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09.01.2026 15:56:24 |
Hallo und ein herzliches Servus ins Forum, wir haben bei uns seit 1999 einen Heizstab für's Warmwasser für die Winterzeit in einem 500 Liter Bindl-Speicher im oberen Drittel im Einsatz. Funktioniert ganz gut, aber langsam macht das Thermostat Probleme. Nun wäre es ja einfach, einen billigen baugleichen (4,5 oder 6 KW) Heizstab einzubauen. Wir haben jedoch aktuell eine knapp 9 kWp (geplant 2026 auf ca. 16 kWp erweitert) PV Anlage am Laufen. Sicherlich werden wir soweit als möglich Strom zum Erzeugungszeitpunkt verbrauchen planen, aber das wird nicht immer funktionieren.
Daher die Frage: Würde sich ein anderer Heizstab lohnen, der ggf. "intelligenter" steuerbar wäre und überschüssigen Strom dann halt in ein klein wenig Wärme umwandelt anstelle dem Netzbetreiber herzuschenken? Danke recht herzlich und beste Grüße an diesem verschneiten Freitag
Steve
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12.01.2026 15:52:37 |
Du schenkst ja nichts. Bei 2015 Baujahr bekommst du noch stattliches Geld dafür. Eine "Erweiterung" wird es nicht, es wird eine komplett neue Anlage. Und das würde ich nach aktuellen Regeln auch nur bis 7kwp machen. Da ist aktuell eine neue Grenze verbaut. Gleich mit Akku planen. Die Gesetzesregelung möchte nur noch Eigenverbrauch und keine Einspeisung. Den defekten Heizstab gegen einen kleineren Auszutauschen, 1-2kw und dann über die PV ggf mit Shelly an/aus zu steuern dürfte das günstigste sein. Meine 200l werden von 1kw in 6 Std bewältigt. 500l wirst du aber wieder rum nicht so kalt bekommen wie meine 200l. Alternativ über die Brauchwasserwärmepumpe nachdenken. Dann wird der Strom effektiver umgesetzt.
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12.01.2026 17:46:23 |
Es gibt von TA (Technische Alternative) ein Set mit einem EZ ( Energiezähler) und einem 3 kW E-Heizkörper welcher von 50 bis 3000 W nahezu stufenlos entsprechend der PV Überschussleistung angesteuert wird. Der EZ wird im Zählerkasten verbaut und der Heizstab wird im Boiler verbaut und an der nächsten Steckdose (muß aber mit 16 A und 2,5mm² angeschlossen werden) angesteckt. Die Kommunikation zwischen EZ und Heizstab erfolgt über Funk und funktioniert absolut zuverlässig, die Werkseinstellung ist so dass ein geringer Einspeiseüberschuss ins Netz eingestellt ist (ca 150W) alles andere wird in den Heizstab geleitet bis zu maximal 3000 W. Man kann auch mehrere Heizstäbe daran anschließen und kaskadieren, der Heizstab ist Teflonbeschichtet und eingeschränkt für Trinkwasseranwendung geeignet aber hauptsächlich für den Einsaatz im Heizungskreislauf vorgesehen. Das ganze Set nennt sich Power to Heat und kostet Liste ohne Mwst etwa 630,-€
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13.01.2026 02:47:36 |
Ich würde keine 3000w in die Steckdose stecken. Die Gefahr ist zu groß. Der Kontakt ist nicht dauerhaft sicher.
Bis die 630€ zuzüglich ggf. dem Elektriker wieder drin sind, dauert ewig.
Ich habe jetzt auch das zweite smartmeter drin, mehr geht nicht. Ich würde keine alleinlösung für einen heizstab verbauen.
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13.01.2026 11:15:24 |
Energiezähler (Stromüberwachung) - Regler - Heizstab (Schaltschütz) von der TA Ich hab das so verstanden, dass das Heizelement vom Heizstab noch funktioniert und der Regler von der TA auch Fremdfabrikate ansteuern kann. Wäre materialmäßig eine noch günstigere Variante. Wird die Beheizung jetzt schon ertragsabhängig angesteuert?
