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01.05.2026 14:26:13 |
Moin, ich habe die Sorge demnächst von meiner Zimmerdecke erschlagen zu werden. [img] [/img] Die Decke wurde anscheinen sehr "professionell" mit genagelten Latten im Stahlbeton befestigt und besteht aus Glaswolle und irgendwas, was wie verputzte Bambusmatte aussieht. Eine Dampfsperre ist vermutlich zwischen Glaswolle und Bambusmatte auch vorhanden. [img] [/img] [img] [/img] [img] [/img] Jetzt muss der ganze kram runter und neu gemacht werden. Angedacht hatte ich eine abgehängte Decke aus Gipskarton mit UD & CD Profilen. Da die Stahlbetondecke gut 30 cm auskragt und nur verkleidet, aber nicht isoliert ist, muss der Bereich auch vernünftig gedämmt sein. Wie kriegt man jetzt die Dampfsperre/Bremse richtig montiert & abgedichtet? [img] [/img] LG Fabian
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01.05.2026 20:47:41 |
Was ist denn auf der Betondecke? Die nächste Wohnebene (also ebenfalls warm/beheizt) oder ein Flachdach (potentiell kalt), ein Dachboden (potentiell kalt)? Eigentum oder Miete? Ist irgendetwas an diesem Deckenaufbau feucht oder schimmelig (die rostigen Nägel sprechen dafür)? Warum sackt das ab nach vermutlich recht langer Bestandszeit? Die Gefahr des Erschlagenwerdens sehe ich als real an.
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01.05.2026 22:13:38 |
Moin, darüber befindet sich das OG, das beheizt ist. Schimmel hatte ich bislang nicht im Zimmer. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass die Konstruktion Feuchtigkeit gezogen hat. Ein Luftzug ist durch die Öffnung zu spüren. Aber ich glaube nicht, dass Undichtigkeiten nach Außen sind. Wir haben die Hohlräume mit Perliten füllen lassen. Von denen war dort nichts zu sehen. Die Decke habe ich erstmal provisorisch abgestützt. Und das Haus ist Eigentum. Vom Alter her könnte die Konstruktion von 1962 sein. LG Fabian
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01.05.2026 22:49:56 |
Zitat von farei  ... darüber befindet sich das OG, das beheizt ist. Schimmel hatte ich bislang nicht im Zimmer. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass die Konstruktion Feuchtigkeit gezogen hat. Woher sollte die Feuchtigkeit kommen? Undicht nach draußen? Wasserschaden anderer Provinienz? Kältebrücke der Betondecke nach außen und doch Kondensation? Warum sind die Nägel rostig? Kann so'was durch bloßen Betonkontakt kommen? Zitat von farei  Ein Luftzug ist durch die Öffnung zu spüren. Aber ich glaube nicht, dass Undichtigkeiten nach Außen sind. Wo kommt der Luftzug dann her? Bevor du diese Betondecke wieder zudeckst, würd' ich die jetzige Verkleidung erst'mal komplett beseitigen und dann in Ruhe untersuchen, was da los ist. Zitat von farei  Wir haben die Hohlräume mit Perliten füllen lassen. Welche Hohlräume? Zitat von farei  Die Decke habe ich erstmal provisorisch abgestützt. Und das Haus ist Eigentum. Vom Alter her könnte die Konstruktion von 1962 sein. Eine innenliegende Geschossdecke ohne Kältebrücke(n) braucht keine Dampfsperre&Co. Nach Rückbau der jetzigen Dilettanten-Konstruktion würd' ich den Raum erst'mal auf mich wirken lassen und dann entscheiden, wie es weiter gehen kann. Je nach Raumnutzung und weiteren Plänen mit dem Haus käme ja sogar Aufhübschen in Richtung (Teil-)Sichtbeton oder Deckenheizung oder gar eine modifizierte Betonkernaktivierung infrage.
