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08.12.2025 14:41:24 |
Hallo zusammen, wir haben ein Haus aus den 60er Jahren erworben und sind derzeit fleißig am Renovieren. Im Haus sind 2 Wohnungen vorhanden (Keller und Erdgeschoss), jeweils mit einer eigenen Gas- Brennwerttherme. Die Therme im Keller ist bereits über 20 Jahre alt, die andere etwa 10 Jahre. Kommendes Jahr soll noch das Dachgeschoss ausgebaut werden. Dazu wird das Dach komplett neu eingedeckt und nach aktuellem Standard gedämmt. Hier soll zusätzlicher Wohnraum entstehen (wir sind eine "Großfamilie"). Die Wohnung im Erdgeschoss und im Dachgeschoss soll dann zusammen selbst genutzt werden. Die Wohnung im Keller vermietet werden. Im Erdgeschoss haben wir den Estrich entfernen lassen um eine Fußbodenheizung zu installieren (Trockenbausystem wegen nur sehr geringer Aufbauhöhe). Da die Fußbodenheizung in 3 Räumen nicht die erforderliche Heizleistung bringt, soll ein Teil der vorhandenen Heizkörper weiterverwendet werden. Da die vorhandene Gas-Brennwerttherme im Erdgeschoss völlig überdimensioniert ist (24 kW Therme für 8 kW Heizlast) überlege ich diese für das gesamte Haus zu nutzen. Eventuell wurde dies vom vorherigen Eigentümer auch schon so geplant. Langfristig soll eventuell die Gas-Brennwerttherme durch eine Wärmepumpe ersetzt werden, dafür sind jedoch noch weitere energetische Sanierungen der Fassade nötig, für welche uns derzeit das Budget fehlt. So könnte ich mir die Hydraulik vorstellen: Was haltet ihr davon? Geht es eventuell auch einfacher?
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08.12.2025 18:04:27 |
Moin, ich würde das gar nicht erst Zusammenfassen,sondern 3 Monoblock Luft- Wasser-WP nutzen. Die Kosten mit aktuell ca. 3000€ pro Stück zwar etwas, aber nicht soviel mehr wie da jetzt hydraulische Weiche + Heizkreisgruppen da einzubauen. Ich würde allerdings auch die Heizlast nochmal prüfen... mir erscheinen die 8 KW für die Wohnung im UG und EG recht viel ... ist da alles (auch Fenster) noch original aus den 1960ern ? Wenn nein, dann wird die Heizlast geringer sein, wenn ja, kann es hinkommen. Wenn ihr aber eine Großfamilie seid mit entsprechender Personenanzahl... dann bringt das in Form des elektrischen Energieverbrauchs durchaus auch einen nennenswerten Beitrag. Gibt es vorm Vorbesitzer Energieverbräuche ? Was sagt der Energieausweis? Im Zweifel, von welchem Baujahr ist der Gaszähler und wieviel m³ stehen aktuell drauf, dann hat man zumindest mal einen groben Anhalt. Gruß
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08.12.2025 19:27:44 |
Ich würde da noch mal über die Bücher.. 21 kW für 240 m2 ? Vgl Beitrag vorher. Wenn ihr das Dach neu eindeckt macht gleich eine Aufsparrendämmung. Die Einsparung ist hoch und die Mehrkosten gering.
Anstatt 3 Monoblocks auch die Variante 2 Monoblocks prüfen. 1x HK und 1x FBH. Wenn es eine hydraulische Weiche werden soll: Dann die HK direkt in den VL einbinden, den HK RL oben in der hydraulische Weiche zurückführen und die FBH mit dem RL der HK bedienen.
WW ist auch ein Thema: Ein R290 Monoblock kann FBH und WW machen. Auf jeden Fall kann man 60°C WW machen wenn man will. Die WW Leitungen von 1960 würde ich auch gleich ersetzen.
