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17.02.2026 11:52:28 |
@meaparvitas "Ich rede aber von Heizkörpern und stufenlosen smarten Thermostaten. Meine regeln von 0 bis 100 Prozent, diese 100 Stufen betrachte ich als stufenlos. Das sind jedenfalls immerhin über 90 Stufen mehr, als die meisten voreinstellbaren Ventile können. "
Welche Heizkörperthermostate sind das, die "stufenlos" (in 100 Stufen) regeln?
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17.02.2026 12:07:59 |
Thermostate regeln immer stufenlos. Ich würde sie dennoch nur in Notfällen verbauen. Schlafzimmer. Kinderzimmer. Wenn du sie überall hast, kann in der Übergangszeit passieren, dass sie alle abriegeln und die wp dagegen ankämpfen muss. Sozusagen ihr Wasser im Kreis wälzt ohne Wärme abgeben zu können. Das Problem ist, du merkst das nicht mal. Du hast eine angenehme Temperatur im Haus aber nicht ein Thermostatventil ist 100 Prozent offen genau das gilt es zu vermeiden. Ich merke beispielsweise wenn ich abends das Schlafzimmer und das Kinderzimmer gleichzeitig ausdrehe steigt sofort der Volumenstrom Im restlichen Heizkreis und die Temperatur geht hoch. Wenn ich jetzt dort automatisch regelnde Thermostate hätte, würden die natürlich drosseln. Weil das Raum Soll überschritten ist. Die WP weiß davon allerdings nichts und ballert weiter. Und das zahlst du. Und wenn du großes Pech hast und die bisschen empfindlich ist, geht sie in die Überdruckstörung. Wenn es noch blöder ist, und die hast eine hydraulische Weiche läuft sie ruhig weiter und deine Heizkosten sind einfach nur höher als andere und Du fragst dich warum.
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17.02.2026 12:08:13 |
Zitat von PhotoStein  @meaparvitas "Ich rede aber von Heizkörpern und stufenlosen smarten Thermostaten. Meine regeln von 0 bis 100 Prozent, diese 100 Stufen betrachte ich als stufenlos. Das sind jedenfalls immerhin über 90 Stufen mehr, als die meisten voreinstellbaren Ventile können. "
Welche[...] Das sind Homematic IP Thermostate. Ich kann den Ventilöffnungsgrad in Home Assistant auslesen und auch den Verlauf speichern. Dadurch kann ich - im Gegensatz zu einem analogen oder nicht vernetzten Thermostatventil - genau nachvollziehen, inwiefern ein Heizkörper bei der gegebenen Vorlauftemperatur und der gewünschten Raumtemperatur noch Reserven hat oder schon an der Leistungsgrenze arbeitet. Wenn ein HK zu klein ist, sieht man das zwar auch an der unzureichenden Temperatur des Raums, aber bis dahin kann man nicht genau erkennen, wie weit der HK noch Reserven bietet, die Vorlauftemperatur ggfs. weiter zu senken.
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17.02.2026 12:10:31 |
Zitat von Meaparvitas  Zitat von Wunsen  [...] Sicher kann man das Takten durch gewisse Einstellungen verzögern oder verringern, aber irgendwann ist die Grenze des Sinnhaften erreicht. Ich setze wirtschaftlich sinnvolle und realistische Betriebsbedingungen voraus. Der Zweck ist doch, das Haus nach[...] Da stimme ich Dir völlig zu. Das sollte nur eine mögliche Erklärung sein für ein taktloses Heizen bis 15°. Bei mir taktet die WP theoretisch ab +7° AT. Mit meinen Einstellungen läuft sie bis etwa 10° durch, und ab dann macht sie etwa 2 bis 6mal pro Tag eine Pause. Da kann ich gut mit leben.
