| | Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
17.03.2026 21:41:13 |
Zitat von Mark1234  Meine Aussage bzgl. des niedrigeren Wiederverkaufswertes von Passivhäusern kommt von meiner Bankerin. Also das scheint mir nicht an den Haaren herbeigezogen zu sein. Das sich bei Banken die Gewichtungen im Energieverbrauch verschoben haben, ist richtig, betrifft aber vor allem die[...] https://www.commerzbank.de/privatkunden/wissen/ratgeber/finanzierung/baufinanzierung/passivhaus-bauen-das-sollten-sie-wissen/ Die Commerzbank behauptet anderes, weiß jetzt nicht ob deine Bankerin wirklich auf dem letzten Stand ist, dafür kommen wahrscheinlich einfach zu wenige Objekte über ihren Schreibtisch. Extra Förderung fürs Passivhaus kommt aber auch noch obendrauf. Sei es drum wer viel selber macht beim Hausbau und nur so groß wie nötig baut, der spart eh viel mehr als irgendeine Wahl des Heizkonzeptes je wieder reinholen würde.
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17.03.2026 22:53:55 |
Zitat von uwe-htd  Mehr heizen oder mehr dämmen? [...] Dämmen zahlst Fu nur einmal ...
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17.03.2026 23:10:01 |
Zitat von WilliHH  Dämmung spart langfristig Heizkosten, da Gas und Strom nur eine Richtung kennen. Eine 4 kW Hütte mit einer Luftheizung zu temperieren halte ich für sehr fragwürdig. Von guten Behaglichkeit ist das weit entfernt und für einen Neubau nicht zeitgemäß Die Grenze für Luftheizung liegt bei 10 W/m2. Darüber hinaus wird das Klima im Haus unangenehm.
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17.03.2026 23:39:55 |
Zitat von KleinTheta  .... im Winter nie weniger als 18 °C war. .....[...] Das ist uns zu kalt. Wir haben es Durchschnitt nicht unter 23°C im Haus. Unser Passivhaus hat deshalb eine Sole WP etc. Das was ich heute anders machen würde, wäre die FBH auf 26°C auszulegen und eine Frischwasserstation einzubauen. Wir haben kein Heizregister, da wir das mit einem EWT erledigen. Das Passivhauskonzept ist in die richtige Richtung gedacht, aber bei grösseren Schwankungen, die in naher Zukunft auf uns zukommen werden, ist das nicht ausreichend. Ein Haus wird für 100 Jahre und mehr gebaut.
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17.03.2026 23:54:37 |
Zitat von Weissnixx  Zitat von uwe-htd  [...] Dämmen zahlst Fu nur einmal ... Für Dämmen zahlst am Anfang, für Energie in Raten den Rest deines Lebens. Wenn die Dämmung teurer ist als die Energieeinsparung aufs Leben gesehen, macht das keinen Sinn....
