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11.11.2025 22:31:20 |
Schönen Abend Gegeben ist: Neubau 2014, 150 qm beheizt, Fußbodenheizung, Zentrallüftung, seit ca 2 Wochen eine neue Wärmepumpe (Wolf CHA 07). Abgelöst wurde eine konstante Wärmequelle, die mangels Einstellmöglichkeit konstante Vorlauftemperatur gefahren hat. Stromverbrauch: 11 MWh / a. Momentan klemmt es noch an der Behaglichkeit, weil die Nachtabsenkung (Ergebnisse von Netatmo) so gegen 12:00 / 1:00 einsetzt und die Temperatur bis 8:00 in der Früh abnimmt. Das Wiederhochfahren dauert bis 14:00/15:00 Uhr. Morgen kommt der Elektriker, der die Koppelung mit der PV herstellen und noch ein paar andere Kleinigkeiten erledigen soll. Ich kämpfe mit dem Gedanken die Nachtabsenkung ganz abzuschalten. Klar, das ist ein Thema für den Elektriker - eher für den Heizungsbauer. Aber die Verbrauchsfrage spielt da auch rein. Recht überzeugend finde ich die Argumentation in https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/288915/Panasonic-Aquarea-J-Nachtabsenkung-Pro-Kontra. Die (gekürzten) Argumente: Das hängt von verschiedenen Parametern ab: - Je schlechter die Gebäudehülle, desto mehr spart die Nachtabsenkung/-abschaltung. [Hülle ist Stand der Technik 2014 - sollte ok sein] - Je knapper der Wärmeerzeuger dimensioniert ist, desto schwieriger abzusenken. [unsere WP sollte nicht knapp dimensioniert sein. Kann angeblich über 60 Grad Vorlauf fahren, läuft aktuell bei 25 Grad] - Bei WP u. U. kontraproduktiv, wenn die WP ab 0500 bei tiefster Tagestemperatur ohne PV-Ertrag mit höherer VLT wieder aufheizen muss. [sehe ich grad so] - Bei PV-Anlage kann man tagsüber bei Überschuss überheizen und dann in der Nacht absenken. [das kommt dann ab morgen dazu] Ich persönlich habe mit konstantem Durchheizen auf tiefer Stufe die besten Erfahrungen gemacht. [ähnlich haben wir es gehalten: wenn es unangenehm wurde, ab in den Keller und Vorlauf raufstellen] ----------------- Gerade den letzten Satz würde ich so "kaufen", wie angeboten. Habe ich noch was übersehen? Fragen, die ich den Elektriker stellen sollte? Vielen Dank für Antworten vorab VG Hubert
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11.11.2025 22:39:22 |
Also WENN man tagsüber PV-Überschuss hat, dann kann man - mit entsprechender Speichermasse - tagsüber die VLT etwas erhöhen. Das KANN sparen.
Das hängt aber einfach von den individuellen Gegebenheiten ab und das musst du halt ausprobieren. Ansonsten fährst du mit (durchgängig) niedrigerer VLT vermutlich auch nicht ganz schlecht.
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11.11.2025 22:42:18 |
Bei einem Haus mit Baustandard von 2014 gibt es nur eine sinnvolle Lösung. Konstant und gleichmäßig durchheizen und weg mit sämtlichen unnützen Absenkungen. Und lass das mit dem Überheizen am Tag. Das funktioniert eh nur in der Übergangszeit, da vermutlich nur dann PV Überschuss da ist. Und genau da ist es dann nachmittags eh in den Räumen oftmals schon zu warm. Ich werde nie verstehen warum man sich wegen Peanuts das Raumklima verschlechtert und sich das antut.
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11.11.2025 23:07:56 |
Zitat :"Morgen kommt der Elektriker, der die Koppelung mit der PV herstellen und noch ein paar andere Kleinigkeiten erledigen soll." Was soll denn da "gekoppelt" werden? 🤔 Die Wärmepumpe läuft auch komplett ohne irgendeine Verbindung zur PV Anlage. Das einzige was Sinn macht ist die Warmwasserbereitung in den Zeitraum zu legen in dem mit ausreichend Einstrahlung und als Folge davon ausreichend "" Strom vom Dach " zu rechnen ist. Dafür braucht man keinerlei Kopplung, nur die richtige Einstellung des Timers an der Wärmepumpe.
