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Datenschutzhinweise

Bitte um Rat und Meinungen zu Hydraulikschema Lambda (Kombispeicher)
Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 19.12.2025 20:30:33
0
3910365
Wenn man im Lambda Schema 132_00 ( Seite 9) in die Stichanbindung des Heizungspuffers ein Überströmventil einbaut, dann hat man doch den empfohlenen Direktkreis mit Rücklaufreihenspeicher, oder?

Allerdings hat Lambda die Ladepumpe im Rücklauf. Funktioniert das dann trotzdem, auch wenn man die zusätzliche Heizkreispumpe wegläßt?

Danke und LG

Meaparvitas

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 01.01.2026 11:08:30
0
3914292
Was haltet ihr von sowas:

Tacosetter mit Temperatur- und Flußmessung

Könnte man damit nicht den Kombispeicher genau einstellen und variabel nutzbar machen, indem man im VL-Stich- und RL-Anschluß so einen Tacosetter einbaut und zwischen den RL-Anschlüssen noch einen Kurzschluß mit Kugelhahn?

Dann könnte man den Speicher in den HK verschieden einbinden und regeln oder auch ganz umgehen und elektronisch überwachen. Z. B. könnte man im Rücklauf die Strömung durch den Speicher aufteilen und begrenzen, um die Schichtung nicht zu zerstören.

Wäre das eine sinnvolle Möglichkeit, die optimale Konfiguration zu ermitteln oder nur unnötige Spielerei, weil sowieso vorhersehbar ist, wie es am Ende eingestellt wird?

LG Meaparvitas

Verfasser:
richard10
Zeit: 09.01.2026 18:12:20
0
3918389
Zitat von Meaparvitas Beitrag anzeigen
Wenn man im Lambda Schema 132_00 ( Seite 9) in die Stichanbindung des Heizungspuffers ein Überströmventil einbaut, dann hat man doch den empfohlenen Direktkreis mit Rücklaufreihenspeicher, oder?

Allerdings[...]

Wenn Du ein Überströmer in der Stichanbindung baust hast Du beim Abtauen kein Energie. Du brauchst den Puffer für das Abtauen. Das Schema 132_00 ist ein Alternative für den Kombipuffer.

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 09.01.2026 19:24:05
0
3918416
Könntest Du das näher erläutern? Ich dachte, wenn der Rücklauf durch den Puffer geht, hat der Puffer mindestens die RL-Temperatur zum Abtauen. Mehr Temperatur bzw. Energie habe ich bei einem reinen RRP ja auch nicht, oder? Es wird aber wohl ein separater RL-Puffer mit Direktkreis und ÜSV werden, das klärt sich vermutlich nächste Woche.

Verfasser:
richard10
Zeit: 12.01.2026 01:46:18
0
3919522
Zitat von Meaparvitas Beitrag anzeigen
Könntest Du das näher erläutern? Ich dachte, wenn der Rücklauf durch den Puffer geht, hat der Puffer mindestens die RL-Temperatur zum Abtauen. Mehr Temperatur bzw. Energie habe ich bei einem reinen RRP ja auch nicht, oder? Es wird aber wohl ein separater RL-Puffer mit Direktkreis und ÜSV werden,[...]

Das Überströmventil (ÜSV) öffnet nur bei höherem Differenzdruck – also typischerweise im Normalbetrieb dann, wenn über die Heizkörper zu wenig Volumenstrom abgenommen wird (z. B. weil Ventile schließen). In diesem Moment reduziert die Lambda die Leistung der Primärpumpe, bis der Differenzdruck wieder sinkt und das ÜSV schließt.

Das führt zu einem ständig pendelnden Regelkreis (auf/zu – Pumpe rauf/runter) und ist kein stabiler Betriebszustand. Der Puffer wird dabei faktisch kaum bzw. nicht gezielt geladen, weil der ÜSV-Durchfluss nur kurzfristig und als „Notbypass“ entsteht.

Wenn anschließend ein Abtauvorgang startet, steht dadurch nicht ausreichend nutzbare Wärme im System bzw. im Puffer zur Verfügung – die Abtauung läuft dann eher „auf Kante“.

Verfasser:
richard10
Zeit: 12.01.2026 02:09:54
0
3919523
Ich würde dir ehrlich sagen: den alten Speicher würde ich an deiner Stelle nicht weiter in die Heizungshydraulik einbauen. Damit holst du dir oft unnötige Mischverluste, zusätzliche Fehlerquellen (Schichtung, Kurzschluss, Regelpendeln) und am Ende schlechtere Effizienz ins System.

Für dein Setup ist aus meiner Sicht die einfachste und effektivste Lösung:

Heizung als Direktkreis (so „clean“ wie möglich, ohne Parallelpuffer-Konstrukte).

Kleiner Puffer im Rücklauf (Rücklauf-Reihenspeicher) als „thermische Masse“ und zur Stabilisierung (u. a. Abtauung / Mindestwassermenge).

Überströmventil (ÜSV) als Mindestvolumenstrom-Sicherung (sauber eingestellt, damit es nicht im Normalbetrieb ständig aufmacht).

