrom der Therme liegt aktuell bei 1114l/h

Ich habe aktuell 2 Thermometer am Vorlauf unter der Weiche und eines am VL der Pumpe (WIilo):

Unter Weiche: 26,9° und 26,8°.
Über der Pumpe: 27,3°


Für mich ist das jetzt einfach mal nah genug beieinander. Soll VL aus der Therme ist aktuell bei 29° und IST ebenso. Ob es nun realistisch ist, dass 2° Schwund auf dem Weg zur Weiche sind, weiß ich leider nicht. Nach dem was ich jetzt glaube gelernt zu haben, würde ja demnach auf dem Weg von Weiche zu Pumpe aktuell wenig verloren gehen?

@kathrin:

Ich gebe dir vollkommen Recht und bleibe bei dem was ich sagte: Danke an alle, aber auch bitte Verständnis dafür, dass ich eine strukturierte Reihenfolge brauche und ein wenig Anleitung benötige.

Was ändert sich bspw. wenn ich am HKV einen Heizkreis weiter "öffne"? Ich würde vermuten, es wird wärmer? Alle HK eines raumes gleich halten?

Es gibt dann doch eben Detailfragen, über die ich dann stolpere. Daher meine Vorsicht als Laie.

Ich kann auch oft nicht verstehen, das Leute in meinem Bekanntenkreis es schwer finden und Angst davor haben, Wertpapiere oder ETFs an einer Börse zu handeln. Sie haben damit keine Berührungspunkte und daher einen gesunden Respekt. Und bevor ich jetzt noch angeprangert werde, weil ich offensichtlich bei einer Bank arbeite: Ich bin im Compliance-Bereich/Verbraucherschutz tätig. Heugabeln und Fackeln können wieder bei Seite gelegt werden.

Die Heizung hat aktuell nur eine Brennerpause am Tag. Diese findet nach der WW-Aufbereitung statt und ist unterschiedlich lang!

Ich fasse nochmal zusammen:

9F:0 (Standard 8)
31:60 -> 1114l/h (Standard 55)
Wilo: ~4,5 (Standard 2)

Erreicht wurde:
- Kein Dauertakten mehr [X]
- Effizienz Steigern [ ]
- Volumenströme ermitteln und angleichen [ ]
- ggf. sinnvollere Berechnung [ ]

Das ist auch eigentlich alles was bisher so wirklich passiert ist.

Ich lege die Thermometer über Nacht mal in den Kühlschrank und lege noch ein analoges Thermometer mit rein. Morgen früh kennzeichne ich die Thermometer mit +x° und ggf -x°. Das Thermometer welches am nächsten an der Temperatur des analogen ist, ist dann mein Referenzthermometer. Und was dann raus kommt logge ich einfach ein und damit würde ich dann gerne weiter fortfahren :)

Vielen Dank allen und einen schönen Abend!

Verfasser:
DMS20
Zeit: 21.11.2025 22:21:26
0
3900284
Zitat von danielito Beitrag anzeigen
... Ich lege die Thermometer über Nacht mal in den Kühlschrank und lege noch ein analoges Thermometer mit rein. Morgen früh kennzeichne ich die Thermometer mit +x° und ggf -x°. Das Thermometer welches am nächsten an der Temperatur des analogen ist, ist dann mein Referenzthermometer. Und was dann raus kommt logge ich einfach ein und damit würde ich dann gerne weiter fortfahren :) ...
Ergänze das ganze -wie schon geschrieben- morgen noch um die Beobachtung bei Raumtemperatur, damit Du ungefähr weißt, wie lang die "Zeitkonstante" der Messstrecke ist und ob die Linearität der fünf Sensoren hinreichend gleich ist.
Ich hatte schon Temperaturmessgeräte, die eine halbe Stunde brauchten, um die neue Temperatur korrekt anzuzeigen ...
Und andere, deren Abweichung bei unterschiedlichen Temperaturniveaus nicht ausreichend konstant war.
Aus Messungen will man ja die richtigen Schlüsse ziehen.

