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Datenschutzhinweise

Ringgrabenkollektor überlastet - was tun?
Verfasser:
Willi Christiansen
Zeit: 20.03.2026 10:37:25
0
3943772
Hallo Bernd

Sole vs. Heizungsumwälzpumpe
der HB war gestern kurz vor Ort und hat mir gesagt dass dort gar kein Sieb im solekreislauf installiert ist. Wenn ich in der Boschanleitung für Schema 5 gucke - dann sehe ich auch nicht dass Bosch sowas vorschreibt?
Auf jeden Fall kann das Sieb dann nicht erklären warum wir nicht hören Solefluss als 41L/min habe.

Dafür entnehme ich der Information hier im Forum, das PC0 die Heizungsumwälzpumpe nicht die Solekreispumpe? Wenn wir die auf 100% gestellt haben und gedacht haben es wäre der solekreislauf, dann sind ja mehrere Annahmen zum niedriegen Fluss im Solekreislauf nicht korrekt. Der Fehler ist dann meiner Unwissenheit geschuldet. Ich habe dem boschkundenservice nochmal geschrieben um ganz klar zu fragen welche die Heizungsumwälzpumpe ist und welche die Solepumpe.

Evt. müsste ich dann nochmal schauen ob wir die Solekreispumpe justieren können und die Heizumwälzpumpe nicht mehr auf 100% sondern auf einen festen Delta T zwischen vorlauf und Rücklauf? Was für ein Delta T würdes du empfehlen für die Heizungsumwälzpumpe um dem Takten entgegenzuwirken?


LWWP

Verstehe dass du LWWP nicht im Rücklauf zwischen Puffer und Bosch und auch nicht parallel in den Puffer haben willst. Aber warum nicht im Rücklauf der Heizung vorm Puffer (evt. über einen bypass)? Dann würde die LWWP den Heizungsrücklauf erhöhen bevor er in den Puffer kommt - und der Puffer würde als Puffer funktionieren beim Abtauen? Der LWWP braucht 1000l/h - soviel werden wir wohl immer haben im Heizungsrücklauf - und wenn wir das als bypass installieren, dann zieht sich die LWWP genau die Menge die sie braucht?

Die andere Lösung mit LWWP nur für die FBH geht sicherlich mit einem besseren COP - der Keller hat 78m2 plus einen extra raum von ca 7qm - deshalb die 85qm. Aber 2,8kW müsste zu decken sein - laut Datenblatt kann die 2.99kW bis 8.19kW decken, dh. 2,99kW bei Minus 10grad. Nur würde das einen größeren hydraulischen Umbau im Keller bedeuten. Und die LWWP hat keinen Heizstab.


Datenreihenfolge
Wegen T0 und T0-soll. Den unterschied kann man nur direkt an der Pumpe sehen.
Ich werden den T0 fühler nochmal mit der Vorlauftemperatur in der WP vergleichen (im nächsten Videocall) - aber ich meine letztes Mal sah ich dass es die selbe temperatur war die angezeigt wurde.

Ich erklär mit das Abschalten bei 60% nur damit, dass die Hysterese zwischen Vorlauf und Rücklauf evt. angepasst werden muss. Damit die Wärmepumpe bei 63 % nicht sofort abschaltet, musst der Temperaturbereich im Puffer evt. mehr "Platz" nach oben haben. Ich werde mal beim nächsten videocall gucken ob ich den wert von der Hysterese finden kann und ihn evt. erhöhen. Dann müsste die WP mehr Zeit bekommen, auf 25–30 % herunterzumodulieren. Mal schauen ob ich diese Einstellung finden kann und ob das hilft.
Kann ja auch sein dass wenn wir die Heizumwälzpumpe PC0 auf ein höheres Delta T stellen, das das hilft?

Jetzt nach 2 Tagen mit den FBH mit einer höhren Heizkurve und der einen FBH umwälzpumpe auf höherer Stufe kann ich unmittelbar keine Reduzierung der # Takte sehen - von daher scheint diese Änderung von vor 2 Tagen nichts gebracht zu haben was das Takten betrifft.

Kollektorplan
ich habe mal die Bilder hochgeladen, die ich vom Einbuddeln habe und die zeigen wie weit wir die bestehende kreise an den Rand verlegt haben. Es ist gebüsch am Östlichen und Westlichen Rande.

Westlicher Rand



Nördlicher Rand


von Nord-westen gesehen


Von Westen her gesehen


Drainage im Nordwestlichen Bereich


Östlicher Rand

Verfasser:
Willi Christiansen
Zeit: 20.03.2026 10:47:06
0
3943779
Unsere Beiträge haben sich gekreuzt hier im Forum.

Ich werde:

1. Derzeitige PB3 Einstellung prüfen und notieren und dann die Testreihe notieren wie von Dir angegeben.

2. PC0 Einstellung prüfen und notieren und dann die Testreihe notieren wie von Dir angegeben.

mfg Willi

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 20.03.2026 11:20:20
0
3943789
Nur kurz zwischendurch, Rest später:


Die andere Lösung mit LWWP nur für die FBH geht sicherlich mit einem besseren COP - der Keller hat 78m2 plus einen extra raum von ca 7qm - deshalb die 85qm. Aber 2,8kW müsste zu decken sein - laut Datenblatt kann die 2.99kW bis 8.19kW decken, dh. 2,99kW bei Minus 10grad.

Wo hast Du das mit den 2.99 kW bei A-10 her?
Das wäre schlimm, dann würde die WP bei weitem nicht reichen.

Die muss bei A-7 und Deinen Vorlauftemperaturen mindestens 6kW bringen (besser mehr), sonst entlastet sie die Bosch nicht hinreichend und Du bekommst wieder Leistungsminderung der Bosch wegen zu niedriger Soletemperatur.

