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Datenschutzhinweise

Wärmepumpe im teilsanierten, großen Altbau
Verfasser:
Crumb11
Zeit: 09.03.2026 13:06:28
0
3940695
Hallo zusammen,

bei meiner Recherche zum Thema Wärmepumpe bin ich auf dieses Forum aufmerksam geworden und würde mir nun gerne Euren fachmännischen Rat holen.

Ich besitze ein Haus in der Nähe von Augsburg und möchte dieses Jahr gerne eine Wärmepumpe einbauen, um die alte Ölheizung abzulösen. Das Haus ist BJ 1965 und hat gut 260 m² zu beheizende Fläche. Ich habe in den letzten 5 Jahren einige Sanierungen durchgeführt: Dach ist neu und gedämmt, 10 kwp PV, Fenster sind überwiegend neu und 3-glasig, ein paar sind noch 2-glasig, überall FBH mit raumweiser Temperatursteuerung eingebaut.
Die Wärmepumpe ist jetzt eigentlich der letzte Schritt den ich vorhabe. Leider bin ich kein Experte auf dem Gebiet.

Bei einer raumweisen Heizlastberechnung wurde eine Heizlast von ca. 17 kw ermittelt. Ich schwanke nun zwischen einer Luft WP (z.B. alpha innotec Hybrox 21) und einer Sole WP (z.B. alpha innotec SWC172H3) mit Ringgrabenkollektor.

Was haltet Ihr generell davon? Was macht mehr Sinn? Die Sole WP soll ja wartungsarmer und langlebiger sein, bei gleichzeitig höherer Leistungszahl. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob und wie so ein Ringgrabenkollektor bei mir installierbar wäre. Mein Grundstück ist groß (1200 m²) aber ich kann nicht ringsherum fahren, wie das ja meistens empfohlen wird. Wie lang müsste so ein Graben in etwa sein? Wäre es besser horizontal oder vertikal zu verlegen?

Vielleicht könnt Ihr mir hier ein paar gute Ratschläge geben.

Vielen Dank schon einmal!

Verfasser:
temperaturabfall
Zeit: 09.03.2026 13:38:01
0
3940704
Kommt auf den Preis drauf an. Oder willst du selber einbauen?

Verfasser:
Crumb11
Zeit: 09.03.2026 13:44:13
0
3940706
Ich würde den Sockel im Fall der Luft WP bzw. die Aushubarbeiten im Fall der Sole WP selbst machen. Für die Sole WP habe ich noch kein Angebot. Die Idee, dass das ja theoretisch in Frage kommt, ist mir erst die Tage gekommen. Ich war bisher gedanklich komplett auf die Luft WP festgelegt. Daher wollte ich mir erstmal mal bei Leuten, die sich wirklich auskennen, eine erste Meinung einholen.

Verfasser:
Reenergy_66
Zeit: 09.03.2026 13:45:38
0
3940709
Zitat von Crumb11 Beitrag anzeigen
...
Bei einer raumweisen Heizlastberechnung wurde eine Heizlast von ca. 17 kw ermittelt....

Pass auf! RAUMWEISE HLB ist höher als die gemeine HLB!
Bei uns zB 10kW zu <8kW...
Zumindest, wenn ich es richtig verstanden habe: Raumweise = Raum1 + Raum2 + Raum x + ...

Verfasser:
Crumb11
Zeit: 09.03.2026 13:58:04
0
3940714
Also es wurden schon die Effekte zwischen den Räumen berücksichtigt (drunter beheizt, Nebenraum beheizt usw). Das verwendete Tool heisst Heizreport.

Verfasser:
DMS20
Zeit: 09.03.2026 14:05:04
1
3940715
Zitat von Crumb11 Beitrag anzeigen
... Ich besitze ein Haus in der Nähe von Augsburg und möchte dieses Jahr gerne eine Wärmepumpe einbauen, um die alte
...
Bei einer raumweisen Heizlastberechnung wurde eine Heizlast von ca. 17 kw ermittelt ...
Hast du schon eine (fast) komplette Heizsaison nach Abschluss all der Sanierungen hinter dir und kannst (z.B. per Schweizer Formel) eine Gegenprobe zu den errechneten 17kW anstellen?
Oder ist gar ein WMZ vorhanden?

Rechne ich die Schweizer Formel rückwärts, müsstest du fast 5000l Öl pro Jahr verbraucht haben.

Spielt auch Vermietung eine Rolle? Das könnte das Vorgehen wegen der WW-Bereitung wesentlich beeinflussen.

Konntest du schon einen thermischen Abgleich durchführen als validen Hinweis auf die erforderlichen Systemtemperaturen?
Hast du bereits einen guten Eindruck von den hydraulischen Möglichkeiten (Hydraulikmatrix)?

Je höher dein Heizenergiebedarf ist, desto eher kann sich eine SWWP und eine möglichst optimale Parametrierung der Anlage amortisieren.

