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10.12.2025 07:31:51 |
Hallo, im Haus meiner Schwiegereltern wurde vor zwei Jahren eine 40 Jahre alte Ölheizung gegen eine Logano GB125/Logamatic MC110 mit 20kW ausgetauscht. Vorher war ein 40kW Konstanttemperaturkessel drin. Im Haus sind alte Rippenheizkörper verbaut und an der Heizung wurde auch ein neuer Mischer installiert. Wir haben nun über die zwei Jahre den Ölverbrauch mit einem OilFox verfolgt und festgestellt, dass der Ölverbrauch massiv, um 25-35% (schwankt je nach Monat) gestiegen ist. Das kann ja nicht im Sinne des Erfinders sein, wenn man eine 40 Jahre alte Technik erneuert, dass der Verbrauch massiv steigt... Bei meinen Recherchen ist mir aufgefallen, dass das Warmwasser binnen 60-90 Min ca. 10 Grad verliert, auch wenn nicht gezapft wird. Daher macht die Heizung natürlich alle 60-90 Min WW, was einen Teil des massiv erhöhten Verbrauchs erklären könnte? Es gibt eine Zirkulationsleitung für WW. Die WW Zirkulation ist auf 1x3min/h eingestellt. Weniger geht nicht und ausschalten wäre vmtl. aus hygienischen Gründen nicht gut. Die alte Heizung hatte eine Zirkulationspumpe mit Zeitschaltuhr und hat 6-8Uhr, 11-13Uhr und 18-21Uhr Uhr jeweils eingeschaltet (also wesentlich mehr Wasser umgewälzt und damit abgekühlt als die neue Pumpe) Der Brenner taktet in der Heizsaison massiv, bei Temperaturen um die 0 Grad reden wir von 2-3 Minuten pro Takt. Schätze mal, dass das auch auf die Lebensdauer des Geräts geht. Aber wie kann man das bei einem einstufigen Brenner optimieren? Der Aussenfühler wurde im Lichtschacht montiert, was ich schon bei der Installation hinterfragt hatte. "Das machen wir immer so, das passt schon" war die Antwort. Mir ist nicht klar, wie gravierend das für den sauberen Betrieb der Heizung ggf. ist? Kann mir jemand auf die Sprünge helfen, was ein "normaler" Wärmeverlust beim WW sein sollte, woran das ggf liegen könnte dass es so schnell abkühlt und was man tun könnte um die Heizung zu optimieren, sodaß wenigstens der alte Verbrauch wieder erreicht wird? Herzlichen Dank und Gruss Frank
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10.12.2025 07:39:40 |
schau mal, ob da eine Zirkulationspumpe für Warmwasser angeschlossen ist. Wenn die dauerhaft läuft, hast du schon mal eine Quelle der Mehrverbrauchs. Damit meine ich nicht, den Strom, sondern Ölkonsum durch das häufige Nachheizen des Warmwassers. DAS mit der Zirkulation standin dem ursrprünglichen Text nicht so drin, oder? Eventuell wurde die alte Heizung auch von den Besitzern an die Bedürfnisse angepasst und optimiert. Bei der neuen Heizung sollte gleiches erfolgen. Vielleicht läsft die noch auf den Werkseinstellungen ( Vorlauftemperatur, Heizkurve, Pumpenleistung). Da müsstest du dich mal einlesen und die Menüs durchblättern.
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10.12.2025 08:35:57 |
Guten Morgen, mir war nach den Post klar, dass die Frage nach der Zirkulationspumpe kommen würde und ich den Teil vergessen hatte. Ich habe dann leider etwas gebraucht bis ich den Edit-Button entdeckt hatte und den fehlenden Text einfügen konnte. Das hat sich mit deiner Antwort vermutlich überschnitten, daher sorry ;-) Die alte Heizung war nicht optimierbar, die kannte nur An oder Aus, fertig, uralter Kasten. Da kann keiner was eingestellt haben... Danke und Gruss Frank
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10.12.2025 08:54:39 |
Die Zirkulation könnte man wieder auf externe Zeitschaltuhr umbauen, dann wäre die Vorgabe des Herstellers nicht mehr aktiv. Daneben kann es aber auch eine ungewollte Schwerkraftzirkulation geben, die auch ohne Betrieb der Zirkulationspumpe weiterläuft. Das lässt sich durch Fühler am Rohr überprüfen. Dagegen helfen Rückschlagventile, die nur von der Pumpe überwunden werden können. Nächste Fehlerquelle wäre ein hängendes Umschaltventil Heizkreis/WW-Kreis. Dann kühlt der Heizbetrieb den WW-Tank aus, bis dieser wieder nachgeheizt werden muß. Ein weiterer Punkt wäre die Einstellung des Mischers. Wenn der Brenner mehr Wärme produziert als der Heizkreis hinter dem Mischer abnimmt, kommt er ins Takten. Daher mal nachprüfen (lassen), wie der Kesselkreis und wie der Mischerkreis über die Heizkennlinien eingestellt ist. Eventuell gibt es auch eine vorgegebene Temperaturdifferenz zwischen beiden. Und zuguterletzt sollte der AT-Fühler nicht im Lichschacht sitzen, sondern in 2 Meter Höhe an einer unbesonnten Außenwand. Das zu ändern ist kein Hexenwerk, sondern simpelste Elektrik mit Verteilerdose und Verlängerungskabel.
