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Datenschutzhinweise

Umstieg Öl auf WP im kleinen Reihenmittelhaus
Verfasser:
Hans_1966
Zeit: 15.12.2025 14:51:01
0
3908990
Hallo zusammen,

ich bin jetzt schon einige Zeit hier aktiv, hauptsächlich zum Thema Buderus WLW186.
Mein Tochter wohnt in einem kleine Reihenhaus, dass auf WP umgestellt werden soll, ich werde sie hier tatkräftig unterstützen. Den Umstieg möchte ich in diesem Beitrag vorstellen, diskutieren und bis zur Abnahme hier posten.

Kurz zum Haus:
Reihenmittelhaus Baujahr 1978
NAT: -13°C
Keller: 44m² (ungeheizt)
Fläche EG +1OG: 88m²
DG-Ausbau ca.: 40m² (Noch nicht umgesetzt)
Gesamt: 128m²
Dämmung: WDVS mit 6cm
Fenster 3-fach Austausch 2020
Dach komplett neu 2025 U-Wert 0,14
Wolf Ölkessel 20 kW - Alter 32 Jahre Nur Heizkörper
3 Bewohner

Zur Hydraulik, Stahlrohre vom UG bis ins DG kerzengrade verlegt mit jeweils Vor- und Rücklauf auf ganz kurzem weg zum HK verlegt. Mit der alten Pumpe bekomme ich bei Max. Leistung derzeit ca. 800l durch ohne irgendein Strömungsgeräusch

Ich habe selber drei Heizlastberechnungen (mit Excel) durchgeführt, jeweils mit dem geplanten DG-Ausbau und einer Luftwechselrate von 0,5.

Heizlastberechnung Raumweise: 4.110W
Heizlastberechnung Hüllfläche: 4.406W
Schweitzer Formel: 4.600W

Siehe hier die Zusammenfassung: Link

Da die Häuser sehr eng beieinder stehen ist das Thema Lärm sehr wichtig.

Als Favorit habe ich die Vaillant Arotherm plus VWL 35/8.1 oder die 55/8.1 ins Auge gefasst. Ich habe leider noch keine genauen technischen Daten, wie Min. Modulation, Volumenströme, usw. Vorteile der WP: Ist sehr leise, nach dem JAZ Rechner gute Effizienz und ein Hydraulikschema mit Reihenpuffer im Rücklauf und ÜSV. In meiner Gegend gibt es auch etliche HB die Vaillant verbauen.
WW soll über eine BWWP erzeugt werden. Wegen Badewannennutzung tendiere ich zu einem Volumen von ca. 270l.
Im Zuge der Umbaumaßnahmen werden alle HK getauscht auf 33er, so dass ich nach meiner Berechnung auf eine VT von 38°C mit 5K Spreizung bei AT-13°C kommen werde.

Als alternative WP gäbe es aus meiner Sicht noch die Buderus WLW , die habe ich ja selber bei mir am Laufen. Ist wirklich sehr leise und läuft jetzt seit fast 2 Jahren ohne Störung. Leider ist sie nicht so effizient wie ich es mir vorstelle, eventuell sind meine Erwartungen auch einfach zu hoch. JAZ von 3,7 mit HK aber ohne WW.

Habe ich etwas vergessen? Bitte gerne fachliche Kritik und Verbesserungsvorschläge, eventuell einen Tipp zu einer weiteren kleinen und leisen WP?

Danke und viele Grüße
Hans

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 15.12.2025 18:16:17
1
3909044
Zitat von Hans_1966 Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

ich bin jetzt schon einige Zeit hier aktiv, hauptsächlich zum Thema Buderus WLW186.
Mein Tochter wohnt in einem kleine Reihenhaus, dass auf WP umgestellt werden soll, ich werde sie hier tatkräftig unterstützen. Den Umstieg möchte ich in diesem Beitrag[...]



Moin Hans,

die VWL 55 moduliert deutlich weiter runter als die 75er. Daher wäre bei einer derart geringen Heizlast die 55er immer die erste Wahl.

Die Buderus ist leider eine Anlage, die es mit Effizinz nicht so hat - insbesondere die kleine Baureihe - das stimmt wohl und die Gründe sind rein technischer Natur. Stärken sind ohne Frage der leise Betrieb, das Design und die untere Modulationsgrenze von 2 kW thermisch bei 8°C.