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29.01.2026 22:47:31 |
Zitat von Vogtländer  Energiezähler (Stromüberwachung) - Regler - Heizstab (Schaltschütz) von der TA Ich hab das so verstanden, dass das Heizelement vom Heizstab noch funktioniert und der Regler von der TA auch Fremdfabrikate ansteuern kann. Wäre materialmäßig eine noch[...] Dein schütz kann 50-3000w steuern?
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30.01.2026 07:26:31 |
Zitat von SebDob  Zitat von Vogtländer  [...] Dein schütz kann 50-3000w steuern? Das Schütz wird den Stromkreis zum Heizstab schalten. Und den Heizstab würde ich auch nicht an die Steckdose stecken, sondern direkt an den B16 anschließen. Wobei normale Steckdose für 16A ausgelegt sind, natürlich nicht 24/7…
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30.01.2026 08:57:53 |
Bitte macht eine ehrliche Kalkulation, was diese ganzen Tollen speziellen Heizstäbe kosten, und was sie tatsächlich einsparen können. Verlorene Einspeisevergütung Investition Elektrikerkosten Um am Ende wegen 50-100€ WW einzusparen. Das rechnet sich nur sehr sehr selten. Wer selbst Elektriker ist, und ein einfacher Heizstab für 80-100€ ausreicht, man diesen an eine günstige "smarte" Lösung wie Shelly anschließt, das kann "funktionieren". Mit Shelly meine ich aber den neuen, der mit solchen 1,5 / 2kW Lasten zurecht kommt. Nicht die einfachen die nur für Licht an/aus gedacht sind. Ohne Smarthome läuft das über klassische Relais. So gut wie jeder Wechselrichter hat Relaiskontakte. Fronius zum Beispiel. Da kann man in der Weboberfläche einstellen, ab welchen Schwellwerten ein Kontakt geöffnet/geschlossen werden soll. Es kann aber auch einfach Sinn machen, den WW Speicher - der schon sein stattliches Alter erreicht hat, durch eine Brauchwasser WP zu ersetzen. Vorteil daran ist, dass das WW nicht mit 1zu1 erzeugt wird, wie bei nem Heizstab. Sondern je nach Jahreszeit eben mit 1zu2, 1zu3. D.h. mit 1kWh werden 2kWh Wärme erzeugt, oder 1kWh zu 3kWh Wärme. Ein Heizstab macht 1zu1. Damit hätte man somit noch ein bisschen mehr an Einspeisevergütung. Wenn ihr nun auf ne größere PV geht, würde die Brauchwasser WP noch mehr Sinn machen. Im Idealfall hat man einen Teil der PV an einer Fassade ( Garage), oder als Zaun - speziell für den Winter.
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30.01.2026 14:08:50 |
Die Ansteuerung einer BWWP über eine PV hat leider einige Hasenfüße, ist die PV nicht gerade üppig wird das Ganze eine Kuhschwanzheizung und da bringt diese wohl kaum was, denn sie muß schon einige Zeit am Stück laufen. Ist die PV eher üppig dimensioniert nutzen die 600 W der BWWP auch nicht viel beim Überschussabbau! Sinnvollerweise sollte mittels dem EZ3 und einer nachgeschaltenen Ausgangsgruppe welche einige Schütze ansteuern kann eine 3-stufige Heizkörperzuschaltung aufgebaut werden um einen möglichst hohen Anteil der Überschussleistung abzugreifen.
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31.01.2026 12:23:25 |
Es gibt drei Ausführungen des Leistungsstellers:
LST2x2D-DL: 2 Ausgänge, dimmbar bis je 400 W (2x max. 2A bei 230V AC). Leistung wird per Phasenanschnitt moduliert. LST3x13-DL: 3 Ausgänge, schaltet bis zu 3 Verbraucher (Wechselspannung, Nennleistung jeweils max. 3000 W). LST6x13-DL: 6 Ausgänge, schaltet bis zu 6 Verbraucher (Ausgänge 4 bis 6 verfügen über einen Sanfanlauf bis max. 5 Sek)
https://wiki.ta.co.at/Leistungssteller
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31.01.2026 13:26:11 |
Und der ganze Spass um 1000 oder 2000W in einen Heizstab zu ballern... Sehr geil! Mach mal ne Rechnung wann das ganze ne grüne 0 bekommt.