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10.12.2025 09:06:34 |
Wieviel beheizte qm hat das Haus?
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10.12.2025 09:12:44 |
Hallo ajokr und danke für deine Antwort. "Die Zirkulation könnte man wieder auf externe Zeitschaltuhr umbauen, dann wäre die Vorgabe des Herstellers nicht mehr aktiv." Ich kann die Zeiten an der Steuerung einstellen. Mein Punkt hier war, dass ich die Verluste durch Pumpenbedingte Zirkulation auf dem minimal möglichen Punkt gesetzt habe. "Daneben kann es aber auch eine ungewollte Schwerkraftzirkulation geben, die auch ohne Betrieb der Zirkulationspumpe weiterläuft. Das lässt sich durch Fühler am Rohr überprüfen. Dagegen helfen Rückschlagventile, die nur von der Pumpe überwunden werden können." Hochinteressanter Punkt. Ich habe gelesen, dass moderne Pumpen solche Ventile bereits eingebaut haben. Sollte der Heizer das tatsächlich vergessen haben oder eine Pumpe ohne ein solches Ventil verbaut haben? Könnte das alleine schon einen 30%igen Mehrverbrauch erklären? "Nächste Fehlerquelle wäre ein hängendes Umschaltventil Heizkreis/WW-Kreis. Dann kühlt der Heizbetrieb den WW-Tank aus, bis dieser wieder nachgeheizt werden muß." Das habe ich inhaltlich nicht so recht verstanden, kannst du mir das bitte etwas näher erklären? Der Heizbetrieb kühlt den WW Tank aus? "Ein weiterer Punkt wäre die Einstellung des Mischers. Wenn der Brenner mehr Wärme produziert als der Heizkreis hinter dem Mischer abnimmt, kommt er ins Takten. Daher mal nachprüfen (lassen), wie der Kesselkreis und wie der Mischerkreis über die Heizkennlinie eingestellt ist." Heizkurve Basis ist auf 21 Grad, Heizkurve Ende auf 60 Grad eingestellt; laut Doku bestimmen diese beiden Werte die Kennlinie. Beim Mischer kann man leider überhaupt nichts einstellen. "Und zuguterletzt sollte der AT-Fühler nicht im Lichschacht sitzen, sondern in 2 Meter Höhe an einer unbesonnten Außenwand." Ja, das habe ich in der Doku auch gelesen. Dass die falsche Position dann einen falschen Wert der AT erzeugt, ist klar. Dass dann die Heizung ggf "denkt" es ist wärmer oder kälter als es tatsächlich ist, ist auch klar. Aber ich würde hier denken, dass die Temperaturen im Lichtschacht potentiell eher zu hoch und damit die angeforderte Kennlinie zu flach wird, es also im Haus immer zu kalt wäre. Würde den Mehrverbrauch doch nicht erklären, oder? Daher wollte ich verstanden haben, was die falsche Fühlerposition für Konsequenzen haben könnte. Vielen Dank Frank
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10.12.2025 09:29:35 |
Mit der eyternen Zeitschaltuhr kann man die interne Zeitsteuerung der Zirku übergehen. Jede Stunde muß m.E. nicht sein, wenn absehbar niemand Warmwasser braucht. Hochinteressanter Punkt. Ich habe gelesen, dass moderne Pumpen solche Ventile bereits eingebaut haben. Sollte der Heizer das tatsächlich vergessen haben oder eine Pumpe ohne ein solches Ventil verbaut haben? Könnte das alleine schon einen 30%igen Mehrverbrauch erklären?Ich bin mir nicht sicher, ob das standardmäig verbaute Ventil einen Durchfluß bei Pumpenabschaltung in Zirkulationsrichtung oder nur in die falsche Richtung unterbinden. Daher der Vorschlag, die Rohrtemperatur selber durch Messung oder Handauflegen zu prüfen. Das Dreiwegeventil schaltet den Vorlauf oder Rücklauf wahlweise in den Heizkreis oder in den WW-Tank. Wenn das Ventil durch Verunreinigung nicht seine Endstellung erreicht, kann auch während des Heizbetriebs eine Umwälzung des WW-Teils stattfinden. Das WW im Tank ist normalerweise wärmer als das Heizwasser nach Heizkennlinie, und deshalb kühlt dieser unbeabsichtigte Kreislauf den WW-Tank aus. Auch das kann man an den Rohren durch Messung oder Handauflegen selber prüfen. Wenn der Mischer nicht einstellbar ist, wird die Heizkennlinie wohl für den Vorlauf nach dem Mischer gelten. Dann wäre herauszufinden, ob und wie die Kesseltemperatur und Brenneranforderung geregelt wird. Da denkt sich jeder Hersteller was eigenes aus. Wenn der AT-Fühler falsch positioniert wurde, hat man möglicherweise die Heizkennline entsprechend verschoben, oder zu flach ode rzu steil gewählt. Ich würde eine korrekte Messung bevorzugen.