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18.03.2026 06:15:08 |
Zitat von Raubfisch  Zitat von Mark1234  [...] Nein, das war vielleicht früher so. Heute können Passivhäuser auf dem Gebrauchtmarkt deutliche Preisprämien erzielen, weil sich die Prioritäten der Käufer und Banken massiv verschoben haben. Käufer suchen heute vor allem finanzielle Planungssicherheit und den ultimativen Schutz vor unkalkulierbaren Energiekosten oder gesetzlichen Sanierungszwängen.[...] Kann schon sein. Aber ich persönlich glaube nicht daran. Ich sehe es mir aber aus meiner Perspektive an. Ich persönlich würde von so einem Haus ohne FBH und mit Luft-Heizung Abstand nehmen. Weil ich sowohl das Thema Lüftung kenne als auch das Thema Flächenheizung. Ein Haus auf PH Niveau, aber normal gebaut - gerne. Aber auch hier würde ich nicht mehr wie 10k€ oben drauf legen, bei sonst gleichen Bedingungen. Finanzielle Planungssicherheit liegt oben am Dach. Wenn ich der Bank sage, dass ich nach heutigen Preisen für rund 350€/Jahr ein 170m² KfW55 Haus samt vier Bewohnern mit Heizung und Warmwasser versorge, wird sie mit Sicherheit nicht weniger zufrieden sein. Ich würde auch so ein PH bauen oder kaufen. Natürlich ist es toll. Aber alles was über 10k€ Aufpreis geht - nein Danke. Dann lieber ein normales Haus für 10k weniger. Zitat von Weissnixx  Zitat von KleinTheta  [...] Das ist uns zu kalt. Wir haben es Durchschnitt nicht unter 23°C im Haus. Unser Passivhaus hat deshalb eine Sole WP etc. Ganz ehrlich. Wer sich mit 18°C im Haus zufrieden gibt, der wird auch bei einem normalen KfW55 oder ähnlich Haus deutlich geringere Heizkosten haben. Man muss ja viel weniger heizen. Man fängt auch viel später an und hört viel früher auf. Wir haben uns das Haus gebaut, und zwar nicht um zu sparen, sondern um darin zu wohnen und sich wohl fühlen. Wohlfühlen beginnt auch bei uns im Winter bei 22,5-23°C und mehr. Grüße
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18.03.2026 06:36:44 |
Zitat von uwe-htd  Zitat von bauhaus mg  [...] Ich habe von Argillatherm eine grobe Kostenschätzung für 200 qm Klimadecke inkl. Montage/Verputzen von 25T€ für Material + rund 25T€ für Montage. Kennt jemand bessere/günstigere Deckenheizung? Nennt sich Betonkernaktivierung (BKA) und wird oft in Eigenleistung verlegt. Grüße
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
18.03.2026 08:16:55 |
Ich glaube, man sollte unterscheiden zwischen Häuser die mit Eigenleistung gebaut werden, da ist dann die Flächenheizung eben kein großer Kostenfaktor, da man so mit eben nur ein paar Rohre mit in den Beton oder Estrich legen muss. Und die reinen Kosten der Heizung für deutlich unter 10.000 € realisieren kann und die Kostenparität von Dämmung vs Heizung eben sich nie Richtung Passivhaus verschiebt.
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| | Zeit:
18.03.2026 09:06:09 |
Ich habe einen Bungalow(BJ1971) 180qm+ 110qm Keller mit 20er KS Wänden und 18er WLG32 Dämmung Dach auf 0,1 gedämmt Fenster 0,9. saniert auf KFW 70 von 2015. Kosten für Strom, PHEV und LWWP bei 23 Grad Raumtemperatur 0€!!! Die Einspeisevergütung der PV(24,6kWh)von 0,062€/kWh gleicht die Kosten für den Stromzukauf im Schnitt komplett aus. Ein Passivhaus hätte null Vorteil. Die Kosten der Dämmung zahlt man nicht nur einmal, sondern meist über 30 Jahre und länger plus Zinsen. Hier muss man genau rechnen was wirklich lohnt. Es kommt immer auf den individuellen Fall an.
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18.03.2026 09:19:52 |
Zitat von Raubfisch  Käufer zahlen oft irrationale Aufpreise für Immobilien, die eine vollständige Unabhängigkeit von externen Systemen versprechen. Das ist als Argument für Passivhäuser arg an den Haaren herbeigezogen. Kein Passivhaus der Welt kann Unabhängigkeit von externen Systemen versprechen. Jedes Passivhaus (bis vielleicht auch die wenigen Promille mit Wasserstoffsaisonspeicher) kauft im Winter Strom ein. Dazu kommen alle weiteren Nebenkosten wie Wasser, Abwasser, Müllgebühren, Gebäudeversicherung, Rücklagen für Instandsetzungen etc, die alle mehr oder weniger abhängig vom Energiepreis sind. Ein Haus mit 0 Euro Nebenkosten gibt es nicht. Da machen dann ein paar hundert Euro mehr Heizkosten den Kohl nicht fett. Die Käuferschaft, die aktuell aufgerufene Summen für moderne Häuser hinblättern kann, rechnet das in aller Regel genau durch.
