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09.12.2025 16:01:28 |
Hallo zusammen, ich hatte mir drei Angebote über die Montage einer Wärmepumpe reingeholt. Alle HB haben sich die Heizkörper angeschaut, nach Dämmmassnahmen und den Gasverbrauches der letzten drei Jahre gefragt. Danach bekam ich dann eine WP angeboten. Seit Mitte Oktober werkelt eine der angebotenen WP nun bei mir. Aber, je mehr ich mich mit Wärmepumpen und deren Auslegung beschäftige, desto mehr Zweifel kommen mir. Wie sah das bei euch aus? Kann man überhaupt anhand dieser Informationen die Größe einer WP bestimmen?
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09.12.2025 16:26:59 |
Zitat von Norbert_V  Hallo zusammen, ich hatte mir drei Angebote über die Montage einer Wärmepumpe reingeholt. Alle HB haben sich die Heizkörper angeschaut, nach Dämmmassnahmen und den Gasverbrauches der letzten drei Jahre gefragt. Danach bekam ich dann eine WP angeboten. Seit Mitte Oktober werkelt eine der[...] Das ist das übliche Verfahren der HBs und es ist nicht gut. Der Königsweg ist der Einbau eines Wärmemengenzählers sowie einer raumweisen Heizlastberechnung. Aber was machst du dir Gedanken über Dinge, welche nicht mehr zu ändern sind? Wie sieht dein Haus aus und was für eine WP ist es denn geworden?
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09.12.2025 16:29:00 |
Was für Heizkörper hast du denn?? Wie hoch ist deine VLT??
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09.12.2025 16:46:02 |
"Das ist das übliche Verfahren der HBs und es ist nicht gut. Der Königsweg ist der Einbau eines Wärmemengenzählers sowie einer raumweisen Heizlastberechnung." Eine typische Aussage. Ein SHK Fachmann steht immer wieder vor den gleichen Problemen. 1. Er kennt weder das Haus noch die Gewohnheiten seiner Nutzer. Daten zum Haus / Zeichnungen gibt es nicht. 2. Das ganze soll schnell gehen 3. Das Angebot soll natürlich kostenlos sein. 4. Etwaige Vorleistungen (Datenaufnahme, Berechnungen,...) sollen auch kostenlos sein Glaubt hier wirklich einer, man setzt sich für jedes sch.... Angebot 10-15 Stunden aufs Büro, bis das alles berechnet ist und das Angebot ausgedruckt ist? Dann hat so ein Angebot einen Wert von über 1000,-€. Die Zeit und das Geld hat keiner!
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09.12.2025 16:55:27 |
@muscheid: Und jetzt? Ich hab dem TE ja geantwortet, dass diese Vorgehensweise üblich ist.
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09.12.2025 17:01:57 |
Einige Betriebe bei uns nehmen tatsächlich 300€ für eine Vorab-Beratung und -Berechnung. Die Angebote wären aber, soviel haben sie zuvor bereits kommentiert, in der Spanne 40T€+ für eine "Standardinstallation" gewesen. Jetzt ist eine WP mit "über den Daumen gepeilt berechnet" drin, passt aber zum Glück weitestgehend. Hat auch nur 20T€ vor Förderung gekostet, ohne Pufferspeicher oder sonstigen Pipapo.
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09.12.2025 17:15:40 |
Zitat von Nobert_Dutz  Zitat von Norbert_V  [...] Aber was machst du dir Gedanken über Dinge, welche nicht mehr zu ändern sind? Wie sieht dein Haus aus und was für eine WP ist es denn geworden?[...] Ich ärgere mich, dass ich nicht vorher besser recherchiert habe. Und mich interessiert, ob das Verfahren meiner HBs so üblich ist? Es ist eine Doppelhaushälfte, ebenerdig, ca. 80m² Wohnfläche, Bj. 1954. 7cm Hohlwände ausgeblasen, obere Geschossdecke nachgedämmt, Fußböden gedämmt. Eingebaut wurde eine AIT Hybrox 5 mit Hydrauliktower HSV 180.