Dann gibts noch die Daikin Altherma 4H in einer kleinen Baureihe mit 6, 8 oder 10 kW AG seit 2025, die nun auch in einer S-Version mit von den Abmessungen kleinerem AG als 4, 6 und 8 kW kommen soll -hier mal 2 Links 1 und 2. Die Modelle innerhalb einer Baureihen modulieren alle gleich weit runter. Meine Schwägerin hat die 4H seit Sommer. Sie moduliert bei 10°C AT mit ext. Messgeräten vermessen bis ca. 2 kW thermisch runter und zieht dabei 300 W Strom.

In der bisherigen Heizsaison ab 20.10. bis heute hat sie mit der Anlage mit 8er AG eine AZ von 5,5 - kein Tippfehler!! - (nur große HK, VLT bei 5°C knapp über 30°C bei 4K Spreizung, RT 21°C, Normheizlast 6,3 kW, mittlere AT ab 20.10. bis heute 7,5°C, WP in Direktanbindung an den Heizkreis, den ich vorher hydraulisch nachgerechnet habe). Die 4 Tage vom 20.11. - 23.11. hatten eine Mitteltemperatur von -0,2°C und die AZ war 4,3. Das AG ist extrem leise.

Gruß - Eddi

Ich selbst habe seit 2023 eine R32er Split-Anlage (kein Monobloc) desselben Herstellers, ebenfalls nur HK und ähnliche VLT wie meine Schwägerin; ebenfalls Direktanbindung. Normheizlast ist 4,2 kW. JAZ ist bei 4,6.

Verfasser:
cmuesei
Zeit: 15.12.2025 19:43:35
1
3909072
Die Arothem' s sind in der Tat sehr leise, wir betreiben eine 125er Split mit einer JAZ von ca.4 nur Hz.
Ich würde bei dir ebenfalls die 55er favorisieren, etwas Reserve ist nicht unbedingt schädlich, kann e entuell auch der Taktung entgenwirken, wenn man richtige Einstellung en setzt
Zu einer guten JAZ gehören ja viele Punkte, was vor Allem auch die Hydraulik betrifft. Du solltest dich intensiv mit den Einstellungen befassen, Wärme Pumpen muss man lernen, der Abgleich ist ebenfalls ein sehr wichtiger Punkt. Etwas fraglich erscheint mir der große WW- Speicher bei 3 Personen, niemand badet in 45° WW. Pauschal rechnet man mit 50-70L/ Person. Hier solltest du auch an die hygienische Seite denken.
Wenn du mit 38° VLT bei NAT ausjommst wäre das sehr gut, HK bringen aber unter 30° VLT nicht unbedingt viel Wärme in den Raum

Verfasser:
Effizient
Zeit: 15.12.2025 21:43:08
1
3909118
Das wird nix, mit 800L und HK wird das wenn kalt wird schwierig.
Mit welcher VL ist das gerechnet? 38 bei -13, sicher?
Das Rohrnetz getrennt berechnen, auf WP Volumenstrom!
Soll das Haus noch energetisch verbessert werden?

Bei -14 werden die alle gut hörbar, ich würden Fokus auf eine Bivalenz zw 0 und -7 setzen, bei NAT -14 eher auf -5 bis -7. Da in diesem Bereich gerne noch ein Leistungsloch dringend auf die zur erwartenden VL stattfindende Geräuschangabe

Wenn die Heizlast tatsächlich so gering ist, dann per Dämmung die Latenz soweit verbessern, das Heizen am Tag reicht, dann ist es nachts auch leise.
Ach, Puffer bringen da nix...

Verfasser:
Hans_1966
Zeit: 15.12.2025 22:37:17
2
3909127
Hallo Eddi,
danke für den Tipp mit der Daikin, hört sich gut an. Die werde ich mir mal etwas genauer anschauen. AZ von 5,5 hört sich echt nach Tippfehler an 😉

Hallo cmuesei,
das Thema Vollbad ist so ein Thema. Ich möchte Diskussionen vermeiden, bzw. habe ich schon geführt. Mal schauen eventuell auch eine Nummer kleiner, bin hier echt total unsicher. Ich habe selber HK bei mir im Haus und fahre bei NAT 38°C. Klappt bis jetzt sehr gut. Das Haus meiner Tochter ist viel kompakter, ich gehe davon aus, dass es klappen wird.

