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12.11.2025 17:17:19 |
Liebes Forum, wir überlegen derzeit, ab wann es sinnvoll ist, von der 2009 in Betrieb genommenen Brennwerttherme auf eine Wärmepumpe umzusteigen. Derzeit wird unser EFH mit einer (überdimensionierten) Brennwertherme von Vaillaint betrieben, die maximal auf 6 KW heruntermodulieren kann. Die Heizlast des EFH beträgt bei NAT -10 Grad ca. 6758 Watt (raumweise Berechnung mit der Resideo App). Die gemessene Heizlast liegt ca. 5% darüber, was auf den Wirkungsgradverlust der Brennwerttherme zurückzuführen sein könnte. Der Gasverbrauch lag zuletzt nach diversen Modernisierungen (Einblasdämmung und Fensterscheibentausch) sowie Korrektur der Heizkurve bei 17.000 kWh für Heizung und Warmwasser. Der Vorbesitzer hatte Jahresverbräuche von zuletzt 35.000 kWh. Einstellbare HK-Ventile für den hydraulischen Abgleich sollen nächstes Jahr installiert werden. Dann könnte die VLT ggfs. noch um 1-2 Grad abgesenkt werden. Wir bezahlen aktuell 140 € für Gas pro Monat, d. h. 1.680 € im Jahr. Dazu kommt noch der Schornsteinfeger mit 95 € im Jahr, also insgesamt ca. 1.775 €. Die letzte Wartung war unauffällig. Die Anlage ist gut in Schuss. Aufgrund des Alters der Brennwerttherme von 16 Jahren überlegen wir eine Panasonic L Gen mit 5 kW zu kaufen. Für das Brauchwasser würden wir eine separate BWWP kaufen. In Summe schätze ich die Kosten bei (teilweiser) Eigenleistung auf ca. 8-10 T€. Laut dem JAZ-Rechner der BWWP soll die Panasonic bei uns auf eine JAZ von 4,5 im Heizbetrieb kommen. Wenn wir defensiv davon ausgehen, dass am Ende eine JAZ von 4 erreicht wird, benötigen wir für den Heizbetrieb maximal 4.000 kWh Strom, um 16.000 kWh Wärme zu erzeugen. Da der Warmwasserverbrauch aber deutlich über 1.000 kWh an Gas im Jahr liegt, dürfte der Strombedarf beim Heizen noch deutlich niedriger liegen. Selbst wenn man für Heizung und Warmwasser von einem Strombedarf von 5.000 kWh ausginge, ergibt dies bei einem Strompreis von derzeit 25 Ct/kWh Jahreskosten von 1.250 €. Der Gasbetrieb kostet uns jedes Jahr folglich über 500 € mehr. Ich schwanke daher, vorzeitig von Gas auf Strom umzusteigen, auch wenn die Gasbrennwerttherme sicherlich noch 3-5 Jahre halten wird. Mit jedem weiteren Jahr werden aber die Gaskosten im Verhältnis zu den Stromkosten weiter steigen. Aufgrund der Inflation werden auch die Kosten für LWWP und BWWP tendenziell nicht niedriger. Was würdet ihr daher an unserer Stelle tun? Viele Grüße und besten Dank für eure Rückmeldungen!
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12.11.2025 17:38:20 |
Perfekter Zeitpunkt. Das alte Gerät kann jederzeit ausfallen, und für die WP gibt es - noch - Förderung. Aber, viele Angebote einholen ist Pflicht und vergleichen. Auf die BWWP wûrde ich verzichten, ein Gerät mehr, das Kosten verursacht. Stattdessen einfach BW durch die Wärmepumpe mit einem Speicher erzeugen,
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12.11.2025 17:47:35 |
Vaillant mit Speicher ? Oder ein Kombi gerät ? Wenn Speicher dann trennen doch jetzt auf. Heizung noch hängen lassen solange sie gut funktioniert , BWWP daneben stellen und gut.
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12.11.2025 17:54:10 |
Vallaint VSC 196 Kombigerät mit 100 Liter Speicher. Die BWWP wollte ich auch zum Entfeuchten des Kellers nutzen, der ca. 100 qm Nutzfläche hat.
