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31.01.2026 08:20:07 |
Hi zusammen, ich habe gerade ein Angebot für eine Wolf CHA-16 auf dem Tisch, komplett installiert für rund 33.000 €. Rahmenbedingungen passen grundsätzlich, Auslegung ist schlüssig – mich interessiert eher eure praktische Einschätzung zur Maschine selbst. Wie seht ihr die CHA-Serie technisch und von der Langzeiterfahrung her? • Regelung / Modulation im Teillastbereich • Geräuschverhalten real (nicht Datenblatt) • Zuverlässigkeit / bekannte Schwachstellen
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31.01.2026 09:20:06 |
Der Preis klingt recht OK, wenn man wenigstens grundsätzlich erkennen könnte, wofür du das MONSTER einsetzen willst. Generell bei der Wolf: - hoher Volumenstrom - recht üppige modulationsabhängige Mindestleistung - Geräusche durchschnittlich je nach Aufstellungsort und Variante
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31.01.2026 12:46:38 |
Hi, 293qm Altbau von 1978. hab eine heizlast von 15kw. Sie würde dann monovalent laufen und ab c.a 9 grad anfangen zu Takten
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31.01.2026 13:14:01 |
Zitat von torge977  Hi, 293qm Altbau von 1978. hab eine heizlast von 15kw. Sie würde dann monovalent laufen und ab c.a 9 grad anfangen zu Takten Wie wurde die Heizlast ermittelt??? Hat die Hütte keinerlei Dämmung, alte Fenster und Türen? 16 kW muss man erstmal unterkriegen, selbst die Mindestmodulation ist bei der WP Recht hoch. Man kann Häuser schlecht vergleichen, unsere ist Anfang 80, relativ wenig gedämmt, NAT -14,5, hat bei 240 qm eine rechnerische Heizlast von 8kW, was in der Praxis noch nie abgerufen wurde. Takten wird diese WP sicher schon deutlich eher, selbst wenn die Hydraulik passend geplant wird.
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31.01.2026 14:54:34 |
ich wollte nochmal ein klareres Bild zu unserem Bedarf geben. Wir liegen realistisch bei rund 28.000 kWh/Jahr inkl. Warmwasser. Aktuell sind es eher ~34.000 kWh, aber das liegt klar am ineffizienten Warmwassersystem (alter Speicher, hohe Verluste etc.). Der reine Heizbedarf einer Wohneinheit liegt bei etwa 24.000 kWh, wodurch die 28.000 kWh gesamt als zukünftiger Zielwert ziemlich plausibel sind, sobald das Warmwasser vernünftig läuft. Zur Heizlast: Bei 0 °C Außentemperatur brauchen wir ca. 10 kW, um das Haus auf Temperatur zu halten. Gebäudezustand kurz zusammengefasst: • Fenster EG + 1. OG noch erste Generation, aber neue Dichtungen drin • Heizkörper eher ältere Modelle, also keine super Niedertemperaturwunder
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31.01.2026 16:14:43 |
Welche Normaußentemperatur oder PLZ habt ihr und wieviel Leute wohnen im Haus wg. Warmwasser
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31.01.2026 16:56:27 |
4 Personen, und NAT von -11
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31.01.2026 17:27:40 |
Mit deinen Annahmen von 28000kWh Endenergieverbrauch (davon 4000kWh für WW) kommst du auf eine Heizlast von 11,2 kW Die CHA-16 ist damit eigentlich zu groß. Welche Hydraulik hat der HB vorgeschlagen?
