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03.05.2026 22:03:59 |
Hallo zusammen, ich hätte gerne mal eine Einschätzung zu meinen Gedanken. Ich wohne in einem Reihenmittelhaus ohne Keller Baujahr 2002 (damals "Niedrigenergiehaus" genannt). Die Gas-Kombitherme ist noch die erste und heizt das Haus sowie erwärmt unser warmes Wasser. Das gute Stück hängt im Dachgeschoss, Heizkörper sind konventionell. Ich brüte nun gerade über einer Anschlussfinanzierung bzw möchte meinem Ex-Mann das halbe Haus abkaufen und überlege in die Finanzierung als Modernisierungskosten PV-Anlage und Wärmepumpe einfließen zu lassen. PV-Anlage möchte ich ziemlich sicher demnächst installieren lassen wegen Umstieg auf E-Auto. Bei der Wärempumpe bin ich aber unsicher. Unser Gasverbrauch inklusive Warmwasser liegt bei 2 Personen und 115qm Wohnfläche nur bei max 8000kwh pro Jahr. Ich komme da in der Regel mit €1000,- für Gas im Jahr aus. Wenn ich mir jetzt eine Wärmepumpe anschaffen sollte, werde ich auch noch einen Warmwasserspeicher anschaffen müssen - aktuell haben wir keinen. Ich habe mir noch kein konkretes Angebot unterbreiten lassen, rechne aber schon mit gut €30Tsd, die da zusammenkommen würden. Dafür kann ich sehr viel Gas kaufen, auch wenn es keine Preissprünge machen würde. Ich überlege deshalb gerade, mein Gewissen über Bord zu werfen und noch einmal eine neue Gastherme zu kaufen und die Wärmepumpenanschaffung auf in 10-15 Jahren zu verschieben, bin aber irgendwie total unsicher. Kann man meine Gedanken nachvollziehen oder habe ich vielleicht etwas grundlegendes nicht bedacht? Ach so, ich mußte wegen der Finanzierung einen Energieausweis erstellen lassen. Da bin ich mit "B" einklassifiziert worden. Vielleicht hilft das ja noch bei der Bewertung. Vielen Dank für Euer Feedback im Voraus Sabine
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03.05.2026 22:32:59 |
warum will / muss man was funktionierendes ersetzen?
Auch bei einer neuen Heizung ist die Gewährleistung nach 2-3 Jahren rum
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03.05.2026 22:35:40 |
Nun ja, um es besser für Dich abzuschätzen, lasse Dir doch auch mal ein Angebot für den Tausch der Gasheizung machen. Für die Wärmepumpe gibt es bis zu 55% Förderung bei einer WP mit R290. Bei mir war vor zwei Jahren eine ähnliche Situation. Der Tausch der alten Gasheizung lag fast bei der gleichen Summe, wie die Installation der WP Abzüglich der Förderung, weil der Warmwasserspeicher sowie das Angassystem auch hätte erneuert werden müssen. Da habe ich nicht mehr lange überlegt. Natürlich ist es eine Investition. Bei einem Reihenmittelhaus wird eine Installation der WP schon etwas eine Herausforderung, von den Abständen außen und auch wenn die alte Gastherme oben im OG oder sonst wo installiert ist. Aber auch da gibt es gute Lösungen. Es braucht dann mehr gute Planung und Übersicht. PV ist da aktuell etwas schwieriger einzuschätzen. Kommt auf die belegbare Fläche vom Dach an. Was bei einem Reihenmittelhaus möglicherweise nicht sehr hoch ausfallen kann. Wenn die Bedingungen wirklich so kommen sollte, dass es keine direkte zugesicherte Einspeisevergütung mehr sollte, wird es für private Personen mit der Rentabilität schon schwierig. Ein kleines System mit Speicher wird bezogen auf die kWp verhältnismäßig teuer, wenn man sich dann auch noch selbst um die Vermarktung der Einspeisung kümmern muss. Auch jetzt schon kann der Netzbetreiber eine Drosselung der Einspeisung vorschreiben, bzw. soweit ich weiß, die Einspeisevergütung reduzieren, wenn ein Überangebot an Strom im Netz ist. Aktuell finde ich im PV Bereich mehr Verunsicherung.
