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Temperaturfühler am Hygienespeicher - wo und wie viele?
Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 13.04.2026 11:37:31
0
3949554
Hallo,


ich habe einen Hygiene-Kombispeicher vom Typ Citrin Solar SKS-R 825-1/750 premium, den ich nach Umstellung von Gasheizung auf Wärmepumpe in Verbindung mit einer Lambda EU10L nur noch für die WW-Bereitung nutze. Die Solarthermie bleibt integriert.

Ich wollte zwei Fühler in verschiedenen Höhen am Speicher haben, damit ich durch Auswahl des jeweiligen Fühlers entscheiden kann, ob der Speicher ganz oder nur teilweise beladen werden soll.

Der WT der ST ist im unteren Drittel.

Der Vorlauf von der Hydraulikstation geht im oberen Drittel in den Speicher und der Rücklauf aus dem unteren Drittel zurück.

Die Fühler wurden jetzt ganz oben (in Höhe des Ausgangs der Trinkwasserleitung) und ganz unten (in Höhe des Eingangs der Trinkwasserleitung) angebracht, soweit ich das sehe.

Sollten die 2 Fühler nicht in der Mitte und unten oder wenigstens im oberen und unteren Drittel angebracht werden?

Das Wellrohr mit dem Trinkwasser geht ja komplett durch den Speicher von unten nach oben. Da nützt es mir ja nichts wenn nur die oberen 10 cm des Speichers auf Soll-Temperatur sind.

Falls die Steuerung nur 2 Fühler unterstützt, könnte ich unterschiedliche Beladungen mit den 2 Fühlern umsetzen, wenn der obere z. B. in 60% der Speicherhöhe sitzt und der untere in 20%, also in der Nähe von Vor- und Rücklauf?

Im Fall 1 wäre Schluß, wenn der obere die Solltemperatur erreicht und im Fall 2 der obere und der untere.

Oder hat vielleicht noch jemand einen anderen Vorschlag dazu? Meine Idee war, daß ich z. B. bei starker Auslastung der WP im Winter nur den halben Speicher auflade, damit die Heizpause abgekürzt wird.

Danke und LG

Verfasser:
richard10
Zeit: 13.04.2026 12:28:30
0
3949558
Dein Gedanke ist grundsätzlich richtig: Für Lambda sind beim Brauchwasser ein oberer und ein unterer Fühler vorgesehen. Die Regelung startet die WW-Ladung, wenn der obere Brauchwasserfühler die Solltemperatur minus Einschalthysterese unterschreitet, und beendet die Ladung erst, wenn der untere Brauchwasserfühler die Solltemperatur plus Ausschalthysterese erreicht. In der Sigmatek-/Lambda-Doku ist das auch so beschrieben: X35 = Brauchwasser oben im oberen Drittel, X36 = Brauchwasser unten im unteren Drittel.

Deshalb würde ich bei Deinem Speicher „ganz oben“ und „ganz unten“ nicht als Ideallösung sehen, wenn Du die Beladetiefe sauber beeinflussen willst. Bei Deinem SKS-R 825-1/750 premium liegen die freien Muffen ungefähr bei B = 1666 mm, C = 1311 mm, D = 956 mm, E = 246 mm. Für eine saubere Lambda-Standardlösung wäre aus meiner Sicht am sinnvollsten:
oberer Fühler in C und unterer Fühler in E. Das entspricht ziemlich genau oberes Drittel / unteres Drittel.

Warum nicht den oberen Fühler ganz nach oben?

Weil Du dann tatsächlich riskierst, dass nur eine relativ kleine heiße Kappe oben „gut aussieht“, während darunter schon zu wenig nutzbare Energie vorhanden ist. Gerade bei einem Hygienespeicher mit durchgehendem Edelstahlwellrohr von unten nach oben ist das ungünstig, weil das Frischwasser den ganzen Speicher „durchläuft“ und die unteren Bereiche für die reale Zapfleistung eben mitentscheiden.

Deine Idee mit Teil- und Vollladung ist aber nicht abwegig. Das Citrin-Datenblatt selbst ist da interessant: Für die WP-Typen bei 50 °C wird das Warmwasser-Zapfvolumen mit oberen 30 % beladen und unten 30 °C angegeben. Das zeigt: Der Speicher kann physikalisch durchaus schon mit Teilladung sinnvoll WW liefern.

Der Haken ist nur: Lambda unterstützt standardmäßig nicht „frei wählbar mehrere WW-Fühlerhöhen“ im normalen Brauchwassermodul, sondern erwartet genau den oberen und den unteren Brauchwasserfühler. Für eine echte Umschaltung „heute halbe Ladung / heute volle Ladung“ bräuchtest Du also entweder eine externe Fühlerumschaltung oder eine zusätzliche Regellogik.

Praktisch würde ich es so sehen:

---> Wenn Du eine saubere Standardlösung willst:
oben = C, unten = E

---> Wenn Du bewusst nur teilbeladen willst:
dann wäre oben = C, unten = D die logischere Variante, weil die Ladung dann schon endet, wenn der mittlere Bereich warm ist. Das entspräche ungefähr einer halben Ladung.
Sigmatek
Technisches Datenblatt CS Kombispeicher SKS-R premium

Verfasser:
richard10
Zeit: 13.04.2026 12:41:32
0
3949560
Den Gedanken habe ich bei meinem Einbau bereits umgesetzt. Genau aus dem Grund, den Du hier ansprichst, habe ich bei meinem Link3 sowohl für die WW-Bereitung als auch für den Heizungsteil zusätzliche PT1000-Fühler vorsehen lassen. Diese kann ich später über Relais mit einer überlagerten Steuerung anwählen bzw. beeinflussen.

Damit kann ich die Beladetiefe für Heizung und Warmwasser gezielt auswählen und das System weiter optimieren. Der Vorteil ist, dass man je nach Situation zwischen Teil- und Vollladung unterscheiden kann, ohne Komfortverlust beim Warmwasser. Zusätzlich eröffnet das auch Vorteile für die Optimierung der Abtauvorgänge, weil sich die nutzbare Temperaturverteilung im Speicher gezielter beeinflussen lässt.

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 13.04.2026 12:47:16
1
3949561
Danke, ich könnte wahrscheinlich über Home Assistant steuern, daß z. B. die WW-Bereitung beendet wird, wenn der obere Sensor die Solltemperatur erreicht hat.

Momentan kämpfe ich noch etwas mit der Integration von Guido Jeuken, da kommen noch eine Menge seltsame Werte, und die Verbrauchsdaten haben auch nicht bei 0 angefangen.

Auf jeden Fall ist es, was @Chaot schon in dem anderen Thema geschrieben hatte, wohl völlig sinnfrei, daß der untere Sensor weiter unten sitzt als der Rücklauf zur Hydraulikstation.

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