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Datenschutzhinweise

Thermischer Abgleich durch Homematic IP Thermostatköpfe möglich?
Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 08.05.2026 10:51:35
0
3953497
Hallo,

meine Frage richtet sich an alle, die sich mit dem thermischen Abgleich und gleichzeitig mit der Funktionsweise von Homematic IP Thermostatköpfen auskennen.

Ich habe seit einigen Wochen eine Lambda EU10L in einem Altbau aus 1993 und beschäftige mich jetzt mit der Optimierung der Hydraulik und der Einstellungen, soweit das jahreszeitbedingt noch möglich ist (daß man momentan schlecht einen thermischen Abgleich durchführen kann, ist mir bewußt).

Die WP ist rücklaufgeregelt. Ich habe zur Zeit eine Spreizung von 3,5 K an der WP eingestellt, was hervorragend funktioniert, die WP taktet auf Grund der Einstellungen bis zur Heizgrenze von z. Zt. 17 °C praktisch nicht.

Ich habe nur einen Heizkreis mit 22 Heizkörpern, der als Direktkreis mit ÜSV angebunden ist, also mit nur einer Pumpe im System, die von der WP rücklaufgesteuert geregelt wird.

Der Heizkreis verkraftet den maximalen Volumenstrom der Ladepumpe von rund 2,5 m³/h fast geräuschlos und ohne daß das ÜSV ansprechen muß. Ich habe die wichtigsten Heizkörper mit Lüftern ausgestattet, um die Vorlauftemperaturen so weit wie möglich senken zu können (bei 0 °C AT zur Zeit z. B. 34 °C Vorlauf).


Nun zu meiner Frage:

Es sind zwar an allen Heizkörpern voreinstellbare Ventile verbaut, aber ich habe auch an allen Heizkörpern Homematic IP Thermostatköpfe, die ich über Home Assistant überwachen und steuern kann. Ich kann z. B. auch alle Ventile gleichzeitig zu 100 % öffnen und den Ventilöffnungsgrad jedes Thermostatventils überwachen.

Momentan beträgt der durchschnittliche Ventilöffnungsgrad bei ca. 16 °C Außentemperatur noch über 80 %, weil meine Heizkurve sehr niedrig eingestellt ist. Die überwiegende Zahl der Ventile ist zu 100 % geöffnet. Im Wohnzimmer erreiche ich 24 °C.

Ich würde nun gerne wissen, ob ich mir den Aufwand eines manuellen thermischen Abgleichs bei 22 Heizkörpern in der nächsten Heizperiode sparen kann, indem ich einfach die Eckventile auf Spülstellung oder die größe Voreinstellung einstelle und die Thermostatköpfe den Rest erledigen lasse, was vermutlich viel genauer und auch dynamisch funktionieren sollte. Ich kann die Temperaturfühler an den Thermostatköpfen so kalibrieren, daß die tatsächlichen Raumtemperaturen berücksichtigt weden oder bei ungünstiger Platzierung auch externe Fühler benutzen.

Allenfalls könnte ich prüfen, ob es z. B. bei sehr kleinvolumigen Heizkörpern in Gäste-WCs o. Ä. thermische Kurzschlüsse gibt, die zu einer unerwünschten Rücklauferhöhung führen, und diese Heizkörper noch am Eckventil manuell eindrosseln. Allerdings könnte ich auch bei jedem Thermostatkopf einen maximalen Öffnungsgrad fest einstellen, also wie eine manuelle Drosselung am Eckventil, sodaß ich selbst das nicht über das Eckventil regeln müßte.


Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße

Meaparvitas

Verfasser:
bstone
Zeit: 08.05.2026 11:05:28
1
3953504
Nein, ein korrekter thermischer u.hydraulischer Abgleich arbeitet ohne Ventileingriffe um das entstehen von Überheizen und Totwasser zuverhindern.
Die "intilligente" Ventilsteuerung ist eine Krücke die in Grenzen den klassischen Ventileinsatz verbessern kann.

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 08.05.2026 11:18:31
0
3953510
Ich will Dir nicht widersprechen, aber kannst Du mir den Unterschied erklären?

Es geht doch darum, z. B. einen Heizkörper einzudrosseln, wenn der volle Durchfluß zu einer zu hohen Raumtemperatur und/oder einem Kurzschluß führt.

Wo ist der Unterschied, ob ich den Durchfluß durch eine feste Einstellung am Eckventil begrenze oder ob der Durchfluß durch den Thermostatkopf begrenzt wird?