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03.05.2026 22:40:52 |
Soweit mir bekannt, gibt es die Förderung auf 50% und mehr auf bis zu 30.000 EUR für eine WP immer noch. Wenn Du Angebote für eine neue Gasheizung und WP vorliegen hast, kannst du ausrechnen, nach welcher Zeit die Verbrauchseinsparung (wird so um 450...500EUR liegen) und die entfallenden regelmäßigen Thermenwartungen und Schornsteinfegerkosten die nach Abzug der Förderung verbleibenden Mehrkosten eingespielt haben. "Meine" WP hat mit neuem WW-Speicher usw. etwa 33.000 EUR gekostet, allerdings in der Leistungsklasse für den doppelten Verbrauch wie bei Dir.
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03.05.2026 22:42:54 |
Zitat von Froschfrau  Unser Gasverbrauch inklusive Warmwasser liegt bei 2 Personen und 115qm Wohnfläche nur bei max 8000kwh pro Jahr. Ich komme da in der Regel mit €1000,- für Gas im Jahr aus.
Mit 1000,-€ pro Jahr komme ich nicht hin, 1400,- € für den Strom der Wärmepumpe brauche ich schon. Ich heize damit aber auch 240 qm Altbau und wir sind 3 Personen die Warmwasser verbrauchen.... Mit ~8 ct/kWh hast du noch einen richtig günstigen Gastarif, für gewöhnlich bekommt man ja nichts mehr unter 9 ct/kWh.... Grundgebühr, Schornsteinfeger und ggf Wartung kommt bei dir auch noch dazu, bei mir ist die Grundgebühr schon drin. Kosten für den Schornsteinfeger entfallen bei mir komplett. Das Heizen mit Gas ist jetzt schon teuer und es wird in Zukunft noch teurer werden, egal woher wir es dann bekommen. Die Zukunft wird elektrisch, da macht eine Wärmepumpe sehr viel mehr Sinn, vor allem wenn du deinen Strom zum Teil mit einer PV-ANLAGE selbst erzeugen willst. Bzgl der PV Anlage empfehle ich dir dich im PV Forum anzumelden und dich auch dort beraten zu lassen.
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03.05.2026 23:07:02 |
Zitat von Froschfrau  Wenn ich mir jetzt eine Wärmepumpe anschaffen sollte, werde ich auch noch einen Warmwasserspeicher anschaffen müssen - aktuell haben wir keinen. [...]
Klingt "gefährlich". Du kannst nicht einfach einen Durchlauferhitzer durch einen zentralen Speicher ersetzen. Oder verstehe ich das hier falsch ?
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03.05.2026 23:09:06 |
Hey, wir wohnen auch in einem RMH und haben vor einem Jahr eine WP einbauen lassen. Genau wie bei dir stand unsere Gastherme in einem kleinen Raum (ca 2m²) im DG. Wir haben uns für eine Daikin mit Hygienespeicher erzählt. Leider nur die 300l Variante, die größere hat nicht reingepasst. Was ich sagen will: Es gibt WP Systeme die klein und kompakt sind (Außen + Inneneinheit) Bereut haben wir es nicht. PV/Akku + Splitklima im Dachgeschoss war vorher schon verbaut, WP kam jetzt neu hinzu. Dank eines hohen Eigenverbrauchs (und einer ganz ordentlich laufenden WP) sparen wir ca 2000-2500€ pro Jahr. (wir haben allerdings noch die etwas höhere Einspeisevergütung von ca 9cent/kWh). Schornsteinfeger haben wir auch abbestellt und Gasanschluss wurde kostenlos von unserem Netzanbieter zurückgebaut Unsere 20 Jahre alte Gasheizung hat angefangen regelmäßig Reparaturkosten auszulösen. Wenn deine Heizung noch läuft spricht nichts dagegeben, die erstmal noch weiterlaufen zu lassen. Ich vermute du hast hier noch Optimierungspotential. Du könntest z.B. die VLT senken und deine Heizkurve optimieren. Das spart auch Gas. Ich persönlich finde Gas viel besser als Öl oder Pellets. Vorallem letztes ist eine Seuche, damit wird die ganze Nachbarschaft eingeräuchert. Parallel schadet es IMHO nicht mal anzufragen was eine WP kostet, ggf die Förderung schonmal beantragen, wer weiß wie lange es die noch gibt. Ist die Förderung erstmal bewilligt hast du glaube ich 3 Jahre Zeit das Projekt tatsächlich umzusetzen.