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10.12.2025 09:32:59 |
Zitat von Carsten Kurz  Wieviel beheizte qm hat das Haus? ca 220 qm
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10.12.2025 09:33:39 |
Wegen der Fühlergeschichte würde ich die schon aus Prinzip antanzen lassen. Auch wenn die das schon immer falsch machen... Einmal neue Leitung, nix Dose und Verlängerung....
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10.12.2025 09:40:28 |
Zitat von Moriatan  ... im Haus meiner Schwiegereltern wurde vor zwei Jahren eine 40 Jahre alte Ölheizung gegen eine Logano GB125/Logamatic MC110 mit 20kW ausgetauscht. Vorher war ein 40kW Konstanttemperaturkessel drin. Im Haus sind alte Rippenheizkörper verbaut und an der Heizung wurde auch ein neuer Mischer installiert. Warum ein Mischer? Der GB125-Wärmeerzeuger (WE) ist ein modulationsfähiges Brennwertgerät, das per Heizkurve die VL-Temp ohne Mischer einstellt. Zitat von Moriatan  Wir haben nun über die zwei Jahre den Ölverbrauch mit einem OilFox verfolgt und festgestellt, dass der Ölverbrauch massiv, um 25-35% (schwankt je nach Monat) gestiegen ist. Das kann ja nicht im Sinne des Erfinders sein, wenn man eine 40 Jahre alte Technik erneuert, dass der Verbrauch massiv steigt... Es ist ein Ultraschall-OilFox? War dieser bereits vorher eingebaut? Wenn es eine Mehrtankanlage ist, funktioniert so ein OilFox auch nur richtig, wenn die Tankanlage i.O. ist und die Tanks sich gleichmäßig entleeren. Oder woher wisst ihr so genau die Monats-Verbrauchswerte im Jahres- und WE-Vergleich? Zitat von Moriatan  Bei meinen Recherchen ist mir aufgefallen, dass das Warmwasser binnen 60-90 Min ca. 10 Grad verliert, auch wenn nicht gezapft wird. Daher macht die Heizung natürlich alle 60-90 Min WW, was einen Teil des massiv erhöhten Verbrauchs erklären könnte? Der WW-Speicher ist der alte? Dämmstandard des WW-Speichers und der Verrohrung ist unverändert? Hast Du probeweise über Nacht (keine Entnahme) die Zirkulation ganz ausgestellt und geschaut, wie hoch der Temperatur-Verlust dann ist? Zitat von Moriatan  Es gibt eine Zirkulationsleitung für WW. Die WW Zirkulation ist auf 1x3min/h eingestellt. Weniger geht nicht und ausschalten wäre vmtl. aus hygienischen Gründen nicht gut. Über die Hygiene bei WW (und Zirkulation) gibt es hier ganze Threads ... Zitat von Moriatan  Die alte Heizung hatte eine Zirkulationspumpe mit Zeitschaltuhr und hat 6-8Uhr, 11-13Uhr und 18-21Uhr Uhr jeweils eingeschaltet (also wesentlich mehr Wasser umgewälzt und damit abgekühlt als die neue Pumpe) Das kommt auf die Pumpenleistung/den Volumenstrom an. Wer weiß schon, in welchem Zustand die alte Pumpe war. Zitat von Moriatan  Der Brenner taktet in der Heizsaison massiv, bei Temperaturen um die 0 Grad reden wir von 2-3 Minuten pro Takt. Schätze mal, dass das auch auf die Lebensdauer des Geräts geht. Aber wie kann man das bei einem einstufigen Brenner optimieren? Das ist kein einstufiger Brenner sondern eine modulationsfähiges Brennwertgerät. Das kann mindestens auf 30% der Nennleistung abregeln, hier könntest Du vermutlich herausfinden, in welchem Umfang das konkret beim verbauten Gerät möglich ist. Kurze Takte wird der alte Brenner noch viel ausgeprägter gehabt haben, denn der feuerte immer mit 40kW, es sei denn, dass er durch Einbau kleinerer Düsen leistungsreduziert wurde. Unter 20kW wäre das aber auch nicht möglich gewesen. Die jetzigen Superkurztakte sind schlicht