Hallo Effizient,
800l,weil die Pumpe nicht mehr schafft. Ich denke, dass mit einer größeren Pumpe wesentlich mehr geht und sich die Lautstärke in Grenzen halten wird. Ich bin aber noch am Prüfen, was die verschiedenen WP so an Volumenstrom benötigen. Vaillant soll ja sehr genügsam sein. Bei 800l käme ich aber ziemlich genau auf die geforderte Heizlast 800x5Kx1,16= 4.640W
Der Heizkessel schaltet über Nacht komplett ab, das Haus kühlt kaum ab, eine Nachtabschaltung wäre somit im Notfall machbar. Das Dach ist neu, Fenster und Türen auch, WDVS ist 6cm drauf, eine Erhöhung lohnt nicht. Eventuell könnte ich die Kellerdecke dämmen, werde ich aber erst bei wirklichen Bedarf machen.

Vielen Dank an alle für die hilfreichen Tipps.

VG
Hans

Verfasser:
PeterAlles
Zeit: 15.12.2025 23:11:28
1
3909132
Zitat von Hans_1966 Beitrag anzeigen

Ich bin aber noch am Prüfen, was die verschiedenen WP so an Volumenstrom benötigen. Vaillant soll ja sehr genügsam sein. Bei 800l käme ich aber ziemlich genau auf die geforderte Heizlast 800x5Kx1,16= 4.640W[...]

Das Vaillant-Märchen wird ja immer wieder mal wiederholt, hier im Forum. Dabei zeigt Deine Rechnung, mit einem Mindestvolumenstrom von ~400L/h käme man eh nicht weit, bei NAT und sinnvoller Spreizung. Viele andere Geräte kommen mit ihrem Mindestvolumenstrom genauso weit herunter.

Deine Rechnung ist korrekt.

Verfasser:
PeterAlles
Zeit: 15.12.2025 23:16:05
3
3909133
Zitat von Hans_1966 Beitrag anzeigen

Ich habe selber drei Heizlastberechnungen (mit Excel) durchgeführt, jeweils mit dem geplanten DG-Ausbau und einer Luftwechselrate von 0,5.

Heizlastberechnung Raumweise: 4.110W
Heizlastberechnung Hüllfläche: 4.406W
Schweitzer Formel: 4.600W[...]

Die Luftwechselrate von 0,5 wird wohl kaum erreicht.
( kenne niemanden, der so fleißig und regelmäßig stoßlüftet .. )

Also wird die reale Heizlast bei NAT niedriger sein.

Verfasser:
Spaceputze
Zeit: 16.12.2025 00:05:25
0
3909137
Hallo, zwei Gedankenanregungen:

Wenn die Bebauung eng ist: Vorher Mal erkundigen wie groß eine Schallschutzeinhausung für das Gerät ist.
Bei uns ist die Bebauungssituation auch nicht ideal und die dB Abstandsrechner gaben gerade so passende Ergebnisse raus. Ich habe die WP dann soweit von der Wand weg gestellt, dass ich eine Einhausung hinbekommen würde, sollte es notwendig werden. Da sich niemand beschwert hat, habe ich mir das Geld gespart und keine Einhausung gestellt.

Zum Tausch der HK: Falls Bodenrenovierung eh demnächst ansteht, Mal drüber nachdenken ob eine gefräste Fußbodenheizung Sinn macht. Ich habe das machen lassen, ging schnell, quasi staubfrei und funktioniert super.

Gruß
SpacePutze

Verfasser:
joe115
Zeit: 16.12.2025 06:33:37
1
3909147
Hallo Hans,

Das Haus deiner Tochter ist energetisch nicht mehr sinnvoll zu verbessern. Wenn man Geld in die Hand nimmt, dann für größere (Typ33 mit Booster) und mehr (Keller) Heizflächen.

Ohne Deckendämmung wird der Keller vom EG mitgeheizt bzw. verliert recht viel Energie dahin. Das führt dazu, dass du die VLT erhöhen müsstest, um das EG warm zu bekommen, während OG (normal kein Problen, da kaum Aussenflächen) und DG (sehr gut gedämmt) gedrosselt werden müssten. Es mag sicherlich Gründe geben, den Keller nicht zu heizen, mit Deckendämmung wird es dann jedoch schon sehr kühl und ggf. feucht (Wäsche?). Würde Ich persönlich mir sehr gut überlegen, dort HK nachzurüsten.

