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19.12.2025 19:35:18 |
Liebe Gemeinde, folgende Eckdaten: - 137qm Wohnfläche; EG, OG mit 45° Dachschräge - Baujahr 2000, aber A+ nach Verbrauchsausweis - Grundwasserwärmepumpe Stiebel Eltron WPW10, seit Bau im Haus; Verbrauch durchschnittlich 5000 kWh/Jahr für Heizung und Warmwasser - Fußbodenheizung - aktuell drei Stromzähler im Wirtschaftsraum für: Wärmepumpe (aktueller Vertrag 20ct/kWh für HT/NT); EG Wohnung, Einliegerwohnung OG - 4köpfige Familie, davon zwei Kleinkinder, im Moment brauchen wir eigentlich keinen separaten Stromzähler für die Einligerwohnung, da alles von uns genutzt. - Dach kann 23-25 500Watt Module Aufnehmen (Südausrichtung, 45° Neigung), 11.5kWp - Akku min. 10kWh, ggf. 15kWh geplant - Wallbox 22kw soll auch kommen, ggf. nicht sofort (im Moment fahren wir noch Verbrenner, ab und zu steht ein geschäftlicher BEV hier, den kann ich aber auch über meinen Drehstrom laden (begrenzt natürlich). Es wäre sinnvoll weiterhin mindestens zwei Stromzähler zu erhalten (WWWP und Gebrauchsstrom, um weiterhin in der Mangelzeit den günstigen Wärmepumpenstrom zu nutzen. Allerdings gehen die mir vorliegendenden Angebote alle von einem Stromzähler aus. Was ist zu beachten? Nehme an, die "alte" Stiebel Eltron WPW10 lässt sich nicht smart steuern, so dass sie vornehmlich in Überschussphasen die beiden Warmwasserpuffer (Heizung/ Brauchwasser) heizt. Ist das mit Akkupuffer eher unerheblich oder ist es obligatorisch um eine sinnvoll effizientes System zu haben? Im Moment springt die Wärmepumpe einfach nach Bedarf stur nach Vorlauftemperaturbedarf an (nicht mal nach NT Präferenz, weil ja HT/NT gleicher Preis ist derzeit). Das sympatischste (nicht günstigste) Angebot, das mir gerade vorliegt, beläuft sich auf 17.000 Euro (PV 23 Module 11,5kWp; 10kw Speicher) Wie rentabel ist das? Was muss mindestens gemacht werden, damit es effizient ist? Oder sollte man warten, bis die Wärmepumpe sowieso eines Tages erneuert um dann integriert mit dem Überschussstrommanagement zu arbeiten? Lieben Dank für Anregungen und Hinweise!
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19.12.2025 20:14:45 |
Zitat von Schwarzhoelzl  Verbrauch durchschnittlich 5000 kWh/Jahr für Heizung und Warmwasser
Elektrisch oder thermisch? 5MWh Strom wäre sicher kein A+ Haus. Die Steuerung der WP nach HT/NT oder auch Momentan-PV-Ertrag wird total überschätzt und überbewertet. Eine Steuerung nach Zeit (WW über Mittag, nachts -1K, tagsüber +1K) hebt 80-90% des Potentials, bei PV. PV mit Akku ist immer gut, rechnet sich aber (wenn es eine Firma installiert) eigtl nur, wenn man all-Electric geht. Auch bei guter Dimensionierung wird man kaum über 60-65-% Autarkie kommen; gerade die Monate Nov-Feb werden nicht umsonst als „Tal der Tränen“ bezeichnet.
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19.12.2025 20:30:29 |
5MWh Strom für die Wasserwärmepumpe pro Jahr. Ja, A+ Ausweis ist schon sehr selstsam, finde ich auch.
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19.12.2025 20:34:45 |
Also das Haus ist ja "all electric" oder was genau meinst Du? Die Grundwasserwärmepumpe macht Gebrauchswarmwasser und Heizung.