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12.11.2025 17:54:58 |
Ich habe meine 2008er Gasbrennwerttherme samt ST letzten Monat rausgeworfen und durch eine Meisha in DIY ersetzt. Da ich seit drei Jahren PV auf dem Dach habe und die persönlichen Umstände gut passten, habe ich das durchgezogen. Nun gibt es Wärme und Elektrizität mit Sonnenrabatt. Material und Arbeitspreise steigen immer weiter. Einen Störfall mit der alten Buderus GBT hatte ich letzten Winter auch schon und ein paar teure Wartungen und Reparaturen. Meine persönliche Energiewende habe ich nun fast geschafft. Das Auto kommt in 2-3 Jahren dran
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12.11.2025 17:58:33 |
Effizienter WP Betrieb bedeutet niedrige VLT. Dies erfordert einen hohen VolStrom, den dein HzSystem hergeben muss. Sowie große HzKörper (so du keine FBH hast), am besten Typ33. Du kannst das alles vorbereiten, bevor du die WP installierst, und mit der Therme den WP Betrieb simulieren. Oder du schlägst nachher hier wieder auf, weil du die versprochene AZ weit verfehlst, und machst es im Nachgang. Hilfreich ist eine raumweise HzLastBerechnung, so dass du vorab berechnen kannst, wo du welche HK für zB 40grad VLT oder niedriger wie groß auslegen musst. Und lies zum Thema thermischer Abgleich. Als Beispiel: Ich bin von 14.000kWh auf 10.000kWh runtergekommen: Abgleich, 24x7 durchheizen, Stosslüften, WW auf 45grad, etc.
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12.11.2025 18:06:35 |
Danke, darum geht es in der Frage aber nicht. Im Übrigen habe ich den "WP-Testbetrieb" sowie die raumweise Heizlastberechnung bereits gemacht (siehe den Eingangsbeitrag). Die Vaillant drückt das Wasser bei 5k Spreizung mit 960 Liter/h durch die 28mm Kupferleitungen. Mehr gibt die Vaillaint UWP nicht her. Von Strömungsgeräuschen ist nichts zu hören. Dennis Noermann hat auf Youtube bereits bis zu 40 Liter/Min durch 28mm Kupferrohre gedrückt. ich habe daher keine Bedenken, zumal 3 Heizkörper mit über 2.500 Watt Leistung dauerhaft geöffnet sind. VLT von 45 auf 40 Grad bin ich noch am überlegen, ob sich das lohnt, da hierfür verhältnismäßig viele HK ausgetauscht werden müssen. Mehrkosten von über 1000 € gegenüber Einsparung von bestenfalls 125 € im Jahr. Bei R290 gewinnt man nicht mehr viel zwischen VLT 40 und 45, zumal die NAT im Jahr an einer Hand abzuzählen ist.
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12.11.2025 18:13:46 |
Ich hab dieses Jahr das ERSTE Brennwertgerät was ich selber eingebaut habe ausgebaut, Alter 26 Jahre. Und das ist auch das jüngste Brennwertgerät was ich bisher ausgebaut habe. Zumindest bei meinen Kunden seh ich keinen Grund ein Gerät auszubauen was jünger wie 22 - 23 Jahre ist, ausgenommen Kunde will unbedingt was neues.
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12.11.2025 18:13:48 |
Habe bei sehr ähnlichen Daten (Gasverbrauch usw) eine damals 13? Jahre alte Vaillant Aurotherm gegen eine 5kW Heisha gewechselt. War eine gute Entscheidung - läuft bestens seit vielen Jahren mit ähnlichen Ersparnissen wie Du dir vornimmst. Du machst nichts falsch wenn du eine 7kW Leisha nimmst - hat imho keine Nachteile gegnüber der 5kW Leisha. Ich würde versuchen auf 40Grad VLT runterzukommen - die Pumpe der WP ist viel stärker und dann klappts vielleicht. Vielleicht sind Heizkörperlüfter bei dir auch eine Option? Bei mir waren sogar 35 Grad mit HK möglich indem ich 4 Heizkörper gewechselt habe. Dadurch kann ich FBH und HK auf der gleichen Temperatur betreiben und mir Mischer usw sparen. Funct - bin sehr sehr zufrieden. Gute Beratung hier im Forum machts möglich viel Geld zu sparen.