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04.05.2026 00:29:19 |
Zitat von PeterAlles  Zitat von Froschfrau  [...] Klingt "gefährlich". Du kannst nicht einfach einen Durchlauferhitzer durch einen zentralen Speicher ersetzen. Oder verstehe ich das hier falsch ? Ich vermute, dass die Gasheizung einen kleinen WW-Schichtlader für WW hat und dann bei Entnahme entsprechen hochfährt. Der Heizbetrieb ist dann für die Zeit natürlich inaktiv. VG Thomas
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04.05.2026 10:41:41 |
Zitat von JuliusCaesar  Dank eines hohen Eigenverbrauchs (und einer ganz ordentlich laufenden WP) sparen wir ca 2000-2500€ pro Jahr.[...] Was waren bzw. sind denn eure Verbräuche? Ist das ein sehr altes Reihenhaus?
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04.05.2026 11:58:59 |
Ich habe das gleiche Problem – ungefähr 7500 kWh Gasverbrauch bei rund 130 qm Wohnfläche. Das wird bestenfalls ein Nullsummenspiel, dazu muss aber bereits die Hydraulik und Art der Heizflächen ideal zur WP passen. Hier im Forum gibt es genügend Threads zur Lebensdauer einer WP, zu realistischen Verbrauchszenarien: https://www.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/index.php?button=home und auch zu den Einbaukosten. Es gibt natürlich auch eine untere Energiebedarfsgrenze, ab der eine wasserbasierende Heizenergieverteilung nicht mehr der Weisheit letzter Schluss ist. Und mit einem Energiebedarf der Klasse B bist Du von dieser Grenze nicht weit entfernt. Darüber spricht hier in diesem doch von SHK-Betriebsinhabern dominierten Forum aber kaum jemand. Es ist tatsächlich so, dass Heizenergieverschwender im Verhältnis von einer WP mehr profitieren als Umweltschoner.
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04.05.2026 12:31:57 |
Der Wechsel zu einer WP ist auch mit Förderung teurer als eine neue Gasheizung und die Mehrkosten holt man auch nach ein paar Jahren nicht unbedingt wieder rein. Irgendwann wird auch die WP noch einmal ausgetauscht werden müssen. Das kostet dann aber etwa so viel wie der Tausch einer Gasheizung. Auf lange Sicht ist der Wechsel sinnvoll, zumal in einem gut gedämmten Bestandsbau mit PV. Gas wird nicht für alle Zeiten billig bleiben und da war ja auch noch was mit Klima und Unabhängigkeit von ausländischen Lieferanten.
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04.05.2026 13:42:41 |
Zitat von KR0815  warum will / muss man was funktionierendes ersetzen?
Auch bei einer neuen Heizung ist die Gewährleistung nach 2-3 Jahren rum Du gehörst dann auch zu denjenigen welche im Winter den ADAC rufen müssen, weil die gute 24 Jahre alte Bleibatterie den Karren gestern ja gerade noch irgendwie hochgekurbelt hat oder? Was ist falsch sich rechtzeitig darüber Gedanken zu machen eine 24 Jahre!! alte Gastherme mal planerisch zu ersetzen? Das nennt sich strategische Planung und man darf etwas altes auch mal ersetzen bevor es havariert und man doof dasteht, immense Kosten hat und unter Druck trifft man nie die besten Entscheidungen und ist leichtes Opfer für überteuerten Ersatz. Außerdem ist eine Gewährlistung nach BGB immer max. 2 Jahre und keine Tag länger, danach kommt die Garantie und die kann lange sein.
