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Neubau-Konzept: Mehr heizen oder mehr dämmen?
Verfasser:
uwe-htd
Zeit: 19.03.2026 14:05:25
0
3943560
Wegen der 15% siehe zb hier:
https://www.passivhaus-schwabach.de/warumeinpassivhaus.htm

Verfasser:
Gelöschter Nutzer
Zeit: 19.03.2026 14:30:21
0
3943565
Zitat von Fertig Beitrag anzeigen
Natürlich geht es.
KI sagt auch nichts anderes. Sie sagt nur dazu, dass es in der Regel sehr teuer wird, deswegen macht es kaum einer.

Grüße

Und meine KI sagt was anderes und nun?

Detaillierter QNG-LCA-Bericht: Klassischer Ziegelbau (150 m² NRF) + 10 kWh Speicher

Hier ist die aktualisierte CO2-Bilanz (GWP) inklusive Batteriespeicher und R290-Wärmepumpe.

1. Gebäudehülle & Ausbau (Module A1-A3)
Herstellungsenergie der Materialien pro m² und Jahr:
* Fundament & Bodenplatte (90 m², Beton/Stahl): 1,02 kg CO2e
* Außenwände (Monolithischer Poroton-Ziegel): 1,32 kg CO2e
* Innenwände (Ziegel schalloptimiert): 0,48 kg CO2e
* Stahlbeton-Geschossdecke (Massiv, CEM I): 1,02 kg CO2e
* Dachkonstruktion (Holzstuhl + Mineralwolle): 0,35 kg CO2e
* Dacheindeckung (Klassische Tonziegel): 0,45 kg CO2e
* Fenster (PVC-Rahmen, 3-fach Verglasung): 0,34 kg CO2e
* Innen- & Außenputz (Kalk-Gips / Mineralisch): 0,42 kg CO2e
* Bodenbeläge & Estrich (Mix Fliesen/Parkett): 0,55 kg CO2e
Summe Material (A1-A3): 5,95 kg CO2e/(m²·a)

2. Haustechnik, PV & Speicher (TGA / Modul B4)
Herstellung, Kältemittel und Austauschzyklen (Batterie-Tausch nach ca. 12-15 Jahren eingerechnet):
* L-W-Wärmepumpe mit R290 (Propan): 1,20 kg CO2e
* Kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL): 0,80 kg CO2e
* Rohrleitungen, Elektrik & Sanitär (Pauschal): 2,00 kg CO2e
* Photovoltaikanlage (20 kWp Vollausbau): 3,50 kg CO2e
* NEU: Batteriespeicher (10 kWh Li-Ion inkl. Austausch): 1,10 kg CO2e
Summe Technik (TGA): 8,60 kg CO2e/(m²·a)

3. Betriebsenergie (Modul B6)
Netzstrombezug reduziert durch höhere PV-Eigenverbrauchsquote (ca. 60% durch Speicher):
* Gesamtstrombedarf (Heizung, WW, Lüftung): 4.200 kWh/a
* PV-Eigenverbrauch (60%): - 2.520 kWh/a
* Netzstrombezug (Rest): 1.680 kWh/a (gerechnet mit 0,400 kg CO2/kWh)
* Summe Betrieb (B6): 4,48 kg CO2e/(m²·a)

---

Zusammenfassung & QNG-Prüfung

* Materialien & Ausbau: 5,95 kg
* Haustechnik (inkl. 10 kWh Speicher): 8,60 kg
* Betriebsenergie (Netzbezug): 4,48 kg

Gesamtbilanz Gebäude: 19,03 kg CO2e/(m²·a)
Grenzwert QNG-PLUS: 24,00 kg CO2e/(m²·a)

Ergebnis: BESTANDEN (Puffer: 4,97 kg)

Hinweis: Der 10 kWh Speicher verschlechtert zwar die Bilanz in der Herstellung (TGA steigt auf 8,60 kg), senkt aber den operativen CO2-Ausstoß im Betrieb massiv ab. Insgesamt verbessert sich der GWP-Wert des Hauses weiter auf 19,03 kg. Damit ist der Puffer für das QNG-Siegel nun extrem komfortabel bei fast 5 kg CO2e.

Verfasser:
Fertig
Zeit: 19.03.2026 15:04:22
0
3943576
Ich weiß nicht, „was nun“.

Versuch ihr mal konkrete Frage zu stellen, ob es teuer wird oder nicht.

OG Decke hast du schon mal nicht aus Beton genommen. So würde ich nicht bauen (Schallschutz, Wärmeschutz deutlich schlechter).
Probier mal mit zwei Betondecken.