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17.02.2026 12:24:03 |
Zitat von WarmerAlex  Thermostate regeln immer stufenlos. Ich würde sie dennoch nur in Notfällen verbauen. Schlafzimmer. Kinderzimmer. Wenn du sie überall hast, kann in der Übergangszeit passieren, dass sie alle abriegeln und die wp dagegen ankämpfen muss. Sozusagen ihr Wasser im Kreis wälzt ohne Wärme abgeben zu[...] Ich bekomme ja einen Direktkreis mit ÜSV und Rücklaufreihenpuffer. Es kann also keine Hochdruckstörung geben. Wenn die Thermostate schließen sollten, weil es zu warm im Haus ist, dann sieht die WP einen höheren Rücklauf und schaltet irgendwann ab. Das ist aus meiner Sicht auch eine sinnvolle Reaktion. Wieso soll ich die WP weiter heizen lassen, wenn es warm genug ist? Außerdem habe ich an verschiedenen Fenstern Kontaktsensoren, die die Thermostate schließen lassen, solange das Fenster geöffnet ist. Ich habe auch Räume, in denen ich nur wenige Stunden in der Woche 22 Grad haben will und ansonsten 18. Das kann ich ohne Thermostatventile nicht umsetzen, oder ich müßte am voreinstellbaren Ventil herumdrehen. Das bringt mich wieder zu meiner Ausgangsfrage. Man muß ja für die WP-Förderung sogar einen hydraulischen Abgleich machen, also in der Regel einige HK drosseln. Damit begrenze ich aber den Regelungsbereich der Thermostate, sie können nicht mehr so viel Durchfluß ermöglichen wie ohne Drosselung über das Ventil. Und wenn ich die VL- Temperatur oder sonst irgendwas anpasse, dann kann das voreinstellbare Ventil darauf nicht reagieren, das Thermostat aber sehr wohl.
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17.02.2026 12:28:27 |
Kannst du da auch einstellen, dass die Öffnung des Thermostatventils dauerhaft z.B. 20 % beträgt, bei Bedarf dann auf z.B. 100 % eingestellt wird? Hintergrund ist: die Kinderzimmer werden nur gelegentlich genutzt und sind normalerweise auf ca. 17-18 Grad beheizt. Wenn die Kinder kommen (ca. alle 3-4 Wochen fürs Wochenende) heizen wir auf 20-21 Grad. Die Heizung ist mit voreingestellten Ventilen so thermisch abgeglichen, dass auch diese beiden Zimmer 20-21 Grad haben, wenn alle Ventile im Haus voll geöffnet sind. Unser Haus ist Baujahr 92, die Wände (Ziegel, 30 cm) sind nicht zusätzlich gedämmt, so dass es durchaus sinnvoll ist, diese beiden Zimmer nicht voll durchzuheizen, sondern nur auf 17-18 Grad zu halten.
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17.02.2026 12:36:03 |
So ein ähnliches Haus habe ich auch. Den Ventilöffnungsgrad kann man nicht direkt vorgeben, jedenfalls nicht offiziell. Über Home Assistant gibt es da aber wohl Möglichkeiten, das zu steuern. Ich mache das indirekt über die Temperatur, wie es auch vorgesehen ist. Man sieht ja aber, bei welcher Temperatur das Ventil in etwa wie weit geöffnet ist. Genau das Problem meine ich ja: Bei dem voreinstellbaren Ventil bist Du immer limitiert und nicht flexibel. Mit einem Thermostat gibst Du nach Bedarf die Raumtemperatur vor (darum geht es ja bei einer Heizung), und die Thermostate drosseln dann den Durchfluß, bis es paßt. Und wenn es nichts mehr zu drosseln gibt, weil es überall zu warm ist, dann kann die WP ja auch abschalten. Wenn ich ein Haus habe, wo in jedem Raum der perfekte HK ist und wo immer und überall die gleichen Temperaturen in den Räumen sein sollen, dann braucht man keine Thermostate und keine voreinstellbaren Ventile, aber wo ist das in der Realität schon der Fall? Und selbst in so einem Haus würde die WP irgendwann abschalten, wenn der Rücklauf zu warm wird und sie nicht weiter heruntermodulieren kann.
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17.02.2026 12:50:10 |
Ich habe die gleiche Einbindung wie du bald hast. Überstromventil und kleinen (27l) Puffer im Rücklauf. Das Überströmventil habe ich allerdings zu gedreht, da es bei Delta 4k schon geöffnet ist der reguläre Volumenstrom ist recht hoch (schwankt, Delta T Regelung) und zum Abtauen ist es sogar niedriger. Wenn du es schaffst, das Überströmventil genauso einzustellen, dass es im Normalbetrieb immer 100 Prozent geschlossen bleibt, dann mag das gehen. Wenn aber 50 Prozent deiner ERR abriegeln, und du das wie gesagt nicht mal merkst,wird das ÜST immer leicht geöffnet sein und sinnlos Energie in den Rücklauf mischen. Aber mach wie du denkst. Thermischer Abgleich und paar wenige ERR im Kinderzimmer sind meine Meinung.