ein Zeichen dafür, dass der Logano seine Leistung von z.B. 20kW nicht los wird und in irgendeine der Temperautrbegrenzungen läuft und abschaltet. Eine häufige Ursache sind zugeregelte Thermostatventile oder ein zugeregelter Mischer, wodurch kein Volumenstrom mehr durch den WE strömt und dieser WE nur noch seinen eigenen Wasserinhalt von ein paar Litern "aufkocht". Ganz kurz geschrieben: im Prinzip stellt man die Heizkurve so ein, dass das Haus wunschwarm wird bei voll geöffneten Thermostatventilen. Dann ist immer ein kräftiger Volumenstrom vorhanden, der die (Start)-Leistung des WE abnehmen kann und das Takten mindert. Je nach Dämmstandard des Hauses, Heizverhalten und Außentemperatur läuft der WE dann ab einer bestimmten Außentemperatur durch. Nämlich dann, wenn die benötigte Heizleistung der unteren Modulationsgrenze des WE entspricht. Vorher muss er takten - denn wo soll er sonst mit der Wärmeleistung hin? Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist auch in Deinem Fall der WE viel zu groß gewählt. Dennoch kann man meistens die Takte verlängern. Derartige Superkurztakte sind nicht gut für die Verbrennungsqualität. Zitat von Moriatan  Der Aussenfühler wurde im Lichtschacht montiert, was ich schon bei der Installation hinterfragt hatte. "Das machen wir immer so, das passt schon" war die Antwort. Mir ist nicht klar, wie gravierend das für den sauberen Betrieb der Heizung ggf. ist? Das kommt darauf an, wie gut die gemessene Temperatur mit der tatsächlichen Außentemperatur z.B. an der Nordwand übereinstimmt. Für einen Verbrauchssprung von 25 bis 30% ist es sicher nicht verantwortlich. Eher für eine inadäuate Befolgung oder Einstellbarkeit der Heizkurve Zitat von Moriatan  Kann mir jemand auf die Sprünge helfen, was ein "normaler" Wärmeverlust beim WW sein sollte, woran das ggf liegen könnte dass es so schnell abkühlt und was man tun könnte um die Heizung zu optimieren, sodaß wenigstens der alte Verbrauch wieder erreicht wird? Im bisherigen Text steht jetzt schon so einiges dazu. @erbes hat auch schon Anregungen gegeben - z.B. das intensive Studium der Betriebsanleitungen (Heizkurve, Leistungsgrenzen einstellen, WW-Temp einstellen, ...). Zei 'mal Fotos von der Anlage, der Heizkurve, dem Bedienfeld der Logamatic.
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| | Zeit:
10.12.2025 10:42:00 |
... ist ein Überströmventil verbaut? Ist dort wirklich ein Mischer? Oder meinst Du das Umschaltventil WW <-> Heizung? Wie hoch ist eigentlich der jährliche Ölverbrauch über die Jahre? Gibt es einen Energieausweis, Heizlastberechnung o.ä.?
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| | Zeit:
10.12.2025 10:53:50 |
kannst du die Pumpenleistung der Heizung hochsetzen? Ohne Fließgeräusche in den Thermostaten oder Rohren zu bekommen. Dann bekommst du die Wärme des Erzeugers schneller weg und der Takt würde eventuell länger werden, wenn die maximale Leistung dann noch begrenzt werden könnte (10kW max zum Beispiel), dann könnte ein weiteres Überschwingen eventuell vermieden werden. Im Idealfall 24/7 konstant. Also ohne Zeitfenster.
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Verfasser: HR | Zeit:
10.12.2025 14:44:14 |
Moin, Und Bilder sagen manchmal mehr wie tausend Worte...... Mischer, Z- Pumpe etc... Immer noch Schade das dies wieder und wieder erwähnt werden muss. Gruß HR P.S. Ja leider müssen Bilder immer noch über einen externen Hoster hochgeladen werden.
