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Umrüstung Gas zu WP: sehr niedrige Heizlast, WMZ vorhanden, keine Eile, (noch) wenig Ahnung
Verfasser:
universaldilettant
Zeit: 08.02.2026 21:04:09
0
3931513
Servus zusammen,

ich habe vor, in wenigen Jahren meine bestehende Gasbrennwerttherme durch eine Wärmepumpe zu ersetzen. Ich habe mir in der Vergangenheit schon einige Tipps aus dem Forum geholt, beispielsweise einen Wärmemengenzähler installiert, um die Verbräuche und Leistung messen zu können. Danke schonmal dafür!

Stand jetzt, in Stichworten:

Vor kurzem saniertes EFH aus den 50ern
- Standort 854XX
- Dach, Fassade gedämmt
- Neue Fenster
- Fußbodenheizung in den Wohnräumen, Radiatoren in den Schlafzimmern

Nach Sanierung gnadenlos überdimensionierte Gastherme (15 kW, moduliert bis ca. 4 kW runter)
- Alles auf einem Heizkreis
- Thermisch abgeglichen
- Wärmemengenzähler installiert

Smart Home loggt Heizleistung, Wärmemenge, Volumenstrom, Vorlauftemperatur (Soll und Ist), Brennerstarts, Außentemperatur, Innentemperatur, uvm.
- Heizlast am 6./7. Januar 2026 (Tiefstwerte ca. -12°C, Mittelwerte ca. -6 °C) 2,9 kW, Vorlauf 36°C
- Heizung taktet ununterbrochen
- Heizlast zur Übergangszeit ~1 kW

Flüssiggas (Tank auf Grundstück) reicht noch ca. 3 Jahre

Meine bisherige Recherche, beispielsweise der Wärmepumpentest der Stiftung Warentest und darauf folgendes Studium der Datenblätter auf den Herstellerwebsites zeigt mir, dass es nicht üblich ist, Luft-Wärme-Wärmepumpen mit so wenig Leistung zu bauen, jedenfalls habe ich nicht wirklich was gefunden
(bspw. jeweils die kleinste Version: Viessmann Vitocal: 1,8 kW bis 4,5 kW; Alpha-Innotec Hybrox: 2,16 kW bis 5,50 kW; Stiebel-Eltron WPL-A: 1,7 kW bis 4,9 kW).

Übersehe ich da etwas, oder habt ihr konkrete Tipps?

Des Weiteren bin ich am Überlegen, ob die Installation einer separaten BWWP in naher Zukunft sinnvoll sein könnte (100 l bei 40°C reichen!).

Sollte ich wichtige Infos vergessen haben oder ihr noch mehr wissen wollen, meldet euch gerne!

Vielen Dank!

Verfasser:
Chaot
Zeit: 08.02.2026 23:37:00
0
3931569
Zitat von universaldilettant Beitrag anzeigen
Servus zusammen,

ich habe vor, in wenigen Jahren meine bestehende Gasbrennwerttherme durch eine Wärmepumpe zu ersetzen. Ich habe mir in der Vergangenheit schon einige Tipps aus dem Forum geholt, beispielsweise einen Wärmemengenzähler installiert, um die Verbräuche und Leistung messen[...]
Wir werden sobald die Gastherme den Geist aufgibt, eine größerer Reparatur ansteht, spätestens aber in 6 Jahren auf WP umsteigen und auch für unsere Heizlast (10 Tage in 13 Jahren mit mehr als 3,5kW über 24h) scheint nicht zu den Leistungen der WPs zu passen. Da wir nur FBH haben und unser Haus nicht so schnell auskühlt, mache ich mir aber keine Sorgen. Dann taktet die WP eben auch bei kälteren Temperaturen, aber mit sehr langen Phasen (viele Stunden an, viele Stunden aus). Mit FBH hat man soviel Speichervolumen, dass die Überdimensionierung kein Problem werden sollte.