Verfasser:
DMS20
Zeit: 21.11.2025 22:31:33
0
3900288
Zitat von danielito Beitrag anzeigen
... Erreicht wurde:
- Kein Dauertakten mehr [X]
- Effizienz Steigern [ ]
- Volumenströme ermitteln und angleichen [ ]
- ggf. sinnvollere Berechnung [ ]


"Effizienz steigern":
wirst Du ohne WMZ und ohne Vergleichsdaten aus den Vorjahren nicht ermitteln können

"Volumenströme":
Im Primärkreis hast Du ja einen konkreten Wert mit den 1114l/h
Im Sekundärkreis hast Du die Einzelwerte der Topmeter. Wenn in dem von Dir geposteten Bild alle Topmeter abgebildet sind, fließen dort in Summe 1170l/h.
Somit ein guter Match und kaum zu verbessern ohne Einbau genauerer Messtechnik.
Falls Du Dich doch noch an die Volumenstrom-Einzeleinstellung traust, musst Du ggf.bei den Volumenströmen wieder nachbessern.

Was willst Du noch sinnvoller berechnen?

Verfasser:
kathrin
Zeit: 22.11.2025 02:46:01
0
3900345
@danielito
Zitat von danielito Beitrag anzeigen
Ich habe aktuell 2 Thermometer am Vorlauf unter der Weiche und eines am VL der Pumpe (WIilo):

Unter Weiche: 26,9° und 26,8°.
Über der Pumpe: 27,3°

Für mich ist das jetzt einfach mal nah genug beieinander.
Für mich ist das unbrauchbar, resp. ein Fall von "wer misst misst Mist". Es kann nicht sein, dass aus der Weiche eine höhere Temperatur raus geht (oben links, VL in die FBH) als unten rein kommt. Auch eine Spreizung von nur 0,1 Grad zwischen VL in die Weiche und RL aus der Weiche (die beiden Messungen unter der Weiche) wäre gar nicht gut, wenn sie den Tatsachen entsprechen würde.

Diese Werte stammen von den neu gekauften Thermometern, richtig? Laut Beschreibung sind sie für Messungen im Medium (Flüssigkeiten). Ich habe grosse Zweifel, dass sie auch als Anlegethermometer an Rohren richtig funktionieren (ausreichend genau), kenne mich damit aber nicht aus.

Zitat von danielito Beitrag anzeigen
Soll VL aus der Therme ist aktuell bei 29° und IST ebenso. Ob es nun realistisch ist, dass 2° Schwund auf dem Weg zur Weiche sind, weiß ich leider nicht.
Hier besteht vermutlich ein Missverständnis. Soll-VL und Ist-VL beziehen sich auf die VL nach dem Mischer (VL in die FBH; oben links nach der Weiche, rotes Thermometer). In die Weiche (unten links) geht die Ist-Kesseltemperatur, die hoffentlich auf dem Weg zur Weiche nur ganz wenig sinkt.
Ist-VL = Soll-VL ist gut (auch wenn nur gradgenau), dürfte daran liegen, dass die Volumenströme in und aus der Weiche nun fast gleich sind und somit in der Weiche kaum eine Durchmischung von VL und RL stattfindet.

Schönen Abend/Morgen + Gruss

Kathrin

Verfasser:
danielito
Zeit: 22.11.2025 07:04:19
0
3900352
Womit könnte ich es denn korrekt messen?

Es kann doch irgendwie nicht sein, dass es so schwierig ist im 21 Jahrhundert eine Temperatur zu messen ohne Tausende von Euros in Messtechnik zu investieren, die ich danach nie wieder brauche.

Verlinkt mir doch einfach mal womit ihr messen würdet.

Viele Dank und liebe Grüße.

Verfasser:
DMS20
Zeit: 22.11.2025 08:06:29
0
3900363
Zitat von danielito Beitrag anzeigen
Womit könnte ich es denn korrekt messen?

Es kann doch irgendwie nicht sein, dass es so schwierig ist im 21 Jahrhundert eine Temperatur zu messen ohne Tausende von Euros in Messtechnik zu investieren, die ich danach nie wieder brauche.

Verlinkt mir doch einfach mal womit[...]
Momentan hast Du noch unabgeglichene "Billig"sensoren, die Du probatorisch an Rohren befestigt hattest.
Ehe Du in weitere Messtechnik investierst, mach' Dich erst'mal mit dem jetzt vorhandenen Kram vertraut und stimme die fünf Sensoren aufeinander ab- dazu habe ich schon einiges geschrieben.

