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23.01.2026 15:10:49 |
Ich habe eine Frage aus Interesse. Häufig sieht man, dass in einem gewissen Abstand hinter dem Wasserzähler mit KFR-Ventil ein Druckbegrenzer eingebaut ist. Der dazwischen liegende, abgeschlossene Leitungsabschnitt ist (in der Regel?) nicht über ein Sicherheitsventil gegen unzulässig hohe Überdrücke geschützt. Wenn nun kaltes Wasser in die Leitung strömt und sich dann dort erwärmt und auch keine Wasserentnahmen stattfinden, dürfte der Druck in diesem abgeschlossenen Leitungsstück stark ansteigen. Nimmt man das in Kauf oder hofft man, dass durch den Druckminderer etwas Wasser durchgepresst wird? Vielleicht kann mir ja ein Experte diese Frage beantworten.
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23.01.2026 18:09:10 |
hat es bei Dir im Keller mal 5°, mal 80°? In dem halben Meter Rohr ist vielleicht ein halber Liter WasserWas passiert mit der daneben stehenden Wasser / Bierflasche? Des weiteren sind KFR auch nicht zu 100% ideal / absolut dicht und ja, Wasser kann man nicht komprimieren - das Volumen eines Rohres durch höheren Druck aber schon
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23.01.2026 18:29:39 |
In der Bierflasche ist oben ein Luft/CO2-Polster, welches komprimierbar ist und die Volumenänderung des Bieres bei einer geringen Druckänderung aufnimmt. Meine Frage ist ja, in wie weit das KFR-Ventil bzw. der Druckbegrenzer etwas Wasser durchlassen.
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23.01.2026 19:41:42 |
probiers halt aus - füll ein Rohr komplett mit Wasser, erhitze es Du könntest es aber auch folgendermaßen angehen: - Du berechnest die Volumenänderung des Wassers - dann berechnest Du die Ausdehnung des Rohres bei Temperaturänderung, erst mal rein ohne Wasser Nimm z.B. ein Kupferrohr - das hat bei Durchmesser d eine Abwicklung / Umfang von pi x d jetzt musst halt rechnen, wieviel höher wird das Volumen des Wassers, um wieviel erhöht sich das Volumen des Rohrs bei Temperaturänderung x
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23.01.2026 23:39:53 |
Ich habe ChatPPT rechnen lassen. Das Ergebnis: Bei einer abgeschlossenen Edelstahlleitung führt die Erwärmung um 1 K zu einem Druckanstieg in Höhe von 30 bis 40 bar. In der Praxis ist das wahrscheinlich nicht realistisch, da der Druckminderer und der Rückflussverhinderer etwas Wasser durchlassen. Aber kann man sich darauf verlassen?
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26.01.2026 12:33:11 |
Ich vermute jetzt mal, dass das Sicherheitsventil hinter dem Druckminderer immer etwas tropft und hierdurch dann auch ein potentieller Überdruck vor dem Druckminderer abgebaut wird.
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27.01.2026 08:41:04 |
Hallo KFR - Leitung - Druckminderer. Wenn sich das Wasser in der Leitung erwärmt und ausdehnt würde theoretisch der Druck steigen. Aber der Druckminderer ist kein Absperrventil, der läßt was durch..... und irgendwo in der Leitung ist ein kleines Luftpölsterchen, das den Druck aufnimmt. Und wenn es der "Spindelraum" des KFR ist, der nicht durchströmt wird und Luft enthalten kann. Ich habe in knapp 40 Jahren Berufserfahrung noch keine Leitung zwischen KFR und Druckminderer gesehn die geplatzt ist. Die Chance, dass unkontrolliert Wasser durch ein SV abgeblasen wird und das Du dann zahlen mußt ist viel größer als dass das Rohr platzt. Und KI ist immer mit Vorsicht zu geniessen. KI ist beliebig blöd - wenn es genügend Leute gibt die Scheiß verzapfen und KI wertet das aus verzapft auch KI Scheiß. ciao Peter
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27.01.2026 10:43:29 |
Zitat von Anton35  Ich habe ChatPPT rechnen lassen. Das Ergebnis: Bei einer abgeschlossenen Edelstahlleitung führt die Erwärmung um 1 K zu einem Druckanstieg in Höhe von 30 bis 40 bar. In der Praxis ist das wahrscheinlich nicht realistisch, da der Druckminderer und der Rückflussverhinderer[...] ...hmmm, also da glaube ich an Phantasien davon ChatCBT. Da steckt irgendwo der Faktor 10 drin.