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17.02.2026 12:58:58 |
Ich glaube nicht, daß ich damit ein Problem habe. Ich bekomme einen 200 Liter Rücklaufpuffer, und die WP reduziert den Volumenstrom, wenn weniger geheizt werden muß. Und ich bekomme momentan immer noch über 1500 Liter pro Stunde durch den Heizkreis, selbst wenn die Ventile im Schnitt nur 25% geöffnet sind. Und wenn es kälter ist und die WP mehr Volumen fahren will, dann sind die Thermostate ja auch weiter offen und umgekehrt. Das System regelt sich selbst ein. Ich kann mir nicht vorstellen, warum das nicht funktionieren soll. Ich könnte über Home Assistant auch eine Automatik einbauen (wobei ich es für sinnfrei halte), daß die Soll- Temperatur von einem Thermostat automatisch immer so angepaßt wird, daß der Ventilöffnungsgrad mindestens x % beträgt.
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17.02.2026 13:30:07 |
Zitat von Meaparvitas  Ich glaube nicht, daß ich damit ein Problem habe.
Ich bekomme einen 200 Liter Rücklaufpuffer, und die WP reduziert den Volumenstrom, wenn weniger geheizt werden muß.
Und ich bekomme momentan immer noch über 1500 Liter pro Stunde durch den Heizkreis, selbst wenn die Ventile[...] Mei, probier es halt aus. Kannst ja ein Jahr mit (und mit unterschiedlichen Temperaturen in den Zimmern und alle 4 Wochen in einem Zimmer hochheizen) und im Folgejahr ohne die Homematic fahren (alle Zimmer halbwegs abgeglichen und auf Zieltemperatur, so dass man eben nix mehr rumdrehen muss, egal ob manuell oder automatisch), dann siehst du den Unterschied. Und ich freue mich (wirklich, es interessiert mich sehr) auf deinen Bericht. Unterschiede in den Jahren lassen sich über die Gradtagszahlen (oder meinethalben auch über die monatliche durchschnittliche Temperatur) rausrechnen. Meine eigene Erfahrung mit klassischer fossiler Heiztechnik (GBWT und Thermostate an alle HK, die natürlich beim Verlassen des Raums auf 2 gestellt wurden) sowie einem thermisch abgeglichenen Heizsystem mit WP sagt mir: vorher 14MWh Gas, jetzt 8MWh thermische Energie (per WMZ gemessen). Das ganze Haus ist lecker warm, 21-22°C, und 18-19°C im Keller. Vorher war das eben nicht, so 19°C in den nicht genutzten Räumen und 21°C sonst. Und natürlich Nachtabsenkung und andere fossile Angewohnheiten. Und ja, ich habe 7 von 16 HK gg Typ 33 getauscht und 6 HK laufen mit Booster, damit ich mit max 35°C VLT bei NAT=-10°C fahren kann. Kosten 1,8k€ für die HK und 1k€ für die Booster (da kann, wer will, den nicht notwendigen Pufferspeicher gegen rechnen ;-)) Wenn es mit Homematic nochmals substantiell was zu sparen gäbe (wir habe auch 3 Zimmer, die nur sporadisch genutzt werden), würde ich das tatsächlich angehen.
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17.02.2026 13:47:35 |
Ich habe ja früher auch so wie Du geheizt, mit Nachtabschaltung usw., und es jetzt in Vorbereitung auf die WP schon umzustellen versucht, was halt mit einem völlig überdimensionierten einstufigen Heizwertkessel nur begrenzt möglich ist. Du hast aber auch noch viele andere Dinge geändert, nicht nur den Wärmeerzeuger. Es wäre interessant, was Du an Gas gespart hättest, wenn Du diese Dinge und das Heizverhalten vor dem Einbau der WP schon geändert hättest (das würde mich auch wirklich interessieren, läßt sich ja aber nachträglich nicht mehr herausfinden). Für mich gibt es keinen Zweifel, daß ich weniger Energie brauche, wenn ich z. B. ein Büro, das nur 20 Stunden in der Woche genutzt wird, nicht 168 Stunden in der Woche auf 22 Grad heize. Das kann ich aber nur mit Thermostatventilen umsetzen, genau wie die Fenster-Offen-Funktion oder die Drosselung einzelner HK bei Verwendung des Kaminofens oder solaren Einträgen. Den Heizkörper in dem schwächsten Zimmer (240x60, 22er) gegen einen 33er zu tauschen, würde sicher noch etwas bringen bzgl. der Vorlauftemperatur, aber das Zimmer wird wahrscheinlich im nächsten Winter gar nicht mehr wie bisher genutzt und damit geheizt werden müssen. Und wenn der HK dann 19 Grad in dem Zimmer schafft, reicht er ja.
