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27.11.2025 16:00:25 |
Hallo zusammen, in einem seit 4 Jahren unbewohnten (das zum Verkauf steht) ist durch eine verstopfte Fallrohrleitung vor 2 Jahren Wasser ins Erdgeschoss (nicht unterkellert) gelaufen und stand dort eine Zeit lang unbemerkt. Das Wasser wurde entfernt, es bleiben die Schäden, die aber nicht behoben wurden. Man hört einen hohl klingenden Estrich, und auch der Putz ist bis auf 70cm Höhe im gesamten EG betroffen. Die Stahlzargen rosten ebenfalls teilweise. Die Wände sind augenscheinlich nicht mehr 'nass' sind aber trotzdem feucht (mit einem Baufeuchtemessgerät mit Kugel gemessen - unten viel, ab ca. 1m normale Werte). Für mich ist klar, dass der Estrich und der Putz (mindestens bis deutlich über die gemessene Feuchtigkeit) und die Zargen ausgetauscht werden müssen. Und klar, bevor ich ein Haus kaufe, gehe ich da mit einem Sachverständigen durch. Damit ich vorher (Sachverständiger kostet +/- 1000€) grob abschätzen kann, was da für Arbeiten kommen, wollte ich euch mla fragen, ob einer von euch einen ähnlcihen Fall hatte und dazu eine Meinung/Einschätzung hat. Estrichh raus, Putz runter, Zargen raus. Dann Wand messen und ggf. Bautrockner rein? Oder was wäre die Vorgehensweise? Neues Wasser kommt keines mehr rein, das haben wir kontrolliert. D.h. die Ursache ist mitlerweile behoben. Bin gespannt, ob da einer von euch eine Idee hat. Würde versuchen das selber zu machen. Putz runter und Estrich raus ist dabei das kleinste Problem. Und Bautrockner kann man bspw. mieten. Achso: Das Mauerwerk sind 30er Hohlblocksteine. Das Haus ist BJ1970 und die Wände sind nicht isoliert. LG Mattes
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27.11.2025 16:55:58 |
kann man alles machen, aber entscheidend ist der Kaufpreis. Der darf nicht höher sein wie ein Grundstück mit altem Rohbau drauf.
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28.11.2025 07:03:53 |
Putz runter, Estrich raus und Fenster auf oder auch raus. Dann stehen und trocknen lassen. So hat man "früher schon immer" gebaut. Ohne Bautrockner.
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28.11.2025 07:54:01 |
Klingt nach Generalsanierung mit Profibegleitung, würde mir die Balken auch mal anschauen, nicht das da der Hausschwamm drin ist durch die Feuchte im Haus.
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02.12.2025 21:28:48 |
Hallo zusammen, und danke für eure Antworten. Genau so werden wir das auch machen. Bausachverständigen holen, der soll das beurteilen und einen Instandsetzungspreis nennen. Dann entscheiden wir, ob sich das für uns lohnt und sehen weiter. Ist wohl das beste so. Hausschwamm ist da definitiv nicht drin (denke ich zumindest). Aber ich spreche es mal mit dem Sachverständigen an.- Danke für den Hinweis. LG Mattes
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09.12.2025 18:28:59 |
Hallo zusammen, ich bin noch einmal vor Ort gewesen und habe mit den Besitzern gesprochen: Das Wasser stand wohl garnicht im EG. Was passiert ist, ist, dass Wasser in den (unbeheizten) Wintergarten wegen eines verstopften Fallrohres geflossen ist und dort vor der Tür (Balkontüre) gestanden ist. Da der Estrich im Haus niedriger ist hat sich Wasser unter der Tür in den Innenraum gedrückt und stand dort, aber nur auf 1qm. Dort ist es verdunstet und hat sich in den Ecken des WG wieder niedergeschlagen und dort begonnen zu schimmeln. Frage wäre, in wie weit der Estrich dann überhaupt raus muss? Klar, in dem Bereich von der Tür definitiv. Aber im restilchen Keller sehe ich das nicht als notwendig, zumal der Stäbchenparkett 1m neben dem defekten Estrich bzw. neben der Tür schon wieder fest ist und der Untergrund nicht mehr hohl klingt. Bin gespannt, was ihr sagt. Achso: Putz muss auf jeden Fall runter, dort wo er geschimmelt ist. Genau so wie die Zargen. Die müssen auch raus. Ich ärgere mich, dass ich leider keine Fotos gemacht habe. Das hole ich beim nächsten mal durch. LG Mattes
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09.12.2025 19:53:55 |
Woher weiß man, dass das Wasser unterm Estrich nicht weiter als 1m² gelaufen ist? Ich vermute, es hat sich auf 1m² des Parkettbodens ausgebreitet und unter dem Estrich ist die ganze Fläche betroffen. Daher auch das Schadensbild an den Wänden, wo die Feuchtigkeit hochgestiegen ist. Ist natürlich schwierig, wenn man es nicht selbst gesehen hat, aber was soll das Wasser davon abgehalten haben, dass es sich unter dem Estrich ausbreitet? Wo genau rosten die Zargen? Überwiegend unten, oder komplett? An welchen Wänden gibt es Schimmel? Nur an den Außenwänden (Kälte -> Kondensat) oder auch an den Innenwänden (warm -> kein Kondensat, also eher aufsteigende Feuchtigkeit)?