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12.11.2025 00:16:28 |
Ich habe auch PV und eine WP. Die Regelung der WP von der PV Leistung abhängig zu machen ist ein schönes Werbeversprechen und wird meiner Meinung nach überschätzt. Wie schon genannt, Warmwasser in Zeiten legen wo normalerweise mit PV Ertrag zu rechnen ist, ansonsten bestimmt doch eher euer Verhalten bzw. Bedarf wann die WP laufen soll und wann Warmwasser benötigt wird. Unser Gebäude ist zwar von 2001 entspricht aber der EnEV 2014. Aktuell verwende ich trotzdem eine Nachtabschaltung oberhalb 4° da das Gebäude nicht so stark auskühlt, was aber jeder persönlich vielleicht anders empfindet. Oberhalb 4° kann die WP das recht locker am Tag wegstecken, natürlich dann mit etwas höherer VLT nachholen, was dazu führt, das weniger Takte entstehen, dafür aber mit natürlich Schwankungen in der Raumtemperatur von 1 bis 1,5°. Unterhalb 4° habe ich eine leichte Nachtabsenkung. Muss jeder für sich selbst das beste finden. Ich habe keine Kopplung mit der PV. Eine zeitlang dachte ich darüber nach über die Verwendung der SG-READY nach, da ich aber PV ohne Speicher habe und nicht bei jeder Wolke hoch und wieder runterfahre, habe ich es gelassen.
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12.11.2025 08:19:26 |
Haus EnEV2002, HzK, PV, Batterie, kein SGready, WP läuft unter 8grad AT durch, WW über Mittag
Haus KfW-55, FBH, PV, keine Batterie, kein SGready, WP läuft von 9:00-22:00, nachts aus, WW nach Bedarf
So unterschiedlich wie die Häuser sind die Menschen, ihre Ansprüche und ihre Motivationen.
SGready ist Marketing; du kannst darüber nachdenken, tagsüber per Zeitprogramm +1K und nachts -1K zu fahren.
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12.11.2025 08:42:35 |
Hallo, das Thema nachtabsenkung beschäftigt mich auch. Meine WP läuft nur witterungsgeführt, keine ERR. Ich senke nachts stufenweise 2-3K ab, aus 2 Gründen: 1x Lärm (Abtauorgien) 1x Energieverbrauch Zu den schlechtesten witterungsbedingungen und den idR kältesten Temperaturen fährt die WP wenn neblig und um 0°C, nachts von der einen abtauorgie in die nächste. Tagsüber, ab 8 Uhr fährt die WP wieder stufenweise hoch. Die Temperatur fällt im Haus so um 1-1,5°, das passt mir ziemlich gut für nachts/morgens. Lasse ich sie durchlaufen ist der Energieverbrauch höher und morgens ist’s mir zu warm.
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12.11.2025 09:33:31 |
"SGready ist Marketing; du kannst darüber nachdenken, tagsüber per Zeitprogramm +1K und nachts -1K zu fahren." Genauso sehe ich und viele andere das auch!! Eine sinnvolle Programmierung der WP halte ich für besser, zumal die WP bei SG-Ready keine Wolken erkennt und dann der Strom trotzdem aus dem Netz gezogen wird. @bb422 "Meine WP läuft nur witterungsgeführt, keine ERR. Ich senke nachts stufenweise 2-3K ab, aus 2 Gründen: 1x Lärm (Abtauorgien) 1x Energieverbrauch" Du solltest dich Mal eingehend mit deiner WP beschäftigen, natürlich gibt es Abtauungen unter den angegebenen Bedingungen, aber so wie du es beschreibst sollte es keinesfalls laufen. Unsere WP hat seit dem 21.01.2024 -412 Abtauungen gefahren und wir wohnen direkt an einem Bach bei NAT-14,5!! Was den Lärm angeht, so gibt es sehr unterschiedliche Erfahrungen, welche zum Teil auf die WP selbst und auch sehr vom Standort abhängen. Von unserer höre ich überhaupt nichts, die des Nachbar in 100m Entfernung schon eher Mal, aber da muss ich auch genau hinhören.
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12.11.2025 09:51:35 |
Meine WP läuft aktuell nur von 9:00 bis 17:00 Uhr. Das reicht bei uns für 21,5 bis 22,5 Grad völlig aus (Baujahr 2003, FBH). So nehme ich noch viel PV-Strom mit.
Eine CHA 07 läuft aktuell bei 25 Grad VLT niemals durch. Was nützt 24h durchheizen, wenn die WP ständig taktet.
