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13.04.2026 16:15:42 |
Hallo zusammen, wir wollen in unserem Neubau eine Deckenheizung installieren. Ich habe mir bisher ausgesucht: Argillatherm Klimadecke, wassergeführt, in Lehm verputzt: https://argillatherm.de/humid-module/ Ein Heizungsbauer hat mir ein System in Trockenbauweise vorgeschlagen (Argillatherm kannte er nicht). Trockenbau ... also Rohre in so Aluleisten verlegt und Rigipsplatte drunter ... fertig ... Was ich mich frage: Die Wärmeleitung eines verputzten System ist doch wesentlich höher, als die eines "trockenen" System, wo Luft/Abstand die Wärmeübertragung verschlechtern ... ODER? Welche Systeme kennt ihr bzw. würdet ihr empfehlen? Danke! Uwe
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13.04.2026 16:52:37 |
Rohrleitungen in Luftraum der mit Riggips vom zu heizende Raum getrennt wird, wie stellt sich den der HB den Wärmeübergang an den Raum und Speichervermögen des Systems vor... Die Rohrleitungen gehören in Putz eingebettet oder z.B in die Decke eingegossen um ein "Heizelement" zu bilden.
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13.04.2026 17:32:55 |
Was der Heizungsbauer meinte wäre z.b. wie sowas von Klimatop Also ein speziellen Aluprofil, welches das Rohr umschließt und dann fest mit der Fermacell / Rigisplatte verschraubt wird. Somit ist die Fläche des Aluprofils an die Gipsfaserplatte als Warmeüberträger ausreichend. Wir haben so eine System von klimatop im Altbau (1898) und ich habe eine JAZ von über 5,5 (nur Heizung). Wärmeübertragung kann ich mich nicht beschweren. Ich denke gerade im Neubau dürfte ein physikalischer Unterschied da eher marginal sein. Da wären dann schon eher die Systemkosten interessant. Darf man fragen wieso keine Fußbodenheizung? Rohre auf den Boden, Estrich drüber ist tendenziell einfacher und günstiger als so ein Deckenheizungssystem und würde auch schätzen, dass es billiger ist. Bei 30 Grad Auslegungstemperatur im Neubau, hat man übrigens weder warme Füße noch nen heißen Kopf.
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13.04.2026 19:49:40 |
Was spricht im Neubau gegen eine Fußbodenheizung. Die Deckenlösung kostet am Ende das Doppelte
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14.04.2026 08:49:15 |
Hallo
eine alte Regel lautet warme Füße kalter Kopf........ Wers umgedreht mag.......
ciao Peter
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14.04.2026 22:17:32 |
Danke erstmal für euer Feedback! Deckenheizung weil wir Massivholzdielen haben werden ... und die Decke zum kühlen besser geeignet ist.
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15.04.2026 09:31:32 |
Deckenheizung ist prima, und gerade im (gedämmten) Neubau ist "eine alte Regel lautet warme Füße kalter Kopf" Blödsinn, da die Decke dann mit 25-30 Grad durchflossen wird. Weiterer Vorteil: Im Sommer kann man die Deckenheizung mit Wärmepumpe perfekt zum Kühlen verwenden. Argillatherm hatten wir zunächst im Fokus, in unserem Altbau hatte der Statiker allerdings Bedenken (70kg/m^2). Das solltet ihr im Neubau berücksichtigen, dass die Decken entsprechend ausgelegt sind, @Uwe Ansonsten ist es ein schönes System, und mit Lehm- oder Kalkputz verputzt hat man beim Kühlen praktisch keine Taupunktproblematik (auch wenn man einen Taupunktfühler sicherheitshalber installieren sollte). Wegen der statischen Bedenken sind wir dann auf das System von Wakatherm geswitcht, das hat zwar keine fancy Lehmmodule wie Argillatherm, aber die Sauerkrautplatten sind technisch auch sehr nice. Wenn man die Montagekosten sparen will, kann man beide Systeme recht problemlos selbst montieren. Und auch das Verputzen ist kein Hexenwerk. Wir haben das zwar nun vom Maler mit Lehmputz machen lassen, aber nachdem ich 5min zugekuckt habe und dann selbst 15qm verputzt habe, werde ich das bei der zweiten Wohnung komplett selbst machen. Dann fallen nur die Materialkosten an. Hier meine Doku |
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15.04.2026 10:06:37 |
Da die Deckenheizung im Gegensatz zu Fußbodenheizung vor allem mittels Strahlung und nicht Konvektion heizt, wirkt sich ein Luftspalt nicht so stark aus. Da aber eine Deckenheizung fast nur 1/3 der Leistung einer FBH beim Heizen hat, kann auch ein kleiner absoluter Unterschied relativ stark auswirken. Bei einer Ergänzung zu FBH irrelevant. Aber dazu kommt, Kühlung wird immer wichtiger und bei Kühlung mit WP über Deckenheizung ist die Konvektion am wichtigsten (auch um das Takten zu minimieren). Zusammengefasst: ohne Kühlung ist DH mit Luftspalt im Neubau OK aber verputzt ist besser. Mit Kühlung auf jeden Fall verputzt, da die Kühlleistung bei Luftspalt zu klein und die WP zu stark taktet. Gegebenenfalls solltest du dir Betonkernaktivierung anschauen und so ggfs. ganz auf die Deckenheizung verzichten.
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15.04.2026 10:17:57 |
Es gibt ein Wand-/ Deckenheizsystem von Hexatherm, mit 15mm Fermacellplatten mit eingefrästen Kanälen wo ein passendes Rohr ganz genau eingedrückt wird und dann verspachtelt wird. Ist sehr leicht zu montieren und wiegt insgesamt nicht einmal 20 kg/m², der Vorteil dabei ist dass man zuerst die Platten montiert und danach die Rohre einlegt und verspachtelt, die Rohre liegen dabei dann nur etwa 2 mm unter der Oberfläche, was eine Ortung mittels Infrarotthermometer sehr erleichtert wenn man irgendeine Befestigung machen will! Das System ist optimal bei Holzdecken und Wänden bzw bei Dachausbauten für Heizung und Kühlung!
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15.04.2026 10:59:08 |
Zitat von gnika7  Da aber eine Deckenheizung fast nur 1/3 der Leistung einer FBH beim Heizen hat, kann auch ein kleiner absoluter Unterschied relativ stark[...] Für "maximale Leistung pro qm" stimmt das, hier sind Wand- und FB Heizung potentiell leistungsstärker (bei ggf. höherer Vorlauftemperatur, und gerade bei der FBH verhindert der FB-Aufbau meist die maximale Leistung). Allerdings kann gerade die Decke i.d.R. vollflächig belegt werden, so dass die 40-70W/qm DH-Leistung absolut ausreichend sind, um mit einer entsprechend niedrigen VL-Temperatur an der Decke sehr effizient zu heizen. Genau, Betonkernaktivierung ist bei Neubau ggf eine interessante Alternative.
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