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21.11.2025 22:11:15 |
Kann man eigentlich Enteisungsspray an der Wärmepumpe vorbeugend einsetzen, um damit die Zahl der Abtauungen zu reduzieren? Im Forum habe ich dazu nichts gefunden. Oder kann das Schäden verursachen?
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21.11.2025 22:36:24 |
Hi, meinst du das Zeug vom Auto das man bei vereisten Scheiben aufsprüht? Wie willst du es anwenden, gucken wann die Vereisung beginnt und immer aufsprühen? Bei uns aktuell ca. alle 70 Minuten eine Abtauung, kann nachher aber schon wieder kürzer oder länger sein, je nach Witterung.
Gruß MaWeb
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21.11.2025 22:54:12 |
Zitat von RHB01  Kann man eigentlich Enteisungsspray an der Wärmepumpe vorbeugend einsetzen, um damit die Zahl der Abtauungen zu reduzieren? Im Forum habe ich dazu nichts gefunden. Oder kann das Schäden verursachen? - Wie tief zwischen die Lamellen willst Du das Spray applizieren? - Hast Du einen "Lakaien" oder mehrere, die das rund um die Uhr bewerkstelligen? - wie viele Liter des Sprays bist Du bereit während einere Heizsaison zu verbrauchen? - ... Vermutlich wird Dir kein WP-Hersteller eine Freigabe für das massenweise Aufsprühen solcher Sprays auf die Alu-Lamellen geben. Zumal es ja auch noch auf alle möglichen anderen Teile des Außengerätes gelangen würde. Etwaige Schäden würden also auf Deine Kappe gehen. Fazit: ich würd's lassen.
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21.11.2025 23:12:44 |
Naja, die Idee war, bei Wetterverhältnissen wie heute und gestern, also knapp unter 0°C und 90% Luftfeuchtigkeit durch morgendliches besprühen der Lamellen vielleicht die Zahl der Abtauungen für ein paar Stunden reduzieren zu können. Aber danke für Euer Feedback, hätte ja sein können, das das unbedenklich ist. Hier fehlte mir die Erfahrung.
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21.11.2025 23:37:15 |
Servus, die Suche ergab: Enteisungsmittel, die Ethylalkohol ( Ethanol) enthalten, sind gängig und für die Verwendung auf herkömmlichen Oberflächen, einschließlich Aluminium, im Allgemeinen als sicher angesehen, da sie in der Regel nicht korrosiv wirken. Ethylalkohol in Enteisungsmitteln Funktion: Ethylalkohol (Ethanol) ist ein häufiger Bestandteil in Enteisungs- und Frostschutzmitteln, da sein Gefrierpunkt weit unter null Grad Celsius liegt. Er verhindert die Bildung einer starren Eisgitterstruktur auf Oberflächen. Anwendungsbereiche: Er wird in Scheibenenteisern, Türschlossenteisern und Scheibenwischwasser- Frostschutzmitteln verwendet. Verträglichkeit mit Aluminium Korrosion: Speziell formulierte Enteisungsmittel, die Alkohole enthalten, sind oft als pH-neutral und nicht korrosiv beschrieben, wodurch sie für verschiedene Materialien wie Kunststoff, Stahl, Edelstahl und Aluminium geeignet sind. Sicherheit: Metalle sind generell nicht in Ethanol löslich, was die chemische Kompatibilität weiter unterstreicht. Solange das Produkt für die Anwendung auf Kraftfahrzeugen, einschließlich Aluminiumteilen wie Felgen oder Karosseriekomponenten, zugelassen ist, sollte es keine korrosiven Schäden geben. Die Lammelen am Verdampfer sind wahrscheinlich reines Aluminium also unbehandelt.
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22.11.2025 08:02:44 |
Hi, Ich hab mal von Nanobeschichtungen gelesen, die per Lotuseffekt funktionieren sollen. Das wäscht sich aber aus und dann hat man den Dreck in der Umwelt. Wenig Luftdurchsatz begünstigt die Vereisung, daher eher auf den Flüstermodus verzichten. Gruß
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22.11.2025 08:16:42 |
Zitat von Sonnenmann  Servus, die Suche ergab: Enteisungsmittel, die Ethylalkohol ( Ethanol) enthalten, sind gängig und für die Verwendung auf herkömmlichen Oberflächen, einschließlich Aluminium, im Allgemeinen als sicher angesehen, da sie in der Regel nicht korrosiv wirken. Ethylalkohol in[...] Wie ist Dein Fazit daraus bezüglich der vom TE angedachten Anwendung am L"W"-WT einer WP? Meines ist auch aus Deiner Recherche: nicht machen!
