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02.03.2026 23:08:08 |
Liebe Forumsteilnehmer, seit Monaten lese ich hier mit und freue mich über den steten Wissensquell. In unserem EFH von 1982 steht ein Heizungswechsel an. Die +30 Jahre alte Ölheizung soll durch eine Wärmepumpe ersetzt werden und dabei die vorhandenen Heizkörper durch Fussbodenheizung ersetzt werden. Ich habe mehrere Angebote eingeholt und absurde aussortiert. Derzeit sind zwei ernsthafte Angebote im Rennen für die ich Entscheidungshilfe benötige. Eventuell kommt im Laufe der Woche noch ein weiteres Angebot hinzu. Die Überlegungen des Forums zu den Angeboten würden mich interessieren: Rahmendaten: Baujahr 1982 Beheizte Wohnfläche ca 180qm EG und 1. OG, Dachboden und Keller unbeheizt Bewohner: 6 Vielduscher NAT laut Klimakarte -12,7 °C Heizlast bei NAT zwischen 9,6 und 10,6 kW (ermittelt aus gemessenen monatlichen Öl-Verbrauchswerten vs Monatsmitteltemperaturen über 2 1/2 Winter, unter Berücksichtigung des Wirkungsgrads des NT-Kessel mit 90% (Messung Werkskundendienst 92%, Schornsteinfeger 89%) bisheriger Heizölverbrauch: 2400-2600 Liter Warmwasserbereitung bislang über separaten Elektroboiler, soll in WP-System integriert werden. Die bisherigen Heizkörper sollen entfernt und im gesamten Haus durch eine nachträglich (wenn möglich einzufräsende Fussbodenheizung ersetzt werden, außer in den beiden Bädern, hier sollen die vorhandenen HK weiterbetrieben werden (Bäder wurden vom Vorbesitzer vor 4 Jahren hochwertig saniert, ich will den Boden nicht aufreissen), ggf. Ergänzung durch Infrarotpaneele möglich. Ein Kaminofen (ca 5kW), seltene Nutzung. Im Zuge der Baustelle wird die bisherige vollkommen ungedämmte und undichte Haustür ersetzt und die Kellerdecke gedämmt. Weitere Dämmmassnahmen erscheinen mir derzeit nicht wirtschaftlich sinnvoll. Angebot 1:-Stiebel Eltron WPL-A 07.2 Plus HK 230 -Integralspeicher HSBC 300 cool -WP-Zubehör Kondensatwanne AHP-DT.1 - Schlammabscheider FlamcoCleanSmart EcoPLus - Internet Service Gateway ISG Connect -Sicherheitsgruppe Stiebel ZH 1 -Fernbedienung FET - Zirkulationspumpe UPZ mit Regelthermostat -Heizung-Enthärtungsarmatur HZEA -Modul Elektrische Nachheizung AHP-BH 8.8 Angebot 2:- Viessmann Vitocal 250-A Modular Baugröße Wärmepumpe 10 Variante Wärmepumpe V101 -Typ Außeneinheit ODU 250-A AWMOF- 251.A1.10-400V-V002 Typ Inneneinheit IDU-A Modular - Heizungsfilter Dirtstop XL -VIESSMANN Vitocell 100-V Typ CVWB-390-S1 Wärmedämmung Standard -Vitoset Wilo Star Z NOVA A -VIESSMANN Vitocell 100-E Typ SVPB Heizwasser- Pufferspeicher-COSMO 2.0 Pumpengruppe DN 32 gemischt -Erweiterungssatz Mischer EM-M1 -COSMO Vollmembran Ausdehnungsgefäß 150 Liter /1.5 6bar Die Preise sind jeweils gesalzen, aber damit muss man sich in der aktuellen Situation wohl abfinden. Für Gedanken zu den Angeboten wäre ich sehr dankbar, ich habe derzeit das Gefühl, dass ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr ganz klar erkennen kann....
