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01.03.2026 08:56:40 |
Hallo zusammen, bei uns war die Entscheidung bereits auf eine LG Therma V gefallen. Das von ausgesuchte Modell HM093HFX.UB60 gibt es jetzt aber nicht mehr. Daher erhoffe ich mir von Euch eine Entscheidungshilfe. Laut meinem Heizungsbauer, ist das Modell nicht mehr so Leistungsstark wie das alte und er hat mir nach Durchsicht der Heizlastberechnung nahegelegt über die 12 KW Variante nachzudenken. Die Heizlastberechnung wurde von Heckmann durchgeführt und ergibt eine Heizlast von 10,3 KW ohne Warmwasser. Weshalb mir hier das mitlesen alleine nicht hilft ist, dass der untere Teil des Gebäudes Energetisch sehr gut ist, wir aber im Obergeschoß aufgrund der Vermietung (Neue Fenster wegen der Wandlücken) und der Kosten für ein neues Dach, das so noch gut ist, weniger Handlungsspielraum haben. Um zu optimieren wurden alle Heizkörper im OG ausgetauscht und auch vergrößert. Hier mal die Daten zusammengefasst: - Heizlast 10,3 KW - Warmwasser 300 Liter für die untere Wohneinheit, im OG Durchlauferhitzer - Alles nur Heizkörper - Vorlauftemperatur 51 Grad bei NAT -9,1 (Nach Heizkörperoptimierung) - Pufferspeicher 97 Liter im Rücklauf - Temperaturen im Kellerbereich 18 Grad, Wohnräume 20 und Bäder 24 Grad - Das Gebäude liegt auf einem Hügel und es gibt hier öfters höhere Luftfeuchtigkeit Die Frage die wir uns nun stellen ist, lieber die nicht mehr ganz so performante HM093HF.UB40 9 KW, oder doch lieber die HM123HF.UB60 12 KW. In anderen Beiträgen hier habe ich schon gelesen, dass man die UB60 der UB40 vorziehen sollte. Der bisherige Gasverbrauch ist dieses Jahr nach Fassadendämmung und 11 Monaten Laufzeit im UG bei ca.12000 kWh für 200 m² davon 65 m² Keller. Im Dachgeschoß bei 82 m² bei ca. 10000 kWh . Warmwasser wird im Moment mit Durchlauferhitzern bereitet. Eine Therme ist mit 12 Jahre noch „jung“ die im Dachgeschoß ist allerdings schon über 30. Beides sind Heizwertgeräte. Vielen Dank schon im Voraus für Eure Hilfe.
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01.03.2026 10:39:56 |
51 Grad NACH Optimierung? Das ist nicht wirklich WP-tauglich. Ja, das kann sie, aber nein, nicht effizient. Hier sollte geschaut werden warum der Vorlauf immer noch so hoch sein muss, wurde da das Potential der Optimierung wirklich ausgenutzt? Du solltest bei unter 45, besser sogar unter 40 bei NAT landen. Gerade weil so ein hoher Vorlauf dann auch einen Mischer für die FBH bedeutet. Zum deiner eigentlichen Frage: die 9er UB60 (also die alte) und die 12er UB60 unterscheiden sich nur in der Software. Beide haben die gleiche Mindestleistung. Insofern ist es erstmal nicht wild das die alte 9er nicht mehr verfügbar ist. Wichtig ist aber, das die Heizlastberechnung wirklich halbwegs plausibel ist, denn die UB60 arbeitet auf Mindestlast nicht sonderlich effizient. Das heißt bei einer Überdimensionierung kommen dann schlechte Arbeitszahlen aufs Jahr raus. In meinem Fall bei einer 9er UB60 in einem Haus das real so um 7-8kW Heizlast hat. Wenn du also wirklich um die 10kW rum liegst, dann greif zur 12er UB60. Die hat den größeren Verdampfer und somit mehr Reserven bei Abtauwetter. Außerdem ist die Steuerung ausgereifter als bei der UB40. Die Steuerung der UB40 wird zwar sicher auch noch auf einen brauchbaren Stand kommen, für ein Update muss aber leider immer der LG-Techniker raus kommen.
