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Vitodens 300-w B3HB: hydraulischer & thermischer Abgleich und Heizkurve
Verfasser:
DMS20
Zeit: 30.11.2025 14:16:50
0
3904026
Zitat von danielito Beitrag anzeigen
@DMS20:
Das mit den Kurschlüssen verstehe ich leider bislang nicht. Ich weiß weder was ein solcher Kurzschluss ist, noch wie ich ihn erkennen kann. Falls es nur durch Temperaturmessungen geht, wird die Ungenauigkeit sämtlicher Methoden auch hier verhindern, dass sämtliche Restzweifel[...]
"Kurzschluss" ist, dass ein Volumenstrom so hoch ist, dass das Wasser (fast) so heiß am Rücklauf des einzelnen Heizkreises ankommt wie es hinein gelaufen ist - es fließt zu schnell hindurch und kann in der kurzen Zeit die Wärme nicht los werden.
Das wäre nur dann gar nicht so schlimm, wenn es trotzdem überall wunschwarm wird und die Umwälzpumpe den dann unnötig hohen Gesamtvolumenstrom überhaupt aufbringen kann und es keine Geräusch macht.

Weil Du aber noch zu große Temperaturunterschiede im Haus feststellst, die Spreizung im Sekundärkreise (nach der hydrWeiche) zu niedrig scheint und damit die richtige Volumenstromverteilung und -einstellung noch nicht gefunden wurde, ist es m.E. sinnvoll, die Optimierung noch etwas voranzutreiben.

Für eine "Kurzschluss"-Suche ist das einzelne Aufsetz-IR-Thermometer sogar gut geeignet, weil die Messgenauigkeit an VL und RL genau gleich und die Differenz deshalb verlässlich ist; auf den absoluten Wert der Temperaturen kommte es in diesem Fall gar nicht an. Der Messpunkt mit dem IR-10 ist klein, da aufgesetzt und sehr gut definierbar. Die beiden Messpunkte sind räumlich nah beieinander (Heizkreisverteiler), die Messung daher schnell gemacht.

Sicherheitshalber nachgefragt:

An einigen Einstellventil-/Schauglas-Kombinationen kannst Du an dem Vierkant oben frei drehen und die Anzeige/den Voluemstrom bis auf Null reduzieren, bei anderen nicht?
Wenn diese anderen ausgerechnet "Kurzschluss"kreise oder die Kreise der "schlechtesten Räume" sein sollten und sie deshalb verändert werden müssten, ist es besonders schlecht.
Dann müssten die entsprechenden Teile ausgebaut und gängig gemacht oder ersetzt werden.

Die Stellantriebe sind abgeschraubt - oder?
(Leider kann man bei den jetzt schon 13 Seiten nicht mehr eben nachschauen, was schon geschrieben wurde)
Unter den Stellantrieben findet sich keine weitere Voreinstellmöglichkeit richtig?
Die Federstifte unter den Stellantrieben sind frei beweglich?
Und wenn Du sie hineindrückst, geht der Volumenstrom in dem betroffenen Heizkreis auf Null?
Und wenn Du den Stift wieder frei gibst, geht der Volumenstrom auf den vorherigen Wert zurück?

Verfasser:
ajokr
Zeit: 30.11.2025 15:09:40
0
3904043
Zitat von danielito Beitrag anzeigen

Alles was man jetzt tun kann, wäre ja den Punkt der Pumpeneinstellung zu eruieren, an dem gerade so der maximale Durchfluss vorhanden ist. Oder ist dies nur sinnvoll, bei Strömungsgeräuschen und kann andernfalls auch höher liegen?



Hast du denn jetzt Strömungsgeräusche? Frag am besten morgen früh deine Frau, tagsüber fällt das nicht so auf ;-)

Dann müsstest du den Volumenstrom an der Therme noch soweit anheben, dass dort auch 1900 l/h auf den Weg geschickt werden.

Verfasser:
danielito
Zeit: 30.11.2025 19:07:24
0
3904142
Hallo ihr zwei,

es gab ein paar Geräusche am (offenen) HKV. Hier konnte ich ein sehr leises Rauschen hören. Daher bin ich wieder auf 4 runter. Die Werte der Topmeter sind jedoch gleich geblieben, sodass ich denke, dass der Break-Even irgendwo darunter liegen muss. Bei 4 gab es aber keine Geräusche oder ich bin zu alt um sie zu hören. ;)

Danke für die Erläuterungen bzgl. der Messungen. Das Thermometer habe ich wieder zurückgeschickt, da es für mich so keinen Nutzen hatte. Ich warte noch auf das Breadbord für meine ESPHome Installation und dann messe ich mit den DS18B20 Fühlern.

Ist dann zwar ein bisschen mehr Aufwand, aber so sollte ich genauere Werte erhalten.

Ich konnte im Viessmann Forum übrigens etwas über die Brennerpause nach der WW-Aufbereitung herausfinden. Hier wurde ich auf dem Parameter 51 aufmerksam gemacht. Diesen sollte ich auf 0 stellen.

Ich werde morgen berichten, ob dies die Pause "eliminiert" oder zumindest minimiert.

Einen schönen Abend allen zusammen.

Verfasser:
danielito
Zeit: 07.12.2025 14:42:29
0
3906499
So,

viele graue Haare später (einige Defekte Sensoren erwischt)...habe ich dann nun hoffentlich eine verlässliche Methode zusammengebaut. Ich lasse sie jetzt mal eine Weile so nebeneinander messen um zu sehen, inwiefern sich die Werte gleichen.