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27.01.2026 15:07:42 |
Danke für die Antworten. Mein altes sowie mein neues 10-bar- Sicherheitsventil tropfen auch bei einem Druck zwischen 7 bar und 8 bar ständig (ein bis zwei Tropfen pro Sekunde). Zum Testen habe ich mal das Ventil hinter dem Wasserzähler geschlossen und den Druckabfall beobachtet. Innerhalb von 40 Minuten ist der Druck von 7,5 bar auf 4,0 bar gefallen. Beim Öffnen des Ventils flossen 0,2 Liter Wasser ins System. Ich denke, dass der Druckabfall in erster Linie durch das tropfende Sicherheitsventil verursacht wurde. Wasserspuren an WC und Tischarmaturen sind äußerst gering.
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27.01.2026 17:11:00 |
Warum braucht man 7,5 bar? Dreh den Druckminderer runter auf das was notwendig ist - wahrscheinlich 4 bar. Dann hört auch das Tropfen auf, es sei denn, daß das SV defekt ist, bzw. der Ventilsitz angegriffen, dann tauschen.
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27.01.2026 17:27:09 |
Zitat von spinnerei  Zitat von Anton35  [...] ...hmmm, also da glaube ich an Phantasien davon ChatCBT. Da steckt irgendwo der Faktor 10 drin. Vielleicht auch in der Bedienung. Ein 25mm Edelstahlrohr dehnt sich mit +1°C und mit +10 bar Druck auch um so +0,015% im Volumen aus. Das ist fast die Volumenänderung von Wasser für 20>21°C (+0,021%) bei Normaldruck. Bei 20°C und 5 bar sagt ChatGPT: Dichte von Wasser 998,4 kg/cbm Bei 21°C und 15 bar sagt ChatGPT: Dichte von Wasser 998,6 kg/cbm Das wäre aber ne Volumenabnahme um 0,02%. Bei 25°C und 15 bar sagt ChatGPT 997,6 kg/cbm. Das wären 0,08% Volumenzunahme. Das Rohr mit 1mm Wandung hat mit +5°C und zusätzlichen 10 bar nur +0,022% Volumen. Da würde der Druck dann wohl um 15 bar steigen. Von 30-40 bar bei 1°C soweit keine Spur. Allerdings alles hypothetisch und eher ein Test von ChatGPT als praxisrelevant. Die Temperatur in so nem unisolierten Kaltwasserrohr steigt nicht mal eben um 5°C. 20>25°C sind schon extrem hoch, bei üblicheren 12>17°C wärs schon 1/3 weniger. Und vor allem sind die Ventile nicht sooo dicht, dass da nicht mal ein Milliliter/Stunde durchgeht. 1m DN25 hat grob 0,5 Liter Inhalt. Da sind 0,1% nur ein paar Tropfen.
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28.01.2026 13:42:06 |
Danke für Eure Mühen. Ich habe die Druckerhöhung nun mal von Hand berechnet. Einen großen Einfluss auf das Ergebnis hat die der verwendete Temperaturausdehnungskoeffizient des Wassers. Ich habe nun aus dem VDI Wärmeatlas 0,88 x 10 Hoch -4 / K verwendet. Für das das Elastizitätsmodul des Edelstahlrohres (Material 1.4401) habe ich 200 kN/qmm angesetzt. Damit komme ich auf einen Druckanstieg in Höhe von 5,2 bar. Ich gehe aber auch davon aus, dass es auch bei etwas größeren Erwärmungen keine Probleme geben wird.
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