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| | Zeit:
10.12.2025 14:50:38 |
@erbes: das hattest Du gelesen? Zitat von Moriatan  Aber wie kann man das bei einem einstufigen Brenner optimieren? Der macht Vollgas oder nix. Da ist nichts mit Zitat von erbes  wenn die maximale Leistung dann noch begrenzt werden könnte (10kW max zum Beispiel), Außerdem ist der Brenner für die jetzige Leistung ausgelegt. Eine kleiner Öldüse bringt nur Störungen. @Moriatan: Heizungsumwälzpumpe kontrollieren und den Wasserdurchsatz erhöhen, dann die Heizkurve flacher stellen Zitat von Moriatan  Heizkurve Basis ist auf 21 Grad, Heizkurve Ende auf 60 Grad eingestellt; laut Doku bestimmen diese beiden Werte die Kennlinie. Ende auf 50°. Wie schon geschrieben, den Außenfühler auf die Nord-Seite(zur Not geht Nord-Ost oder Nord West) in 1,5 mtr Höhe montieren lassen. Lichtschacht ist nicht gut. Peter PS: Text zitieren: Da kleine quadratische Kästchen mit dem "Z" drin anklicken.
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| | Zeit:
10.12.2025 16:19:18 |
Es ist hier ja schon sehr viel geschrieben worden. Da ich auch die Buderus Brennwert-Ölheizung GB 125 habe, nenne ich ein paar Punkte. Seit dem Wechsel von der Niedertemperaturheizung G 115 (21 kW) mit Standardeinstellungen zur Brennwertheizung GB 125 (22 kW) mit optimierter Einstellung habe ich knapp 10 % Heizölverbrauch gespart. Die Einsparung gegenüber einer 40-kW-Konstanttemperaturheizung müsste deutlich über 10 % liegen. Der GB 125 hat einen einstufigen Brenner. Zwischen dem Vor- und Rücklauf der Heizung sollte kein Bypass (mehr) sein. Der GB 125 benötigt keinen Zwangsdurchfluss. Eine Durchströmung des Bypasses würde die Rücklauftemperatur anheben und den Brennwerteffekt verschlechtern oder ganz unterbinden. Der Mischer für die Heizkörperkreise macht gar keinen Sinn. Er erhöht die Kesseltemperatur und führt so zu einem früheren Abschalten des Brenners. Den Mischer würde ich ausbauen lassen oder voll auf stellen und die Ansteuerung des Mischer abklemmen. Die Steuerung der Heizung muss (dann) so konfiguriert sein, dass die Vorlauftemperatur der Heizkörperkreise der Kesseltemperatur entspricht, welche auf Basis der Heizkennlinie eingestellt wird (ggf. noch unter Verwendung des Raumeinflusses, wenn die Steuerung in einem relevanten Wohnraum installiert ist). Falls nach der Heizung ein Umschaltventil (Speicherladung <-> Heizbetrieb) vorhanden ist, welches nicht sauber umschaltet, oder wenn hinter der Heizung zwei Umwälzpumpen (Speicherladepumpe und Heizkreisumwälzpumpe) deren Rückschlagventile in Sperrrichtung nicht vollständig sperren (üblicher Zustand bei Schwerkraftbremsen), fließt im Heizbetrieb ein Teil des Wassers parallel zum Kessel durch den Speicher. Dieses "Auskühlen" ist ein Wärmetransport vom Speicher in den Heizungskreis. Der Effekt dürfte nur im Winterbetrieb zu beobachten sein. Energetisch kostet dieses ein klein wenig Effizienz, da der Kessel für die Warmwassererwärmung in der Regel eine höhere Temperatur fährt als im Heizbetrieb und dadurch etwas höhere Verluste hat. Der GB 125 hat einen Kesselschutz zur Verhinderung von Betauung und Korrosion im Feuerraum. Wenn beim Brennerstart die Kesseltemperatur unter 47°C liegt, werden die Pumpen abgeschaltet (für ein schnelleres Durchfahren der Phase mit Betauung). Wenn nach dem Zuschalten der Pumpen bei 47°C Kesseltemperatur die Kesseltemperatur absinkt, werden beim Erreichen von 43°C die Pumpen wieder ausgeschaltet. Der Kessel wird bei jedem Brennerlauf, unabhängig von der eingestellten Heizkennlinie, immer auf mindestens 55°C aufgeheizt.
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10.12.2025 16:47:11 |
Zitat von Anton35  ... Der GB 125 hat einen einstufigen Brenner ... Wie wird denn dann die Heizkurve verwirklicht? Wie die im Menü vorgesehene Einstellbarkeit der oberen und unteren Heizleistung? Wie kommen die Aussagen bei den technischen Daten zustande über die Effizienz bei 30% der Heizleistung? Wenn der Innenraum bereits bei 47°C betaut: wie kommt ein brauchbarer Brennwerteffekt zustande?