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31.01.2026 14:05:47 |
Ich finde das auch nicht wirklich sinnvoll. (Bei einer Gasheizung kann sich das vielleicht rechnen.) 8 Cent Einspeisevergütung sind doch ganz ordentlich, oder etwa nicht? Ein Kunde von mir wollte das auch unbedingt. Obwohl er mit EIGENEM Scheitholz heizt ...
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31.01.2026 14:10:28 |
Mal abgesehen von der möglichen Abrechnungsfalle "Dimmen" von Heizstäben. Aber ja, die Amortisationsrechnung möchte ich auch sehen, vor allem in Gegenden mit höherer Wasserhärte kommen die eh alle angelsufen und rufen Garantie - abgelehnt, wegen fehlender Wartung. Für die Hersteller dieser Produkte ein Wahnsinnsgeschäft.
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31.01.2026 14:26:52 |
Bei TA steht auch ausdrücklich "Nicht für Brauchwasser geeignet" Wobei ich ein solches Teil trotzdem einsetze, a: war es schon vor dem aktuellen Hygienspeiher da, b: ist unsere Wasserqualität diesbezüglich sehr gut, c: braucht die WP zur WW-Bereitung mind. 2000W aus der PV, d: erhalten wir aktuell noch 6,6Cent/kWh, e: niemand ( außer die Politik) will eigentlich Einspeisestrom in seinem Netz haben
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31.01.2026 14:34:59 |
Es geht doch nur um die Ansteuerung. Der Heizstab ist vorhanden und noch funktionsfähig.
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31.01.2026 14:39:44 |
Wieso nicht mal etwas kreativer werden mit dem überschüssigen PV-Strom? Plasma-Entladungslampe für den Garten Ein Kinderfahrgeschäft vor dem eigenen Haus? Einen Steinhaufen beheizen für Reptilien? Oder einfach mit der Gewissheit leben, dass deine Nachbarn gezwungen sind, PV Strom zu benutzen. Der Einspeisestrom nimmt nämlich den Weg des geringsten Widerstandes. So werden auch Protestwähler Teil der grünen Revolution. Passiert ja eh schon alles gegen ihren Willen.
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31.01.2026 20:11:35 |
Meine wp hat auch einen heizstab drin. WW einfach auf Zusatzheizung stellen, fertig.
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01.02.2026 10:27:53 |
Zitat von SebDob  Meine wp hat auch einen heizstab drin. WW einfach auf Zusatzheizung stellen, fertig. Jede WP unterstützt das allerdings nicht und regelbar ist sie dann nur über den voreingestellten Wert. Eine PV-Stab- Regelung nutzt nur den Stromüberschuss aus der PV-Anlage stufenlos.
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01.02.2026 16:33:07 |
Zitat von cmuesei  Zitat von SebDob  [...] Jede WP unterstützt das allerdings nicht und regelbar ist sie dann nur über den voreingestellten Wert. Eine PV-Stab- Regelung nutzt nur den Stromüberschuss aus der PV-Anlage stufenlos. Logo... Deine Gewinn und Verlustrechnung fehlt mir dazu! Bei mir: Heizstab brücken von 3x2kw auf 1x2 und 1x1 kw (1kw benutzt). Den Schaltung für den Schütz unterbreche ich mit einem Schaltkontakt vom WR. Kosten 80€. Kosten gesamt also 80€. 1kw habe ich bei knapp 20kwp relativ sicher... Mit dem Marstek bügel ich auch ne Wolke weg... Also mehr als einen Heizstab mit Thermostat würde ich auf keinen Fall investieren. Schon gar nicht, irgendwelche Bastelgeschichten die irgendwelche Programmierung benötigen.
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02.02.2026 10:31:16 |
Naja, da gehen die Meinungen eben auseinander🤷 Bei einer großen PV macht dein Vorgehen ja vielleicht Sinn. Bei meiner kleinen 5kWp ohne Speicher Versuche ich trotzdem möglichst wenig einzuspeisen. Mein Aton regelt dann einstellbar ab 20 Watt Überschuss den Stab stufenlos bis auf 3kW und das in 10 msek. Bei deiner Variante würde dann jedes Wölkchen oder ein zusätzlichs HHG den Strom aus dem Netz ziehen.
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