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10.02.2026 19:07:12 |
Hallo in die Runde, ich habe ein Problem mit Luft im Heizkreis, und zwar feststellbar in einem bestimmten 33er Heizkörper, der nur 30cm hoch ist (140lang) und über ein Heimeier Universal Umlenkstück (0541-50.000) angeschlossen ist. Siehe Bild. Mit meiner Vaillant-WP VWL55/6 fahre ich in einer hydraulisch und thermisch abgeglichenen Hydraulik mit ca 1200l/h, MAG ist neu, habe mehrmals das Entlüftungsprogramm benutzt, immer wieder entlüftet und trotzdem habe ich immer noch nach ca 1,5 Jahren etwas Luft drin. Das äußert sich so, dass in diesem besagten Heizkörper immer in kurzen Abständen (wenige Sekunden) ein leichtes Gurgeln, Spratzeln, Zischeln zu vernehmen ist. Nur wenn das Wasser zirkuliert, kommt aus dem geöffneten Entlüftungsventil stoßweise (auch in wenigen Sekunden Abstand) etwas beigemischte Luft, ansonsten nur Wasser. Steht der Wasserkreislauf, kommt nur Wasser aus der Entlüftung. Ich hatte ein intensiveres Gurgeln, als der Systemdruck noch niedriger eingestellt war (habe nun im VL 2,1 Bar (Zeigerinstrument). Noch zur Verrohrungs-Topologie: Der HK hängt in unmittelbarer Nähe hinter den von unten kommenden Steigrohren im Obergeschoss und von dort aus geht nach links und rechts jeweils ein Strang zu andern HK. Dieser besagte Heizkörper ist auch der niedrigste in diesem Geschoss - bei allen anderen liegen die Entlüftungsventile höher. Aus allen anderen - außer dem einen - Heizkörpern im ganzen Haus kommt keine Luft. Wie kriege ich die Luft raus? Und warum macht genau dieser HK den Ärger? Bekommt man es gelöst, das Luft-/Wassergemisch am Entlüftungsventil dieses HK so lange rauszulassen, bis (hoffentlich irgendwann) keine Luft mehr kommt (habe ich aber schon zig mal gemacht...)?
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10.02.2026 20:06:38 |
Wir hatten so ein ähnliches Problem. Allerdings war das der HK der an der höchsten Stelle im Haus war. Lösung war bei sämtlichen Automatik Entlüftern im Heizungsraum, die Plastikkappe zu zu schrauben. Sollte zwar eigentlich nicht sein, aber bei uns hat es geholfen. Seitdem werden einmal die Woche händisch über die Plastikkappen entlüftet, meist kommt aber keine Luft mehr.
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11.02.2026 08:19:13 |
Leg mal eine Wasserwaage auf den Heizkörper, nicht das der Gefälle zum Entlüfterstopfen hat. Dann kannst Du lange entlüften, dann bleibt die Luft am Thermostatventil. Peter
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11.02.2026 08:39:37 |
Habe ebenfalls einen Automaten an einem HK im Einsatz, seit dem keine Probleme mehr. Funktioniert auch vollautomatisch. Schau Mal nach " Flamco Flexvent H " Richtig montiert muss der HK aber trotzdem sein.
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11.02.2026 19:10:00 |
Danke für die Hinweise- ich lege heute abend mal die Wasserwaage auf. Laienfrage: Es ist doch so, dass das Entlüftungsventil oft nicht am höchsten Punkt ist. zB bei Rippen- oder Röhren-HK ist der Entlüftet doch meist auf Höhe der Nabe? Gibts da extra ein Röhrchen o.ä. vom Entlüfter zum höchst gelegenen Innenraum im HK? Jede einzelne Rippe für sich hat doch aber auch ihren eigenen oberen Hohlraum .... jede Rippe mit ihrer eigenen Luftblase? Ist es der höhere Wasserdruck im Vorlauf, der dort das Wasser rein- und die Luft rausdrückt?
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11.02.2026 22:08:45 |
Tja, die vielen kleinen Luftpolster (Stickstoff) in den Radiatoren sind viele kleine "Ausdehnungsgefäße". Sie schaden nicht, sie verändern nur den Nullpunkt der Anlage ;>))
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12.02.2026 01:18:45 |
"Stickstoff ist in Wasser wenig löslich (23,2 ml Stickstoff in 1 l Wasser bei 0 °C) " Hast Du andere Entlufter, sollte sich Gleichgewicht einstellen und der N2 aus diesem HK mit der Zeit an anderen Stellen rausgehen. Ich glaube du ziehst die Luft rein. Mag im VL? Entlufter, etc. im Unterdruckbereich?