Man kann diese Ventiltechnik von Homematic nicht mit klassischen analogen Thermostatköpfen gleichsetzen, hier kann ich ja z. B. sogar eine feste Maximalöffnung unabhängig von der Raumtemperatur einstellen, dann dürfte doch gar kein Unterschied mehr bestehen, ob ich das jetzt am Eckventil oder am Thermostatkopf einstelle, oder?

Verfasser:
BusDriver
Zeit: 09.05.2026 11:12:27
0
3953673
Zitat von Meaparvitas Beitrag anzeigen
Ich will Dir nicht widersprechen, aber kannst Du mir den Unterschied erklären?

Es geht doch darum, z. B. einen Heizkörper einzudrosseln, wenn der volle Durchfluß zu einer zu hohen Raumtemperatur und/oder einem Kurzschluß führt.

Wo ist der Unterschied, ob ich den Durchfluß[...]


Das Thermostat (das was man drehen kann kann mit der Skala * - 5) ist Temperatur gesteuert. Es öffnet und schließt je nach Raumtemperatur.
Das Heizkörper-Ventil, wo das Thermostat raufgeschraubt wird, wird einmal eingestellt beim hydraulischen bzw. thermischem Abgleich.

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 09.05.2026 11:18:29
0
3953676
Ich weiß, was ein Thermostat ist, aber warum sollte ein thermischer Abgleich nicht damit möglich sein?

Es geht wie gesagt um Homematic Thermostate und nicht um analoge Thermostatköpfe.

Es wird nicht nur Fremdwärme weggeregelt, sondern der Heizkörper wird auch stufenlos gedrosselt, wenn er mehr Wärme abgibt, als der Raum bekommen soll.

Das ist doch der Sinn des thermischen Abgleichs, oder? Und eine feste Drosselung kann man ggfs. noch zusätzlich einstellen.

Verfasser:
Thunderbird1987
Zeit: 09.05.2026 11:33:48
0
3953681
Zumindest die Heizkörper die einen hydraulischen Kurzschluss erzeugen müssen gedrosselt werden um eine unnötige Rücklauftemperaturerhöhung zu vermeiden.

Ansonsten sehe ich das auch nicht so dramatisch.
Wenn deine Heizkurve so flach ist das alle Thermostate sowieso quasi 100% Öffnungsgrad haben ist auch alles fein.

Ich habe baulich bedingt auch den Bedarf das nicht alle Ebenen im Haus den gleichen Wärmebedarf haben.

Verfasser:
KR0815
Zeit: 09.05.2026 11:50:04
0
3953689
Ich habe hier auch Thermostate von Homematic, teils noch alte FHT

Ich beobachte und logge die Ventilöffnungen

SO habe ich gesehen das ein HZK ständig am Linit, also 100% war - dieser wurde gegen einen 33er getauscht

Gerade bei vielen verbauten HZK - ich sehe bei mir, das gleicht sich aus

Ich habe mal mit der Wärmebildkamera die Rückläufe der HZK angeschaut - keine übermäßigen Kurzschlüsse

wenn ich da jetzt ewig mit Abgleich usw rummachen würde - ich bezweifle das ich den VL auch nur 1K weiter runter bekäme

Wir müssen auch ab und an die VL-Temperatur absichtlich erhähen um normalerweise nicht genutzt Räume rel. schnell zu beheizen - hierfür brauche ich die Thermostate in den einzelnen Räumen

Verfasser:
Hildener
Zeit: 09.05.2026 12:53:19
0
3953702
Du hast doch alles was erforderlich ist und die Überlegungen zur Vermeidung hydraulischer Kurzschlüsse sind richtig. Ich würde aber erst einmal die Homematic machen lassen. Vielleicht schafft sie das ohne manuelle Eingriffe.
Gerade in Verbindung mit einer Lambda kann Homematic IP zusätzliche interessante Perspektiven haben.
In dem verlinkten Video erklärt Florian ab ca. 14:50 die Schnittstelle der Lambda-Steuerung zu Homatic IP und z.B. die Anpassung der Heizkurve an die Rückmeldung aus der Homematic-Steuerung.
Lambda & Homematic IP

Ich bin bei Werbeversprechen wie denen im Homematic Webauftritt normalerweise sehr skeptisch, aber, wenn der Algorithmus ausreichend intelligent programmiert ist, kann ich mir vorstellen das die PID-Regelung über die Thermostatventile funktionieren kann.