Aus Deinem Datenblatt entnehme ich
(A7/6°C,W30/35°C) 2.63 ~ 9.10kW

Das würde für A-7 W45/40 so in etwa eine Maximalleistung von 5.6 kW ergeben.
Das wäre schon _sehr_ knapp, weil da die Abtauzeiten wohl nicht berücksichtigt sind.

Verfasser:
Willi Christiansen
Zeit: 20.03.2026 11:58:05
0
3943807
Hallo Bernd

zur Info habe ich heute abend um 1930 einen Whatsapp video call mit dem Mieter vor Ort. Danach werde ich die Daten hier hochladen.

mfg Willi

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 20.03.2026 12:13:30
0
3943814
Kann gut sein, dass ich Einsätze habe und erst morgen Abend wieder mitwirken kann.

Aber lesen und nachdenken kann ich zwischendurch ;-)

Verfasser:
BIGX46
Zeit: 20.03.2026 12:14:54
0
3943815
Zitat von Bernd_K Beitrag anzeigen
@ BIGX46

Danke, das ist eine wichtige Information!

Aber: Die Jungs da haben an der PC0 den Betriebsmodus verstellt, und das hat anscheinend auch sofortige Auswirkung auf den Solevolumenstrom gehabt.
Hättest Du eine Idee, wie das zusammenhängen[...]



Zur genauen Regelstrategie der Bosch kann ich leider auch nichts sagen, da meine bisher nur Provisorisch im Handbetrieb läuft.

Aber eine Änderung der PC0 Betriebsart oder Drehzahl hat auf jeden Fall Auswirkungen auf die Leistung mit der die Wärmepumpe gerade läuft.
Und wenn die sich ändert, dann ändert sich natürlich auch die Drehzahl der Solepumpe PC3 sofern diese auf AUTO steht.


Ich kann noch als Info sagen, dass meine WP mit 2x 300m DN40 Rohr bei 100% Pumpenleistung auf einen gemessenen Sole-Durchfluss von ca. 3000l/h kommt.

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 20.03.2026 12:44:58
0
3943821
@BIGX46

Ich kann noch als Info sagen, dass meine WP mit 2x 300m DN40 Rohr bei 100% Pumpenleistung auf einen gemessenen Sole-Durchfluss von ca. 3000l/h kommt.


Was genau hast Du für eine Bosch?
Dann könnte ich anhand der Pumpenkennlinien die Volumenströme einordnen.

Verfasser:
BIGX46
Zeit: 20.03.2026 13:13:32
0
3943823
Zitat von Bernd_K Beitrag anzeigen
@BIGX46

Ich kann noch als Info sagen, dass meine WP mit 2x 300m DN40 Rohr bei 100% Pumpenleistung auf einen gemessenen Sole-Durchfluss von ca. 3000l/h kommt.


Was genau hast Du für eine Bosch?
Dann könnte ich anhand der Pumpenkennlinien die Volumenströme[...]


Eine Bosch Compress CS7800iLW 12F

sollte die gleiche Solepumpe sein wie bei Willi

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 20.03.2026 18:33:31
0
3943885
@ BIGX46

Ja, das ist die gleiche Solepumpe.

Wie sind bei Dir Solekonzentration und Soletemperaturen?

Verfasser:
Willi Christiansen
Zeit: 20.03.2026 21:05:22
0
3943912
Hallo Bernd

also - heute abend haben wir ein paar Werte ausgelsen und verschiedene Punkte gefahren.

Ausgangspunkt
Druck der sole ist 0,8-0.9bar. Fluss in der Sole is bei alle drei Durchflussmessern bei Markierung 3, dh ca 550L/h durchfluss in jedem der drei Erdwärmekreise

WP Heizumwälzpumpe

PCO (WP Heizkreisumwälzpumpe). Ausgangspunkt ist Auto - TC3 - TC0 Temperatur Diff steht auf 5K. Die pumpe läuft gerade auf 88% (auto) und macht 38,1L/min. Vorlauf Tempera 36grad und Rücklauf 32grad, Tco (zugang zum Puffer) - 34,2grad an, 60% Modulation.

Dann ist die PC0 auf 60% umgestellt und 10min gewartet. Dann gab es folgende Werte Volumenstrom28,6L/min, Vorlauf 37grad, und Rücklauf 32grad, Tc0 35,3. und 55%Modulation.
Dann haben wir die PC0 auf 100% gestellt - 5min Minuten gewartet. Folgende Werte - Volumenstrom 39,5L/min, Vorlauf 35grad- und Rücklauf 32grad, TC0 34,3grad und 55%Modulation.

Zum Schluss haben wir die PC0 Einstellung auf konstant 50% (volumenstrom messen). Ausserdem den Heizkreis vom den HK von 55 auf 50 grad runter gesetzt.

Solepumpe

Die sole PB3 pumpe - die stand auf Auto - lief mit 53%. Grenzwerte für die Soletemperatur waren -5grad und -8 grad.

Einstellung auf 60% geändert - ein paar (2-3) Minuten gewartet. Die Durchflussmesser zeigten immer noch gelbe markierung 3, Soleein -5,8grad und Ausgangstemperatur -3grad.
Einstellung konstant auf 100%, ein paar Minuten gewartet. Die Durchflussmesser zeigen 4 und 5 in allen drei kreisen (wzischen 700L/h und 1050l/h. Soleeingang -5grad, sole Ausgangstemperatur -3grad. Druck jetzt bei 0,4bar.

Verfasser:
BIGX46
Zeit: 20.03.2026 22:34:32
0
3943924
Zitat von Bernd_K Beitrag anzeigen
@ BIGX46

Ja, das ist die gleiche Solepumpe.

Wie sind bei Dir Solekonzentration und Soletemperaturen?



Ich habe die Sole von Santherr coracon® GT A F-10.

Die Temperaturen damals bei dem Test waren einige Grad über Null.

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 21.03.2026 12:48:52
0
3944045
@BIGX46

Also die gleiche Sole wie bei Willi.

