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16.11.2025 15:41:41 |
Moin, aufgrund der wirklich unerträglich hohen Angebote für eine Wärmepumpe für unser KFW40 Haus aus 2010 überlege ich unsere dänischen Nachbarn mit diesem Projekt zu betreuuen. Jedes Angebot war bisher pauschal und immer über 30000 Euro. Wir benötigen eine 5-7 kW Wärmepumpe, die weit runtermodelliert. An der Hydraulik muss nichts gemacht werden, weil ich aktuell schon die Anlage nur über die Außentemperatur steuere. Alle Thermostate sind offen und es wird überall gleich und ausreichend warm. Wir haben Heizkörper, die bei einer Normaußenteperatur von -10 Grad auf max 45 Grad VL berechnet sind. Heizlastberechnung liegt vor. Der Gasverbrauch ist ca 7500 kWh Gas. Aktuell noch Solarthermie auf dem Dach, welche mit eingebunden werden kann, muß aber nicht. PV Anlage ist auch vorhanden. Die Anforderung sollte also nicht allzu hoch sein. Wir wohnen ca 100 km von der Grenze entfernt und meine Eltern haben sich damals das komplette Haus von einer dänischen Firma bauen lassen. Bautechnisch waren sie damals den deutschen Firmen deutlich voraus. Gibt es Erfahrungen zu diesem Thema ? Hat schon jemand einen ausländischen Installateur beauftragt ? Wie sieht es mit Gewährleistung und ggf. Förderung aus ? Gibt es Preisvorstellungen ? Ich freue mich auf Eure Kommentare, auch wenn meine Überlegung völliger Blödsinn ist. Angostura
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16.11.2025 15:53:19 |
In Sachen Gewährleistung wird es schwierig, auch in Sachen Wartung. Da wirklich Ansprüche durch zu setzen kannst du in der Praxis fast vergessen. Die andere Sache ist, wie es mit der Herstellergarantie aussieht, wenn die Fachfirma ein Gerät aus Dänemark mitbringt. Die Geräte haben oft Länderkennungen und nur in dem Land Garantie, wo Sie für gedacht waren. Die nächste Frage ist, wer für eine evtl. über die Gewährleistung hinausgehendes Gerät die Wartung machen soll? Kommt die Firma dann aus Dänemark? Das sollte man alles etwas bedenken. Ansonsten baut man in Dänemark wie auch in den Niederlanden einfach einfacher. Daher kommen oft die Preisvorteile. Das ist nicht unbedingt schlechter, aber man sollte schauen dass die deutschen Anforderungen / Normen eingehalten werden. Die schwarze Lobby soll nach Gerüchten zu Wärmepumpenprüfern umfunktioniert werden und wenn der schwarze Mann in ein paar Jahren deine Wärmepumpe prüfen muss und da ist irgendwas nicht in der deutschen Norm, dann hast du ein Problem...
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16.11.2025 19:04:18 |
Zitat von Angostura  Wie sieht es mit Gewährleistung und ggf. Förderung aus ?
Für die Förderung muss der ausführende Betrieb als Fachunternehmen bei BAFA/KfW registriert sein. Das können m.W.n. auch ausländische Unternehmen.
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16.11.2025 19:18:16 |
Die Anmeldung der Wärmepumpe beim (deutschen) VNB muß für gewöhnlich durch einen Elektroinstallateur erfolgen der im (deutschen) Installateurverzeichniss eingetragen ist. Das könnte bei einem dänischen Unternehmen zwar durchaus der Fall sein wenn die öfter mal in Deutschland installieren, man sollte es aber vorher auf jeden Fall abklären. Nicht dass man nachher mit einer betriebsbereiten Anlage dasteht und keinen findet der die Anmeldung macht.
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16.11.2025 19:19:18 |
Zitat von Angostura  Die Anforderung sollte also nicht allzu hoch sein.[...] Mal ganz abgesehen von der DK-Idee, würde ich mich weiter um Angebote von Heizungsbauern bemühen. Gerade da bei dir die Anforderungen nicht allzu komplex erscheinen, sollte da noch erheblich Luft nach unten sein. Meine Angebote enthielten teilweise Postionen wie 5000,-- EUR pauschal für Form- und Verbindungsteile und 170 Stunden Arbeit.