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17.02.2026 13:48:38 |
Zitat von Meaparvitas  Was ich nicht verstehe ist, warum eine feste Drosselung besser sein soll als ein stufenlos regelndes Thermostatventil, also die oft verpönte ERR. Dort passiert doch an zu großen Heizkörpern genau das Gleiche, nur mit dem Vorteil, daß ich noch zusätzlich verschiedene Raumtemperaturen[...] Nun, das ist einfach zu erklären: Du kennst sicher den alten Grundsatz: zuviele Köche verderben den Brei. Was meint das? Der ERR regelt die Raumtemperatur. Wie? -> ...kommt gleich... Der Heizungsregler regelt die Raumtemperatur. Wie? ...kommt sofort.. Aber Du siehst schon: hier wollen 2 dasselbe regeln und das ist EINER zuviel.Wie regelt der Heizungsregler die Raumtemperatur? -> mit abgeglichenen Heizkörpervoreinstellungen über VLT und Durchfluss auf Basis der Vorgabe für die witterungsgeführte Heizkurve und bei vielen WPs zusätzlich die DeltaT-Vorgabe d.h. die Differenz zw. VLT und RLT. Regelstrategie: a) die Differenz zwischen VLT und RLT wird auf dem Sollwert gehalten b) die VLT entlang der witterungsgeführten Kurve wird auf dem Sollwert gehalten c) die Heizleistung des Aussengeräts wird stufenlos geregelt (Invertertechnik) angepasst und so geregelt, dass alle Sollwerte erreicht werden. Voraussetzung: die witterungsgeführten Kurve bildet exakt den Heizbedarf ab. Wird sie höher eingestellt, wird es wärmer als gewünscht im Haus und die WP braucht mehr Strom. Die richtige witterungsgeführte Kurve wird daher empirisch durch den thermischen Abgleich ermittelt. Da das ein mehstufiger Prozess mit viel ABwarten ist, kann das nur der Besitzer des Hauses. Noch ein Abgleich? Ja! Der hydraulische Abgleich ist ein auf der raumweisen Heizlast berechneter Abgleich; der thermische Abgleich bildet die Realität in den Räumen ab. Wie das geht ist hier im Forum genau beschrieben. Beispiel: VOR dem therm. Abgleich habe ich 10.000 kWh/a Gas gebraucht. Danach waren es 7.500 kWh/a. Nur im Gästezimmer gibt es bei mir noch einen ERR-Kopf auf dem HK. Du siehst, dass mit der "richtig ermittelten witterungsgeführten Kurve" das Haus perfekt beheizt wird - ohne ERR. Wie regelt der ERR-Aufsatz die Raumtemperatur?-> grundsätzlich regeln diese Köpfe den Durchfluss auf dem Sollpunkt gar nicht, sondern kneifen ihn ab. Fällt die Temperatur unter das Soll, öffnen sie ein wenig. Woher ich diese unerhörte Behauptung ohne weitere Begründung nehme? Aus der Grafik der bekannten Herstellerfirma IMI (ehem. Heimeier) zur Regelcharakteristik ihrer Ventile: auf der Y-Achse ist der Durchfluss durch das Ventil gezeigt und auf der X-Achse ist die Differenz der IST- von der Raum-Solltemeperatur aufgetragen. Jede schwarze Linie steht für eine Einstellungstufe des voreinstellbaren Ventileinsatzes für den hydraul. Abgleich. genau bei 0 auf der X-Achse .d.h. wenn die IST-Temperatur = der Solltemperatur ist, fliessen exakt 0 L durch den Heizkörper. Ist es im Raum 0,5°C unter Soll, sind es je nach Voreinstellung irgendwas zwischen 7 ...45 L/h. OHNE den ERR-Kopf, der mit seinem temperaturempfindlichen Dehnungselement auf den Metallstifft des Ventileinsatzes drückt, wären die schwarzen Linien alle horizontal und gerade; logisch, denn der Durchfluss ist bei gegebener Voreinstellung nur von der Pumpenleistung, nicht aber von der Raumtemperatur abhängig. MIT dem ERR-Kopf beginnen sich die von rechts kommenden Linien aber zu krümmen und bei Raumsolltemperatur sind sie bei 0. -> das ist der Einfluss des