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10.12.2025 17:45:50 |
Zitat von DMS20  Zitat von Anton35  [...] Wie wird denn dann die Heizkurve verwirklicht? Wie die im Menü vorgesehene Einstellbarkeit der oberen und unteren Heizleistung? Wie kommen die Aussagen bei den technischen Daten zustande über die Effizienz bei 30% der Heizleistung? Wenn der Innenraum bereits bei 47°C betaut: wie kommt ein brauchbarer Brennwerteffekt zustande?[...] Hallo DMS20, die ganzen Einstellungen im Kesselmenü, die Du auch gepostet hast, sind in der Installationsanleitung beschrieben, da das RC310 ja auch für modulierende Heizungen eingesetzt wird. Beim GB125 sind im Kesselmenü nur die maximale Kesseltemperatur, Signal ext. Wärmeanforderung Ein/Aus und die Notbetrieb Vorlauftemperatur einstellbar. Für die Heizkurve gibt es zwei Einstellmöglichkeiten. 1.) Einfache Heizkurve: Das ist eine Gerade, für die man die Fußpunkttemperatur (Vorlauftemperatur bei 20°C Außentemperatur) und die Vorlauftemperatur im Auslegungspunkt (minimale Außentemperatur am Einsatzort) einstellen kann. 2.) Optimierte Heizkurve: Diese Kurve ist bei hohen Außentemperaturen leicht gekrümmt. Sie soll über die Krümmung das nichtlineare Wärmeabgabeverhalten der Heizkörper bzw. Flächenheizungen berücksichtigen (-> Umkehrfunktion). Einstellbar ist bei dieser Heizkurve (nur) die Vorlauftemperatur im Auslegungspunkt. Wenn es nicht passt, kann man die ganze Kurve noch verschieben. Der GB125 besteht zum einen aus einem Gusskessel, der aus einzelnen Guss-Gliedern zusammengesetzt ist. Dem Rauchgasweg nachgeschaltet befindet sich eine Wärmetauscher / Kondensator aus Edelstahl. Der Rücklauf der Heizkreise fließt zunächst durch den Kondensator, danach durch den Guss-Kessel. Die Temperatur in Höhe von 47°C entspricht in etwa der Taupunkttemperatur des Rauchgases der Ölverbrennung. Das Ziel des Kesselschutzes und der Brennwertausnutzung ist es, die Kondensation der Rauchgase gezielt im Kondensator stattfinden zu lassen und eine Kondensation der Rauchgase im Guss-Kessel zu vermeiden.
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10.12.2025 19:15:36 |
Hallo alle,
vielen Dank für die zahlreichen Antworten, das hat mir einige Ideen gegeben die ich nun verifizieren kann.
Sorry für die verzögerte Antwort. Ich habe ein bisschen mit der Forensoftware gekämpft, da ich auf einmal erst nicht mehr schreiben, und danach den Post nicht mehr abschicken konnte und die Gründe dafür nicht offensichtlich waren. Intuitiv ist anders...
@HR: Bilder hätte ich raufgeladen, wenn ich vor Ort gewesen wäre, so kann ich die erst liefern wenn das jemand dort macht für mich, sorry.
@epicuro: Ich dachte ich bin blind, da ich ewig nach einer Zitatfunktion gesucht hatte. Dann musste ich erst mal lernen, dass das kleine "Z" wohl erst ein paar Minuten nach einem neuen Post zu erscheinen scheint? Auf jeden Fall wurde es mir nicht bei allen Posts angezeigt, und das hat mich verwirrt.
Seht es mir nach, dass ich mit dieser Forensoftware hier nicht gleich klarkomme, die macht einiges anders als ich es aus anderen Foren gewohnt bin.
Leider reagiert der Heizungsbauer auf keinen Kontaktversuch mehr. Vielleicht gibt es den auch gar nicht mehr, keine Ahnung. Auf jeden Fall muss ich die Analyse mit eurer Hilfe erst mal weitertreiben, damit ich ggf. einen anderen Heizungsbauer mit der Behebung beauftragen kann.
Die diversen Fragen nach Mischer, Ventilen, Verrohrung beantworte ich, sobald ich Bilder vorliegen habe. Vielen Dank erst mal !