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01.03.2026 11:04:48 |
Ich habe letztes Jahr die 12er als DIY selbst eingebaut. Heizlast ca. 8 kW und wir sind zufrieden. Bei uns fallen 60% der Heizenergie bei AT < 4 Grad an und da hat sie gut performt. Selbst bei hattem Nebel bei +2C hat sie nur alle 2.5 h abgetaut. In der Übergangszeit musst du dann mit Heizzeiten arbeiten, damit sie nicht taktet UND nicht die ganze an der unteren Leistungsgrenze arbeitet.
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01.03.2026 11:22:13 |
Heizzeiten klappt halt bei guter Speichermasse, bei Heizkörpern hingegen kann das schnell auf den Komfort schlagen. Ich sehe bei uns die Schwankungen im mit Heizkörpern beheizten OG während der Taktpausen ganz gut, obwohl sie in der Zeit noch die Energie aus dem Puffer erstmal ziehen kann. Im EG mit Fußbodenheizung dagegen ist das gar kein Thema. Abtauen darf sie dafür durchaus stündlich, gerade z.B. dieses Jahr im Januar. Und natürlich ohne Silent-Mode. Und natürlich hängt das sehr an der Außentemperatur. Bei 2°C hab ich auch noch kaum Abtauungen, weil dank dem hohem Luftdurchsatz die Temperatur am Verdampfer dabei meist entsprechend hoch bleibt. Ab so 1°C gehts dann los. Im Januar warens halt lange Perioden um 0°C und mit Schneetreiben
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01.03.2026 11:58:41 |
Zitat von Gnampf  51 Grad NACH Optimierung? Das ist nicht wirklich WP-tauglich. Ja, das kann sie, aber nein, nicht effizient. Hier sollte geschaut werden warum der Vorlauf immer noch so hoch sein muss, wurde da das Potential der Optimierung wirklich ausgenutzt? Du solltest bei unter 45, besser sogar unter 40 bei NAT[...] Wie ich schrieb, im OG habe ich keine wirkliche Möglichkeit zu optimieren, da dafür das Dach gemacht werden müsste. Auch Dämmsackverfahren ist nicht möglich, da die Zwischenräume voll sind. Das wäre alles ein riesiger Aufwand und würde sich nicht rechnen. Mehr Optimierung war mit Heizkörpern leider nicht möglich. Da sind wir vor allem im Bad an die Grenzen gestoßen. Da kommt jetzt schon ein 900x600er Typ 33 Wärmepumpenheizkörper rein. In der Übersicht sieht man es ganz gut: RaumübersichtÜbersicht der Heizlastberechnung: HeizlastberechnungDas Haus ist von 1969, Fenster im Keller und OG sind neu, Außentüren neu. Fassade ist Förderfähig gedämmt. Der Spitzboden ist mit 120 MM Zwischensparrendämmung gedämmt.
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01.03.2026 14:31:17 |
wenn es nur am Bad scheitert: Zieltemperatur auf 19-20°C senken und nach Bedarf mit Heizlüfter zuheizen. Bäder sind ja meist das Problem dank ihrer hohen Soll- Temperatur, die man aber ja eigentlich gar nicht dauerhaft braucht. Und nur wegen der Bäder den Vorlauf hochjubeln macht keinen Sinn, da ist kurzzeitig zuheizen effizienter.
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01.03.2026 15:19:44 |
Es ist nicht nur das Bad. Die Kammer mit großer Dachfläche und andere Räume auch. Nichts desto Trotz, werde ich natürlich nach dem Hydraulischen Abgleich den Thermischen noch machen und dann auch niedrigere Vorlauftemperaturen testen. Es klingt aber so, als wäre die 12er doch die bessere Wahl, auch wenn wir noch die Hydroeinheit mit 9 KW Heizstab dabei haben. Oder spricht noch etwas gegen die 12er ? Oder für die 9er ? Wir liegen halt von der Heizlast her genau dazwischen.