Bis jetzt sieht es so aus als würden beide exakt die gleichen Werte liefern.

Aktuell beide auf 22,3°.

Die kommenden Tage befestige ich sie dann an VL und RL.

VG und einen schönen Sonntag noch.

Verfasser:
V_User
Zeit: 07.12.2025 18:55:56
0
3906602
Mit Spannung verfolge ich diese Diskussion, da ich ähnliche Fragen und Verständnisprobleme habe und das Setup meinem entspricht.

Mein Vitodens 300W B3HB ist von 2015. Volumenstrom kann bei der Version weder an der Anlage noch in ViCare abgelesen werden. Seit Viessman den eingebauten LAN Port im Sommer still gelegt hat nutze ich den Optolink 2 Adapter. Nun komme ich dank des fantastischen Optolink Splittters https://github.com/philippoo66/optolink-splitter auch an den Volumenstrom der Kesselpumpe ran.

Meine Anlagen Parameter 2 sind fast identisch wie bei danielito. Auch habe ich die hydraulische Weiche und den Mischer in der Divicon sowie die gleiche Wilo Yonos Heizkreispumpe wie danielito. Nur meine Warmwasserunterstützung ist von Viessmann.

In den letzten 2 Wintern ist es mir gelungen, die Taktung des Vitodens von Metronom auf einmal pro Tag zu reduzieren (Unterbrechung nur noch durch die Warmwasserzubereitung einmal pro Tag). Der Gasverbrauch ist auch um 50% gesunken. Diesen Winter versuche ich die finale Einstellung zu finden, sodass die WP kommen kann sobald der Vitodens schlapp macht.

Mein Setup:
1. FBH mit Kalksteinboden
2. Nur ein Heizkreis (HK2) mit 2 HKV, EG mit 13 Heizkreisen, OG mit 12 Heizkreisen
3. Berechneter Wärmebedarf aus Heizlastberechnung Q=7867W(!) ~ 8kW
4. Hydraulischer Abgleich wurde berechnet mit Volumenstrom ~2000 l/h
5. Mein thermischer Abgleich kommt auf Volumenstrom Heizkreis V(HK) ~1600l/h
5a) Wilo Yonos Heizkreispumpe eingestellt auf Stufe 4
5b) Zwei Räume mit hydraulischem Problemen:
5b1) Gästebad braucht sehr hohen Volumenstrom um warm zu sein (Leitung zu kurz)
5b2) Gästezimmer braucht einen Volumenstrom knapp über Null, sonst viel zu warm (dort sitzt der HKV EG)
5c) Bad als Leitraum mit maximaler Wärmeabgabe
5d) Alle anderen Räume entsprechend gedrosselt
6. Parameter 31:55 (default), Volumenstrom Kesselkreis V(KK) ~980l/h
7. Parameter 9F:1 (default 9F:8) (Verlustausgleich hydraulische Weiche)
8. Parameter 90:24 (default 90:128) (viele große Fenster, die schnell abkühlen)
9. Heizkurve: 21 Grad, Niveau 0, Neigung 0.3

Frage 1: Sind 5b1) und 5b2) hydraulische Kurzschlüsse?

Ziel ist es alle Räume auf 21 Grad mit minimalen Gasverbrauch zu bekommen. Alle Türen sind immer offen. Derzeit bekomme ich das Haus nur auf 20 Grad warm, statt der eingestellten 21 Grad. Da aber alle Räume 20 Grad haben, interpretiere ich das so, dass der thermische Abgleich einigermaßen passt.

Nun hat die Familie aber Stress gemacht und ich habe erst einmal die Heizkurve von Niveau 0 auf Niveau 3 gehoben. 21 Grad sind wieder da in jedem Raum und die Familie ist glücklich. Ich nicht, weil ich nicht verstehe ob das nun die richtige der vielen möglichen Lösungen ist.

Daher möchte nochmal Volumenstrom Kesselkreis, Volumenstrom Heizkreis, Parameter 9F und die Heizkurve betrachten.

Meine Überlegung dazu, um an den richtigen Stellschrauben zu drehen:


A) Leistung und Volumenstrom bestimmen ergibt:

Wärmebedarf von 8kW (7867W) aus Heizlastberechnung.
Minimale Spreizung 3K, maximale Spreizung 7K laut FBH Auslegung.

Volumenstrom Heizkreis um Heizlast zu erwärmen:
1 m³/h ergeben sich bei T1=23°C, T2=30°C (dT 7K) und 8 kW (Wasser)
1.167 m³/h ergeben sich bei T1=24°C, T2=30°C (dT 6K) und 8 kW (Wasser)
1.4 m³/h ergeben sich bei T1=25°C, T2=30°C (dT 5K) und 8 kW (Wasser)
1.75 m³/h ergeben sich bei T1=26°C, T2=30°C (dT 4K) und 8 kW (Wasser)
2.333 m³/h ergeben sich bei T1=27°C, T2=30°C (dT 3K) und 8 kW (Wasser)

Volumenstrom max Vitodens = 1.2 m³/h.

Frage 2: Entsprechen dabei T2 Vorlauf VL und T1 Rücklauf RL des HK?
Frage 3: Verstehe ich es richtig, dass damit die hydraulische Weiche ab dT <=5K zwingend notwendig ist, da der Volumenstrom des Vitodens dann nicht mehr ausreicht?
Frage 4: Um Gasverbrauch zu minimieren muss dT so klein wie möglich sein, damit also der Volumenstrom so hoch wie möglich?
Frage 5: Ein kleines dT wäre auch besser für eine WP?