Wie das Ganze funktioniert wenn man mehrere Heizkörper in einem Raum hat, muss ich mir aber noch einmal genauer ansehen. Vielleicht muss man da einen Führungs-HK definieren und kleine HK mit einem thermischen Abgleich drosseln.
Ich habe bei mir z.B. 6 Heizkörper mit sehr unterschiedlichen Heizleistungen im Hauptraum des Hauses. Zusätzlich plane ich im Flur einen leistungsstarken Gebläsekonvektor der im EG den Flur und über die offene Galerie und offene Türen, auch einen Teil der Heizleistung im OG leisten soll. (damit ich im OG nicht so viele HK erneuern muss)
Das wird sicher eine spannende Aufgabe die mit einer intelligenten Steuerung hoffentlich leichter wird als rein manuell.

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 09.05.2026 13:02:47
0
3953703
Ich bin auch auf die Kooperation von Lambda mit Homematic gespannt.

Bevor Du teure Gebläsekonvektoren kaufst, versuch es vielleicht mal mit Nachrüstung von Lüftern im Eigenbau. Ich muß bei mir so wahrscheinlich keinen HK tauschen und bin mit dem VL ordentlich runter gekommen. Die HK sind gefühlt kalt, und ich bekomme im Wohnzimmer trotzdem 24 °C.

Über Home Assistant o. Ä. könnte man für mehrere HK ggfs. einen Mittelwertsensor oder einen individuellen Template-Sensor erstellen.

Ich tendiere auch dazu, es einfach mal mit den Thermostatköpfen zu versuchen.

Über diese kann ich sogar eine zusätzliche feste Drosselung durch Begrenzung des Ventilöffnungsgrads vornehmen, wenn es sonst Kurzschlüsse gibt.

Wenn ich an der WP sowieso nur eine Spreizung von 3,5 K fahre, ab welcher Spreizung am einzelnen HK spricht man dann von einem Kurzschluß, der eine feste Drosselung erfordert?

Verfasser:
DMS20
Zeit: 09.05.2026 13:21:24
1
3953705
Zitat von Meaparvitas Beitrag anzeigen
... meine Frage richtet sich an alle, die sich mit dem thermischen Abgleich und gleichzeitig mit der Funktionsweise von Homematic IP Thermostatköpfen auskennen.

Ich habe seit einigen Wochen eine Lambda EU10L in einem Altbau aus 1993 und beschäftige mich jetzt mit der[...]
Deine Anlage und dein Vorgehen ist m.E. eine der interessantesten Themen hier im Forum. Zumal es nicht so sehr viele Anwender gibt, die überhaupt mit einer derartigen Akribie sich um ihre Heizanlage kümmern oder gar Homematic-IP-Thermostatköpfe in dieser Art verwenden.

Ich habe dich jetzt so verstanden, dass du nicht auf den thermischen Abgleich verzichten willst, sondern ihn (zumindest teilweise) auf die Homematic-Köpfe verlagern möchtest - richtig?

Anders als "normale" Thermostatköpfe, die Umgebungstemperatur-abhängig die Ventilöffnung mehr oder weniger öffnen bzw. schließen, kannst du offenbar ziemlich exakt bestimmte Ventilstellungen ansteuern und begrenzen und vermutlich auch Zeitkonstanten dabei beeinflussen.
Damit ergeben sich in der Tat ganz neue Möglichkeiten.

Nun kommt es m.E. sehr auf die konkreten Bedingungen an:
Ist dein Rohrnetz so ausgelegt, dass selbst bei voll geöffnetem Ventil es nicht zu einem hydraulischen Kurzschluss (Spreizung geht gegen Null) an den entsprechenden Heizkörpern kommt, halte ich deine Strategie, den thermischen Abgleich nur über die Homematic-Thermostatköpfe zu versuchen, für erfolgversprechend.
Andernfalls würdest du einen nennenswerten Anteil des Gesamthubs des Ventiltellers schon für die Verhinderung eines unnütz hohen Volumenstroms "verbrauchen" und den sinnvoll nutzbaren Regelhub entsprechend vermindern.
Zumindest die sich so verhaltenden Heizkörper würde ich vordrosseln bis zu dem Punkt, wo sich eine "Basisspreizung" einstellt.

