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Thermischer Abgleich durch Homematic IP Thermostatköpfe möglich?
Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 24.05.2026 22:11:20
0
3957052
Ok, ich schaue es mir an.

Die Rahmen sind energetisch heute wohl besser, aber wahrscheinlich nicht von der Materialqualität.

Verfasser:
Chaot
Zeit: 25.05.2026 10:49:37
0
3957098
Bei den Gläsern meiner Eltern steht innen an der Metallkante die die Beiden Scheiben verbindet der Glastyp in Form einer Kombination von Buchstaben und Zahlen. Darüber habe ich den Hersteller und den U-Wert rausbekommen. Die Gläser sind allerdings von 2007. ich weiß jetzt dass heutige Standard Zweifachverglasung nicht signifikant besser isoliert.
Vielleicht wurde 93 aber auch noch nicht beschriftet.

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 25.05.2026 11:15:22
0
3957108
Da steht bei mir ENROTHERM 4 91. Kann sein, daß das einfach ein Herstellungsdatum ist.
Ich habe mal den Flammenbildtest gemacht, daher weiß ich, daß es kein Wärmeschutzglas ist.

Wahrscheinlich würde es schon viel bringen, wenn ich mal die Dichtungen erneuern würde. Aber ein zu stark abgedichtetes Haus hat auch nicht nur Vorteile.

Außerdem ist bei mir durch die Größe des Hauses alles immer gleich eine Riesenaktion, das sind halt nicht nur 10 Scheiben, sondern weit über 50, da hat man schon keine Lust anzufangen, weil man nicht mehr fertig wird. Ich habe alleine im Bad 5 Fenster, die hohe Dachgaube hat schon 4. Im Treppenhaus inkl. Haustür sind es schon über 20, viele feststehend mit kippbaren Oberlichtern, an die man ohne Gerüst praktisch nicht herankommt.

Verfasser:
AndreiLux
Zeit: 25.05.2026 11:20:20
0
3957109
Zitat von Chaot Beitrag anzeigen
Bei den Gläsern meiner Eltern steht innen an der Metallkante die die Beiden Scheiben verbindet der Glastyp in Form einer Kombination von Buchstaben und Zahlen. Darüber habe ich den Hersteller und den U-Wert rausbekommen. Die Gläser sind allerdings von 2007. ich weiß jetzt dass heutige Standard[...]
1995 ist das Jahr wo der große Schritt mit Wärmeschutzglas war, alles bevor is Ug=2,7, alles nachher Ug=1,1. Die Originalfenster meines Hauses aus 1995 hatten das noch knapp verpasst, deswegen der große Unterschied.

Verfasser:
RayKrebs
Zeit: 25.05.2026 15:14:25
0
3957139
Wenn wir gerade bei Fenster sind. Hat jemand Erfahrung oder fundiertes Wissen, ob die Glasscheiben überhaupt nach 25 Jahren den spezifizierten U-Wert noch haben, oder mittlerweile das Gas entweicht ist? Denn soweit ich weiß, macht die Gasfüllung den Unterschied.

Klar, bei einem Hersteller steht was von einer Lebensdauer von 20-25 Jahren.

Verfasser:
sh2807
Zeit: 28.05.2026 11:52:42
1
3957599
Zitat von AndreiLux Beitrag anzeigen
Wieso beheben? Was ist das Problem? Und was genau ist das Ziel einer solchen Änderung? Der Wärmepumpe ist es egal wieviel Spreizung in den Individuellen Heizkörper so lange die Systemspreizung richtig landet und die Temperaturen in den einzelnen Räumen gewährleistet werden.

So lange die WP Modulation von einzelnen Kurzschlüssen nicht beeinträchtigt wird, ist diese Strategie sogar besser da man schwächere Heizkörper mit einer höheren Mitteltemperatur laufen kann ohne die VL Temp oder Systemspreizung zu ändern.

Die Heizkörper zu drosseln bringt so einem System absolut gar nichts; es ist kein Fehler außer nur jetzt den Leuten die unbedingt eine Nummer in der Tabelle des Abgleichs bestehen.


Da täuscht dich.
Der Wärmetauscher braucht ne Temperaturdifferenz um die Leistung zu übertragen.
Gehst du wärmer rein kommt es kälter raus. Bei gleichen Verdichtersettings.