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03.03.2026 07:56:06 |
Auf welche VL- Temperatur wird denn ausgelegt, wenn die Bad-Heizkörper drin bleiben? Sollen für Heizkörper und FBH zwei Heizkreise mit unterschiedlichen Temperaturen gefahren werden? Das würde ich dringend vermeiden. Die Stiebel WPL A 07.2 wäre mir bei deinen Daten zu klein. Ich habe die WP jetzt einen Winter in Betrieb, und im kalten Januar war (bei weniger Heizlast als bei dir und vermutlich weniger Warmwasser-Verbrauch) nicht mehr so viel Luft nach oben. Bei FBH gibt es m.M.n. überhaupt keinen Grund, so knapp auszulegen. Ansonsten würde ich den Heizungsbauer wählen, der ein für dich passendes System anbietet. Bei dem Stiebel- Angebot würde mich der Integralspeicher stören: wenn du FBH bekommst (mit vermutlich / hoffentlich guter hydraulischer Anbindung), gibt es keinen Grund für einen Puffer im Heizkreislauf. Kostet mehr Geld bei Anschaffung und Installation, und, wenn parallel eingebunden, ist es mehr Technik die kaputt gehen kann, ist für einen effizienten Betrieb schwieriger einzustellen, und kostet selbst bei guter Einstellung etwas Effizienz. Ausser es sind zwei Heizkreise mit unterschiedlichen Temperaturen geplant. Das kostet dann eh richtig Effizienz. Wenn Stiebel, warum keine WPL-A 10.2 mit Hydraulik-Schema AR1-40-00-02-00-11-10-H1? Ggf die Bäder so ertüchtigen, dass sie mit FBH VL-Temp auskommen. Zum Viessmann Angebot kann ich nicht viel sagen. "COSMO 2.0 Pumpengruppe DN 32 gemischt" klingt aber beunruhigend.
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03.03.2026 10:35:16 |
Wir (oder besser gesagt ich) hatten im Vorfeld auch überlegt, die Heizkörper durch eine einzufräsende Fussbodenheizung zu ersetzen. Meine Frau hat aber von Ihrem Veto-Recht Gebrauch gemacht (wegen des ganzen Drecks, Arbeit und Kosten). Im Nachhinein für uns die richtige Entscheidung. Aber wir haben "leider" im Bad den Rücklauf des Handtuchheizkörpers durch eine Fussbodenschlange laufen. Das hat nun zur Folge, dass die Heizung im Frühjahr länger läuft, als sie eigentlich muss ;-) weil sie so gerne warme Füße hat.
Was bei uns aber auch passte, sind die Leitungsquerschnitte der Steig- und HK-Leitungen. Sind diese in euerem Haus zu klein (möglicherweise auch durch Ablagerungen geworden) oder mit keiner oder schlechter Dämmung, macht eine Neuverlegung durchaus Sinn.
Was du auch bedenken musst, im Moment kann die Heizlast für euer Haus an Hand der Verbrauchsdaten ermittelt werden. Veränderst du nun die Gegebenheiten, sinkt die Heizlast bei einer Fussbodenheizung mit großer Wahrscheinlichkeit. Du schreibst ja auch, "wenn möglich". Ob es möglich ist und ihr es auch macht, solltest du erst klären. Erst dann solltest du dich für ein WP-Modell entscheiden.
Wenn die Leitungsquerschnitte passen, würde ich persönlich etwas mehr Geld in die Hand nehmen und für ein Haus aus 1982 in einem NAT von -12,7°C eine Lambda nehmen. 33er Heizkörper in die Wohnräume mit dem höchsten Raumvolumen rein und im Rest erst mal einen Winter schauen.
Unser Haus ist von 1997 (NAT -9°C) mit 22er Heizkörpern und hat seit 2024 eine Stiebel WPL-A 07 HK mit HSBC 200. Alle Räumen warm und Heizkosten um einiges günstiger als mit Gas.