ERR-Aufsatzes: er legt sich praktisch noch über die perfekte witterungsgeführte Heizkurve und macht alles zunichte.alles zunichte? Schau mal:Ein 33er Heizkörper mit 1,2 m Länge und 60 cm Höhe liefert bei einer Raumtemperatur von 20°C ~470 W, wenn er Vorlauf mit 35°C bekommt und der Rücklauf mit 30°C aus dem HK zurückfließt. Dazu sind 76 L/h Heizwasserdruchfluss nötig. Passt genau für Voreinstellung 4, wenn kein ERR-Kopf auf dem Ventilunterbau sitzt. Mit ERR-Kopf kommen bei weiterhin Voreinstellung 4 selbst bei 19°C nur noch ~ 55 L/h an. Das ist der Drosseleffekt. Folge: Der HK liefert damit nur noch ~400 W. Erst mit Anhebung der Witterungsgeführten Kurve für die VLT um 2-3°C liefert er wieder die 470 W. 1 Kostet mehr an Strom für dieselbe Menge an Wärme. 2 Führt zu ständig schwankenden Durchflüssen und stört damit empfindlich die Heizungsregelung. Und die WP braucht 1. Durchfluss und sie will ihn 2. selbst erzeugen und steuern, weil sie damit die Heizleistung der HK in den Räumen regelt. 3 Und die Regelung will dann hohen Durchfluss erzeugen, wenn das Außengerät abgetaut werden muss, weil sie dazu Wärme aus dem Heizwasser braucht. Da sind ERR absolut kontraproduktiv. Bekommt sie die den Mindestdurchfluss dann nicht, geht sie in Störung, weil sonst das Risiko besteht, dass der Plattentauscher des Außengeräts einfriert. Mindestdurchflüsse bewegen sich bei WPs so zwischen 12 - 25 L/ min. Und das alles, weil 2 regeln wollen und sich die Effekte überlagern. Und das nenne ich Murks. Und dann kommt ein HB, baut Dir eine WP ein und sagt Dir: mit den ERR brauchen wir einen Trennpuffer wegen 3... Nochmal Murks, weil unter dem Puffer die Effizienz leidet. Das Forum hier ist voll davon... Gruß - Eddi
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17.02.2026 14:29:14 |
Zitat von Eddi Lang  Zitat von Meaparvitas  [...] Nun, das ist einfach zu erklären: Du kennst sicher den alten Grundsatz: zuviele Köche verderben den Brei. Was meint das? Der ERR regelt die Raumtemperatur. Wie? -> ...kommt gleich... [i]Der Heizungsregler regelt die[...] Hallo Eddie, vielen Dank für die ausführlichen Erläuterungen. Ich weiß nicht, ob die Homematic genauso "dumm" regeln wie ein altes analoges Thermostat, die sind ja auch lernfähig und smart steuerbar. Das Fraunhofer-Institut hat sogar festgestellt, daß man damit einen dynamischen hydraulischen Abgleich realisieren kann. Die Vorlauftemperatur ist bei mir ja schon so eingestellt, daß die Thermostate an den Heizkörpern in den dauerhaft genutzten Haupträumen ganz oder nahezu ganz geöffnet sind, ich würge da ja nichts ab. Da bräuchte ich auch nicht unbedingt Thermostatventile. Wenn ich aber HK in Räumen habe, wo ich über voreinstellbare Ventile drosseln muß, daß sie bei den eingestellten VL- Temperaturen nicht zu warm werden, dann greife ich ja auch in das hydraulische System ein. Aber mit den smarten Thermostatventilen könnte ich z. B., wenn eine Abtauung ansteht, alle Thermostate voll öffnen, um den Volumenstrom nicht zu behindern, das könnte ich bei fest voreingestellten Ventilen nicht. Die Volumentstromprobleme habe ich bei mir sowieso nicht, es geht auch bei teilweise gedrosseltem System noch genug durch, und ansonsten habe ich ja ein ÜSV und einen großen Rücklaufpuffer. Ich probiere es aber gerne mal aus, die Thermostatventile wegzulassen, wenn die voreinstellbaren eingebaut sind. Nur in den Räumen, die nicht durchgehend auf die gleiche Temperatur geheizt werden sollen, bleibt mir ja nichts anderes übrig.
