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02.02.2026 09:45:10 |
Hallo und schon einmal danke für eure hilfeichen Antworten: ich habe vor Kurzem ein Häuschen aus Mitte der 90er Jahre gekauft. Ca. 120qm Wohnfläche. 2 Etagen Quasi ausschließlich mit Heizkörpern ausgestattet (das Bad hat auch eine Fußbodenheizung - allerdings mit demselben einen Heizkreis). Mittlerweile fast überall 3-fach-Verglasung, Dämmung Hohlschicht Mauerwerk. Ich habe die letzten Monate genutzt um die Vaillant Gas- Brennwerttherme mit integriertem Warmwasserspeicher zu optimieren. Ja, ich habe nicht alle Räume im Winter konstant durchbeheizt und ich habe aber auch nicht meine Nachtabsenkung (21:00 - 5:00) "geopfert". Angelangt bin ich aktuell bei Heizkurve 0,6 mit 43° Vorlauftemperatur bei 0° (50° bei -10°) NAT -8,2° Ich habe auch die Brennerleistung auf 5KW begrenzt. Auch bei -10° in der Nacht wird es überall angenehm warm. Wenn, ja wenn ich das eine eigentlich nicht genutzte Zimmer nur wenig beheize und das obere große Bad nur morgens und abends. Ich habe ja quasi die 8 Stunden Nachtabsenkung immer noch als "Reserve". Hinsichtlich Taktung liege ich aktuell bei über 80min Laufzeit je Brennerstart. Da bin ich vermutlich also auch relativ nah am realistisch Möglichen. Nun aber zu meinen Fragen: 1. Anschluß an Heizkreis da das Bad mit der Gastherme sich im ersten und obersten Obergeschoß in der Hausmitte befindet, wäre es für mich einfacher im Erdgeschoß am "anderen Ende des 2-Rohr-Heizkreises" anzusetzen. Denkt ihr das könnte Probleme bereiten? 2. Warmwasser aufgrund der Lage der Gastherme habe ich keine einfache Möglichkeit die Wärmepumpe direkt an den Warmwasserspeicher anzuschließen. Sollte ich mich / die Leitungen da verbiegen oder eine Alternative nutzen? Wir sind zu Zweit und kommen mit einem 80l Speicher eigentlich gut über den Tag. Wenn im Sommer die PV das Warmwasser bereitet, kommen wir eigentlich mit 1 Stunde Aufheizen per 2,2kW Heizstab aus. Wäre im Winter halt JAZ ~1 (wobei das nur geschätzt ist, da wir im Winter noch nie den Heizstab benutzt haben), würde die WP ja entlasten und eine Brauchwasserwärmepumpe möchte ich mir eigentlich auch nicht IN das Haus stellen 3. Volumenstrom Vor- und Rücklauf bei meiner Therme sind in 3/4” ausgeführt. Ich habe beim einzigen 33er Heizkörper (Wohnzimmer) recht deutliche Strömungsgräusche, die ich erst kürzlich weitgehend beseitigen konnte. Durchfluß damit nur 6,63l/min. Spreizung der Gastherme dürfte ca. 10K betragen. Mit welchem Volumentsrom sollte ich bei einer WP kalkulieren? Wie komme auf den für meine Situatin passenden? 4. Lautstärke ja, ich bin lärmempfindlich, möchte aber auch die Nachbarn "schonen". Bei uns ist nach vorne raus in einem 1500° Winkel das nächste Gebäude erst nach über 30m, das sollte also passen, speziell da dazwischen noch eine kleine Straße ist. Zwei Hecken sollten auch nicht schaden. Wie ist's aber rückseitig? Hole ich mir da Probleme in mein eigenes Haus? Bisher habe ich die WP immer parallel zur Hauswand aufgestellt gesehen. Könnte ich die auch, sagen wir, in einem 30° Winkel aufstellen oder schaffe ich mir dadurch neue Probleme? Jeder ernst gemeinte Rat resp. Denkanstoß hilft ;-) Danke sehr P.S.: noch ein paar Infos allgemeinerer Art: - eine Heizlastberechnung ist erfolgt und ich sollte mit einer 5KW WP