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02.05.2026 07:11:30 |
Die Schilf- (nicht Bambus-) Matten wurden verwendet, um sich das vollflächige Verputzen der vermutlich durchhängenden Rohbetondecke zu sparen. So wurde weniger Material gebraucht. Es gab Zeiten, da hatten auch Handwerker noch keinen Bohrhammer, also hat man genagelt. Stahl rostet über die Jahrzehnte alleine durch die Luftfeuchte. Unsere Brücken sind nicht umsonst so marode. Wenn die Nägel schräg und nicht gerade gesetzt worden wären, würde das dennoch weitere 60 Jahre oder länger halten, sind ja nur angerostet. Insoweit alles nicht unerwartet. Also; alles runter, Decke abhängen, Rigips drauf, spachteln, streichen. In der dann abgehängten Decke könnte schon Feuchtigkeit kondensieren, wenn durch die Auskragung (Wärmebrücke) die Temp der Rohbetondecke in den Übergängen zwischen Wand und Decke unter den Taupunkt (16grad) fällt - würde man am besten außen dämmen. Hast du da mal ein Foto von außen? Ob sich da von innen was machen lässt, bin ich ein Stück weit überfragt. Vielleicht erst die Abhänger der Decke in den Rohbeton, dann mit EPS/XPS/PU die Decke vollflächig abkleben, Lücken mit Bauschaum füllen und Rigips dran?
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02.05.2026 07:30:34 |
Wenn die Betondecke 30 cm nach außen auskragt, ist sie natürlich eine Kältebrücke nach innen. Bei energetischen Sanierungen werden die Betonbalkons, die einfache Verlängerungen der Geschossdecke nach außen sind abgeschnitten, um das Problem loszuwerden. Kann der Balkon nicht wegfallen, werden häufig bodenstehende Stahlbaukonstruktionen ohne wäemeleitende Vverbindung zum Haus errichtet.
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02.05.2026 08:34:43 |
Zitat von DMS20  ...Nach Rückbau der jetzigen Dilettanten-Konstruktion würd' ich den Raum erst'mal auf mich wirken lassen.....
Hallo DMS, Bin zwar kein Deckenprofi, aber.... Diletanten-Konstruktion? So hat man Jahrzehnte gebaut, wenn nicht sogar länger. Das war „ Stand der Technik“, wie es heute so schön heißt. Joe hat es ja bereits erläutert. Auch das mit dem Rost. Ist immerhin schon >60 Jahre alt, das genagelte. Da siehst auch du nicht mehr glänzend taufrisch aus 😉 Aber klar, wenn sie sich wie auf den pics erkennbar, nun selbst abhängt, ist es Zeit zu handeln, keine Frage
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02.05.2026 08:56:52 |
Wenn deine Geschosshöhe es zulässt könntest du jetzt eine schöne Deckenheizung einbauen. Gutefrage
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02.05.2026 09:59:16 |
moin, pass mit der Wolle auf, da könnte sich bei dem Alter Asbest etc. drin verstecken
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02.05.2026 10:55:25 |
Hallo Fabian. Auskragung aussen dämmen! Zumindest von unten, besser auch von oben ( wenn möglich). Und am Besten keine Glaswolle/ Steinwolle ( evtl. Durchfeuchtung/Taupunktproblematik) Dämmung der Decke: Wird sie wirklich benötigt? - Schallschutz? Gleichzeitige Nutzung / Gleiche Themperatur EG/OG? Wegen Kältebrücke Auskragung: Wenn möglich mehrere Feuchtemessungen im Randbereich der Decke innen. Grund: Der jetzige Deckenputz ist ziemlich sicher Kalkputz = sehr niedrige Schimmelgefahr. Gips (-platten) besteht aus Kalk und Schwefel = deutlich höhere Schimmelgefahr. Beste Grüße, Martin ( ehem. Maurer und Bautechniker ) @ Wp_PV_ST: Asbest wäre mir neu - aber die Fasern der alten Dämmung neigen ähnlich wie Asbest dazu sich in der Lunge festzusetzen. @ joe115: Genau, sieht nach Stand der Technik von 1962 aus. Die Dämmung ist eher schon "on top".
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02.05.2026 10:58:05 |
Zitat von Reenergy_66  ...Bin zwar kein Deckenprofi, aber.... Dilettanten-Konstruktion? So hat man Jahrzehnte gebaut, wenn nicht sogar länger. Das war „ Stand der Technik"... Ich bitte bei den damaligen Baumeistern um Entschuldigung - außer für die Kritik an den wohl senkrecht versenkten Nägeln, die bei axialer Belastung nach und nach 'rausrutschen müssen. ;-) Ob dieser wilde Materialmix aus nachwachsenden Rohstoffen ( Schilf, Holz) und möglicherweise gesundheitsschädlicher Mineralwolle u.a. tatsächlich "Stand der Technik" oder doch nur gelebte Baustellenpraxis mit gerade erhältlichen Baumaterialen war - keine Ahnung. Jetzt ist ja die Gelegenheit, es besser zu machen, weil es ohnehin 'runterfällt. Und bis dahin hoffentlich keine Schäden an Leib und Leben verursacht.