B) Die Planung der Hydraulischen Weiche erfordert, dass Volumenstrom Kesselkreis 10-30% kleiner ist als Volumenstrom Heizkreis.

Volumenstrom max Vitodens V(KK) = 1.2 m³/h.
Volumenstrom Kesselkreis V(HK) max = 1.2 m³/h / 90% m³/h ~ 1.3 m³/h für V Heizkreis
Volumenstrom Kesselkreis V(HK) max = 1.2 m³/h / 70% m³/h ~ 1.7 m³/h für V Heizkreis
Volumenstrom Kesselkreis V(HK) = 1.1 m³/h / 90% m³/h ~ 1.2 m³/h für V Heizkreis
Volumenstrom Kesselkreis V(HK) = 1.1 m³/h / 70% m³/h ~ 1.6 m³/h für V Heizkreis
Volumenstrom Kesselkreis V(HK) = 1.0 m³/h / 90% m³/h ~ 1.1 m³/h für V Heizkreis
Volumenstrom Kesselkreis V(HK) = 1.0 m³/h / 70% m³/h ~ 1.4 m³/h für V Heizkreis

Frage 6: Je geringer der Unterschied Volumenstrom Kesselkreis zu Heizkreis, desto weniger Verluste in der hydraulischen Weiche, also besser ist es auf 90% auszulegen, als die 70%?


C) Die Planung der Hydraulischen Weiche erfordert weiterhin, dass die Wärmemenge im Kesselkreis und im Heizkreis gleich ist.

Wärmemenge: Q = V * dT * c(w)
Spezifische Wärmekapazität Wasser: c(w) = 1.16 Wh/kgK
Spreizung dT in K
Es soll gelten: Q(KK) = Q(HK) folgt V(KK) * dT(KK) = V(HK) * dT(HK)

Spreizung Kesselkreis: dT(KK) = V(HK) * dT(HK) / V(KK)

Frage 7: Die Spreizung Kesselkreis soll auch so gering wie möglich sein, um den Gasverbrauch zu minimieren?
Frage 8: Wie wird Spreizung Kesselkreis gesetzt?
Frage 9: Ist das Parameter 9F bzw das Niveau der Heizkurve?
Frage 10: Falls ja, was ist vorzuziehen und warum?


D) Yonos Para Heizkreispumpe einstellen anhand auf der Kennlinie


Wenn nun der Volumenstrom der Heizkreispumpe z.B. 1.5m³/h = 1500l/h betragen soll, dann gilt es diesen Wert auf der x-Achse in dem Diagramm zu suchen. Die Kennlinie entspricht den blauen Vierecken in einer aufgehenden Parabelform, damit wäre der entsprechende Wert auf der y-Achse ~2.6 H/m und das ist der Wert auf den der rote Drehregler gestellt wird.



Vorschlag 1 mit 70% Volumenstrom Kesselkreis:
Spreizung Heizkreis: dT(HK) = 3K
Volumenstrom Heizkreis: V(HK) = 1.6m³/h
Volumenstrom Kesselkreis: V(KK) = 1.1m³/h
Spreizung Kesselkreis: dT(KK) = (1.1 * 3 / 1.6)K ~= 2K
Daraus folgt:
Einstellung HK Pumpe: ~3 aus Diagramm mit V(HK)
Einstellung Parameter 31 KK Pumpe: 60 (~1100l/h)
Einstellung Parameter 9F: 0 ?
Einstellung Niveau: 2 ?

Vorschlag 2 mit 70% Volumenstrom Kesselkreis:
Spreizung Heizkreis: dT(HK) = 3K
Volumenstrom Heizkreis: V(HK) = 1.4m³/h
Volumenstrom Kesselkreis: V(KK) = 1.0m³/h
Spreizung Kesselkreis: dT(KK) = (1.0 * 3 / 1.4)K ~= 2K
Daraus folgt:
Einstellung HK Pumpe: ~2.5 aus Diagramm mit V(HK)
Einstellung Parameter 31 KK Pumpe: 55 (~1000l/h)
Einstellung Parameter 9F: 0 ?
Einstellung Niveau: 2 ?

Frage 11: Ist hier Vorschlag 2 besser, da weniger Stromverbrauch der Pumpen als bei Vorschlag 1, obwohl der Volumenstrom im HK geringer ist?

Vorschlag 3 mit 90% Volumenstrom Kesselkreis:
Spreizung Heizkreis: dT(HK) = 3K
Volumenstrom Heizkreis: V(HK) = 1.1m³/h
Volumenstrom Kesselkreis: V(KK) = 1.0m³/h
Spreizung Kesselkreis: dT(KK) = (1.0 * 3 / 1.1)K ~= 3K
Daraus folgt:
Einstellung HK Pumpe: ~1.1 aus Diagramm mit V(HK)
Einstellung Parameter KK Pumpe 31: 55 (~1000l/h)
Einstellung Parameter 9F: 0 ?
Einstellung Heizkurve Niveau: 2 ?

Frage 12: Ist hier Vorschlag 3 besser, da 90% Volumenstrom Kesselkreis im Vergleich zu den 70% von Vorschlag 2? Oder ist Vorschlag 2 besser, da die Spreizung Kesselkreis nur 2K beträgt?
Frage 13: In welcher Reihenfolge legt man am Besten die Parameter fest? Erst Wilo, dann Kesselkreispumpe, dann die Parameter?

Verfasser:
kathrin
Zeit: 08.12.2025 02:16:10
0
3906675
@V_User

Eröffne bitte einen neuen Thread zu deiner Anlage, danke.