auskommen - diese Heizlastberechnung im Internet liefert mir sogar nur 4,3 KW für eine WP. Da merke ich gerade Abweichungen bei meinen eingestellten 5KW der Gastherme (ja, die hat sicherlich zusätzliche Verluste) - in der Größenordnung 5KW hat mir auch der örtliche Heizungsbauer eine WP geplant und bepreist (25k€ ohne Förderung) und neben der WP will er, wie auch überregionale Anbieter, mir noch 2m^2 an Zusatztechnik im Haus verbauen. Kein Platz dafür, aber ehrlich gesagt auch nicht wirklich gesteigerte Lust, mir unnötigen "Krempel" in die Bude zu stellen
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02.02.2026 09:57:32 |
Zu 1 Man muss die WP schon da anbinden, wo das dicke Rohr ist = da wo die Therme steht. Eine Ausnahme wäre, wenn die dicke Sammelleitung bis zu der Stelle geht, wo man dann in einem anderen Geschoss einbinden möchte. Man aber benötigt auf alle Fälle eine Hydraulikmatrix, wieviel Massenstrom kommt bei welchem Heizkörper an, damit alle regelrecht versorgt werden. 6,63 L/min sind gerade mal 400 L/h, damit funktioniert überhaupt keine Wärmepumpe. Oder der Rest müsste über einen Trennpuffer übergeströmt werden.(sehr unschön, ca. 50 % effizienzschädigende Rücklaufanhebung) Wenns rauscht, ggf. umbauen auf 2 Radiatoren per T-Stück oder einen neuen Heizkörper plazieren und separat einbinden (geht of gut im EG mit neuer Leitung unter der Kellerdecke) Gruß Dipl.-Ing. Anlagentechnik Frank-Rolf Roth www.waermepumpendoktor.com (Planung, Baubegleitung, Anlagen-Optimierung, Betreiberschulung) Referenz-Wärmepumpenanlage der Energieagentur-NRW So wird’s gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=JqPpRR6vQl4
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02.02.2026 10:54:16 |
Für 2 Personen und "normales" Dusch bzw Badevergnügen würde eventuell ein E- Boiler mit 80(100) L reichen da bereits eine PV vorhanden ist welche diesen in etwa 2/3 des Jahres bedienen könnte! Betreffend der Anbindung deiner angedachten WP schließe ich mich Frank Pantry an, da muß man die Anlage erst gewissenhaft hydraulisch erforschen und schauen ob man die erforderlichen Durchflusswerte zustande bringt!
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02.02.2026 11:14:45 |
Ergänzend zu den Vorrednern: VL 43/0 bzw 50/-10 sind für eine WP weit entfernt von optimal. Wieso wird nicht ohne Nachtabsenkung getestet wie weit der VL wirklich runter könnte?
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02.02.2026 12:09:06 |
war ein erster Versuch, Haus, Heizung und Wohlfühlgefühl zu testen
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02.02.2026 12:09:53 |
Zitat von Frank_Pantry  geht of gut im EG mit neuer Leitung unter der Kellerdecke[...] bei uns in der Region hat's leider oft keinen Keller, so auch hier ;-)
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02.02.2026 12:12:19 |
Zitat von Frank_Pantry  Wenns rauscht, ggf. umbauen auf 2 Radiatoren per T-Stück oder einen neuen Heizkörper plazieren und separat einbinden (geht of gut im EG mit neuer Leitung unter der Kellerdecke)[...] ich denke daher rührt das Problem: das Wohnzimmer hatte zuvor 2 Heizkörper, vermutlich Standard 22er. Einer wurde abmontiertum den Wintergarten zu beheizen, der andere in einen 33er getauscht. Eine doppelte Heizungskatastrophe, aber es ist, wie es ist. Ist eben ein Haus im Bestand.