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10.12.2025 07:23:10 |
Ein unsaniertes Haus aus BJ1970 ist eh schon nicht viel wert. Man zahlt das Grundstück plusminus Null
Mit Schaden ist der Wert eher negativ.
Die Vorstellungen von Verkäufer und Käufer gehen leicht mal 100.000€ oder mehr auseinander.
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22.12.2025 20:36:32 |
Also wir waren gestern nochmal im Haus und haben eine Stelle im Estrich aufgeklopft: Der Aufbau ist: 4 cm Estrich 2 cm Styropor Kunststofffolie Für mich sah es auch so aus, dass die Bodenplatte unter der Kunststofffolie feuchte zu sein scheint bzw. nass erscheint. Der Estrich ist prinzipiell in Ordnung, allerdings sind fast alle Wände im unteren Bereich verschimmelt. Ich vermute, dass das Wasser unter der Tür durch ist und dann unter der Kunststofffolie (diese ist noch intakt) Richtung Wände geflossen ist bzw. sich dort verteilt hatte. Dadurch dass die Folie in Ordnung ist, ist der Estrich in weiten Teilen in Takt und hat das Wasser erst dort, wo die FOlie zu Ende war, wieder 'rausgelassen' und ist von da aus in die Wände bzw. den Putz gezogen. Also genua so, wie bricolaje vermutet hat. Und was bedeutet das für den Estrich? Bekommt man den irgendwie trocken, oder muss der komplett raus? Und @aseitzinger: Das kommt sicher auf den Ort des Hauses an, und im Osten magst du Recht haben. Nicht aber hier im Taunus. Morgen kommt dert Sachverständige und ich bin mal gespannt, was der sagen wird. LG Mattes
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22.12.2025 20:46:59 |
so ein großes Thema ist doch Estrich neu und teilweise neu verputzen im Keller nicht? Den Beton darunter hat das Wasser sicher nicht angefressen
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23.12.2025 10:27:54 |
Spar dir das rumbiegen und brechen, wenn schon die Stahlzargen rosten... Dann kannste den Estrich mit raus reißen und die Elektrik wahrscheinlich auch erneuern und die Heizung machst du bei dem Thema auch mit, also Kernsanierung. Und wahrscheinlich auch -je nach Alter- die Fenster, wenn du einmal dabei bist. Da bleibt am Ende wahrscheinlich nur der Rohbau stehen... Und trocken wird das, wenn du jetzt im Winter die Bude kaufst, alles entkernst und Richtung Frühjahr kannst du dann anfangen, neu auf zu bauen. Dabei kommt eh jede Menge Feuchtigkeit in den Bau und das kann dann im Sommer schön mit den Arbeiten mit trocknen... Das ein Haus BJ 1970 "nichts wert" ist, mag von der Region abhängen. Meines war trotz wenig Grundstück und eher "überschaubaren" Grundstückswerten doch ziemlich teuer... Bei uns geht n EFH BJ 1970 in Sanierungsbedürftig je nach Hardfacts (was kann bleiben) und Lage um die 400.000€ weg. Davon gehen rund 150.000€ auf das "übliche" 1000m2 Grundstück...
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| | Zeit:
23.12.2025 15:46:25 |
Und warum bist du dir sicher, dass die aufsteigende Feuchtigkeit auf den Wasserschaden und nicht etwa eine fehlende Horizontalsperre zurückzuführen ist? Wenn die Ursache abgestellt wurde und die Wände nach längerer Zeit immer noch feucht sind, sehe ich hier ein größeres Risiko. In der Dämmschicht kann alles mögliche eingezogen sein: Pilze (Schimmel), Schwamm, Tiere. Das Parkett ist - sofern aus dem Baujahr - mit hoher Wahrscheinlichkeit mit schadstoffbelastetem Kleber verklebt worden. Metallrohr und Kabel im Fußbodenaufbau können durch lange Feuchtigkeitseinwirkung Schaden genommen haben. Sogar Kupfer korrodiert von außen durch, wenn Kontakt mit Feuchtigkeit und mineralischen Baustoffen besteht. Die Theorie mit "ist nur unter der Kunststofffolie langgezogen" ist eher höchst subjektive Gewissensberuhigung. Wahrscheinlich ist das die einzige (unzureichende) Trennlage gegen aufsteigende Feuchtigkeit. Bei einem Neuanfang also auch die Abdichtung zum Boden erneuern und an Horizontalsperre anschließen. Alles raus und dann mit FBHz neu aufbauen. 4 cm Estrich sind zu dünn, um FBHz Fräsen zu können. Das bricht dann später.
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23.12.2025 16:37:32 |
Ich saniere ja gerade ein Haus aus 1968. Vergiss irgendwelche Rettungsversuche. Reiß den Estrich komplett raus und entferne den gesamten Putz. Mach direkt die Elektrik und die Sanitärinstallation mit. Die Fenster, wenn noch die ersten, auch tauschen. 30er Hohlblock muss dann noch mit ca. 14cm isoliert werden. Also stell dich auf Kernsanierung ein und plane mal ca. 100k pro 100qm ein wenn du alles selber machst. Lass dir den Grund des Wasserschadens im Kaufvertrag beim Notar bestätigen, dann kannst du den Verkäufer, wenn es dann doch etwas anderes war, am Geläut zum Notar Schleifen und die Rückabwicklung beurkundet lassen. Beim Hauskauf hört die Fairness meist auf! Nicht umsonst muss das über einen Notar laufen.
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