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12.02.2026 06:16:18 |
Zitat von Oelwechsler  ... habe ein Problem mit Luft im Heizkreis ... ... habe mehrmals das Entlüftungsprogramm benutzt, immer wieder entlüftet und trotzdem habe ich immer noch nach ca 1,5 Jahren etwas Luft drin.... Moin, falls nicht vorhanden würe ich an Deiner Stelle definitiv einen Mikroluftblasenabscheider verbauen. Bei uns ist solch ein Bauteil ziemlich an tiefster Position in der Anlage seit >10 Jahren installiert und darüber kann mehrmals täglich, während mit der in unserem Luft- Wasser-Wärmepumpenmonoblock integrierten Hocheffizienzpumpe 30 Liter Heizwasser pro Minute bei den Verdampferabtauungen durch die Hydraulik gedrückt werden, die Luft aus der Anlage ausgetragen werden falls überhaupt vorhanden. Das DN 32 Kombigerät ist wie in beigefügtem Foto zu sehen im Rücklauf des Hausheizkreises integriert. Der im Magnetitschlammabscheiderteil befindliche Dauermagnet hält sämtliche Metallpartikel fest und dementsprechend sind die in der Anlage integrieren Hocheffizienzpumpen (eine ist in 2009 installiert) bisher unbeeindruckt funktionierend obwohl das System nur mit klarem Wasser aus der Leitung befüllt ist und keine Zusätze verwendet werden. Obwohl in der Anlage Heizkörper gemischt zu verschiedenen Flächenheizkreisen betrieben sind und verschiedenste Rohrmaterialien (schwarzes Rohr, Messing-, Kupfer- und PE-HD-Rohr) verwendet worden sind funktioniert alles bestens. Zu erwähnen ist aber, dass maximal mit +35,x°C im Vorlauf der Heizkörper gefahren wird und entsprechend die Wassertemperatur rücklaufseitig im Abscheider niemals +32°C hat. |
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12.02.2026 06:37:24 |
Zitat von BoomChocoPopp  ... glaube du ziehst die Luft rein ... Moin, genau das wird wahrscheinlich in vielen Anlagen der Fall sein. Meine Vermutung ist, dass Sauerstoff z.b. über die Gewinderohrverbindungen aus der Luft in das System "gezogen" wird. Ist sicherlich nur ein Laiengedanke, aber ich kann mir eben nicht vorstellen, dass in der Heizungsanlagenverrohrung alles 100% dicht ist. Auch wenn nirgendwo Wasser aus den Leitungen nach außen drückt ist für mich irgendwie logisch, dass andersherum von außen nach innen ein Gaseintritt möglich ist. Da in unserer Anlage Flächenheizkreise (Wand und Boden) vorhanden ist Spülentlüftet (ja, auch die Heizkörper) worden und durch den im System verbauten DN32 (5/4") Zeparo ZUKM ist kontinuierlich möglich, dass eventuell in der Anlage vorhandene Luft ausgetragen werden kann.
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12.02.2026 08:59:42 |
Zitat von lowenergy  Auch wenn nirgendwo Wasser aus den Leitungen nach außen drückt ist für mich irgendwie logisch, dass andersherum von außen nach innen ein Gaseintritt möglich ist. Dafür müsste aber innerhalb der Anlage der Atmosphärendruck von 1bar unterschritten werden. Sonst wird der Druck immer Wasser raus drücken (oder mit Wasser abdichten) aber keine Luft reinsaugen können. Spätestens bei einem Anlagendruck oberhalb des Atmosphärendrucks zzgl des max Pumpendrucks sollte das nicht mehr möglich sein. D.h. solange der Stillstandsdruck immer oberhalb von 1,6bar Anlagendruck kann ich mir nicht vorstellen, dass da Luft reingesaugt werden kann.
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12.02.2026 11:39:02 |
Zitat von guste100  Zitat von lowenergy  [...] Dafür müsste aber innerhalb der Anlage der Atmosphärendruck von 1bar unterschritten werden. Sonst wird der Druck immer Wasser raus drücken (oder mit Wasser abdichten) aber keine Luft reinsaugen können. Spätestens bei einem Anlagendruck oberhalb des Atmosphärendrucks zzgl des[...] Ein Gleichgewicht stellt sich nicht nach Überdruck, sondern nach Konzentrationsgradient, dieser durch Diffusion ausgeglichen wird. Unsere Hausreihe hat MAG im VL vor 40 Jahre spendiert bekommen. 2 Jahre mit Gastherme hatte ich ständig Luft im DG gehabt. Da ich alles neu gemacht habe, kann ich keinen direkten Vergleich machen. Als mein Nachbar wegen ständiger Luft in HK sich beschwerte ist mir das eingefallen. Er hat umbauen lassen. Jetzt hat er laut seiner Aussage die Ruhe.