Die 4-4,5kW Heizlast dürften etwas zu hoch sein, hängt bei 6cm Dämmung jedoch stark vom U-Wert der Originalwand ab. 1976 ist nach der ersten Energiekrise und es wurden idR schon Bims-Hohlblöcke verwendet, die nicht ganz schlecht sind. Andererseits bestehen beim RMH die Vorder- und Rückseite vor allem aus Fensterflächen. Der Einfluss der Wände ist also eher gering.

Wegen WW: man könnte auch mit sehr WP tauglichen 40grad und nachgeschaltetem DLE fürs Vollbad fahren. Gerade bei Temp um/unter dem Gefrierpunkt fällt die AZ durch WW deutlich. Je nach Platz den DLE im Bad platzieren, dann kann er leicht händisch zugeschaltet werden.

Um die Größe der WP und die Bivalenztemp musst du dir bei einer 4,5-5kW WP keine Sorgen machen, die packt locker das 0grad Abtauloch und geht vermutlich monovalent bis zu deiner NAT. Halt mal in die Diagramme und ins Datenblatt schauen. Dennoch 3kW Heizstab vorsehen, falls die Wassermenge zum Abtauen mal nicht reichen sollte, und als Notheizung.

Wegen Hydraulik: schätze mal, deine Tochter hat 3/4“ Steigrohre ab Heizung, aufgeteilt auf 2 Stränge, und nach oben verjüngend. Wenn die mit 28mm CU (und T-Stück) von der WP angefahren werden, reicht das locker für 1.400-1.500l/h. Geräusche bekommst du vor allem von den voreinstellbaren Ventilen, nicht von den Rohren. Der damals verwendete Schwarzstahl wurde ordentlich gebogen und geschweißt.

Zur Lautstärke kann ich wenig beitragen: Nachtabschaltung ist eine Option, solange die AT über 0grad liegt. Drunter haben die Nachbarn oft die Fenster zu.

Verfasser:
ajokr
Zeit: 16.12.2025 07:54:43
1
3909158
Zitat von Effizient Beitrag anzeigen
Das wird nix, mit 800L und HK wird das wenn kalt wird schwierig.
Mit welcher VL ist das gerechnet? 38 bei -13, sicher?
Das Rohrnetz getrennt berechnen, auf WP Volumenstrom!




Natürlich reichen 860 l/h Nennvolumenstrom, um mit 5K Spreizung auf 5 kW Wärmeleistung zu kommen. Und mehr wird ja auch nicht benötigt. Bei meiner Vaillant Arotherm 55/6 kommt die Gebäudekreispumpe bei 80% Drehzahl sogar auf 1600 l/h bis zum Trennpuffer. Und ja, dahinter gibts nur Heizkörper, teilweise sogar noch aus Guß.

Wegen WW: man könnte auch mit sehr WP tauglichen 40grad und nachgeschaltetem DLE fürs Vollbad fahren.

Badet jemand mit mehr als 40°C? Oder ist der DLE nur nötig, um dem aufgeheizten Wasser dann Kaltwasser beimischen zu können?

Verfasser:
Dominik K.
Zeit: 16.12.2025 08:32:58
0
3909176
RMH, Bj. 1975, ca. 130qm, Fenster Uw 1.2, Dach U 0.22
Heizlast ca. 6kW, NAT -8.1°C bei VL 45° (bisheriger Ölverbrauch 1800-2000l im Jahr)

Überwiegend Stahlradiatoren aus dem Baujahr (WZ, SZ, KiZ), ein Typ33 im Dachstudio und drei Typ21 (Gäste-WC, Eingangsbereich, Küche).

Seit Mai 2025 läuft hier eine Buderus WLW186 5kW & TP70 Inneneinheit (70l Puffer Stichanbindung) mit 800-900l/h und 7K Spreizung. Bisher werden die berechneten Arbeitszahl-/COP-Werte erreicht.

Die WP-Daten werden mittels Smarthome und EMS-ESP Gateway mitgeschnitten. Nach der ersten Heizsaison werde ich dann mit Hilfe der Daten überlegen, ob sich ein Tausch der Radiatoren durch WP-Heizkörper rechnet...