Bei sehr hoher Temperaturdifferenz am Wärmetauscher fällt die VLT um (fast) 1 °C wenn die RLT um 1°C steigt. Bei üppigem Wärmetauscher fällt die VLT um vielleicht nur 0,2°C wenn du die RLT um 1°C hebst.
Aus dem Heißqas kommen auch 10-15%. Die bringen bei 5°C Spreizung 0,5-0,75°C VLT. Bei doppeltem Durchfluss nur die Hälfte.
Im Ergebnis hast bei doppeltem Volumenstrom und 3 statt 6 °C Spreizung so 1°C weniger VLT. Bei ner teuren WP mit vielleicht größerem Wärmetauscher etwas weniger. Bei ner auf Kante genähten WP eher etwas mehr.

Mehr Volumenstrom steigert trotzdem (immer) die Mitteltemperatur etwas und damit geben die Heizflächen mehr ab und dann kann auch der Verdichterdruck minimal runter. Je nach WT mehr oder weniger und muss man gegen die Pumpenleistung aufwägen. 1°C weniger VLT nur durch Spreizung hat aber weit weniger als die typisch genannten 2-3% Ersparnis. Eher nur um 1/3 davon.
Das ganze gilt aber nur solange der Volumenstrom auch bei den Heizkörpern ankommt und die Mitteltemperatur dort auch steigt.
Wenn der Volumenstrom durch Kurzschlüsse kommt, dann fällt durch die geringere VLT effektiv die Wärmeabgabe in den Haupträumen. Und im Extremfall sogar in den Räumen mit zu kleinen Heizflächen.

Der Verdichterdruck muss dann durch die Kurzschlüsse hoch, um wieder auf die gewünschte Heizleistung zu kommen. Und das kostet dann Strom am Verdichter.
Die hier oftmals genannte VLT als Effizienzkriterium ist fürs grobe Ok. Aber zum optimieren im Detail dann ziemlich irreführend.

Die kleinen Heizkörper scheinst aber ja schon auf ein sinnvolles Maß eingedrosselt zu haben. Und ob da bei 2000l/h Durchfluss 100l/h unsinnig sind oder nicht ist kaum relevant. Wäre anders wenn da noch durch 3 Mini-Heizkörper je 300l/h durchrauschen und das dann ja 1/3 des Volumenstroms wäre.

Verfasser:
sh2807
Zeit: 28.05.2026 15:00:08
0
3957645
Zitat von Meaparvitas Beitrag anzeigen

Wenn Du das auf die theoretischen 27 °C beziehst, stimmt das natürlich, bezogen auf die 17 °C allerdings nicht.


Die 27°C sind halt das wo die Auswertung grade hinzeigt als Heizgrenze. Bei überwiegend steigenden Temperaturen ist die zu hoch.

Deine 17°C sind allen Ausführungen nach sicher nicht deine Heizgrenze für konstante Raumtemperatur.
Es mag für dich ok sein, die Heizung bei 17°C AT auszuschalten. Für mich wäre es das auch bei den groben Gebäudedaten.

Aber auf die Spitze getrieben: 4 Wochen bei konstant 16,99°C AT brauchst du 2-3 kW Heizleistung (oder halt die Mindestleistung der WP) und bei nachfolgenden 4 Wochen mit 17,01°C AT brauchst du keinerlei Heizleistung mehr (8 Wochen dicht bewölkt), um exakt die selbe Raumtemperatur zu erreichen? Absolut unmöglich, dass deine Raumtemperatur dann beim Abschalten der Heizung bei den gewünschten konstant 23,5°C bleibt.

Das passt vielleicht praktisch oftmals weil die Außentemperatur im Mai gerne steil ansteigt und das Temperaturempfinden dann auch weniger Raumtemperatur gut findet (bei mir ist das zumindest so).
Bei nem steilen Anstieg wars dann mal nen Tag oder 2 zu warm, dann nen Tag oder 2 etwas zu kühl und dann passts gefühlt. Wenns im Sommer im Haus mal nur 20°C hat empfinde ich das zumindest als Erleichterung.

Das hat aber alles nichts mit der Heizgrenze zu tun. Du schaltest einfach vorher ab (würde ich auch machen).
An der Heizgrenze müsstest beliebig lange und mit wenig Sonne unverändert deine (sehr hohen) 23,5°C halten können ohne zu heizen.

Kurzum: du magst es warm, verträgst auch im Frühjahr noch ziemlich warm, beim Abschalten der Heizung darf es auch deutlich kühler werden (oder die AT steigt steil oder du musst dann manuell ran). Dann kann die WP natürlich problemlos durchlaufen.