Verfasser:
Chaot
Zeit: 08.02.2026 23:42:23
5
3931571
Zitat von universaldilettant Beitrag anzeigen
Des Weiteren bin ich am Überlegen, ob die Installation einer separaten BWWP in naher Zukunft sinnvoll sein könnte (100 l bei 40°C reichen!).[...]
Wenn ihr so geringen WW-Bedarf habt, ist der Jahresverbrauch für die WW-Bereitung ebenfalls gering und sollte von der zukünftigen, sowieso zu großen WP locker mitgemacht werden können. Ich würde dafür keine Zusatzinvestition tätigen.

Verfasser:
Pete1208
Zeit: 09.02.2026 10:27:10
0
3931643
Die neuen Luft-WP mit Propan (R290) als Kältmittel können ziemlich weit runter modulieren, bis unter 1 kW Heizleistung.

Vaillant hat z. B. eine Luft-WP mit 3,5 kW Nennwärmeleistung im Angebot. Die müsste bis unter 1 kW Heizleitung modulieren können.

Wenn Du ohnehin das "Problem" der niedrigen Heizlast hast, dann brauchst Du auf keine Fall eine extra WP für das Brauchwasser.

Verfasser:
joe115
Zeit: 09.02.2026 10:41:01
3
3931653
Du brauchst eine Pumpe mit 5 bis 5,5kW. Kleiner auf keinen Fall und die meisten Pumpen mit 5kW gehen soweit runter wie die ganz kleinen.

Deine 2,6kW bei -6grad Tagesmittel musst du linear auf deine NAT rechnen, dann hast du den worst case beim Heizen. Dazu noch 10kWh für WW. Abzuziehen sind 1-2h Abtauen. Ein kleiner Heizstab mit 3kW dazu, falls die WP mal ausfällt.

Ich würde gegen eine BWWP votieren: die steht in der thermischen Hülle und zieht die bereits durch die Heizungs-WP aufgewärmte Luft. Das ist hochgradig ineffizient. Ich empfehle dir, mal einen Hygienespeicher mit 500-800l anzuschauen; den kannst du mit WP tauglichen 45grad Wassertemperatur fahren. 40grad wird zu wenig sein, außer du bist Schnellduscher mit kurzen Haaren. Mit den großen Speicher hingegen reicht es, einmal am Tag, früher Nachmittag, da ist es am wärmsten, WW zu machen. Das ist in 1-1,5h erledigt und die Räume kühlen kaum ab, auch nicht mit HK.

Herstellertipp: Daikin Altherma 4H und Ech2o 500 vom Kältebauer. Aber es gibt viele Alternativen.

Verfasser:
Pete1208
Zeit: 09.02.2026 10:52:10
0
3931661
Zitat von Pete1208 Beitrag anzeigen
Die neuen Luft-WP mit Propan (R290) als Kältmittel können ziemlich weit runter modulieren, bis unter 1 kW Heizleistung.[...]
Ich muss meine Aussage etwas relativieren. Die 1 kW gelten nur bei niederigen Temperaturen im Frostbereich. Bei +10 °C liegen sie auch eher bei gut 2 kW Heizleistung.

Die NIBE F2050-6 (Nennwärmeleistung 5 kW, Kältemittel R32) kommt lt. Leistungsdiagramm bei +10 °C bis 1,5 kW Heizleistung runter.

Verfasser:
joe115
Zeit: 09.02.2026 12:33:50
0
3931712
Zitat von Pete1208 Beitrag anzeigen
Zitat von Pete1208 Beitrag anzeigen
[...]
Ich muss meine Aussage etwas relativieren. Die 1 kW gelten nur bei niederigen Temperaturen im Frostbereich. Bei +10 °C liegen sie auch eher bei gut 2 kW Heizleistung.

Die NIBE F2050-6 (Nennwärmeleistung 5 kW, Kältemittel R32) kommt lt. Leistungsdiagramm bei +10 °C bis 1,5 kW[...]