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01.03.2026 15:30:16 |
ist halt nicht nur die Nennleistung der Anlage interessant, sondern eben vor allem auch wie weit sie runter kommt. Die UB60 wird wohl monovalent laufen können, wird dir in der Übergangszeit mehr Takte bescheren durch die höhere Mindestleistung und ggf. etwas ineffizienter laufen. Letzteres gleicht sich zum Teil wohl wieder durch den nötigen Heizstabeinsatz bei der UB40 aus. Aufgrund von hoher Vorlauftemperatur und hoher angegebener Luftfeuchte würde ich hier aber durchaus zur UB60 greifen. Die ausgereiftere FIrmware kommt noch positiv dazu. Aber Wunder-Arbeitszahlen darfst du halt nicht erwarten. Wenn du bei 3 liegst sei zufrieden, wenn du drüber liegen solltest sei glücklich. Wenn es sich mit 3 nicht rechnet, dann lass es bis du mit dem Vorlauf runter kommst. Und wenn in absehbarer Zeit dann doch Dämmmaßnahmen geplant sind, die die Heizlast drücken, dann verschiebt sich damit natürlich auch das Bild.
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01.03.2026 16:18:21 |
Liegt der JAZ Rechner dann so weit daneben ? Der berechnet das Konstrukt mit knapp 4. Davon geht auch das Ingenieurbüro Heckmann aus. Gedanklich war ich bei einer 3,5 mit der ich zufrieden wäre. Der kleine Puffer im Rücklauf, mit Überströmventil für den Vorlauf hilft ja auch bei der Effizienz und vielleicht, komme ich mit dem Vorlauf auch tiefer, das muss ich aber testen. Da die alte Anlage für oben das nicht mehr ordentlich hin bekommt, gehe ich da lieber von schlechten U-Werten aus. Der Heizungsbauer meinte, ich könnte auch zum etwas runterregeln den Flüstermodus nutzen. Ist das Sinnvoll ? Dazu habe ich hier im Forum nichts gefunden. Irgendwann, wenn die Wohnung oben frei ist, sollen die Fenster neu und wenn möglich, auch etwas von innen gegen das Dach dämmen. Wann und was dann geht, ist natürlich unklar. Zum Teil wird es sich für uns alle schon durchs Warmwasser rechnen. Da habe ich ja im Moment Durchlauferhitzer.
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01.03.2026 17:23:47 |
öh... wieso sollte der Puffer bei der Effizienz helfen? Eigentlich ist immer das Gegenteil der Fall, auch wenn ein Rücklaufpuffer erstmal nicht so dramatisch ist. Sobald aber das Überströmventil regelmäßig zum Einsatz kommt schon. Das brauchts im Idealfall nicht. Und ja, der JAZ-Rechner macht irgendwelche Theoriebewertungen. Das hat mit dem praktischen Einsatz wenig zu tun. Wenn die Therma (oder auch andere WP) die Temperaturen über 50°C liefern sollen passiert das nicht mehr sonderlich effizient. Das gilt auch entsprechend für die Zeit abseits NAT, da du ja auch dort im Vergleich zu anderen Häusern entsprechend höhere Vorlauftemperaturen brauchst. Flüstermodus: ich hab ihn grundsätzlich aus, da die Therma bei mir automatisch die Lüfterleistung reduziert wenn weniger ausreichend ist. Andere berichten das die Therma bei ihnen immer beim Lüfter Vollgas gibt, und sie über den Silent-Mode dann zeitweise die Arbeitszahlen hochbringen können, weil der Stromverbrauch vom Lüfter sinkt aber der Wirkungsgrad vom Kältekreis nur wenig sinkt. Dafür musst du dann dir aber zwangsweise selbst eine Regelung entwerfen, denn eins ist klar: sobald wir Richtung Vereisung kommen wird die im Silentmode viel früher und öfter eintreten. Dort muss der Lüfter Vollstoff geben, damit der Verdampfer möglichst oberhalb 0°C betrieben werden kann. Ob sich der Umbau wegen der DLH lohnt ist die Frage, das hängt sehr vom Wasserbedarf ab. DLH machts bei vermieteten Einheiten in der Abrechnung jedenfalls einfacher, auch von der Einhaltung der Hygienevorschriften. Bei vermietet bist du halt fix bei einer Speichertemperatur allzeit >60°C und einer Dauer-Zirkulation. Gerade im Bereich der Mietwohnung würde ich da also an deiner Stelle erstmal nichts ändern.