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12.11.2025 18:23:13 |
Laut JAZ Rechner ist der Unterschied zwischen VLT 45 und 40 gerade einmal 0,2 beim Heizen (4.92 statt 4,73). Das sind noch nicht einmal 4%. Dafür müsste ich 8 HK austauschen, was mit Eigenleistung dennoch deutlich über 1000 € zu Buche schlagen wird. Das Geld gebe ich dann lieber in PV später aus. Ich kann aber auch Istdochwurscht verstehen, da die Brennwerttherme noch gut in Schuss ist und die LWWP auch ein hohes Invest ist und selbst wiederum nur eine begrenzte Lebensdauer hat. Es ist halt die Frage, ob es wirtschaftlich sinnvoller ist, eine LWWP vorzuziehen oder die bereits abbezahlte Brennwerttherme weiter zu nutzen. Mit Blick auf die Rentabilität der Kapitalkosten hänge noch ein wenig in der Luft. Je weiter ich die LWWP hinausschiebe, desto weiter nach hinten schiebe ich auch die Ersatzinvestition für die nächste WP hinaus. Das nicht investierte Kapital erzielt in der Zeit ja auch Rendite.
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12.11.2025 18:46:04 |
Herrje, hier doch Mal auf zu behaupten das die Panasonic sich nix nehmen wenn man die größere nimmt. Das ist falsch. Bei der J sehr, bei den neueren ist es schwächer aber immer noch da.
Und die Hoffnung daß das für 8k eine WP, eine lwwp und das Rohrzeug gibt halte ich auch für falsch.
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12.11.2025 18:54:17 |
Zitat von Tandy  Laut JAZ Rechner ist der Unterschied zwischen VLT 45 und 40 gerade einmal 0,2 beim Heizen (4.92 statt 4,73). Das sind noch nicht einmal 4%. Für die geringere VLT brauchst du aber auch weniger Wärmemenge. Allgemein wird von 6% je Grad gesprochen. Das wären dann zusammen mit der JAZ schon 34%.
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12.11.2025 19:11:49 |
Zitat von godek  Herrje, hier doch Mal auf zu behaupten das die Panasonic sich nix nehmen wenn man die größere nimmt. Das ist falsch. Bei der J sehr, bei den neueren ist es schwächer aber immer noch da.
Und die Hoffnung daß das für 8k eine WP, eine lwwp und das Rohrzeug gibt halte ich auch für falsch. Wer hat das denn behauptet? Die 5 kW Panasonic moduliert laut Forenbeiträgen weiter runter als die 7 kW-Variante der L-Gen.
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12.11.2025 19:12:34 |
Zitat von ajokr  Zitat von Tandy  [...] Für die geringere VLT brauchst du aber auch weniger Wärmemenge. Allgemein wird von 6% je Grad gesprochen. Das wären dann zusammen mit der JAZ schon 34%. Ich habe bislang nur von 2,5% pro Grad gelesen. Woher hast du die 6% pro Grad VLT?
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12.11.2025 19:18:49 |
Zitat von godek  Herrje, hier doch Mal auf zu behaupten das die Panasonic sich nix nehmen wenn man die größere nimmt. Das ist falsch. Bei der J sehr, bei den neueren ist es schwächer aber immer noch da.
Und die Hoffnung daß das für 8k eine WP, eine lwwp und das Rohrzeug gibt halte ich auch für falsch. Dachte immer (bis zur J) die 5, 7 und 9er sind die gleichen Maschinen mit anderer Software und Enddrehzahl aber gleicher Mindestleistung von 2,5kW? Die sind momentan unschlagbar günstig.
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12.11.2025 19:28:29 |
Zitat von Tandy 
Ich habe bislang nur von 2,5% pro Grad gelesen. Woher hast du die 6% pro Grad VLT?
War u.a. hier nebenan mal ein Thema. Selber nachgemessen habe ich es nicht.
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12.11.2025 19:47:47 |
Zitat von Tandy  Es ist halt die Frage, ob es wirtschaftlich sinnvoller ist, eine LWWP vorzuziehen oder die bereits abbezahlte Brennwerttherme weiter zu nutzen. Mit Blick auf die Rentabilität der Kapitalkosten hänge noch ein wenig in der Luft..[...] Finanziell lohnt es sich fast nie nicht eine gut funktionierende bestehende Heizung zu ersetzen.