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19.12.2025 20:50:08 |
Dein Haus dürfte max die Hälfte, also 2500 kwh Strom benötigen für Heizung Warmwasser. Eher noch weniger. Also entweder habt ihr irgendwo einen Energiefresser wie Zirkulationspumpe oder die Anlage läuft nicht optimal. Wenn du weißt was für deine Betriebsweise am besten ist dann besprechen das Messkonzept mit deinem Elektriker der die Ablage ja schließlich anmelden muss. Der sollte falls es eine Kaskadenzählung wird am besten sich beim Netzbetreiber vergewissern was die für Anforderung haben. Leider ist das bei 980 Versorgungsnetzbetreibern in Deutschland nicht einheitlich geregelt. Grüße
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19.12.2025 21:40:34 |
Schätze die Anlage läuft nicht optimal. Denke mich da gerade ein, vermutlich müsste man dahin, dass die Thermostate in den Zimmern obsolet werden bei Zieltemperatur und kein Drosselung über die Thermostate stattfindet. Aber anderes Thema. Wie oft schätzt Du, @ruediger1931, sollte sich die Wasserwärmepumpe bei aktuellen Temperaturen täglich für je welche Dauer einschalten, so über den Daumen?
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19.12.2025 21:42:10 |
Zirkulationspumpe haben wir keine. Das Haus ist ein Lignotrend Holzhaus.
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19.12.2025 21:44:12 |
Kann jemand rein zufällig im Raum nordwestlich von München einen guten Wasserwärmepumpenfachmann empfehlen, der auch bereit ist, sich mit Altbestand zumzuärgern ;-)
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20.12.2025 05:44:32 |
Zitat von Schwarzhoelzl  Also das Haus ist ja "all electric" oder was genau meinst Du? Die Grundwasserwärmepumpe macht Gebrauchswarmwasser und Heizung. EAuto. PV rechnet sich vor allem über hohen Eigenverbrauch.
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20.12.2025 06:07:10 |
Zitat von Schwarzhoelzl  Kann jemand rein zufällig im Raum nordwestlich von München einen guten Wasserwärmepumpenfachmann empfehlen, der auch bereit ist, sich mit Altbestand zumzuärgern ;-) Die Anleitung zur WP kennst du? Meine erste Vermutung zum sehr hohen Verbrauch geht in Richtung Heizstab-Einsatz, oft für WW. Um das besser beurteilen zu können, fehlen jedoch Angaben zur hydraulischen Anbindung ( Pufferspeicher, vllt sogar Parallelpuffer oder hydraulische Weiche, Mischer), zur HzKurve, zum hydraulischen oder bereits erfolgtem thermischen Abgleich, zum Einsatz von ERR, zum WW-Verbrauch und -Temperatur, zu den RT und zum Lüftungsverhalten, usw. Hast du einen WMZ verbaut? Hast du eigene (also deine eigenen) Zähler für Heizstab und WP?
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20.12.2025 13:41:42 |
Na 2 Puffer. Ja, das ist raten... sicher aber ein Trennpuffer. Wahrscheinlich Heizkurve grottenschlecht, ERR alle in Betrieb... Vollkommen uneingestellt. Das wäre der erste Ansatz sich da zu belesen. Ich verbrauche all inkl mit KFW55 Heizung und Haus 4500kwh (inkl. Garten mit Pumpe), ähnlich Größe. 2000kwh aus dem Netz Deine PV Planung ist grütze. Nicht dem aktuellen Stand entsprechend. Auch nicht dem vergangenen... Früher war 10kwp, heute sind es 7kwp! Bitte bleibe drunter. Sonst bekommst du eine Abschalteinrichtung. Die schaltet dich zur besten Zeit ab! Da du nur 11,5kwp aufs Haus bekommst, lohnt sich das bisschen mehr nicht. Bei 20 könnte man drüber nachdenken,. Akku nach belieben. In der Regel das was über Nacht verbraucht wird. November bis Ende Januar ist auch deine PV tot, da bringt kein Akku was. Im Sommer brauchst du keine Heizung. Wallbox: 11kw "Anmeldepflichtig", 22kw "genehmigungspflichtig". Inoffiziell, 11kw anmelden, notfalls auf 22kw freischalten. Sehe aber auch keinen Sinn, da du sicher 12std zuhause bist, was auch bei 11kw genug Zeit ist. Auch die Wallboxen bekommen eine Abschaltvorrichtung! Dran denken... Oder offiziell gleich 1 Phasig bleiben, keine Abschaltung... Wenn deine Kinder bis zum Auszug im Haus wohnen/in der Einliegerwohnung, dann Zähler raus...