Wenn das fertig ist und Du insbesondere weißt, wie lange es dauert, bis die Sensoren eine neue Temperatur korrekt messen, sie also schnell genug sind, um für Deine Zwecke geeignet zu sein, platzierst Du sie alle an das selbe Rohr, stellst einen möglichst guten Kontakt zum Rohr her und dämmst sie zur Umgebungsluft. Dann befinden sie sich quasi in einer warmen Kammer, die die Temperatur des Rohres annehmen sollte - idealisiert gedacht.
Wenn dabei nun gleiche und plausible Temperaturen bei allen Sensoren (unter Berücksichtigung des ermittelten Korrekturbetrags) zu beobachten sind, kann die eigentliche Messarbeit beginnnen unter sorgfältigem und gleichem Vorgehen wie vorher, was Kontakt zum Rohr und Dämmung zur Luft anbelangt.

Für die schnelle Messung an Rohren hat sich bei vielen Foristen das kleine Stift-IR-Thermometer Voltcraft-IR10 und Bauähnlichkeiten von z.B. Dostmann bewährt. Das wird (wieder mit Krepp) direkt auf die Messstelle aufgesetzt, damit entfallen diese Messfleckgröße- und Zielungenauigkeiten bei den üblichen Pistolengriff-IR-Thermometern.
Ich habe es eben mit beiden Geräten am Heizungsrohr noch 'mal ausprobiert:
Mit dem IR-10 habe ich sofort einen plausiblen Wert, mit dem Pistolengriffgerät muss ich sehr genau schauen und "schielen" und den Sensoröffnung ausrichten, um plausible Werte zu erzielen. Diese Pistolengriffgeräte sind m.E. für Messungen an dünnen Rohren bzw. kleinen Zielobjekten nicht geeignet.

Wie Kathrin schon schrieb:
der alte Spruch "wer misst misst Mist" hat seine Berechtigung im dem Sinne, dass man sich über Messaufbau, Messsinnhaftigkeit und die Limitierungen der Messungen immer bewusst sein sollte.

Die Tauglichkeit Deiner Sensoren für Dein Messvorhaben würde ich jetzt primär und vor den beschriebenen Vorbereitungen nocht nicht in Zweifel ziehen.
Kathrins Einwand wegen der Messung in Flüssigkeiten interpretiere ich so, dass sie überhaupt dafür geeignet wären - denn nicht jeden Sensor darf man "eintunken".

Der eigentliche Sensor befindet sich vergossen (?) in dem verkabelten Sensorgehäuse. Der Sensor weiß ja nicht, auf welchem Wege er temperiert wird.

Einige Foristen haben von m.E. ziemlich guten rohrtauglichen Sensoren im Rahmen von Arduino&Co-Projekten berichtet.
Das ist derzeit noch nicht meine Welt. Bei Interesse kannst Du die Forumssuche vielleicht erfolgreich bemühen.

Verfasser:
danielito
Zeit: 22.11.2025 08:43:18
0
3900377
Was ist tauglicher. Das IR-10 oder dieses?

Ich teste mit den aktuellen, werde aber noch eines der beiden bestellen um sicher zu gehen.

VG

Verfasser:
ajokr
Zeit: 22.11.2025 08:55:32
0
3900382
Zitat von DMS20 Beitrag anzeigen
[
Im Sekundärkreis hast Du die Einzelwerte der Topmeter. Wenn in dem von Dir geposteten Bild alle Topmeter abgebildet sind, fließen dort in Summe 1170l/h.



Hast du andere Bilder gesehen als ich?
Im EG: 5x 1,5 und 5x 2,0
Im OG: 10x 1,5
macht zusammen 32,5 l/min oder 1950 l/h. Das ist dann doch einiges mehr als die 1114, die an der Therme abgeschickt werden.

Wobei diese Bilder gemacht wurden, als die Wilo auf 2 stand, richtig?
Jetzt steht sie auf 4,5. Wie haben sich die Topmeter nun verändert?

Zitat:

Ich war gerade schon erschrocken, dass alle Topmeter 0 anzeigen. Ich sehe aber gerade es ist 13Uhr. Vermutlich wieder die WW-Aufbereitung?


