Hallo Jan,
ich stand im vergangenen Jahr vor einer vergleichbaren Frage und kann Dir versichern, dass man eine Pana L wunderbar mit einem wasserführenden
Kaminofen kombinieren kann, in unserem Fall ein 14,9 KW CTM mit 11 KW wasserseitiger Leistung. Bei uns übernimmt seit April 25 die Panasonic L (5 KW Variante) als primärer Wärmeerzeuger den Ersatz der alten
Gasheizung, ich nutze den integrierten 185 Liter
Brauchwassertank in der Inneneinheit mit sehr geringen Verbräuchen für die Brauchwassererwärmung, die Isolation des Tanks ist hervorragend. Ich hatte vorher eine 100er Ariston, davor eine Drops 4.1, weiß also, wovon ich schreibe...
Meine Anmerkungen habe ich jeweils eingetragen:
Was mich brennend interessiert:
1.
Regelung im Alltag: Wie wird das Zusammenspiel gelöst? Wird die WP über den Pufferfühler einfach "stoppen", wenn der Ofen zündet, oder soll hier ihr eine intelligentere
Vorrangschaltung (z.B. über
Smart Home/Home Assistant)?
Die Wärmepumpe geht in ruhende Funktion des Außengerätes, wenn der
Pufferspeicher über den Kaminofen erwärmt wird. Wenn der Puffer wieder "entleert" ist und sich der eingestellten Zieltemperatur nähert, übernimmt wieder die Wärmepumpe. Für mich ist diese Regelung völlig ausreichend, einfache
Steuerung durch
Temperaturkontrolle im Pufferspeicher, verwaltet durch die Pana. Die Frostsicherung der Außeneinheit funktioniert ebenfalls.
2. Hydraulische Tücken: Sind Probleme mit Fehlzirkulationen oder Geräuschen beim Umschalten zwischen WP-Direktbetrieb und Puffer-Entladung zu erwarten?
In unserem Fall kommt die obligatorische Zusatzplatine zum Einsatz, um die notwendige Mischerregelung zu ermöglichen. Dabei hatten wir bei unserem alten Mischer Zappelgeräusche über die Panasonic Platine festgestellt. Durch Abkopplung über Finder Relais konnte das Problem behoben werden, die Steuerung funktioniert nun 1a. Wir fahren das System über einen 800 Liter Puffer in Parallel-Stichanbindung, dieser hilft auch dabei, in der Übergangszeit übermäßiges Takten zu vermeiden.
3. Wohlfühlfaktor vs. Aufwand: Ergibt es mit Blick auf den Reinigungs-/
Wartungsaufwand im Vergleich zum reinen WP-Betrieb grundsätzlich Sinn?
Dies ist eine Frage der individuellen Rahmenbedingungen, wir befeuern unseren Kaminofen gern ab den frühen Abendstunden und haben bei Dauerfrost einen Holzverbrauch von 0,1
Raummetern und einen elektrischen Bedarf inkl. Warmwasser von unter 20 KWh pro Tag. Warmwasser wird nur durch die Wärmepumpe erzeugt, hier erwärmen wir 1 mal täglich von 14 - 15 Uhr, der tägliche Verbrauch für Warmwasser liegt bei 1 bis 1,5 KWh, wobei Geschirrspüler und WaMa über Warmwasser mitversorgt werden.
Wenn wir keine Lust auf Holzheizen haben, kommt unsere Mitsubishi
Multisplit Anlage zum ergänzenden Einsatz, sofern uns das Temperaturniveau nicht ausreicht.
4. Die "Kleinigkeiten": Gibt es Bauteile (Rückschlagventile, Entlüfter,
Schlammabscheider), die den entscheidenden Unterschied machen, damit das System stabil läuft?
Ich habe gelesen, dass ein zusätzlicher Schlammabscheider vor dem Eingang des Außengeräts zum Schutz des Plattenwärmetauschers sinnvoll sein kann. Für die Entlüfter der Vor und Rücklaufleitung habe ich zusätzliche
Absperrventile verbaut, um im Havariefall einen möglichen R290 Eintrag gesichert auszuschließen.
Ich hoffe, diese Infos helfen weiter...
Viele Grüße