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 28.05.2026 15:14:12
0
3957648
Die Abschaltung bei Heizgrenze bemißt sich nach der gewichteten AT.

Das heißt, wenn es tagsüber dauerhaft 17,1 °C und bedeckt ist, kann es nachts nicht mehr über 17 °C bleiben, und dann würde die WP auch wieder einschalten.

Und die AT bleibt in der Praxis auch nicht über Tage gleich hoch. Das ist für mich eine Grenze, bei deren Überschreitung die Sonne dem Haus tendentiell mehr Energie zuführt als es verliert und umgekehrt.

Die 17 °C sind auch nicht in Stein gemeißelt, ich bin noch am Ausprobieren. Ich hatte erst 16 °C und bin dann auf 17 °C hoch, um Takten zu vermeiden.

Im Moment muß ich schon wieder mit allen Tricks arbeiten, um eine völlige Überhitzung des Hauses zu vermeiden. In einem Raum mit Dachgaube auf der Südseite wären es ansonsten schon um die 30 °C. Da hab ich jetzt als Notlösung ein Monoblock-Klimagerät stehen und kühle auf 24 °C runter. Lüften nur morgens bzw. nachts.

Es wird wohl darauf hinauslaufen, daß ich mir noch mindestens eine Splitklimaanlage einbauen lasse.

Ich tendiere zu einem 3,5 kW Gerät im EG, um auch den Bereich zum evt. Zuheizen abzudecken, den bisher der Holzofen abgedeckt hat. Das sind so um die 60 m².

Zum Kühlen ist es dann auch mehr als ausreichend. Man kann dann die Tür zum Treppenhaus auflassen und mit den Deckenventilatoren die kühlere Luft etwas weiter im Haus verteilen bzw. durchmischen, so stelle ich mir das zumindest vor.

Ich schwanke momentan zwischen Daikin und Panasonic. Gibt es da Empfehlungen (gute Anbindung an Home Assistant wäre wünschenswert)?

Verfasser:
KR0815
Zeit: 28.05.2026 17:12:37
0
3957669
Zitat von sh2807 Beitrag anzeigen
Bei sehr hoher Temperaturdifferenz am Wärmetauscher fällt die VLT um (fast) 1 °C wenn die RLT um 1°C steigt. Bei üppigem Wärmetauscher fällt die VLT um vielleicht nur 0,2°C wenn du die RLT um 1°C hebst.


Nehmen wir einen Plattenwärmetauscher - Wasser-Wasser
Wasser kommt mit 30° rein, geht mit 50° raus

Du behauptest wenn man jetzt das Wasser mit 31° reinlässt kommen nur noch 49° raus?

Das glaube ich so zugegeben nicht

Aber ja, es kommt evtl. nicht mit 51° raus, sondern nur noch mit 50,9°

Verfasser:
sh2807
Zeit: 28.05.2026 21:35:12
0
3957700
Zitat von KR0815 Beitrag anzeigen
Zitat von sh2807 Beitrag anzeigen
[...]


Nehmen wir einen Plattenwärmetauscher - Wasser-Wasser
Wasser kommt mit 30° rein, geht mit 50° raus

Du behauptest wenn man jetzt das Wasser mit 31° reinlässt kommen nur noch 49° raus?

Das glaube ich so zugegeben nicht

Aber ja, es kommt evtl.[...]


Du lässt dabei aber den Volumenstrom gleich. Das ist ein anderes Szenario.
Bei konstant 80°C auf der Primärseite (extrem hoher Wasserdurchfluss Primärseitig oder halt die Kondensation wie bei der WP) wären z.B. 30/50 und 31/50,6 sekundärseitig möglich. Für 30/50 und 31/50,9 müsste die Temperatur auf der Primärseite deutlich höher sein.

Das kann so bei der Heizung aber nicht vorkommen, denn dann hättest bei den Heizkörpern ne höhere Wärmeabgabe (höhere Differenz zur Raumtemperatur), der Wärmetauscher aber ne geringere Wärmeleistung (geringere Differenz primär-sekundär).

Du brauchst aber fürs Haus eine konstante Wärmeleistung. Und die Wärmepumpe hat in dem Betriebspunkt auch eine fixe Wärmeabgabe und Kondensationstemperatur.
Also muss der Volumenstrom bei 31°C RLT hoch, um die Leistung der WP abzutransportieren. Letzenendes erreichst dann die gleiche Übertragungsleistung am Wärmetauscher mit 9,5% höherem Volumenstrom und kommst mit 49,26°C VLT raus.