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12.11.2025 11:25:57 |
Die letzten Jahre habe ich meine WP immer möglichst konstant durchfahren lassen. Aktuell teste ich bei Temperaturen >5 Grad zwischen 10-18 Uhr mit 2K höherem Vorlauf zu heizen. Zwischen 18-10 Uhr ist die Anlag dann aus. Das scheint ganz gut zu funktionieren. Die Temperaturschwankungen im Haus scheinen bei mir nicht wesentlich größer zu sein. Das normale Wetter (Sonne/Bewölkt) hat einen viel größeren Einfluss auf die Raumtemperaturen. Die PV-Nutzung fällt deutlich besser aus. Wobei das Wetter diesen November bisher recht sonnig war. Die erhöhte Vorlauftemperatur wird durch die höhere Außentemperatur zwischen 10-18 Uhr gut kompensiert. Ich werde es erstmal beibehalten. In den nächsten Monaten kommen Temperaturen >=5 Grad vermutlich eh nicht mehr so häufig vor, erst im Februar März dann wieder. Ob es sich in der Jahresbilanz nennenswert auswirkt, wird man dann sehen.
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12.11.2025 12:48:20 |
Ich habe eine intelligente Logik, und zwar schalte ich nachts ab, wenn ich milde Temperaturen habe und heize morgens ab 10 Uhr wieder auf, wenn ich Sonne von PV habe. Wenn es kälter ist, senke ich nur 2-3K ab, heize aber auch erst gegen 10 Uhr auf. Was richtig viel bei meiner trägen FBH gebracht hat, ist eine vorhersagegestützte Regelung. D.h. ich frage die Wetterprognose in 8h ab und mische dazu den Durchschnitts-Außentemperaturwert der vergangenen 24h dazu. Damit verhindere ich, dass morgens in der Kälte viel zu viel Energie reingeballert wird, da es im Tagesverlauf ja milder wird. Umgedreht heize ich tagsüber bei milden Temperaturen schon für eine eisige Nacht. Absenken / Abschalten funktioniert bei mir gut weil ich viel Speichermasse habe und das Haus kaum auskühlt. Der Estrich ist quasi wie ein großer Pufferspeicher und ich verschiebe die Aufheizzeiten in energetisch sinnvolle Zeiten. Nebenbei habe ich durch die Absenkung nachts viel mehr Defrost-freie Stunden, also weniger Lärm und weniger Energievernichtung,
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12.11.2025 14:32:11 |
Zitat von cmuesei  "SGready ist Marketing; du kannst darüber nachdenken, tagsüber per Zeitprogramm +1K und nachts -1K zu fahren." Genauso sehe ich und viele andere das auch!! Eine sinnvolle Programmierung der WP halte ich für besser, zumal die WP bei SG-Ready keine Wolken erkennt und dann der Strom trotzdem aus[...] Wenn ich mich mehr mit meiner WP beschäftige, muss sie dann weniger abtauen? :-) Das abtauen ist ein Produkt aus Temperatur, Luftfeuchtigkeit und meiner temperaturanforderung. Und natürlich den Eigenheiten ihrerseits (wärmetauscherfläche). Welche Parameter würdest Du ändern, um das abtauen zu verringern?
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12.11.2025 16:44:46 |
Hallo
ich bin so frei und danke allen in einem Rutsch, die sich die Zeit genommen haben, mir zu schreiben. Das gibt mir "plenty to chew on" und Gedanken zum Ausprobieren über die nächsten Monate.
Vielen Dank.
VG Hubert
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18.11.2025 11:44:46 |
Nachtrag (falls das später noch jemand lesen sollte): Heute war der Techniker da zur Einweisung in die Anlage. Dabei hat er festgestellt, dass die gemessene Außentemperatur so gar nicht zur tatsächlichen Temperatur gepasst hat. Dauert nicht lang und es stellt sich raus, dass die Abluft der Lüftungsanlage direkt auf das Außenfühlergehäuse bläst und damit gute 10 Grad bescheißt. Der Fühler liegt gerade am Boden, wo er keine Abluft abkriegt. Werde ich mal eine Weile beobachten und wir was einfallen lassen wie wir da Schnee- und Wasserschutz hinkriegen. Zur Nachtabsenkung hab ich den Rat des Technikers angenommen und wieder auf Automatikbetrieb eingestellt mit deutlich geringerer Absenkung (1 Grad) anstelle der 4 oder 5 Grad in der Werkeinstellung.
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18.11.2025 12:50:02 |
Ich bin zur Tagabsenkung übergegangen, da ich morgens und abends das Bad gerne warm habe und tagsüber mit Sonneneinstrahlung ist es eh zu warm im Haus. Eingestellte Tagtemperatur 21 Grad, Nacht: 22 Grad Vorlauftemperatur Nacht 31,3, Tag 29,8 bei Außentemperatur 0 Grad.