Verfasser:
Loxodan
Zeit: 09.05.2026 13:39:18
0
3953707
Zitat von Meaparvitas Beitrag anzeigen
Hallo,

meine Frage richtet sich an alle, die sich mit dem thermischen Abgleich und gleichzeitig mit der Funktionsweise von Homematic IP Thermostatköpfen auskennen.

Ich habe seit einigen Wochen eine Lambda EU10L in einem Altbau aus 1993 und beschäftige mich jetzt mit der[...]


Du hast das regelungstechnisch absolut richtig geblickt, aus diesem hydraulischen Abgleich wird gerne eine Pseudo Wissenschaft gemacht. Wenn du an allen HK die HM IP hast und an den Soll Werten nicht ständig drehst, dann stellt sich genau der eingeschwungene Zustand ein den du auch mit den Durchflussreglern am Ende machst, was interessiert den Volumenstrom ob der Primärsteller den Kegel drückt oder eine Voreinstellung den begrenzt. Ich habe selber auch die HM IP Thermostate (teils auch noch Funk) und die regeln gut, also nicht stupide auf und zu sondern feinfühlig. Einzig wenn du einzelnen HK mal komplett runterdrehst und dann wieder SOLL einstellst, wird der natürlich gemäß PID 100% aufmachen und mehr Durchfluss kurzzeitig haben als wenn du diesen fest mechanisch begrenzt hättest. Wie KR0815 auch beschrieben hat, kannst gut erkennen wenn ein HK wirklich unterdimensioniert ist wenn er immer voll an den 100% klebt.

Eine Spreizung von 3,5K bei HK finde ich spannend, da gab es bei mir Regelgulasch. Ich habe am Ende mit 8K den Sweet Spot gefunden.

Verfasser:
bstone
Zeit: 09.05.2026 13:56:57
0
3953713
Zitat von Meaparvitas Beitrag anzeigen
Ich will Dir nicht widersprechen, aber kannst Du mir den Unterschied erklären?

Es geht doch darum, z. B. einen Heizkörper einzudrosseln, wenn der volle Durchfluß zu einer zu hohen Raumtemperatur und/oder einem Kurzschluß führt.

Wo ist der Unterschied, ob ich den Durchfluß[...]


Der thermische und haydraulische Abgelcih basiert auf einer quasi statische Volumenstromverteilung die in kombination mit der VLT(AT) und der Spreizung die Wärmebilanz des Gebäudes 24/7 optimal erfüllt.
Dabei gilt für den optimalen Prozess der Volumenstrom, die Spreizung müssen VLT(AT) durch den Wärmeerzeuger unbehinder geregelt werden.
Ein aktives Ventil greift in die optimale Verteilung ein und beinflußt sowohl den eigene Heizfläche und indirekt alle weiteren ud das ist das Probelm.
Infolge wird die Wärme falsche verteilt und in einem Heizkörper wegen der Regelhysteres und desr zeitversetzten Reaktion des Ventilsystems das dort blockierte Wasser unterkühlt. Das unterkühlte Wasser wiederum stört die Spreizung, was wiederum zu einer unnötigen Überhöhung des Wärmestroms führt was das System weiter destabilisiert. Infolge steigt die Schwankung des Wärmestroms deutlich an was die effizenz des Systems beeinträchtigt.
Wie weit die Effizenz darunter leidet hängt von der güte des Reglsystems und derm zusammenwirken der unabhänigen Regler ab, schlechter ist sie aber immer!

Verfasser:
MichaelN2
Zeit: 09.05.2026 14:02:13
0
3953714
Der homematic Thermostat hat genau einen eingangs Parameter - die Temperatur des Heizkörper. Er kommuniziert nicht mit den anderen Thermostaten und auch nicht mit der Heizung.

Ach, den Gradienten kann er noch feststellen. Das war es dann aber auch.

Darüber wird dann sowas realisiert wie

Schnelle Aufheizung: Ventil nicht so weit aufdrehen

Bei langsamer Aufheizung wird weiter aufgedreht.

Kann klappen, muss aber nicht. Ein echter hydraulischer Abgleich ist es nicht.

Verfasser:
KR0815
Zeit: 09.05.2026 14:10:32
0
3953715
--> Ein aktives Ventil greift in die optimale Verteilung ein und beinflußt sowohl den eigene Heizfläche und indirekt alle weiteren ud das ist das Probelm.

und was willst machen wenn es Thermostate gibt die eh auf- und zugedreht werden müssen? Bei uns z.B. Gästezimmer und Partyraum im Keller
Ich kann ja nicht jedes Mal einen neuen Abgleich machen?