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03.03.2026 10:43:27 |
Zitat von To22  Liebe Forumsteilnehmer, seit Monaten lese ich hier mit und freue mich über den steten Wissensquell. In unserem EFH von 1982 steht ein Heizungswechsel an. Die +30 Jahre alte Ölheizung soll durch eine Wärmepumpe ersetzt werden und dabei die vorhandenen Heizkörper durch Fussbodenheizung[...] Heizlast bei NAT zwischen 9,6 und 10,6 kW (ermittelt aus gemessenen monatlichen Öl-Verbrauchswerten vs Monatsmitteltemperaturen über 2 1/2 Winter, unter Berücksichtigung des Wirkungsgrads des NT-Kessel mit 90% (Messung Werkskundendienst 92%, Schornsteinfeger 89%) Unqualifizierter kann man eine Wärmepumpe nicht auslegen! :-)Mein Gasverbrauch war 50.000 KWh/Jahr (360 m2 Haus aus den 80er Jahren) Der Schornsteinfeger hat >> 90 % Wirkungsgrad gemessen. Das ergäbe also eine Riesen-Wärmepumpe. :-)))) Ich habe aber den ganzen Winter den Jahresnutzungsgrad damit geloggt: Ein Einbau-WMZ tut es aber auch! :-) Die Tageswärmemengen an kalten Tagen sind die wichtigsten, der echte Jahresnutzungsgrad lag bei 23 % (nicht bei >> 90%) und das Haus braucht je nach Winter netto nur 12.000 -15.000 KWh. Daher ist es mit Warmwasser eine 10 KW Wärmepumpe geworden ,meine nächste würde eine 8KW. Also KEINESFALLS mit irgendwelchen Brennstoffverbräuchen und vermuteteten "Wirkungsgraden" hantieren, sondern die Nettowärmmenge MESSEN!! Gruß Dipl.-Ing. Anlagentechnik Frank-Rolf Roth www.waermepumpendoktor.com (Planung, Baubegleitung, Anlagen-Optimierung, Betreiberschulung) Referenz-Wärmepumpenanlage der Energieagentur-NRW So wird’s gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=JqPpRR6vQl4
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03.03.2026 11:36:40 |
Zitat von To22  Liebe Forumsteilnehmer,
seit Monaten lese ich hier mit und freue mich über den steten Wissensquell. In unserem EFH von 1982 steht ein Heizungswechsel an. Die +30 Jahre alte Ölheizung soll durch eine Wärmepumpe ersetzt werden und dabei die vorhandenen Heizkörper durch Fussbodenheizung[...] Wie einige hier schon geschrieben haben, sind Messungen (insbesondere Volumenströme) wichtig. Wenn hier einer schreibt "gemischt hört sich "beunruhigend" an, lass Dich bitte dadurch nicht irritieren. Hier wird im Forum immer schnell pauschalisiert, obwohl man die individuelle Situation gar nicht kennt! Ich war vor 1 Jahr genauso "hilflos" bei der Einschätzung der Angebote...jetzt bin ich schlauer.....;-) Einen Mischer brauchst Du für die "gemischten" HZK, also FBH und Heizkörper, weil die VLT der Heizkörper i.d.R. höher sind. D.h. am besten verzichtest Du auf die Heizkörper in den Badezimmern und installierst dort Heizlüfter oder elektrische Heizungen. Dann kannst Du nämlich mit EINER VLT alle Räume (mit FHB) heizen und brauchst evtl. keinen Puffer (wobei die Meinungen hier im Forum auch auseinander gehen), aber auf jeden Fall keinen Mischer. Ich brauche z.B. einen Mischer, weil ich 2 Heizkreisläufe habe, und es nicht anders geht (leider), aber deswegen nennt man es auch BESTANDSgebäude. Ob Stiebel oder Viessmann hängt davon ab, ob die WP zu Deinen Angaben passt (Heizlast, Volumenströme, NAT, Bivalenzpunkt etc.) und wenn es dann immer noch "unentschieden" sein sollte, dann nimmst Du die WP, die das beste Preis-/Leistungsverhältnis hat oder wo der beteiligte HB den besten Eindruck hinterlassen hat. "Sauteuer" sind alle WP. Ich habe 8 Angebote eingeholt, die waren nahezu alle gleich. Wer hier etwas anderes schreibt, lügt wie gedruckt oder baut die Pumpe im DIY-Prinzip (mit allen Vor- und Nachteilen, die das mit sich bringt.....;-)
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03.03.2026 11:37:20 |
Zitat von LibiA  Was du auch bedenken musst, im Moment kann die Heizlast für euer Haus an Hand der Verbrauchsdaten ermittelt werden. Veränderst du nun die Gegebenheiten, sinkt die Heizlast bei einer Fussbodenheizung mit großer Wahrscheinlichkeit.[...]
Eine Fussbodenheizung ändert rein gar nichts an der Heizlast. Sie ermöglicht nur eine niedrigere Vorlauftemperatur und in der Regel einen größeren Volumenstrom. Und kann sich evtl. positiv auf die Regelungsmöglichkeiten auswirken, z.B. hinsichtlich des Taktverhaltens.