Die Daikin Altherma 3R mit 6 oder 8kW kommt thermisch sicher bis 1,5kW runter, bei um die 10°C. Gesehen habe ich auch schon 1,2kW, aber bin mir nicht sicher, dass sie die dauerhaft erbringt. Meist schalte ich bei den Temperaturen die WP schon ab (so ab spätem Nachmittag für die Nacht). Von der 4kW Variante habe ich auch schon thermische Leistungen unter 1kW vernommen, aber nicht selbst gemessen.

Generell ist die Modulationsbreite bei R32 (das dieses Jahr zum letzten Mal verbaut werden darf) höher, etwa 1:6, ggü etwa 1:3 bei R290. Das hängt nach meinem Verständnis mit der Schmierung des Verdichters zusammen, die bei R32 leichter zu gewährleisten ist (aber ich weit davon entfernt, das im Detail zu verstehen).

Die Altherma 3R/4kW (die in der Realität auch bei Minustemperaturen etwa 5,5kW erbringt und bei WW noch mehr) wäre sicherlich für den T.E. geeignet, wenn er noch auf R32 gehen möchte.

Verfasser:
Chaot
Zeit: 09.02.2026 15:44:14
0
3931790
Zitat von joe115 Beitrag anzeigen
Generell ist die Modulationsbreite bei R32 (das dieses Jahr zum letzten Mal verbaut werden darf) höher[...]
Ich habe irgendwo gelesen, dass R32-Anlagen wegen des kritischen Kältemittels zu Dumpingpreisen rausgeschmissen werden werden und man darauf nicht mehr setzen sollte...

Verfasser:
ajokr
Zeit: 09.02.2026 16:12:26
1
3931799
Zitat von Chaot Beitrag anzeigen
Zitat von joe115 Beitrag anzeigen
[...]
Ich habe irgendwo gelesen, dass R32-Anlagen wegen des kritischen Kältemittels zu Dumpingpreisen rausgeschmissen werden werden und man darauf nicht mehr setzen sollte...


Dann nimm halt Splitklima-Geräte. Die Kältebranche kann über ein angebliches R32-Verbot nur müde lächeln. Wenns nicht anders geht, darf es weiterhin eingesetzt und verkauft werden.

Verfasser:
Chaot
Zeit: 09.02.2026 16:29:45
1
3931808
Z.B. hier [Link] kann man zu R32 nachlesen

Verfasser:
Daddy57
Zeit: 09.02.2026 19:08:03
1
3931867
Nicht wegen einer möglichst niedrigen Modulationsgrenze kirre machen lassen 😉.
Wie schon erwähnt wurde, durch die FBH sind lange Takte möglich.
Viel wichtiger sind Reserven in einer Phase, wo der Verdampfer kurz hintereinander vereist.
Oft werden die etwas stärkeren Modelle mit dem gleichen Verdichter-Typ ausgeliefert, haben aber einen stärkeren Propeller und größeren Verdampfer.
Sie modulieren meist gleich weit herunter, und drehen bei Bedarf halt etwas höher.
Zur Zeit ist das Jammertal der wegen Vereisung "einknickenden" WP groß.
Selbst High End Geräte können da nicht zaubern, wenn zu knapp ausgelegt.
Also muss mit teurem Strom über den Heizstab zugeheizt werden.
Meine 12 kW R32 WP ist auch zu groß, 8 kW hätten gereicht.
Im Herbst waren die Takte (auch mit FBH) z. T. 7 Stunden lang.
Die Regelung darauf einzustimmen kann allerdings etwas tricky sein.

Verfasser:
universaldilettant
Zeit: 10.02.2026 08:03:14
0
3931980
Herzlichen Dank für all eure Antworten und den Input!
Jetzt habe ich auf alle Fälle wieder ordentlich was auf der Leseliste.

BWWP ergibt keinen Sinn, das kann ich nun klar nachvollziehen, danke @Chaot.