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
18.03.2026 09:23:01 |
@Johannes92 du hast recht, ändert aber nicht, dass die Leute sich ihrer falschen Unabhängigkeit erfreuen und extra bereit sind was dafür zu bezahlen. #Verhaltensökonomie
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18.03.2026 09:58:03 |
Ob ihr glaubt oder nicht, aber hier in der Nachbarschaft steht, den Aussagen des Besitzers nach, ein Passivhaus, extrem dick gedämmt, 42,5cm T7 Außenwände usw. Das Haus wird mit einer IDM LWP beheizt und darin wird so viel Energie verbraucht, dass es man es so nicht mal von einem KfW55 Haus erwarten würde. Was ich damit sagen will: jedes Haus ist so sparsam wie seine Bewohner. Wir haben 2020/2021 gebaut, mit Erdwärme und Ringgrabenkollektor, wir haben nicht mal KfW55 Haus, haben gar nicht nach KfW gebaut, wollten uns den ganzen Scheiss mit EB und Förderungen sparen und so bauen, wie wir es wollten. Also 36,5cm T9 Außenmauer, gute Fensterscheiben mit 0,5 und Fensterrahmen mit 1,0 (war alles Standard bei unserem Fensterbauer), Obergeschossdecke auf 0,13 oder so gedämmt. Dach mit Photovoltaik voll gemacht. Wir brauchen zu viert mit 2 Kindern für das ganze Jahr heizen und Warmwasser ca. 2600-2700kWh Strom, wobei >50% davon aus der eigenen Photovoltaik kommen. Vor einigen Monaten haben wir uns einen kleinen 5kWh Speicher für 1000€ installiert, dieser erhöht die Autarkie nochmal. Ich fahre ein E-Auto, täglich ca. 60km. Ich bin auch mit keinem Stromanbieter verheiratet und wechsle regelmäßig. Lange Rede kurzer Sinn, ich zahle heute für Strom 65€/Monat. Jetzt habe ich mir einen neuen Stromvertrag ab Herbst gemacht, werde dann 58€/Monat zahlen. FÜR ALLES! Haus, Heizung, E-Auto Strom, KOMPLETT! Wo will man da noch hin? Wir zahlen mittlerweile für das Wasser/ Abwasser mehr als für den gesamten Energiebedarf.
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| | Zeit:
18.03.2026 10:23:11 |
Bei nem Neubau sollte man sich einerseits die Kosten geben lassen. KFw55 Aufpreis KFW40. Damit geht man zum "guten" Energie/Förderberater. Durch EH40 + QNG kann man förderungsbedingt sehr gut rausgehen. Leider wird nur der direkte Aufpreis KFW55 vs. KFW40 betrachtet. Das geht in der Gesamtkalkulation aber nur - wenn man auch vergleicht welche zinsvergünstigten Kredite man von der KFW bzw. ontop vom jew. Bundesland bekommt. Hier gibts einen guten Rechner. Ich war selbst überrascht. Beispiel 600.000€ Invest EH 40 Klimafreundlich 10 Jahre Laufzeit mit WP/PV also Erneuerbare 2 Wohneinheiten ergibt bis zu 300.000€ KFW Kredit. -> Kredit 300.000€ 2,51% Zinssatz Tilgungszuschuss 25% (75.000€) Jahresrate (mit KfW-Förderung): 27.018,00 € Tatsächlich gezahlter Betrag nach 10 Jahren: 270.180,00 €Dasselbe mit KFW55:Tilgungszuschuss 20%: 36.000€ Jahresrate (mit KfW-Förderung): 31.701,12 € Tatsächlich gezahlter Betrag nach 10 Jahren: 317.011,20 €D.h. in diesem Vergleich spart man durch erreichen von KFW40 statt 55: 47.000€ über 10 Jahre.Evtl. lässt sich das noch mit anderen Programmen kombinieren und auch dort nochmals "nutzen" statt auf KFW55 bereits auf 40 zu setzen. Zu den 47.000€ Ersparnis kommen zusätzlich ja noch etwaig geringere Heizkosten (nicht viel - aber vorhanden). https://www.ee-experten.com/wissen/aktuelles/kfw-297-298-klimafreundlicher-neubau-foerderung-beantragen-2026.html |