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20.12.2025 16:33:11 |
Bei den meisten Punkten stimme ich dir zu Zitat von SebDob  Auch die Wallboxen bekommen eine Abschaltvorrichtung! Das ist jedoch etwas komplizierter. Mit WB (egal ob 11 oder 22kW), WB und Akku mit Ladeleistungsmöglichkeit aus dem Netz > 4,2kW bekommt man ein Budget von 10,5kW (nach §14a Modul-1). Und wenn man dann noch ein HEMS einsetzt, das WB und Akku steuert, kann die WP im Prinzip auch ungesteuert laufen. Muss halt ein Leistungsmesser davor, den das HEMS auswerten kann. Wegen PV empfehle ich, im Photovoltaik Forum zu posten.
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20.12.2025 21:05:50 |
Zitat von SebDob  Ich verbrauche all inkl mit KFW55 Heizung und Haus 4500kwh (inkl. Garten mit Pumpe),[...] Hast Du "all inklusive" auf zwei Zähler oder einem?
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20.12.2025 21:09:27 |
Zitat von SebDob  Die schaltet dich zur besten Zeit ab! [...]
Aber die beste Zeit sollte ja hoffentlich in den Akku gehen und nicht ins Netz für lausige 8ct oder wie viel das noch ist?
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20.12.2025 21:15:45 |
Zitat von SebDob  Auch die Wallboxen bekommen eine Abschaltvorrichtung! Dran denken... [...] Gibt's Erfahrungen wie oft das zwischen November/Februar gemacht wird?
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20.12.2025 21:20:28 |
Also die 5000kWh/a sind tatsächlich unterirdisch. Da GW-WP, welche Förderpumpe mit welcher Leistung hängt im Brunnen? Und natürlich: Hydraulikschema benötigt.
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20.12.2025 21:26:18 |
Zitat von joe115  Zitat von Schwarzhoelzl  [...] Die Anleitung zur WP kennst du? Meine erste Vermutung zum sehr hohen Verbrauch geht in Richtung Heizstab-Einsatz, oft für WW. Heizstab Sicherung ist aus. Warmwasserpuffer ist auf 50Grad. Denke der Vorlauf der Heizung ist zu Hoch, bin schon am dokumentieren und kalibrieren
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20.12.2025 21:34:31 |
Der hohe Verbrauch könnte theoretisch zusätzlich dadurch bedingt sein, wenn der 9m tiefe Brunnen nicht genügend Wasser lieferte... Das eruiere ich mal. Wir haben auch noch den Wärmetauscher zwischen Brunnenwasser und Wärmepumpensole... Viele mögliche Schwachstellen...
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20.12.2025 21:37:34 |
"Tal der Tränen" für Nov bis Feb :-) Hab ja unverschattetes 45Grad Dach, Exposition zufällig genau Süd, geht da nicht ein bissl was?