Das ergäbe dann bei 3000 l/h laut Handbuch Supraeco eine Restförderhöhe von etwa 570 mbar.

Bei 1500 //h ist der Druckverlust im Rohr
bei 3° Sole etwa 420 mbar
bei 5° Sole etwa 410 mbar
bei 7° Sole etwa 400 mbar

Mit zusätzlichen Druckverlust von weiteren Bauteilen zwischen WP und Rohr passt das wohl einigermaßen.

Was hast Du zwischen WP und den Kollektorrohren noch an Rohr und sonstigen Bauteilen liegen?

Wie hast Du das Rohr liegen, gerade oder in Schleifen?

----

@ Willi

Solekreis

Bei 100% Solepumpe hast Du also um die 900 l/h Volumenstrom pro Rohr, insgesamt rund 2700 L/h.
Restförderhöhe wäre dann gut 600 mbar.

Der Druckverlust bei 900 L/h pro Rohr ist
bei -5° Sole etwa 120 mbar
bei -4° Sole etwa 115 mbar
bei -3° Sole etwa 190 mbar

Man sieht, das (laut software) bei etwa -3°C der Umschlag auf turbulente Strömung passiert, der Druckverlust wird schlagartig höher.

Wir hatten hier im Forum festgestellt, dass dieser Umschlag in der Realität schon früher stattfindet als in der Berechnung.
Es wird also (bei Deinen engen Schleifen) so sein, dass Du bei 900 L/h durchgehend turbulente Strömung hast.

Aber trotzdem wird der Druckverlust im den Rohren nicht höher sein als max. 240 mbar. Rechnen wir - wie bei BIGX46 - sehr großzügig noch 160 mbar für das Rohr und weitere Bauteile (wobei das bei Deiner kurzen Anbindung eigentlich viel zu hoch gerechnet ist), fehlen also noch gut 200 mbar bis zu Restförderhöhe.

Die Solepumpe macht wohl was sie soll. Wenn die zwischen 60% = 1650 L/h (Druck 0.8-0.9 bar) und 100% = 2700 L/h (Druck 0.4 bar) etwa 450 mbar Druckunterschied macht, dann passt das ziemlich perfekt zur Kennlinie.

Da weiß ich jetzt erst mal nicht mehr weiter.

Ein paar Überlegungen/Fragen:

Alle 3 Kreise zeigen jetzt gleiche Volumenströme an, richtig?
Vorher haben sie das ja nicht gemacht. Was ist also jetzt anders?

Hast Du irgendwelche Werte aus der Anfangszeit der WP? War der Volumenstrom da vielleicht höher?

Das mit dem rostenden MAG und dem fehlenden Sieb ist nicht schön.
Kannst Du mit einfachen Mitteln mal einen halben Liter Sole abzapfen und prüfen, ob das Rostpartikel drin sind?
Das müsstest Du bei laufender WP und 100% Solepumpe machen.
Den halben Liter kannst Du einfach mit Wasser nachfüllen, falls der (bei defektem MAG) jetzt zu sichtbarem Druckabfall führt.

---

Heizungspumpe

Dann ist die PC0 auf 60% umgestellt und 10min gewartet. Dann gab es folgende Werte Volumenstrom28,6L/min, Vorlauf 37grad, und Rücklauf 32grad, Tc0 35,3. und 55%Modulation.


1700 L/h bei Spreizung 5°C ergibt 9.8 kW Heizleistung.

Dann haben wir die PC0 auf 100% gestellt - 5min Minuten gewartet. Folgende Werte - Volumenstrom 39,5L/min, Vorlauf 35grad- und Rücklauf 32grad, TC0 34,3grad und 55%Modulation.


2370 L/h bei 3°C Spreizung ergibt 8.25 kW Heizleistung.

Das passt nicht gut zusammen. Liegt wahrscheinlich daran, dass Vor- und Rücklauftemperatur ganzzahlig sind (Rundungsfehler). Werden die ganzzahlig angezeigt?


Zum Schluss haben wir die PC0 Einstellung auf konstant 50% (volumenstrom messen).

Habt Ihr die dann auf 50% gelassen?
Wenn ja: guter Test. Da kommt der Volumenstrom dann so langsam in die Gegend des Volumenstroms der Heizkreise.
Mal sehen, ob die Takte dadurch weniger werden.


Wobei es aber im Moment so ist, dass die TC0 (und somit die Regelung) den Puffer gar nicht sieht, weil der Fühler am Rohr zwischen WP und Puffer hängt, richtig?
Wenn ja: wieso ist da ein so großer Unterschied zwischen Vorlauf und TC0?

---

Luftpumpe:

Aber warum nicht im Rücklauf der Heizung vorm Puffer (evt. über einen bypass)? Dann würde die LWWP den Heizungsrücklauf erhöhen bevor er in den Puffer kommt - und der Puffer würde als Puffer funktionieren beim Abtauen?


Wenn Du die Luftpumpe unten in den Puffer blasen lässt (die Bosch bläst oben rein), bekommst Du eine prächtige Verwirbelung im Puffer. Der Puffer wird dann die meiste Zeit kaum eine Temperaturschichtung haben.
Damit läuft dann die Bosch mit einer unnötig hohen Systemtemperatur, wird sehr uneffizient arbeiten und wahrscheinlich mächtig takten.

Vielleicht kannst Du (für Luftpumpe zwischen Heizkreisrücklauf und Puffer) mal ein Schema zeichnen mit dem Puffer zentral und den Zu- und Abläufen von Bosch, Luftpumpe und Heizkreisen.
Da solltest Du dann die Beträge der Volumenströme und die typischen Temperaturen an die Zu- und Abläufe scheiben.
Vielleicht missverstehe ich ja, was Du vorhast.

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 22.03.2026 18:07:39
0
3944337
Hier ein thread, bei dem auch der Soledurchsatz mi der Zeit geringer geworden ist.