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17.02.2026 14:39:44 |
Zitat von Meaparvitas  Wenn ich ein Haus habe, wo in jedem Raum der perfekte HK ist und wo immer und überall die gleichen Temperaturen in den Räumen sein sollen, dann braucht man keine Thermostate und keine voreinstellbaren Ventile, aber wo ist das in der Realität schon der Fall?[...] Das ist offensichtlich ein Mißverständnis .. in der Berechnung für den Hydr. Abgleich kannst Du für jeden Raum einzeln eine individuelle Wunsch-Temperatur vorgeben. Es müssen überhaupt nicht "überall die gleichen Temperaturen in den Räumen sein".
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17.02.2026 15:01:45 |
Zitat von Meaparvitas  Und wenn ich die VL- Temperatur oder sonst irgendwas anpasse, dann kann das voreinstellbare Ventil darauf nicht reagieren, das Thermostat aber sehr wohl.[...] Der voreinstellbare Ventileinsatz soll ja nur die maximale Durchflußmenge einregeln. Meine stinknormalen Thermostat-Köpfe übernehmen dann - wie seit Jahrzehnten üblich - das Abregeln falls es z.B. durch Fremdwärme zu warm wird im Raum. Genau dafür wurde der Thermostat-Kopf ja mal erfunden !
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17.02.2026 15:42:48 |
Zitat von PeterAlles  Zitat von Meaparvitas  [...] Der voreinstellbare Ventileinsatz soll ja nur die maximale Durchflußmenge einregeln. Meine stinknormalen Thermostat-Köpfe übernehmen dann - wie seit Jahrzehnten üblich - das Abregeln falls es z.B. durch Fremdwärme zu warm wird im Raum. Genau dafür wurde der Thermostat-Kopf ja[...] Wie wahr, wie wahr....er soll ja dem Fremdwärmeeintrag Vorrang vor dem der Heizung geben. Ich löse das mit einem Raumthermoststen, der am Bussystem des WP- Reglers angebunden ist und es so der Regelung ermöglichst, von der VLT gemäß witterungsgeführter Kurve gezielt abzuweichen. Bei anhaltendem Sonnenschein - diese Pahse steht ja ab Ende februar vor der Tür - nimmt dann die Regelung die VLT runter und wenn das Raum-IST um 1° höher als das Soll ist, schaltet sie ab. Aber solche Raumthermostatregelungen sind heutzutage leider kaum bekannt bzw. werden kaum empfohlen. Stattdessen wird mit Begeisterung über ein 2. Regelsystem smart geregelt, statt das vorhandene konsequent zu nutzen. Und die Heizung läuft weiter bei viel zu hohen VLTs und zieht munter völlig unbemerkt zu viel Primärenergie. Gruß - Eddi
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17.02.2026 15:47:54 |
Zitat von PeterAlles  Zitat von Meaparvitas  [...] Das ist offensichtlich ein Mißverständnis .. in der Berechnung für den Hydr. Abgleich kannst Du für jeden Raum einzeln eine individuelle Wunsch- Temperatur vorgeben. Es müssen überhaupt nicht "überall die gleichen Temperaturen in den Räumen sein". In meinem Beispiel wäre ja gar kein hydraulischer Abgleich erforderlich, weil die Heizkörper schon so dimensioniert sind, daß in allen Räumen die gewünschten Temperaturen erreicht werden. Wenn ich in dieser glücklichen Lage nicht bin und drosseln muß, welchen Vorteil habe ich dann, wenn ich zusätzlich zu den voreinstellbaren Ventilen trotzdem noch Thermostatköpfe brauche? Der Thermostatkopf kann ja beides, den HK drosseln und zusätzliche Wärmeeinträge kompensieren. Um dieses Dilemma geht es mir ja die ganze Zeit. Und ein Raumthermostat hilft mir da auch nicht, denn wenn ich die VL-Temperatur am Wärmeerzeuger senke, weil auf der Südseite die Sonne durch die Fenster scheint, dann werden die Räume auf der Nordseite oder im Keller zu kalt, oder habe ich da etwas mißverstanden?