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20.12.2025 21:48:30 |
Zitat von SebDob  Deine PV Planung ist grütze. Nicht dem aktuellen Stand entsprechend. Auch nicht dem vergangenen... Früher war 10kwp, heute sind es 7kwp! Bitte bleibe drunter. Sonst bekommst du eine Abschalteinrichtung. Die schaltet dich zur besten Zeit ab! Das ist Blödfug. Nach wie vor gilt bei PV: Dach vollmachen. Erst wenns über 25kWp geht, sollte man nachdenken. Man bekommt bei über 7kWp ein iMSys, mit Abschalt- oder Leistungsreduzierungssignal. Wirklich abschalten tut der Netzbtreiber aber nur, wenns Netz sonst auseinander fliegt. Und das kommt so gut wie nie vor. Wenn, dann im Sommer, wenn man mit dem Strom auch selber nichts anfangen kann. Oliver
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20.12.2025 22:41:56 |
Bei uns bekommst du zwar das Intelligente Messsystem und auch nur, wenn du die Vorrichtung für die Abschalteinheit eingebaut hast, aber die Abschalteinheiten will unser Netzbetreiber nicht einbauen.
Die klein PV Anlagen hier genau wie Wärmepumpen interessieren den Netzbetreiber bei uns recht wenig. Also in der Praxis ist die Frage, ob da überhaupt jemals was eingebaut wird, was zur Abschaltung führt...
Die wollen hier auch keine Wärmepumpen angemeldet haben, jedenfalls nicht die Größen die in den üblichen Einfamilienhäusern landen...
Ein "bisschen" geht was zwischen November bis Februar, aber nicht viel... Das geht bei 11,5KWP und Speicher quasi im Haushaltsstrom unter.
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20.12.2025 23:01:09 |
Zitat von Schwarzhoelzl  "Tal der Tränen" für Nov bis Feb :-) Hab ja unverschattetes 45Grad Dach, Exposition zufällig genau Süd, geht da nicht ein bissl was? Mein eigener Autarkiegrad sinkt von 90% im Okt über 55% im Nov auf etwa 22-25% im Dez. Dann steigt er wieder und ab März bin ich wieder über 90%. 18,3kWp, unterschiedlichste Ausrichtungen und Neigungen. Jahresbedarf knapp 7MWh mit Haushalt, WP und einem Kurzstrecken-BEV. PVGIS ist dein Freund, da kannst du dir deine Erträge selbst errechnen. Würde dennoch auch die Nordseite mal dazu simulieren, bei bedecktem Himmel, wie er im Winter häufiger vorkommt, ist die Himmelsrichtung egal.
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22.12.2025 10:03:54 |
Zitat von Schwarzhoelzl  Zitat von SebDob  [...] Hast Du "all inklusive" auf zwei Zähler oder einem? Ein Zähler, aktuell 2000kwh aus dem Netz hauptsächlich im Winter.
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22.12.2025 10:06:43 |
Zitat von OliverSo  Zitat von SebDob  [...] Das ist Blödfug. Nach wie vor gilt bei PV: Dach vollmachen. Erst wenns über 25kWp geht, sollte man nachdenken. Man bekommt bei über 7kWp ein iMSys, mit Abschalt- oder Leistungsreduzierungssignal. Wirklich abschalten tut der Netzbtreiber aber nur, wenns Netz sonst[...] Dein blödfug eher? Er hat Südausrichtung. Damit bekommt er im Sommer immer gut was ab. Im Winter wird es mit wp eh nicht reichen. Da sind 3-4kwp mehr auch nicht entscheidend. Dafür wird aber garantiert niemand bei ihm reinpfuschen. Und ansatzweise an 20-25kwp kommt er niemals. Und ja, wenn es richtig knallt im Netz… genau da speist er auch viel ein…
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22.12.2025 11:11:11 |
Werde doch eher 3 5kWh Akkus einbauen. Am leichtesten Platz kann ich dafür in einem Trockenen Raum, Garage, gewinnen. Sie ist leicht isoliert, es hat derzeit so 5 bis 7 Grad, kann in sehr kalten Perioden auch mal unter 0 Grad fallen. Wie kritisch seht ihr das? Ziehen die Akkus bei Kälte dann irgendwie Strom um die Funktion zu erhalten? Wenn ja wie viel macht das aus?
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