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09.12.2025 17:17:08 |
Wir haben für unsere 1980er Hütte ohne Dämmung ca. 15 HB angefragt, 5 haben sofort abgelehnt, da WP bei diesen Bedingungen nicht möglich. Die anderen 9 haben Angebote mit " Heizlastberechnung" abgegeben, Lastbereich zwischen 14 und 32kW!!! Preise jenseits von gut und böse, 35-75T€. Einer hat ein "vernünftiges Angebot " abgegeben WP 12,5kW Vaillant, Kosten 22,5T€. Die tatsächliche Heizlast lauf WP hat auch bei NAT _14,5kW nie 8kW erreicht.
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09.12.2025 17:20:15 |
Zitat von SebDob  Was für Heizkörper hast du denn?? Wie hoch ist deine VLT?? Ich habe vor ca. 15 Jahren im Zuge der Sanierung alles Purmo Ventil Compact Heizkörper eingebaut. VLT ist im Moment 28 Grad bei einer Aussentemperatur von ca. 12 Grad. Allerdings muss ich die noch erhöhen, da die Räume langsam unter Soll auskühlen. Bei niedrigeren AT hatte es schon gepasst. Die WP läuft erst seit Mitte Oktober 25.
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09.12.2025 17:25:02 |
Zitat von muscheid  "Das ist das übliche Verfahren der HBs und es ist nicht gut. Der Königsweg ist der Einbau eines Wärmemengenzählers sowie einer raumweisen Heizlastberechnung." Eine typische Aussage. Ein SHK Fachmann steht immer wieder vor den gleichen Problemen. 1. Er kennt weder das Haus[...] Ja, es klingt logisch, dass der HB für ein erstes Angebot keine komplette Heizlastberechnung durchführen kann. Aber ein Hinweis im Angebot, dass es sich um eine Abschätzung handelt, wäre dann sinnvoll. Und er könnte eine Heizlastberechnung bei Auftragserteilung gegen Mehrkosten anbieten. Die würde dann mit in die Förderung einfließen.
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09.12.2025 17:50:26 |
Zitat von Melvil  Einige Betriebe bei uns nehmen tatsächlich 300€ für eine Vorab-Beratung und -Berechnung. Die Angebote wären aber, soviel haben sie zuvor bereits kommentiert, in der Spanne 40T€+ für eine "Standardinstallation" gewesen. Ja, bei mir sollten es nur 140€ sein, habe ich aber trotzdem nicht in Anspurch genommen. Anderswo ist das aber Standard und Fördervorraussetzung. Dafür muß der HB aber nicht fünfmal so viele Angebote machen wie Aufträge reinkommen. Das kostet den natürlich auch wieder Zeit und somit Geld. Ich hatte ein Jahr Bedenkfrist bis zum Ende des Öltankinhalts. Diese Zeit habe ich zur weiteren Einarbeit in das Thema genutzt. Und dadurch wurden es dann 2 statt 1 Heizkörpertausch und ein WMZ im Heizkreis ergänzend zum Angebot.