Auf Seite 9 wird die WP gespült...

https://www.energiesparhaus.at/forum-solekreislauf-ablagerungen/82785_9

Verfasser:
BIGX46
Zeit: 22.03.2026 20:13:44
0
3944361
Zitat von Bernd_K Beitrag anzeigen
@BIGX46

Also die gleiche Sole wie bei Willi.

Das ergäbe dann bei 3000 l/h laut Handbuch Supraeco eine Restförderhöhe von etwa 570 mbar.

Bei 1500 //h ist der Druckverlust im Rohr
bei 3° Sole etwa 420 mbar
bei 5° Sole etwa 410 mbar
bei 7° Sole[...]



Ich habe jetzt nochmal getestet.
Bei 100% Pumpenleistung hab ich 2800l/h, bei einer Temperatur von 6°C.
Gemessener Differenzduck zwischen Ein- und Austritt waren dabei 0,58bar.

Zwischen Soleverteiler und WP hab ich 2x ca. 10m 42er Edelstahlrohr mit je 6 90° Bögen und einem Mischer für die Umschaltung der passiven Kühlung.

Die Rohre sind in Schlaufen verlegt.

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 23.03.2026 09:23:48
0
3944449
@ BIGX46

Diese 580 mbar Differenzdruck bei 2800 L/h passen ja perfekt zur Kennlinie.
Wird der an der Pumpe angezeigt?

Laut Formel ergeben die 2800 L/h bei 6°C etwa 380 mbar an den Rohren und noch mal etwa 45 mbar an der Zuleitung.

Da bleibt dann eine Differenz von gut 150 mbar.

Bisher war es immer so, dass rechnerisch ein geringerer Druckverlust rauskam als in der Praxis.
Das kann einerseits an der Strömungsphysik liegen, also z.B. dass die Strömung in den Rohrschleifen "turbulenter" ist als für ein gerades Rohr berechnet.
Andererseits ist nicht Sole=Sole, die diversen Frostschutzmittel haben durchaus unterschiedliche Viskositäten.

Und wir vergessen sicher manchmal auch Komponenten im System.

Hast Du flowmeter eingebaut? Die haben nämlich manchmal einen recht ordentlichen Druckverlust.


@ Willi

kannst Du mal bitte den genauen Typ deiner flowmeter durchsagen?
Hast Du dazu Kennlinien oder den kvs-Wert?

Verfasser:
BIGX46
Zeit: 23.03.2026 10:54:26
0
3944475
Zitat von Bernd_K Beitrag anzeigen
@ BIGX46

Diese 580 mbar Differenzdruck bei 2800 L/h passen ja perfekt zur Kennlinie.
Wird der an der Pumpe angezeigt?

Laut Formel ergeben die 2800 L/h bei 6°C etwa 380 mbar an den Rohren und noch mal etwa 45 mbar an der Zuleitung.

Da bleibt dann[...]



Durchflussmesser ist verbaut, den hatte ich noch vergessen. Der dürfte bei dem Durchfluss nochmal knapp 25 mbar haben.
Am Mischer müssten es ca. 10 mbar sein.

Wo der Rest verloren geht weiß ich nicht. Ein kleiner Teil davon wohl noch am Sole-Verteiler.
Die Rohre haben 40mm Außen und 3,7mm Wandstärke, vielleicht hattest du hier noch mit anderen Werten gerechnet.

Der Differenzdruck wird nicht an der Pumpe angezeigt, der ist extern gemessen.

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 23.03.2026 14:39:36
0
3944544
@BIGX46

Durchflussmesser ist verbaut, den hatte ich noch vergessen. Der dürfte bei dem Durchfluss nochmal knapp 25 mbar haben.
Am Mischer müssten es ca. 10 mbar sein.


Vielleicht ist die Kennlinie der flowmeter für Wasser und dann für Sole noch ein bisschen höher?

Hast Du einen Mischer im Solekreis? Was macht der?


Die Rohre haben 40mm Außen und 3,7mm Wandstärke, vielleicht hattest du hier noch mit anderen Werten gerechnet.

Ich hatte mit 3.6mm gerechnet. Aber 3.7mm machen auch nur 10 mbar mehr.

Alles in allem passt Das bei Dir aber ziemlich gut.
Wir haben jetzt 385 mbar für die Rohre, 45 für die Zuleitung, 25 für das flowmeter, 10 für den Mischer und vielleicht noch mal 30 für die Verteiler = 495 mbar.


Wenn Willi da nicht furchtbar ungeeignete flowmeter mit ziemlich kleinem kvs hat, muss bei ihm außerhalb der WP irgendwas den Durchfluss bremsen.
Denn der externe Differenzdruck kommt ja hin.

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 23.03.2026 14:52:49
0
3944549
Das sollte heißen:
Wenn Willi da nicht furchtbar ungeeignete flowmeter mit ziemlich kleinem kvs hat, muss bei ihm innerhalb der WP irgendwas den Durchfluss bremsen.
Denn der externe Differenzdruck kommt ja hin.

Verfasser:
Willi Christiansen
Zeit: 24.03.2026 09:11:19
0
3944712
Hi Bernd und BIXX46

Solekreis
„Es wird also (bei Deinen engen Schleifen) so sein, dass Du bei 900 L/h durchgehend turbulente Strömung hast.“

Alle 3 Kreise zeigen fast die gleiche Volumenströme an, aber seit dem ich mich diesem Problem windme (cirka seit Januar 2026) habe ich immer gesehen dass der oberste Solekreis immer ein klein wenig weniger Durchfluss hat (trotzdem über der 4. Markierung). Habe leider keine Daten aus der Anfangszeit der WP.

Gestern war der HB, der die Anlage seinerzeit gebaut hat, vor Ort. Abgemacht war dass er den MAG tauscht und Soledruck überprüft sowie den T0 Temperaturfühler oben in der Tauchhülse vom Puffer richtig montiert. Ich habe noch nichts direkt von Ihm gehört was genau er gemacht hat.