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02.02.2026 12:25:43 |
Zitat von Frank_Pantry  Zu 1 Man muss die WP schon da anbinden, wo das dicke Rohr ist = da wo die Therme steht. Eine Ausnahme wäre, wenn die dicke Sammelleitung bis zu der Stelle geht, wo man dann in einem anderen Geschoss einbinden möchte. Man aber benötigt auf alle Fälle eine Hydraulikmatrix, wieviel Massenstrom kommt bei welchem Heizkörper an, damit alle regelrecht versorgt werden. 6,63 L/min sind gerade mal 400 L/h, damit funktioniert überhaupt keine Wärmepumpe. Dick ist ja relativ, es dürften im EG dieselben Rohre in 3/4" sein wie direkt an der Gastherme im OG .. es sind definitiv nicht die dünnen Ärmchen die dann zu den Heizkörpern gehen. Wie komme ich zu einer "Hydraulikmatrix"? Ich habe aus einem kostenpflichtigen Internet-Tool einen Vorschlag für einen Hydraulischen Abgleich mit Durchfluß für jeden einzelnen Heizkörper. Bei 50° Vorlauftemperatur kommt der auf 250l/h in Summe bei nur 2 zu tauschenden Heizkörpern: WZ: Typ 33 - 600 x 1200 -> Typ 33 - 600 x 1400 Diele: Typ 22 - 600 x 700 -> Typ 33 - 600 x 700 Wenn eine WP nicht mit 400l/h funktioniert, mit wieviel dann? Bei 45° Vorlauftemperatur schlägt das Tool 4 zu tauschende Heizkörper vor .. der im WZ wäre dann 2 Meter breit. Eher illusorisch.
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02.02.2026 13:01:32 |
Wie - Frank_Pantry - schon geschrieben hat ihr habt realistisch nur einen Weg um zu einer gut funktionierenden WP zu kommen die Analyse deiner Anforderungen und vorhandnen Hydraulik . Ich kenne eine Reihe dieser 90iger "Sparhäuser" die von Bauträgern gebaut wurden und die überwiegenden haben ehrer ungünstige Hydrauliken. Mir habe die folgende Maßnahmen für die diversen Projekte geholfen eine gute Basis für die zu realisierende WP und Modifikationen der Hydraulik zu bekommen. a) Erstell erst mal einen Plan aus dem man die Hydraulik, Heizkörper (Typ,Größe), Rohrleitungen (Dimension) erkennen kann. b) In einem weiteren Schritt erstelle eine raumbezogene Heizlast- und eine Heizleistungbetrachtung, die ist eien erste Basis für ein Beurteilung von den Erfordernissen und Möglichkeiten. Mit diesen Informationen könnten entsprechende Hinweise geben werden.
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02.02.2026 14:00:27 |
Zitat von bstone  a) Erstell erst mal einen Plan aus dem man die Hydraulik, Heizkörper (Typ,Größe), Rohrleitungen (Dimension) erkennen kann. was ich aktuell habe ist eine Liste: 2 Etagen 1 2-Rohr-Heizkreis 3/4" an Therme im OG wie auch "am anderen Ende" im EG Die Heizlast bei berechneter Temperatur habe ich auch. EG: Wohnzimmer: Heizkörper Typ 33 - 600 x 1200, Heizlast: 1270 Watt (53 °C) Küche: Heizkörper Typ 22 - 500 x 1200, Heizlast: 536 (46 °C) Diele: Heizkörper Typ 22 - 600 x 700, Heizlast: 546 (53 °C) Schlafzimmer: Heizkörper Typ 22 - 500 x 1200, Heizlast: 724 (49 °C) Bad: (Handtuch) Heizkörper - 1852 x 516, zusätzlich Fußbodenheizung (beide gesteuert über 1 Thermostatventil), Heizlast Heizkörper: 117, Fußboden: 215 Hauswirtschaftsraum (ungeheizt): Heizkörper Typ 10 - 900 x 600, Heizlast: 147 (40 °C) OG: Schlafzimmer: Heizkörper Typ 22 - 500 x 90m Heizlast: 336 (40 °C) Bad: Heizkörper Typ 22 - 500 x 1100, Heizlast: 241 (40 °C) Gästezimmer (14°, da im Winter ungenutzt: 2x Heizkörper Typ 22 - 500 x 900, Heizlast: 2x 153 (40 °C) Mit meiner 1. Versuchseinstellung (Therme auf 5KW begrenzt, Heizkurve 0,6, 43° Vorlauftemperatur bei 0° (50° bei -10°), alle einstellbaren Heizkörpereinstellventile (also diese Dinger unter den Köpfen) voll auf): - blieb das Wohnzimmer auf gewünschter Temperatur (21°) - wurde die Diele etwas zu kühl und - die anderen Räume mußte ich per Thermostatkopf einbremsen Wie komme ich an die Länge(?) der Rohrleitungen? Schätzen?? Woher bekomme ich die ggfls. noch fehlenden weiteren Daten?