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09.12.2025 18:15:20 |
Hallo zusammen, meiner Meinung nach wird in Deutschland rund um das Thema Wärmepumpe häufig eine Wissenschaft daraus gemacht. Eine Wärmepumpe zu installieren ist kein Hexenwerk – entscheidend ist, dass man die Hydraulik im eigenen Haus versteht und akzeptiert, dass eine WP kein Ersatz für eine Gastherme im klassischen Sinn ist. Sie läuft anders und muss auch anders betrieben werden. Wichtig ist aus meiner Sicht vor allem Folgendes: 1. Eine WP darf ruhig etwas größer ausgelegt sein. Die Horror-Erzählungen über „Überdimensionierung“ stimmen in der Praxis in 90 % der Fälle nicht. Eine leicht größere WP moduliert einfach tiefer und hat im Winter Reserven. Entscheidend ist, dass sie nicht ständig taktet – und das bekommt man über Hydraulik und Einstellungen sauber in den Griff. 2. Der Heizstab darf nicht als Bestandteil der Heizlast eingeplant werden. Eine korrekt ausgelegte und gut eingestellte WP braucht im normalen Winter keinen Heizstab. Punkt. 3. Ich würde grundsätzlich davon abraten, Warmwasser über die WP zu machen. Das ist einer der größten Effizienzkiller – hohe Vorlauftemperaturen, große Temperaturhübe, Legionellenprogramme usw. Ich habe Warmwasser komplett getrennt und mache es über eine Brauchwasserwärmepumpe. Das hebt die Effizienz der Heiz-WP enorm und entlastet das Gesamtsystem. Das ist meine persönliche Meinung – und meine Anlage bestätigt das jeden Tag. Damit man ein Gefühl bekommt, wie gut eine sauber eingestellte Anlage laufen kann, hier meine eigenen Werte: Meine Anlage – Beispielwerte aus einem realen Betrieb Haus: Baujahr 1995, ca. 235 m² WF, drei Wohneinheiten, Fußbodenheizung, Warmwasser separat Bewohner: 7 Personen WP: Bosch Compress 6800i AW (Außengerät), Puffer in Stichanbindung Heizstab: deaktiviert Wunschtemperatur: 23 °C in allen drei Etagen November 2025 – Monatsbilanz • Verbrauch WP: 890,8 kWh • Erzeugte Wärme: 3.724,2 kWh • Arbeitszahl (MAZ): 4,18 Gesamt seit Mai 2025: • Verbrauch WP: 1.929,9 kWh • Umweltenergie: 6.853,4 kWh • Erzeugte Wärme gesamt: 8.784,6 kWh Gesamtarbeitszahl: 4,55 Typische Tageswerte jetzt im Dezember: • Außentemperatur: 0–8 °C • Vorlauf: 30–33 °C • Modulation: 12–65 % • Durchgehender 24/7-Betrieb • Keine Taktprobleme (61 Starts bei >2.000h Laufzeit) • Raumtemperaturen stabil zwischen 23,0–23,5 °C Das zeigt sehr deutlich: Die WP läuft auch in einem älteren, nur teilweise gedämmten Haus effizient – wenn Hydraulik und Einstellungen passen.
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10.12.2025 07:47:13 |
So oft lese ich hier den Vorschlag zum „Königsweg“, erst mal WMZ einbauen und laufen lassen.... ja, Theorie.... in vielen Fällen ist es jedoch aber so, das sich die Leute erst DANN mit der Heizung auseinander setzen, wenn Probleme auftauchen, siehe auch @muscheid „muss schnell gehen...“. In der praktischen Theorie IST bereits ein WMZ installiert, dann hätte man die Werte. Aber selbst heutzutage wird das nicht praktiziert, so dass in 15 Jahren wieder dieselbe Frage aufkommt... wenn der Haufen Blech und Eisen im Keller mit hüsteln anfängt, wer sollte denn da noch rund nen tausender in die Hand nehmen, um sich nen WMZ einbauen zu lassen, und die kommende Saison das hüsteln im Keller ignorieren, und hoffen, das nicht gerade am 24.12. das Zeug die krätsche macht? Frage: in wie vielen NEU eingebauten Anlagen, egal ob Öl, Gas oder WP, werden heute denn Standardmäßig WMZ eingebaut? 10%? Weniger? Die 10% maximal natürlich NUR, weil der Besitzer dieses explizit wollte. Auch bei uns ist in der Pumpengruppe zwar ne Brücke enthalten für einen WMZ, aber „ist doch nicht notwendig, haben wir noch nirgends eingebaut...“. DAS ist doch die Realität, nee?
