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Datenschutzhinweise

Fliessregel bei Kupferrohr und Stahlspeichern emailliert?
Verfasser:
LucasF
Zeit: 20.04.2026 22:46:31
0
3950824
Hallo zusammen,

Ich habe eine Panasonic Wärmepumpe mit einem 300 Liter emailliertem Warmwasserspeicher von Tesy bestellt, sowie einem 200 Liter emailliertem Reihenrücklaufspeicher für den Heizkreis.

Jetzt bin ich leider darüber gestolpert, dass jemand bei Tesy-Speichern nach kurzer Zeit von Rost an den Speicheranschlüssen (Gewinde) berichtet hat.
Diese scheinen aus herkömmlichem Stahl zu sein (stehen leider schon in der Garage)

Nun habe ich bereits in der Kaltwasserzuleitung zum Speicher Kupferrohr und auch in der Zirkulationsleitung vom Warmwasser Kupfer.
Auch die Heizkreisrohre sind aus Kupfer (neues Rohr falls das eine Rolle spielt)

In der Anleitung des Speichers steht in schlecht übersetztem Deutsch es sind bei Kupferrohren „dieelektrische Zwischenverbindungen“ zu verwenden.

Die Fliessregel besagt dass das was ich da zu verbauen habe gar nicht geht, zumindest bei Sauerstoffhaltigem Frischwasser?

Ich gebe zu ich habe da gar nicht drüber nachgedacht bei der Planung.


Sind diese dielektrischen Verbindungen zwangsweise zu besorgen, oder mache ich mir umsonst Sorgen?

Liebe Grüße,
Lucas

Verfasser:
Peter 888
Zeit: 21.04.2026 07:57:13
3
3950846
Hallo

so geht es wenn man von der Materie keine Ahnung hat......und erst kauft und dann fragt.
Heizungsspeicher hätte eine normale Stahlbüchse auch gereicht, Emaille zusätzlich bringt nix, außer Kosten.
Und der Brauchwasserspeicher sollte eine Opferanode haben. Tausch diese gleich gegen eine Fremstromanode aus.

ciao Peter

Verfasser:
LucasF
Zeit: 21.04.2026 09:07:41
0
3950856
Guten Morgen,

und danke dir für die Antwort.
Kleine Rechtfertigung:
Ich habe schon sehr viel im Vorfeld geplant, hauptsächlich aber Hydraulik, Dimensionierung, Heizlast, Fussbodenheizungsauslegung usw...

Manche Gedanken kommen einem eben erst hoch wenn man dran geht, das kennst du sicher auch.

Zum Thema Emaille, ja das "für" und "wider" der Materialwahl für Speicher habe ich auch recherchiert und bin zum Schluss gekommen dass es ein Emaille Speicher auch erstmal tut, im Idealfall hält er auch seine 20-30 Jahre.
Nur las ich bei Recherche leider keinen konkreten Hinweis, dass man auf die Materialwahl der Anschlussrohre Rücksicht nehmen muss. (Vermutlich weil es auch gar kein Problem darstellt, wenn man es richtig mach und die profis das halt einfach korrekt (oder nicht drüber nachdenken da Gewährleistungszeit zu ende bis es durch ist?)

Bisher habe ich eben einen alten Edelstahl Speicher von Viessmann, da hat sich die Frage des Materialmixes nicht gestellt denke ich. Der Heizungsbauer hat Kupfer als Zuleitung zu den HK-Verteilern und in der Zirkulation verbaut und mich auch nicht befragt ob ich es vllt anders haben möchte (was ja auch bisher soweit okay war)

Zur unnötigen Emaille am Heizwasser-Puffer: der wurde nunmal so hergestellt, abgesehen davon verbleibt so als einziges Teil aus Stahl das Wärmetauscherrohr im Trinkwasser, wenn ich den mal Tausche ist alles an Stahl im Heizkreislauf entfernt.

So zurück zur Frage Stahlgewinde am Speicher auf Kupferrohr adaptieren.
Es gibt auch aussagen wie:
"Nimm Rotgussverschraubung am Speiocher und gut ist, hält seit 25 jahren"?

Diese Übergansstücke "dieelektrisch" für 1 1/2" finde ich nicht. Gibt es etwas von zb. Viega?

Reicht vllt doch ein Rotguss Gewindeadapter und dann direkt weiter mit Kupferrohr?

Liebe Grüße,
Lucas

Verfasser:
Vogtländer
Zeit: 21.04.2026 10:20:32
0
3950868
Die Korrosionsrisiken basieren auf unterschiedlichen, komplexen physikalischen Vorgängen.

Im Heizungssystem sind die (fast) zu vernachlässigen.

In der Sanitärinstallation haben die aber große Bedeutung.
Fehler können sich schnell rächen.

Soweit ich weiß:
Kaltwasser
Übergang Kupfer => Stahl
direkten Kontakt unterbinden, durch Zwischenstücke
aus anderen Materialien
(Messingteile sollen Kupferionenwanderung unterbinden,
Kunststoffteile elektrische Ströme verhindern, ...)

Warmwasser
Übergang Kupfer => Stahl
bei den meisten Wässern tödlich für den "normalen" Stahl

Bleibe beim Edelstahlspeicher.
Wenn neu zu teuer, ein gebrauchter ist immer noch besser als ein neuer emaillierter.

Besonders die Anschlüsse sind bei billigen Speichern Schwachpunkte.

Verfasser:
LucasF
Zeit: 21.04.2026 13:38:05
0
3950901
Hallo zusammen, danke für die Antworten.

Ich füge noch hinzu:
In der Zirkulationsleitung befinden sich nur ca 4m Kupferrohr (ca 1 Jahr alt), der Rest ist aus Kunststoffverbundrohr.
Ich könnte das bischen vielleicht auch noch austauschen, sodass ich nur noch das Thema an der Kaltwasser Leitung hätte.
Beim Kaltwasser ist alles aus Kupfer ab Hauseingang, das kann ich nicht entfernen.

Sind die 4m in der Zirkulation wirklich so relevant dass hier auf 300 Liter Speicherwasser überhaupt kritische Kupfer-Konzentrationen im Wasser erreicht werden können?

Leitungswasser darf ja vom Versorger aus schon bis zu 2mg/L Kupfer enthalten, unseres enthält Laut Versorger nur 0,016 mg/l.

Der Faule in mir neigt fast dazu, es zu probieren, im schlimmsten Fall wäre ja der Speicher im Keller nach ein paar Jahren undicht, das Teil platzt ja nicht ohne Vorwarnung und überschwemmt meinen Keller?

Andererseits habe ich keine Erfahrung mit Lochfrass. Zieht da im Zweifel eine neuralgische Stelle im Speicher alles an Kupfer an und hat dann innerhalb weniger Monate ein Loch drin, oder reden wir über Jahre?


Liebe Grüße,
Lucas

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