Cu Frank
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| | Zeit:
10.12.2025 20:05:39 |
Zitat von DMS20  Zitat von Moriatan  [...] Warum ein Mischer? Der GB125-Wärmeerzeuger (WE) ist ein modulationsfähiges Brennwertgerät, das per Heizkurve die VL-Temp ohne Mischer einstellt. Kann ich dir nicht sagen, das hat der Heizungsbauer entschieden. Ich bin Elektroniker und ITler, kein Heizungsbauer. Mangels Wissen habe ich das nicht hinterfragt damals. Zitat von DMS20  Zitat von Moriatan  [...] Es ist ein Ultraschall-OilFox? War dieser bereits vorher eingebaut? Wenn es eine Mehrtankanlage ist, funktioniert so ein OilFox auch nur richtig, wenn die Tankanlage i.O. ist und die Tanks sich gleichmäßig entleeren. Oder woher wisst ihr so genau die Monats-Verbrauchswerte im[...] Ja, ein Ultraschall-Oilfox. Der hängt hier seit ca 4 Jahren, war also schon mit der alten Heizung im Einsatz. Die App zeigt die direkt die monatlichen Vergleichswerte aus dem Vorjahr an. Obendrein sammle ich die Daten in Homeassistant und Influx. Beim Nachtanken war der Wert immer auf einige zehn Liter genau. Aber ich geh dennoch mal checken, ob ggf auf einmal einer der Tanks nicht mehr sauber liefert, dann würde der Füllstand der anderen 3 Tanks natürlich schneller sinken. Guter Punkt. Zitat von DMS20  Zitat von Moriatan  [...] Der WW-Speicher ist der alte? Dämmstandard des WW-Speichers und der Verrohrung ist unverändert? Hast Du probeweise über Nacht (keine Entnahme) die Zirkulation ganz ausgestellt und geschaut, wie hoch der Temperatur-Verlust dann ist? Die Heizung wurde komplett getauscht, samt WW Speicher, Mischer und HK Pumpe. Zitat von DMS20  Zitat von Moriatan  [...] Das kommt auf die Pumpenleistung/den Volumenstrom an. Wer weiß schon, in welchem Zustand die alte Pumpe war. Die war höchstens 10 Jahre als und schon recht modern (auto-adaptiv mit Display. Alpha oder sowas? Komme nicht mehr auf den Namen) Zitat von DMS20  Zitat von Moriatan  [...] Das ist kein einstufiger Brenner sondern eine modulationsfähiges Brennwertgerät. Das kann mindestens auf 30% der Nennleistung abregeln, hier könntest Du vermutlich herausfinden, in welchem Umfang das konkret beim verbauten Gerät möglich[...] Laut Beschreibung von Buderus ist das ein Brenner mit fester Leistung. Wie moduliert der? Zitat von DMS20  Zeig mal Fotos von der Anlage, der Heizkurve, dem Bedienfeld der[...]
Kommen, bin nicht vor Ort, die muss ich "beauftragen". Cu Frank
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| | Zeit:
10.12.2025 20:10:51 |
Zitat von DMS20  ... ist ein Überströmventil verbaut?
Kann ich dir nicht sagen, hoffe ihr könnt das auf den Bildern sehen die ich noch liefern muss. Zitat von DMS20  . Ist dort wirklich ein Mischer? Oder meinst Du das Umschaltventil WW <-> Heizung?
Zumindest das kann ich bestätigen. Wir sprachen damals bei der Installation noch drüber, dass der Heizungsbauer meinte, der sei auf jeden Fall erforderlich (vorher war ein manueller Mischer drin) Zitat von DMS20  Wie hoch ist eigentlich der jährliche Ölverbrauch über die Jahre?
Zwischen 3.000 und 3.500l Zitat von DMS20  Nichts davon
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| | Zeit:
10.12.2025 20:35:45 |
Zitat von Moriatan  @epicuro: Ich dachte ich bin blind, da ich ewig nach einer Zitatfunktion gesucht hatte. Dann musste ich erst mal lernen, dass das kleine "Z" wohl erst ein paar Minuten nach einem neuen Post zu erscheinen scheint? Auf jeden Fall wurde es mir nicht bei allen Posts angezeigt, und das hat mich verwirrt.
Erst nach 9 Minuten. Solange hat der Beitragsschreiber noch Zeit, seine Tippfehler zu korrigieren. Dann ist die Uhr weg, und das z da.
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| | Zeit:
10.12.2025 21:41:41 |
Zitat von Moriatan  ... Laut Beschreibung von Buderus ist das ein Brenner mit fester Leistung. Wie moduliert der? ... O.k.: dann bin ich da von anderen Voraussetzungen ausgegangen. Meine Quelle war die "Installations- und Wartungsanleitung für den Fachmann Öl- Brennwertkessel Logano GB125 mit Brenner Logatop BE" Dann betreibst Du vermutlich in dem GB125- Kessel einen anderen Brenner, der nicht modulationsfähig ist. Das ist angesichts der nur zwei Jahre alten Austausch-Installation ausgesprochen bedauerlich, dass da immer 20kW im on-off-Betrieb verfeuert werden, obwohl meistens nur ein Bruchteil davon benötigt wird. So perpetuiert sich der ineffiziente Betrieb der eigentlich im Vergleich zu "früher" wesentlich effizienter betreibbaren Feuerheizungen um nochmals eine ganze Wärmeerzeuger-Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren. Und den Brennwerteffekt wird man auch nur schlecht ausnutzen können, weil sich nur selten ein gleichmäßiger Betrieb auf niedrigem Abgastemperaturniveau einstellen wird. Die Fossilbrennstoff-Verkäufer und die Schornsteinfegerzunft freut's. Hat sich eigentlich der 25-35% höhere Verbrauch auch im Öl-Einkauf niedergeschlagen? Oder bisher nur bei der OilFox-Messung?