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03.03.2026 11:39:52 |
Zitat von To22  Liebe Forumsteilnehmer,
seit Monaten lese ich hier mit und freue mich über den steten Wissensquell. In unserem EFH von 1982 steht ein Heizungswechsel an. Die +30 Jahre alte Ölheizung soll durch eine Wärmepumpe ersetzt werden und dabei die vorhandenen Heizkörper durch Fussbodenheizung[...] Glückwunsch zu der Entscheidung! Eine FBH ist zusammen mit der WP das Objekt der Begierde. Wie schon erwähnt wurde, dann keinen Puffer verwenden. Bestenfalls einen kleineren Reihen- Rücklaufpuffer. Sollte sich der HB überhaupt nicht erweichen lassen, dann wenigstens Parallelpuffer mit Stichanbindung. Man kann das auch mit zusätzlichen Kugelhähnen so installieren, dass es mit und ohne Stichanbindung fungiert. Es ist zu berücksichtigen, gerade wenn viel WW erzeugt werden muss, ob es im Winter oft nebelig wird und somit der Verdampfer einige Tage extrem oft einfriert (siehe Taupunkt). Das reduziert die effektive Nennleistung und/oder kostet durch Einsatz des Heizstabs zusätzlich Energie. Wenn dann noch mehrmals am Tag WW aufbereitet wird, könnte die verbleibende Heizleistung knapp werden. Oft konstruieren die Hersteller im Baukastensystem. Innerhalb von z.B. 6 - 12 kW Nennleistung wird der gleiche Verdichter verbaut. Die Leistungsklassen ergeben sich dann durch größere Verdampferflächen und stärkere Ventilatoren, sowie höhere elektrische Auslastung (mehr Drehzahl/ Hz). Kann man sich innerhalb dieser Grenzen bei der Auswahl bewegen, würde ich die stärkere WP wählen. Sie kann meist genauso weit herunter modulieren, wie die schwächeren Versionen, hat aber Reserven. Ggf. muss die überdimensionierte WP bei ihrer Leistung etwas eingeschränkt werden, damit sie nicht übersteuert. In Verbindung mit FBH sollte das aber eher nicht passieren. Wichtig ist, dass die Rohrleitungsquerschnitte an die höhere Strömungsrate angepasst werden. Werden dünne FBH- Rohre verlegt, braucht's um so mehr kleinere Kreise, also einen langen Verteiler pro Raum 😉. Ich habe so verfahren, am Anfang allerdings etwas blauäugig. 8 kW würden reichen, werkeln tut eine 12 kW. Damit bin ich sehr zufrieden. Es gibt FBH und ein paar HK. Letztere sind einfach parallel eingebunden. Handtuchtrockner im Bad wurden in Reihe mit der FBH verschaltet, da sie ja so gut wie kein Delta erzeugen. Es ginge aber auch parallel. Da in der vorhandenen Installation die Querschnitte etwas zu dürftig waren, wurde von 2 auf 3 Hauptstränge erweitert und so mehr Durchfluss gewährt. Eine Zusatzpumpe in Reihe war trotzdem nötig, weil die UWP der WP hier eher für Puffer ausgelegt ist. Im Winter laufen beide auf höchster Stufe, jetzt konnte eine reduziert werden.
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03.03.2026 12:04:06 |
Zitat von Wunsen  Zitat von LibiA  [...] Eine Fussbodenheizung ändert rein gar nichts an der Heizlast. Sie ermöglicht nur eine niedrigere Vorlauftemperatur und in der Regel einen größeren Volumenstrom. Und kann sich evtl. positiv auf die Regelungsmöglichkeiten auswirken, z.B. hinsichtlich des Taktverhaltens. Da hast du absolut Recht! Das kommt davon, wenn man einen Satz nachträglich verändert und selbst nicht richtig Korrektur liest. Danke für die Richtigstellung! Zum nachträglichen Fräsen der Fußbodenheizung - wir hatten ein Angebot für 62qm Fläche (Wohn/Esszimmer, Arbeitszimmer) (Küche, Eingangsbereich und Bad hatten schon FbH und die Schlafzimmer sollten bei HK bleiben) von 8794,- Euro Brutto zzgl. die Kosten für neue Bodenbeläge. Das waren knapp 92,- Euro/qm für das Fräsen inkl. Material und Verguss und der Rest Anschlusskosten, weiteres Material etc (Netto).