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02.02.2026 14:14:59 |
Frage : Wie komme ich an die Länge(?) der Rohrleitungen? Schätzen?? Woher bekomme ich die ggfls. noch fehlenden weiteren Daten?
Die Rohrlängen ist bei EFH eher eine unbedeutendes Kriterium , also grob messen/ schätzen. Viel wichtiger sind Rohrdimensionen von Steige/Hauptversorgungsleitungen, Stichleitungen.
Die 3/4" Leitung ist shcon mal eine gute Erkenntnis, da geht was. Die Heizkörper kennst du auch und dafür gibt es Tools z.B. https://www.waermepumpe.de/werkzeuge/heizkoerperrechner/
Für diie raumbezogen Heizlast gibt es Tools wie z.b. den Heizlastreport. Die Notwendigen Daten über Wände,Raumgröße und Bauweise kannst du den Bauunterlagen entnehmen.
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02.02.2026 14:23:48 |
Ein paar Anmerkungen: Zum Volumenstrom: Es gibt inzwischen einige WP in der 5kW-Klasse, bei denen der Mindestvolumenstrom mit gut 400l/h angegeben ist. Z.B. die kleinen Vaillants. Mehr wäre natürlich immer besser, auch um die Spreizung und damit die VLT zu reduzieren. Zur Warmwasserbereitung: Bei einer WP sollte der Speicher etwa doppelt so groß sein wie jetzt, damit man mit niedrigeren Temperaturen auskommt. DIe Kombination von PV mit Elektroboiler bringt vielleicht nicht viel. Es kommt darauf an, wieviel Leistung der braucht, und wieviel PV-Leistung Du hast. Die Max.-Leistung bekommst Du halt nur am 21. Juni um 12 Uhr mittags, wenn denn die Sonne scheint. Ein Batteriespeicher kann nur dann aushelfen, wenn er eine entsprechend hohe Entladeleistung hat - und natürlich vollgeladen ist. Und ein Boiler kostet ja auch nochmal zusätzlich Geld - und hat auch Speicherverluste. Ein Durchlauferhitzer ist keine gute Alternative, da er um die 20kW benötigt. Heizstab: Ich würde immer eine WP mit Heizstab wählen. Damit kannst Du z.B. bei einem Defekt am Außengerät weiter heizen und musst keine Sorgen haben, dass das Gerät einfriert. Bei Frost und fiesem Abtauwetter kann der Heizstab außerdem für eine schnellere Warmwasserbereitung sorgen. Als Standard würde ich die WW-Bereitung aber über die Wärmepumpe laufen lassen. Damit verbrauchst Du viel weniger Strom und kannst den Rest einspeisen. Und ich denke, dass es der Lebensdauer einer WP nicht groß schadet, wenn sie im Sommerhalbjahr einmal am Tag für die WW-Bereitung anläuft - bei angenehmen Außentemperaturen.