Grüße

Verfasser:
Gelöschter Nutzer
Zeit: 19.03.2026 15:43:27
1
3943587
Zitat von Fertig Beitrag anzeigen
Ich weiß nicht, „was nun“.

Versuch ihr mal konkrete Frage zu stellen, ob es teuer wird oder nicht.

OG Decke hast du schon mal nicht aus Beton genommen. So würde ich nicht bauen (Schallschutz, Wärmeschutz deutlich schlechter).
Probier mal mit zwei[...]

falsch, ist ein ganz normaler Massivbau: Stahlbeton-Geschossdecke (Massiv, CEM I)

Du hast gesagt
Dieses Haus ist klassischer günstiger Massivbau bei dem nur die PV und Batterie als kosten obendrauf kommen?!

Gemini hat gesagt
Genau auf den Punkt gebracht. Das ist die „Magic“ bei der aktuellen KfW-Förderung (Kredit 297/298): Du baust konstruktiv so günstig wie möglich (Standard-Massivbau) und steckst das gesparte Geld in Technik, die sich amortisiert (PV & Batterie), um die staatlichen Förderbedingungen zu erfüllen.

Hier ist die ehrliche Kosten-Nutzen-Rechnung für diesen Ansatz:

1. Das "Günstige" am Rohbau (Konstruktion)
Indem du auf ökologische Spezialbaustoffe verzichtest, sparst du massiv an den Baukosten:

Ziegel statt Holz: Ein klassischer monolithischer Ziegelbau ist oft deutlich günstiger als ein zertifiziertes Holzständerhaus eines Premium-Anbieters.

Beton statt Spezial-Decken: Eine normale Filigran-Betondecke ist der Standard auf jeder Baustelle. Jeder Rohbauer kann das, die Materialwege sind kurz, die Kosten kalkulierbar.

PVC statt Holz-Alu: Standard-Kunststofffenster kosten nur einen Bruchteil von ökologischen Holz-Alu-Fenstern, liefern aber die gleichen U-Werte für die KfW-Berechnung.

2. Die "Zusatzkosten" (Investition in die Zukunft)
Die einzigen Punkte, bei denen du gegenüber einem "08/15-Haus" ohne Förderung mehr Geld in die Hand nimmst, sind:

20 kWp PV-Anlage: Kostet aktuell ca. 18.000 € – 22.000 € (netto).

10 kWh Speicher: Kostet ca. 5.000 € – 7.000 €.

R290 Wärmepumpe: Kostet im Vergleich zu einer billigen Split-Anlage vielleicht 2.000 € Aufpreis, ist aber langlebiger und effizienter.

3. Warum sich das "Rechnen" lässt
Das QNG-Siegel ist der Schlüssel zum zinsgünstigen Kredit der KfW (oft 100.000 € bis 150.000 € pro Wohneinheit).

Zinsvorteil: Der Zinsunterschied zwischen einem freien Bankkredit und dem KfW-Förderkredit spart dir über 10 Jahre oft mehr Geld ein, als die gesamte PV-Anlage und die Batterie gekostet haben.

Stromkosten: Mit 20 kWp und 10 kWh Speicher sind deine monatlichen Stromkosten (Heizung + Haushaltsstrom) fast bei Null. In 20 Jahren sparst du hier locker weitere 30.000 € - 40.000 €.

Zusammenfassung für dein Vorhaben
Du nimmst das "billige" Skelett (Ziegel & Beton) und gibst ihm ein "High-Tech Herz" (Solar & Speicher). Das Ergebnis ist ein Haus, das:

Den Werterhalt eines Massivbaus hat.

Die staatliche Förderung abgreift.

Fast keine Nebenkosten verursacht.

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 19.03.2026 15:45:05
1
3943589
Zitat von Fertig Beitrag anzeigen
Ich weiß nicht, „was nun“.

Versuch ihr mal konkrete Frage zu stellen, ob es teuer wird oder nicht.

OG Decke hast du schon mal nicht aus Beton genommen. So würde ich nicht bauen (Schallschutz, Wärmeschutz deutlich schlechter).
Probier mal mit zwei[...]


Es gibt für alles eine Lösung. Es ist nur eine Frage, ob die Baufirma Ahnung hat, oder baut wie vor 20 Jahren.

Im reinen Holzhausbau gibt es grundlegend die Schallschutzprodukte von Wolf Bavaria.
Der Spezialanbieter ist im Holzbau stark im kommen.
Schallschutzprodukte für jedes Bauteil am Holzhaus. Boden, wand, Decke, Schallentkopplung. Alles aus einer Hand.