Damit bleibt die Anlage regelungstechnisch ruhig, du vermeidest das „Auf/Zu-Pendeln“ über ÜSV + Primärpumpenregelung, und du hast im Abtau-Fall wirklich nutzbare Wassermasse im Kreis, weil der Rücklauf zwangsweise durch den Speicher geht.

Und Warmwasser würde ich komplett trennen:
Eine separate Brauchwasser-Wärmepumpe (mit Außenansaugung) ist dafür oft die pragmatischste Lösung:

Heizung und WW sind systematisch entkoppelt (keine WW-Takte, keine Temperatur-Sprünge im Heizsystem).

Die Heizungs-WP kann konsequent auf niedrige Systemtemperaturen/hohe AZ optimiert werden.

Installation ist meist einfacher als komplexe Kombispeicher-/Umschalt-Hydraulik.

Unterm Strich: Heizung simpel halten (Direktkreis + RLP + ÜSV) und WW separat – das ist häufig die robusteste und effektivste Variante.

Wenn du unbedingt einen hohen Warmwasser-Komfort anstrebst, solltest du in einen hochwertigen Hygiene-Schichtenspeicher investieren. Das kostet zwar Geld, bietet dir aber sehr hohen Komfort, ohne dass zwingend regelmäßige Legionellen-Aufheizzyklen notwendig sind. Außerdem steht Warmwasser praktisch sofort zur Verfügung, weil der Hygiene-Wärmetauscher (inkl. Verrohrung) bereits vorgewärmt ist.

Mir war das persönlich sehr wichtig: Ich habe ein ähnliches Haus wie du und seit vier Wochen eine Lambda EU10L mit einem hochwertigen Hygiene-Schichtenspeicher im Einsatz.

Zur Einordnung: Meine Normaußentemperatur liegt bei −7,9 °C, die Heizlast beträgt 9 kW. Vor wenigen Tagen hatten wir −10 °C; die Lambda hat dabei über rund zwei Stunden knapp 11,5 kW geliefert, bei etwa 85–90 % Verdichterleistung.

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 12.01.2026 09:29:02
0
3919603
Das ist interessant, wie kann es sein, daß die EU10L bei -10° C noch rund 2 KW mehr leistet als sie laut Datenblatt bei einer VLT von 25° C leisten sollte, wo ja anscheinend sogar 100% Verdichterleistung zu Grunde gelegt werden?

Wenn meine das auch schafft, mache ich mir gar keine Sorgen wegen der Dimensionierung.

In den Heizkreis möchte ich den Hygiene-Kombispeicher auch nicht mehr einbinden, aber für Warmwasser extra noch eine BWWP anzuschaffen, wäre für mich nur eine Notlösung, wenn es die Lambda alleine nicht schafft.

Als Alternative käme dann aber auch noch eine Zusatzheizung im Wohnbereich mittels Splitklimagerät zur Entlastund der Lambda in Betracht. Da hätte ich durch die Kühlfunktion im Sommer noch einen echten Mehrwert, den ich bei einer BWWP nicht hätte.

Ich denke auch, daß mein Hygienespeicher für die reine WW-Bereitung ganz gut funktionieren sollte, zumal ich dort ja auch noch die Solarthermie angeschlossen habe.

Im Sommer bräuchte ich die BWWP wegen der ST sowieso nicht, und außerhalb des Kernwinters wird es die Lambda auf jeden Fall locker schaffen, auch das WW zu bereiten. Der Bereich, in dem mir eine zusätzliche BWWP wirklich einen Vorteil bringen könnte, würde sich daher wahrscheinlich auf wenige Wochen im Jahr beschränken.

LG

Verfasser:
Gueho
Zeit: 12.01.2026 09:51:15
0
3919617
Nach meinen bisherigen Erfahrungen mit diversen Lambdas habe ich da gewisse Zweifel, da bei diesen die maximale Leistungsabgabe immer im Rahmen der technischen Daten lag.

Zitat von richard10 Beitrag anzeigen
Zur Einordnung: Meine Normaußentemperatur liegt bei −7,9 °C, die Heizlast beträgt 9 kW. Vor wenigen Tagen hatten wir −10 °C; die Lambda hat dabei über rund zwei Stunden knapp 11,5 kW geliefert, bei etwa 85–90 % Verdichterleistung.

Für[...]

Verfasser:
richard10
Zeit: 12.01.2026 09:54:26
0
3919621
Nein – bei mir war das nicht bei 100 % Verdichterleistung, sondern bei ca. 85–90 %. Dass die EU10L bei −10 °C kurzfristig „mehr kann“, als man aus einer vereinfachten Datenblatt-Lesart erwartet, hat m. E. weniger mit „gedrosselt/undrosselt“ zu tun, sondern mit Randbedingungen (Hydraulik/Volumenstrom, reale Quell-/Senkentemperaturen, Messpunkt, Abtauanteil etc.).

Was in der Praxis oft unterschätzt wird: Der sekundäre Volumenstrom muss hoch genug sein, damit die Lambda überhaupt Regelspielraum hat. Viele gehen noch nach dem alten Prinzip „Sekundärkreis so weit runterregeln, bis gerade noch die Solltemperatur erreicht wird“. Genau das ist häufig kontraproduktiv, weil du der Lambda damit den Regelbereich wegnimmst. Die Lambda kann die Primärpumpe typischerweise zwischen ca. 11 % und 100 % modulieren und den Verdichter bis ca. 90 %. Sie versucht dabei ständig, den bestmöglichen COP zu treffen und regelt u. a. über HLP und VDA. Wenn du sekundär „abwürgst“, zwingst du sie eher in ungünstige Betriebszustände.