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16.11.2025 20:42:36 |
Was spricht überhaupt dagegen? Deutsche Gewährleistung ist sobald man an die falschen Handwerker kommt auch nichts wert. Der gerichtliche Weg führt häufig zu gar nichts außer Zeit/Geldverschwendung. Im Zweifelsfall gibt es den murkser nicht mehr. Und die Förderung? Würde mich nicht wundern wenn die WP + Installation von dänischen Nachbarn preislich ähnlich evtl sogar günstiger ist, als deutscher Handwerker abzgl vorab einkalkulierter Förderung. Da musst du Angebote einholen. Im Idealfall vergleichst du die selben Marken. Könnte mir nibe oder Daikin vorstellen, dass es das auch in Dänemark gibt. Was die solarthermische Anlage angeht. Die ist nur für WW da, oder? Ich würde die WP so vorbeireiten lassen, dass man die WP später auch WW machen lassen könnte Ob der verwendete Speicher aber sinnvoll WP tauglich ist, müsstest du prüfen. Die Kombination ist immer so ein Thema. Bei 7.500kWh Gas für heizen + solarthermische Anlage, dürfte ne 5kW WP durchaus ausreichen.
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17.11.2025 06:11:11 |
Im Prinzip ist das mit einem dänischen Betrieb möglich, doch es wird sicherlich ein paar Fallstricke geben, die man als Laie nicht so erkennt. Ich würde auf jeden Fall schon mal darauf achten, dass Gerichtsstand Deutschland ist und das die am Erfüllungsort geltenden Vorschriften zu erfüllen sind. Eine KfW-Förderung soll grundsätzlich auch möglich sein. (Ein Ausschluss innerhalb der EU wäre sicher auch schwierig) Wenn dafür ein Energieexperte notwendig ist (kenne die derzeitigen Regeln nicht), würde ich vorab erfragen, ob er ggfs. Erfahrung mit ausländischen oder sogar dänischen Betrieben hat. Könnte es ja geben. (Vielleicht grenznah suchen.)
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17.11.2025 12:12:13 |
Zitat von Mark1234  In Sachen Gewährleistung wird es schwierig weil? Wir befinden uns hier in der EU. Ja, im schlimmsten Fall liegt der Gerichtsstand in Dänemark, wobei ich mir da bei Verbrauchern gar nicht so sicher bin. Zitat von Mark1234  weil? Zum einen brauchts da meist eh keinen für die Wartung, und wer weiss ob die Dänen das nicht am Ende auch günstiger und besser machen als jemand vor Ort? Kann man ja im Vorfeld abklären Zitat von Mark1234  Die andere Sache ist, wie es mit der Herstellergarantie aussieht, wenn die Fachfirma ein Gerät aus Dänemark mitbringt. wieder: wo ist das Problem? Auch die Garantie kann ja weiter über die ausführende Firma laufen. Zitat von Mark1234  Die schwarze Lobby soll nach Gerüchten zu Wärmepumpenprüfern umfunktioniert werden und wenn der schwarze Mann in ein paar Jahren deine Wärmepumpe prüfen muss und da ist irgendwas nicht in der deutschen Norm, dann hast du ein Problem... genauso wie viele, die sich von einem deutschen Heizungsbauer die Anlage haben verbauen lassen, und die trotzdem nicht fachgerecht verbaut wurde. Also vorausgesetzt der Schorni hätte Ahnung von dem was er da tut... was eher nicht zu erwarten ist. Also wird dem wohl nichtmals auffallen das Dänen die Anlage verbaut haben. Zitat von Dominik K.  Für die Förderung muss der ausführende Betrieb als Fachunternehmen bei BAFA/KfW registriert sein. Das können m.W.n. auch ausländische Unternehmen. Für die Ausstellung von BzA und BnD musst du das sein. Spricht aber erstmal auch nichts dagegen, dass die Dänen sich da registrieren. Und selbst wenn nicht muss man halt nach einem Energieberater Ausschau halten, der das Projekt begleitet und sich um die Förderabwicklung kümmert. DIe einzige echte "problematische" Voraussetzung ist eine Rechnung auf Deutsch.
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17.11.2025 13:41:08 |
Hol die Dänen und lass machen. Sicher günstiger als deutsche inkl Förderung.
ST weg und einfach ist sogar der bessere Weg.
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17.11.2025 14:00:21 |
Hol dir einfach ein, zwei Angebote ein. Daikin + Nibe vom dänischen WP Installateur und das selbe vom deutschen WP Installateur. Mich würden die Preise des Dänischen Kollegen interessieren, wenn man keine Förderung anspricht. Zum Vergleich dann denn deutschen WP Installateur, der die Förderung kennt. Wenn beides am Ende preisgleich/Ähnlich ist, würde ich auf die Förderung verzichten. Die Förderung erhält man übrigens auch erst nach Abschluss des Projekts und Einreichung aller Unterlagen. Das kann je nachdem ob alles passt, Wochen oder auch Monate dauern, bis man das Geld auf dem Konto hat. D.h. etwaige Vorfinanzierungskosten sollte man einkalkulieren. Das wird gerne unter den Tisch gekehrt.