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10.12.2025 22:04:11 |
Zitat von DMS20  Hat sich eigentlich der 25-35% höhere Verbrauch auch im Öl-Einkauf niedergeschlagen? Oder bisher nur bei der OilFox-Messung?
Ja, das Öl was laut Messung verbraucht wurde, hat im realen Tank auch tatsächlich gefehlt beim letzten Tankvorgang. Ich werde dennoch mal schauen, ob einer der vier gekoppelten Tanks nicht gleichmäßig liefert und damit die Messung der drei restlichen Tanks einen schnelleren Abfall suggeriert als es tatsächlich der Fall ist (kommt man nur super schlecht dran :-( )
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| | Zeit:
11.12.2025 11:03:40 |
Zitat von DMS20  Zitat von Moriatan  [...] Dann betreibst Du vermutlich in dem GB125-Kessel einen anderen Brenner, der nicht modulationsfähig ist. Das ist angesichts der nur zwei Jahre alten Austausch-Installation ausgesprochen bedauerlich, dass da immer 20kW im on-off-Betrieb verfeuert werden, obwohl meistens nur ein Bruchteil davon benötigt wird. So perpetuiert sich der ineffiziente Betrieb der eigentlich im Vergleich zu "früher" wesentlich effizienter betreibbaren Feuerheizungen um nochmals eine ganze Wärmeerzeuger-Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren. Und den Brennwerteffekt wird man auch nur schlecht ausnutzen können, weil sich nur selten ein gleichmäßiger Betrieb auf niedrigem Abgastemperaturniveau einstellen wird. Kessel einen[...] Der Brennwertkessel GB125 wird nur mit dem Brenner Logatop BE angeboten. Dieser ist ein einstufiger Brenner. Der Wirkungsgrad des GB125 über ein Jahr ("Jahreszeitbedingte Raumheizungs- Energieeffizienz") beträgt 90 %. Bei der modulieren Öl-Brennwertheizung Buderus KB195i beträgt die Jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz 93 %. Die Ausnutzung des Brennwerteffektes hängt neben der Rauchgastemperatur auch wesentlich von der Temperatur des Kondensators und damit von der Rücklauftemperatur der Heizung ab. Im normalen Heizungsbetrieb erreicht man schon eine gute Kondensation der Rauchgase im Kondensator. Anders sieht es bei der Warmwasserbereitung aus. Hier erhält man eine Kondensation im Kondensator nur in der Anfangsphase der Warmwasserbereitung. Danach steigen die Rücklauftemperatur und die Rauchgastemperatur auf so hohe Werte, dass eine Kondensation erst in der Abgasleitung oder in Freien stattfindet. Der Kessel der Heizung GB125 kann durchaus 50 Jahre und mehr halten, wenn auf die Qualität des Heizungswassers geachtet wird. Nur der Brenner und die Steuerungs-Elektronik erreichen nicht diese Nutzungsdauer und müssen ggf. zwischenzeitlich erneuert werden.
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| | Zeit:
11.12.2025 12:00:13 |
Vor rund 13 Jahren habe ich bei uns den GB125 mitsamt Blaubrenner eingebaut. Der Ölverbrauch sank gravierend. Da ich zeitgleich auch ne ST verbaut habe, kann ich es nicht genau in Prozent definieren. Ursprünglich lag der Jahresverbrauch mit dem alten 23kW Viessmann Bifferal Kessel mit Brötje Brenner bei 3500 bis 4000L. Hab das Haus dann gekauft und eben auf den Buderus incl 60 Vacuumröhren ST umgebaut. Jetziger Verbrauch 1400 bis 2000L. Mit der Altanlage wurde also vorrangig der Schornstein beheizt. Die WW Zirkulation ist bei uns ähnlich eingestellt wie bei Dir. Wenn Dein GB125 heute mehr verbraucht als die vorherige Altanlage, dann muss die Energie auch irgendwo hin. Da der GB typischerweise an einen LAS Schornstein angeschlossen wird, würde das Kunststoffinnenrohr schmilzen, wenn soviel Energie dahinaus wollte. Es muss also einen anderen Weg geben. Evtl läuft bei Dir die Zirku rund um die Uhr. Allerdings bleibt die Energie dann im Haus! Das der Blaubrenner nur einstufig arbeitet ist kein nennenswerter Nachteil. Der springt bei uns idR 4 Mal pro Stunde an, also fast 100 Mal pro Tag. Das erledigt der Problemlos. Haben die alten Brenner früher auch gemacht. War nur kein Zähler dran, deswegen hats niemanden gestört, und die haben auch jahrzehnte gehalten.
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