R32 will ich nicht, das ist mir zu umweltschädlich. Außerdem werd ich ja erst in ein paar Jahren umsteigen, da wird es vermutlich nicht mehr viele der Geräte geben.

@joe115: Warum keine Anlage unter ~5kW? Weil sie die Leistung mit der Warmwasserbereitung teilen muss? Oder weil dadurch genug Spielraum besteht, um mit einer Nachtabsenkung zu arbeiten? Das wäre natürlich in Kombination mit der vorhandenen PV sinnvoll. Bei der jetzigen Heizung habe ich die Nachtabsenkung abgeschaltet, der Tagesverbrauch ist dadurch nicht wesentlich höher, der Komfort allerdings größer. Vorteil der Nachtabsenkung war, dass die Gastherme dann in den Morgenstunden wenigstens (auf die Minimalleistung begrenzt) durchfeuern konnte.

Im Haus sind wir tatsächlich eher Schnellduscher. 500l oder gar 800l Hygienespeicher wirkt auf mich jetzt im ersten Moment überdimensioniert, aber wahrscheinlich hast du recht, durch die geringere Leistung der WP braucht das Wasser dann länger zum erhitzen.

@Daddy57: Was es mit dem Vereisen auf sich hat, muss ich mir noch anlesen. So wie ich dich verstehe, muss dann in den Phasen, wo abgetaut ist, die durch die Vereisungsphase fehlende Heizenergie "nachgeholt" werden - dadurch dann mehr Leistung nötig als man sonst als Maximum annehmen würde. Ungefähr korrekt so?

Liebe Grüße!

Verfasser:
Chaot
Zeit: 10.02.2026 08:27:31
1
3931997
Abtauen
Sobald die Luft auf 0 Grad oder weniger abgekühlt wird gefriert der aus der Luft kondensierende Teil der Luftfeuchtigkeit. Es bildet sich eine isolierende Eisschicht und der Wirkungsgrad geht immer weiter in den Keller. Also schaltet die WP irgendwann auf Kühlbetrieb um und entzieht dem Heizungswasser Energie, die zum Abtauen verwendet wird. Dadurch entsteht eine Lücke mit Unterversorgung der Heizkreise und darüber hinaus muss die fürs Abtauen entzogene Energie zusätzlich zur Heizleistung nachgefüttert werden.
Bei zu kleiner WP schafft sie diesen Spagat evtl nicht ohne Heizstabumterstützumg

Verfasser:
Goldsprenkel
Zeit: 10.02.2026 10:41:33
1
3932076
Glückwunsch zur niedrigen Heizlast und zur geglückten energetischen Modernisierung!!
😀
Dank dem Forum hier 🙏🙏 konnten wir unsere Heizlast bei der Flächenheizungsplanung auch toll drücken und so hatten wir das gleiche "Luxus-Problem" 😃
Wir sind Laien und haben vor 2 Jahren bei der Installation durch unseren Heizi eine idm 2-8 genommen und sie läuft selbst wenn es super kalt ist noch nicht einmal den halben Tag... und selten "erwische" ich sie mal bei mehr als 4,5kW.
Wegen der wasserführenden Flächenheizungen (auch des Wohngefühls wegen und weil ich hier erfolgreich zur Wandheizung bekehrt wurde 😀)
wäre mir aber auch keine so wirkliche Alternative eingefallen -
anscheinend ist das regelmäßige Takten heutzutage aber nicht mehr so das Problem...?

Verfasser:
Daddy57
Zeit: 10.02.2026 10:54:34
1
3932083
Zitat von Chaot Beitrag anzeigen
Abtauen
Sobald die Luft auf 0 Grad oder weniger abgekühlt wird gefriert der aus der Luft kondensierende Teil der Luftfeuchtigkeit. Es bildet sich eine isolierende Eisschicht und der Wirkungsgrad geht immer weiter in den Keller. Also schaltet die WP irgendwann auf Kühlbetrieb um und entzieht[...]