Zum Warmwasser: Wenn du WW mit der Lambda machen willst, schau dir ruhig die Eco-Lösung von Lambda an (klassischer Boiler). Das ist preislich attraktiv, aber eben kein High-Comfort. Wenn du eine Kombilösung willst und Komfort wichtig ist, würde ich eher „Geld in die Hand nehmen“ und einen vernünftigen, schichtungsstarken (Hygiene-)Schichtenspeicher nehmen – idealerweise mit nachgewiesener Schichtungseffizienz (z. B. über entsprechende Prüf-/Zertifizierungsnachweise).

Zu deiner Idee mit einem Splitgerät als Zusatzheizung/Kühlung noch ein wichtiger Hinweis: R290 (Propan) gibt es aktuell kaum bei Split-Klimageräten. Die meisten Geräte laufen noch mit klimaschädlicheren Kältemitteln, und perspektivisch kann das Wartung/Reparatur (Stichwort F-Gase) teurer und unattraktiver machen. ab 2028 werden die Kältemittel verboten. Deswegen sind die Klimageräte zur Zeit so Preiswert. Ich hatte die Überlegung auch, warte aber lieber ab, bis R290-Splitgeräte breiter am Markt verfügbar sind.

Bei mir kommt hinzu: Ich decke mein Dach neu ein und bereite zwar alles vor – aber ich brauche voraussichtlich keine zusätzliche Klimainvestition, weil:
• die Lambda auch kühlen kann, und
• mein hochwertiger Speicher (Heizung + WW) die Kühlfunktion ebenfalls unterstützen kann.
Nach meinen Berechnungen kann ich mein Haus mit der vorhandenen Anlage bereits ausreichend kühlen. Damit spare ich mir zunächst ein separates Klimagerät.

Verfasser:
richard10
Zeit: 12.01.2026 10:00:18
0
3919624
Hier findest Du die zertifizierte Speicher (CH)

Zert. Schichtungspeicher

Wichtig dabei ist: welche Ziele verfolgst Du: Preiswert und Effzient oder Hohen Comfort mit maximal möglichen Effizienz.

Verfasser:
Gueho
Zeit: 12.01.2026 10:05:16
1
3919630
Im WP-Forum finden sich immer wieder Beiträge über Anlagen mit teuren und "supertollen" Schichtenspeichern, die bei Ihren Besitzern für massenhaft Probleme mit Hydraulik und Konfiguration der Anlage sorgen.

KISS - Keep it simple !

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 12.01.2026 10:12:54
0
3919637
Danke, @richard10, wenn die Leistung schon bei 85-90% erbracht wird, ist es ja noch erstaunlicher, daß die WP das schafft. Bis Du sicher, daß die Leistungswerte stimmen, nicht, daß die Dir aus Vesehen eine 13er hingestellt haben?

Wenn ich einen Direktkreis fahre, habe ich ja gar keine Sekundärpumpe mehr.

Ich würde den vorhandenen und relativ neuen Kombispeicher gerne weiter nutzen bzw. ausprobieren, ob es damit zumindest für die reine WW-Bereitung funktioniert.
Mit einem einfachen Boiler statt eines Hygienespeichers müßte ich auf Legionellen achten und könnte auch die Solarthermie nicht weiter nutzen.
Ich sehe weder wirtschaftlich noch funktioniell einen Sinn darin, den vorhandenen Hygienespeicher zu ersetzen. Da das Edelstahlwellrohr vertikal durch den ganzen Speicher verläuft, ist ja auch die Schichtungseffizienz aus meiner Sicht nicht ganz so entscheidend, zumal das WW sowieso auf 40° abgemischt wird.
Nach meinen eigenen Temperaturdaten funktioniert die Schichtung bei dem Speicher aber gut.

Ich habe jetzt oben 51° und unten 16°, und da ändert sich unten auch nichts, wenn WW bereitet wird.

LG

Verfasser:
richard10
Zeit: 12.01.2026 11:00:09
0
3919669
Zur Leistung / „ist das wirklich eine 10er?“
Ja, ich bin mir sehr sicher, dass es eine EU10L ist (Typenschild/Unterlagen/Regler – außerdem passen Hydraulik und Auslegung dazu). Eine „13er“ ist es definitiv nicht. Und: Die 85–90 % beziehen sich auf die Verdichterauslastung, nicht auf „garantierte Datenblatt-Nennpunkte“.

Die abgegebene Leistung kann je nach Randbedingungen (Quelltemperatur, Senkentemperatur, realer Volumenstrom, Messzeitpunkt ohne/mit Abtauanteil, etc.) im Feld durchaus anders ausfallen als eine vereinfachte Betrachtung „bei A–10/W25 muss es exakt X sein“. Ich würde das daher nicht überinterpretieren – wichtig ist: sie hatte noch Reserve und lief stabil.