Heißt also, dass die Wilo während der WW-Bereitung abgeschaltet wird. Dann macht eine Temperaturmessung in dieser Zeitphase natürlich auch keinen Sinn. Und hinterher muß man schauen, wie lange es dauert, bis sich VL und RL durch die FBH wieder auf konstante Werte eingependelt haben. Und natürlich sind auch die internen Fühler an der Therme erstmal irritiert, wenn der Rücklauf aus der WW-Bereitung auf den Rücklauf aus der FBH wechselt.

Zitat:

Wenn ich den November in HA mal auswerte, haben wir hier aktuell immer über 21° bis hin zu 22°.

Gilt das für das Gästebad, oder ist es in allen Räumen bei euch gleich warm?

Verfasser:
danielito
Zeit: 22.11.2025 09:10:53
0
3900389
Meine Bilder sind immer aktuell. Wilo stand auf 4 bei den Bildern der topmeter. Ich poste nur aktuelle Bilder. Wenn nicht schreibe ich es dabei.

Vg

Verfasser:
DMS20
Zeit: 22.11.2025 09:12:11
0
3900390
Das sind zwei völlig unterschiedliche Messprinzipien.

IR-10: kontaktloser "Nahbereichs"-IR-Wärmesensor
PL-120: K-Typ-Kontaktsensor mit Kabel; immerhin für zwei simultane Messungen geeignet.

Mach' doch erst'mal den Job mit den jetzt vorhandenen Sensoren ...

Egal, was Du noch anschaffst: mit bezahlbarer Messtechnik bewegt man sich immer in Bereichen mit zunächst fragwürdiger Messgenauigkeit.
Wobei es meistens ja gar nicht um die absolute Genauigkeit geht (das ist in der Messtechnik immer besonders teuer), sondern um die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse und die Gleichheit der Ergebnisse baugleicher Sensoren untereinander.
Und da sind die derzeit ereschwinglichen Sensoren gar nicht so schlecht, wenn man -wie beschrieben- einen gewissen intitialen Abgleichaufwand betreibt.

Hier ist z.B. einer der Threads, die sich bereits mit Anlegethermometern befasst haben.
Der Sensor für Arduino&Co heißt DS18x20.
Aber auch da würde ich bei Verwendung einer größeren Zahl von Sensoren einen solchen Abgleich vornehmen. Zumal dann, wenn es -wie bei Dir rund um die hydr. Weiche- und die Spreizungen um Differenzen im Gradbereich (!) geht.
Bei den Spreizungen im jeweils selben Rohrkreislauf geht es auch nur um wenige Grad, da ist der Messabgleich der Sensoren untereinander ebenfalls ratsam.
Beispiel: hätten zwei Sensoren eine Messwertdifferenz von z.B. nur 1K, würden sie in einem Fall an einem Rohrpaar mit einer tatsächlichenTemp-Diff von 2K eine Spreizung von 1K messen und bei Tausch der Sensoren von 3K.
Fall 1 bedeutete Handlungsbedarf, Fall 2 nicht.

Bei hohen Spreizungen von 10 oder gar 15K wäre die Abweichung der Sensoren hingegen relativ unbedeutend.

Naja - Schluss mit dem "wer-misst-misst-Mist"-Philosophieren.
Interessiert wahrscheinlich sowieso niemanden ...

Verfasser:
DMS20
Zeit: 22.11.2025 09:32:52
0
3900405
Zitat von ajokr Beitrag anzeigen
Hast du andere Bilder gesehen als ich?
Im EG: 5x 1,5 und 5x 2,0
Im OG: 10x 1,5
macht zusammen 32,5 l/min oder 1950 l/h. Das ist dann doch einiges mehr als die 1114, die an der Therme abgeschickt werden.

Du hast Recht.
Das sind die Bilder aus Beitrag 3899434, die so schön "knackscharf" sind, dass die Zahlen schon in der Voransicht im Thread prima zu lesen sind.
Leider sind die Bilder in der Voransicht aber nicht komplett zu sehen.

Jetzt habe ich sie mir alle in der Vollansicht angeschaut.
Und Du hast natürlich Recht: es sind nicht nur 10 sondern 20 Topmeter und damit sind Deine Werte richtig und meine falsch.

Asche auf mein kahles Haupt ...

Leider kann ich mir momentan schlecht vorstellen, was sich da eigentlich in dieser hydr. Weiche abspielt.
Da "sausen" jetzt in Summe rund 3000l/h (50l/min) durch dieses kleine Metallgehäuse in vermutlich turbulenter Strömung und ergeben an den Ein- und Ausgängen jeweils irgendein unverhersehbares Gemisch, bei dem eigentlich nur der VL aus dem Wärmeerzeuger einigermaßen konstant und vorhersagbar ist?!