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18.03.2026 11:20:54 |
KfW40 klimafreundlich bedeutet aber, man bekommt die Förderung nur, wenn man "klimafreundlich" baut oder nicht? Für ein Massivhaus gilt es wohl nicht. Grüße
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18.03.2026 11:29:19 |
Zitat von Johannes92  Jedes Passivhaus (bis vielleicht auch die wenigen Promille mit Wasserstoffsaisonspeicher) kauft im Winter Strom ein. Dazu kommen alle weiteren Nebenkosten wie Wasser, Abwasser, Müllgebühren, Gebäudeversicherung, Rücklagen für Instandsetzungen etc, die alle mehr oder weniger abhängig vom Energiepreis sind. Das teuerste sind meistens die Kreditzinsen und bei uns liegt der Bauzins grade wieder bei 4%... Aber auch alle anderen Kostenstellen des selbstbewohnten Eigenheimes läppern sich so zusammen, dass die Energiekosten auf Dauer nicht der entscheidende Hebel sind. Vor allem nicht beim Neubaustandard...
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18.03.2026 11:52:16 |
Zitat von Fertig  KfW40 klimafreundlich bedeutet aber, man bekommt die Förderung nur, wenn man "klimafreundlich" baut oder nicht? Für ein Massivhaus gilt es wohl nicht. Grüße Ist nicht korrekt - bitte selbst nachlesen. Auch mit Massiv ist das möglich. Man muss nur die passenden Materialien wählen. Speziell bei der Dämmung.
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| | Zeit:
18.03.2026 12:45:51 |
DHH aus 1971, 175qm, davon 50qm Keller, Dach mit 20cm WLG035, bis OK Erdreich 8cm Neopor032, Fenster 1,3, Dachfenster 1,5. WP mit HK und BEV, 2 Erwachsene und gelegentlicher Besuch. 18kWp PV, 12kWh Batterie. Temperaturen im Haus 22-23grad, im Keller 18-19grad. Haus steht im (recht milden, trotz NAT -10) Rhein-Main-Gebiet. Heizlast der vergangenen 4 Winter thermisch mit WW unter 10.000kWh, teils deutlich. Cash-in Cash-out habe ich negative Energiekosten, Bezug ist geringer als Einspeisung. Verbrauch insgesamt etwa 7.000kWh elektrisch. Nehme ich die AfA etc der PV mit rein, sind es 1.700€ im Jahr oder 140€ pro Monat für Haushaltsstrom, das BEV (Kurzstrecke) und die WP. Zur Frage des TE: der erste cm Dämmung bringt am meisten. Prinzip des abnehmenden Grenznutzen. Wo der liegt, muss man rechnen Wandstärken bis 50cm finde ich optisch noch in Ordnung, aber ich denke, ein Invest sollte sich nach 20 Jahren rentiert haben (hier die Differenz von 40 zu 50cm Wandstärke oder so). Davon unabhängig: wir hatten vergangenen Herbst in Frankreich ein Ferienhaus, das ausschließlich per Klimaanlage gekühlt und beheizt wurde. In den Bädern gab es Elektroheizung. Insgesamt für die AT (morgens 5-10grad, mittags 20-25grad) und den Dämmzustand des Hauses (Südfrankreich halt) war das ok. Wie es bei deutschen Tagesdurchschnitten <0grad aussehen würde… hab so meine Zweifel. Es geht nix über Strahlungswärme, selbst wenn sie von der„nur“ 24-25grad warmen FBH kommt. Oder in meinem Fall zu Hause, von 28-35grad warmen HK. Also: ich würde auf die Dämmwerte gehen, die ich mir noch finanziell ohne Verrenkung leisten kann und die gefördert werden (muss man rechnen) und in jedem Fall BKA oder FBH einbauen. Eine Mittelklasse LWWP; Grabenkollektor muss genauso gerechnet werden. Dazu eine KWL und per Etage zentral eine Klima zum Entfeuchten und leicht runter kühlen. Außerdem elektrische Rolläden an allen Fenstern: im Winter zusätzliche Dämmung, im Sommer Verschattung.