Wer will - der kann.

Von daher ist man nicht gezwungen auf Stein und Beton zu setzen. Man kann durch und durch auf Holz setzen. Auch bei der Geschossdecke.

Ich hab selbst beim neu tapezieren zwischen zwei Schlafzimmern die Platte Phonestar Twin verarbeitet und darauf ne neue Lage Fermacell. Der Unterschied ist deutlich.
Bei korrekter Verarbeitung und Schalltentkopplung von Boden und seitlichen Wandschlüssen.

Verfasser:
Fertig
Zeit: 19.03.2026 21:16:55
0
3943673
Ich frage mein geliebtes ChatGPT beziehungsweise Copilot.

Die Aussage ist: machbar, aber nicht ohne Weiteres und wird teurer.
Einfacher = Holzbauweise.
Schwieriger und teurer zu erreichen = klassische Massivbauweise.

Es scheitert nicht am KfW40, sondern an QNG. Mit Standardbauweise aus Ziegel und Stahlbeton wird es schwer erreichbar.

Es wird gehen, aber wird auch kosten.
Statt EPS/XPS besser mit Holzfaser/Zellulose/Perlit dämmen. Recyclingbeton/CO2 armen Beton nehmen.
Decken so dünn wie möglich gestalten et cetera. Bei OG Decke auf Beton verzichten und aus Holz gestalten.
Empfiehlt die KI und sagt, ohne diese Anpassungen wird es schwierig werden.

Letztendlich muss man erfragen, was es an Aufpreis kosten wird und dann gegen die zusätzliche Förderung aufwiegen.

Wer will, der kann. Das ist schon klar. Man muss es aber alles bezahlen wollen und können. Denn solche speziellen Lösungen haben alle eines gemeinsam - sie sind oft teuer.

Ohne Betondecke im OG würde ich persönlich kein Haus bauen. Die Vorteile sind einfach zu groß - bester Schallschutz und bestmöglicher Wärmeschutz, vor allem in Verbindung mit BKA.

Grüße

Verfasser:
Gelöschter Nutzer
Zeit: 19.03.2026 21:32:25
0
3943675
@Fertig

wie gesagt mit großer PV und Akku geht es mit einem Standardbau locker:




Präzise QNG-Gesamtbilanz: Monolithischer KfW 40 Massivbau (150 m²)

1. Rohbau & Hülle (A1-A3):
* Beton C25/30 (43 m³ @ 205 kg CO2e/m³): 1,18 kg
* Ziegelmauerwerk (63 t @ 275 kg CO2e/t): 2,31 kg
* Dachstuhl (Holz) & Eindeckung (Ton): 0,78 kg
* Fenster (PVC 3-fach, Uw 0,8): 0,34 kg
* Dämmstoffe (XPS/EPS/MW für KfW 40): 0,48 kg
* Putze & Estriche: 0,85 kg
Summe Material: 5,94 kg CO2e/(m²·a)

2. Haustechnik (TGA / B4):
* R290 WP + KWL (Lüftung) + Sanitär: 4,00 kg
* PV-Anlage (20 kWp) + Speicher (10 kWh): 4,60 kg
Summe Technik: 8,60 kg CO2e/(m²·a)

3. Betrieb (B6):
* Netzstrom-Rest (4.200 kWh Bedarf / 60% Autarkie): 4,48 kg
Summe Betrieb: 4,48 kg CO2e/(m²·a)

---

GESAMTERGEBNIS:
Material (5,94) + Technik (8,60) + Betrieb (4,48) = 19,02 kg CO2e/(m²·a)

QNG-PLUS Grenzwert: 24,00 kg
Status: BESTANDEN (Puffer: 4,98 kg)

Verfasser:
Fertig
Zeit: 19.03.2026 22:10:25
1
3943681
Ist es eine richtige Berechnung oder nur Schätzung der KI?

Bei uns im Nachbardorf hat vor Kurzem einer gebaut. Der hat sich für ein Holzhaus entschieden. Kein Fertighaus, sondern richtiges Holzhaus.
Er erzählte mir, er war mit mehreren (Massiv-)Baufirmen in Kontakt und entschloss sich nur wegen Förderung für ein Holzhaus.
Massivbauweise war viel komplizierter, wenn man die volle Förderung habe wollte. Das waren seine Worte.

Grüße

Verfasser:
Gelöschter Nutzer
Zeit: 19.03.2026 22:27:30
0
3943686
Verfasser:
Fertig
Zeit: 20.03.2026 06:46:57
0
3943706
Vielleicht meldet sich jemand, der es mit einem klassischen Massivhaus geschafft hat, QNG zu erreichen und was dazu notwendig war.