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12.11.2025 19:55:48 |
Da hast Du wohl Recht. Wenn am 24.12 2027 die alte Gasheizung ausfällt und man die Wärmepumpe im Sommer 2028 dann endlich eingebaut hat, dann hat man sich ja auch gleich noch ein halbes Jahr Heizkosten zusätzlich gespart. Günstiger gehts nicht. Kann ja jeder so machen wie er meint.
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12.11.2025 20:11:13 |
Ist ja leider so, dass wenn es passiert ist es meistens schon kalt.
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12.11.2025 23:55:47 |
Zitat von HenningReich  Da hast Du wohl Recht. Wenn am 24.12 2027 die alte Gasheizung ausfällt... Das wäre natürlich wirklich Pech, wenn sie dann irreparabel ausgerechnet zwischen den Jahren endgültig den Geist aufgibt und man bis April kein warmes Wasser hat und nicht heizen kann. Mein Auto hat 150.000 km. Laut Forenbeiträgen schaffen manche bis 400.000 km auch ohne Reparatur, manche sind nach 100.000km irreparabel. Also vorsorglich verschrotten? Unsere Kombi-Gastherme ist von 2004. Wir haben mittlerweile ein komplettes 1zu1 -"Ersatzteiltauschgerät" für €100.- erstanden, nachdem der Junkers-Werkskundendienst uns für ein Umschaltventil mal Unsummen berechnet hat. Also zumindest die Ersatzteilversorgung ist teilweise gesichert. Ich persönlich zögere die Umstellung so lange wie möglich raus und hoffe, die aktuellere Technik dann (ohne Förderung) zu bekommen. Zu dem Konzept gehört allerdings auch, dass ich mit Klimaanlagen (und PV) heizen könnte und die Heizlast auch generell durch andere Maßnahmen niedrig wurde. Problem wäre dann vorübergehend die Warmwasserbereitung.
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13.11.2025 05:43:43 |
Ich liebe Autovergleiche... Du hast ein 12 Jahre Auto mit dem du jeden Tag zur Arbeit fährst. Evtl. Hält es noch 5 bis 10 Jahre. Dein Auto kostet dich im Monat 100Euro Unterhalt und 150 Euro Sprit. Jetzt bekommst du ein Amgebot. Ein neues E Auto welches wahrscheinlich 22 Jahre hält. Dafür kostet es im Unterhalt ca 1/3 weniger. Man kann jetzt viele Gründe für ein Invest in die neue Technik und auch gegen die neue Technik bringen. Am Ende musst du jeden Tag zuverlässig zur Arbeit kommen. Das mäglichst sicher und komfortabel. Wiege selbst ab. Und diese Entscheidung ist halt auch eine Emotionale und ggf auch eine wirtschafftliche und ggf auch eine Nachhaltige und ggf auch eine Resourcenschonende und ggf auch eine Ökobilanzgesteuerte. Was man wie gewichtet ist individuell. Von daher wäre mein Rat. Wer ein gutes Gefühl dabei hat die Gasheizung nach 1X Jahrem gegen eine Wärmepumpe auszutauschen macht sicher keinen Fehler. Zum Thema Ökobilanz gab es immer wieder tolle gefakte Bilanzen. Die erste E Autos sollten erst nach 250000km CO2 Neutralität erreicht haben. Heute weiß man das es eher 20-30000km sind. Die ersten PV Anlagen sollten erst mach 12 Jahren ihre selbst verbrauchte CO2 Menge aufgeholt haben. Heute weiß man es sind eigentlich nur 1 bis 4 Monate. Bei der Gasheizung redet man Heute auch von verrückten Zahlen. Jeder der Umgestellt hat weiß aber das er irgendwie deutlich mehr im Portmone hat und die CO2 Bilanz kann nur erheblich besser sein. Somit würde ich persönlich immer Umrüsten wenn möglich und weg von Öl und Gas. Und das sage ich als alter Heizer der immer noch Ölgeruch in der Nase verspürt. Grüße
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13.11.2025 06:19:52 |