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31.01.2026 18:39:14 |
Hi zusammen, kurzes Update mit realen Messdaten von uns, vielleicht hilft das bei der Einordnung der Heizlast. Ich führe durchgehend eine Tabelle mit Wärmemengenzähler-Werten und Verbräuchen. Jetzt für Januar sind wir bei 5.400 kWh reiner Heizenergie für rund 293 m² Wohnfläche gelandet. Umgerechnet: • pro Tag ≈ 175 kWh • durch 24 h → ~7,3 kW durchschnittliche HeizleistungDie mittlere Außentemperatur hier im Januar lag bei etwa 0,3 °C. Innen fahren wir konstant ca. 21,5 °C, im DG eher 23 °C. Heißt für mich: Unter diesen Bedingungen hat das Haus im Schnitt rund 7–7,5 kW gebraucht. Mir ist klar, dass das nicht die Norm-Heizlast ist, sondern ein Monatsmittel, aber als Realwert finde ich das schon recht aussagekräftig. Wenn ich das linear hochdenke Richtung typische Auslegungstemperaturen, lande ich grob irgendwo im Bereich ~11–12 kW für die Raumheizung
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31.01.2026 19:35:19 |
Das Problem mit der 16er ist, daß sie bei +7°C nur bis 7,3 kW runtermoduliert. Wenn du schon so tagesgenaue Heizlast berechnungen machen kannst, würde ich mal warten bis es mal wieder 7-10° Plus hat.
Dann kannst du in etwar abschätzen wie oft die Kiste takten wird.
Hast du FBH oder Heizkörper?
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31.01.2026 21:22:38 |
Zitat von torge977  Hi zusammen,
kurzes Update mit realen Messdaten von uns, vielleicht hilft das bei der Einordnung der Heizlast.
Ich führe durchgehend eine Tabelle mit Wärmemengenzähler-Werten und Verbräuchen. Jetzt für Januar sind wir bei 5.400 kWh reiner Heizenergie für rund 293 m²[...] Wenn Du schon einen WMZ hast und Tabellen führst, könntest Du doch auch einfach mal tageweise bei unterschiedlichen AT (und ohne Sonnenschein) den Verbrauch ermitteln. So eine Monatsmitteltemperatur hilft nicht wirklich viel. Das Ergebnis teilst Du dann am Besten nicht durch 24h sondern durch 22h. So hast Du einen Puffer für die Zeit, die die WP für die Warmwasserbereitung brauchen wird.
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31.01.2026 21:29:30 |
Du hast oben geschrieben, dass ihr bei 0° etwa 10kW braucht. Wie wurde das ermittelt? Das ist ja deutlich anders als die 7,3 bei durchschnittlich 0,3 ° AT. Und woher kommen die 15kW Heizlast von noch weiter oben?
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01.02.2026 06:24:46 |
Ich würde dir zustimmen mit der 16er. Ich würd nicht kleiner wählen bei Monovalenter Betriebsweise. Du solltest aber auf jeden Fall einen Pufferspeicher einsetzen. Interessant wäre noch wieviel Volumebstrom du durch das Haus bekommst. Konntest du schon ermitteln ob alle Heizflächen im Haus groß genug sind? Welche Vorlauftemperaturen hast du. Je nachdem ob du es schaffst die Volumenstsröme abzugleichen würde ich zum Trennpuffer mit Stichanbindung raten oder einen Rücklaufpuffer mit ÜSV. Da der Mindsstvomumenstrom bei 42 Liter/min liegt ist die ÜSV Variante auch oft eine Herausforderung. Achte darauf sas der Installateur die mit mindestens DN32 anschließt lieber DN40 wenn die wege weit sind. Das sind alles Kosten die du die nächsten Jahre zahlst! Zu deinen Fragen. Die CHA16 gibt es noch nicht so lange. Die ist im Grunde ähnlich aufgebaut wie die 7er und 10er. Probleme kenne ich keine. Bei mir in der Umgebung stehen 2 Stück. Da ich selber eine ChA7 betreiben kann ich bis jetzt nichts schlechtes über das Gerät sagen. Die Regelung arbeitet mit einer positiven Hysteres, daran muss man sich gewöhnen.