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18.03.2026 15:05:25 |
Zitat von uwe-htd  ich werde neu bauen ... die Frage ist nur: WIE? Aussagen von Planern/Handwerkern/Stammtisch: - Die Mehrkosten für dickere Wände (zb 36-er, 42-er, 49-er Poroton) lohnen nicht, da Heizen über WP so günstig ist, dass sich ein besserer (teurerer) Dämmstandard nie rechnen wird. Anmerkung: -> Mit "dünnen" Wänden komme ich auf eine Heizlast von rund 8 kW -> Mit "dicken" Wänden (Richtung Passivhaus) komme ich auf eine Heizlast von rund 4 kW - Die Mehrkosten für Tiefenbohrung lohnen sich nicht, da LWWP mittlerweile so gut geworden sind, dass sich Tiefenbohrung nicht rechnen wird. ==> Wenn der Rest des Heizkonzepts gleich bleibt (KWL mit WRG und Flächenheizung mit WP) mag es richtig sein, dass sich ein besserer Dämmstandard finanziell nicht lohnt. Es hängt aber noch mehr damit zusammen: Meine Überlegung: - Je besser ich dämme, desto eher komme ich in den Bereich, wo ich KEINE Flächenheizung und WP brauche. Von Zehnder gibt es zb die ComfoAir Q 350 TR mit ComfoClime Cool 24. Die hat eine Heizleistung von 2,8 bis 3,8 kW ... und kann auch noch kühlen/temperieren. - Wenn ich also Richtung Passivhaus gehe (Heizlast um die 4 kW), habe ich zwar Mehrkosten für das Mauerwerk von vielleicht 15T€; erspare mir aber ein Mehrfaches dessen für Flächenheizung und WP (ggf. mit Tiefenbohrung). Auch habe ich keine 0,5 km (oder mehr) Wasserschläuche (Leckagerisiko) im Haus für die Flächenheizung ... the best part is no part.. "Früher" hieß es ja noch, man solle Lüftung und Heizung trennen, weil sonst die Lüftung im Winter trockene Luft macht. Aber mit den heutigen Enthalpietauschern sollte das doch ok sein. "Früher" war das Heizen über die KWL auch nur eingeschränkt mit Heizdrähten (wie Fön) möglich. Heute hat zb die ComfoClime eine eingebaute WP, was ja deutlich effizienter ist. Wie seht ihr das? Machen meine Gedanken Sinn? [...] Hallo Uwe, du bekommst viele Antworten jene dich auch verwirren und häufig nicht zum Ergebnis führen. Ein Hausbau ist für viele eine große Entscheidung mit begrenzten finanziellen Mitteln. Zu deinen Gedanken einige Stellungnahmen meinerseits: Du baust massiv und hier sind vor allem die Außenwände der Kostentreiber wenn man monolitisch einen U-Wert unter 0,2 W/Km² erreichen möchte. Ein Dach, Bodenplatte und Keller kann man relativ kostengünstig einen U-Wert von 0,15W/Km² oder besser erreichen. Wenn man bei diesem Gewerken den U-Wert verbessert sind dies reine Materialmehrkosten z.B. XPS Platten. Diese Gewerke gehen in der Gesamtbetrachtung und Heizlast des Hauses mit ein. Die Fenster und Türen sind in der Regel 3fach verglast, Kunststofffenster sind günstiger im Vergleich zu Holz bzw. Holz/Alu. Integrierte Rollokasten ins Mauerwerk kosten mehr als Aufsatzrollo. Hier verliert das Haus auch etwas mehr Energie im Vergleich zum Aufsatzrollo. Dafür empfinden viele die Optik einer durchgehenden verputzten Fläche als schöner. Hier würde ich das umsetzten