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19.11.2025 06:24:30 |
Dazu gab es eine Reportage wo ein französischer Installateur sich über teilweise doppelte Preise gewundert hat.
WP komplett Sets gibt’s ab 8-12t€. Dazu Lohn und kleinteilig…
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19.11.2025 10:51:54 |
... der Bericht war Käse. Da wurden ja Äpfel mit Birnen verglichen. Wenn am schon so Vergleiche macht, dann bitte auch gleiche Geräte und Leistung samt gleichem Zubehör.
Hier wurde nur eine WP in D und eine in F verglichen - und die in F war in einem wärmeren Gebiet mit einer min. Außentemp. von 0°C.
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19.11.2025 11:18:08 |
Dann mach mal die Rechnung bei Set Preis von 7-12tkm bei der vermeintlichen besseren „deutschen“ wp.
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19.11.2025 11:36:09 |
Guten Tag zusammen, wir haben seit 07/2025 eine "York" Wärmepumpe für den Ersatz einer Gastherme unter dem Dach in einer Doppelhaushälfte. Warmwasserspeicher 200Liter. Zwei Heizkreise einmal konventionelle Heizkörper, einmal Fußb.Heizung im EG. Haus von 2002 mit ganz guter Dämmung. Mit Beginn der Heizperiode stellte sich heraus dass die Fußb.Heizung nicht funktioniert. Offenbar keine Durchströmung. Firma ist informiert. Der erste Termin zur Reparatur bzw. Ursachenfindung schon geplatzt. Ärgerlich. Momentan haben wir bei uns ca. 0 Grad Aussentemperatur. Nun haben wir festgestellt dass die Warmwassertemperatur im Speicher sehr schnell beim duschen abfällt. 200Liter reichen doch locker für 2 Personen, zumal ich nur sehr kurz dusche. Nach welchem Temperaturabfall im Warmwasserspeicher schaltet sich bei euch die Wärmepumpe wieder Ein? Hat irgend jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Zur Zeit bereue ich den Umstieg von der Gastherme zur Wärmepumpe total. Danke für Info von eurer Seite. Gruß
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19.11.2025 11:42:17 |
und deine Wärmepumpe wurde von einem dänischen Betrieb installiert, oder was hat der Post hier im Thread zu suchen? Wenn du bei deinem Problem Hilfe willst, dann mach einen eigenen Thread dazu auf.
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19.11.2025 11:44:12 |
Sowas lässt sich ohne Kenntnis der Situation vor Ort kaum sagen. Es gibt viele Möglichkeiten, woran das liegen kann. Wenn der Speicher "der alte" ist - der ist sicher nicht WP geeignet.
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19.11.2025 12:39:00 |
Ein 1:1 Vergleich wäre doch wirklich mal interessant zwischen DK und DE. Aber dann wirklich kontrollieren damit nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden, gerade bei den typischen deutschen Bürokratie Themen wie Heizlastberechnung DIN1231, hyd. Abgleich, E-Anschluss mit Anmeldung beim Versorger könnte es sein das die DK Betriebe das garnicht anbieten können/wollen.
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19.11.2025 12:53:30 |
nur das auch die deutschen Betriebe das gerne mal nicht anbieten, und wenn doch nicht durchführen. Heizlastberechnung geht, wenn überhaupt, oft nach Bauchgefühl statt nach ermittelten Daten, Hydraulischer Abgleich wird einfach bescheinigt, aber nie berechnet oder durchgeführt, und für den elektrischen Anschluss darf man oft genug selbst einen Elektriker beauftragen, gerade wenn Umbauarbeiten am Zählerschrank nötig sind. Dazu kommen dann andere bauseits zu erbringende Leistungen, wie das Fundament. Wer also eine "Vollkasko-Anlage" möchte, der muss auch in Deutschland genau hinschauen und suchen.