...erschwerend kommt hinzu, dass bei Vereisung von z.B. 1 x pro h die WP gar nicht mehr in der verbleibenden Heizzeit durchgehend auf volle Leistung gehen kann.
Tut sie das trotzdem, werden die Abtau-Intervalle noch kürzer.
Die kW-Zahl, die der Verdampfer auf der Haben-Seite noch übertragen kann, ist dann also kleiner, als die Nennleistung.
Erst wenn es noch kälter wird und die Luftfeuchtigkeit von der Umgebung "aufgesogen" wird, nehmen die Vereisungen wieder ab oder fehlen ganz.
Dann hat die WP wieder Power.
Entscheidend ist der Taupunkt.
Kühlt der Verdampfer unter 0° ab und liegt der Taupunkt in der Nähe der AT, beginnt die Vereisung.
Liegt er tiefer, passiert nichts.
Siehe auch:
Kachelmann-Wetter
Den eigen Ort eintragen und ein Wettermodell wählen.

Verfasser:
Hildener
Zeit: 10.02.2026 18:47:50
1
3932249
Ich würd dir auch zu einer 4 bis 5 kW Wärmepumpe raten.
Die 5 kW Samsung im Haus meiner Tochter (ähnliche Heizlast) moduliert bis ca. 1,5 kW bei 7°C runter.
Klar ab ca. 9° fängt sie das Takten an, aber mit 400 l Waservolumen im Haus meiner Tochter (inkl. 200 l RRP, werden es rechnerisch 8 bis 10 Takte am Tag.
Mit Fußbodenheizung (wenn sie im Estrich liegt) ist die Speichermasse noch deutlich größer, also wirst du noch weniger Takte haben.
Wärmepumpen sind auf bis zu 100.000 Takte ausgelegt. Selbst wenn sie an 150 Heiztagen/a taktet wird die WP aus anderen Gründen irgendwann kaputtgehen.
WW würd ich über die WP machen, die Mehrkosten für Inneneinheiten mit WW-Speicher sind i.d. R. überschaubar.

Verfasser:
joe115
Zeit: 10.02.2026 18:56:29
0
3932252
Zitat von universaldilettant Beitrag anzeigen
@joe115: Warum keine Anlage unter ~5kW? Weil sie die Leistung mit der Warmwasserbereitung teilen muss? Oder weil dadurch genug Spielraum besteht, um mit einer Nachtabsenkung zu arbeiten? Das wäre natürlich in Kombination mit der vorhandenen PV sinnvoll. Bei der jetzigen Heizung habe ich die Nachtabsenkung abgeschaltet, der Tagesverbrauch ist dadurch nicht wesentlich höher, der Komfort allerdings größer. Vorteil der Nachtabsenkung war, dass die Gastherme dann in den Morgenstunden wenigstens (auf die Minimalleistung begrenzt) durchfeuern konnte.


Hatte ich doch in Ansätzen vorgerechnet bzw. die Hinweise gegeben: linear von der Heizlast bei -6 auf -10/-12 (deine NAT? Keine Ahnung) extrapolieren, mal 24h ist dann dein Heizbedarf. Dazu 10kWh WW. Und durch 20 oder 21 dividieren, weil die WP nur soviele h am Tag heizt und den Rest abtaut oder WW macht.

Die WP schaltest du nachts eh nur ab, wenn es wärmer ist. Dann reicht die Leistung auch locker dafür.

Takten ist bei FBH eh nur ein untergeordnetes Problem.

WW mit 500ltr Hygiene (oder 800, wenn du Platz hast) bei möglichst geringen Temp kommt der Effizienz der WP sehr entgegen.

Verfasser:
universaldilettant
Zeit: 11.02.2026 10:51:37
0
3932419
Zitat von Goldsprenkel Beitrag anzeigen

[...]Dank dem Forum hier 🙏🙏 konnten wir unsere Heizlast bei der Flächenheizungsplanung auch toll drücken und so hatten wir das gleiche "Luxus-Problem" 😃[...]

Sehr cool, freut mich und gibt mir Hoffnung!