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03.03.2026 12:07:13 |
Bei 6 Vielduschern und 2600l Heizölverbrauch, hast du eine Heizlast von 7,6 kW. Die 10kW Viessmann wird zu groß sein. Zu den Spezialitäten der WP siehe hier https://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/3938684Eine WP mit um die 7 kW wäre wohl hinreichend groß, zumal ihr im Ernstfall noch gut mit dem Kaminofen zuheizen könnt. Auch würde ich auf die FBH Einfräsung verzichten und mir lieber einige neue Heizkörper gönnen. Die Zeiten wo die HBs durch die Lande gezogen sind und gepredigt haben, daß WP nur mit FBH und Wärmedämmung funktioniert sind eigentlch vorbei, seitdem es den 30.000€ Förderdeckel gibt.
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03.03.2026 12:30:59 |
Zitat von Wunsen  Zitat von LibiA  [...] Eine Fussbodenheizung ändert rein gar nichts an der Heizlast. Sie ermöglicht nur eine niedrigere Vorlauftemperatur und in der Regel einen größeren Volumenstrom. Und kann sich evtl. positiv auf die Regelungsmöglichkeiten auswirken, z.B. hinsichtlich des Taktverhaltens. Naja, und je nach Montagemöglichkeit großer HK, und analog engem Verlegeabstand liegt die JAZ bei FBH niedriger.
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03.03.2026 13:30:18 |
Zitat von belzig  Bei 6 Vielduschern und 2600l Heizölverbrauch, hast du eine Heizlast von 7,6 kW.
Kannst du erläutern, wie du auf die 7,6kW kommst? Gegeben waren: bisheriger Heizölverbrauch: 2400-2600 Liter Warmwasserbereitung bislang über separaten Elektroboiler, soll in WP-System integriert werden. Mit den mir bekannten Abschätzungen (die natürlich alle weit daneben liegen können), komme ich mit den Daten bei 9kW bis knapp 11kW raus.
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03.03.2026 13:35:22 |
Ich widerrufe! Daß das WW nicht vom Heizkessel gemacht wird hatte ich überlesen. Dann sind es 10,4 kW
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03.03.2026 14:45:30 |
Okay, dann schätzen wir ähnlich :-)
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03.03.2026 15:23:12 |
Zitat von WestWoods  Okay, dann schätzen wir ähnlich :-) Die Betonung liegt auf "schätzen"! Man kann danach nicht sinnvoll entscheiden, ob man ein Gerät in der 10kW-Klasse oder der 7kW-Klasse wählen sollte.
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03.03.2026 17:05:19 |
Der Vorjahresverbrauchsrechner von https://www.waermepumpe.de/werkzeuge/heizlastrechner/ ist schon ein ziemlich gutes Schätzeisen. Besser als die meißten Raumweisen Heizlastberechnungen nach DIN |
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03.03.2026 17:36:14 |
Zitat von belzig  Der Vorjahresverbrauchsrechner von https://www.waermepumpe.de/werkzeuge/heizlastrechner/ ist schon ein ziemlich gutes Schätzeisen. Besser als die meißten Raumweisen Heizlastberechnungen nach DINUnd wie bist Du damit auf die 10,4kW gekommen? Welche PLZ? Welcher Abrechnungszeitraum? Welche Heizgrenze? Welcher Jahresnutzungsgrad? Und bitte nicht die Gebäudeheizlast mit der raumweisen durcheinanderwerfen....
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03.03.2026 18:00:16 |
Welche PLZ? 91635 ~ NAT -12,8° Welcher Abrechnungszeitraum? 1.10.24-30.9.25 Welche Heizgrenze? 15 Welcher Jahresnutzungsgrad? 80%
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03.03.2026 18:13:55 |
Da sind einige Annahmen dabei. Und für die Auslegung sollte man die 6 Vielduscher berücksichtigen.
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03.03.2026 18:35:48 |
6 Vielduscher verbrauchen 6.570 kWh/Jahr (6 Personen x 365 Tage x ca. 3 kWh )
Das entspricht 851l Öl bei einem Wirkungsgrad von 80%
Die schlagen wir auf die 2600l drauf > 3.421l
Dann kommen wir auf 10,9 kW Heizlast
Ich würde dann aber in den WW-Speicher noch einen Heizstab installieren, mit dem man im Winter WW machen kann, ohne den Heizbetrieb der WW zu unterbrechen.