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10.12.2025 07:52:08 |
Frage: in wie vielen NEU eingebauten Anlagen, egal ob Öl, Gas oder WP, werden heute denn Standardmäßig WMZ eingebaut? 10%? Weniger? Die 10% maximal natürlich NUR, weil der Besitzer dieses explizit wollte. Auch bei uns ist in der Pumpengruppe zwar ne Brücke enthalten für einen WMZ, aber „ist doch nicht notwendig, haben wir noch nirgends eingebaut...“. DAS ist doch die Realität, nee? Im MFH sollte der WMZ wegen der Abrechnung schon desöfteren vorkommen. Und wenn der EFH-Besitzer das möchte, warum nicht? In vielen nicht ganz so alten Anlagen wird ja vom Wärmeerzeuger schon mal der Durchfluß angezeigt. Dann kann man sich mit VLT und RLT auch selber die aktuelle Wärmemenge ausrechnen. Und bei Gas hat man immerhin noch den Gaszähler, bei Öl meist nur den Pegelstand.
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10.12.2025 08:11:06 |
Zitat von Denaman  Hallo zusammen, meiner Meinung nach wird in Deutschland rund um das Thema Wärmepumpe häufig eine Wissenschaft daraus gemacht. Eine Wärmepumpe zu installieren ist kein Hexenwerk – entscheidend ist, dass man die Hydraulik im eigenen Haus versteht und akzeptiert, dass eine WP kein Ersatz für[...] "Eine korrekt ausgelegte und gut eingestellte WP braucht im normalen Winter keinen Heizstab. Punkt." Du widersprichst dir selbst. Um korrekt auszulegen und gut einzustellen muss man schon genau die Grundlagen kennen. Und ich beobachte, dass es sinnvoller ist die Wärmepumpe in der Übergangszeit durchlaufen lassen zu können, anstatt bei tiefen Frost mal den Heizstab zu nutzen. Wir erleben doch gerade, was Sache ist: Der Dezember kommt mit 10 Grad Plus.
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10.12.2025 08:11:16 |
Ja, @ajokr, Im MFH sollte der WMZ wegen der Abrechnung schon desöfteren vorkommen. Und wenn der EFH-Besitzer das möchte, warum nicht? Im MFH, ja, da gibts aber in nahezu 100% auch nen Energieausweis. Zwar auch ne Krücke, aber immerhin ne recherchierte und irgendwie berechnete. Warum nicht im EFH? Du bist lange genug hier im Forum, und kennst das Thema kosten so gut wie ich. „Mein Angebot für die WP beträgt 31k€“ etc. pp. Nicht, weil eben nochmals 1.000€ extra.... Wie oben erwähnt: bei uns ist es bereits vorbereitet, aber wegen „hammer noch nie gemacht“ eben unbelegt. Allerdings ist davor ne WP, der ich Lt diesem Forum ziemlich vertrauen kann, und es einige User gibt, die dies auch mit externen WMZ belegt haben. Daher haben auch wir, wie die Mehrheit hier und außerhalb des Forums darauf verzichtet. Immerhin besteht die Möglichkeit, wenn irgendwann mal die Werte nicht mehr stimmen sollten, dies einfach in DIY nachzurüsten. Ich hatte vor Auftragsvergabe auch gedacht oder gehofft, das es mehr „muscheids“ da draußen gibt, aber die Mehrheit ist wohl „Standard“. Blick ins Lager oder auf die aktuelle Liefersituation, danach Auswahl des „notwendigen“ WE.... so war auch unser erstes Angebot: „wir verbauen meist XYZ, 14kW, die passt auch bei dir recht gut für das Objekt“. Inzwischen werkelt ne 8kW im Garten, und dümpelt meist an der unteren Modulationsgrenze herum, bei gut 200m2. Und wir hatten sogar zwei HLB, einmal EB, einmal TGA-Büro, und beide nahezu identisch, 0,4kW Differenz, wobei TGA vertrauenswürdiger und detaillierter war (und am Ende sogar günstiger, mit n paar hundert Euros)
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10.12.2025 08:26:14 |
Zitat von Norbert_V  .. Alle HB haben sich die Heizkörper angeschaut, nach Dämmmassnahmen und den Gasverbrauches der letzten drei Jahre gefragt. Danach bekam ich dann eine WP angeboten. .. Kann man überhaupt anhand dieser Informationen die Größe einer WP bestimmen? [...]