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04.05.2026 14:01:00 |
Zitat von Froschfrau  ich hätte gerne mal eine Einschätzung zu meinen Gedanken. Ich wohne in einem Reihenmittelhaus ohne Keller Baujahr 2002 (damals "Niedrigenergiehaus" genannt). Die Gas-Kombitherme ist noch die erste und heizt das Haus sowie erwärmt unser warmes Wasser. Das gute Stück hängt im Dachgeschoss, Heizkörper sind konventionell. Wenn die Kombitherme noch die erste ist, wird sie nächstes Jahr 25. Danach ist mit verstärkten Ausfällen zu rechnen. Nachteil einer klassischen WP wäre der neue Aufstellort innen ohne Kellerraum, aber mit Zugang zu einem Außengerät. Was du machen kannst: Gastherme durch eine BWWP im DG ersetzen, die 1:1 die WW-Leistungen übernimmt. Die restlichen Räume durch Klimageräte beheizen (LLWP), die keine Änderung an der bestehenden Rohrleitungshydraulik erfordern. Da gibt es auch Kombigeräte, wo sich mehrere benachbarte Innengeräte ein Außengerät teilen. Dann könntest du mit einem AG vor dem Haus und einem hinterm Haus auskommen. Zudem sind Klimakisten wesentlich billiger, weil die am bösen Heizungsgesetz vorbei verkauft werden. Förderung gibts aber trotzdem genauso.
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04.05.2026 14:05:52 |
Zitat von Froschfrau  Hallo zusammen,
Bei der Wärempumpe bin ich aber unsicher. Unser Gasverbrauch inklusive Warmwasser liegt bei 2 Personen und 115qm Wohnfläche nur bei max 8000kwh pro Jahr. Ich komme da in der Regel mit €1000,- für Gas im Jahr aus.k[...] Na da ist viel Luft im System und ich würde anders an die Sache gehen. Gasheizung tauschen ---Nein--- WP --- Ja aber nur eine Splittklimaanlage mit 3 oder 4 Innengeräten, das ist strategisch. Einbau geht in 1-2 Tagen. Und du wirst sie benötigen. Bei der PV achte auf Panels mit hohem Wirkungsgrad. Wenn deine PV- was erzeugt dann, gibt sie auch Wärme ab. Rechne mit mind. 10-15% der Peakleistung im Sommer. Der Speicher kommt vermutlich auf die Dachetage zum Technikgedönz. Und im Sommer willst du nicht schwitzen --- oder?? Von deinen 8000kwh sind geschätzt 3000kwh Warmwasser. Damit bleiben gerade mal 5000kwh zum Heizen. Die Splitt liefert Wärme, wenn Strom vorhanden ist. Sollte die Gasheizung benötigt werden kannste du einschalten. Kein Technikhack, zwei Systeme paraell. Warmwasser machen darf der Gaser, später wenn du zufrienden mit der Lösung bis, kannst du einen Durchlauferhitzer an die Stelle des Gasers einbauen. Das spart sicherlich 15000€ Kosten. EIn dickes Kabel muß zum Gaser hingehen. Die Verteilung muss das auch hergeben! Durchlauferhitzer + PV + Wallbox beantragen My five cent
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04.05.2026 18:47:26 |
Also ein geringer Verbrauch ist noch lange keine Garant dafür das man auf eine Wasserheizung verzichten sollte. Klar spart es viel Geld. Aber sinnvoll ist es eben nur wenn die Vorlauftemperatur mit den vorhandenen Heizkörper jetzt schon deutlich bei unter 35 Grad liegt. Der Grund ist relativ einfach. Wenn hier mehr als 35 Grad benötigt wird, benötigt man die höheren Temperaturen auch bei der LLWP. Und durch die geringere Anzahl an Innengeräten anstelle der Heizkörper muss man schon ne ganze Menge warme Luft Umwälzen. Da Luft ein ziemlich schlechter Wärmeträger ist kann es im Winter nervend sein wenn die Dinger permanent laufen. Ja klar das geht. Aber es ist nicht geräuschlos und man spürt es. Deshalb sind solche Varianten wirklich nur für die Gebäude zu empfehlen die sehr gut gedämmt sind. Und die im Idealfall auch bereits eine KWL haben die zusätzlich für eine Umverteilung der Luft sorgen. Ich bin da kein Freund von. Ich kennen solche Gebäude und für mich wäre es nichts. Aber wer das akzeptiert und bereits ist das für eine erhebliche Kosteneinsparung (sowohl in der Anschaffung wie auch im Betrieb) in Kauf zu nehmen soll es gerne machen. Komfortabel ist e in einem "Nicht" Passivhaus eher nicht.