--> Der homematic Thermostat hat genau einen eingangs Parameter - die Temperatur des Heizkörper. Er kommuniziert nicht mit den anderen Thermostaten und auch nicht mit der Heizung.

Die HZK-Temperatur kennt er nicht, er kennt die Raumtemperatur
Die Kommunikation musst schon selber machen, über irgendeine Hausautomation
Es gibt aber hier keinen Grund das die Thermostate untereinander kommunizieren


Ein Problem könnte es aber geben: Ich weiss es bei HM-IP nicht, aber die älteren HM haben eine gewisse Eigenintelligenz, meinen irgendwas lernen zu müssen
Dieses Lernen ist auf höhere VL-Temperaturen ausgelegt

Deshalb habe ich noch die FHT im Einsatz
Man liest viel über das Problem in diversen Foren

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 09.05.2026 14:12:35
0
3953716
Zitat von DMS20 Beitrag anzeigen
Zitat von Meaparvitas Beitrag anzeigen
[...]
Deine Anlage und dein Vorgehen ist m.E. eine der interessantesten Themen hier im Forum. Zumal es nicht so sehr viele Anwender gibt, die überhaupt mit einer derartigen Akribie sich um ihre Heizanlage kümmern oder gar Homematic-IP-Thermostatköpfe in dieser Art verwenden.

Ich habe dich[...]


Vielen Dank, das habe ich aber auch nur mit eurer Hilfe geschafft. Ich finde es auch sehr interessant und spannend, die Anlage mit euch zusammen zu optimieren. Ich neige ein bißchen zum Perfektionismus, was nicht unbedingt nervenschonend ist. Ich habe versucht, beim Einbau schon alle Dinge zu beherzigen, die bei anderen Installationen nicht optimal gelaufen sind.

Ich bin schon sehr gespannt, was die WP nahe der NAT macht, aber ich bin sehr zuversichtlich. Durch selbstgedruckte luftgefüllte Verschlüsse für den Kaminanschluß und die Belüftungen der Gasheizung, die ich noch mit Stopfwolle gedämmt habe, habe ich die Gebäudeheizlast sicher noch etwas reduzieren können.

Heute hat die WP auch wieder nur abgeschaltet, weil die eingestellte Sommertemperatur überschritten war. Kurz vorher hatte sie einen Verdichter-COP von 13 (real gemessen mit allen Nebenverbrauchern immer noch deutlich über 10).



Ich hatte mit dem Vorlauf und den Homematic-Thermostaten schon ein paar Monate herumexperimentiert, als ich noch die Gasheizung hatte. In dieser Zeit habe ich auch an vielen Heizkörpern Lüfter nachgerüstet, weil diese sonst bei dem niedrigen Vorlauf fast keine Wärme mehr abgeben könnten.

Sogar bei Heizgrenztemperatur habe ich noch einen durchschnittlichen Ventilöffnungsgrad von 77%, also weniger wird die WP kaum jemals sehen.



Die Sprünge kommen daher, wenn ein Fenster geöffnet ist und das Ventil deswegen geschlossen wird.

Ich erreiche in meinem System Volumenströme von bis zu 2,5 m³/h ohne Geräusche, mehr kann die Ladepumpe nicht.

Ich könnte mit der Spreizung wahrscheinlich auch auf 3,3 K heruntergehen, darauf stellt sich die WP sowieso ein, wenn der VL-Soll überschritten ist.

Eine Annäherung von VL und RL an den Heizkörpern konnte ich bis jetzt nur an sehr kleinen Heizkörpern in Gäste-WCs feststellen, wahrscheinlich ist die Strömungsgeschwindigkeit einfach zu groß, um auf dem kurzen Weg durch den HK mehr Wärme abgeben zu können. Allerdings frage ich mich, wo der zu behebende Kurzschluß anfängt, bei 2 K Differenz oder erst bei 1 K?

Hier könnte ich dann die Homematic-Ventile in ihrem maximalen Öffnungsgrad begrenzen, anstatt den Ventileinsatz zu drosseln. Ich benutze für die Homematic Thermostate OpenCCU in Home Assistant, wo ich sehr viel einstellen kann.