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02.02.2026 14:33:03 |
Zitat von obod0002  Wenn eine WP nicht mit 400l/h funktioniert, mit wieviel dann? ganz einfach: das hängt zu allererst mal von erwünschter Spreizung und Leistung ab. Erwünschte Spreizung ist <=5K, Leistung bei dir 5kW, ergibt 860l/h / 14,3l/min. Ist der Volumenstrom niedriger bringt sie entweder nicht die volle Leistung oder die Spreizung steigt, und damit sinkt der Wirkungsgrad. Mit deinen 6,63l/min sind bei 5K gerade mal 2,3kW drin. Was ich bisher nicht lesen konnte: ist denn noch Einzelraumregelung / Thermostate verbaut, oder sind die weg und das Haus wurde thermisch abgeglichen? Denn erst wenn das erfolgt ist lässt sich der Volumenstrom wirklich messen / ausprobieren.
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02.02.2026 14:42:40 |
Zitat von obod0002  Ich habe aus einem kostenpflichtigen Internet-Tool einen Vorschlag für einen Hydraulischen Abgleich mit Durchfluß für jeden einzelnen Heizkörper. Das ist dann wohl der heizreport gewesen. Der rechnet leider immer mit 10 K Spreizung, was für eine WP suboptimal ist. Da wäre eher 5 K angebracht, und damit bekommst du um die 860 l/h, was z.B. für eine 5 kW Vaillant auch der Nennvolumenstrom ist. Es gibt noch andere Berechnungstools wie DanBasic, easyPlan oder OV-Plan, die ohne diese unsinnige Berschränkung auskommen. Das nächste Ärgernis ist der Luftwechselverlust, den der Heizreport insbesondere bei Altbauten höher ansetzt als es der realität entspricht. Nebenbei kann der Heizreport beides auch richtig, aber nur im Abomodell für Fachbetriebe.
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02.02.2026 14:55:21 |
WP nutzen Variatione von Volumenstrom und Spreizung um die Wärme bereitzustellen. Qwp[kWh]= 1.16 * 60 * dTs [K] * VLS [l/min] Die Spreizung dTs sollte bei 4-5K betragen VLS [l/min] = Qw / (1.16 * 60 * 5) ... Die VLT spielt für die Wärmemenge keien Rolle da es sich um eine Differenzbilanzierung handel. Die Spreizung zwischen VLT und RT ist die entscheinde Größe um die Wärmemenge von einer Heizfläche an den Raum abzugeben.Ob der Volumenstrom ein Problem wird hängt im wesentlichen von den Rohrquerschnitten ab. Der aktuell mit einer Gasheizung gemessen Volumenstrom ist an deren Bedürfnisse angepasst und auch nicht ohne weiteres Aussagekräftig oder für Test manipulierbar. Zusätzllich sind auch z.T die Heizkörper angedrosselt.
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02.02.2026 15:25:08 |
Zitat von bstone  Die Spreizung zwischen VLT und RT ist die entscheinde Größe um die Wärmemenge von einer Heizfläche an den Raum abzugeben.[...] Ne - es geht bei der Raumheizleistung um die sogenannte Übertemperatur, dh. mittlere Heizkörpertemperatur im Verhältnis zur Raumtemperatur.
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02.02.2026 15:49:49 |
Zitat von Wunsen  Ne - es geht bei der Raumheizleistung um die sogenannte Übertemperatur, dh. mittlere Heizkörpertemperatur im Verhältnis zur Raumtemperatur. Nein, die spielt nur eine Rolle um zu schauen ob der Heizkörper / die Heizfläche die Heizleistung bringt. Ändert aber nichts am nötigen Volumenstrom, der von Heizleistung und Spreizung abhängig ist.
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02.02.2026 16:02:43 |
Vielleicht sind wir uns grundsätzlich einig. Aber es war zumindest unverständlich beschrieben. Es geht einmal um delta T (VL-RL) und Volumenstrom, um die Leistung der Wärmepumpe zu definieren. Diese Leistung bleibt auf beliebigem Temperaturniveau identisch. Bei der Wärmeleistung im Raum geht es dann um das delta T zwischen Heizflächen-Mitteltemperatur und Raumtemperatur, und das gepaart mit der Heizflächengröße. Dieses delta T kann man mit einer nahezu beliebigen Spreizung erreichen. Sie spielt dort also keine Rolle mehr - innerhalb der technisch möglichen Grenzen.