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04.05.2026 20:25:54 |
Zitat von Loxodan  Zitat von KR0815  [...] Du gehörst dann auch zu denjenigen welche im Winter den ADAC rufen müssen, weil die gute 24 Jahre alte Bleibatterie den Karren gestern ja gerade noch irgendwie hochgekurbelt hat oder? Was ist falsch sich rechtzeitig darüber Gedanken zu machen eine 24 Jahre!! alte[...] ganz sicher muss ICH da keinen ADAC rufen - DU evtl. ja Zu Deiner Beruhigung, wir haben tatsächlich sogar ein Auto im Fuhrpark das bald 30 Jahre alt ist Was daran falsch ist eine 25 Jahre alte Heizung zu tauschen? Nichts außer der Stammtischgedanke das man dann wieder 20 Jahre Ruhe hat - das kann bei heutigen Heizungen ganz anders sein, und richtig teuer werden Ich "betreue" so eine alte Anlage mit - die Probleme sind schnell gefunden - der Austausch einfach Schau doch selber - gerade bei WP - da braucht dann der Dorfinstallateur sofort den Werkskundendienst weil er selber schon überfordert ist Und wer bezahlt das am Ende? Gibt doch gerade in diesem Forum genügend Threads dazu
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04.05.2026 21:05:22 |
Ich stand 2025 vor der gleichen Entscheidung. Gasverbrauch ca. 8000 kWh/a, 80 m² Wohnfläche. Allerdings war meine Heizung 38 Jahre alt und hatte im Winter erste Probleme gemacht. Ich bin auf WP umgestiegen, habe eine PV mit Speicher montieren lassen und dann auch noch ein E-Auto angeschafft. Vor einigen Wochen hatte ich mal die Einsparung der WP überschlagen, sie lag bei ca. 30 %. In den nächsten Tagen will ich mal genauer nachrechnen, nachdem die Heizphase ja nun vorbei ist. Wenn meine Heizung keine Probleme gemacht hätte, dann hätte ich noch erstmal mit dem Austausch gewartet. Die Einsparung ist bei niedrigen Gasverbräuchen nicht so hoch, als dass das ein ernstes Kriterium ist. Und es gibt eine Unsicherheit wegen der Lebensdauer und Zuverlässigkeit. 38 Jahre Lebensdauer wird die WP wohl nicht haben. Meine Gasheizung hatte die letzten 15 Jahre keine Wartung mehr gehabt (hat nur den Schornsteinfeger gesehen) und lief trotzdem störungsfrei. Ausserdem gehe ich davon aus, dass die Effizienz der WP noch besser wird. Auch die Steuerungen dürften noch intelligenter werden. Vielleicht gibt es noch ganz andere Systeme.
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04.05.2026 21:29:01 |
der Verbrauch ist wie schon mehrfach von anderen genannt eher Recht niedrig, da würd ich beim jetzigen system bleiben, in der Hoffnung, dass es in Zukunft doch noch etwas kleinere Geräte im Markt geben wird, da hier der Spagat zwischen Mehrleistung für WW und kleiner Heizleistung von der Gaskiste besser erledigt wird, als von einer kleinen LWP, die für das WW ganz schön ackern wird über die Jahre und für die Heizung vielleicht nicht kpl. runtermodulieren kann. Bei den Preisen wird, wenn der Markt in die Sättigung geht, oder die Leute mit Geld alle eine von den teuren haben, noch einiges nach unten drin sein. Kein Land beschenkt die SHK Branche so, wie die Förderung in Deutschland. Alle anderen Nachbarländer müssen mit marktgerechten Preisen ihr Geld verdienen. Der Knick mit den SHK Pleiten kommt 2030, oder wenn wir uns diese Förderkonstruktion nicht mehr leisten können vlt auch früher...