Schönen Abend + Gruss

Kathrin

Verfasser:
kathrin
Zeit: 08.12.2025 02:25:09
0
3906676
@danielito

Danke für den Update.

Zitat von danielito Beitrag anzeigen
Ich konnte im Viessmann Forum übrigens etwas über die Brennerpause nach der WW-Aufbereitung herausfinden. Hier wurde ich auf dem Parameter 51 aufmerksam gemacht. Diesen sollte ich auf 0 stellen.

Ich werde morgen berichten, ob dies die Pause "eliminiert" oder zumindest minimiert.
Aktuelle (geänderte) Einstellung ist 51:0 und 04:0, richtig? Wie sind die Erfahrungen damit?

Damit das nicht vergessen geht:
Zitat von ajokr Beitrag anzeigen
Dann müsstest du den Volumenstrom an der Therme noch soweit anheben, dass dort auch 1900 l/h auf den Weg geschickt werden.
Das kann die interne Pumpe nicht, siehe Datenblatt.

Schönen Abend + Gruss

Kathrin

Verfasser:
ajokr
Zeit: 08.12.2025 07:27:47
0
3906687
Zitat von kathrin Beitrag anzeigen


Damit das nicht vergessen geht:
Zitat von ajokr Beitrag anzeigen
[...]
Das kann die interne Pumpe nicht, siehe Datenblatt.



Stimmt auch wieder. Bislang wurde bis 60% interne Pumpenleistung getestet. Wieviel da noch möglich ist, darf noch ausprobiert werden. Keine Angst, die Kiste fliegt dir dabei nicht um die Ohren!

Verfasser:
danielito
Zeit: 08.12.2025 08:15:49
0
3906692
Hallo zusammen,

@kathrin

Genau, dass sind die neuen Einstellungen. Es gibt jedoch immer noch Pausen nach der WW-Aufbereitung. Das kürzeste bislang waren so 1,5h. Mich wundert die aktuell lange Brennerpause seit heute morgen gegen 04:20 Uhr, welche aktuell noch immer andauert. Ich weiß keinen anderen Erklärungsansatz als die aktuell milden Temperaturen. Jedoch sollte i.d.R. ja auch um die 10° eine Heizung heizen.

Im Ergebnis hat die Einstellung also nicht so viel bewirkt wie ich finde.

Ich habe gestern, aufgrund einer langen Pause nach der WW-Aufbereitung mal den RTSW auf 21° angehoben und im Gegenzug das Niveau um 1 reduziert um festzustellen, ob es einen Effekt hat. Ich habe hier eine nahezu identische Heizkurve.
Der Brenner sprang daraufhin direkt an. Ich habe dies dann testweise mal so belassen. Ich frage mich, ob die aktuelle Pause was damit zu tun haben kann, jedoch habe ich ja nahezu eine identische Heizkurve wie zuvor auch.

Pumpe(n):

Aktuell steht die Wilo noch auf Stufe 3 glaube ich. Ansonsten haben keine Änderungen mehr stattgefunden.

Ich versuche heute Abend mal das ganze Kabel-Wirrwarr in den Heizungsraum zu verfrachten...ich hoffe es fällt nicht auseinander:



VG
Daniel

Verfasser:
V_User
Zeit: 08.12.2025 14:34:15
0
3906855
Zitat von kathrin Beitrag anzeigen
@V_User

Eröffne bitte einen neuen Thread zu deiner Anlage, danke.

Schönen Abend + Gruss

Kathrin


Separaten Thread hier gestartet https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/290134/Vitodens-300-w-B3HB-Fragen-zum-Thema-hydraulischer-thermischer-Abgleich-und-Heizkurve

Verfasser:
V_User
Zeit: 08.12.2025 15:03:54
0
3906869
Zitat von ajokr Beitrag anzeigen
Zitat von kathrin Beitrag anzeigen
[...]


Stimmt auch wieder. Bislang wurde bis 60% interne Pumpenleistung getestet. Wieviel da noch möglich ist, darf noch ausprobiert werden. Keine Angst, die Kiste fliegt dir dabei nicht um die Ohren!


Bin verwirrt. Habe bei meiner Anlage mal 31 von 55 auf 100 gestellt und dann zeigt der Volumenstrom >1500l/h an. Das geht ja weit über die Spec hinaus (Vmax=1200l/h). Allerdings wird ab 70% die Pumpe sehr gut hörbar. 70% ist bei mir 1220l/h. Das ist dann kaum lauter als die 55% default.

Verfasser:
danielito
Zeit: 08.12.2025 19:24:46
0
3906956
Guten Abend zusammen,

leider habe ich seit 04:24 Brennerpause (außer für die WW-Aufbereitung). Daher kann ich aktuell leider noch keine aussagekräftigen Temperaturen liefern. :(

VG

Verfasser:
V_User
Zeit: 08.12.2025 21:36:39
0
3906998
Was spricht dagegen die Volumenstrom im Heizkreis folgendermaßen zu bestimmen:
Punkt 1 ist (0,0) siehe Kurve der Wilo Yonos.
Punkt 2 bei Leistungsstufe 5 von den Tacosettern ablesen.
Punkt 3 bei Leistungsstufe 6 von den Tacosettern ablesen.
Bei den hohen Leistungsstufen können die Tacosetter relativ gut abgelesen werden.

Mit den drei Punkten kann dann die Parabelgleichung eindeutig bestimmt werden. ChatGPT hilft dabei wer nicht rechnen will.

Bei niedrigen Temperaturen dürfe es noch einfach abzulesen sein.