Zum Kombi-/Hygienespeicher: Ich verstehe deinen Ansatz
Wenn der Speicher relativ neu ist und du Solarthermie weiter nutzen willst, ist es absolut nachvollziehbar, dass du ihn erstmal weiter nutzen und testen möchtest. Das würde ich auch so machen, bevor man Geld versenkt.

Jetzt wird es spannend. Welche Speicher hast du, und wie ist er eingebunden? Welche Größe?

Auf Basis dessen muss das hydraulische Schema festgelegt werden. Verrate doch mal, welchen Speicher du hast und wie deine Hydraulik aktuell aussieht. Dann kannst du eines der Lambda-Schemata auswählen. Die Feinabstimmung solltest du idealerweise zusammen mit dem Heizungsbauer (HB) deines Vertrauens machen – am besten mit einem HB, der bereits mehrere Lambda-Anlagen eingebaut hat.

Die Lambda ist eine sehr leistungsstarke Wärmepumpe mit patentierter Regelung und sehr adaptiv. Deshalb macht es Sinn, am Ende – wenn ein hydraulisches Schema entworfen und geplant ist – eine Freigabe von Lambda einzuholen. Das macht normalerweise der HB, aber ich würde an deiner Stelle nachfragen, ob das tatsächlich erfolgt.

Wichtig ist, im Vorfeld sauber zu planen. Lambda ist dabei sehr behilflich: Ich hatte in meiner Planungsphase intensiven Kontakt mit Lambda sowie mit dem Speicherhersteller. In einer gemeinsamen Abstimmung sind wir zu einer stimmigen Planung gekommen. Am Anfang mussten einige Einstellungen in der Lambda angepasst werden – das hat dann zu einem sehr guten Ergebnis geführt.

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 12.01.2026 11:08:06
0
3919675
Hallo,

den Speicher hatte ich im ersten Beitrag erwähnt, es ist ein Citrin Solar SKS-R 825-1/750 premium, also ca. 750 Liter.

Der WW-Anschluß (zur Erwärmung des Heizungswassers im Speicher) führt im oberen Drittel hinein und in der Mitte wieder hinaus. Darunter ist der Eingang des Wärmetauschers für die ST und noch weiter unten der Ausgang des WT.

Momentan habe ich eine Zirkulationslanze, die oben in den Ausgang des Wellrohrs führt, aber ich bin der Meinung, daß das nicht gut funktioniert, daher würde ich den Rücklauf der Zirkulation gerne unten am KW-Anschluß des Wellrohrs anschließen lassen.

Ich wollte es aktuell nach diesem Schema machen (auf der Seite ganz oben), nur mit dem Hygienespeicher statt mit Frischwasserstation.

Ich hoffe auch, daß der HB das mit Lambda abgeklärt bekommt, daß das in Ordnung geht, allerdings wüßte ich nicht, was dagegen sprechen sollte.

Der HB möchte sich eigentlich heute bei mir melden, um Details der Hydraulik zu besprechen.

LG

Verfasser:
richard10
Zeit: 12.01.2026 11:16:59
0
3919681
Hi, danke für die Details – das hilft sehr. Bei einem Citrin Solar SKS-R 825-1/750 premium (ca. 750 l) ist aus meiner Sicht der Puffer-/Speicherhersteller Citrin Solar tatsächlich der richtige erste Ansprechpartner für die Frage, welche Anschlüsse/Schichtungszonen für WW-Ladung, Heizungsanbindung, Solarthermie und Zirkulation vorgesehen sind und wie man das schichtungs- und hygienetechnisch sauber löst.

Mein Vorschlag wäre daher ganz klar:

Mit Citrin Solar abstimmen (am besten direkt mit deren Technik/Anwendungstechnik):

ob deine geplante Einbindung nach dem Schema (oben auf der Seite) mit dem Hygienespeicher statt Frischwasserstation so vorgesehen/freigegeben ist,

und wie Citrin Solar den Zirkulationsrücklauf beim Wellrohr empfiehlt (Zirkulationslanze vs. Rücklauf unten am KW-Anschluss).
Der Speicher ist der „hydraulische Kern“ – und Citrin Solar kennt die interne Strömungsführung/Schichttechnik am besten.

Parallel dazu mit Lambda abgleichen (idealerweise macht das der HB):
Lambda kann dann bewerten, ob das gewählte Schema hinsichtlich Mindestvolumenstrom, Abtaureserve, Sensorik/Fühlerpositionen und Regelstrategie passt. Gerade bei Kombispeicher + ST + Zirkulation ist die Abstimmung sinnvoll, damit es später nicht zu Pendeln/Mischverlusten kommt.

Kurz: Citrin Solar gibt die „richtige“ Speicher-Einbindung vor, Lambda prüft die WP-seitige Systemverträglichkeit, und dein HB setzt es um und macht die Feinabstimmung.

Wenn dein HB sich heute meldet, würde ich ihm genau das mitgeben: Bitte Technikfreigabe/Empfehlung von Citrin Solar einholen und das Ergebnis anschließend mit Lambda gegenprüfen. Dann hast du eine belastbare, herstellerkonforme Lösung und vermeidest Experimente an der Schichtung.