Ich denke, der große Vorteil der Lösung über Homematic ist, daß sich der Abgleich dynamisch an die aktuellen Gegebenheiten anpassen kann. Wenn ich z. B. bei 15 °C AT an einem HK einen thermischen Kurzschluß habe, ist das bei -5 °C vielleicht nicht mehr der Fall, weil der HK die Wärme dann besser abgeben kann. Dann würde ich durch eine permanente statische Drosselung Raumheizleistung verschenken.

Verfasser:
AndreiLux
Zeit: 09.05.2026 14:36:45
1
3953722
Zitat von bstone Beitrag anzeigen
Der thermische und haydraulische Abgelcih basiert auf einer quasi statische Volumenstromverteilung die in kombination mit der VLT(AT) und der Spreizung die Wärmebilanz des Gebäudes 24/7 optimal erfüllt.
Dabei gilt für den optimalen Prozess der Volumenstrom, die Spreizung müssen VLT(AT) durch den Wärmeerzeuger unbehinder geregelt werden.
Ein aktives Ventil greift in die optimale Verteilung ein und beinflußt sowohl den eigene Heizfläche und indirekt alle weiteren ud das ist das Probelm.
Infolge wird die Wärme falsche verteilt und in einem Heizkörper wegen der Regelhysteres und desr zeitversetzten Reaktion des Ventilsystems das dort blockierte Wasser unterkühlt. Das unterkühlte Wasser wiederum stört die Spreizung, was wiederum zu einer unnötigen Überhöhung des Wärmestroms führt was das System weiter destabilisiert. Infolge steigt die Schwankung des Wärmestroms deutlich an was die effizenz des Systems beeinträchtigt.
Wie weit die Effizenz darunter leidet hängt von der güte des Reglsystems und derm zusammenwirken der unabhänigen Regler ab, schlechter ist sie aber immer!

Das ist alles schön und gut in der reinen Theorie aber in der Realität ist der ganze Beitrag hier einfach falsch weil es Regelkomponente gibt die solch einen Problemfall nicht möglich machen.

Die Annahme von statischen Volumenstromaufteilung macht auch keinen Sinn den das entspricht nicht dem Verhalten eines Hauses wenn man externe Wärmeerträge hat.

Dazu gibt es noch die Trägheit der Thermostate und die Trägheit der Leistungsmodulierung der Wärmepumpe. Klar bei ON/OFF Thermostate und dumme WP kann das zu Blödsinn führen, aber hier jedenfalls bei den Homematic scheint man eine halbweg gute PID Steuerung zu haben und Lambda ist auch relativ träge mit dem Modulieren mit +30 Minuten gleitendes Regelfenster.

Was Meaparvitas hier beschreibt ist genau auch was ich in meinem System betreibe, ich hab den Hydraulischen Abgleich in die Mülltonne geworfen und lasse meine noch analoge Thermostate das selbst regeln. Und genau wie er sagt, die einzigen Heizkörper die noch über die Voreinstellung gedrosselt werden sind zu kleine die eventuell einen Kurzschluss erzeugen könnten wie der WC Heizkörper, alles andere im Haus ist auf größter Voreinstellung und werden hauptsächlich vom Thermostat selber gedrosselt.

Wir beide erreichen 3,5K Spreizung in unsere Systeme weil diese Regelart bei unseren Anlagen einfach viel besser und effizienter ist.

Verfasser:
DMS20
Zeit: 09.05.2026 15:07:46
0
3953724
Zitat von Meaparvitas Beitrag anzeigen
... Eine Annäherung von VL und RL an den Heizkörpern konnte ich bis jetzt nur an sehr kleinen Heizkörpern in Gäste-WCs feststellen, wahrscheinlich ist die Strömungsgeschwindigkeit einfach zu groß, um auf dem kurzen Weg durch den HK mehr Wärme abgeben zu können
Genau das ist ja der "hydraulische Kurzschluss": relativ zuviel Volumenstrom für die durchströmte Wärmesenke.

Zitat von Meaparvitas Beitrag anzeigen
Allerdings frage ich mich, wo der zu behebende Kurzschluß anfängt, bei 2 K Differenz oder erst bei 1 K?
Ich würd' mich folgendermaßen herantasten:
- Temperaturmessung Heizkörper-nah an den versorgenden Rohren
- Voreinstellung voll öffnen
- unter laufender Spreizungsmessung soweit drosseln, bis die Spreizung eindeutig angestiegen ist auf z.B. 2K bei einer Gesamtspreizung im System von 3,5K
- jetzt stünde m.E. der Homematic der maximal sinnvolle Regelbereich zur Verfügung und du könntest den Feinabgleich des maximal zulässigen Volumenstroms im Sinne des thermischen Abgleichs über die Homematic vornehmen

Zitat von Meaparvitas Beitrag anzeigen
Hier könnte ich dann die Homematic-Ventile in ihrem maximalen Öffnungsgrad begrenzen, anstatt den Ventileinsatz zu drosseln. Ich benutze für die Homematic Thermostate OpenCCU in Home Assistant, wo ich sehr viel einstellen kann.
wie schon geschrieben: du verschenkst Regelbereich für die Homematic.