was gefällt. Wenn man Dachgeschoss, Bodenplatte, Kellerwände hochwertig dämmt, erreicht man in Verbindung mit einer KWL bei einem EFH bis 175m² eine Heizlast von unter 6KW. Je nach Lage und Ausführung, wenn man darin wohnt, ergibt dies in der Praxis eine geringere Heizlast. Zur Solebohrung, oft nicht notwendig da meist auch oberflächennahe Erschließung durch einen RGK oder Tiefenkollektor auch bei einem kleineren Grundstück ausreicht. Die Wärmeverteilung wäre am kostengünstigsten wenn man ausschließlich BKA in den Wohnräumen und in den Bädern wegen des Komfort noch Wandheizungen verwendet. Eine Luftheizung benötigt auch eine Verrohrung und diese muss man optisch akzeptieren, wenn nicht verbleibt die Flächenheizung. Wenn man keinen E-Strich im Haus hat, muss man entsprechend planen, möglich ja aber nicht so einfach wie man es sich vorstellt. Eine Beheizung nur durch die Betondecken ist sehr träge, ist mehr eine Temperierung. Wenn man einen E-Strich installiert, kann man in Verbindung mit der BKA eine FBH einlegen, in den Bädern VA10 andere Räume je nach Heizlast und Bodenbelag VA12,5 - VA25. Ein EFH bei VA25 - VA30 ergeben meist 4-5Heizkreise je Betondecke, zusätzlich FBH mit 5-6Heizkreisen ergeben pro Etage 9-11Heizkreise. Bei dieser Variante kann man leichter thermisch Einfluss auf die Raumtemperatur nehmen und Kosten bleiben im Rahmen. Da man hier eine viel Fläche bzw. Masse aktiviert, senkt dies den Vorlauf und steigert die Effizienz. Eine KWL würde ich immer vorsehen, halte ich für notwendig, hebt den Komfort und senkt die Heizlast. Wir haben ein besseres KFW55 Haus, für KFW40 hätten wir bessere Ziegel verwenden müssen. Ein Passivhaus benötigt auch Energie, wir benötigen etwas über 2000KWh Strom für Heizung und WW, KWL 275KWh. Wenn man sparsam heizt, kann man auch mit 1750-1850KWh p.a. auskommen bei einer Auslegungstemperatur von -13,3° Ob man eine SWP oder LWP installiert, halte ersteres für fehlerverzeihender bei der Installation. Bei der LWP wird man etwas mehr Energie benötigen, wieviel hängt von einigen Faktoren ab. Beides muss gut geplant werden. Wegen der Undichtigkeit der Rohre musst du dir keine Sorgen machen, eine Leckage ist möglich wenn man diese mechanisch beschädigt. Wolfgang
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18.03.2026 16:22:55 |
Zitat von Mastermind1  Zitat von Fertig  [...] Ist nicht korrekt - bitte selbst nachlesen. Auch mit Massiv ist das möglich. Man muss nur die passenden Materialien wählen. Speziell bei der Dämmung. Glaubst du wirklich, dass ein Haus aus Ziegeln mit zwei Betondecken je eine „nachhaltig“ Bewertung bekommt? So viel ich weiß, bekommen es hauptsächlich Holzhäuser sowie bestimmte Fertighäuser in Leichtbauweise. Ich kann mich aber auch täuschen. Sicher weiß ich es nicht. Grüße
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
18.03.2026 16:29:29 |
Gewisse Anforderung zu QNG kannst du doch mit Ziegel Beton leichter erreichen z.B. Luftschadstoffe im Vergleich zum Leichtbau!