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12.02.2026 15:18:43 |
Die Wasserwaage brachte folgendes an den Tag: der Länge nach ist alles exakt waagerecht. Aber der HK hängt etwas nach vorn in der Vertikalen. Das obere Verteilrohr zu den 3 Platten (33er!) ist damit nicht waagerecht und steigt nach hinten an, wird aber vorn an der tiefsten Stelle mit Vorlaufwasser beschickt. Ich vermute nun hinten an dem Verteilrohr und auch in der hinteren (höher liegenden) Platte eine kleine Luftblase, die vor sich hin gurgelt. Auch der Entlüfter (rechts) befindet sich vorn am Verteilrohr an der ersten Platte, die somit etwa 4mm tiefer liegt als die hintere Platte. Deshalb wird dort nur sporatisch etwas Luft rausgespült. Euer Tipp mit Blasenabscheider oder Entlüfter: ist das im Heizkreis im Inneren des Gebäudes überhaupt statthaft, wenn man ein R290-WP-System hat?
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12.02.2026 16:11:10 |
Zitat von Oelwechsler  Die Wasserwaage brachte folgendes an den Tag: der Länge nach ist alles exakt waagerecht. Aber der HK hängt etwas nach vorn in der Vertikalen. Das obere Verteilrohr zu den 3 Platten (33er!) ist damit nicht waagerecht und steigt nach hinten an, wird aber vorn an der tiefsten[...] Das Heizwasser in deiner Hydraulik hat doch absolut nichts mit dem Medium der WP zu tun☝️
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12.02.2026 16:33:58 |
Zitat von cmuesei  Das Heizwasser in deiner Hydraulik hat doch absolut nichts mit dem Medium der WP zu tun☝️ Die Frage vom Ölwechsler war durchaus berechtigt... Überleg mal, wo das Medium (R290) der WP landen könnte, wenn der Verflüssiger in der WP defekt wäre. Und dann überleg weiter, ob das gut wäre, wenn das R290 dort landen würde und ob es evtl entsprechende Vorschriften gibt. Bei R290 sollten aus diesem Grund keine Entlüfter im Innenraum gesetzt werden. (Ich glaube sogar, dass es verboten ist, aber da bin ich kein Experte und kann keine Norm zitieren.)
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12.02.2026 16:41:35 |
Zitat von cmuesei  Zitat von Oelwechsler  [...] Das Heizwasser in deiner Hydraulik hat doch absolut nichts mit dem Medium der WP zu tun☝️ ... da hast du natürlich Recht - aber das ist ein Thema für den Fall der Verschleppung von Propan in den Wasserkreislauf im Havariefall: der Verflüssiger friert zB auf und das Kältemittel durchbricht die Barriere zum Heizkreis. Ein Automatikentlüfter könnte dann Propan entweichen lassen. Auch bei der aroThem plus ist der Schnellentlüfter draußen und der an der Hydrauliksation darf nur während des Entlüftungsprogramms geöffnet werden. Und ein Microblasenabscheider lässt doch die Luft auch direkt in die Umgebung ?
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12.02.2026 16:42:30 |
guste100 war schneller...
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12.02.2026 16:45:59 |
Zitat von guste100  ... müsste aber innerhalb der Anlage der Atmosphärendruck von 1bar unterschritten werden ... Kannst Du das für jeden Punkt in einer Anlage zu 100% ausschließen? Bei mir ist ein Manometer im Haustechnikraum ganz unten im Untergeschoss und eines auf Höhe des Erdgeschosses im Monoblock verbaut. Die zwei Manometer sind praktisch mit etwa 3 Höhenmeter Unterschied im System verbaut und das oben platzierte zeigt etwa 0,3 bar weniger als das untere. Der höchste Punkt an dem eine Verschraubung undicht sein könnte ist wohl am Verteiler im Dachgeschoss. Ab hier bis zum unteren Manometer sind etwas mehr als 5,5 m Höhenmeter dazwischen und so wäre, falls nach Anzeige unten z.b. 1,5 bar Druck gegeben wäre oben doch möglich, dass dort <1 bar gegeben ist. 🤔
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12.02.2026 17:07:11 |
Zitat von guste100  Bei R290 sollten aus diesem Grund keine Entlüfter im Innenraum gesetzt werden. (Ich glaube sogar, dass es verboten ist, aber da bin ich kein Experte und kann keine Norm zitieren.)
Anderer Hersteller, gleiches Problem: Zitat: 27. Darf ich einen Mikroblasenabscheider bei Propan (R290) Wärmepumpen installieren? Nein. Ein solcher darf nicht installiert werden. In dem unwahrscheinlichen Fall, dass R290 Kühlmittel in den Wasserkreislauf gelangt, besteht ansonsten die Gefahr, dass es in den Innenraum gelangt. Ein Mikroblasenabscheider ist bereits in der Außeneinheit installiert und es bedarf keinen weiteren. Bei Vaillant finde ich Mikroblasenabscheider nur für den Solekreis. In der AE gibts dafür eben den Schnellentlüfter.
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12.02.2026 17:34:40 |
Zitat von Oelwechsler  Euer Tipp mit Blasenabscheider oder Entlüfter: ist das im Heizkreis im Inneren des Gebäudes überhaupt statthaft, wenn man ein R290-WP-System hat? Luftleitung führt nach drausen
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