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Vaillant VPM S Steuerung mit eBUS - wie erreiche ich, dass die Anlage anläuft
Verfasser:
mullit
Zeit: 26.04.2026 17:37:13
0
3951739
Liebe Forums-Mitglieder!
Ich bitte um Ideen für die Lösungsfindung, wie ich mein Solarmodul oder Heizungssteuerung dazu bekommen kann früher anzulaufen und damit die Solarthermischen Eintrag im Pufferspeicher zu erhöhen:


Systembeschreibung:
Hardware
1. Therme VC DE 276/4-7
2. Regler: auroMATIC VRS 620/3
3. Solarmodul: VPM 20 S
4. Pufferspeicher VPS S 800/2
5. Warmwasser VPS W 20
6. Solarthermie Kollektoren: Vaillant, ca. 3 Stk, Vakuumröhren
7. Solarflüssigkeit: Hochtemperatur, neu
8. DCF sensor
9. Solarausgleichsgefäß Vaillant, neu
10. Mischer und Heizungspumpe (Vaillant)
11. Alles mit eBUS verbunden über VRS 620 Anschluss

Softwareversionen:
1. Io-5.00
2. User interface: 5.01
3. Heizgerät: 7.03
4. VPM-W: 1.17
5. VPS S: 1.07

Prüfungen durchgeführt:
1. Solarflüssigkeit ist neu
2. Leitungen wurden gespült und entlüftet
3. Über den Regler 620 konnte geprüft werden:
a. P1 des Solarkollektorkreises läuft an
b. P2 des Wärmetauschers zum Eintrag in den Puffer läuft an
c. T1, T2, T3, T4 und der Durchflusssensor zeigen nachvollziehbare Werte an
d. Therme springt an
e. HK2-P an/aus, HK2-Mischer: auf/zu

Systemkonfiguration
1. Hydraulikplan No 9 und Deutschland ausgewählt
2. HK1 : deaktiviert
3. HK2: Mischerkreislauf, Mischer an PoE Anschluss HK2 und Mischerpumpe an HK2-P

Historie
1. Vor 3 Jahren gab es noch einen zaghaften Solarertrag von max. 10 kWh/Tag im Hochsommer, dann hörte der Ertrag auf. Ursache war damals vermutlich die Bildung von Gas im Zusammenhang mit der Alterung der Solarflüssigkeit. Im Sommer hat das zum Druckanstieg im Solarkreislauf geführt und das Überdruckventil hat ausgelöst und alte Solarflüssigkeit wurde im Heizungsraum „entlassen“. In der Zwischenzeit wurde ein neuer Ausgleichbehälter angebraucht, die alte Solarflüssigkeit abgelassen, das Kollektorsystem gespült und gereinigt und neue Solarflüssigkeit eingefüllt. Der Solarkreislauf hält zuverlässig und stabil den druck auf 3 bar, wenn es keine Solareintrag gibt.

Systemverhalten heute
• Ohne Anspringen der Solarpumpe P1: Systemdruck 3 bar (7:00 morgens). Druck steigt tagsüber auf ca. 5 bar und sinkt wieder auf 3 bar Nachts ab. Kein Solarertrag
Mit manuellem Anstellen der Solarpumpe P1
1. Morgens um 9:00 im April: Die Pumpe läuft fast geräuschlos, die Temperatur T1 steigt auf nahe 100°C an. Es kann dazu kommen, dass nach dem automatischen Ende der Laufzeit der Pumpe automatisch die Einbring Pumpe P2 anspringt und über den Wärmetauscher die Wärme in den Pufferspeicher einbringt.
2. Mittags um ca. 15:00 im April läuft zwar die Pumpe, aber es kommt zu keinem merklichen Erhöhung der Temperatur an T1
3. Abends gegen 17:30-18:00: Die Pumpe läuft an, die Temperatur steigt kontinuierlich an und erreicht Temperaturen von bis zu 112°C, die Pumpe „rauscht“ zwischenzeitlich stark. Wenn das Rauschen aufhört, nimmt auch die Temperatur an T1 langsam ab.

Bemerkung: / Funktionsdefintion des Systems wie von Vaillant vorgesehen
In der Konfiguration Hydraulikplan #9 gibt es keinen Sensor an den Kollektoren, sondern die Pumpe soll die Solarflüssigkeit vom Kollektor in den Keller fördern. Im Keller soll festgestellt werden, dass ob es einen Solarertrag gibt und die Steuerung soll dafür sorgen, dass die Pumpe P1 weiterläuft und die Pumpe P2 anläuft um die Wärme in den Pufferspeicher einzubringen.