Im groben: ja. Außerdem gibt es ja garnicht so viele fein abgestimmte Leistungstufen des Aussengeräts bei den Herstellern. Für kleine Reihenhäuser sind etliche "kleinste Aussengeräte" ja in der Minimal-Leistung bei Heizgrenze schon zu "groß". Aber dieses Dilemma haben wir ja schon lange auch bei Gasthermen ..
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10.12.2025 08:27:43 |
Zitat von Denaman  2. Der Heizstab darf nicht als Bestandteil der Heizlast eingeplant werden. Eine korrekt ausgelegte und gut eingestellte WP braucht im normalen Winter keinen Heizstab. Punkt. 3. Ich würde grundsätzlich davon abraten, Warmwasser über die WP zu machen. Das ist einer der größten Effizienzkiller – hohe Vorlauftemperaturen, große Temperaturhübe, Legionellenprogramme usw. Ich habe Warmwasser komplett getrennt und mache es über eine Brauchwasserwärmepumpe. Das hebt die Effizienz der Heiz-WP enorm und entlastet das Gesamtsystem. [...] Also deine Meinung in Punkt 2 widerspricht aber der Meinung der Fachleute. Was ich bisher über die Auslegung gelernt habe, ist es sehr sinnvoll, eine WP nicht zu groß zu planen und für sehr niedrige Temperaturen (unter ca. -7 °C) den Heizstab mit zu nutzen. Grund: Die zu große WP kann bei höheren Temperaturen nicht weit genug runter modellieren, so dass es dann zu häufigen Taktungen kommt. Und das ist auch sehr Ineffizient (und verkürzt die Lebensdauer des Verdichters). Punkt 3 klingt interessant. Allerdings müsste man ausrechnen, ob sich die Mehrkosten rechnen. Bei mir wäre die Lösung aus Platzgründen nicht in Frage gekommen. Ich habe so schon um jeden cm mit den Installateuren der WP und PV-Anlage kämpfen müssen.
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10.12.2025 08:30:39 |
Zitat von Norbert_V  Also deine Meinung in Punkt 2 widerspricht aber der Meinung der Fachleute. Was ich bisher über die Auslegung gelernt habe, ist es sehr sinnvoll, eine WP nicht zu groß zu planen und für sehr niedrige Temperaturen (unter ca. -7 °C) den Heizstab mit zu nutzen. Grund: Die zu große WP kann bei höheren Temperaturen nicht weit genug runter modellieren, so dass es dann zu häufigen Taktungen kommt.[...] Hier im Forum sind viele unterwegs, die die WP so auslegen wollen, daß sie bis NAT keinen Heizstab braucht. Nimmt man halt das Takten in Kauf und baut einen größeren Speicher ein. Diese Meinung darf man haben.
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10.12.2025 08:33:14 |
Das war Deine Frage - im Titel des Threads: Zitat von Norbert_V  Wie hat euer HB die Wärmepumpe für euren Altbau ausgelegt?[...]
Bei mir ? Garnicht. Ich habe selber die Raumweise Heizlastberechnung vorgenommen, abgeglichen mit dem Realverbrauch der Brennwert-Gastherme, und dann die Maximalleistung der WP vorgegeben. Dem Kältebauer habe ich meine Raumweise Heizlastberechnung und die Kurve Gasverbrauch gegen Aussentemperatur / 24 Stunden unter die Nase gehalten. Und er hat mir geglaubt. Was blieb ihm übrig ..