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 12.01.2026 11:29:39
0
3919691
Citrin Solar hatte ich schon kontaktiert, die meinten sogar, es könnte u. U. funktionieren, den Speicher auch mit in den Heizkreis einzubinden, wenn der Volumenstrom nicht zu stark ist.

Daher gehe ich davon aus, daß die Einbindung als reiner WW-Speicher erst recht kein Problem darstellt.

Wegen der Zirkulation verlasse ich mich eher auf meine eigene Erfahrung (daß es mit der Lanze eher schlecht funktioniert) und die Empfehlung des HB.

Citrin wird wahrscheinlich kaum sagen, daß ihre eigene Zirkulationslanze nicht gut funktioniert. Das ist ja alles so eingebaut und angeschlossen, wie es in den Anleitungen von Citrin vorgegeben ist.

LG

Verfasser:
richard10
Zeit: 12.01.2026 11:49:58
0
3919705
Zitat: „Es könnte u. U. funktionieren, den Speicher auch mit in den Heizkreis einzubinden, wenn der Volumenstrom nicht zu stark ist.“

Genau das ist die Falle. Bei der Solarthermie ist der Volumenstrom in der Regel relativ klein – bei der Wärmepumpe dagegen deutlich höher. Dadurch kann die Wärmepumpe die Schichtung im Speicher zerstören bzw. stark verschlechtern wenn der Speicher im HK einbindest. Aus diesen Grund habe auf eine Speicherlösung gewählt, die damit umgehen kann. Citron sagt, dass könnte gehen, aber ist nicht eindeutig. Was Du tun kannst, in der Lambda Regelung der Pumpenleistung bei der Speicherbeladung begrenzen, damit keine Verwierbung auftritt und den Speicher genau so einbindest wie Lambda vorschlägt: Nur WW Speicher. Das solltest Du mit Lambda abstimmen, weil die habe Zugriff auf diese Parameter

Hinzu kommt: Du brauchst eine Rücklaufanhebung, weil deine Heizkörper typischerweise mit einer größeren Spreizung arbeiten (ca. 10–12 K), während die Wärmepumpe meist auf eine kleinere Spreizung regelt (typisch ΔT ≈ 5 K). Dieser Frage Lambda vorlegen, ob dass mit der Speicher in der Rücklauf so funktionieren kann. Ich gehe davon aus, dass Du ein Speicher in der Rücklauf beabsichtigst. Das brauchst Du wegen der Abtauung!

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 12.01.2026 11:57:05
0
3919710
Die ST kann keine Schichtung zerstören, da ist ein Glattrohrwärmetauscher in der unteren Hälfte innerhalb des Speichers.

ΔT von VL und RL pendelt durch die Taktung bei mir immer zwischen 10 und 0 sinusartig hin und her. Nach dem Aufheizen ist es ca. 10, bei 0 springt dann der Brenner wieder an. Daher gehe ich davon aus, daß ich mit gleichmäßiger ΔT 5 gut auskomme, das ist ja im Grunde der Durchschnitt dessen, was ich jetzt habe.

Wie sollte ich denn mit einem Direktkreis ansonsten eine Rücklaufanhebung realisieren?

Verfasser:
richard10
Zeit: 12.01.2026 12:15:10
0
3919719
Wenn die Anlage den von der Lambda angestrebten ΔT-Sollwert (aus dem Heizkreis-Modul) nicht sauber erreicht, läuft die Wärmepumpe in der Regel ineffizienter. Das heißt nicht, dass sie „schlecht“ funktioniert – aber die Regelstrategie kann den Betrieb dann nicht mehr optimal auf besten COP trimmen. Und: 100 % perfekt bekommt man es mit einem reinen Heizkörpernetz praktisch nie hin, weil Heizkörper hydraulisch und thermisch eben nicht ideal sind (Thermostatventile, wechselnde Durchflüsse, unterschiedliche Spreizungen, Teillastbetrieb).

Genau deshalb ist bei Lambda – insbesondere bei anspruchsvollen Heizkörperanlagen – eine hydraulische Entkopplung des Sekundärkreises oft die beste Lösung, weil du der Lambda-Regelstrategie damit den maximalen Spielraum gibst, in jedem Betriebszustand den effizientesten Betriebspunkt zu fahren.

Direktkreis ist grundsätzlich möglich – aber dann solltest du dich sehr eng an eines der Lambda-Hydraulikschemata halten, damit du am Ende auch die Freigabe bekommst.

In der Praxis sieht man gerade bei Lambda: Ein reiner Direktkreis „nimmt“ der Regelung oft einen Teil ihres Potenzials, weil Volumenstrom und ΔT durch das Heizkörpernetz zu stark schwanken.

Wenn du dagegen einen Puffer in Stichanbindung (bzw. eine passende Entkopplung nach Lambda-Schema) einsetzt, kann die Lambda ihre „Regelungsintelligenz“ deutlich besser ausspielen: Du bist dynamisch entkoppelt, die WP hat saubere Randbedingungen, und sie kann in jedem Betriebszustand den COP konsequenter optimieren.