Das Datenblatt der Flowmeter habe ich hier hochgeladen (daten sind für Wasser 20Grad).
https://drive.google.com/file/d/1ZwX48ZL4Xa6hmmwRehvN5cy8m_62Wpop/view?usp=drive_link
sowie hier kann man was über den lesen
https://www.sbk-neuenstein.de/fileadmin/Dateien/SBK_Neuenstein/Dateien/Differenzdruckdiagramm_UV_5000_2__.pdf

Wegen der Turbulenten Strömung oder nicht – seit dem 20.03. läuft die Solepumpe nun auf 100% - aber die Soleeingangstemperatur ist davon nicht verändert. Nur die Ausgangstemperatur ist ein klein wenig wärmer (weil die WP den nicht ganz so doll auskühlt). Von daher nehme ich an dass ich die wieder auf "Auto" stellen kann? Wahrscheinlich ist die Strömung dann schon turbulent in den Kreisen, oder warum sehe ich keine wärmere Soletemperatur?

---

SWWP Heizungspumpe PCO
Die Pumpe läuft nun seit dem 20.03. auf 50% (Volumenstrom ca 1700l/h). Die mittlere Takelänge ist etwas gestiegen (von durchschnittlich 1,6h pro Takt auf nun 1,94h). Habe die Daten aktualisiert.
https://docs.google.com/spreadsheets/d/1spzx4Q4nyomU8NI4VwwQ6SlRLBIVQLTc/edit?gid=1438412452#gid=1438412452

Eigentlich ist das doch nachwievor etwas zu wenig, oder bin ich da falsch? Sollte man die noch weiter runtersetzten (zb. Auf 45%?)

Der TC0 sollte (wenn der HB das richtig gemacht haben) nun oben im Puffer sitzten, aber da warte ich noch auf die Bestätigung.

---

LWWP

Ich habe ein Schema gezeichnet – siehe
https://drive.google.com/file/d/1cU11SfKq2et3MVdFLaNnVn_p-Cqf0EM0/view?usp=drivesdk

Unser Puffer ist der Bosch Stora BH 200-5 1.

Da ist eine Gefahr dass der Puffer keine ordentliche Schichtung hat – aber eigentlich funktioniert die LWWP so doch einfach als Heizungsrücklauf erwärmer, mit dem Resultat dass die Bosch CS7800iLW nur anläuft wenn die Rücklauftemperatur zu niedrig ist. Evt. wäre es auch eine Möglichkeit bei der Bosch CS7800iLW einzustellen dass sie nur heizen sollen bei AT unter xx Grad (müssten wir ausrechnen wann der Heizbedarf im Haus die 6kW übersteigt).

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 24.03.2026 12:31:45
1
3944787
Solekreis

Datenblatt der flowmeter:

https://www.hp-praski.com/_daten/pdf/377.Technische_Dokumentation-SBK_.pdf

Der Druckverlust durch die flowmeter ist sehr gering. Bei 3-fach und 3000 L/h sind das nicht mal 15mbar für Wasser 18°.
Nun wird der Druckverlust bei Sole -5°C zwar um einiges höher sein, aber die Diskrepanz von gut 200 mbar zwischen rechnerischem und tatsächlichem Druckverlust erklärt das bei weitem nicht.

Aber wahrscheinlich zeigen die flowmeter ziemlich falsch - deutlich zu niedrig - an.
Die sind auch Wasser 20°C geeicht, und Deine Sole hat bei -5°C in etwa die 4-fache kinematische Viskosität.
Ich habe im web nichts gefunden, wie man die Anzeige mit der Viskosität überschlägig umrechnen könnte.

-

Wegen der Turbulenten Strömung oder nicht – seit dem 20.03. läuft die Solepumpe nun auf 100% - aber die Soleeingangstemperatur ist davon nicht verändert.

Du hattest ja im Experiment

Einstellung auf 60% geändert - ein paar (2-3) Minuten gewartet. Die Durchflussmesser zeigten immer noch gelbe markierung 3, Soleein -5,8grad und Ausgangstemperatur -3grad.
Einstellung konstant auf 100%, ein paar Minuten gewartet. Die Durchflussmesser zeigen 4 und 5 in allen drei kreisen (wzischen 700L/h und 1050l/h. Soleeingang -5grad, sole Ausgangstemperatur -3grad. Druck jetzt bei 0,4bar.


gesehen, dass die Sole durch den erhöhten Volumenstrom von -5.8/-3 auf -5/-3 angestiegen war. Also die mittlere Soletemperatur um 0.4°C.
Interessant wäre gewesen, wie sich die Soletemperatur - bei gleichbleibender Leistung der WP - nach 2-3 Umläufen durch den Kollektor verändert. Ob da also - bei dem geringeren Temperaturverlust an der inneren Rohrwand - der Soleeingang ansteigt, gleich bleibt oder absinkt.

Aber die eigentlich Motivation der Überlegungen zum Druckverlust war ja der Rost vom MAG bzw. ob der innerhalb der WP zu irgendwelchen Beeinträchtigungen des Durchflusses geführt hat. Wie das z.B. in
https://www.energiesparhaus.at/forum-solekreislauf-ablagerungen/82785_9
der Fall war.
Das müsste man eigentlich auch herausfinden können, indem man prüft ob Rostpartikel in der Sole sind.

---

SWWP Heizungspumpe PCO

Die Pumpe läuft nun seit dem 20.03. auf 50% (Volumenstrom ca 1700l/h). Die mittlere Takelänge ist etwas gestiegen (von durchschnittlich 1,6h pro Takt auf nun 1,94h).

Immerhin! Wenn das der Effekt des Volumenstroms ist...

Eigentlich ist das doch nachwievor etwas zu wenig, oder bin ich da falsch? Sollte man die noch weiter runtersetzten (zb. Auf 45%?)

