Hallo zusammen,
nachdem wir vor einigen Jahren bereits erfolgreich einen
Ringgrabenkollektor gebaut haben (damals ca. 6 kW Heizlast), steht nun Projekt Nummer zwei an – diesmal allerdings mit deutlich anderen Dimensionen.
Zuerst einmal vielen Dank an alle hier im Forum, die ihr Wissen teilen. Ohne das Forum hätten wir unseren ersten RGK vermutlich nie so umgesetzt.
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Ausgangssituation
Wir haben ein etwa 50 Jahre altes Haus gekauft, das nun Schritt für Schritt saniert werden soll.
Ein paar Eckdaten:
• ca. 350 m² Wohnfläche
• komplette Fußbodenheizung
• großer
Specksteinofen vorhanden
• Boden laut Nachbarn und eigener Probe überwiegend Lehm
• Hanglage, relativ feuchter Boden / Sickerwasser vom oberen Feld
Die aktuelle
Heizlastberechnung liegt bei etwa 20–21 kW.
Die Zahl ist allerdings relativ konservativ gerechnet (z. B. Keller vollständig beheizt, hohe Lüftungsverluste). Zusätzlich sind mittelfristig noch Dämmmaßnahmen geplant.
Deshalb planen wir aktuell mit einer modulierenden Sole-Wärmepumpe mit etwa 17–18 kW Maximalleistung.
Wenn es wirklich sehr kalt wird, kann zusätzlich der vorhandene Specksteinofen unterstützen.
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Wärmepumpe – aktuelle Kandidaten
Aktuell schaue ich mir folgende Geräte an:
• Novelan SICV 16.2K3
• IDM Terra SW 6–17
• Nibe S1155-16
Wichtig ist uns passive Kühlung – wenn man das einmal hatte will man nicht mehr darauf verzichten. 😊
Bei Nibe sticht die
Regelung heraus. (z. B. dynamische Strompreise etc.).
Novelan kennen wir aus unserem bisherigen Haus. Ok, aber nur umständlich „
Smart“ zu bekommen…
Mit IDM habe ich bisher noch keine praktische Erfahrung.
Fragen dazu:
1) Hat jemand Erfahrungen mit diesen Geräten in dieser Leistungsklasse?
2) Gibt es andere Hersteller/Modelle, die ihr in dieser Größenordnung empfehlen würdet?
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Ringgrabenkollektor – aktuelle Planung
Es soll wieder ein Ringgrabenkollektor werden.
Aktuelle Planung im Trenchplanner:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=h8TajRn5LvZ1kXbmzBQlDas Grundstück wäre grundsätzlich größer, allerdings möchten wir den RGK möglichst auf den aktuell eingezeichneten Bereich beschränken, da nördlich die Zufahrt liegt und dort nicht gegraben werden soll.
Rechts vom Haus befindet sich außerdem ein alter Öltank, der später zu einer
Zisterne (~30 000 l) umgebaut werden soll. Die genaue Lage ist noch nicht vollständig geklärt.
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Geplante Kollektordimension
Aktuell plane ich mit:
3 × 400 m DN40
Der Trenchplanner ist entsprechend ausgelegt.
Alternative wäre natürlich eine Lösung mit mehreren DN32-Kreisen.
Frage:
4) Was würdet ihr bei dieser Größenordnung bevorzugen – DN40 oder DN32?
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Geometrie / Abstände
Der Graben soll etwa 2 m breit werden, damit sich drei
Rohre gut im Graben verteilen lassen.
Zwischen den Abschnitten E und G habe ich aktuell etwa
knapp 4m lichten Abstand (Grabenkante zu Grabenkante) eingeplant.
Fragen:
5) Ist dieser Abstand ausreichend oder würdet ihr eher über die 4m gehen?
6) Der RGK kommt stellenweise etwa 3 m Abstand zur Hauswand – passt das aus eurer Sicht?
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Spiegelschweißen bei 400 m Rohr
Bei den 400 m-Rohren müssen jeweils 2 × 200 m verschweißt werden.
Frage:
7) Hat jemand praktische Erfahrungen mit dem Spiegelschweißen von DN40?
Unproblematisch oder würdet ihr eher bei 300 m Kreisen bleiben?
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Drainage / feuchter Boden
Vom höherliegenden Feld an der südwestlichen Ecke kommt relativ viel Sickerwasser auf das Grundstück.
Bisher wurde das über eine Drainage in einen kleinen Teich geleitet, der künftig entfernt wird.
Idee wäre:
• Das
Wasser im Verlauf (Abschnitt E des RGK) versickern zu lassen
• Überschuss in die geplante Zisterne zu leiten
Frage:
8) Hat jemand Erfahrungen mit RGK in Kombination mit Drainage bzw. feuchtem Boden?
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Sonstige Hinweise
Falls euch beim Blick auf den Trenchplanner noch etwas auffällt (Geometrie, typische Fehler etc.), freue ich mich natürlich über jeden Hinweis.
Vielen Dank schon einmal für eure Einschätzungen!
Viele Grüße
Janosch