Kurz: Direktkreis geht – aber mit Heizkörpern erreichst du ΔT-Soll oft nur näherungsweise. Mit einer sauberen, von Lambda freigegebenen Entkopplung gibst du der Regelung die besten Chancen, wirklich maximal effizient zu laufen.

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 12.01.2026 12:25:29
1
3919724
Das ist genau das Gegenteil dessen, was in anderen Beiträgen propagiert wird. Dort heißt es im Grunde vereinfacht, der Direktkreis mit Rücklaufpuffer sei die effizienteste Lösung.

Ein Hauptproblem bei einem Sekundärkreis ist ja, daß die Lambda die Sekundärpumpe nicht regeln kann, deswegen braucht man ja die Parallel- oder Stichanbindung des Puffers. Wenn ich nur die Pumpe der Lambda im System habe, kann die Lambda dagegen alles regeln.

Verfasser:
richard10
Zeit: 12.01.2026 12:53:26
0
3919739
Du kannst es so sehen: Man kann es als Direktkreis machen – aber dann holst du in der Regel nicht das Beste heraus, was die Lambda kann. Die Lambda ist eine Investition, bei der der hohe COP der entscheidende „Ertrag“ ist – und er kann in gewisser Weise eine Alternative bzw. Ergänzung zu teuren Effizienzmaßnahmen wie z. B. einer Fassadendämmung darstellen.

Damit die Lambda ihr Maximum erreichen kann, hat Lambda die hydraulischen Schemata veröffentlicht. Andere Lösungen können im Einzelfall ebenfalls funktionieren, nehmen der Lambda aber häufig einen Teil ihres Potenzials.

Kleine Zwischenbilanz von meinem Monitor: Außentemperatur 1,4 °C, Vorlauf 41 °C, COP 6,16.

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 12.01.2026 13:21:15
0
3919757
Der COP ist super, aber ist das der intern errechnete oder der extern ermittelte? Da sind die Lambdas ja anscheinend etwas optimistisch.

Ich habe eher den Eindruck, als seien die Lambda-Schemata auf Sicherheit ausgelegt, damit nur ja der Volumenstrom nicht begrenzt wird. Effizient muß das nicht unbedingt sein.

Merkwürdig ist auch, daß es anscheinend in verschiedenen Ländern verschiedene Schemata gibt, das würde ja auch keinen Sinn machen, wenn es in erster Linie auf die Effizenz ankäme.

Wie kommst Du denn darauf, daß ein Direktkreis tendentiell weniger effizient ist als ein HK mit Puffer im Vorlauf?

Die Lambda steuert doch die RLT über den Volumenstrom, wenn ich es richtig verstanden habe, und solange der nicht behindert wird, müßte sie doch selbst die effizienteste Einstellung finden. Ein Problem kann dann sein, daß die Heizleistung der Heizflächen vielleicht nicht groß genug ist, um die Raumtemperatur zu erreichen.

Aber da habe ich über meine Heizlinie schon recht gut herausgefunden, daß das auch bei geringen VL-Temperaturen funktionieren sollte. Die VLT schwankt bei mir zur Zeit bei einer AT von 2° sinusähnlich zwischen 39,5 und 30,1, also im Mittel unter 35. Der Brenner taktet 3x pro Stunde und läuft dann jeweils ca. 5 Minuten.

Verfasser:
richard10
Zeit: 12.01.2026 14:01:22
0
3919786
1) COP 6,1: intern gerechnet oder extern gemessen?

Ist der reine Verbrauch der Verdichter

2) Lambda-Schemata sind auf Sicherheit (Volumenstrom) ausgelegt – nicht zwingend effizient

Ja und nein. Die Schemata sind oft installer-robust: Mindestvolumenstrom, Abtau-Stabilität, Entlüftung, Geräusch/Strömung, Hydraulik-Fehlertoleranz.
Das wirkt manchmal wie „auf Sicherheit“, ist aber häufig genau das, was in der Praxis am Ende effizienter ist – weil die WP dann nicht taktet, nicht in Grenzzustände läuft und sauber modulieren kann.

3) Warum gibt es je Land unterschiedliche Schemata?

Häufige Gründe:

a) unterschiedliche Normen/Installationspraxis (z. B. Trinkwasser/Legionellenkonzepte, Frostschutz, Sicherheitsarmaturen),

b) unterschiedliche Erwartungen an Betriebsrobustheit und an die Freigabepraxis (was Installateure „sicher“ verbaut bekommen sollen).

4) Wie kommst du darauf, dass Direktkreis weniger effizient ist als HK mit Puffer im VL?

Wichtig: Ein Puffer macht nicht automatisch effizienter. Im Gegenteil – rein thermisch ist ein Direktkreis oft die effizienteste Hydraulik, wenn er stabil läuft.

Mein Punkt (und der ist bei Heizkörpern relevant) ist eher:

Im Direktkreis kann der Volumenstrom durch Thermostatventile / Teillast stark schwanken.

--->>>Wenn dadurch das vom Regler angestrebte ΔT / Mindestvolumenstrom nicht sauber gehalten wird, landet die WP häufiger in ungünstigen Betriebsbereichen (Modulation eingeschränkt, mehr Takten, schlechterer COP/SCOP). <<<<---

Eine hydraulische Entkopplung (z. B. kleine Weiche/kleiner Puffer passend eingebunden) kann der WP einen stabileren „Arbeitsraum“ geben – das kann übers Jahr effizienter sein, obwohl der Puffer an sich Verluste hat.