Jetzt sind die 80°C natürlich irrwitzig hoch für ne WP und die Differenz zur Vorlauftemperatur ebenfalls. Aber illustriert den Effekt schön.

Das ganze ist vom Verhalten identisch zum Aufladen eines Kondensators an konstanter Spannung über einen Vorwiderstand.
Die Spannung der Quelle entspricht der Kondensationstemperatur (bzw. primäre Temperatur). Widerstand und Aufladedauer zusammen entsprechen dem Wärmeübergangswiderstand des Wärmetauschers. Die Kapazität ist der Volumenstrom. Anfangsspannung am Kondensator ist RLT. Endspannung ist die VLT.
Die Ladung bzw. das Stromintegral am Kondensator ist die Heizleistung.
Falls das wem zum Verständnis hilft.

Verfasser:
KR0815
Zeit: 28.05.2026 21:57:16
0
3957709
merkwürdige Rechnungen die Du da aufstellst - ich bin zugegeben verwirrt :-)

Su meinst man soll die Spreizung höher stellen?
Da stimme ich zu

Verfasser:
DMS20
Zeit: 28.05.2026 23:15:17
0
3957722
Zitat von sh2807 Beitrag anzeigen
... Das ganze ist vom Verhalten identisch zum Aufladen eines Kondensators an konstanter Spannung über einen Vorwiderstand.
Die Spannung der Quelle entspricht der Kondensationstemperatur (bzw. primäre Temperatur). Widerstand und Aufladedauer zusammen entsprechen dem Wärmeübergangswiderstand des Wärmetauschers. Die Kapazität ist der Volumenstrom. Anfangsspannung am Kondensator ist RLT. Endspannung ist die VLT.
Die Ladung bzw. das Stromintegral am Kondensator ist die Heizleistung.
Falls das wem zum Verständnis hilft.
Vielleicht verstehe ich deinen Text ja falsch.

Ich sehe die Analogie so:

- Spannung (el) der Quelle entspricht der VL-/RL-T-Diff aus der WP
- Widerstand (el) entspricht dem Wärmeübergangswiderstand des WT
- Aufladedauer (el) folgt aus Spannungsdifferenz und Widerstand (und dem daraus resultierendem Strom)
- die Kapazitätsdifferenz (el) entspricht der Wärmeenergiedifferenz
- die Ladeleistung (el) ist das Produkt aus Strom aus Spannung, die Ladeenergie (el) dann das Integral über die Zeit davon; daraus könnte man die durchschnittliche Ladeleistung berechnen.
- die Heizleistung ist entsprechend das Produkt aus Volumenstrom und TempDiff (und einer Konstante; klassiches WMZ-Prinzip) mit dem entsprechenden Zeitintegral für die übertragene Energie und auch hier der Möglichkeit eine durchschnittliche Heizleistung zu berechnen.

Verfasser:
PhotoStein
Zeit: 29.05.2026 11:45:09
0
3957797
@RayKrebs:
Glasscheiben:
Das Gas kann entweichen über die "warme Kante". Dann führt das dazu, dass Feuchtigkeit in den Scheibenzwischenraum gelangt, die dann - vor allem im Winter wenns außen sehr kalt ist - im Scheibenzwischenraum kondensiert. Nach einiger Zeit kanns dann auch anfangen, im Scheibenzwischenraum zu "schimmeln"
Dieses Problem haben wir bei einigen Scheiben in unserem Wintergarten.

Verfasser:
AndreiLux
Zeit: 29.05.2026 16:57:46
0
3957840
Zitat von sh2807 Beitrag anzeigen
Zitat von AndreiLux Beitrag anzeigen
[...]


Da täuscht dich.
Der Wärmetauscher braucht ne Temperaturdifferenz um die Leistung zu übertragen.
Gehst du wärmer rein kommt es kälter raus. Bei gleichen Verdichtersettings.

Bei sehr hoher Temperaturdifferenz am Wärmetauscher fällt die VLT um (fast) 1 °C wenn[...]

Du täuschst dich. Das sind alles gute Theorien, aber fallen bei unserer WP nicht statt.