Verfasser:
kathrin
Zeit: 09.12.2025 03:39:15
0
3907055
@danielito
Zitat von danielito Beitrag anzeigen
Genau, dass sind die neuen Einstellungen. Es gibt jedoch immer noch Pausen nach der WW-Aufbereitung. Das kürzeste bislang waren so 1,5h.
Danke, das wollte ich wissen. Also keine sehr grosse Auswirkung auf die Pause nach WW-Bereitung, wenn überhaupt.

Zitat von danielito Beitrag anzeigen
Mich wundert die aktuell lange Brennerpause seit heute morgen gegen 04:20 Uhr, welche aktuell noch immer andauert. Ich weiß keinen anderen Erklärungsansatz als die aktuell milden Temperaturen. Jedoch sollte i.d.R. ja auch um die 10° eine Heizung heizen.
Ja, milde Aussentemperaturen bedeuten geringen Wärmebedarf und somit "langsames" Takten innerhalb der Brennerhysterese. Nochmals: Auch wenn der Brenner nicht läuft, heizt die Anlage, solange die Umwälzpumpe läuft - nämlich mit der vorhandenen Ist-Kesseltemperatur (resp. bez. Wilo mit der vorhandenen Ist-VL am Weichen-Ausgang).

Mit 04:0 hast du eine fixe Brennerhysterese, nicht mehr das Integralverfahren (sofern letzteres bei hydr. Weiche überhaupt gilt, ist ja noch unklar). Die Brennerhysterese müsste bei deinem Gerät mit 04:0 bei -4/+8 sein, also Brenner ein, wenn die Ist-Kesseltemperatur mehr als 4 Grad unter der Soll-Kesseltemperatur ist, und Brenner aus, wenn sie mehr als 8 Grad über der Soll-Kesseltemperatur ist.

Schau bei einer Brennerpause in der Diagnose nach: Solange die Ist-Kesseltemperatur 4 oder weniger Grad unter der Soll-Kesseltemperatur ist, wird der Brenner nicht anspringen, und das ist normal so, im Sinne von "dieses Verhalten ist bei Taktbetrieb von der Regelung so vorgegeben".

Solange dieses langsame Takten (mit den langen Brennerpausen) im Haus niemanden stört, d.h. solange niemand wegen ungenügender Raumtemperatur meckert, ignoriere es einfach (und wenn dich die langen Brennerpausen nervös machen, schau nicht auf den Home Assistant). Geringer Wärmebedarf heisst geringer Wärmebedarf ;-), es muss also tatsächlich nicht so viel geheizt werden.

Falls aber jemand wegen ungenügender Raumtemperatur meckert (kann bei stundenlangen Brennerpausen tatsächlich vorkommen), hast du mit "Trick 77" eine manuelle Sofort-Korrektur-Möglichkeit: Soll-Raumtemperatur 1-3 Grad höher stellen, damit die Soll-Kesseltemperatur erhöht wird und somit die Ist-Kesseltemperatur unter die untere Hystereseschwelle fällt, warten bis der Brenner läuft, und dann (nach vielleicht 15-30 sec) die Soll-Raumtemperatur wieder auf den ursprünglichen Wert zurücksetzen. Heizkurve in Ruhe lassen. Es geht nur darum, das "Hystereseband" vorübergehend nach oben zu verschieben, damit der Brenner anspringt; danach kann der Brenner innerhalb der Hysterese wieder munter laufen, bis er irgendwann die obere Hystereseschwelle überschreitet - oder die nächste Speicheraufheizung fällig ist.

Bei dir gäbe es noch eine automatisierte Lösung gegen die lange Brennerpause nach Speicheraufheizung, da du nur einmal pro Tag den Speicher aufheizst und ansonsten durchheizst: Programmiere die Heizzeit nicht durchgehend, sondern mit einer Pause nach der Speicheraufheizung (Beginn der 2. Heizphase mind. 10 min nach dem Ende der effektiven Speicheraufheizung - beobachten). Dann mit FA:20, FB:2 eine Erhöhung der Soll-Kesseltemperatur während 2 Minuten programmieren, die nur zu Beginn einer Heizphase gilt. Das erspart die manuelle Anhebung der Soll-Raumtemperatur. Du müsstest aber überprüfen, ob FA:20 sich bei allen Aussentemperaturen bewährt, das ist eine Erhöhung um 20 % von der gerade berechneten Soll-Kesseltemperatur, ist also abhängig von der Aussentemperatur und der Heizkurve. Bei 35 Grad gibt es eine Anhebung um 7 Grad, und dies während 2 Minuten. In 2 Minuten sollte die Ist-Kesseltemperatur nicht so stark steigen, dass sie nach Ende der 2 Minuten, wenn die Soll-Kesseltemperatur wieder auf den normalen Wert zurückfällt, die obere Hystereseschwelle überschreitet, sonst geht der Brenner gleich wieder aus und du bist gleich weit wie aktuell, nämlich bei einer langen Brennerpause. Falls du diese Lösung wählst, müsstest du also das Verhalten etwas beobachten und ggf. FA/Fb anpassen.

Ich würde dir empfehlen, erst mal die Anlage weiter zu beobachten, ob die lange Brennerpause im Taktbetrieb wirklich stört. Wenn ja, hast du nun 2 Eingriffsmöglichkeiten - eine manuelle bei Bedarf und eine automatisierte.

Schönen Abend + Gruss

Kathrin

Verfasser:
danielito
Zeit: 09.12.2025 07:13:07
0
3907066
Guten Morgen @kathrin

Zitat von kathrin
Schau bei einer Brennerpause in der Diagnose nach: Solange die Ist-Kesseltemperatur 4 oder weniger Grad unter der Soll-Kesseltemperatur ist, wird der Brenner nicht anspringen, und das ist normal so, im Sinne von "dieses Verhalten ist bei Taktbetrieb von der Regelung so vorgegeben".