Verfasser:
Hildener
Zeit: 16.12.2025 09:27:39
1
3909194
Zitat von Hans_1966 Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,
.......
Ich habe selber drei Heizlastberechnungen (mit Excel) durchgeführt, jeweils mit dem geplanten DG-Ausbau und einer Luftwechselrate von 0,5.

Heizlastberechnung Raumweise: 4.110W
Heizlastberechnung Hüllfläche: 4.406W
Schweitzer Formel: 4.600W
....


Hallo Hans,
das Haus ist dämmtechnisch sehr gut aufgestellt.
Die rechnerische Heizlast ist plausibel.
Die Erfahrung zeigt aber, dass die rechnerische Heizlast sehr oft 10 % bis 25% zu hoch ausfällt weil Sicherheitszuschläge auf den worst case ausgelegt sind.
Die von dir angesetzte Luftwechselrate von 0,5 entspricht zwar der Norm, ist nach meiner Einschätzung aber viel zu hoch. In der Realität wird diese, gerade in den heizleistungsrelevanten sehr kalten Phasen , deutlich unterschritten. (Bau in ein solches Haus bloß keine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ein)
Du kannst m.E. die Heizung so klein wie möglich (marktverfügbar) ausführen.
Zu bedenken ist dabei lediglich, dass die Warmwasserbereitung mit sehr kleinen WP entsprechend lange dauert.
Schau zu, dass du die Vorlauftemperatur durch geeignete Heizkörper so weit wie möglich runter bekommst. Das ist der Schlüssel zur Effizienz.
Kennst du dieses Tool
Heizkörperrechner bwp
Bei der geringen Heizlast des Hauses muss man aber immer auch die Investitionskosten im Blick behalten. Bei vielleicht 2000 kWh/a Stromverbrauch der Heizung kann es extrem lange dauern bis sich 10% oder 20% Effizienzgewinn amortisieren.

Verfasser:
Wunsen
Zeit: 16.12.2025 10:31:15
0
3909233
Für die Gebäudeheizlast sieht auch die Norm nur 0,25fachen Luftwechsel vor, wenn das Haus einigermaßen dicht ist, wovon ich bei neuen Fenstern und neuem Dach ausgehe.
(Fast) niemand lüftet schließlich in allen Räumen gleichzeitig, zumindest nicht bei tiefem Frost.

Die Berücksichtigung des WW kann man z.B. wie folgt machen.
Heizlast 4kW x 24h = 96kWh Tagesbedarf.
Wenn die Heizung pro Tag 2 Stunden wegen WW ausfällt, muss die Heizung die 96kWh in 22 Stunden erbringen, d.h. 96kWh / 22h = 4,4kW.

Bei vielen Personen und ggf. Zirkulation kann man vorsichtshalber mit 20 Stunden rechnen, was dann zu 4,8kW führt.

Verfasser:
Wunsen
Zeit: 16.12.2025 10:40:55
0
3909238
Was mich übrigens wundert, ist, dass Du bei der raumweisen Heizlast weniger herausbekommst als bei der über die Gesamthüllfläche.

Vielleicht spielt da das Reihenhaus eine Rolle. Man muss sich bei der Berechnung entscheiden, ob man die Nachbarn als dauerhaft beheizt annimmt, oder ob man (nach Norm) berücksichtigt, dass sie auch mal leerstehen können und dann unbeheizt sind. In zweitem Fall wird ein Wärmeverlust über die Haustrennwände aufgeschlagen.
Wenn Du für solche Zeiten im schlimmsten Fall einen Heizstab hast, würde ich das eher vernachlässigen.

Verfasser:
Wunsen
Zeit: 16.12.2025 11:01:42
1
3909244
Bei den Heizkörpern gebe ich Hildener völlig recht.
Schau mal zu Orientierung im JAZ-Rechner, um wieviel Prozent sich die JAZ mit der geringeren Vorlauftemperatur verbessert.
Wenn man schon bei unter 50°C maximaler VL-Temperatur ist, bringt ein Austausch von Typ 22 auf Typ 33 nur noch weniger als 5 Grad Reduzierung Vorlauftemperatur. Und bei gängigen Wärmepumpen weniger als 7% Einsparung.

Ich habe das auch eine Weile überlegt. Kam nach Hochrechnung auf etwa 250kWh/a Einsparung bei einem Invest von wahrscheinlich mehr als 5000€. (Ist ein größeres Haus mit einigen Sonderheizkörpern.)