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02.02.2026 17:19:38 |
Schade, dass du den Winter nicht genutzt hast sinnvolle Daten zu ermitteln. Insbesondere Nachtabsenkung und die unbeheizten Räume. Nachtabsenkung meinetwegen um 2°C weil Nachts niemand lüftet, aber nicht mehr. Wohnzimmer und Diele hättest testweise mal mit Lüftern versehen können, um mit der VLT weiter runter zu kommen. Aber evtl. gibt's ja noch die Möglichkeit das nachzuholen. Problematisch ist auch, dass der Brenner nicht durchläuft. Da solltest mindestens die echte Vorlauftemperatur ermitteln. Evtl. läuft der Brenner durch Hysterese praktisch über weite Strecken mit z.B. 4°C höherem Vorlauf als laut Heizkurve eingestellt. Dann bräuchtest bei passendem Modulationsbereich eher ne höhere Heizkurve. Oder es gibt keinen Pumpennachlauf (oder nur sehr kurz), der Vorlauffühler ist schnucklig eingepackt und die Heizung sieht den zu hohen Vorlauf sehr lange, die Heizkörper sind aber längst abgekühlt. Dann läuft der Brenner evtl. nur 50% der Zeit und du hast an den Heizkörpern bei 0°C Außentemperatur effektiv eher 38°C statt der nominalen 43°C. Da muss man dann schon genau hinsehen und insbesondere auch die Heizleistung der Heizkörper richtig bewerten. Sonst ist der Test auch nur für die Tonne. Heizlastberechnung ist auch so ne Sache. Du schreibst von Wintergarten und HK im Wintergarten, der kommt bei der Heizlast aber nicht vor. Wäre die Frage, ob du die U-Werte dann auch geeignet gesetzt hast. Selbst wenn er nicht beheizt wird ist es an der Wohnzimmerwand/ Fenster nicht Außentemperatur haben sondern signifikant mehr. Bad kommt mir in der Heizlast sehr wenig vor. Lüftungsverluste sind generell auch viel zu hoch angesetzt und entsprechen auch oft nicht dem tatsächlichen Lüftungsverhalten. Wir Lüften das Wohnzimmer fast nie direkt, sondern eigentlich immer über die Terrassentür aus der Diele (WZ-Tür grenzt da allerdings an) und über die Küche (insbesondere beim/nach dem Kochen und dann ists da eh zu warm). Bei 2 Personen in nen 40qm-Wohnzimmer brauchst logischerweise auch nur gut die halbe Luftwechselrate wie bei 20qm.
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02.02.2026 18:02:11 |
Zitat von obod0002  - in der Größenordnung 5KW hat mir auch der örtliche Heizungsbauer eine WP geplant und bepreist (25k€ ohne Förderung) und neben der WP will er, wie auch überregionale Anbieter, mir noch 2m^2 an Zusatztechnik im Haus verbauen. Kein Platz dafür, aber ehrlich gesagt auch nicht wirklich gesteigerte Lust, mir unnötigen "Krempel" in die Bude zu stellen [...] Ohne Warmwasserspeicher wird es nicht unbedingt billiger gehen. Dann müsstest du auf Durchlauferhitzer umstellen, was natürlich kostet. Da würde ich lieber Platz im Heizungsraum machen (außer der ist dein Bad)
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02.02.2026 18:04:59 |
Zitat von sh2807  Schade, dass du den Winter nicht genutzt hast sinnvolle Daten zu ermitteln. [...] Was willst du denn an sinnvollen Daten denn noch haben? Heilast ist laut Berechnung 5 KW. Angenommen gemessen sind es möglicherweise 3 KW, was doch eher unwahrscheinlich ist. Dann kann man bei Vaillant eine kleiner nehmen, aber die modulieren beide gleich weit runter. Was spart man da dann? Der Threadstarter hat doch gesehen, dass er durch seine Vorlauftemperatur eine Wärmepumpe wirtschafltich sinnvoll betreiben will. 5 KW Gerät rein und fertig. Man kann sich die Welt auch unnötig kompliziert machen
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02.02.2026 18:49:02 |
Sehe ich auch so. Wenn die WW-Bereitung über die WP laufen soll, was am Einfachsten wäre, würde ich ohnehin nicht unter 5kW gehen. Sonst dauert das zu lange. Außerdem ist die NAT mit -8° C relativ hoch. D.h., man wird hier recht oft mit typischem Abtauwetter zu tun haben, so dass eine kleine Leistungsreserve nicht schaden kann. Das Feintuning der Heizkurve kann man im WP-Betrieb immer noch machen. Und bei Bedarf noch ein oder zwei Heizkörper tauschen.