Zitat von Daddy57 Beitrag anzeigen

[...]Entscheidend ist der Taupunkt.
Kühlt der Verdampfer unter 0° ab und liegt der Taupunkt in der Nähe der AT, beginnt die Vereisung.
Liegt er tiefer, passiert nichts.[...]


Auf welche Werte beziehst du dich bei "liegt er tiefer"? Wenn der Taupunkt unter der Temperatur des Verdampfers liegt, vereist nichts, korrekt?
Ein bisschen habe ich mich bereits damit beschäftigt, ich logge die Luftfeuchte, Temperatur und Taupunkt. Der Taupunkt liegt immer unter der Außentemperatur.

Zitat von Hildener Beitrag anzeigen

[...]Klar ab ca. 9° fängt sie das Takten an, aber mit 400 l Waservolumen im Haus meiner Tochter (inkl. 200 l RRP, werden es rechnerisch 8 bis 10 Takte am Tag.[...]


Was heißt RRP? Das Wasservolumen meines Heizkreises kenn ich tatsächlich nicht, aber profitiere von der im Estrich verlegten Fußbodenheizung, klar.
Interessant, das mit den 100.000 Takten. Das hört sich schon mal vielversprechend an. Muss demnächst mal die Takte der Gastherme auslesen, ich glaube, das ist inzwischen nicht mehr feierlich.

Zitat von joe115 Beitrag anzeigen
Hatte ich doch in Ansätzen vorgerechnet bzw. die Hinweise gegeben: linear von der Heizlast bei -6 auf -10/-12 (deine NAT? Keine Ahnung) extrapolieren, mal 24h ist dann dein Heizbedarf. Dazu 10kWh WW. Und durch 20 oder 21 dividieren, weil die WP nur soviele h am Tag heizt und den Rest[...]


NAT ist im Bereich -13,5°C. Wenn ich die Gleichungen nun mit (meiner sehr eingerosteten) Mathematik löse, komme ich auf circa 3,7 kW. Richtig gerechnet?

Zwei repräsentative Tagesleistungs-/-temperaturmittelwerte nehmen:

-8,3°C = a * 2,9kW + b
0,6°C = a * 1,6kW + b

a = -6,8
b = 11,6

-13,5°C = -6,8* x + 11,6

x = 3,7 kW

Heizbedarf ergo ca. 88 kWh, plus 10 kWh Wasser, durch 20, komme ich auf 4,9 kW. Cool!

Verfasser:
Daddy57
Zeit: 11.02.2026 12:39:52
1
3932462
Zitat von universaldilettant Beitrag anzeigen
Zitat von Goldsprenkel Beitrag anzeigen
[...]

Sehr cool, freut mich und gibt mir Hoffnung!

Zitat von Daddy57 Beitrag anzeigen
[...]


Auf welche Werte beziehst du dich bei "liegt er tiefer"? Wenn der Taupunkt unter der Temperatur des Verdampfers liegt, vereist nichts, korrekt?
Ein bisschen habe ich mich bereits damit beschäftigt, ich logge die Luftfeuchte, Temperatur und Taupunkt. Der Taupunkt liegt immer[...]
Zitat von Hildener Beitrag anzeigen
[...]


Was heißt RRP? Das Wasservolumen meines Heizkreises kenn ich tatsächlich nicht, aber profitiere von der im Estrich verlegten Fußbodenheizung, klar.
Interessant, das mit den 100.000 Takten. Das hört sich schon mal vielversprechend an. Muss demnächst mal die Takte der Gastherme[...]
Zitat von joe115 Beitrag anzeigen
[...]


NAT ist im Bereich -13,5°C. Wenn ich die Gleichungen nun mit (meiner sehr eingerosteten) Mathematik löse, komme ich auf circa 3,7 kW. Richtig gerechnet?

Zwei repräsentative Tagesleistungs-/-temperaturmittelwerte nehmen:

-8,3°C = a * 2,9kW + b
0,6°C = a[...]