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19.11.2025 13:24:36 |
Als ob in DE alles richtig abläuft ;-) sieht man hier ja in x Beiträgen... Grundsätzlich muss man unterscheiden. Möchte man Förderung haben und kann der Anbieter das leisten? Im Zweifelsfall wäre es ohne Förderung deutlich einfacher. Da wird nur ein Elektriker benötigt :-) Ansonsten gibt es alles auch separat -ohne den Handwerker- HeizlastberechnungAbnahme Hydrl. Abgleich (falls inzwischen gefordert) - Formblatt xy Und was das Thema deutsche Anbieter angeht, so bieten sehr viele Heizungsbauer überhaupt keine elektrischen Themen an. Da händigt man dem Kunden vorab eine Installationsanleitung mit elektrischen Informationen aus, und sagt - bauseits. Von daher :-) Und natürlich kann man im Eigeninteresse eine Heizlastberechnung machen lassen zur Ermittlung der Leistungsdaten. Aber - bei nem gut gedämmten Haus wie hier, und bekannten Verbrauchszahlen, kann man wie schon erwähnt - in der 5-7kW bleiben. Da bedarf es eigentlich keiner HL Berechnung
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23.11.2025 08:10:45 |
Guten Morgen, finde jetzt erst wieder Zeit hier reinzuschauen und schonmal vielen Dank für die Antworten. 1. Heizlastberechnung liegt vor. 2. Hydraulischer Abgleich sollte kein Problem sein, da ich aktuell alle Thermosstate offen habe und nur über die Therme regele 3. Gewährleistung werde ich mich auch beim Hersteller erkundigen, ob es europaweite Leistungen gibt. 4. Mir schwebt eine Buderus /Bosch vor. Diese ist in DK weit verbreitet und der große Vorteil ist die recht niedrige Leistung bei höheren Temperaturen, welche auch noch bis 7 kW gleicht ist. 5. Dann werde ihc mal versuchen Installateure in DK zu kontaktieren und mir Angebote machen zu lassen. 6. Der Vergleich der Angebote wird sicher schwierig, weil die deutschen Angebote doch immer recht unkonkret sind. 7. Die Idee mit dem Energieberater aus Grenznähe ist gut. Da schaue ich mal in Flensburg und Umgebung, ob jemand Erfahrung mit dänischen Betrieben hat. Es ist eigentlich schade, daß man sich so viele Gedanken und Sorgen machen muß, wenn man nur eine neue Heizung haben möchte. Wieso geht das nicht mehr problemlos vonstatten ? Grüße Angostura
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| | Zeit:
23.11.2025 17:33:00 |
Ich kenn die deutsche "Förderlandschaft" nicht, aber in Österreich hat es in den letzten 5 Jahren eine wundersame Teuerungswelle bei allen WP Fabrikaten gegeben! Leider wurde die maximal mögliche Förderhöhe als Maßstab genommen und die liegt / lag bei einem Anlagenpreis ab etwa 30 bis 32.000,-€ somit wurden fast alle Anbote wundersamerweise darufhin ausgerichtet, ziemlich egal ob nun 6 kW Heizlast oder 16 kW Heizlast. Auch war / ist man sehr erfinderisch in der Ausgestaltung dieser Anbote, denn was da alles verbaut werden sollte und zu welchen Preisen könnte direkt in der Quizsendung "wünsch dir was" mitspielen! Ich vergönne jedem eine vernünftige marge / DB aber leider wird der Energiewende mit derartigen Blödheiten kein guter Dienst erwiesen, so sind die Verkaufszahlen in Österreich im heurigen Jahr auf etwa 30% zurückgefallen, natürlich auch weil die Fördertöpfe leer sind und alle darauf warten dass wieder frisches geld gedruckt wird! Betreffend der Bedenken wegen Gewährleistung und ob die jeweilige WP im jeweiligen Land auch eingebaut werden darf kann ich nur auf die einschlägigen EU Richtlinien verweisen welche inzwischen ja doch halbwegs durchgedrungen sein sollten. Wegen Service und anderen Dingen, der vielleicht ausführende Betrieb ist 100 km entfernt, viele Kundendienste auch rennomierter Firmen haben höhere Anfahrtswege!
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24.11.2025 15:28:23 |
Es ist schwierig, den Einbau von Wärmepumpen in unterschiedlichen Ländern tatsächlich miteinander zu vergleichen. In Skandinavien sind Wärmepumpen oft günstiger installiert. Ein Grund ist, dass viele Bestandsbauten aus Holz gebaut sind und Luft-Luft-Wärmepumpen zum Einsatz kommen. Der Installationsaufwand bleibt dadurch überschaubar. Auch in südeuropäischen Ländern ist die Situation meist eine andere. Es gibt dort deutlich mehr Kältetechniker, die bereits Klimaanlagen in Einfamilienhäusern einbauen. Auch dort wird oft Luft-Luft-Technik bevorzugt. Bei Luft- Wasser-Wärmepumpen hingegen sind die Anforderungen an Optik weniger streng als in Deutschland. Von der Sockeleinfassung über die Elektrikinstallation bis zur Verlegung und Dämmung von Rohrleitungen bestehen dort andere Standards. Für einen direkten Kostenvergleich zwischen Dänemark und Deutschland würde ich einfach Angebote miteinander vergleichen – das lässt sich relativ problemlos umsetzen.
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