Kurz: Direktkreis kann top sein, aber er ist bei reinen HK-Netzen auch anfälliger, wenn viele Ventile zugehen oder hydraulisch nicht sauber abgeglichen ist.

5) Lambda steuert RLT über Volumenstrom – wenn der nicht behindert wird, findet sie doch selbst das Optimum?“

Grundsätzlich ja – wenn das System der Regelung die nötigen Freiheitsgrade lässt:

--- genügend offene Heizflächen (Abnahme),

--- genügend Volumenstrom auch in Teillast,

--- sauberer hydraulischer Abgleich.

Wenn das gegeben ist, kann eine Lambda im Direktkreis sehr gut laufen. Das Limit ist dann eher, wie du schreibst: Heizflächenleistung und die Frage, ob du bei niedrigen VL wirklich genug Wärme in die Räume bekommst. ---->> Die Heizabgabefähigkeit bei 30°C VLT nimmt bei HK stark ab <---

6) Deine jetzige Gas-Taktung (3×/h, je ~5 min)

Das zeigt vor allem: Das System läuft aktuell oft in einem Bereich, wo der Wärmeerzeuger überdimensioniert zur momentanen Last ist bzw. zu wenig „Modulations-/Pufferfähigkeit“ im System hat. Eine WP willst du normalerweise mit längeren Laufzeiten sehen. Dafür sind bei HK-Netzen die Klassiker:

Heizkurve sauber + Referenzraum offen lassen (nicht überall „zu“ regeln),

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 12.01.2026 14:43:54
0
3919820
In den Hauptaufenthaltsräumen sind die HK normalerweise 24h zu 100% geöffnet, bei weniger würde bei der niedrigen VLT auch die angestebte RT nicht erreicht werden.
Im Wohnzimmer erreiche ich mit meinen Einstellungen immerhin 24°.

In einigen anderen Räumen muß ich die HK drosseln, damit diese nicht wärmer werden, als ich das möchte.

Ich habe an den nicht gedrosselten HK auch temperaturgesteuerte und in der Drehzahl einstellbare Lüfter nachgerüstet (keine Spielzeuglüfter, sondern gute PC-Lüfter, die vom Durchmesser in etwa der Tiefe des HK entsprechen). Dadurch ist die Konvektion auch bei niedriger VLT gewährleistet.

Meine HK-Pumpe zeigt den Volumenstrom leider nicht direkt an, aber ich habe eine Wilo Stratos Pico 1-6, diese habe ich jetzt mit Konstantdruck auf 3,2 Meter eingestellt, wobei sie 35 Watt zieht. Das dürfte laut Kennlinie zwischen 1,5 und 1,8 m³ pro Stunde ergeben. Ich könnte aber wahrscheinlich auch noch höher gehen, nur macht das momentan keinen Sinn.

Und wenn der Volumenstrom mal nicht komplett durch den HK geht, z. B. beim Abtauen, dann habe ich ja auch noch das ÜSV.

Wenn zuviel durch das ÜSV geht, dürfte die Lambda wegen der erhöhten RLT dann auch den Volumenstrom drosseln, bis die Spreizung wieder paßt, und dann sollte auch das ÜSV wieder schließen und alles durch den HK gehen, oder?

Meinst Du nicht, daß ich bei diesem System mit 22 HK bei einem ÜSV und kleinem Reihenücklaufpuffer (z. B. 150 l) einen stabilen Betrieb und gute Effizienz erwarten könnte?

LG

Verfasser:
richard10
Zeit: 12.01.2026 15:08:56
0
3919842
Genau – mit einem ÜSV kannst du dir durchaus Instabilität einhandeln. Der Mechanismus ist im Kern ein gekoppelter Regelkreis, der sich gegenseitig beeinflusst:

Mechanismus: Warum ÜSV + Regelung pendeln kann

1. Thermostatventile schließen / Abnahme sinkt → Differenzdruck im Heizkörpernetz steigt.
2. ÜSV öffnet, weil der eingestellte Öffnungsdruck erreicht wird.
3. Ein Teil des Volumenstroms fließt dann am Heizkörpernetz vorbei (Bypass). Dadurch kann sich die Rücklauftemperatur erhöhen und die Spreizung (ΔT) kleiner werden.
4. Die Lambda reagiert darauf, indem sie Pumpenleistung/Volumenstrom anpasst, um ihren ΔT-Soll bzw. den gewünschten Betriebszustand wieder zu treffen.
5. Dadurch ändert sich erneut der Differenzdruck → das ÜSV schließt wieder (oder moduliert zu).
6. Das kann zu einem Auf/Zu-Pendeln führen: ÜSV moduliert, Pumpe moduliert, Volumenstrom schwankt – der Betrieb wird unruhig.