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22.11.2025 08:31:14 |
Na prima - da sprüht man dann für 1 € Enteisungsspray drauf, um 1 kwh Strom zu sparen. Und was in dem Spray sonst noch an Sachen drin ist wie z. b. Vergällungsmittel, damit keine Alkoholsteuer anfällt und wie sehr sich die Umwelt darüber freut, will ich gar nicht wissen. Im wahrsten Sinne des Wortes eine Schnapsidee ! |
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22.11.2025 09:19:46 |
Leider lässt sich die Physik und Thermodynamik nicht bescheissen. Wenn du die Lamellen "beschichtest" dann senkt das auch deren Wärmeleitfähigkeit gegenüber dem Medium Luft und die Aufnahme sinkt. Ohne das jetzt exakt berechnen zu können gehen ich davon aus das der Schuss nach hinten losgeht, neben den ganzen Gefahren das die Brühe das Material angreift und den Kosten.
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22.11.2025 09:32:24 |
Sprühnebler vor den Verdampfer zu setzen und mit Heissdampf abzutauen wäre doch mal versuchen wert. Es gibt doch bei Groß-Anlagen soche Prozesse. Gutefrage
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22.11.2025 09:40:41 |
Und den Heissdampf bekommt man genau woher?
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22.11.2025 09:43:58 |
Zitat von gutefrage  Sprühnebler vor den Verdampfer zu setzen und mit Heissdampf abzutauen wäre doch mal versuchen wert. Es gibt doch bei Groß-Anlagen soche Prozesse. Gutefrage Seeehr gute Idee. Aber nur, wenn der ganze (energetische) Aufwand in die Berechnung und Ermittlung von (S) COP und (J)AZ eingeht. Am besten "Sprühnebler" aus Schneekanonen verwenden. So ein Schneehaufen um die WP macht sich sicher gut.
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22.11.2025 10:35:13 |
Egal womit ich Eis taue, ich brauche dafür Energie. Also auch wenn ich ein Enteisungsspray oder auch Salz verwende um aufzutauen, wird die dafür benötigte Energie aus der Umgebung entzogen, die dafür kälter wird. (Die Energie wird einfach für den Übergang der Aggregatzustände benötigt, niedrigerer Schmelzpunkt hin oder her.) Ein Teil dieser Wärme wird also immer noch des Wärmetauschers der WP entzogen. Ein anderer Teil dem Wasser selbst (, das nun einfach kälter nach unten tropft). Neben den praktischen Schwierigkeiten also kein Reingewinn. Eine Beschichtung des Wärmetauschers halte ich durchaus für denkbar, eben um eine Benetzung zu erschweren. (Falls das nicht sowieso schon gemacht wird.) Eine Dämmwirkung durch eine wenige my-Meter Schicht dürfte vernachlässigbar sein. Allerdings dürfte das auch die Kondensation im Allgemeinen verschlechtern, wodurch einiges an Wärme (eben die Kondensationswärme) nicht mehr oder schlechter verfügbar ist. In Anbetracht der Vielzahl von WP und anderen Wärmetauscherflächen sehe ich hier durchaus noch Forschungs- und Entwicklungspotential. Eine DIY-Behandlung mit einem Spray sehe ich kritisch.
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22.11.2025 10:56:28 |
Zitat von Loxodan  Und den Heissdampf bekommt man genau woher? man setzt einen Kochtopf auf den Herd. Bringt Ihn zum Kochen dieser Heissdampf bringt man durch eine Röhre zum Verdampfer und führt den Dampf den Lamellen zu. ( Bildlich nur fü Dich ). Mann kann auch erwärmtes Wasser dem Verdampfer zuführen und die Wärme über das Kältesystem zurückgewinnen. Dafür eignen sich aber nur Verdampfer aus der Industrie. Gutefrage
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22.11.2025 11:30:42 |
Hier versucht sich jemand an einer Bewässerung der Außeneinheit zur Enteisung. Ich würds nicht machen.