Verfasser:
ajokr
Zeit: 22.11.2025 09:40:42
0
3900410
Da "sausen" jetzt in Summe rund 3000l/h (50l/min) durch dieses kleine Metallgehäuse in vermutlich turbulenter Strömung und ergeben an den Ein- und Ausgängen jeweils irgendein unverhersehbares Gemisch, bei dem eigentlich nur der VL aus dem Wärmeerzeuger einigermaßen konstant und vorhersagbar ist?!

Ganz so damatisch ist das auch wieder nicht:

1114 gehen auf kurzem Weg von VL zu VL sowie RL zu RL, und nur die Differenz von 836 l/h wandern vom RL der FBH durch die Weiche zum VL der FBH.

Verfasser:
ajokr
Zeit: 22.11.2025 09:50:27
0
3900417
Zitat von danielito Beitrag anzeigen
Meine Bilder sind immer aktuell. Wilo stand auf 4 bei den Bildern der topmeter.



Dann hatte ich das beim Nachlesen wohl falsch verstanden, ich war von 1900 l/h bei Einstellung 2 ausgegangen.

Somit ist die Wilo auf ihrer maximalen Drehzahl, ab einer Einstellung von 3,6 und mehr ändert sich dann der Durchfluß auch nicht mehr.

Wäre jetzt interessant, die Topmeter-Einstellungen bei einer Einstellung von 2 zu kennen. Das würde dann vermutlich um die 1500 l/h sein, und der Vorleistung der Therme entgegen kommen. Wenn du das mal testen könntest, wäre eine rechnerische Angleichung der Leistungen möglich. Dafür brauchst du nicht mal an den Topmetern zu schrauben!

Verfasser:
danielito
Zeit: 22.11.2025 10:40:23
0
3900449
@ajokr:

Nur zur Sicherheit, dass hier nicht wider was durcheinander geworfen wird:

Die Bilder der HKVs in meinem allerersten Post hier sind aus März. Hier war noch alles Standard und auch die Wilo war auf Stufe 2. Die Topmeter haben hier bei voll geöffneten Stellantrieben auch nicht mehr und nicht weniger angezeigt als heute.

Die Topmeter zeigen heute das an, was sie vermutlich seit 8 Jahren anzeigen, wenn die ERR offen ist.

Die 1900l/h waren doch durch die Zusammenrechnung der Topmeter (Wilo 4) entstanden? Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass die Wilo auf Stufe 2 1900l/h befördert? Dann wären niedrigere Werte ja kaum zu realisieren. Schon gar nicht der vom Büro errechnete Wert?

Ich weiß das Thema ist lang und unübersichtlich. Jedoch sind letzten Endes bislang nicht viele Dinge passiert.

Es wurde lediglich geändert:

Pumpendrehzahl Wilo: 2 -> 4 -> 4,5 (??? l/h)
Pumpendrehzahl Therme (Parameter 31): 55 -> 45 -> 60 (1113l/h)
Parameter 9F: 8 -> 0

Mehr ist bis jetzt nicht passiert. Damit jetzt keine falschen Schlüsse gezogen werden:
Sagt mir gerne was für Bilder ich liefern soll bzw. welche Einstellungen ich (ggf. vorübergehend) vornehmen soll.

Diese Billigthermometer hier liegen selbst im Kühlschrank zum Teil 4° auseinander. Das ist mir zu kompliziert, die kommen weg und ich bestelle das Voltcraft. Dann wird gemessen und gut.

Viele Grüße und mein herzlichster Dank!

Verfasser:
ajokr
Zeit: 22.11.2025 11:18:09
0
3900474
Zitat von danielito Beitrag anzeigen

Die 1900l/h waren doch durch die Zusammenrechnung der Topmeter (Wilo 4) entstanden? Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass die Wilo auf Stufe 2 1900l/h befördert? Dann wären niedrigere Werte ja kaum zu realisieren.



Etwas weiter oben hast du geschrieben, dass die Topmeter bei WW-Bereitung 0 anzeigen. Da stand die Pumpe wohl still, und die Therme förderte nicht in den Heizkreislauf. Also bewegen sie sich doch.