Am Ende habe ich mich lieber für einen neuen Kühlschrank und ein paar mehr LED-Lampen entschieden -> Gleiche Einsparung bei einem Bruchteil der Kosten.

Verfasser:
joe115
Zeit: 16.12.2025 11:18:55
0
3909249
Zitat von ajokr Beitrag anzeigen
Badet jemand mit mehr als 40°C? Oder ist der DLE nur nötig, um dem aufgeheizten Wasser dann Kaltwasser beimischen zu können?


Die 40°C sind ja nicht konstant, sondern die Maximaltemperatur im WW-Speicher. Je nach Messpunkt (oben/mitte) und Typ (Tonne/Hygienespeicher/...) sinkt die bei Bezug. Fürs Duschen reichen 39-40°C oben locker, für ein Vollbad kann es knapp werden. Ist halt eine Frage, ob und wie man den Komfort schätzt und welchen Aufwand man im Vorfeld eines Wannesbades bereit ist, zu treiben (zB zu prüfen, ob das Wasser noch warm genug ist). Natürlich könnte man auch mit einer 300l Tonne und 50°C Speichertemp iw das Gleiche erreichen. Aber die AZ wird damit ganz schön in den Keller getrieben.

Verfasser:
Hans_1966
Zeit: 16.12.2025 19:09:33
0
3909374
Hallo zusammen,

klasse und vielen Dank für die reichlichen Tipps und Hinweise.

@PeterAlles: Ja, ich habe die Heizlast auch mit einer Luftwechselrate von 0,25 gerechnet, da habe ich schon noch ordentlich Reserven.

@Spaceputze: Fußbodenheizung wird nicht betrachtet, ist gut keine Frage aber der Aufwand ist im bewohnten Haus einfach zu groß. WP wird auf alle Fälle etwas Abstand zur Wand haben, schon aus Wartungs- und Reinigungszwecken.

@joe115: HK werden getauscht, U-Wert der Außenwand = 0,518. DLE möchte ich nicht nachträglich einbauen, ich setze auf eine BWWP. Wegen Datenblätter und Diagramme habe ich heute Vaillant angeschrieben. Zur Hydraulik: Es gehen 2 Steigstränge gerade nach oben, von dort jeweils nach rechts und links auf kurzem Wege. Die Dimensionen muss ich noch messen. Ich denke aber, dass es hier keine Probleme geben wird.

@Dominik K.: Ob sich der Tausch der HK rechnet, kann ich erst sagen, wenn ich die Angebote habe und klar ist, welche Förderung wir bekommen.

@Hildener: Ja, ich werde die kleinste mögliche WP der Hersteller einsetzen. Mit dem Heizkörperrechner vom bwp habe ich die HK mit verschiedenen VT's gerechnet, trotzdem danke für den Tipp.

@Wunsen: So ganz wissenschaftlich habe ich die Heizlastberechnung nicht gemacht, mir war wichtig, dass am Ende die Werte einigermaßen korrelieren. Heizstab wird auf alle zur Sicherheit und Redundanz verbaut. HK Tausch wird erst nach den Angeboten und der zugesagten Förderhöhe entschieden.

@Alle: Da meine Tochter und die Enkelinnen sehr gerne (länger) baden (was ich schon mehrmals versucht habe ihnen auszureden) werde ich auf alle Fälle auf eine BWWP setzen. Da gibt es dann keine Probleme beim Nachheizen vom WW und eventuellen parallelen Abtauorgien.
Heute habe ich etliche Heizungsbauer kontaktiert (Vaillant und Daikin), alle haben mitgeteilt, dass 2026 noch Kapazitäten frei sind. Bin jetzt auf die Vororttermine und die vorgeschlagenen Typen gespannt.

Viele Grüße
Hans

Verfasser:
Wunsen
Zeit: 16.12.2025 23:33:55
0
3909435
Ich habe keine Erfahrung, wie lange eine BWWP zum Aufheizen braucht. Aber wenn die Damen lange Baden, kann sie sich damit ja auch ein wenig Zeit lassen ; -). Vielleicht findet sich hier oder anderswo noch jemand, der dazu Näheres sagen kann.

