Hallo OrangesHaus,
komisch, dass sich hier noch keiner gemeldet hat. Ich pusch das hiermit noch mal nach oben und gebe schon mal meine 2ct dazu.
Bei einem Wärmebedarf von 11.000 kWh im Jahr scheint mir die Heizlast von 9 kW etwas hoch gegriffen (oder umgekehrt der Verbrauch etwas niedrig). Gibt es vielleicht noch andere Wärmeerzeuger bei Dir (Ofen, Kamin, Photothermie) oder wird das Haus nicht komplett beheizt?
Wie hast Du die 10kW bei -15°C bestimmt? War das ein Tagesschnitt oder eine Momentaufnahme? War dabei das ganze Haus ohne Fremdwärme (s.o.) beheizt?
Wenn Du aber auf jeden Fall eine Lamda willst, ist die 10er zur Zeit sowieso das kleinste Modell (Thema "Sizing").
Den Heizstab kannst Du weglassen. Hatte ich erst auch überlegt, habe ich dann aber (auf Empfehlung) verworfen. Die Wärmepumpe macht im Sommer einmal am Tag regulär mit PV-Strom Warmwasser (wenn sie richtig eingestellt ist), das kostet Dich bei den hohen
COP-Werten rund 1 kWh Strom. Die 500W, die sie dabei zieht, liegt immer an. Mehr Warmwasser brauchst Du im Sommer nicht - wozu den
Boiler unnötig hoch heizen?
Ist auch nicht doof, wenn die WP einmal am Tag läuft, den
Verdampfer von Pollen frei pustet und ggf. etwas Krabbelzeug vertreibt.
Und im Winter ist kein Überschuss da wenn Du mit Wärmepumpe heizt. Bei 1000 kWh Warmwasser pro Jahr sieht das auch nicht danach aus, als ob mehrfach am Tag nachgeladen werden müsste (Stichwort "häufiges Takten" im Sommer). Ich komme mit 2800 kWh Warmwasserbedarf im Jahr auf jeden Fall mit 1-2 Ladungen (500l mit FriWa) am Tag aus - im 5 Personen Haushalt.
Welches Lambda-Hydraulikschema planst Du umzusetzen?
Planst Du beim Warmwasser mit
Frischwasserstation, Hygienespeicher oder einfachem Boiler?
Warum hast Du für jeden Heizkreis der FBH einen eigenen Mischer? Sind die so unterschiedlich ausgelegt?
Wärmepumpen laufen am besten, wenn es ständig ein konstant hoher Volumenstrom mit möglichst niedriger
Vorlauftemperatur durch die Leitungen geht. Die
Einzelraumregelungen sind dann eher kontraproduktiv. Zumal es durch die niedrigen VL-Temperaturen und das möglichst passgenaue Auslegen in der Leistung nicht möglich ist einen Raum "mal eben" hochzuheizen. Daher sollten alle Räume ständig mitgeheizt werden und der Durchfluss nicht von Einzelraumreglern abgewürgt werden (Stichwort thermischer
Abgleich) - von einzelnen Räumen vielleicht abgesehen (Schlafzimmer).
Wenn man Thermostaten doch nutzen möchte, ist ein Hydraulikschema mit Puffer im Stich - wie von Lambda fast immer vorgesehen - der Direktanbindung (die bei Fußbodenheizung durchaus möglich ist) vorzuziehen. Über den Puffer läuft dann der zu viel anliegende Volumenstrom bei geschlossenen Thermostaten. "Alle Heizkörper geschlossen" sollte dann aber trotzdem nicht vorkommen.
Grüße
Paulie