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17.02.2026 15:53:43 |
Zitat von PeterAlles  Zitat von Meaparvitas  [...] Das ist offensichtlich ein Mißverständnis .. in der Berechnung für den Hydr. Abgleich kannst Du für jeden Raum einzeln eine individuelle Wunsch- Temperatur vorgeben. Es müssen überhaupt nicht "überall die gleichen Temperaturen in den Räumen sein". Dann kommen so Sachen raus , wie Flur 15° und Bad 24° …… Es braucht dann eine gute und vor allem geschlossene Tür….
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17.02.2026 15:59:24 |
Bei mir bewegt sich das Spektrum der Raumtemperaturen im Haus gerade jetzt zwischen 17,9 und 22,3 Grad. Vorlauf schwankt annähernd sinusförmig zwischen 38 und 28. 28 ist auch der Rücklauf. AT ist 2 Grad. Gasverbrauch heute bis jetzt 15 m³ inkl. WW mit 28 kW NT-Kessel ohne Modulation. Und natürlich funktioniert das nur, wenn man grundsätzlich konsequent die Türen geschlossen hat, das ist bei mir der Normalfall. Aber wenn ich rund 20 Räume auf drei Etagen durchgehend auf 22,3 Grad heizen wollte, dann hätte ich mir statt einer 10er WP sicherlich eine 15er oder 20er bestellen müssen. Sparen würde ich da sicherlich nichts.
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17.02.2026 16:01:40 |
Zitat von Meaparvitas  In meinem Beispiel wäre ja gar kein hydraulischer Abgleich erforderlich, weil die Heizkörper schon so dimensioniert sind, daß in allen Räumen die gewünschten Temperaturen erreicht werden. Wenn ich in dieser glücklichen Lage nicht bin und drosseln muß, welchen Vorteil habe ich dann, wenn ich zusätzlich zu den voreinstellbaren Ventilen trotzdem noch Thermostatköpfe brauche?[...] Ich habe den Eindruck daß hier ein Mißverständnis vorliegt. DAS HIER ist ein einstellbarer Ventil-Einsatz. Hier stellt man den maximalen Durchfluß ein: Da schraubt man dann den Thermostat-Kopf drauf: |
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17.02.2026 16:05:23 |
Ich kenne schon den Unterschied. Aber mit einem voreinstellbaren Ventil alleine kann ich z. B. nicht verhindern, daß ein Raum, der nur 20 Stunden in der Woche genutzt wird, den Rest der Zeit unnötig überheizt wird. Ich heize ja grundsätzlich schon gleichmäßig durch, jeden Raum auf die Temperatur, die ich brauche, aber es gibt auch sinnvolle Ausnahmen. Ich drehe die Heizung nicht runter, wenn ich das Haus verlasse, aber wenn ein Büro nur von Mo.-Fr. 4 Stunden benutzt wird, wieso soll ich den Raum dann ansonsten nicht auf 18 Grad lassen? Der angrenzende Flur hat auch nur 18 Grad.
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17.02.2026 16:22:37 |
Zitat von Meaparvitas  In meinem Beispiel wäre ja gar kein hydraulischer Abgleich erforderlich, weil die Heizkörper schon so dimensioniert sind, daß in allen Räumen die gewünschten Temperaturen erreicht werden.[...] Da stimmt was in der Reihenfolge nicht. ERST berechnet man die Raumweise Heizlast, dann dimensioniert man den nötigen zu montierenden Heizkörper oder/und rechnet die Einstellung des Ventil-Einsatzes für einen vorhandenen Heizkörper aus = Berechnung des Hydraulischen Abgleichs. DANN folgt in der Praxis der Hydraulische Abgleich = jemand läuft durch's ganze Haus und stellt die errechneten Einstellungen an den Einstellbaren Ventil-Einsätzen ein. Wenn da nix einzustellen ist, wird da auch nichts eingestellt bzw. es wird alles auf Max. eingestellt resp. es wird zumindest kontrolliert ob die Einstellungen auch tatsächlich stimmen. Du willst anscheinend die X Euro sparen um diesen gesamten Vorgang zu unterbinden. Kann sein daß Du einen Handwerker findest, der Dir glaubt.
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17.02.2026 16:33:51 |
Zitat von Meaparvitas 
Ich weiß nicht, ob die Homematic genauso "dumm" regeln wie ein altes analoges Thermostat, die sind ja auch lernfähig und smart steuerbar. Das Fraunhofer-Institut hat sogar festgestellt, daß[...]