Jetzt geht es halt darum, eine Pumpeneinstellung mit daraus resultierendem Durchfluß zwischen 0 und 1900 zu finden. Eventuell dauert es auch einige Zeit, bis die Pumpenänderung an den Topmetern sichtbar wird.

Verfasser:
kathrin
Zeit: 22.11.2025 11:30:00
0
3900477
@danielito
Zitat von danielito Beitrag anzeigen
Es wurde lediglich geändert:

Pumpendrehzahl Wilo: 2 -> 4 -> 4,5 (??? l/h)
Pumpendrehzahl Therme (Parameter 31): 55 -> 45 -> 60 (1113l/h)
Parameter 9F: 8 -> 0
Der Vollständigkeit halber: A5 wurde von A5:13 zurück auf Werkseinstellung A5:5 geändert; das ist eine Sparschaltung, die jetzt bei tiefen Aussentemperaturen sowieso keine Auswirkung hat (am Anfang des Threads aber möglicherweise schon).

Ich denke auch, dass das Messen von sehr kleinen Spreizungen mit den vorhandenen Thermometern wenig sinnvoll ist. Ein Abgleich wäre noch mit den vorhandenen Werten aus der Vitotronic möglich (Ist-Kesseltemperatur, Ist-VL), aber die Rückläufe fehlen.

Die Volumenströme über die Weiche wären zwecks Abgleich schon "nötig". Vielleicht mit den Pumpeneinstellungen und -diagrammen grob bestimmen? Der Volumenstrom der internen Pumpe wird ja angezeigt, fehlt nur noch die externe Pumpe.

Was du jetzt aber tun kannst, ist beobachten, was mit den jetzigen Einstellungen mit der Raumtemperatur passiert: Welche Räume werden zu warm, welche gerade wie gewünscht, welche zu kühl? Einfach aufschreiben, bei welcher Ist-VL und welcher Aussentemperatur welche Raumtemperaturen erreicht werden. Einstellung der Wilo-Pumpe dabei auch aufschreiben. Sonnige Tage (Fremdwärme!) oder sehr windige auslassen. Dann sieht man nach ein paar Tagen wenigstens, ob und wo ggf. Handlungsbedarf besteht. Im Unterschied zum Zustand vor den Änderungen läuft die Vitodens jetzt ohne Takten und kann somit "richtig" heizen (die zeitweise ungenügende Raumtemperatur am Anfang des Threads kann auch am heftigen Takten mit sehr kurzen Brennerlaufzeiten gelegen haben...).

Die Voreinstellungen wären interessant. Falls man diese ablesen kann, ohne die bestehenden Einstellungen zu ändern. Das ist aber nicht meine Baustelle ;-).

Ich würde erst mal beobachten, und (später mal) nur ändern, wenn etwas bez. Komfort nicht passt. Der HB macht mir bisher einen guten Eindruck - FBH-Planung mit geringerer Spreizung als vom Büro geliefert verlangt, Erklärungen in die Serviceanleitung geschrieben, Rohre gedämmt und mit zusätzlichen Thermometern ausgestattet usw. Mit etwas Glück sind die meisten Voreinstellungen wirklich passend, und dann wäre es schade, aufgrund irgendwelcher ungenauer Messungen daran etwas zu ändern. In jedem Fall die jetzigen Einstellungen markieren und aufschreiben, damit der Ist-Zustand bei Bedarf wiederhergestellt werden könnte.

Und immer daran denken: Optimierung und hydr. Abgleich brauchen Zeit, viel Zeit, und Geduld ;-).

Schönen Tag + Gruss

Kathrin

Verfasser:
DMS20
Zeit: 22.11.2025 11:30:25
0
3900478
Zitat von ajokr Beitrag anzeigen
... 1114 gehen auf kurzem Weg von VL zu VL sowie RL zu RL, und nur die Differenz von 836 l/h wandern vom RL der FBH durch die Weiche zum VL der FBH.
... so eine Art zufälliger Mischer vor dem eigentlichen Mischer.

Und die beiden Pumpen arbeiten bezüglich des Volumenstroms der Therme quasi in Reihe.
Irgendwie werden mir hydrWeichen immer unsymphatischer ...

Naja... ist auch nicht so wichtig. Ich gehe jetzt erst'mal in die Sonne und radle 'ne Runde in der Hoffnung auf Bodeneisfreiheit.

