Moin Tobias,
zu den genannten Punkten:
- Solespreizung 3 K ist sinnvoll. Sollte die Sole wider Erwarten mal besonders kalt werden (kälter als -2/-5 Grad), dann senke die Spreizung noch weiter auf 2,5 oder 2 K, falls die
Steuerung und die Umwälzpumpenleistung das erlauben.
- 2 x 300 m 32er Rohr ist grenzwertig für eine WP mit 8 kW
Heizleistung, wenn diese allerdings dauerhaft auf 6 kW begrenzt ist, sollte es perfekt passen.
- 3,3 kW Kälteleistung je Graben, also 6,6 kW ingesamt scheint sehr optimistisch geschätzt zu sein: Mit der von Dir bisher beobachteten AZ von 4,7 sind das (6,6/3,7)*4,7=8,4 kW Wärmeleistung, die dieser Graben laut Dokumentation bereitstellen könnte - was in der Realität nach Deinen Erfahrungen nicht erreichbar ist. In Deinem Fall mit 2,4 kW Kälteleistung je Graben funktioniert es, allerdings nicht gerade perfekt.
- Der Grabenplan zeigt, dass beide Gräben komplett parallel verlaufen mit 5 m Abstand. Aufgrund der tiefen senkrechten Rohrverlegung nehmen sich beide Teilstücke gegenseitig ein wenig Wärme weg, was gerade bei wärmeleitfähigem Boden wie bei Dir eine Rolle spielt. So fällt die Soletemperatur im Herbst etwas schneller als sonst zu erwarten wäre.
- Ton/Schluff als Bodenart ist in diesem Fall zu optimistisch. Löss hat unterschiedlichen Feinsandanteil und im Vergleich zu anderen bindigen Böden einen höheren
Luftanteil, so dass hier irgendwas zwischen Lehm und sandigem Lehm passender wäre.
Ein paar Fragen sind noch offen geblieben:
- (Fertig) Wurde der Kollektor gut gespült?
- (Fertig) Kann man Luft darin ausschließen?
- (Christian Hase) Haben beide Kreise den gleichen Durchfluss?
- (lotterbach) Wer hat denn die Planung durchgeführt?
- Wer hat den Kollektor dokumentiert?
- Warum pro Rohr je ein Graben und nicht ein gemeinsamer, längerer Graben mit beiden
Rohren, je eines an einer Grabenwand?
- Welche minimale Soletemperatur wurde bei der Planung vorausgesagt?
- Wer hat den Kollektor erstellt,
Eigenleistung oder nicht?
- Wie wurde der Boden verdichtet?
Viele Grüße
crink