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02.05.2026 13:20:19 |
Moin, vielen Dank für die ganzen Infos. Hier mal ein Bild von der Auskrakung: [img] [/img] Die Betondecke wurde damals mit Spanplate und Kunststoffpanelen verkleidet. Mit Ubakus hatte ich mal einen U-Wert von ca. 2 ausgerechnet. Ja, eine vernünftige Dämmung der Auskragung wäre sehr sinnvoll, aber aus Zeit & Geldgründen wird dies nicht möglich sein. Da es unser Schlafzimmer ist, wäre mir wichtig keinen Schimmel rein zu bekommen. Von der Dämmung der Kellerdecke habe ich noch 12 cm Starke PIR-Platten Alukaschiert. Könnte man damit was anfangen? Oder mit Kalciumsilikatplatten die Decke verkleiden? LG Fabain
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09.05.2026 08:50:01 |
Ich habe jetzt mit ubakus weiter gespielt und bin zu folgender Konstruktion gekommen: [img] [/img] Wäre die Schichtung eurer Meinung nach ok? LG Fabian
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09.05.2026 10:01:54 |
Du hattest doch gesagt, darüber sei ein beheizter Raum, jetzt nicht mehr?
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09.05.2026 11:00:44 |
Der Raum darüber ist beheizt. Aber da die Decke nach außen auskragt, habe ich lieber mit schlechteren Bedingungen geplant.
LG Fabian
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09.05.2026 14:25:07 |
Zitat von farei  Ich habe jetzt mit ubakus weiter ... Ich sehe da ein paar Problem"ecken": Ich habe dich jetzt so verstanden, dass die Betondecke aufliegt und übersteht und diese Auskragung mit Spanplatten und Kunststoffpaneelen verkleidet ist, dies aber eher nicht im Sinne einer konsequenten, fugenfreien Dämmschicht sondern im Sinne einer optischen Abdeckung des Betons? Liegt diese Betondecke auf wie im linken oder wie im rechten Bild? Weiter Bemerkungen gehen aus dem Bild hervor. So rein "gefühlt" ist das ja schon ein Problem-Wand-und-Deckenaufbau. Hat es denn bisher in den kritschen Ecken und Winkeln Probleme mit Feuchtigkeit und/oder Schimmel gegeben? Wenn ja, wird das m.E. durch die neue Verkleidung nicht entschärft werden, zumal du mit nur -5°C AT und einer rH von nur 50% im Innenbereich kalkuliert hast und es trotzdem zu Wasserkondensation kommt mit einer Trocknungszeit von 70 Tagen und mangelhafter Trocknungsreserve.
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09.05.2026 21:10:58 |
So wie ich den Aufbau des Hauses kenne eher wie im linken Bild. Ich habe mal die vorhandenen Aufbauten zusammengefügt, um einen bessern Gesamtblick zu bekommen. [img] [/img] Die Wand ist Dreischalig. Klinker, Stein, Stein. Die Hohlschichten wurden mit Perliten ausgeblasen. Die Auskragung besteht aus Spanplatte und Kunststoffplatte und war als Wetterschutz für den Beton gedacht. Fugendicht/geschlossen ist das ganze aber nicht. An Dämmung wurde damals leider nicht gedacht. Das OG ist beheizt, der Bodenbelag besteht aus Teppich mit aufgelegtem Laminat. Schimmelprobleme hatten wir in den vergangenen 12 Jahren in keinem der Wohnräume. Der Anschluss der Decke sieht für mich "normal" aus, sprich die Decke geht bis an die Wand heran und wurde ringsum mit Acryl abgedichtet. LG Fabian
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09.05.2026 23:15:43 |
Zitat von farei  So wie ich den Aufbau des Hauses kenne eher wie im linken Bild. Ich habe mal die vorhandenen Aufbauten zusammengefügt, um einen bessern Gesamtblick zu bekommen ... Wenn es bisher keine Kondensationsprobleme gegeben hat, gibt es m.E. doch keinen Grund, warum es in Zukunft welche geben sollte. Auch scheint mir der geplante Aufbau der Zwischendecke dann doch unnötig aufwändig. Es sei denn, dass ihr die kalte Betondecke im Schlafzimmer entschärfen wollt. Die kälteste kritischste Ecke ist deinem aktuellen Bild nach auch eher der Dachschrägenansatz: dort ist die Kältebrücke durch die Betondecke am kürzesten und die Belüftung am schlechtesten. Die Betonstrecke bis zur Innenwand des Schlafzimmers beträgt ja wohl ca. 50cm.
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