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01.02.2026 06:27:59 |
Ich würde dir zustimmen mit der 16er. Ich würd nicht kleiner wählen bei Monovalenter Betriebsweise. Dann läuft sie auch nicht den halben Winter an der Kotzgrenze. Wenn Sie bei minus 10 noch 1 KW Reserve hat ist das nicht die schlechteste Auslegung. Auch aus Sicht der Geräuschbelästigung. Du solltest aber auf jeden Fall einen Pufferspeicher einsetzen. Interessant wäre noch wieviel Volumebstrom du durch das Haus bekommst. Konntest du schon ermitteln ob alle Heizflächen im Haus groß genug sind? Welche Vorlauftemperaturen hast du. Je nachdem ob du es schaffst die Volumenstsröme abzugleichen würde ich zum Trennpuffer mit Stichanbindung raten oder einen Rücklaufpuffer mit ÜSV. Da der Mindsstvomumenstrom bei 42 Liter/min liegt ist die ÜSV Variante auch oft eine Herausforderung. Achte darauf sas der Installateur die mit mindestens DN32 anschließt lieber DN40 wenn die wege weit sind. Das sind alles Kosten die du die nächsten Jahre zahlst! Zu deinen Fragen. Die CHA16 gibt es noch nicht so lange. Die ist im Grunde ähnlich aufgebaut wie die 7er und 10er. Probleme kenne ich keine. Bei mir in der Umgebung stehen 2 Stück. Da ich selber eine ChA7 betreiben kann ich bis jetzt nichts schlechtes über das Gerät sagen. Die Regelung arbeitet mit einer positiven Hysteres, daran muss man sich gewöhnen.
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01.02.2026 07:56:46 |
Die untere Modulationsgrenze der Wolf-Wärmepumpe liegt bei A10/W45 bei genau 6 kW. Ich habe aktuell zusätzlich noch Abschaltzeiten drin bzw. schalte die bestehende Gasheizung teilweise aus – ohne diese Abschaltungen wäre die Wärmeverteilung im Haus natürlich gleichmäßiger. Jetzt meine Frage ans Forum: Wenn die Wärmepumpe in der Übergangszeit eher „zu groß“ wirkt und wegen der Mindestleistung zum Takten neigt, macht es dann überhaupt Sinn, mit Abschaltzeiten zu arbeiten (z. B. abends gegen 19 Uhr aus und morgens gegen 5/6 Uhr wieder an), damit sie dann unter höherer Last länger am Stück läuft? Oder ist das eher kontraproduktiv und man sollte eine Wärmepumpe grundsätzlich möglichst durchlaufen lassen und anders gegen Takten vorgehen?
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01.02.2026 08:30:59 |
Zitat von torge977  Die untere Modulationsgrenze der Wolf-Wärmepumpe liegt bei A10/W45 bei genau 6 kW. Ich habe aktuell zusätzlich noch Abschaltzeiten drin bzw. schalte die bestehende Gasheizung teilweise aus – ohne diese Abschaltungen wäre die Wärmeverteilung im Haus natürlich gleichmäßiger. Jetzt meine[...] Ich hoffe, dass Du bei +10°C keine 45°VL mehr brauchst. Für diesen Betriebspunkt solltest Du eher das Diagramm mit VL 35° schauen. Da ist es schon mehr als 6kW. Ein Durchlaufen der WP ist grundsätzlich besser - gelegentliche Pausen aber auch kein Drama. Das Takten kannst Du über eine große Hysterese herauszögern. Dabei werden aber auch die Heizpausen länger und vielleicht unangenehm. Dann helfen nur noch bewusst gesetzte Heizpausen. Eine Nachtabschaltung hilft aber auch nicht unbedingt, dass Takten über den ganzen Tag zu vermeiden. Wenn das Gerät sehr groß ist, musst Du evtl. weitere Pausen über den Tag programmieren. Und je nach Außentemperatur immer wieder verändern - was auch nur begrenzt Spaß macht. Aber bring doch bitte erstmal Licht ins Dunkel bei Deiner Heizlastermittlung. Das hätte nebenbei den Vorteil, dass Du Dir gleich passende Modelle anbieten lassen kannst und nicht Äpfel mit Birnen vergleichen musst.