Ein Beispiel:
Der Ventilhub sei 4mm, die Voreinstellung auf "N". Bis der "Kurzschluss" behoben ist, würden 2mm Ventilhub bereits verbraucht. Jetzt stünden dir nur noch 2mm für die weiteren Einstellungen zur Verfügung.
Wenn du hingegen den "Kurzschluss" über das Danfoss-Voreinstellungsventil beseitigst, sind die vollen 4mm für weitere Maßnahmen verfügbar.

Zitat von Meaparvitas Beitrag anzeigen
Ich denke, der große Vorteil der Lösung über Homematic ist, daß sich der Abgleich dynamisch an die aktuellen Gegebenheiten anpassen kann. Wenn ich z. B. bei 15 °C AT an einem HK einen thermischen Kurzschluß habe, ist das bei -5 °C vielleicht nicht mehr der Fall, weil der HK die Wärme dann besser abgeben kann. Dann würde ich durch eine permanente statische Drosselung Raumheizleistung verschenken.
Den Kurzschluss hast du immer, egal welche AT gerade zu messen ist. Es sei denn, dass du an der Pumpenleistung/dem Gesamtvolumenstrom wesentlich verstellst, was man insbesondere bei WP-Heizung eher nicht zulassen wird.
Die höhere Heizleistung wird per AT-abhängiger Heizkurve angepasst. Der Heizkörper gibt dann mehr Wärme ab, weil mehr VL-T zur Verfügung steht, der Volumenstrom bleibt gleich.

Mit einer Gesamtspreizung von ca. 3,5K bist du für HK ohnehin an einer eher unüblichen unteren Grenze. Jeder "Kurschluss-HK" drückt diese Gesamtspreizung in unsinniger Weise zulasten der anderen HK.
Extrembeispiel:
50% des Volumenstroms läuft durch "Kurzschlussheizkörper" mit einer Spreizung von 0,5K.
Die Gesamtspreizung wird durch die WP auf 3,5K eingeregelt.
Die übrigen Heizkörper dürften dann nur noch eine durchschnittliche Spreizung von 6,5K abnehmen -> verschenkte Möglichkeit die Heizkurve vielleicht noch etwas abzusenken.

Ich sehe den Hauptvorteil deines Homematic-Ansatzes für den thermischen Abgleich vorwiegend darin, dass du nicht tagelang von Heizkörper zu Heizkörper laufen/kriechen/steigen musst, um die Voreinstellungen zu verändern, zumal das bei den bei dir verbauten Danfoss-Ventilen (dazu hast du ja einen getrennten Thread laufen) auch nicht so sonderlich komfortabel vonstatten geht.
Dennoch würde ich aus beschriebenen Gründen eine grobe Vordrosselung -soweit nötig- über die voreinstellbaren Ventile bewerkstelligen.

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 09.05.2026 15:26:24
0
3953727
So habe ich es momentan auch gemacht, die HK ohne nennenswerte Spreizung habe ich grob manuell vorgedrosselt.

Ist bei den momentanen Temperaturen etwas schwierig, die richtige Einstellung zu finden.

Dabei habe ich jetzt allerdings auch noch festgestellt, daß mehrere Danfoss Ventileinsätze anscheinend schwitzen, siehe anderes Thema.

Verfasser:
DMS20
Zeit: 09.05.2026 15:29:45
0
3953730
... "schwitzen"?

Du meinst, dass die neu installierten voreinstellbaren Ventile z.T. undicht sind?

Ohje ...

... aus diesem Thread

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 09.05.2026 15:35:26
0
3953731
Anscheinend ja, am Anfang hat ein getropft, so alle pasr Stunden ein Tropfen, dann war der HB nochmal da und ich dachte, es ist ok, aber es fühlt sich noch feucht an, auch wenn es nicht mehr tropft.

Die 33 Jahre alten waren dicht, soviel zum Thema never change a running system....