Es wird sehr schwierig werden, die Takterei gezielt zu reduzieren, wenn man nicht weiß, mit welcher Strategie die Bosch regelt und welche Parameter man da - wenn überhaupt - beeinflussen kann.
Ich habe dazu auch nichts im web gefunden.

Vielleicht kannst Du Bosch dazu animieren, uns dazu mal (wirklich detaillierte) Informationen zukommen zu lassen.

----

LWWP

Ich habe ein Schema gezeichnet – siehe
https://drive.google.com/file/d/1cU11SfKq2et3MVdFLaNnVn_p-Cqf0EM0/view?usp=drivesdk
Da ist eine Gefahr dass der Puffer keine ordentliche Schichtung hat


Ja, so kann man das auch formulieren ;-)

Evt. wäre es auch eine Möglichkeit bei der Bosch CS7800iLW einzustellen dass sie nur heizen sollen bei AT unter xx Grad (müssten wir ausrechnen wann der Heizbedarf im Haus die 6kW übersteigt).


Naja, jetzt müsstest Du mal die Heizkurven der Luftpumpe und der Bosch so festlegen, dass das einigermaßen stabil regeln und die Regelung der Bosch nicht völlig ins Trudeln und die Bosch ins Takten kommt. Das dürfte schwierig werden.

Nimm z.B. mal die Fälle
AT 10,
AT 0 (die Luftpumpe taut dann häufig ab. Was passiert dann mit dem RL der Bosch und was sagt die Regelung der Bosch dazu?),
AT-5.

-

Aber die ganze Strategie mit der Luftpumpe ist nach meiner Meinung völlig daneben.

Du hast eine WP, die das Haus alleine heizen kann. Mit einer vernünftig einstellbaren Regelung und einer akzeptablen Hydraulik.

Du hast einen Kollektor, der ein paar Nummern zu klein geraten ist. Wahrscheinlich - zumindest auch -, weil Du ihn billig halten wolltest.

Nun willst Du wieder Geld sparen und bist auf dem besten Weg, Dir die Hydraulik und die Regelbarkeit Deines Heizsystems auch noch zu vermurksen. Von der AZ mal ganz zu schweigen.

Und Geld wirst Du nur kurzfristig "sparen".
Ein Kollektor kostet ein mal und arbeitet dann wartungs- und kostenlos 100 Jahre.
Eine Luftpumpe kostet Wartung, Reparatur und alle ca. 15 Jahre Neuanschaffung. Wenn es eine "ordentliche" Luftpumpe ist.
Und eine taktende Bosch hält auch nicht so lange wie eine hydraulisch gut angebundene.

Die Strategie mit der Luftpumpe erinnerte mich an



Wie auch immer es bei Dir zu der Installation in Bild 4 gekommen ist, Du bist jetzt dabei, wie der Kundendienst in Bild 5 zu regeln.
Klar kannst Du damit schaukeln, aber bei der Lösung geht einiges kaputt. Und langfristig gut ist sie auch nicht.

Verfasser:
Willi Christiansen
Zeit: 24.03.2026 14:15:56
0
3944823
Hi Bernd

ich gebe dir recht dass die beste Lösung wäre den Kollektor dazu zu bringen mehr Leistung zu liefern. Aber ich bekam den Eindruck dass du nicht daran glaubst dass 3x100m 50mm SDR17 in 50cm tiefe ausreichen? Und wenn das nicht geht - dann habe ich nur noch die Möglichkeiten eine Tiefenboohrung in der Auffahrt zu machen - und da sind wir dann bei ganz anderen Kosten... Oder den alten Kollektor rauszunehmen und wieder von vorne anzufangen - und das ist nun ja auch etwas krass...

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 24.03.2026 17:45:30
0
3944879
ich gebe dir recht dass die beste Lösung wäre den Kollektor dazu zu bringen mehr Leistung zu liefern.

Das ist doch schon mal ein Wort! ;-)

Ich würde es so formulieren: Alles andere ist Mist und wird Dich früher oder später mehr Geld kosten und ärgern.


Aber ich bekam den Eindruck dass du nicht daran glaubst dass 3x100m 50mm SDR17 in 50cm tiefe ausreichen?

Das ist keine Glaubensfrage.
So wie der alte Kollektor liegt und das neue Rohr am Rand nach unten abschirmen würde, kannst Du damit niemals genug Kälteenergie ziehen.

Am Anfang der Überlegungen gingen wir davon aus, dass
- der alte Kollektor rundum weit genug vom Rand entfernt ist
- die Deckungslücke nicht so groß ist.

Inzwischen wissen wir, dass der alte Kollektor nur etwa die Hälfte der benötigten Kältelast liefern kann und weitgehend auch am Rand verlegt ist.


Und wenn das nicht geht - dann habe ich nur noch die Möglichkeiten eine Tiefenboohrung in der Auffahrt zu machen

Ich denke nicht, dass das eine sinnvolle Lösung wäre.
Du könntest die Sondenrohre hydraulisch nur parallel zum bestehenden Kollektor laufen lassen. Seriell geht nicht wegen zu hohem Druckverlust.
Und parallel ist thermisch ziemlich ungünstig.


Oder den alten Kollektor rauszunehmen und wieder von vorne anzufangen - und das ist nun ja auch etwas krass...

Naja, der alte Kollektor liegt halt überall im Weg rum.
Wenn Du am Rand keine Möglichkeit hast, das neue Rohr mit Graben mindestens 1m tief und mindestens 80cm (besser mehr) breit um die Fläche zu ziehen und im Dreieck im NW ordentlich tief zu legen, bleiben Dir nur die mickrigen blauen Flächen, um das neue Rohr unterzubringen.

https://www.dropbox.com/scl/fi/fda8270cmm6xbu9zwcmx7/Kollektor_Willi.pptx?rlkey=ojg5ri4xywvwb3cj27pghcrik&dl=0

Das reicht bei weitem nicht.
Oder siehst Du weitere Flächen?