:-)

Verfasser:
danielito
Zeit: 22.11.2025 11:49:01
0
3900484
Zitat von ajokr
Etwas weiter oben hast du geschrieben, dass die Topmeter bei WW-Bereitung 0 anzeigen. Da stand die Pumpe wohl still, und die Therme förderte nicht in den Heizkreislauf. Also bewegen sie sich doch.


Ja, das sollte bedeuten, dass sie nicht feststecken. Wenn ich eine ERR runter drehe oder die WW-Bereitung läuft, verändert sich natürlich der Durchfluss.
Was ich sagen wollte ist, dass die Werte der Topmeter aus meinen aktuellen Bildern, die gleichen Werte wiedergeben, welche auch im März mit voll geöffneten ERR erzielt wurden. Hier hatte ich an den Pumpen noch nichts gemacht. Soll bedeuten, dass die Einstellung der Wilo hier vermutlich keine Rolle spielt. Wenn das sein kann?

Ich kann aber auch gerne mal mit "extremen" Werten testen um zu vergleichen wenn gewünscht.

Zitat von ajokr
Jetzt geht es halt darum, eine Pumpeneinstellung mit daraus resultierendem Durchfluß zwischen 0 und 1900 zu finden. Eventuell dauert es auch einige Zeit, bis die Pumpenänderung an den Topmetern sichtbar wird.


Das verstehe ich nicht? Zwischen 0 und 1900 ist ja "alles"?

Ist es denn nicht so, dass ich erst eine Berechnung der l/min für die Räume benötige, da ich doch sonst gar nicht weiß, welche Werte ich brauche?

Ich bin nur noch maximal verwirrt und weiß überhaupt nicht mehr was eigentlich gerade Phase ist um ehrlich zu sein.

Mal angenommen beide Pumpen würden nun exakt gleich laufen. Was hätte ich gewonnen? Was wäre der nächste Schritt?

Ich habe jetzt ein neues Thermometer bestellt. Wenn es die beste Option ist hierauf zu warten, dann mache ich das gerne. Wenn es eine einfache Alternative Methode gibt, versuche ich sie liebend gerne.

Aber gerade habe ich das Gefühl, jeder legt hier andere Gegebenheiten der aktuellen Situation zu Grunde. Zumal der Volumenstrom der Therme ja absolut gewürfelt ist aktuell. Wir wissen doch gar nicht ob der gut ist?

Bzgl. der Räume. Heute Morgen waren es um die -7° AT. In der unteren Etage war der Boden meiner Frau schon zu warm. In den Kinderzimmern wäre es heute bei voll geöffneter ERR nicht auszuhalten.

Wie gesagt bin ich gerade einfach nur "verloren". Was ist der sinnvollste nächste Schritt? Wenn es die Messung der Spreizung ist, warte ich auf das Thermometer.

Wenn ich etwas alternatives tun kann, gerne sagen.

Alles andere, was gerade aber nicht sinnvoll ist, würde ich gerne ausblenden und erst hinzuziehen, wenn die Zeit gekommen ist.

@kathrin:

Was meinst du mit den Diagrammen? Müsste es nicht einfach möglich sein, anhand der Einstellung der Wilo den Volumenstrom abzulesen?

Zitat von kathrin
Die Voreinstellungen wären interessant. Falls man diese ablesen kann, ohne die bestehenden Einstellungen zu ändern. Das ist aber nicht meine Baustelle ;-).


Welche Voreinstellungen meinst du?

Verfasser:
DMS20
Zeit: 22.11.2025 12:08:40
0
3900498
Wenn es überall zu warm ist:
Steigung der Heizkurve mit dem kleinstmöglichen Schritt zurücknehmen und mindestens 24 Stunden die Wirkung abwarten.

Wichtig: jede Änderung protokollieren mit Außentemperatur, VL-Temp und Raumtemp.

Mein Rat:
belies Dich gründlich Schritt für Schritt in den thermischen Abgleich ein. Nicht nur und nicht unbedingt, um ihn auch durchzuführen, sondern um zu verstehen, worum es geht und warum man den in einer bestimmten Reihenfolge durchführen sollte.
Du steigst da eher mittendrin und etwas zufällig ein.
Das kann gut gehen, wenn Du erst einmal verstanden hast, worum es geht.