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02.03.2026 06:38:51 |
Zitat von Gnampf  öh... wieso sollte der Puffer bei der Effizienz helfen? Eigentlich ist immer das Gegenteil der Fall, auch wenn ein Rücklaufpuffer erstmal nicht so dramatisch ist. Sobald aber das Überströmventil regelmäßig zum Einsatz kommt schon. Das brauchts im Idealfall nicht. Und ja, der JAZ-Rechner macht irgendwelche Theoriebewertungen. Das hat mit dem praktischen Einsatz wenig zu tun. Wenn die Therma (oder auch andere WP) die Temperaturen über 50°C liefern sollen passiert das nicht mehr sonderlich effizient. Das gilt auch entsprechend für die Zeit abseits NAT, da du ja auch dort im Vergleich zu anderen Häusern entsprechend höhere Vorlauftemperaturen brauchst. Die Vorlauftemperatur Testweise senken, hatte ich natürlich eh vor. Die Frage die ich mir gerade stelle ist nur, lasse ich das Bad in der vermieteten Wohnung auf 22 Grad neu rechnen, oder teste ich einfach so den Vorlauf ab zu senken. Wirklich besser wird es erst mit entkernen, oder dann irgendwann dem neuen Dach. Zitat von Gnampf  Flüstermodus: ich hab ihn grundsätzlich aus, da die Therma bei mir automatisch die Lüfterleistung reduziert wenn weniger ausreichend ist. Andere berichten das die Therma bei ihnen immer beim Lüfter Vollgas gibt, und sie über den Silent-Mode dann zeitweise die Arbeitszahlen hochbringen können, weil der Stromverbrauch vom Lüfter sinkt aber der Wirkungsgrad vom Kältekreis nur wenig sinkt. Dafür musst du dann dir aber zwangsweise selbst eine Regelung entwerfen, denn eins ist klar: sobald wir Richtung Vereisung kommen wird die im Silentmode viel früher und öfter eintreten. Dort muss der Lüfter Vollstoff geben, damit der Verdampfer möglichst oberhalb 0°C betrieben werden kann. Eine Regelung entwerfen, habe gerade nachgesehen, gibt es einige Projekte zu, die das mit Home Assistant umsetzen. Silent Mode lasse ich dann aus, der Stellplatz der Therma sollte so auch keine Probleme mit der Geräuschentwicklung haben. Zitat von Gnampf  Ob sich der Umbau wegen der DLH lohnt ist die Frage, das hängt sehr vom Wasserbedarf ab. DLH machts bei vermieteten Einheiten in der Abrechnung jedenfalls einfacher, auch von der Einhaltung der Hygienevorschriften. Bei vermietet bist du halt fix bei einer Speichertemperatur allzeit >60°C und einer Dauer-Zirkulation. Gerade im Bereich der Mietwohnung würde ich da also an deiner Stelle erstmal nichts ändern. Bei uns in der Wohnung und unten im Apartment habe ich bereits so neu gebaut, dass die DLH außerhalb der Bäder liegen. Ich kann also recht einfach an die Verrohrung und die beiden Bäder versorgen. In der vermieteten Wohnung bleibt alles wie bisher mit DLH. Der Rohrweg wäre weit, der Umbau des Badezimmers auch und ich müsste neben den Mindesttemperaturen an der Zapfstelle auch noch das Bad umbauen. So wie es sich bisher liest, scheint ja die 12 KW doch die bessere Wahl zu sein, vor allem wegen der Reserven und der aus gereifteren Software. So wirklich entscheiden kann ich mich aber noch nicht, optimiere ich das Gebäude weiter, oder liegt die Heizlast noch ein Stück nach oben daneben, wäre es wohl die 9er.
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12.03.2026 05:30:32 |
Vorlauftemperatur sind nach einer weiteren Neuberechnung jetzt auf 48 Grad, ich hoffe hier mit Thermischem Abgleich dann noch etwas runter kommen zu können. Die Heizlastberechnung im DG ist halt aufgrund des Daches und der Wände die ich nicht kurz zum gucken aufmachen kann ein Ratespiel. Bestellt ist die 12 KW Therma, danke der Ratschläge hier und der aus gereifteren Software. Ich habe hier einen interessanten Artikel zum steuern der Wärmepumpe in der Übergangszeit mit Home Assistant gefunden. Ist vielleicht auch für den ein oder anderen hier interessant. Vielen Dank für Eure Hilfe, es wird nach dem Einbau sicher noch weitere Fragen geben.
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