Also: wenn Du es richtig machen willst, muss das alte Rohr raus.
Und dann zusammen mit dem neuen Rohr etwa so verlegt werden:

https://www.dropbox.com/scl/fi/5v2a687iw7zefi7e9vnzg/Kollektor_Willi__1.pptx?rlkey=954sd8dv4fey1xfpg7glnh14c&dl=0

1. Orange außen: neues Rohr. 1m tief, 80cm breit. Im Dreick im NW wird das Rohr so verlegt, dass Du auf 100m kommst.

2. Blaue Zone in der Mitte: Fläche etwa 7 x 14m. Die wird bis zum Ortstein in 1m ausgehoben. Dann werden da (schwarze Linien) Gräben mit etwa 10m Länge, 20cm Breite und so tief wie der Minibagger kann ausgehoben und vertikal je etwa 100m Rohr der 3 alten Kreise (vorher mit Rohrschleifen zu Matten mit 10 x 1.5 m zusammengebunden) versenkt.

Hast Du eine Idee, wie mächtig (und hart) der Ortstein ist?
Etwa Bodenprofile von Baugrunduntersuchungen?

3. Braune Zone: Graben, in den die restlichen 3 x 200m altes Rohr parallel (mit Schleifen) in 1m Tiefe verlegt werden.

Die Rohrführung wäre dann von 1 kalt über 3 zu 2 warm.

Die Arbeitsreihenfolge wäre wohl am besten 2 zuerst, dann 3, dann 1.

Für eine detaillierte Planung wäre es wichtig, dass Du die zur Verfügung stehende Fläche genau ausmisst.
Dann kann man die genaue Rohrverteilung festlegen.

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 25.03.2026 09:05:37
0
3945011
Was ich vergessen hatte zu fragen:

Wenn Du die PC0 auf AUTO stellst, kannst Du ja anscheinend die Sollspreizung einstellen:

PC0 Drehzahl ▶ Ein auswählen, um eine konstante Drehzahl der
Heizkreispumpe PC0 einzustellen. [1…100] %.
-oder-
▶ Wenn die Bedieneinheit die Drehzahl kontinuierlich
auf der Basis der für das Wärmeträgermedium
eingestellten Differenz automatisch regeln
soll, Auto auswählen.

Wie stand dieser Wert für die Sollspreizung, bevor Du die PC0 auf konstante 50% gestellt hast?



Das gleiche gilt wohl für die Solepumpe:

PB3 Betr.art Solekreisp.
▶ Manuell auswählen, um eine konstante Drehzahl
der Solekreispumpe PC3 einzustellen.
[1…100] %.
-oder-
▶ Wenn die Bedieneinheit die Drehzahl kontinuierlich
auf der Basis der für den Solekreis eingestellten
Differenz automatisch regeln soll, Auto
auswählen.

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 25.03.2026 09:55:20
0
3945031
Au Mann...jetzt bin ich völlig daneben:

Du hattest geschrieben:
Ausgangspunkt ist Auto - TC3 - TC0 Temperatur Diff steht auf 5K.

Im Handbuch steht auch entsprechend:

TC3-TC0 Temp.-
diff. Hzg.
Soll-Temperaturdifferenz (Delta) für das Wärmeträgermedium
einstellen [3…10] K. Die Bedieneinheit
regelt die Drehzahl kontinuierlich, sodass eine bestimmte
Differenz zwischen Ein- und Austritt erreicht
wird.

Aber - und deswegen hatte ich das immer überlesen - auf Seite 24 steht:
– TC3 Verflüssigertemp.
– TC0 Rücklauftemperatur

Nun liegt zwar die Verflüssigertemperatur in der Gegend der Vorlauftemperatur, aber warum nehmen die nicht die Vorlauftemperatur direkt für die Regelung der PC0?

Muss noch mal nachdenken...

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 25.03.2026 11:14:15
0
3945064
Die Verflüssigertemperatur liegt nach meiner Meinung (fast) immer etwas über der Vorlauftemperatur.

Sieht man ja auch anhand Deiner Liste:

Du hattest die Solldifferenz von (TC3 - TC0) also auf 5K stehen.

Die Differenz Vorlauf - Rücklauf war aber immer unter 5K, meist so um die 3.6K.

TC3 liegt also etwa 1.4K über der Vorlauftemperatur.




Wir könnten versuchen, die automatische Regelung zur Taktverlängerung einzusetzen.

Überlegung:
Bei hoher Leistung der WP (in der Startphase des Taktes) regelt sie die PC0 auf entsprechend hohen Volumenstrom. Und zwar so, dass die Solldifferenz passt.
Volumenstrom(hoch) ~ Leistung(hoch) / Solldifferenz

Wenn der Volumenstrom der PC0 in dieser Phase (etwas) höher ist als der Volumenstrom der Heizkreise, sieht der T0 (oben im Puffer) die Vorlauftemperatur. Also die höchstmögliche Temperatur im System.
Das sollte die Anlaufphase mit hoher Leistung (die Einschwingphase von T0 auf T0-Soll) so kurz wie möglich halten.


Irgendwann regelt die WP ihre Leistung runter. Und auch die PC0, damit die Solldifferenz erhalten bleibt:
Volumenstrom(niedrig) ~ Leistung(niedrig) / Solldifferenz

Wenn der Volumenstrom der PC0 in dieser Phase niedriger ist als der Volumenstrom der Heizkreise, sieht der T0 (oben im Puffer) die Vorlauftemperatur gemischt mit Wasser von weiter unten im Puffer (weil der höhere Volumenstrom der Heizkreise zusätzlich zum Vorlauf noch Wasser von unten aus dem Puffer ziehen muss). Also eine Temperatur, die niedriger ist als die Vorlauftemperatur.
Das sollte den Einregelprozess von T0 auf T0-Soll (genauer gesagt, den Abbau des Energieintegrals) verlangsamen. Die WP sollte länger laufen.