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10.12.2025 08:40:11 |
Und was hatte die HLB ergeben im Vergleich zur tatsächlichen Heizlast?
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10.12.2025 08:40:15 |
Zitat PeterAlles: "Außerdem gibt es ja garnicht so viele fein abgestimmte Leistungstufen des Aussengeräts bei den Herstellern. Für kleine Reihenhäuser sind etliche "kleinste Aussengeräte" ja in der Minimal-Leistung bei Heizgrenze schon zu "groß". Aber dieses Dilemma haben wir ja schon lange auch bei Gasthermen .." Das ist tatsächlich wohl ein Problem. Meine Hybrox 5 ist die kleinste Anlage von AIT. Die Vaillant aroTherm plus gibt es noch mit 3 kW. Die wurde auch von den zwei anderen HBs angeboten. Allerdings hatte ich gedacht, dass es kein Problem ist, eine etwas größere WP zu nehmen, da sie modellieren kann. Und für die Hybrox 5 steht da dann min. 1,14 kW. Aber halt nur bei einer Aussentemperatur von -7 °C. Bei A7/W35 sind es dann min. 2,12.
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10.12.2025 08:43:18 |
Zitat von Denaman  Hallo zusammen, meiner Meinung nach wird in Deutschland rund um das Thema Wärmepumpe häufig eine Wissenschaft daraus gemacht. Eine Wärmepumpe zu installieren ist kein Hexenwerk – entscheidend ist, dass man die Hydraulik im eigenen Haus versteht und akzeptiert, dass eine WP kein Ersatz für[...] Wieviel kW Heizleistung hat denn deine WP? Bei Bosch/Buderus ist die Leistungsabstufung in meinen Augen sehr unglücklich: Die 7 kW hat knapp 6 kW bei -10 °C, die nächst größere 10 kW hat hingegen über 9 kW. Ich habe meine 7 kW trotz veranschlagter 7,3 kW Heizlast bewusst gewählt. Im Nachhinein war das so falsch nicht, denn auch bei kurzzeitigen -11 °C wurde kein Heizstab benötigt. Die tatsächliche Heizlast beträgt ca. 5,5 kW. Deine Einschätzung teile ich nur bedingt: Im Zweifelsfall sollte man eher zur größeren WP greifen, sofern die Minimalleistung identisch ist. Weiterhin lohnt sich für den jeweiligen Wohnort ein Blick in die Wetterstatistik z.B. bei Meteostat um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viele Tage es mit welcher Temperatur statistisch gab. Zumeist sind die wirklich tiefen Temperaturen die absolute Ausnahme. Ob man deswegen wirklich eine höhere Mindestleistung und ggf. mehr Taktungen in Kauf nimmt?
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10.12.2025 08:44:19 |
Die arotherm 35 ist nur eine kastrierte 55. Am unteren Ende des Leistungsbedarfs hat sie keine Vorteile, beim Abtauwetter wärst du über die Mehrleistung der 55 froh. Da ist dann die Frage, ob der Preisnachlaß das wieder gut machen kann.
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10.12.2025 08:46:11 |
Zitat von Denaman  Hallo zusammen, meiner Meinung nach wird in Deutschland rund um das Thema Wärmepumpe häufig eine Wissenschaft daraus gemacht. Eine Wärmepumpe zu installieren ist kein Hexenwerk – entscheidend ist, dass man die Hydraulik im eigenen Haus versteht und akzeptiert, dass eine WP kein Ersatz für[...] Schöne Werte für November, aber ohne durchschnittliche Außentemperatur und Vorlauftemperatur nicht ohne Vorsicht zu genießen, vor allem nicht für Leute mit Heizkörpern. Und welche Bosch werkelt nun bei Dir? Die 7er oder die 10er (oder12er).? Und wonach ausgewählt?
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