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18.11.2025 12:59:39 |
Nachabsenkung wäre bei mir völliger Unsinn. Meine Frau braucht es morgens um 6.00 Uhr warm, nachmittags kommt sie mit weniger aus. Also wird vor allem nachts geheizt, auch weil die Fußbodenheizung da nochmal 2-3h Verzögerung reinbringt.
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18.11.2025 13:18:26 |
Zitat von HubertD  Schönen Abend Gegeben ist: Neubau 2014, 150 qm beheizt, Fußbodenheizung, Zentrallüftung, seit ca 2 Wochen eine neue Wärmepumpe (Wolf CHA 07). Abgelöst wurde eine konstante Wärmequelle, die mangels Einstellmöglichkeit konstante Vorlauftemperatur gefahren hat.[...] Ich habe den Eindruck, daß die wenigsten verstehen, worum es bei Wärmepumpe und " Nachtabsenkung" wirklich geht. 1.) Bei Nachtabsenkung mit fossilien Heizungen geht es um Energieersparnis. Der Effekt ist da aus rein physikalischen Gründen, aber er ist gering. Der Effekt ist um so höher je schlechter das Haus gedämmt ist. 2.) Bei Wärmepumpe geht es um einen anderen Effekt, der auch Energie einspart, aber aus anderen Gründen. Das scheint schwer zu kapieren zu sein. Es geht darum die Effizienz der Wärmepumpe zu erhöhen, indem man die natürlichen Außentemperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht ausnützt und den COP der Wärmepumpe erhöht. Diese Temperaturunterschiede innerhalb 24 Stunden sind erheblich und machen im Durchscnitt etwa 7 Grad aus, sind manchmal auch 2 stellig. Es ist nicht um 0 Uhr am kältesten sondern am frühen Morgen. Deswegen geht es auch nicht um eine Nachtabsenkung sondern eher um eine Morgenabsenkung. 3.) Macht man diese Absenkung nicht, verliert das Haus am frühen Morgen am meisten Energie und die Rücklauftemperatur sinkt genau dann am Meisten wenn die kälteste Tagestemperatur erreicht ist und die Wärmepumpe wird dann vor allem laufen. Umgekehrt stoppt die Wärmepumpe genau dann wenn es am Nachmittag druaßen am Wärmsten ist. Die Wärmepumpe muß den Temperaturunterschied zwischen draußen und drinnen überwinden. Das geschieht im Kompressor und genau dafür wird Energie benötigt. 4.) Genau genommen geht es nicht darum die Vorlauftemperatur zu minimieren, sondern den Temperaturumterschied zwischen der Außentemperatur und der Vorlauftemperatur. 5.) Wie kalt der Winter wird, daraufhaben Sie keinen Einfluß, aber sehr wohl wann innerhalb 24 Stunden die Wärmepumpe läuft, wenn sie noch freie Kapazitäten hat. 6.) Ein Beispiel: Um der Wärmepumpe einen Anreiz zu geben nicht dann zu laufen wenn es innerhalb 24 Stunden am kältesten ist, machen Sie folgendes: a) Zwischen 3 Uhr und 11 Uhr morgens reduzieren Sie die gewünschte Vorlauftemperatur um 1 Grad. b) Zwischen 11 Uhr und 13 Uhr keine Reduzierung der Vorlauftemperatur c) Zwischen 13 Uhr und 19 Uhr erhöhen Sie die Vorlauftemperatur um 1Grad --> das Haus speichert zusätzliche Wärme d) Zwischen 19 Uhr und 3 Uhr keine Erhöhung der Vorlauftemperatur. Ein Haus zu mindestens mit Fußbodenheizung ist so träge, dass eine solche Einstellung praktisch nicht wahrnehmbar ist. Die Wärmepumpe wird jetzt aber häufiger und länger dann arbeiten wenn es draußen wärmer ist als vorher. Das kommt dem COP und damit der Jahreszahl zu gute. Der Effekt ist signifikant. Bei PV ist der Effekt noch besser, da dadurch der Eingenanteil des Stromverbrauchs steigt. Natürlich kann man aggressiver vorgehen und innerhalb 24 Stunden die Vorlauftemperatur stärker schwanken lassen. Irgendwann führt das dann aber zu Komforteinbußen, weil es entweder morgens zu kalt oder abends zu warm wird. Das hängt stark von der Speicherfähigkeit des Hauses ab und ob das Haus mit Fußbodenheizung oder Heizkörper ausgestattet ist. 7) An keiner Stelle wird hier damit argumentiert, dass das Haus insgesamt weniger Heizenergie benötigt. Aber es führt richtig eingesetzt zu einer durchaus signifikanten Stromersparnis.
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