Ich verstehe nur nicht so ganz, warum der Brenner dann morgens um 04:20Uhr in den Pausenzustand geht. Hier hat ja keine WW-Aufbereitung stattgefunden. Demnach kann die Kessel-Ist-Temp. ja eigentlich nicht +8 über der Kessel-Soll-Temp gelegen haben?

Das Regelungsverhalten müsste doch das gleiche sein, egal ob die AT -3°, 0° oder 10° ist. Ich verstehe, dass der Wärmebedarf geringer ist wenn es draußen wärmer wird. Allerdings merke ich persönlich schon einen Komfortverlust wenn der Brenner einen ganzen Tag lang nicht an war. Es entsteht ja die Situation, dass durch wie WW-Bereitung plötzlich die Hysterese wieder um 13Uhr "neu aufgebaut" wird. Mir fehlt das richtige Wort, sorry. Ich hoffe du verstehst was ich meine.

Hierdurch habe ich dann ja eine erneute Verlängerung der Brennerpause, da hier ja IST wieder über SOLL gehoben wird. Und dies abzubauen dauert ja dann wieder viele Stunden und wenn dann wieder die (für mich nicht erklärbare) Pausenzeit um 4Uhr morgens kommt, dann bin ich ja in einer Endlosschleife gefangen?

Ich verstehe einfach zum Henker diese Pause außerhalb der WW-Bereitung nicht.

Das mit dem "Eingriff" verstehe ich auch. Aber von einem 0815-Nutzer kann sowas doch eigentlich nicht erwartet werden, oder? Eine Heizung sollte doch laufen auch ohne das man hier jeden Tag einen Knopf drückt? Zumindest war dies immer meine Vorstellung ;)

VG
Daniel

Verfasser:
ajokr
Zeit: 09.12.2025 08:00:24
0
3907076
Zitat von V_User Beitrag anzeigen
Zitat von ajokr Beitrag anzeigen
[...]


Bin verwirrt. Habe bei meiner Anlage mal 31 von 55 auf 100 gestellt und dann zeigt der Volumenstrom >1500l/h an. Das geht ja weit über die Spec hinaus (Vmax=1200l/h). Allerdings wird ab 70% die Pumpe sehr gut hörbar. 70% ist bei mir 1220l/h. Das ist dann kaum lauter als die 55%[...]


Vielleicht hast du eine Pumpe eingebaut bekommen, die mehr leistet als die Spec garantiert. Aber bitte weiter in deinem Thema.

Verfasser:
danielito
Zeit: 09.12.2025 11:59:47
0
3907145
Brenner ist um 11:38 wieder außer Betrieb gegangen. Ich verzweifle noch. Es gibt m.E.n. keinerlei sinnvollen Grund für dieses Verhalten. Kessel-Soll und Ist sind beide auf 25°. Hier dürfte doch eigentlich keine Hysterese im Spiel sein.

Die Sensoren zeigen aktuell nur ca. 0,5K Differenz zwischen VL und RL an der FPH-Pumpe.

VL: 22,81°
RL: 22,38°

Könnte das ein Grund ein?

Verfasser:
ajokr
Zeit: 09.12.2025 12:04:38
0
3907149
Brenner ist um 11:38 wieder außer Betrieb gegangen. Ich verzweifle noch. Es gibt m.E.n. keinerlei sinnvollen Grund für dieses Verhalten. Kessel-Soll und Ist sind beide auf 25°. Hier dürfte doch eigentlich keine Hysterese im Spiel sein.

Im Moment ist es draußen einfach zu warm zum Durchheizen. Bei mir sind es heute auch schon zwei Takte. Warte mal, bis es wieder einstellig wird.

Verfasser:
danielito
Zeit: 09.12.2025 12:11:52
0
3907152
Ich sehe hier aber keinen vernünftigen Zusammenhang. Welcher Wert veranlasst die Therme nun nicht zu heizen? Wenn es in der Übergangszeit mal mehrere Wochen 10-15° sind, dann wird es hier ohne Heizung aber verdammt kalt.

Die mir durch dieses Forum bekannten Einflussgrößen veranlassen den Brenner m.E.n. nicht in Pause zu gehen.

Der Sensor der Therme meldet 10° AT, was einen VL von 26° bedeuten sollte. Der aktuelle Vorlauf laut Therme ist 23,5° und somit zu niedrig.

Auch ist die Kesselwassertemp. nicht 8K über dem Sollwert. Welche Einflussgröße übersehe ich? Ich möchte gerne den Auslöser identifizieren. Als wir hier mit dem Ganzen angefangen haben, war es auch ähnlich warm. Teilweise sogar 15° und es wurde geheizt. Ich reiße hier gleich alles raus :D

Verfasser:
ajokr
Zeit: 09.12.2025 15:48:20
0
3907222
Wie hoch ist denn die aktuelle RLT, sofern der Heizkreislauf überhaupt in Bewegung ist?
Die Therme kann da ja nicht nur nen Fingerhut Wärme draufgeben.

Verfasser:
danielito
Zeit: 09.12.2025 18:46:56
0
3907298
Ich habe denn Brenner heute Nachmittag mit dem "Trick" - Erhöhung des RTSW - starten lassen, da es im Bad oben schon recht kalt wurde. Es waren ja jetzt 2 Tage nahezu nur Pause. Jetzt ist er jedoch schon wieder aus, ich verstehe das nicht.