Bei der Auslegungsvorlauftemperatur von 38° C bei -13° AT wirst Du bei Plusgraden irgendwann theoretisch weniger als 30° VL benötigen. In der Praxis funktioniert die Konvektion dann bei normalen Heizkörpern nicht mehr gut. Hilfreich sind hier Heizkörper mit Ventilatoren, die allerdings auch eine Stromversorgung brauchen.
(Anmerkung am Rande: Heizungsinstallateure unterschlagen in ihren Angeboten gelegentlich die Kosten für die Elektroinstallation, oder schätzen sie nur grob und gerne zu niedrig.)

Man kann das genannte Problem mit Standardheizkörpern auch mit einer flacheren Heizkurve lösen oder Einstellung einer Mindesttemperatur. Das sorgt aber auch für einen etwas höheren Verbrauch in diesem Bereich.

Verfasser:
joe115
Zeit: 17.12.2025 05:40:50
0
3909451
Zitat von Hans_1966 Beitrag anzeigen
werde ich auf alle Fälle auf eine BWWP setzen. Da gibt es dann keine Probleme beim Nachheizen vom WW und eventuellen parallelen Abtauorgien.


Das würde ich mir gut überlegen (und berechnen).

A) wo kommt im ungeheizten Keller die Energie her? Sind dort konstante und reichliche Abwärmequellen, nachdem der Öler raus ist?

B) BWWP sind darauf ausgelegt, über viele Stunden mit niedriger Leistung zu arbeiten. Schau dir die max elektr Leistungsaufnahne an, rechne mit optimistischer AZ=3 und schau, wie lange es dauert, ein Vollbad nachzuheizen.

„Abtauorgien“ und „Taktgewitter“ mag es geben. Ich selbst hatte noch nichts davon: 500ltr Hygienespeicher und 8kW WP bei 35/32 mit HK/Booster und 4,5kW Heizlast incl WW. Kein Puffer. Dauert auch bei ungünstigem Wetter 60-70min zwischen den Abtauzyklen und ist in <5min komplett erledigt. WW wird mittags gemacht, da ist es am wärmsten und die Abtauwahrscheinlichkeit am geringsten, dauert knapp 60min. Die WP läuft bis mind 12grad AT ohne Takten durch, HzGrenze 14-15grad. Daikin Altherma 3R (Splitt).

Verfasser:
Hans_1966
Zeit: 17.12.2025 07:11:05
0
3909459
Zitat von Wunsen Beitrag anzeigen
Bei der Auslegungsvorlauftemperatur von 38° C bei -13° AT wirst Du bei Plusgraden irgendwann theoretisch weniger als 30° VL benötigen. In der Praxis funktioniert die Konvektion dann bei normalen Heizkörpern nicht mehr gut. Hilfreich sind hier Heizkörper mit Ventilatoren, die allerdings auch eine Stromversorgung [...]


Ja, so wird es sein, ich selber habe auch bei mir daheim diese Erfahrung gemacht. Habe die Heizkurve auf 28°C nach unten hin begrenzt. Habe auch große 33er Heizkörper, bis jetzt klappt das ganz gut. Bei zwei Heizkörper habe ich noch DIY Heizkörperlüfter dran gebaut. Würde ich im Notfall auch bei meiner Tochter machen.

Verfasser:
Hans_1966
Zeit: 17.12.2025 07:14:20
0
3909460
Zitat von joe115 Beitrag anzeigen
Zitat von Hans_1966 Beitrag anzeigen
[...]

B) BWWP sind darauf ausgelegt, über viele Stunden mit niedriger Leistung zu arbeiten. Schau dir die max elektr Leistungsaufnahne an, rechne mit optimistischer AZ=3 und schau, wie lange es dauert, ein Vollbad nachzuheizen.

„Abtauorgien“ und „Taktgewitter“ mag es geben. Ich selbst hatte noch nichts davon: 500ltr Hygienespeicher und 8kW WP bei 35/32 mit HK/Booster und 4,5kW Heizlast incl WW. Kein Puffer. Dauert auch bei ungünstigem Wetter 60-70min zwischen den Abtauzyklen und ist in <5min komplett erledigt. WW wird mittags gemacht, da ist es am wärmsten und die [...]

Ich bin ehrlich gesagt auch am Hadern, werde das Thema nochmal mit den Heizungsbauern besprechen. Von der WP Leistung her,sollte es schon gut gehen. Meine Befürchtung ist halt einfach die, dass es eine Komforteinbuße gibt, wenn die Heizkörper über 1 bis 1,5 Std. nicht nachgeheizt werden, bei FBH sicherlich kein Problem.