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04.05.2026 21:49:14 |
Zitat von Effizient  Kein Land beschenkt die SHK Branche so, wie die Förderung in Deutschland. Und die Leute denken sie haben für eine 40k Anlage vom Staat 20k Zuschuss bekommen - Schnäppchen Aber eigentlich ist die Anlage nur 15k wert
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05.05.2026 09:33:55 |
Ich sehe keine SHK Pleitewelle... Das SHK Gewerbe lebt ja nicht nur von Wärmepumpen... In dem Fall hier würde ich einfach wieder eine Gasheizung einbauen. Den Strom für die WP musst ja auch kaufen, das bleibt sich bei den Verbräuchen ziemlich gleich. So ne Gasknallbüchse ist wahrscheinlich für 8.000-9.000€ zu ersetzen, da lohnt sich keine aufwändige Wärmepumpe ... Und die wird aufwändig, wenn die bisherige Heizung unter Dach steht...
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05.05.2026 13:50:28 |
Zitat von Mark1234  Ich sehe keine SHK Pleitewelle... Das SHK Gewerbe lebt ja nicht nur von Wärmepumpen... In dem Fall hier würde ich einfach wieder eine Gasheizung einbauen. Den Strom für die WP musst ja auch kaufen, das bleibt sich bei den Verbräuchen ziemlich gleich. So ne[...] Kann man doch so pauschal nicht sagen! Ich habe für die Installation der WP nach Abzüge der Förderung 10.600€ bezahlt. Ich wäre doof gewesen, ich hätte wieder eine Gastherme einbauen lassen, die mit 24 Jahren ziemlich am Ende war, genauso wie das Abgassystem und der WW-Speicher. Für mich war das ein Nullsummen Ersatz! Ich habe so ca. 10.500kWh inklusive WW und nach meiner bereits 2.ten Abrechnungen ca. 660€ Energiekosten eingespart, inklusive Netzentgeltreduzierung für Modul 1 . Also mehr als die Hälfe. Beziehe ich die PV-Anlage, ohne Speicher, mit ein, waren meine gesamten Energiekosten, also Haushaltsstrom und Wärme inklusive WW im Jahr 165€. Ich habe damit aktuell ca. 2250€ weniger Energiekosten, als im Vergleich zu fossiler Heizung ohne PV. Selbst nach den aktuelle Energiepreisen ist die PV-Anlage schon in 4,5 Jahren im ROI. PV läuft schon seit 2,5 Jahren. Man muss für sich persönlich die Situation genau betrachten. Anscheinend hat sich Froschfrau bereits im Überangebot der Antworten zurückgezogen.
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05.05.2026 14:58:14 |
Zitat von RayKrebs  Zitat von Mark1234  [...] Beziehe ich die PV-Anlage, ohne Speicher, mit ein, waren meine gesamten Energiekosten, also Haushaltsstrom und Wärme inklusive WW im Jahr 165€. [...] Das ist ja überragend. Ihr habt also nur 825 kWh aus dem Netz bezogen? Ich dachte Solar liefert im Winter zu wenig?
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05.05.2026 16:06:47 |
Also ich verkaufe auch Strom, auch wenn nur 8,2ct aber bei fast 9000kWh Einspeisevergütung, kommt da auch was zusammen.
Das Dach immer *sinnvoll* mit Modulen belegen. Insgesamt, inklusive Haushaltsstrom, liegt der Eigenverbrauchsanteil bei ca. 42%.
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05.05.2026 19:34:32 |
Zitat von temperaturabfall  Zitat von RayKrebs  [...] Das ist ja überragend. Ihr habt also nur 825 kWh aus dem Netz bezogen? Ich dachte Solar liefert im Winter zu wenig? Du musst die PV nur groß genug machen, dann schaffst du es auch im Winter damit deinen Haushaltsstrom rein zu bekommen, deine Wärmepumpe und dein Elektroauto zu betreiben.
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05.05.2026 19:58:08 |
Wenn man jetzt noch die Anlage im Bestand im Rahmen der Möglichkeiten optimiert, geht’s mit dem Verbrauch nochmals runter… Therme tauschen ist doch kein Kostenfaktor. Ich sehe hier keinen Grund, irgendwas zu ändern.
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