Verfasser:
Loxodan
Zeit: 09.05.2026 20:24:40
0
3953758
Zitat von MichaelN2 Beitrag anzeigen
Der homematic Thermostat hat genau einen eingangs Parameter - die Temperatur des Heizkörper. Er kommuniziert nicht mit den anderen Thermostaten und auch nicht mit der Heizung.

Ach, den Gradienten kann er noch feststellen. Das war es dann aber auch.

Darüber wird dann sowas[...]


Wie schon geschrieben nicht korrekt deine Aussage, die messen die Raumtemperatur und in engen Ecken wo es zu Verfälschungen kommt kann man einen Offset einstellen.
Mit HA ist das doch auch alles kein Problem, die liefern alle Ihre IST Temperatur an HA und dann könntest du eine Regelung drauf setzen welche wiederum die SOLL Temperatur setzen können, warum auch immer man das brauchen sollte. Willkommen in 2026. Ach und ja ich könnte auch aufgrund der gemessenen Temperaturen an den HM IP meine Daikin steuern, aber dafür habe ich eine externer Daikin Madoka die das macht, hängt direkt neben dem HM IP Wandthermostat und hat quasi Null abweichung.

Verfasser:
MichaelN2
Zeit: 09.05.2026 20:34:59
0
3953759
Wie soll ein Thermostat, der DIREKT am Heizkörper montiert ist, die RAUM Temperatur messen???

Desweiteren ging es nicht darum, ob man irgendetwas programmieren kann, sondern ob die Thermostate von sich aus einen hydraulischen Abgleich ersetzen können.

Und letztlich kannst du den Öffnungsgrad nicht steuern, der Einfluss jeglicher Programmierung wäre daher sehr begrenzt.

Verfasser:
Loxodan
Zeit: 09.05.2026 20:44:11
1
3953762
Weil die Hersteller und Ingenieure der hochwertigen Geräte nicht dumm sind und aus Versuchsreihen das ableiten können, ich habe in 3 Räumen HM IP Thermostate direkt am HK und 5m weiter HM IP Wandthermostate, das passt immer sehr gut zusammen.

Und wenn man es verstanden hat dann ist das ein hydraulischer Abgleich, und zwar kein stupider statischer sondern ein intelligenter dynamischer.

Und natürlich könntest du den Öffnungsgrad steuern, denn der wird als Messwert in HA übermittelt und dann könntest du da eine Regelung drauf setzen, was totaler Blödsinn ist den Regelgrösse ist die SOLL Raumtemperatur.

Völligst überbewertetes Thema und nur wieder Lobbyarbeit des SHK

Verfasser:
MichaelN2
Zeit: 09.05.2026 20:46:02
0
3953763
Ich würde eher sagen, Werbung wirkt. Sogar über die Physik hinaus.

Verfasser:
Loxodan
Zeit: 09.05.2026 21:02:40
0
3953766
Zitat von MichaelN2 Beitrag anzeigen
Ich würde eher sagen, Werbung wirkt. Sogar über die Physik hinaus.


Ja was soll ich sagen, bei mir funktioniert es was ich mit unzähligen Messdaten und HA Steuerung belegen kann. Von daher kannst du gerne deine Meinung beibehalten und ich meine. Ich wiederhole an den Ersteller: Absolut richtiger Gedanke, alles so belassen und intelligent nutzen.

Nur so nebenbei, Regelungstechnik und Physik habe ich grob verstanden in einem Maschinenbaustudium, von daher geht mir Werbung am Abgasrohr vorbei :-)

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belzig schrieb: Da hast du völlig recht. Die Gasgrundgebühren müßten wegen...
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Thermischer Abgleich durch Homematic IP Thermostatköpfe möglich?
Verfasser:
Loxodan
Zeit: 09.05.2026 21:02:40
0
3953766
Zitat:
...
Ich würde eher sagen, Werbung wirkt. Sogar über die Physik hinaus.

Ja was soll ich sagen, bei mir funktioniert es was ich mit unzähligen Messdaten und HA Steuerung belegen kann. Von daher kannst du gerne deine Meinung beibehalten und ich meine. Ich wiederhole an den Ersteller: Absolut richtiger Gedanke, alles so belassen und intelligent nutzen.

Nur so nebenbei, Regelungstechnik und Physik habe ich grob verstanden in einem Maschinenbaustudium, von daher geht mir Werbung am Abgasrohr vorbei :-)
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