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22.11.2025 11:50:28 |
och, man könnte zur Abtauung auch einfach Erdwärme benutzen, die Möglichkeit dürfte praktisch jeder Luftwärempumpenbesitzer haben... indem er nämlich einfach Leitungswasser über den Verdampfer jagt bzw. davor vernebelt. Temperatur des Leitungswassers, dank der Tatsache das es aus der Erde kommt, deutlich im Plusbereich, damit steigt sogar der Wirkungsgrad der Pumpe. Warum macht man das dann nicht? Weil es Unmengen an Wasser braucht, genauso wie es Unmengen an Enteiserspray bräuchte. Ist vollkommen unwirtschaftlich, von den anderen Nebeneffekt wie der Trinkwasserverschwendung etc. mal ganz abgesehen.
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22.11.2025 11:52:29 |
Zitat von ajokr  Hier versucht sich jemand an einer Bewässerung der Außeneinheit zur Enteisung. Ich würds nicht machen. Jetzt bekomme aber ich das kathrinsche Palmfacen und Kopfschütteln. :-)
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22.11.2025 12:59:39 |
Zitat von gutefrage  Zitat von Loxodan  [...] man setzt einen Kochtopf auf den Herd. Bringt Ihn zum Kochen dieser Heissdampf bringt man durch eine Röhre zum Verdampfer und führt den Dampf den Lamellen zu. ( Bildlich nur fü Dich ). Mann kann auch erwärmtes Wasser dem Verdampfer zuführen und die Wärme über das Kältesystem[...] Ok, dir ist schon klar das man ab ca. 200 Grad erst von Heißdampf redet? Damit würde ich jetzt nicht unbedingt auf die kalten Lamellen und Tauscheröhren gehen.
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22.11.2025 13:06:45 |
das mußt du ja auch nicht. Ob du jetzt von Innen 90 Grad Heissgas einbläst oder von Aussen Wärme zuführst. Nimm das TE nicht so ernst.
Gutefrage
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22.11.2025 13:54:36 |
@DMS20
"Wie ist Dein Fazit daraus bezüglich der vom TE angedachten Anwendung am L"W"-WT einer WP? Meines ist auch aus Deiner Recherche: nicht machen!"
Wer viel langweile hat kann es ausprobieren.
Ich habe keine langweile, somit würde ich es auch nicht machen wollen 😜
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05.02.2026 16:22:21 |
Darüber habe ich mir auch so meine Gedanken gemacht, da ich aktuell leistungsmäßig in der Abtaufalle (+3 bis -3 Grad) stecke und recht viel Zusatzheizung benötige. Ich gehe davon aus die Hersteller haben sich auf jeden Fall auch Gedanken um Materialien/ Beschichtungen des Wärmetauschers gemacht und es gibt einen Grund dafür warum diese nicht z.B mit Teflon beschichtet sind (Wärmeübergang). Aber ich bin kein Ingenieur und kann das daher nicht beurteilen, ob es ggf. nur ein Kostenthema ist. Möglich wäre z.B. ein 100mm Lüfter mit 600-700 Watt Elektroheizung, der über eine Schienen/Seilsystem alle 60 Minuten für 10 Minuten den Wärmetauscher ähnlich eines Fensterwischroboters abfährt und so die Enteisungszyklen verhindert. Die dafür benötigte Energie ist vermutlich weniger als die Abtauzyklen verbrauchen. Dazu käme noch, dass die WP durchlaufen kann und weniger takten/anfahren muss und somit auch 20-25% mehr Leistung über den Tag in solchen Situationen bereitstellen könnte. Der Grund warum die Hersteller das nicht machen ist mit Sicherheit die Wartungsproblematik der zugehörigen Mechatronik. Aber hier wären dann Selbstbauer gefragt und entsprechend Produktions und Bastleraktivitäten aus dem Reich der Mitte, zumal an der WP selber und der Automatik ja nichts geändert werden müsste. Patent wird angemeldet (falls es sowas nicht schon gibt...) ;-)
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05.02.2026 17:20:20 |
Zitat von cgnapi  Darüber habe ich mir auch so meine Gedanken gemacht, da ich aktuell leistungsmäßig in der Abtaufalle (+3 bis -3 Grad) stecke und recht viel Zusatzheizung benötige. Ich gehe davon aus die Hersteller haben sich auf jeden Fall auch Gedanken um Materialien/ Beschichtungen des Wärmetauschers[...] Du bist selber drauf gekommen. Teflon ist nur ein Handelsname von Dupont und was du meinst ist PTFE, muss ich klugscheissen weil ich mal in der Branche tätig war :-) PTFE ist zwar hochgradig Wasserabweisend aber auch ein hervorragender Isolator, so aus der Hüfte geschossen vielleicht 10% Wärmeübergang von Alu. Da schießt dir selber von hinten ins Knie...