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02.02.2026 20:39:13 |
Bei mir hat es geeilt. Die Ölheizung war defekt. Zumindest hab ich jede Woche was neues repariert. Da habe ich eine Heizlastberechnung mit Heizreport gemacht und genau die wp genommen, die mir vorgeschlagen wurde. Also die nächst größere. Ich habe einfach geschaut, wie weit die runter modulieren kann. Und da hab ich logischerweise die größere genommen, da die Untergrenze gleich war. Da braucht man nicht mit Heizlüfter im Flur irgendwas simulieren und sich wirr machen. Wenn du allerdings ne wp im Auge hast wo die Untergrenze der Modelle alle unterschiedlich sind, sieht das anders aus.
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03.02.2026 06:56:52 |
ein paar Ideen zum Thema: * Nachtabsenkung, warum habe ich nicht .. -vllt weil ich's nicht besser wußte - weil ich immer eine Nachtabsenkung hatte - weil die Zimmeremperatur über die 8h nur um etwa 1° abfiel - und noch ein ganz wichtiger: weil ich nach der ganzen Maloche ruhig schlafen wollte, obwohl der Architekt die Therme direkt neben das Schlafzimmer verortet hat und der letzte Heizungsbauer festgestellt hat "da geht noch mehr" und seine Exekutive angewiesen hat, den metallenen Korpus der Umwälzpumpe direkt auf die beflieste Trennwand zu schrauben. Nein, da ist kein Millimeter Luft oder gar ne Entkopplung. Ja, es ist vieles änderbar, aber eben halt nicht alles und sofort * habe ich den Wintergarten berücksichtigt? - nein, da die Auslegung der Heizung anhand planbarer Werte erfolgen sollte. Ja, ich nehme die NAT als Ausgangspunkt, auch weil's die letzen beiden Jahre doch recht kalt war. Die Vorgabe aber, die Luft im Haus alle 2h zu tauschen, auch wenn's draußen NAT hat, oder ganz allgemein vor'm Spielfilm am Sonntag die Luft einmal komplett auszutauschen und dann nochmals um 22Uhr, um Mitternacht, 2, 4, 6 Uhr bewerte ich dann doch als "graue Theorie". Andererseits: ich werde die solaren Zugewinne durch den Wintergarten nicht genau in die Zeit der kältesten Außentemperaturen legen. In der Woche um den 11. Januar 2026 hatten wir eine Stunde Sonnenschein; im Februar des vergangenen Jahres um die kälteste Außentemperatur 1,5h. Das scheint mir dann eben nicht vorhersehbar.
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03.02.2026 06:57:04 |
Zitat von Wunsen  Sehe ich auch so. Wenn die WW-Bereitung über die WP laufen soll, was am Einfachsten wäre, würde ich ohnehin nicht unter 5kW gehen. Sonst dauert das zu lange.
Außerdem ist die NAT mit -8° C relativ hoch. D.h., man wird hier recht oft mit typischem Abtauwetter zu tun haben, so dass[...] Es gibt auch die Möglichkeit einen kleinen wandhängenden Warmwasserspeicher als Brauchwasserwärmepumpe in der Nähe des Bades zu platzieren. Dann kann die WP zum Heizen durchlaufen, hat kein 3-Wege-Ventil und kann den Warmwasserbedarf angepasst an die zwei Personen da hinpacken, wo er benötigt wird.. Gibts von Ariston oder Panasonic.... Achso Gegen BWWP. Dann Komando zurück.
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