Wir möchten bei uns im Erdgeschoss eine Flächenheizung installieren. Das Haus ist von 1938, das Dach wurde 2010 erneuert mit 12 cm Zwischensparrendämmung. Die Außenfassade wurde letztes Jahr gedämmt, dabei wurden auch fast alle
Fenster gegen dreifach verglaste getauscht. Als Heizung ist eine Buderus WLW186i-7 mit dem 70l Innengerät verbaut.
Zwischen Keller und Erdgeschoss befindet sich eine Holzbalkendecke mit leichter Schüttung, vom Statiker habe ich die Bestätigung, dass ein Heizestrich mit 65 mm Gesamtaufbauhöhe machbar wäre. Ein Zimmer (=Wohnzimmer) im EG wurde 1949 angebaut, hier ist der Boden ca. 5 cm höher, die Decke dafür niedriger (jeweils
Beton-Balkendecke). Es hat drei Außenwände und darüber befindet sich eine nicht ganz so gut gedämmte Dachterasse – dieser Raum hat damit eine erhöhte Heizlast. Meine Überlegung war jetzt, in dem Wohnzimmer eine Wandheizng mit Lehmputz zu verbauen, im Rest der EG-Wohnung eine Fußbodenheizung und dann den kleinen verbleibenden Höhenunterschied auszugleichen. Der Grundriss wurde etwas geändert, eine Wand durchbrochen, die Küche soll verlegt werden und der ehemalige Raum als Bad ausgebaut werden. Hier würde ich gerne zusätzlich eine
Wandheizung verbauen. Im ersten Bild ist der Grundriss und die jeweiligen Heizflächen skizziert. Eine raumlastabhängige
Heizlastberechnung habe ich mit der Hfrik Tabelle gemacht. Für die Holzbalkendecke habe ich mit Ubakus einen
U-Wert von 0,41 ausgerechnet.
Einen ersten groben Entwurf einer Auslegung der Flächenheizung mit 16 mm
Rohren habe ich gemacht:
Flächenheizungsauslegung_GrabenkollektorIm EG Treppenhaus habe ich dabei auch eine kleine Wand und die Decke mit einbezogen (war bisher ungeheizt).
Die Suche nach Heizungsbauern gestaltet sich schwierig, die meisten scheinen kein Interesse zu haben. Lediglich von einem habe ich ein diskutables
Angebot erhalten. Was mir nicht gefällt, ist dass er nur 14 mm Rohr verbauen möchte und offensichtlich keine vernünftige Auslegung macht. Er plant 9 Heizkreise, auf Nachfrage sprach er dann von Heizkreislängen von „50 – 80 m oder so“. Eine Begründung, warum 16 mm Rohr nicht ginge, habe ich auf Nachfrage nicht erhalten.
Eigenleistungen sind auf jeden Fall eine Option, auch wenn meine Zeit begrenzt ist und es mir lieber wäre, zumindest Teile vergeben zu können. Den Heizkreisverteiler würde ich in dem Fall mit 28 mm
Kupferrohr anfahren.
Eine mögliche Alternative wäre noch auf die Fußbodenheizung zu verzichten und stattdessen eine
Deckenheizung mit Lehmputz in den Bereichen zu installieren.
- Welche Variante würdet ihr für einfacher umsetzbar in Eigenleistung halten, Decken- oder Fußbodenheizung?
- Habt ihr Hinweise zur Auslegung?
- Wenn Fußbodenheizung selber machen, auf welches System würdet ihr setzen? Was wäre am einfachsten in der Umsetzung und hätte eine geringe Aufbauhöhe?
Für Ratschläge wäre ich dankbar.