Moin moin,
nach langem Mitlesen bin ich nun angemeldet, weil ich mir für die ein oder andere Frage zu meiner Heizungsanlage hier etwas Unterstützung erhoffe.
Unsere Heizung ist eine Brötje BMK 20/24 SSP 100 B und wurde 2021 eingebaut. Unsere vorherige Junkers-Therme funktionierte gut, war aber in die Jahre gekommen. Durch die neue Heizung senkte sich der Gasverbrauch deutlich.
Die Heizung versorgt ein Einfamilienhaus aus 1999 mit ausschließlich Heizkörpern. Lediglich im Bad ist eine Fußbodenerwärmung über den Rücklauf verbaut. Die Heizung wird komplett witterungsgeführt betrieben, ein Raumgerät gibt es nicht (kein Kabel vorhanden). Wir beheizen ca. 120 qm. Allerdings nur Wohnzimmer, Küche und Bad voll, die übrigen Räume weniger, da wir es nicht so warm mögen. Bisher haben wir ausschließlich per Thermostat geregelt, ob ein Raum warm sein sollte oder nicht.
Derzeit befasse ich mich etwas damit, die Heizung besser zu verstehen und möglichst ihren Betrieb zu optimieren. Dazu logge ich über ein Zusatzmodul (BSB-LAN) diverse Daten mit. Anlass meiner Bemühungen ist folgender: Ich nutze an meinen Heizkörpern elektrische Thermostate von HomematicIP. Dabei ist mir aufgefallen, dass diese Thermostate oft nur gering geöffnet sind, obwohl der Raum warm ist. Die Heizung hingegen taktete in der Vergangenheit offensichtlich stark: Seit 2021 habe ich wohl 48830 Brennerstarts bei 8447 Brennerstunden. Das wären knapp 6 Brennerstarts pro Stunde. Sicher zuviel?
Zunächst habe ich nun die Thermostate in den zu heizenden Räumen voll geöffnet und dann ein wenig an der Komforttemperatur und der
Heizkurve gedreht. Mit dem Ergebnis, dass in den letzten 5 Tagen bei 71 Brennerstunden nur noch 30 Brennerstarts hinzu gekommen sind. Also etwa 0,4 Brennerstarts pro Stunde. Besser?
Die Heizung scheint jetzt mehr oder weniger durch zu laufen. Allerdings frage ich mich, ob dass nun mehr oder weniger Gas verbraucht als der ständige Taktbetrieb.
Beim Loggen der Daten ist mir nun ein Phänomen aufgefallen: Jeden Vormiittag gegen 10:40 bis 11:00 Uhr fällt plötzlich die Kessel-Solltemperatur um ziemlich genau 10 Grad ab. Dadurch sinkt dann natürlich auch die tatsächliche Kesseltemperatur. Und in den Räumen wird es etwas kühler.
Ich habe dafür keine Erklärung. Die Zeitprogramme für Heizung und Warmwasser laufen von 06:00 Uhr bis 22:00 Uhr. Auch die Außentemperatur ändert sich nicht gravierend. Sonne scheint grad nicht, und falls doch, würde sie den Außenfühler kaum beeinflussen, da dieser an der Nordseite unterm Dachüberstand hängt.
Hat hier jemand einen Tipp für mich?
EIne weitere, ganz andere Frage: Es gibt bei meiner Heizung die Parameter
701 Heizkreis 1 - Wärmer / Kälter: 1 - …
701.1 Heizkreis 1 - Temporär wärmer: 0 - Kälter
701.2 Heizkreis 1 - Temporär kälter: 2 - Wärmer
Was bedeuten die, was bewirken die, was kann ich damit machen?
So, nun ist der Text doch etwas länger geworden. Vielen Dank fürs Lesen.
Winterliche Grüße vom Jens