Als wir hier begonnen haben war es teils wärmer und es funktionierte.

Die Rücklauftemperatur (ich messe aktuell oberhalb der Wilo) beträgt 22,1°. Der Vorlauf ist bei 22,5°.

Könnte diese Funktion damit was zu tun haben?



Evtl. war die Abkehr von Integralverfahren doch nicht richtig? Laut Auskunft im Viessmann Forum sollte man mit 04:00 jedoch die kürzeste Brennerpause erreichen.

Oder noch ein ganz anderer Gedanke: Wäre vllt.die Abkehr vom Zeitprogramm sinnvoll, sodass nicht immer der Warmwasserspeicher von 30 oder 40° auf 55° erhöht werden müsste? Könnte dies dazu führen, dass der Brenner das Wasser mit weniger Leistung erwärmt, da die Hysterese ja anscheinend 2,5K beträgt? Dann müsste er doch erst gar nicht so hoch modulieren?

Verfasser:
ajokr
Zeit: 09.12.2025 19:15:14
0
3907304
Zitat von danielito Beitrag anzeigen

Die Rücklauftemperatur (ich messe aktuell oberhalb der Wilo) beträgt 22,1°. Der Vorlauf ist bei 22,5°.



0,4K Spreizung fällt aber schon unter "kein Heizbedarf". Zu den Parametern kann ich nichts weiter sagen.

Verfasser:
kathrin
Zeit: 09.12.2025 19:15:58
0
3907305
@danielito
Zitat von danielito Beitrag anzeigen
Ich sehe hier aber keinen vernünftigen Zusammenhang. Welcher Wert veranlasst die Therme nun nicht zu heizen?
Falsch - Es wird geheizt! Solange die Umwälzpumpe für den Heizkreis eine höhere VL als die Raumtemperatur durch die FBH pumpt, wird geheizt. Der Brenner schaltet sich nur zu, wenn die Kesseltemperatur zu niedrig ist, und "zu niedrig" wird durch die vorgegebene Brennerhysterese sowie die gerade vorliegende Soll- und Ist-Kesseltemperatur bestimmt.

Bei dir ist zwischen Kessel und VL leider die hydraulische Weiche, aber die (vermutlich) 1-2 Grad Verlust durch die hydr. Weiche sind m.E. nicht das Problem. Das Problem ist das fehlende Verständnis, wie sich dein Gerät im Taktbetrieb verhält. Damit bist du nicht allein, und dieses Verhalten wird bei modulierenden Geräten leider nirgends beschrieben, obwohl sich jedes modulierende Gerät jedes Herstellers so verhält, sobald der Wärmebedarf unterhalb der min.Leistung des Geräts liegt.

Für stufige Geräte (der Brenner kann nicht modulieren, sondern kann nur mit fixer Leistung laufen) erklärt Viessmann die Brennerhysterese und das Taktverhalten gut, siehe z.B. in dieser Anleitung auf Seite 113: Die Zacken stellen den Verlauf der Ist-Kesseltemperatur dar, die rechteckigen Balken darüber zeigen, wann der Brenner eingeschaltet ist und wann er Pause macht. Du hast eine fixe Brennerhysterese (mit Einstellung 04:0), deshalb am besten die Variante mit Schalthysterese 4 K anschauen: Je niedriger der Wärmebedarf, desto kürzer die Brennerlaufzeit und desto länger die Pause zwischen zwei Brenneraktivitäten. Das ist auch "von der Physik her" nachvollziehbar: Bei niedrigem Wärmebedarf reicht eine kurze Brennerlaufzeit, um für eine längere Weile den Wärmebedarf des Hauses zu decken.
Deine Brennerhysterese ist mit -4/+8 einiges grösser, der Brenner "darf" also länger laufen, aber die Brennerpause ist danach auch länger.

Zitat von danielito Beitrag anzeigen
Ich verstehe nur nicht so ganz, warum der Brenner dann morgens um 04:20Uhr in den Pausenzustand geht. Hier hat ja keine WW-Aufbereitung stattgefunden. Demnach kann die Kessel-Ist-Temp. ja eigentlich nicht +8 über der Kessel-Soll-Temp gelegen haben?
Doch, ich vermute sehr stark, dass genau dies der Fall war ;-). Eine Brennerpause kann es nur nach einer Weile Brennerbetrieb geben. Offenbar ist der Brenner also irgendwann NACH der Speicheraufheizung für den Heizbetrieb gestartet und dann um 4:20 wegen Überschreitung der oberen Hysteresegrenze ausgegangen.

Du hattest irgendwo eine Liste, wann der Brenner gelaufen ist (glaub im Homeassistant). Bitte schau dort nach, wann der Brenner gelaufen ist und wann nicht.

Mein Trick mit FA/FB funktioniert nur für die Verkürzung der Brennerpause nach der Speicheraufheizung. Für das ganz normale Takten innerhalb der Brennerhysterese im Heizbetrieb bei geringem Wärmebedarf ist das nicht praktikabel, weil die Brennerlaufzeiten je nach Aussentemperatur zu unterschiedlichen Zeiten stattfinden. Eingreifen ist aber in der Regel auch nicht nötig - Taktbetrieb im Heizbetrieb bei einem Wärmebedarf unterhalb der min.Leistung des Geräts ist normal und nicht zu vermeiden.