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03.03.2026 18:36:25 |
Zitat von Wunsen  Da sind einige Annahmen dabei. Und für die Auslegung sollte man die 6 Vielduscher berücksichtigen. Sind es denn Warmduscher?
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03.03.2026 20:16:54 |
Zitat von temperaturabfall  Zitat von Wunsen  [...] Sind es denn Warmduscher? :-) allerdings. wobei zwei davon derzeit eher noch warmbader sind, sich aber gemäß ihrer älteren geschwister voraussichtlich auch zu warmduschern entwickeln werden
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03.03.2026 20:22:08 |
Vielen Dank für die bisherigen Antworten und hilfreichen Gedanken. Inzwischen ist auch ein drittes Angebot eingegangen: Angebot 3:-BRÖTJE Wärmepumpe BLW Eco-W 9.2 MH -Brötje Wärmepumpenspeicher EAS W 380 B -BRÖTJE Pufferspeicher Wärmepumpe Multi PSW-M 300 -BRÖTJE Zubehörsatz TWW ZS TWW -BRÖTJE IWR Regelungsmodul Zone IWR RMZ B -BRÖTJE Pumpenset gemischt PSMG B -BRÖTJE Heizungswasser- SchlammabscheiderWAM C 1 1/2"
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03.03.2026 20:45:11 |
Zitat von WestWoods  Auf welche VL-Temperatur wird denn ausgelegt, wenn die Bad-Heizkörper drin bleiben?
Eine Auslegung auf eine bestimmte VL- Temperatur habe ich von keinem Heizungsbauer bekommen. Deine Rückfrage hat mich allerdings auf meinen Denkfehler aufmerksam gemacht: Im ersten Winter habe ich testweise die VL-Termperatur am Brennerkessel auf max 45°C begrenzt und so herausgefunden, dass das Haus auch bei strengem langanhaltenden Frost wohl mit Wärmepumpe warmzukriegen wäre (mit bestehenden Heizkörpern). Auch die Bäder wurden ausreichend warm - also mein Gedanke: Die Badheizkörper reichen aus. Das ist natürlcih falsch, denn die VL-Temperatur wird bei FBH ja viel niedriger sein. Entsprechend sinkt die Heizleistung der Heizkörper und ich kriege die Bäder allein damit nicht mehr warm. Ggf. kriege ich aufgrund der Feuchte auch ein Schimmelproblem. Ich werde also doch nocheinmal darüber nachdenken müssen, die FBH auch in den Bädern zu verlegen, also die fast neuen Fliesen wieder rauszureißen. Die IR-Paneele 24h durchlaufen zu lassen ist ja energetisch eher nicht sinnvoll. Zitat von WestWoods  Bei FBH gibt es m.M.n. überhaupt keinen Grund, so knapp auszulegen.
Ansonsten würde ich den Heizungsbauer wählen, der ein für dich passendes System anbietet.
Ja, nur wie erkenne ich das "am besten" passende System? Mein Bauchgefühl sagt mir auch, dass die WPL 07 eher zu knapp ist. Zitat von WestWoods  ei dem Stiebel-Angebot würde mich der Integralspeicher stören: wenn du FBH bekommst (mit vermutlich / hoffentlich guter hydraulischer Anbindung) gibt es keinen Grund für einen Puffer
Wie erkenne ich, ob ich eine "gute hydraulische Anbindung" angeboten bekomme? Im Angebot finde ich "1800m 16x2mm Alu-Verbundrohr" sowie Verteiler für insgesamt 19 Heizkreise. Ich werde den Heizungsbauer zu den Puffer befragen: Wenn er allein für die Badheizkörper einen zweiten Heizkreis plant und deshalb den Puffer plant, erscheint mir die Idee, die Badheizkörper zu behalten erst Recht unsinnig. Dann doch FBH in den Bädern. Zitat von WestWoods  Wenn Stiebel, warum keine WPL-A 10.2 mit Hydraulik-Schema AR1-40-00-02-00-11-10-H1? Ggf die Bäder so ertüchtigen, dass sie mit FBH VL-Temp auskommen.