Kleine beispielhafte Überschlagsrechnung:
Heizenergiebedarf sei 45000 kWh
LWWP: JAZ 3,5 -> ca. 13000kWh Strombedarf -> 3900€/Jahr
SWWP: JAZ 4,2 -> ca. 10700 kWh Strombedarf -> 3200 €/Jahr
-->> Diff 700€/Jahr

Eine 17kW-LWWP ist schon ein ziemlicher "Trumm", der irgendwo Platz finden und vor allem auch den hohen Luftdurchsatz von >20.000m³/h barriere- und rezirkulationsfrei bewältigen können muss. Auch "lärm"mäßig muss es passen.

Verfasser:
Georg M
Zeit: 09.03.2026 14:06:35
0
3940716
Du solltest parallel deine alten Verbräuche mal als Basis für die Verbrauchsbewertung nutzen. Das ist ja die Heizleistung die du wirklich genutzt hast.
Eigentlich wäre die Installation eines Wärmemengenzählers eine gute Basis, aber nun ist der Winter wohl vorbei.
Wenn es ein langfristiges Projekt ist, aber gern nachholen, das Gerät kann ja immer in der Anlage bleiben und gibt unabhängige Werte.

Ich habe letztes Jahr für ein Haus mit 160 m2, auch teilsaniert aus den 60er Jahren, eine Sole WP mit Ringgrabenkollektor installieren lassen. Das lag bei mir 10 % über dem Angebot der Königsklasse der Luftwärmepumpen.

Da ich noch Heizkörper habe, wird sich der Verbrauch durch Umstieg auf Flächenheizung noch verbessern. Durch die Fußbodenheizung bist du da im Vorteil.

Letztlich kommt es aber nicht nur auf das Gerät, sondern ebenso auf den Heizungsbauer und deine eigene Bereitschaft zur Optimierung an.

Du findest hier viele Beiträge zu LWP, Ringgrabenkollektor und SWP.
Es gibt Hilfe zur Auslegung eines Ringgrabens oder zur optimalen Aufstellung einer LWP.

Verfasser:
smoker59
Zeit: 09.03.2026 14:06:41
2
3940717
17 kW Heizlast ist für ein saniertes Haus mit 260 qm, neuem Dach, neuen Fenstern und FBH schon ziemlich heftig. Schade dass der Winter schon fast vorbei ist denn sonst würde man einen Wärmemengenzähler einbauen und damit erstmal realistische Werte ermitteln.
Wie hoch ist der Jahresbedarf mit der alten Ölheizung?

Verfasser:
Crumb11
Zeit: 09.03.2026 14:19:03
0
3940719
Vielen Dank für die Rückmeldungen!

Darf ich fragen, wie du auf die 5000 Liter Heizöl kommst? Ich kenne die Schweizer Formel als Heizlast x Vollbenutzungsstunden. Wenn ich hier die 17 kw x 1924 Vollbenutzungsstunden (damit wurde im Heizreport gerechnet) nehme, komme ich auf 32708 kwh. Das wären ja etwas um die 3000 Liter Heizöl und das kann auf jeden Fall hinkommen.

Ich habe das Dach erst letzten Sommer gedämmt und eine vermietete Fläche im Gebäude (80 m²) ist erst seit Januar wieder beheizt. Daher kenne ich meinen Ölverbrauch nicht genau. In der Heizperiode 24/25 waren es ca. 2700 Liter. Aber eben mit altem Dach und ohne die 80 m² Gewerbefläche.

Warmwasserbereitung mache ich über Durchlauferhitzer. Also das ist komplett aussen vor.

Verfasser:
DMS20
Zeit: 09.03.2026 14:37:45
2
3940720
Zitat von Crumb11 Beitrag anzeigen
... Darf ich fragen, wie du auf die 5000 Liter Heizöl kommst? Ich kenne die Schweizer Formel als Heizlast x Vollbenutzungsstunden. Wenn ich hier die 17 kw x 1924 Vollbenutzungsstunden (damit wurde im Heizreport gerechnet) nehme, komme ich auf 32708 kwh. Das wären ja etwas um die 3000 Liter Heizöl und das kann auf jeden Fall hinkommen.
Du kannst mit deinen genauen Kenntnissen über dein Objekt natürlich besser rechnen.

Mein Rechenweg:
17kW (WP-Leistung) *2300 (Vollbenutzungsstunden incl. WW) / 0,8 (Jahrenutzungsgrad/JNG der Ölheizung) -> ca. 48875 kWh Heizenergie aus Öl (ca. 5000l)

Zitat von Crumb11 Beitrag anzeigen
Ich habe das Dach erst letzten Sommer gedämmt und eine vermietete Fläche im Gebäude (80 m²) ist erst seit Januar wieder beheizt. Daher kenne ich meinen Ölverbrauch nicht genau. In der Heizperiode 24/25 waren es ca. 2700 Liter. Aber eben mit altem Dach und ohne die 80 m² Gewerbefläche


Nimmt man deine 2700l und die 1924 Vollbenutzungsstunden und wiederum den JNG von 0,8 kommt eine 11kW-WP 'raus ...

Wenn du noch ein Jahr Zeit hast, schließe ich mich den anderen Foristen an und empfehle dir, noch die Heizsaison 2026/2027 abzuwarten und einen WMZ zu installieren, um den tatsächlichen Heizenergiebedarf genauer zu ermitteln.