Ja, davon habe ich auch gelesen und denke, dass da bzgl. das Abgleichs auch die Zukunft hingehen wird, denn adaptiv-dynamisch ist tatsächlich besser, weil alle Betriebspunkte abgedeckt werden und eben nicht nur der bei NAT. Tatsächlich wird ja nur das temperatursensible Dehnelement des klassischen ERR-Kopfes durch einen kleinen Schrittmotor im Homematic-Kopf ersetzt. Das eigentliche Ventil mit dem Edelstahl-Pinn, auf das der Kopf gesteckt wird, bleibt erhalten. Das ist vom Regelkonzept her letztlich unverändert. Es wird nicht die VLT geregelt, sondern der Durchfluss. Dafür natürlich digital statt analog, aber es braucht dafür elektr. Hilfsenergie - wird wohl eher wenig sein... . Tatsächlich wirst Du es messen können, ob die Köpfe wirklich erst oberhalb der Solltemperatur beginnen, den Durchfluss ganz leicht runterzuregeln. Aber zuvor muss man m.E. den thermischen Abgleich 1x machen, um die tiefstmögliche witterungsgeführte Kurve empirisch zu ermitteln und am Heizungsregler vorzugeben. Nur auf dieser Kurve arbeitet die Heizung mit minimalem Energieeinsatz; jedes Grad höher ist verbranntes Geld, weil die ERR das mit weniger Durchfluss sofort "kassieren", jedes Grad tiefer macht es ungemütlich im Haus. Dann sollte man z.B. an einem WMZ den sich ändernden Durchfluss sofort sehen können, wenn man in allen Räumen den Befehl zur Absenkung der Temperatur um 0,5°C oder 1°C gibt. "Dumm" wäre "Zu", sauber geregelt wäre eine leichte Reduzierung des Durchflusses, ausgeführt in mehreren Schritten mit Wartephasen von mehreren Minuten dazwischen. Auf dieses Ergebnis wäre ich echt gespannt. Wo allerdings der Sinn liegt, bei 5 min Stoßlüften die Heizung abzuriegeln, erschliesst sich mir eher wenig. Der Heizkörper gibt ja zwangsläufig weiterhin die in ihm steckende Übertemperatur des Wassers ab. Das braucht wohl so 10 min. Gruß - Eddi
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17.02.2026 16:36:33 |
Zitat von PeterAlles  Zitat von Meaparvitas  [...] Da stimmt was in der Reihenfolge nicht. ERST berechnet man die Raumweise Heizlast, dann dimensioniert man den nötigen zu montierenden Heizkörper oder/und rechnet die Einstellung des Ventil-Einsatzes für einen vorhandenen Heizkörper aus = Berechnung des Hydraulischen[...] Das war nur ein theoretisches Beispiel. Ich habe Heizreport genutzt und es stimmt natürlich nicht so richtig, die Gebäudeheizlast ist zu groß, und bei den Räumen kann man nur mit 10k Spreizung rechnen. Und wenn das Programm meint, meine VL- Temperatur ist zu niedrig, macht es ungefragt die HK größer. Ich habe aber keine Lust, 15 HK zu tauschen, wenn es auch so geht. Mir geht es bei der Investitionssumme sicher nicht um ein paar Hundert Euro für voreinstellbare Ventile, um die ich ja nicht herumkomme. Aber ich finde es unnötig, weil ich weiß, daß ich jedenfalls viele Thermostatköpfe weiterhin nutzen will, die den HK sowieso schon drosseln können.
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17.02.2026 16:48:56 |
Zitat von Eddi Lang  Zitat von Meaparvitas  [...] Ja, davon habe ich auch gelesen und denke, dass da bzgl. das Abgleichs auch die Zukunft hingehen wird, denn adaptiv-dynamisch ist tatsächlich besser, weil alle Betriebspunkte abgedeckt werden und eben nicht nur der bei NAT. Tatsächlich wird ja nur das temperatursensible[...] Also nach meiner Erfahrung regeln diese Thermostatköpfe schon dosiert. Ich bekomme auch einen externen WMZ, dann kann ich den Test mal machen. In den Thermostatköpfen sind AA Batterien, es funktionieren auch Akkus, halten mehrere Jahre. Das mit den Fenstern liegt daran, daß das auch mal länger offen sein kann, je nachdem. Wenn ich im Schlafzimmer lüfte und währenddessen ins Bad gehe, dauert das ja nicht nur 5 Minuten. Da schaltet sich während des Lüftens auch noch ein Deckenventilator ein, um die Luft besser zu verteilen.
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