Hallo,
weiß jemand den Grund, warum die relativ neuen Gewindefittinge (ca. 1 Jahr alt), die mit Neofermit und
Hanf abgedichtet wurden, verkalkt bzw. korrodiert sind, wohingegen die
Fittings, die mit Loctite 55 Dichtungsfaden abgedichtet wurden, unverändert geblieben sind? Siehe Foto unten.
Hintergrundinfos:
Es handelt sich um die Fittinge, über die der
Brauchwasserspeicher (emaillierter
Stahl) angeschlossen ist. Die Fittinge sind teilweise aus Rotguss, teilweise aus Messing. Die Trink-/Warmwasserleitungen sind aus Edelstahl, der Heizkreis ist aus C-Stahl. Nur das Gewinde vom Speicher selbst wurde mit Loctite 55 abgedichtet; der Rest ist eingehanft.
Die alten Installateure, von denen ich gelernt habe, schwören alle auf Einhanfen, daher bin ich erstaunt, wie groß der Unterschied in der
Korrosion ist. Die einzigen Gewinde, bei denen der Unterschied nicht so groß ist wie auf dem Foto, sind die der
Kaltwasserzuleitung. Egal ob C-Stahl mit sauerstoffarmem
Heizungswasser oder heißes Brauchwasser in den Edelstahlleitungen, überall ist es gleich: Die eingehanften Fittinge sind deutlich stärker korrodiert als die mit Loctite 55 (wahrscheinlich PTFE allgemein) abgedichteten.
Weiß jemand mehr zu dem Thema? Ist Einhanfen nur eine schlechte Angewohnheit bzw. eine Komfortentscheidung, weil man da noch einmal zurückdrehen kann bzw. es durch das Aufquellen des Hanfs mehr verzeiht? Oder liegt es bei uns an etwas anderem, z. B. Mischinstallation, zu wenig Hanf (leicht undicht)? Was wird heutzutage in den Berufsschulen beigebracht?