Aber: Bei "langsamem" Takten (mit sehr langen Brennerpausen) kann es vorkommen, dass es im Haus nicht mehr warm genug wird - weil zu lange mit einer Ist-VL unterhalb der Soll-VL geheizt wird. Daran gestorben ist m.W. noch niemand, aber ja, ich kenne das "Problem" (ich habe keinen Mischer und eine fürs Haus zu hohe min.Leistung): bei ganz langsamem Takten wird das Schwanken der Ist-VL im Haus spürbar (ich habe Heizkörper; deine FBH wird die Schwankungen besser abpuffern, aber bei allzu langen Brennerpausen merkst du die Unterversorgung offenbar doch).

Um diese Unterversorgung zu vermeiden, kannst du die Differenztemperatur wieder erhöhen (9F), bei dir um mind. 4 Grad. Dann wird der Mischer aber nicht mehr ganz offen stehen, sondern die zu hohe Kesseltemperatur auf die gewünschte Soll-VL heruntermischen. Dann ist die grosse Frage, was passiert mit dem Volumenstrom - wenn der Brenner wieder ins Kurztakten kommt (Brennerlaufzeit unter 1 min), bist du zurück auf Feld 1... (in diesem Fall wieder 04:2 einstellen und schauen, ob das Kurztakten damit weg ist; einen Versuch wäre es wert...).

Milde Aussentemperaturen sind echt mühsam, um den Betrieb eines Geräts zu optimieren oder auch nur zu verstehen. Sobald es draussen wieder kälter wird, wird der Wärmebedarf des Hauses über der min.Leistung deines Geräts liegen und der Brenner kann wieder durchlaufen, unterbrochen nur für die Speicheraufheizung.

Schönen Abend + Gruss

Kathrin

Verfasser:
danielito
Zeit: 09.12.2025 19:58:28
0
3907320
Zitat von kathrin
Der Brenner schaltet sich nur zu, wenn die Kesseltemperatur zu niedrig ist, und "zu niedrig" wird durch die vorgegebene Brennerhysterese sowie die gerade vorliegende Soll- und Ist-Kesseltemperatur bestimmt.


WW-Aufbereitung gibt es bei mir jedoch nur um 13 Uhr in aller Regel. Ich verstehe diese Kopplung gar nicht. M.E.n. müsste eine Heizung so funktionieren, dass WW mit dem normalen Heizen der FBH rein gar nichts zu tun hat. Nur weil das Wasser warm ist, überhitzt die Bude ja nicht plötzlich.

Ich habe aktuell 9F:02 eingestellt.
Mich würde jedoch interessieren, warum ihr diesen Wert lieber auf 0 hättet. Gibt es hierfür einen plausiblen Grund? Kann es nicht sehr gut möglich sein, dass die Wahrheit irgendwo zwischen 0 und 8 liegt?

Wie ist deine Meinung zum Parameter 04? Lieber auf 2 oder eher 0? Ich habe es jetzt nochmal auf 2 eingestellt um zu schauen, ob es mit den Pausen wieder besser wird.

Seit der Änderung ist der Brenner zumindest an. VL25,9 und RL: 22,4 gemessen an den Rohren unter der Isolierung.

Mir ist auch klar das theoretisch geheizt wird wenn 22,5° warmes Wasser durch den Boden eines 21° warmen Raumes fließt. Aber es fühlt sich halt einfach nicht angenehm an. Das war vor 2 Tagen ganz anders. Ich bemerke ein heizen so ca. ab 25° im VL. Darunter spüre ich nicht all zu viel.

Es muss doch möglich sein, dieses Verhalten zu beschränken. Warum programmiert man das so? Es ergibt doch gar keinen Sinn. Egal wie oft ich es drehe und wende, Warmwasser und FBH sind 2 Paar Schuhe.

Vielen Dank fürs dranbleiben und eure Mühen.

Verfasser:
ajokr
Zeit: 09.12.2025 20:13:18
0
3907327
Mir ist auch klar das theoretisch geheizt wird wenn 22,5° warmes Wasser durch den Boden eines 21° warmen Raumes fließt. Aber es fühlt sich halt einfach nicht angenehm an. Das war vor 2 Tagen ganz anders. Ich bemerke ein heizen so ca. ab 25° im VL. Darunter spüre ich nicht all zu viel.

Dann könntest du das Niveau der Heizkennlinie anheben, Parameter D4.
Ich hatte da bei meinem alten Ölbrenner zuletzt 9K gehabt, aber vermutlich hing auch der Außensensor zu ungünstig.
Im Gegenzug muß dann vermutlich die Neigung D3 zurückgenommen werden, damit es an kalten Tagen nicht wärmer wird als bisher.

Alternativ dazu C5: Minimalbegrenzung Vorlauftemperatur Heizkreis auf 25 setzen.

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Vitodens 300-w B3HB: hydraulischer & thermischer Abgleich und Heizkurve
Verfasser:
ajokr
Zeit: 09.12.2025 20:13:18
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3907327
Mir ist auch klar das theoretisch geheizt wird wenn 22,5° warmes Wasser durch den Boden eines 21° warmen Raumes fließt. Aber es fühlt sich halt einfach nicht angenehm an. Das war vor 2 Tagen ganz anders. Ich bemerke ein heizen so ca. ab 25° im VL. Darunter spüre ich nicht all zu viel.

Dann könntest du das Niveau der Heizkennlinie anheben, Parameter D4.
Ich hatte da bei meinem alten Ölbrenner zuletzt 9K gehabt, aber vermutlich hing auch der Außensensor zu ungünstig.
Im Gegenzug muß dann vermutlich die Neigung D3 zurückgenommen werden, damit es an kalten Tagen nicht wärmer wird als bisher.

Alternativ dazu C5: Minimalbegrenzung Vorlauftemperatur Heizkreis auf 25 setzen.
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