Ja, korrekt.
Wenn der Verdampfer z.B. oberflächlich -4° aufweist, der Taupunkt aber bei sagen wir mal -7° liegt, kondensiert die Feuchtigkeit nicht und es gibt keine Eisbildung.
Minimal wird es trotzdem einen Reifansatz geben.
Nicht zuletzt wegen Messtoleranzen 😉.

Verfasser:
joe115
Zeit: 11.02.2026 17:31:20
2
3932547
Zitat von universaldilettant Beitrag anzeigen
Heizbedarf ergo ca. 88 kWh, plus 10 kWh Wasser, durch 20, komme ich auf 4,9 kW.

Da ungefähr wirst du landen. Das ist eh ungenau: wenn die Sonne scheint, hast du (teils deutlich) weniger; wenn ein scharfer Ostwind weht und nicht sonnig, entsprechend mehr. Deswegen auch ein Heizstab mit 3-6kW, der im Fall der Fälle unterstützen kann und im Notfall die Bude auch alleine halbwegs warm bekommt. Wenn die WP dann ab +8/+10grad nicht mehr durchläuft, greift man entweder händisch ein und schaltet nachts aus oder startet ein Zeitprogramm. Das ist bei diesen AT schon mit HK im halbwegs ordentlich gedämmten Haus kein Thema, und mit FBH erst recht nicht.

Verfasser:
universaldilettant
Zeit: 12.02.2026 08:27:50
0
3932697
Super, herzlichen Dank für euren Input! Ich geb' Bescheid, wenn's in einigen Jahren soweit ist. 😉

Verfasser:
Hildener
Zeit: 13.02.2026 17:58:21
0
3933222
Zitat von universaldilettant Beitrag anzeigen
Zitat von Goldsprenkel Beitrag anzeigen
[...]

Sehr cool, freut mich und gibt mir Hoffnung!

Zitat von Daddy57 Beitrag anzeigen
[...]


Auf welche Werte beziehst du dich bei "liegt er tiefer"? Wenn der Taupunkt unter der Temperatur des Verdampfers liegt, vereist nichts, korrekt?
Ein bisschen habe ich mich bereits damit beschäftigt, ich logge die Luftfeuchte, Temperatur und Taupunkt. Der Taupunkt liegt immer[...]
Zitat von Hildener Beitrag anzeigen
[...]


Was heißt RRP? Das Wasservolumen meines Heizkreises kenn ich tatsächlich nicht, aber profitiere von der im Estrich verlegten Fußbodenheizung, klar.
Interessant, das mit den 100.000 Takten. Das hört sich schon mal vielversprechend an. Muss demnächst mal die Takte der Gastherme[...]
Zitat von joe115 Beitrag anzeigen
[...]


NAT ist im Bereich -13,5°C. Wenn ich die Gleichungen nun mit (meiner sehr eingerosteten) Mathematik löse, komme ich auf circa 3,7 kW. Richtig gerechnet?

Zwei repräsentative Tagesleistungs-/-temperaturmittelwerte nehmen:

-8,3°C = a * 2,9kW + b
0,6°C = a[...]


RRP ist die Abkürzung für ReihenRücklaufPuffer. Der Puffer ist also quasi nur ein Stück sehr dicke Rohrleitung (bei mir mit 200 l Volumen) im Rücklauf.

Deine Heizlast kannst du auch berechnen indem du die kWh des täglichen Verbrauchs durch 24 und die Differenz zwischen Tagesmitteltemperatur und der Innentemperatur dividierst.
Dann bekommst du die spezifische Heizlast deines Hauses in kW/K
Der Wert ist für alle Außentemperaturen ungefähr konstant. (bei mir steigt er ab 7 °C leicht an, das mag aber auch am dann geänderten Lüftungsverhalten liegen)
Wenn du genügend Daten zur statistischen Absicherung gesammelt hast, kannst du damit für jede Außentemperatur die erforderliche Heizleistung berechnen.

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