Wie gesagt bisher habe ich nur gehört, es sei nicht leicht und nicht kostenneutral.

Grüße

Verfasser:
Gelöschter Nutzer
Zeit: 20.03.2026 08:12:47
0
3943722
Fertig? Was redest du da, das ist ein klassisches Massivhaus. Du scheinst irgendwie eine Allergie auf zahlen zu haben. Ich habe es nachgerechnet, klassisches Ziegelmassivhaus mit Dämmziegeln schafft es mit PV und Batterie locker!!

Verfasser:
Hausbauer44
Zeit: 20.03.2026 08:34:40
1
3943732
Guten Morgen,
habe 24/25 mit dem KFW 297 Programm gebaut. Allerdings ohne QNG d.h. es gibt nur 100k und nicht die 150k. Zu dem Zeitpunkt lag ca. 1% Zinsunterschied zwischen normalen Darlehen und dem vergünstigten Darlehen der KFW-Bank.
Ich weiß nicht wie sich der Zinsunterschied heute verhält, aber vielleicht wäre das ja ein Kompromiss?

Die Anforderungen an ein klimafreundliches Wohngebäude haben wir mit monolithischem Mauerwerk 42,5 (gefüllt mit Holzfaser) und 2 Betondecken erfüllt.

Verfasser:
uwe-htd
Zeit: 20.03.2026 08:54:00
0
3943739
Ich hatte zuerst auch an QNG gedacht.
Aber die Kosten der Zertifizierung hätten den Zinsvorteil aufgefressen ... und dann noch der Zusatzaufwand ... mache jetzt "nur" KfW 40 oder 55.

Verfasser:
Fertig
Zeit: 20.03.2026 09:02:24
0
3943742
@uwe-htd
Was war genau die Aussage? Wird es zu teurer, sodass es sich kaum mehr lohnt?

Ich habe es nämlich bisher immer so gehört. Die Meisten schwenken dann entweder auf Holzhaus/Fertighaus um oder bauen dann ohne QNG.

Grüße

Verfasser:
uwe-htd
Zeit: 20.03.2026 09:07:50
0
3943744
Die Kosten wären 6000 - 10000€ , plus die baulichen Mehrkosten aufgrund der zertifizierten Materialien.
Lohnt dann nicht ...

Verfasser:
Gauchoi
Zeit: 20.03.2026 09:19:55
0
3943747
Vielleicht helfen ein paar reale Zahlen aus dem wirklichen Leben:

KfW55 mit Erstbezug 2021, 270 m² beheizte Fläche, auf 3 Ebenen, 5 Personen, LWWP mit KWL.

27 kWp PV ohne Speicher, die Autarkie beträgt damit immer so zwischen 63 und 65% p.a.

Massivbau 17,5 m x 8 m, 36,5 Poroton mit Steinwolle gefüllt und damit 0,185 W/m²K , 90 m² Fensterfläche, NAT -12°

Jahresverbrauch der WP lag in 2025 bei 1.623 kWh gem. externem Stromzähler. Rechnet man die Hilfsenergie und Betrieb der KWL hinzu, sehe ich da eine Zahl von um die 1.850 kWh.

Infolge nur Tagbetrieb der WP kann davon sicherlich mindestens 1.200 kWh mit PV-Strom abgedeckt werden.
Dann ist noch ein Holzofen mit am Start, der 70€ p.a. Kaminfegerkosten mit sich bringt. Holz ist dagegen umsonst, und würde bei Kauf mit rund 200 € p.a. zuschlagen. Die PV bezahlt sich schon allein über die Einspeisevergütung nach 12 Jahren von selbst, den Eigenverbrauch berücksichtigt, sind es ca. 8,5 Jahre.

Ergibt in Euros 1.200 x 0,08 + 650 x 0,30 + 70 = 361 € p.a.
Wieso sollte man sich da noch über U-Werte der Außenhülle oder QNG Grenzwerte Gedanken machen? Das kann ich nicht nachvollziehen.

Die kg an CO2 betreffenden, schlägt da jede Fernreise um Zehnerpotenzen stärker zu Buche, als wie die erste Nachkommastelle des U-Werts.

Verfasser:
Mark1234
Zeit: 20.03.2026 10:42:56
2
3943775
Wer sich beim Neubau eines EFHs Gedanken um den CO2 Ausstoß macht, hat die Kontrolle über sein Leben verloren...

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