Zitat von Tandy  Liebes Forum, wir überlegen derzeit, ab wann es sinnvoll ist, von der 2009 in Betrieb genommenen Brennwerttherme auf eine Wärmepumpe umzusteigen. Derzeit wird unser EFH mit einer (überdimensionierten) Brennwertherme von Vaillaint betrieben, die maximal auf 6 KW[...] Im Dezember 2024 hat unsere Brennwertherme BJ 2009 Ärger gemacht und ging eines Morgens auf Störung. Der zuständige Heizungsbauer hat keine fähigen Leute mehr und jeder Einsatz endete zum Schluß in einer 1000€ plus Rechnung. Ich hab die Gasheizung ans Laufen bekommen (Kontakt Gas- Magnetventil war korrodiert) und hab das Ereignis zun Anlaß genommen die Gasheizung raus zu schmeißen. Ich hatte mich vorher schon lange mit dem Thema beschäftigt, aber noch gezögert. Es ist dann eine 8 kW Wärmepumpe plus separate BWWP geworden. Bis jetzt habe ich die Entscheidung nicht bereut. Unser Haus (Bunglow BJ 1980 teilsaniert 150 m² FBH+HK) wird warm bei Arbeitszahlen von > 4. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man handeln muss. Also jetzt gegen WP tauschen, ehe die Gasheizung Ärger macht.
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13.11.2025 07:34:01 |
Zitat von Entropie  Zitat von godek  [...] Dachte immer (bis zur J) die 5, 7 und 9er sind die gleichen Maschinen mit anderer Software und Enddrehzahl aber gleicher Mindestleistung von 2,5kW? Die sind momentan unschlagbar günstig. Gleiche Mindestleistung schon. Aber die Starten mit einer höheren Modulation und laufen mit dieser einige Zeit bis sie richtig zu modulieren anfangen. Das kann dann schwer werden die Wärme in der Startphase wegzukriegen
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13.11.2025 08:57:23 |
Zitat von ajokr  Für die geringere VLT brauchst du aber auch weniger Wärmemenge. Allgemein wird von 6% je Grad gesprochen. Das wären dann zusammen mit der JAZ schon 34%. Nein, die Wärmemenge also der Heizbdearf ändert sich bei gleicher Raumtemperatur überhaupt nicht. Lediglich die Effizienz des Wärmeerzeugers ändert sich. Je nach WP und dem Bereich wo man sich bei diesem Gerät im Leistungs-/AT-/ COP Kennfeld befindet unterschiedlich. Für meine WP und Heizkennlinie sind es im Mittel 2,3%, die ich verliere, wenn ich die Kennlinie um 1Grad nach oben verschiebe.
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13.11.2025 09:12:16 |
Ich habe eine 2018 in Betrieb genommene Brennwerttherme gegen eine WP ausgetauscht diesen Sommer (und hätte es auch letztes Jahr gemacht). Dabei sind einige Fehler in der Anlage behoben worden (die Vorbesitzer haben da wohl nicht so ein Auge drauf gehabt), die vermutlich ohne die intensive Beschäftigung im Vorlauf zum Umbau nicht aufgefallen wären, aber dauerhaft erhebliche Mehrkosten verursacht hätten (Warmwasserspeicher falschrum angeschlossen, Dauerzirkulation). Zusammen mit meiner Glaskugel und meinem Taschenrechner ergibt sich in der Gesamtkalkulation, dass die WP unter Annahme einer normalen Nutzzeit unter Betrachtung der anstehenden steigenden Kosten bei der Gasversorgung (steigende Beteiligung an den Netzkosten, CO2 Abgabe), die WP bis 2035 erhebliche 70 bis 100% des Eigeninvests eingespart werden können. Anders gesagt, eine stabile Rendite, die ich so sicher bei keiner Bank und bei keinem Anlageverfahren erwarten kann. Soviel zur Frage, ob es sich für mich lohnt. Die kurze Antwort ist: ja. Bei einer Brennwerttherme, die 15+ Jahre alt ist und vermutlich auch irgendwann ersetzt werden muss, kann man dann nochmal anders rechnen. Das überlasse ich aber der geneigten Leserschaft als Übung.
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