Risiken

• Effizienzverlust: Wenn über das ÜSV „kurzgeschlossen“ wird, steigt die Rücklauftemperatur → der COP kann sinken.
• Unruhiger Betrieb / Taktneigung: Schwankende Abnahme kann die WP eher in ungünstige Betriebszustände bringen.
• Geräusche / Ventilprobleme: Hohe und wechselnde Differenzdrücke können Rauschen und Ventilinstabilitäten verursachen.
• Fehlersuche wird schwierig: Wenn es später nicht gut läuft, ist oft unklar, ob ÜSV-Einstellung, Abgleich, Heizkurve oder Hydraulik die Ursache ist.

Zu deiner Frage „22 HK + ÜSV + kleiner Rücklauf-Reihenspeicher (z. B. 150 l)“

Das kann funktionieren und sogar sehr gut laufen – aber es steht und fällt mit Auslegung und Einstellung (hydraulischer Abgleich, ÜSV-Öffnungsdruck, Mindestvolumenstrom, Ventilstrategie). Ohne saubere Berechnung bleibt es ein Stück weit „Try & Error“.

Wichtiger Hinweis zur Verantwortung

Wenn dein Heizungsbauer das nur auf deinen Wunsch hin und gegen seine Empfehlung umsetzt, dann musst du fairerweise davon ausgehen, dass du im Problemfall kaum reklamieren kannst, wenn das Ergebnis nicht wie erhofft funktioniert. (Der HB wird dann sagen: „Ich habe es so gebaut, wie gewünscht.“)

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst

Beauftrage einen TGA-Planer und lass es berechnen (Volumenstrom, Druckverluste, ÜSV-Auslegung, Mindestumlauf, Abtaureserve, etc.). Dann hast du etwas Belastbares in der Hand. Und falls es trotz korrekter Planung nicht funktioniert, hast du einen klaren Ansprechpartner (den TGA-Planer) und eine nachvollziehbare Dokumentation.

So bist du technisch und organisatorisch auf der sicheren Seite.

Es ist ja nicht einfach....

LG

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Bitte um Rat und Meinungen zu Hydraulikschema Lambda (Kombispeicher)
Verfasser:
richard10
Zeit: 12.01.2026 15:08:56
0
3919842
Genau – mit einem ÜSV kannst du dir durchaus Instabilität einhandeln. Der Mechanismus ist im Kern ein gekoppelter Regelkreis, der sich gegenseitig beeinflusst:

Mechanismus: Warum ÜSV + Regelung pendeln kann

1. Thermostatventile schließen / Abnahme sinkt → Differenzdruck im Heizkörpernetz steigt.
2. ÜSV öffnet, weil der eingestellte Öffnungsdruck erreicht wird.
3. Ein Teil des Volumenstroms fließt dann am Heizkörpernetz vorbei (Bypass). Dadurch kann sich die Rücklauftemperatur erhöhen und die Spreizung (ΔT) kleiner werden.
4. Die Lambda reagiert darauf, indem sie Pumpenleistung/Volumenstrom anpasst, um ihren ΔT-Soll bzw. den gewünschten Betriebszustand wieder zu treffen.
5. Dadurch ändert sich erneut der Differenzdruck → das ÜSV schließt wieder (oder moduliert zu).
6. Das kann zu einem Auf/Zu-Pendeln führen: ÜSV moduliert, Pumpe moduliert, Volumenstrom schwankt – der Betrieb wird unruhig.

Risiken

• Effizienzverlust: Wenn über das ÜSV „kurzgeschlossen“ wird, steigt die Rücklauftemperatur → der COP kann sinken.
• Unruhiger Betrieb / Taktneigung: Schwankende Abnahme kann die WP eher in ungünstige Betriebszustände bringen.
• Geräusche / Ventilprobleme: Hohe und wechselnde Differenzdrücke können Rauschen und Ventilinstabilitäten verursachen.
• Fehlersuche wird schwierig: Wenn es später nicht gut läuft, ist oft unklar, ob ÜSV-Einstellung, Abgleich, Heizkurve oder Hydraulik die Ursache ist.

Zu deiner Frage „22 HK + ÜSV + kleiner Rücklauf-Reihenspeicher (z. B. 150 l)“

Das kann funktionieren und sogar sehr gut laufen – aber es steht und fällt mit Auslegung und Einstellung (hydraulischer Abgleich, ÜSV-Öffnungsdruck, Mindestvolumenstrom, Ventilstrategie). Ohne saubere Berechnung bleibt es ein Stück weit „Try & Error“.

Wichtiger Hinweis zur Verantwortung

Wenn dein Heizungsbauer das nur auf deinen Wunsch hin und gegen seine Empfehlung umsetzt, dann musst du fairerweise davon ausgehen, dass du im Problemfall kaum reklamieren kannst, wenn das Ergebnis nicht wie erhofft funktioniert. (Der HB wird dann sagen: „Ich habe es so gebaut, wie gewünscht.“)

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst

Beauftrage einen TGA-Planer und lass es berechnen (Volumenstrom, Druckverluste, ÜSV-Auslegung, Mindestumlauf, Abtaureserve, etc.). Dann hast du etwas Belastbares in der Hand. Und falls es trotz korrekter Planung nicht funktioniert, hast du einen klaren Ansprechpartner (den TGA-Planer) und eine nachvollziehbare Dokumentation.

So bist du technisch und organisatorisch auf der sicheren Seite.

Es ist ja nicht einfach....

LG
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