Dann kannst du auch gleich die hydraulische Situation genauer analysieren und die Systemtemperaturen optimieren (thermischer Abgleich).

Spätestens nach Ablauf des Januar 2027 hast du genügend Daten gesammelt, um die Planung ausführungsfest abzuschließen und Aufträge zu vergeben.

Die etwaige Förderung kannst du trotzdem jetzt schon beantragen/sichern, wenn du einen Energieberater/Heizungsbauer findest, der das auf dem Boden einer vorläufigen Planung übernimmt. Die 30.000€-Grenze wirst du voraussichtlich ohnehin überschreiten.

Verfasser:
Crumb11
Zeit: 09.03.2026 15:05:12
0
3940724
Zitat von Georg M Beitrag anzeigen
[...]Ich habe letztes Jahr für ein Haus mit 160 m2, auch teilsaniert aus den 60er Jahren, eine Sole WP mit Ringgrabenkollektor installieren lassen. Das lag bei mir 10 % über dem Angebot der Königsklasse der Luftwärmepumpen.[...]

Mich würden die Ausmaße des Ringgrabenkollektor in diesem Setup interessieren. Kannst du mir dazu etwas sagen?

Verfasser:
Crumb11
Zeit: 09.03.2026 15:33:39
0
3940729
Eine weitere Frage die mich beschäftigt ist der Pufferspeicher (für die Heizung, das Brauchwasser erwärme ich wie beschrieben NICHT mit der Heizung sondern über Durchlauferhitzer).

Ich lese eigentlich überall, dass Pufferspeicher schädlich sind und nicht empfohlen werden. Trotzdem beinhalten ausnahmslos alle Angebote, die ich bisher vorliegen habe, einen Pufferspeicher. Wie ist Eure Meinung hier?

Mein hydraulisches Setup sieht ungefähr so aus:
aus dem Keller geht ein Vorlaufrohr nach oben. Es zweigt im EG, OG und DG jeweils einmal ab in die jeweiligen Heizkreisverteiler für diese Stockwerke. Dann geht vom DG ein Rücklaufrohr nach unten, nimmt im OG und EG jeweils den Rücklauf der Heizkreisverteiler auf und geht in den Keller zur Heizung. Das ist alles.

Verfasser:
Georg M
Zeit: 09.03.2026 16:26:56
1
3940737
Grabentool


Hallo Crumb,

wie gesagt, ich habe mir das bauen lassen und nur die erf. Heizlast und meine Lage (NAT) + Bodeneigenschaften für die Auslegung beigesteuert.
Da gibt es inzwischen einige Anbieter.
Als Pumpe habe ich eine Nibe S1256-8 PC, läuft bisher gut und auch mit der App-Steuerung komme ich gut zurecht.
Ohne WW und mit FBH bist du noch besser dran. Bei Heizkörpern merkt man 1h Warmwasserbereitung schon im alten Haus.

Es gibt für den Ringgrabenkollektor das „Grabentool“, damit kannst du dein Projekt planen und bekommst auch sehr gute Unterstützung bei der Optimierung.

Ich habe in der Heizanlage nur den integrierten WW Speicher in der WP.
Weitere Speicher gibt es nicht.

Da du WW nicht brauchst, genügt vermutlich die S1255-13 moduliert von 3-13 kW
oder S1255-18 dann 4-18kW.

Propan ist in Arbeit, aber wann verfügbar und mit welchen Einschränkungen bleibt abzuwarten.

Verfasser:
rhm1
Zeit: 10.03.2026 17:50:04
0
3941005
Ich habe relativ ähnliche Verhältnisse, Bj 1967, etwas mehr als 300 qm zu beheizende Fläche.
Ich habe auch den Heizreport benutzt und komme auch auf eine raumweise Heizlast von 16,9 KW, allerdings nachdem ich die Lüftungsverluste realistischerweise auf die Hälfte reduziert habe, wie für Gebäude nach der ersten Wohnraumverordnung von 1977.
.
Die Verbrauchsheizlast liegt bei 16,1 KW.

Mein Verbrauch liegt bei 3800l Öl pro Jahr

Meine Einschätzung ist, dass eine Lambda EU15L (15KW) ausreicht, trotz Normaußentemperatur von minus 14 Grad.
Das habe ich mit dem Tool von Lambda gegen gecheckt.
Bivalenzpunkt wäre bei minus 10 Grad
Der Heizstab Einsatz wäre gering.
Luftdurchlass liegt bei maximal 8500 cbm pro Stunde.

Ein Unterschied ist, dass ich ein gemischtes System von Fußbodenheizung und Heizkörper habe und deshalb meine Vorlauftemperatur etwas höher liegen dürfte.

Wie gesagt das ist eine Einschätzung, keine Realisierung meinerseits

Ich empfehle das Tool herunter zu laden und damit die Daten zu überprüfen:

https://lambda-wp.at/wp-content/uploads/2026/01/Planungstool-Gebaeudeheizlast_Energieverbrauch.xlsx

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