Bei einem Bekannten ist neulich eine
Grundwasserwärmpumpe vom Hersteller Bartel 17,8 kW on/off defekt gegangen. Nachdem sich der
Kostenvoranschlag für die Reparatur auf über 7k beläuft, steht eine Ersatzbeschaffung an. In 2015 wurde bereits der
Verdampfer ersetzt und ein Sieb in den Vorlauf vom Entnahmebrunnen installiert.
Beheizt wird ein EFH ohne Keller, ca. 220m² WF, alles FBH, Baujahr 2007, Massivbau, 4 Personen. Vermutlich ist der Verdichter, oder Verdampfer defekt, oder beides. Die WP hat einen Kombipuffer mit rund 700L Volumen. Die RT wurde bis jetzt immer über die ERR geregelt.
Die Heizlast ist nicht bekannt, ebenso wenig wie der jährliche
Energieeintrag ins Haus. VL/RL sowie die GW-
Temperatur aus dem Entnahmebrunnen kennt man auch nicht.
Aus der WP lässt sich aus den 19 Jahren eine Betriebsdauer Verdichter von 22.100 h und 40.900 Verdichterstarts ablesen. Der jährliche Verbrauch lag bei guten 5 MWh, allerdings inkl. separater KWL und
Brunnenpumpe + HKP.
Erstes
Angebot des HB seines Vertrauens (aus dem Dorf) hat eine 17kW WPW-I 17 von Stiebel drauf, für netto 19.5k vor Förderung.
Zuerst hatte ich ihm geraten eine deutlich kleinere WP zu wählen, zu dem besser modulierend. Bei nur 1.150 h p.a. mit der 17 kW sollte eine 10 oder 12 kW allemal ausreichen.
Der HB hat nun eine Stiebel WPE-1 12KW modulierend, aber mit Vorwärmetauscher angeboten. Das dann für 3,8k über dem ersten Angebot, aber mit neuem Kombipuffer.
Frage: wenn er nun auf eine kleinere GW-WP on/off also ohne Vorwärmetauscher mit 10 oder maximal 12kw geht, die ERR alle deaktiviert, sollte ein Puffer und ein Kombipuffer erst recht nicht mehr erforderlich sein?
Dann nur noch ein 300L BW-Speicher, thermischer
Abgleich und gut.
Die 3,8k Mehrkosten für die modulierende WPE werden sich bei der Effizienz vermutlich nie wirklich rechnen. Wobei ich habe die Angebote nicht gesehen und bzgl. des Kombipuffers auch nicht gleich gestellt.