Wir besitzen einen wasserführenden
Kachelofen mit Brunner HKD 4.1 SK mit der
Steuerung EOS R4. Der Ofen ist im Jahr 2007 eingebaut worden. Von Oktober bis März/April ist er durchgängig in Betrieb und er läuft ausschließlich mit „Vorrang
Wasser“, d.h. ein Großteil der Wärme geht in einen 750 l
Pufferspeicher.
Verheizt werden jährlich ca. 9-13
Festmeter mindestens 2-3 Jahre gelagertes, trockenes Holz, meist Birke und etwas Kiefer.
Die Züge, an die ich herankomme, das Ofenrohr und der Wärmetauscher werden von mir regelmäßig mit Bürste und Industriesauger gereinigt. Da, wo ich mit der Kamera hinkomme, kann ich erkennen, dass auch alles frei und sauber ist. Glanzruß habe ich nirgendwo gesehen. Der Ofen hat insgesamt drei Reinigungsöffnungen, durch die ich die Züge jährlich reinige. Ich weiß nur nicht, ob ich wirklich überall hinkomme… Die Dichtungen der Reinigungsklappen am Ofenrohr erneuere ich ebenfalls bei Bedarf. Die Türdichtung ist auch neu. Der Zug ist bis auf die erste Zeit des Anheizens im Oktober immer sehr gut.
Seit einigen Wochen entsteht eine unerträgliche
Geruchsbelästigung. Es handelt sich dabei nicht um Rauch. Dies habe ich im Dunkeln mit einer Taschenlampe überprüft. Es finden sich auch keine Spuren von Ruß o.ä. Auch ein gründliches Reinigen hat die Geruchsbelästigung nicht beseitigt.
Der Geruch erinnert eher an Teer oder eine Räucherkammer. Er entsteht irgendwo im oberen Bereich des Ofens, da wo sich auch die Moritzklappe befindet. Die Moritzklappe befindet sich in einem anderen Raum hinter dem Ofen. Auch hier entsteht die Geruchsbelästigung.
Seit diese Geruchsbelästigung auftritt, ist ebenfalls die Sitzbank des Kachelofens unnatürlich heiß, dort wo der erste, unterste Zug verläuft. Das hat es vorher nicht gegeben.
Ich habe die vergangenen Tage einmal getestet:
An einem Tag habe ich dreimal geheizt. Immer mit Vorrang Wasser an. Das heißt, beim Anheizen geht der Abbrand bis 450 °C erst durch die Ofenzüge, dann durch den Wärmetauscher, ab 380 °C wieder durch die Ofenzüge. Beim ersten Heizen war der Geruch noch schwach – beim 3. Heizen sehr stark. Besonders stark war es, als die
Hitze wieder durch die Züge ging.
Dann habe ich am darauffolgenden Tag einmal ohne „Vorrang Wasser“ geheizt, d.h. der heiße Abbrand ging komplett durch die Züge – der Geruch wurde unerträglich.
Ich vermute, dass durch die starke Hitze irgendwelche Ablagerungen (Teer? O.ä.) ausdünsten? Er entsteht wahrscheinlich im Bereich, wo die Moritzklappe die heißen Gase in den Kachelofen schickt. Leider kommt man da nicht ran, ohne den Ofen in Teilen auseinanderzunehmen…
Ich hatte schon zwei verschiedene Ofenbauer da, die nichts gefunden haben. Im letzten Jahr sind außerdem die Schamottesteine in der Brennkammer erneuert worden.
Hat jemand eine Idee, was ich noch prüfen könnte? Es ist schon blöd, der Hof liegt voller Holz, das darauf wartet, in den Ofen zu kommen…
Danke schon mal vorab für alle Hinweise.