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18.03.2026 17:07:30 |
KI sagt dazu, mit massiver Bauweise wird es schwierig bis unrentabel. Der CO2 Fußabdruck des Hauses ist einfach viel zu hoch. Es ist also nicht unmöglich, wird aber in der Regel nicht gemacht, weil schwierig und teuer.
Grüße
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| | Zeit:
18.03.2026 18:12:35 |
@Lupo1 / Wolfgang Danke für die vielen Infos, die mich - zum Glück - nicht verwirren; sie helfen mir ;-) Immer wieder wird BKA in Kombination mit FBH empfohlen. Wird das nicht ZU teuer? Klar; je mehr Fläche, desto geringer kann die VL-Temp sein und desto effizienter die WP... Da wir aber Holzfußboden bekommen, ist die Option FBH eh eingeschränkt. @Fertig Ich verstehe, was du meinst ... der Energieaufwand für Poroton, ist natürlich sehr groß im Gegensatz zu Holz. @all ... bezüglich Poroton/Dicke/Füllung Eben sagt mir ein Architekt, dass der Transmissionswärmeverlust über die Wände eh "nur" ca. 15% beträgt. Das bedeutet für mich, dass hier eine Optimierung bei weitem nicht so viel ausmacht, wie ich dachte ... also erst recht kein 49-er Stein. Ein Bauunternehmer sagte mir auch noch, dass er eher einen ungefüllten Poroton vorschlagen würde. Nicht nur weil die Dämmung in den Kammern die Verarbeitung und die Witterungsanfälligkeit schwieriger machen (ist eher sein Problem) ... sondern auch das Raumklima verschlechtert. Die schwierigere Verarbeitung kann ich nachvollziehen, aber warum das Raumklima verschlechtern?
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| | Zeit:
18.03.2026 20:48:25 |
Nicht nur für Poroton, auch für Stahlbeton. Ein Holzständerhaus hat auch keine Betondecken. Keinen Mörtel. Keinen Zementestrich. Auch (Stahl-)Beton/Zement Herstellung kostet sehr viel Energie. Von der Nachhaltigkeit her ist Holz natürlich extrem gut. Ich bin mir nur nicht ganz sicher, ob so ein Holzständerhaus auch 100 Jahre und mehr überlebt. Keine Ahnung. Raumklima soll schlechter sein. OK. Eventuell meint er, dass ein hohler Ziegel besser trocknet. Dass sich darin also keine Feuchtigkeit bilden und aufhalten kann. Die Wand bleibt also immer trocken. Keine Feuchtigkeit, kein Schimmel. Was anderes kann ich mir darunter nicht vorstellen. Auch beim Wasserschaden ist so ein hohler Ziegel natürlich gegenüber einem gefüllten deutlich im Vorteil. Vor allem im Vergleich zu Mineralfaserfüllung. Dass der Transmissionswärmeverlust bei den Wänden nur 15% betragen soll, halte ich für unmöglich. Die Wand ist in der Regel der größte Faktor. Wo sollen denn die restlichen % hin? 15% für eine sehr gut gedämmte Wand kann ich mir nur dann vorstellen, wenn die OG Decke ungedämmt bleibt. Grüße
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
18.03.2026 21:03:14 |
Zitat von Fertig  KI sagt dazu, mit massiver Bauweise wird es schwierig bis unrentabel. Der CO2 Fußabdruck des Hauses ist einfach viel zu hoch. Es ist also nicht unmöglich, wird aber in der Regel nicht gemacht, weil schwierig und teuer.
Grüße Geht schon alles, z.B. mit Ziegeleinhängedecke und speziellem Beton.
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| | Zeit:
19.03.2026 13:57:56 |
Natürlich geht es. KI sagt auch nichts anderes. Sie sagt nur dazu, dass es in der Regel sehr teuer wird, deswegen macht es kaum einer.
Grüße
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