Das Hydraulik-Schema habe ich gefunden. Hast Du das genannt, weil es keinen Puffer für den Heizkreis enthält, lediglich den Speicher für die Frischwassererwärmung? Ich werde auch den Heizungsbauer fragen, was er von diesem Vorschlag hält.
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03.03.2026 20:56:20 |
Zitat von LibiA  Wir (oder besser gesagt ich) hatten im Vorfeld auch überlegt, die Heizkörper durch eine einzufräsende Fussbodenheizung zu ersetzen. Meine Frau hat aber von Ihrem Veto-Recht Gebrauch gemacht (wegen des ganzen Drecks, Arbeit und Kosten). Im Nachhinein für uns die richtige Entscheidung. Aber[...] Wir sind bereit, die Baustelle hinzunehmen. Wir haben zuvor zehn Jahre lang im Neubau mit Fussbodenheizung gelebt und die vermissen wir jetzt schon sehr. Außerdem müssen die Böden aufgrund Verschleiß und Optik im ganzen Haus ohnehin neu gemacht werden. Zitat von LibiA  Was bei uns aber auch passte, sind die Leitungsquerschnitte der Steig- und HK-Leitungen. Sind diese in euerem Haus zu klein (möglicherweise auch durch Ablagerungen geworden) oder mit keiner oder schlechter Dämmung, macht eine Neuverlegung durchaus Sinn.
Der Plan ist, die neuen Steigleitungen aus dem Keller durch den freiwerdenden Kaminzug der Ölheizung zu verlegen. Zitat von LibiA  Du schreibst ja auch, "wenn möglich". Ob es möglich ist und ihr es auch macht, solltest du erst klären. Erst dann solltest du dich für ein WP-Modell entscheiden.
Das "wenn möglich" sollte sich nur auf das "nachträglich einfräsen" beziehen. Die Alternative wäre, den Estrich auch rauszureißen und von der Betondecke aus neu aufzubauen. Das ist uns aber dann doch zuviel und wir haben auch Bedenken, mit dem neuen Estrich viel Feuchtigkeit in den Bestand einzuringen. Die FBH kommt aber als Herzenswunsch auf jeden Fall (evtl nun auch im Bad, trotz fast neuer Fliesen...). Zitat von LibiA  33er Heizkörper in die Wohnräume mit dem höchsten Raumvolumen rein und im Rest erst mal einen Winter schauen.
Die 33er sind da schon. Ich habe einen Winter lang die Vorlauftemperatur der Ölheizung auf 45°C begrenzt. Es war immer ausreichend warm.
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03.03.2026 21:15:17 |
Zitat von Frank_Pantry  Zitat von To22  [...] Unqualifizierter kann man eine Wärmepumpe nicht auslegen! :-)Mag sein. Ich muss aber mit dem arbeiten, was ich habe. Das sind die relativ genau ermittelten monatlichen Ölverbräuche (Füllstandsanzeiger) sowie die Monatsmitteltemperaturen von klimadaten.ages-gmbh.de Die nächstgelege Station ist 3km vom Haus entfernt. Aus den Verbräuchen (in kWh) und der Temperatur habe ich eine Punktwolke gebildet und eine Regressionsgerade durchgezogen. Damit komme ich auf 9,6 bis 10,6 kW. Der Gebäudeheizlastrechner von BWP kommt Nach Baualtersklasse auf 9,3 kW und Nach jahresverbauch auf 9,1 kW. Damit habe ich eine gewisse Konsistenz der verschiedenen "Schätzungen" und ich denke dass ich mit 10kW nicht ganz falsch liege. Warmwasserbereitung kommt ja auch noch hinzu. (Der allererste und teuerste Heizungsbauer hatte übrigens einfach eine 16kW Wärmepumpe angeboten, weil der Ölbrenner auch 16kW hat!) Auf die Idee einen WMZ einzubauen bin ich leider erst Ende letzten Jahres gekommen. Allerdings habe ich acht Wochen lang keinen Handwerker gefunden, der den Auftrag ausführen wollte. Die Änderungen durch neue Haustür und Kelldeckendämmung hätte ich auch dann noch hinzuschätzen müssen (ich denke dass das im ERgebnis allerdings nicht sehr viel ausmacht). Die Tür wird (auch) aus Sicherheitserwägungen ohnehin erneuert.
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