Hallo zusammen,
vielen Dank für eure Antworten. Entschuldigt bitte, dass ich mich so spät zurückmelde. Ich bin momentan leder stark eingebunden weil in der Endphase meiner Bachelorarbeit und meinen Abschlussprüfung. Außerdem hab ich ja noch drei Schulkinder.
Kurz vorweg: Natürlich wäre es toll wir hätten das vorher alles richtig geplant und uns vorher vernünftig informiert. Und natürlich ist hier nichts geplant worden, wir haben nur diese virtuelle Begehung mit hansetherm gemacht (appgeführt) und danach ein Verkaufsgespräch gehabt. Wir uns vorher auch nicht richtig informiert und uns einfach gedacht: Das passt schon. Ich habe also leider keinen Hydraulikplan oder überhaupt irgendeine Planung vorliegen, kein Übergabeprotokoll.
Ich fange mal ganz vorne mit Eckdaten zum Verbrauch an.
Wir hatten 2018 bis 2022 durchschnittlich einen Jahresverbrauch von 2.500 bis 3.000l Heizöl für unsere Ölheizung inkl. Warmwasserbereitung. 2023 bis zum Einbau der Wärmepume im Februar 2024 waren wir sogar bei so knapp 4.000l Heizöl (mein Mann hatte im Herbst nochmal Öl bestellt).
Pi mal Daumen lag der Verbrauch der Wärmepumpe von Februar 2025 bis Februar 2026 bei ca. 6.500 kWh (was man so errechnen kann aus den Angabe der wärmelink-
App, der solar-App und der
Rechnung sowie den Zählerständen wir haben keinen separaten Zähler für die Wärmepumpe). Altes Haus, wenig saniert, alte Heizkörper. Bestimmt noch optimierbar, aber jetzt nicht besonders überraschend.
Die Heizkörper wurden den ganzen Winter durch warm. Wir musste also nicht frieren. Die Wärmepumpe war aber inkl. Bodenplatte durchgehend eingefroren und ist erst seit Anfang der Woche wieder komplett eisfrei. Wir wohnen in Niedersachsen, zwischen Hannover und Bremen.
In der Rechnung steht alles so drin wie eingebaut. Allerdings zum Preis des Festpreisangebotes. Deshalb bietet man mir jetzt eine Erstattung an (für die ich aber natürlich keinen größeren
Pufferspeicher bekäme, wenn der nötig wäre).
Eine
Heizlastberechnung bzw. einen Heizreport (https://heiz.report/ - hätten wir uns wohl auch kostenlos dort selbst erstellen lassen können?) bekam ich erst nach dem Einbau und die Bedienungsanleitung hab ich erst vor kurzem auf wiederholte Nachfrage bekommen.
Hier mal die Daten, die sich einfach so raus kopieren lassen - ich muss noch herausfinden, wie das mit hochladen und verlinken klappt.
Ergebniszusammenstellung Gebäude
Berechnung nach
DIN/TS 12831-1:2020-04
Gebäudedaten
Nettogrundfläche: 121 m²
Bruttovolumen: 307 m³
Hüllfläche: 227 m²
Wärmeverluste
Transmissionsverluste
an Außenluft 5.732 W
an Erdreich 0 W
Summe 5.732 W
Lüftungswärmeverluste
durch Leckagen, ALD oder Nutzung oder Mindestwert 3.053 W
Summe 3.053 W
Gebäudeheizlast
Norm-Heizlast: 8,8 kW
Dies ist der Wert für die Wärmeerzeugerauslegung. Ggf. noch Zuschläge für Warmwasserbereitung oder Sperrzeiten addieren.
spezifische Werte
Heizlast / beheizte Gebäudefläche 60,0 W/m²
Heizlast / beheiztes Gebäudevolumen 23,6 W/m³
Einzelergebnisse der Bauteile
Kurz-Bez. Transm.-HL Anteil Fläche
Innenwände IW 0 W 0,00 % 0 m²
Fußböden FB 962 W 14,37 % 57 m²
Decken DE 0 W 0,00 % 0 m²
Fenster AF 2.176 W 32,51 % 26 m²
Außenwände AW 2.417 W 36,11 % 127 m²
Dach DA 1.139 W 17,01 % 74 m²
Außentüren AT 0 W 0,00 % 0 m²
Summe 6.694 W 284 m²
innenwand (0.00%)
boden (14.37%)
decke (0.00%)
fenster (32.51%)
aussenwand (36.11%)
dach (17.01%)
tuer (0.00%)
Auslegung des Wärmepumpensystems
nach VDI-Richtline 4645:2018-03
Bedarfsermittlung für die Warmwasserbereitung
Anzahl Personen: 5
Tagesbedarf: 125 Liter
Wärmemenge: 14,54 kWh / Tag
Dimensionierung der Wärmepumpe (Beispiel)
Norm-Gebäudeheizlast: 8,79 kW
Betriebsweise: bivalent parallel
Bivalenzpunkt: -7 °C
Sperrzeiten: 0 Stunden / Tag
Heizgrenztemperatur: 15 °C
Leistung der Wärmepumpe: 8,18 kW
Der Mitarbeiter hatte mir auch nochmal geschrieben:
Oft wird angenommen, dass eine Wärmepumpe zwingend einen großen Pufferspeicher benötigt. In der Praxis ist das in den meisten Fällen jedoch nicht erforderlich: Eine Wärmepumpe kommt in der Regel sehr gut mit einem kleinen Pufferspeicher zurecht.
Ein großer Pufferspeicher kann sogar Nachteile mit sich bringen, da zusätzliche Speicherverluste entstehen und die Wärmepumpe häufiger mit höheren
Temperaturen arbeiten muss. Das kann die Effizienz verschlechtern. Entscheidend ist vor allem eine saubere hydraulische Einbindung und eine passende
Regelung. Der Pufferspeicher dient dann meist nur zur Volumenvergrößerung, zur hydraulischen Entkopplung oder zum Abtauen.
Wärmepumpen arbeiten generell mit hohem Volumenstrom und einer kleinen Spreizung zwischen Vorlauf und Rücklauf. In Ihrem Fall sprechen wir von einem Volumenstrom von ca. 1.700 l/h. Daher werden heute in der Regel keine großen Puffer mehr eingesetzt, sondern eher kleine, da dies zu weniger Verwirbelungen und geringeren Verlusten führt – und die Anlage insgesamt effizienter läuft.
Kurz gesagt: Für einen effizienten Betrieb ist in vielen Anlagen ein kleiner Pufferspeicher ausreichend.
Warum hansetherm dann auf der eigenen
Internetseite Pro kW
Heizleistung 50-100l Pufferspeicher empfiehlt, bleibt mir ein Rätsel...