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05.02.2026 17:24:07 |
den Begriff Abtaufalle gibt es nicht. Du magst in die Falle eines Verkäufers, einem der der dir was angedreht hat, was seinen Zweck nicht erfüllen kann, oder anders gesagt du hast was billiges/preiswertes gekauft was ein Seriöser Verkäufer dir nicht hätte andrehen dürfen. In diese Falle bist du getappt. Feuchte Luft ist sehr ( Energiegeladen ) Enthalpie. Das vermeintliche was du bei der Erstellung gespart hast, legst du jetzt drauf. Oder in die Falle die hier schreiben das man eine WP etwas knapper auslegen sollte, in die Falle bist du getappt. Gutefrage
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06.02.2026 09:59:37 |
Zitat von cgnapi  Möglich wäre z.B. ein 100mm Lüfter mit 600-700 Watt Elektroheizung, der über eine Schienen/Seilsystem alle 60 Minuten für 10 Minuten den Wärmetauscher ähnlich eines Fensterwischroboters abfährt und so die Enteisungszyklen verhindert. Wofür soll der Lüfter gut sein? Da ist immerhin ein wesentlich stärkeres Gebläse aktiv, nämlich das der WP. Dein Lüfter taugt also maximal zum Bremsen vom Volumenstrom. Und klar könnte man die angesaugte Luft einfach immer so warm halten, dass sich kein EIs bilden kann. Da man das aber mit WIrkungsgrad <=1 macht wäre das ziemlich dämlich. Noch dämlicher ist es dann mit einer Stromdirektheizung von außen her auftauen zu wollen, wenn es bereits vereist ist, wo dann ein guter Teil der Enegie gar nicht da wirkt wo sie gebraucht wird. Das Abtauen aus Richtung des Kältekreises ist da schon das richtige, da die Energie dann auch direkt ins Eis geht. Wenn man was optimieren will, dann am ehesten an der Erkennung ob eine Abtauung nötig ist, und wann das Eis wieder weg ist. Denn da liegen wohl die größten Mängel. Zitat von cgnapi  Der Grund warum die Hersteller das nicht machen ist mit Sicherheit die Wartungsproblematik der zugehörigen Mechatronik. so leid es mir tut, aber... der Grund ist, dass es eben Unsinn ist. Die Mechanik wäre komplett überflüssig, wollte man das machen würde man ein Heizgitter an den Verdampfer packen und die Heizleistung so regeln das gar nichts vereist. Senkt halt nur tierisch den Wirkungsgrad.
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06.02.2026 11:53:15 |
Es ist am Ende einfache Physik. Beim Gefrieren von Wasser wird Kristallisationswärme frei, die beim Abtauen wieder zugeführt werden muss. Am effizientesten nimmt man dafür Wärme, die die Wärmepumpe sowieso schon aus der Umgebung geholt hat, womit man bei der allseits bekannten Kreislaufumkehr ist. Abtaumittel setzen nur den Schmelzpunkt des Wassers runter, wenn man auf einen vereisten Verdampfer Salz oder Glykol aufbringt, kühlt sich dieser schlagartig ab, da die Energie zum Schmelzen des Wassers aus der unmittelbaren Umgebung kommt und der Aggregatszustandswechsel nunmal Energie braucht. Die einzige Variante, wie man nennenswert Abtauenergie sparen kann ist, wenn man den Aggregatszustand gar nicht wechselt. Also das Eis in irgendeiner Form mechanisch entfernen und auf einen Haufen im Garten werfen, wo es dann langsam bei über 0°C AT auftaut oder als wachsender Schneeberg bis zum Frühling immer mehr wird. Technische Probleme bei der Umsetzung einer solchen Lösung gibts auch genug, sodass das am Ende auch kaum praktikabel wird.
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