Verfasser:
Wunsen
Zeit: 17.12.2025 07:49:22
0
3909471
So eine Heizpause kannst Du mit der jetzigen Heizung ja mal ausprobieren.
Wenn das Haus massiv gebaut ist, hast Du auch Speichermasse. Man muss vor Allem sehen, dass es nicht auskühlt - keine/nur wenig Nachtabsenkung.
Bei starken Minusgraden kann man den Heizstab für die WW-Bereitung ggf. freigeben. Dann dauert es nicht so lange.

Verfasser:
roeka
Zeit: 17.12.2025 08:04:13
0
3909472
WWWP sind ein Problem wegen der schlechten Dämmung und hohen Wärmeverluste.
Die Mehrkosten für die Anschaffung gegenüber einem WP-tauglichen WWSpeicher werden sich kaum amortisieren.

WW immer mit der normalen WP machen. Die Aufheizzeiten für WW mit mehreren Takten tagsüber mit ca. 20 min pro Aufheiztakt einstellen!

Verfasser:
Hildener
Zeit: 17.12.2025 08:18:06
0
3909477
Zitat von Hans_1966 Beitrag anzeigen
Zitat von joe115 Beitrag anzeigen
[...]

Ich bin ehrlich gesagt auch am Hadern, werde das Thema nochmal mit den Heizungsbauern besprechen. Von der WP Leistung her,sollte es schon gut gehen. Meine Befürchtung ist halt einfach die, dass es eine Komforteinbuße gibt, wenn die Heizkörper über 1 bis 1,5 Std. nicht nachgeheizt werden, bei[...]


Moin Hans,
das mit der BWWP würde ich mir sehr genau überlegen.
Aus wirtschaftlicher Sicht rechnet sich das nie.
Die brauchen auch sehr lange um den Speicher wieder auf Temperatur zu bringen (mehrere Stunden)
Die WP wird ohnehin überdimensioniert sein, also ist ausreichend Leistung vorhanden, selbst wenn das Haus in einem Nebelgebiet steht.

Ich stelle im Haus meiner Tochter (ähnlich kleine DHH, auch komplett über HK beheizt) keinen Komfortverlust durch die Heizungsunterbrechung fest. Beim Reihenhaus heizen , zusätzlich zur Speichermasse, die Nachbarn rechts und links ja auch noch mit.
Um das Takten in der Übergangszeit in den Griff zu bekommen wirst du ohnehin mit einer großen Hysterese arbeiten müssen (bei uns 5K), auch das führt zu Taktpausen von ein bis zwei Stunden, ansonsten hast du 20 oder gar 30 Takte pro Tag.

Verfasser:
Wunsen
Zeit: 17.12.2025 08:32:53
1
3909485
Zitat von roeka Beitrag anzeigen
WW immer mit der normalen WP machen. Die Aufheizzeiten für WW mit mehreren Takten tagsüber mit ca. 20 min pro Aufheiztakt einstellen![...]


Klappt so etwas bei Dir? Wieviel Leistung hast Du dabei?

Bei mir sinkt die angezeigte Temperatur im WW-Speicher in der ersten Viertelstunde, weil erstmal die 8m langen Leitungen zwischen Außengerät und Speicher aufgeheizt werden müssen. Unter 45 Minuten WW-Bereitung macht daher bei mir keinen Sinn (mit 5kW Leistung).

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Umstieg Öl auf WP im kleinen Reihenmittelhaus
Verfasser:
Wunsen
Zeit: 17.12.2025 08:32:53
1
3909485
Zitat:
...
WW immer mit der normalen WP machen. Die Aufheizzeiten für WW mit mehreren Takten tagsüber mit ca. 20 min pro Aufheiztakt einstellen![...]

Klappt so etwas bei Dir? Wieviel Leistung hast Du dabei?

Bei mir sinkt die angezeigte Temperatur im WW-Speicher in der ersten Viertelstunde, weil erstmal die 8m langen Leitungen zwischen Außengerät und Speicher aufgeheizt werden müssen. Unter 45 Minuten WW-Bereitung macht daher bei mir keinen Sinn (mit 5kW Leistung).
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