Die Volumenströme würde ich jetzt erst'mal so lassen:
das Takten ist weg, die Wärme kommt in's Haus, beide Volumenströme sind für ihre Rohrkreise und ihre Zwecke hoch genug, der Volumenstrom in's Haus ist höher als der durch den Wärmeerzeuger. Da besteht m.E. kein dringender Handlungsgedarf mehr.

Die Temperaturen im Haus versuchst Du behutsam über die Heizkurve einzupegeln, bis der schwächste Raum die Wunschtemperatur erreicht hat und hält.

Wenn Dein Zweikanalthermometer angekommen ist, überprüfst Du die Gesamtspreizungen und die Einzelspreizungen im Heizkreislauf und meldest Dich b.B. dann hier wieder.

So lange lüftest Du den Kopf 'mal aus und verbringst schöne Stunden mit der Familie.

Es gibt ja auch noch ein Leben neben der Heizung - oder?

Warm wird's ja. Da hast Du Millionen von Mitbürgern schon etwas voraus.

Bin jetzt erst'mal weg.

:-)

Verfasser:
ajokr
Zeit: 22.11.2025 12:32:56
0
3900506
Zitat von danielito Beitrag anzeigen
Das verstehe ich nicht? Zwischen 0 und 1900 ist ja "alles"?

Ist es denn nicht so, dass ich erst eine Berechnung der l/min für die Räume benötige, da ich doch sonst gar nicht weiß, welche Werte ich brauche?

Ich bin nur noch maximal verwirrt und weiß überhaupt nicht mehr was eigentlich gerade Phase ist um ehrlich zu sein.

Mal angenommen beide Pumpen würden nun exakt gleich laufen. Was hätte ich gewonnen? Was wäre der nächste Schritt?


Mir geht es erst mal um die Weiche. Wenn beide Pumpen gleichviel fördern, geht nichts durch die Weiche verloren, und die erzeugte Heizleistung geht voll in die FBH, der Brenner bekommt seine Wärme abgegeben und muß nicht takten.
Wir kennen jetzt nur einen Durchfluß von 1900 l/h bei Wilo-Stellung 4. Zwischen Einstellung 0 und 4 müsste dann auch mal in Summe weniger als die 1900 rauskommen.

Mit verschiedenen Pumpeneinstellungen und abgelesenen Durchflüssen kann man dann die Arbeitslinie der Anlage ermitteln. Das ist in etwa eine quadratische Parabel, die irgendwo die Kennlinie der Pumpe kreuzt. Das ist der Punkt mit der maximal möglichen Durchfluß, wenn man Pumpe und Rohre nicht ändert. Dreht man die Pumpe weiter hoch, erhöht sich der Durchfluß trotzdem nicht mehr.

In einem Nachbarthema habe ich auf Basis einer Meßreihe dieses Bild der Kennlinien ermittelt:



Deine Pumpe und FBH sind etwas größer, und deshalb werden die Meßpunkte woanders liegen.

Eine ähnliche Kurve kann man für die interne Pumpe mit mehreren Meßwerten erzeugen. Die interen Pumpe wird nach Drehzahl eingestellt, die externe nach Förderhöhe. Der Durchfluß ist dann immer die Antwort der Hydraulik auf die Vorgabe der Pumpe, und ist halt bei jedem Haus irgendwie anders.

Wenn dann der Punkt mit der Weiche geklärt ist, kann es an die Einstellung der Topmeter gehen, um jedem Raum auf die richtige Temperatur zu bringen.

Diese Methode der Volumenstromabgleichung umgeht das Problem mit den Meßfehlern der Temperaturfühler untereinander.

Verfasser:
danielito
Zeit: 22.11.2025 13:59:47
0
3900548
@ajokr:

Okay, vielen Dank für die Ausführung. Das übersteigt aber mein Wissen bei Weitem.
Was muss ich konkret tun? Pumpe wieder auf 2 und dann nach einiger Zeit die Topmeter ablesen?

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Verfasser:
danielito
Zeit: 22.11.2025 13:59:47
0
3900548
@ajokr:

Okay, vielen Dank für die Ausführung. Das übersteigt aber mein Wissen bei Weitem.
Was muss ich konkret tun? Pumpe wieder auf 2 und dann nach einiger Zeit die Topmeter ablesen?
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