Meine bisherigen Beobachtungen:
1. Alle Systemgeräte funktionieren und werden vom Regler erkannt (Pumpen, Sensoren und erkennen sich durch eBUS)
2. Die Kollektoren „sammeln“ in der Solarflüssigkeit schon früh am Tag Wärme ein
3. Die Reglung im Keller erkennt den vorhandenen Solarertrag nicht, wie die Pumpe P1 zu kurz anläuft, d.h nur „kalte“ Solarflüssigkeit an den Temperatursensor im Keller vorbeigeführt wird.
4. Wenn der Solarertrag nicht aus der Solarflüssigkeit entnommen und in den Speicher geschafft wird, erhitzt die Solarflüssigkeit weiter (jeden Tag).
a. Es bilden sich Gasblasen
b. Der Pumpenkreislauf funktioniert mit Gas in der Leitung nicht mehr. Er geht erst wieder abends, wenn sich die Flüssigkeit abgekühlt hat und die Blasen weitgehend verschwunden sind.
5. Es dauert ca. 1,5-2,5 Minuten bis die Pumpe P1 die heisse Solarflüssigkeit an den Temperatursensor vorbei geführt hat. Dieser erkennt dann Temperaturen (je nach Tageszeit) von 80-115°C. Der
6. Wenn ich manuell (per Menu in der VRS 620) die Pumpe P1 laufen lasse bis die Temperatur erkannt wird (zB T1=100°C) und dann auch manuell die Pumpe P2 anlaufen lasse, dann wird irgendwann auch Wärme in den Speicher geschafft. Die Pumpe P1 hört aber irgendwann auf zu laufen und folglich auch P2, d.h. die manuelle Aktion ist eine Lösung die vielleicht punktuell für 30 Minuten 1 kWh Wärme in den Speicher bringt, aber dann funktioniert der Regelkreis nicht

Ursachen – die, welche ich ausgeschlossen habe
1. Sensor defekt – alle Sensoren zeigen Temperatur an
2. Pumpe P1 läuft nicht an oder nicht lang genug
3. Es gibt ein Problem mit der Steuerungslogik in der VPM 20 S
4. Der Regler VRS 620/3 wurde auf Werkseinstellungen zurückgesetzt. Alle Geräte wurden eingeschaltet und als diese eingeschaltet waren, erst dann der VRS 620 eingeschaltet. Er hat sie dann erkannt (siehe liste der Softwareversionen in den alle Geräte aufgeführt sind).

Unerklärte Beobachtungen
1. Es wird im Menu C6 des VRS 620 ein Feststoffkessel angezeigt (obwohl ich keinen habe).
2. im Menu C6 des VRS wird angezeigt, dass der Kollektorfühler <25°C misst. Es gibt keinen Feststoffkessel und keinen Sensor, deswegen ist das ja ok, nur der Begriff "Kollektorfühler" stört hier.
3. Es gibt im Menu C5 zwei Solarspeicher 1 und 2, bei beiden kann man eine Maximaltemperatur wählen. (in Wirklichkeit habe ich nur eine VPS800/2 und die hat eine max Temp von 90°C, welches ich bei beiden angegeben habe).


3. Wenn ich die VRS 620 mit dem Schalter ausschalte, dann geht die Hintergrundbeleuchtung des Displays aus, das Display bleibt sichtbar. Erst wenn ich en eBUS abziehe geht auch das Display aus. Diese „Spannungsversorgung“ durch eBUS kommt von der Therme, d.h. wen ich die Therme vom Strom nehme, geht auch das Display des VRS 620 aus. Wenn ich VPM 20S oder VPM-W vom Netz nehme hat das keinen Einfluss auf das Display des stromlosen 620/3.
3. Wenn ich beim booten Therme, VPM-S und VPM-W anschalte, 2 Minuten warte und dann erst die Steuerung VRS einschalte, dann dauert es mehrere Minuten bis der 620 den Startbildschirm anzeigt. Ziehe ich vor dem Einschalten den eBUS im VRS ab, dann bootest er viel schneller (erkennt aber nicht alle Geräte, die angeschlossen sind).
Ursachen die mir in den Sinn kommen, aber von denen ich nicht weiß, wie ich sie ausschließen kann.
• Defekt in der Steuerung des VPM 20 S
(es gibt Platinen mit ICs in zwei Pumpensteuerungen und eine Zentralplatine. Bei der Sichtprüfung ist keine Unregelmäßigkeit aufgefallen, d.h. kein geplatzter Kondensator oder schwarze Stelle auf der Platine).
• Auf der Hauptplatine der VPM-S (SN: 0020071488) ist im mit Schraubenen verschlossenen Zentraltgehäuse (mit Display) ein Potentiometer. Es könnte ja sein, dass dieser Poti die Einschaltdauer der P1 verändert… aber dafür habe ich keine Anhaltspunkte, deswegen habe ich auch nicht daran gedreht…. 😉.

Lösungsansätze: ?????? Mir fällt nichts ein….

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