Das Kellergeschoss könnt ihr kostengünstig innen mit Calciumsilikat dämmen & Gruss delta97
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18.12.2025 17:59:09 |
Danke für euren Input. Ich werden das Kellergeschoss und das Erdgeschoss wie empfohlen wohl nicht zusammenfassen. Erstmal schauen, wie es mit dem Erdgeschoss weitergeht. Für das Dachgeschoss setzte ich dann ggf. direkt auf eine eigene Wärmepumpe. Wenn das Dach komplett gedämmt wird, müsste das fast Neubaustandard haben.
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04.02.2026 10:22:28 |
Habe das ganze mit meinem Heizungsinstallateur besprochen und wir sind zu folgendem Konzept gekommen. Deutlich vereinfacht aus Installationssicht. Wo wir uns jedoch noch nicht sicher sind - und leider auch die Brötje Hydraulikvorschläge nichts hergeben - ist die hydraulischen Weiche. Reicht die Pumpe im Kessel aus um die Heizkörper mit ausreichend Wasser zu durchströmen oder wird hier eine zusätzliche Pumpengruppe benötigt. Hier benötige ich euer Schwarmwissen und würde mich über eure Einschätzung sehr freuen.
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05.02.2026 14:29:16 |
Oder ist das die bessere Variante - ohne hydraulische Weiche: |
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06.02.2026 09:00:49 |
Hallo Seit 2021 dürfen nur noch fernauslesbare geeichte Zähler eingebaut werden. Jede Nutzungseinheit benötigt einen WMZ.Ein WMZ wird für die Warmwasserbereitung benötigt wenn zentral das Warmwasser bereitet wird. Und dann i.d.R. auch fernauslesbare Warmwasserzähler. Ausnahmen möglich siehe Heizkostenabrechnungsverordung
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06.02.2026 12:43:39 |
Danke für den Hinweis. Wir vermieten jedoch nicht ("Großfamilie").
Kann jemand etwas zu den beiden Hydraulikkonzepten sagen?
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06.02.2026 19:16:53 |
Moin, zu den Hydraulikschematas würde ich selbst erst etwas sagen wollen nachdem bekannt gegeben ist was für ein Heizwassertemperaturniveau gefahren werden muss. Würde für die Heizkörper identisch niedrige Vorlauftemperatur wie für die Flächenheizkreise gehen wären Mischer und hydraulische Weiche obsolet.
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07.02.2026 09:29:04 |
Hier meine Argumente pro hydraulische Weiche: Ich habe 3 Heizkreise, und das hat sich bewährt. Mit einer 22 kW Sole WP. HTD../p/3014186Du kannst für jede Wohnung einen Heizkreis anlegen. Und den unabhängig betreiben. Z. Bsp Nachtabsenkung. Wobei: VL Differenz HK FBH sollte nicht zu gross, sagen wir 5 bis max 10°C bei NAT. Bei Bedarf bei HK Konvektoren zubauen. Wichtig ist auch eine Verrohrung, wo die HK zuerst bedient werden, und FBH später. Auch an die Fliessgeräusche denken -> berechnen, vgl andere Themen. WW ist auch wichtig: Heute tendiere ich auf BWWP. Auch individuelle BWWP pro Wohnung in Betracht ziehen. Dann kann man eine BWWP auch gleich in der Dach Whg "vor Ort" andenken. Natürlich gewinnt man damit keine Effizienzpreis. Aber man kann später einfach Änderungen einbringen & Gruss delta97
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07.02.2026 09:38:12 |
Hallo
genauer gesagt Ihr vermietet jetzt nicht......aber was ist in etlichen Jahren? Jetzt die Voraussetzungen schaffen, also Absperreinrichungen, Tauchhülsen und statt der WMZ ein Distanzstück. Dazu noch die notwendige Verkabelung. jetzt ein klacks, hinterher aufwändig, die Gestehungskosten steigen dafür jedes Jahr.
Und Großfamile. Auch die Verhältnisse in Großfamilien ändern sich auch mal und dann? Dann ist da ein angeheiratetes Objekt/Subjekt und ist mit der Aufteilung unzufrieden.....
ciao Peter
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