Zahlenwerte:
Du hast jetzt bei etwa 1750 L/h
- bei 80% Leistung eine Spreizung (Vorlauf-Rücklauf) von etwa 5.6K
- bei 63% Leistung eine Spreizung von etwa 4.5K
- bei 56% Leistung eine Spreizung von etwa 3.9K

Wenn wir annehmen, dass der Volumenstrom durch die Heizkreise so um die 1300 L/h ist (kommt das hin?), müssten wir die PC0 in der Startphase so um die 1500 L/h machen lassen.
Da wir der WP die 80% in der Startphase wohl nicht ausreden können, wäre eine Sollspreizung (Vorlauf - TC0) von

5.6K x 1750 / 1500 = 6.5K

und damit

6.5 + 1.4 = 7.9K

für die Soll-Differenz (TC3 - TC0) ein sinnvoller Wert für einen Test der PC0 auf AUTO.

Bei Leistung 56% (später im Takt) wäre der Volumenstrom der PC0 dann so ungefähr
1500 x 56/80 = 1040 L/h
also deutlich weniger als die 1300 L/h der Heizkreise. Wobei der Volumenstrom der Heizkreise dann sicher auch weniger als 1300 L/h ist, weil einige Thermostate wohl schon abgeregelt haben.


Was meinst Du?
Mal testen: PC0 auf AUTO und (TC3 - TC0) auf 7.9 (oder 8) ?
Wenn ja: Bitte vorher mal nachrechnen.


Dann solltest Du aber auch zeitnah nach der Umstellung eine Messreihe aufnehmen, damit wir sehen, was das Ding macht.

Kannst Du ja vielleicht mal abends machen, wenn Du bei eine Glas gutem Whiskey Buße für deinen missratenen Kollektor tust. ;-)

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Ringgrabenkollektor überlastet - was tun?
Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 25.03.2026 11:14:15
0
3945064
Die Verflüssigertemperatur liegt nach meiner Meinung (fast) immer etwas über der Vorlauftemperatur.

Sieht man ja auch anhand Deiner Liste:

Du hattest die Solldifferenz von (TC3 - TC0) also auf 5K stehen.

Die Differenz Vorlauf - Rücklauf war aber immer unter 5K, meist so um die 3.6K.

TC3 liegt also etwa 1.4K über der Vorlauftemperatur.




Wir könnten versuchen, die automatische Regelung zur Taktverlängerung einzusetzen.

Überlegung:
Bei hoher Leistung der WP (in der Startphase des Taktes) regelt sie die PC0 auf entsprechend hohen Volumenstrom. Und zwar so, dass die Solldifferenz passt.
Volumenstrom(hoch) ~ Leistung(hoch) / Solldifferenz

Wenn der Volumenstrom der PC0 in dieser Phase (etwas) höher ist als der Volumenstrom der Heizkreise, sieht der T0 (oben im Puffer) die Vorlauftemperatur. Also die höchstmögliche Temperatur im System.
Das sollte die Anlaufphase mit hoher Leistung (die Einschwingphase von T0 auf T0-Soll) so kurz wie möglich halten.


Irgendwann regelt die WP ihre Leistung runter. Und auch die PC0, damit die Solldifferenz erhalten bleibt:
Volumenstrom(niedrig) ~ Leistung(niedrig) / Solldifferenz

Wenn der Volumenstrom der PC0 in dieser Phase niedriger ist als der Volumenstrom der Heizkreise, sieht der T0 (oben im Puffer) die Vorlauftemperatur gemischt mit Wasser von weiter unten im Puffer (weil der höhere Volumenstrom der Heizkreise zusätzlich zum Vorlauf noch Wasser von unten aus dem Puffer ziehen muss). Also eine Temperatur, die niedriger ist als die Vorlauftemperatur.
Das sollte den Einregelprozess von T0 auf T0-Soll (genauer gesagt, den Abbau des Energieintegrals) verlangsamen. Die WP sollte länger laufen.


Zahlenwerte:
Du hast jetzt bei etwa 1750 L/h
- bei 80% Leistung eine Spreizung (Vorlauf-Rücklauf) von etwa 5.6K
- bei 63% Leistung eine Spreizung von etwa 4.5K
- bei 56% Leistung eine Spreizung von etwa 3.9K

Wenn wir annehmen, dass der Volumenstrom durch die Heizkreise so um die 1300 L/h ist (kommt das hin?), müssten wir die PC0 in der Startphase so um die 1500 L/h machen lassen.
Da wir der WP die 80% in der Startphase wohl nicht ausreden können, wäre eine Sollspreizung (Vorlauf - TC0) von

5.6K x 1750 / 1500 = 6.5K

und damit

6.5 + 1.4 = 7.9K

für die Soll-Differenz (TC3 - TC0) ein sinnvoller Wert für einen Test der PC0 auf AUTO.

Bei Leistung 56% (später im Takt) wäre der Volumenstrom der PC0 dann so ungefähr
1500 x 56/80 = 1040 L/h
also deutlich weniger als die 1300 L/h der Heizkreise. Wobei der Volumenstrom der Heizkreise dann sicher auch weniger als 1300 L/h ist, weil einige Thermostate wohl schon abgeregelt haben.


Was meinst Du?
Mal testen: PC0 auf AUTO und (TC3 - TC0) auf 7.9 (oder 8) ?
Wenn ja: Bitte vorher mal nachrechnen.


Dann solltest Du aber auch zeitnah nach der Umstellung eine Messreihe aufnehmen, damit wir sehen, was das Ding macht.

Kannst Du ja vielleicht mal abends machen, wenn Du bei eine Glas gutem Whiskey Buße für deinen missratenen Kollektor tust. ;-)
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