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01.02.2026 09:08:12 |
Es ist halt eine Zwickmühle. DIe CHA16 ist für dein Haus zu groß, die CHA10 ist zu klein. Wahrscheinlich würdest du mit einer Viessmann vitocal 250 A13 oder einer Vaillant arotherm vwl 125/8.1 besser fahren. Hier gibts Tipps wie du mit einer zu großen Wolf WP umgehen kannst. Zitat von belzig  - erst mal den geräuschreduzierten Betrieb zu aktivieren. - dann würde ich Heizfenster konfiguieren z.B. 4:00-9:00, 11:00-15:00 17:00-24:00 ...]
sind aber alles nur Krücken und funktioniert nur bei FBH oder sehr großem Pufferspeicher > 300l BTW: Wolf selbst hält übrigens 3 Takte pro Stunde für vertretbar. Wenn du den HB später belangen willst, weil die CHA16 zu groß ist, hast du sehr schlechte Karten
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01.02.2026 09:38:15 |
Ja da habt ihr recht. Er verbaut halt nur Kermi/Wolf. Kermi ist mir zu teuer. Ansonsten meinte er, er würde mir auch eine Bosch/Buderus verbauen. Was haltet ihr von der 12kw Variante?
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01.02.2026 10:23:23 |
Zitat von torge977  Ja da habt ihr recht. Er verbaut halt nur Kermi/Wolf. Kermi ist mir zu teuer. Ansonsten meinte er, er würde mir auch eine Bosch/Buderus verbauen. Was haltet ihr von der 12kw Variante? Das ist jetzt schon Dein zweiter Thread, in dem Du Dir Empfehlungen erhoffst, obwohl Deine verschiedenen Angaben zur Heizlast bisher nicht wirklich plausibel sind. Und das Alles ohne Not. Denn Du hast diesen wunderbaren WMZ, mit dem Du die Heizlast ziemlich genau ermitteln kannst und ggf. auch den möglichen Maximalvolumenstrom. Es hilft Dir wenig, wenn sich hin und wieder jemand dazu hinreißen lässt, eine Einschätzung abzugeben. Und ebenso wenig hilft es Dir, wenn jetzt noch drei weitere Installateure ihre Zeit "opfern", um Dir ein Angebot auszuarbeiten, von dem niemand weiß, wie gut es passt.
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01.02.2026 10:24:46 |
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01.02.2026 14:56:20 |
Es sind nur HK. Insgesamt 21. was meinst du mit Volumenstrom? Also kann ich Volumenströme der WMZ addieren oder wie funktioniert das ?
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01.02.2026 15:11:14 |
WP brauchen immer Mindestvolumeströme (die Wolfs übrigens besonders viel). Und da ist es gut, wenn Du die in Summe (s.WMZ) auch ohne Rauschen durchs Haus bekommst. Die Spreizung zwischen Vorlauf und Rücklauf ergibt sich außerdem aus dem Volumenstrom. Dabei wäre es für die Effizienz gut, wenn sich nicht viel mehr als 5K Temperaturdifferenz ergibt. Ich weiß nicht inwieweit Du das mit Deiner jetzigen Heizung und Umwälzpumpe (auf höchste Stufe stellen) ermitteln kannst.
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01.02.2026 15:21:29 |
Der WMZ misst den Volumenstrom und den Temperaturunterschied zwischen vor und Rücklauf. Dadurch ermittelt er die Wärmemenge Dreh mal alle Thermostate an den HKs voll auf und stell deine Heizungspumpe immer höher, bis es hörbare Strömungsgeräusche in den HKs oder Leitungen gibt. In deinem WMZ sollte dann als Volumenstrom irgendwas zwischen 600-2000l/h angezeigt werden.
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01.02.2026 15:23:29 |
Oh ja verstehe. Ich habe gerade mal geguckt. Die Spreizung liegt bei 5 K und die Summe der Volumenströme der drei Wärmemengenzähler ergibt aktuell 1850 l/h und maximal am heutigen Tag 2150. Es sind allerdings von den 21 Heizkörpern nur 17 offen.
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01.02.2026 15:30:31 |
Wenn du eine Spreizung von 5 K hast, kriegst du mit 1850l/h 10,78 kW im Haus verteilt. Bei 2150l/h wären es 12,47 kW Für die Standardmaschinen (Vaillant/Viessmann/Buderus) ist das ausreichend. Schau mal, ob du noch höher gehen kannst, wenn alle ganz auf sind und die Pumpe auf höchster Stufe läuft.
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