Alle Temperaturen benehmen sich linear und wie in der Theorie erwartet mit der niedrigeren Spreizung.
Zitat:
1°C weniger VLT nur durch Spreizung hat aber weit weniger als die typisch genannten 2-3% Ersparnis. Eher nur um 1/3 davon.
Wieso? Ich hab das charakterisiert bei mir und ich krieg genau die 2-3% Erparnisse. Lambda läuft auch deine dynamische Volumenstromstrategie deswegen ist die Pumpenleistungsdifferenz fast irrelevant in 90% der Betriebsdauer weil diese exponentiell Leistung mit dem Volumenstrom braucht, und bei voller Leistung ist die 2-3% Erparnisse wegen dem kleinerem Verdichterdruck größer als die notwendige höhere Pumpenleistung.

Wie gesagt ich hab diesen Winter das so laufen gelassen und hab Daten zwisch 6/7K Spreizung und der 3,5K Spreizung und ich hab bessere AZ Punkte mit der 3,5K Spreizung.
Zitat:
Der Verdichterdruck muss dann durch die Kurzschlüsse hoch, um wieder auf die gewünschte Heizleistung zu kommen.
Was hat der Verdichterdruck mit der Spreizung zu tun? Die WP sieht immer die Soll-Spreizung und moduliert darauf. Ob dahinter einzelne Heizkörper zB 2K fahren ist es der WP und der Regellogik komplett egal.

Zitat:
Und die Wärmepumpe hat in dem Betriebspunkt auch eine fixe Wärmeabgabe und Kondensationstemperatur.
Seit wann des das bitte? Wieso sollte die Kondensationstemperautr fixe sein? Sie hängt von VLT, RLT, und Volumenstrom ab, die dann indirekt die Heißgastemperatur bestimmen.

Ich verstehe deine Theorie hier und alles, aber nichts davon entspricht der Regeltechnik der WP bei mir und @Meaparvitas - bei uns gilt ganz einfach das niedrigere Spreizung gleiche Wärmeleistung bei niedriegerer VLT was bessere Effizienz bedeutet. Problematische Regelbereiche wo der WT damit nicht klar kommt ist vom Hersteller softwaremäßig gesperrt bei einer Mindestspreizung von 3,3K. Kühlbetrieb erlaubt die SW das runter bis zu 2K weil eine niedrigere Maximalleistung gewährleistet werden muss.

Verfasser:
sh2807
Zeit: 29.05.2026 17:36:23
0
3957846
Zitat von DMS20 Beitrag anzeigen
Zitat von sh2807 Beitrag anzeigen
[...]
Vielleicht verstehe ich deinen Text ja falsch.

Ich sehe die Analogie so:

- Spannung (el) der Quelle entspricht der VL-/RL-T-Diff aus der WP
- Widerstand (el) entspricht dem Wärmeübergangswiderstand des WT
- Aufladedauer (el) folgt aus Spannungsdifferenz und[...]


Ne, das ist reichlich falsch. Passt schon so wie ich das geschrieben hatte.
Gilt allerdings nur für den Kondensationsbereich, der dominiert aber.

Aufgeheizt wird das Heizungswasser immer ausgehend von der fixen Kondensationstemperatur (durch den Druck definiert = el. Spannung) über einen fixen Widerstand (Wärmetauscher).
Der Wärmetauscher hat nen fixen Wasserinhalt (z.B. 1 Liter = el. Kapazität) und es dauert z.B. 3 Sekunden (= el. Aufladezeit) bis die durch den Wärmetauscher durch sind (1200l/h Durchfluss).
Verdoppelst du den Durchfluss ist der Liter nach 1,5 Sekunden durch. Du lädts also nur 1,5 Sekunden auf. Dann wird das Wasser in der halben Zeit logischerweise um weniger Grad aufgeheizt (= el. Spannung steigt weniger).
Vielleicht ist die Analogie so besser zu verstehen.

Zitat von KR0815 Beitrag anzeigen
merkwürdige Rechnungen die Du da aufstellst - ich bin zugegeben verwirrt :-)

Su meinst man soll die Spreizung höher stellen?
Da stimme ich zu


Merkwürdig sind die eigentlich nicht. Aber der Zusammenhang ist etwas komplexer und entspricht nicht so ganz der pauschalen Faustformel.

Qualitativ ist das ganze aber eigentlich banal:
Das Haus hat nen bestimmten Heizwärmebedarf. Der ändert sich mit dem Durchfluss nicht. Und die Leistung muss durch den Wärmetauscher.
Die vom Wärmetauscher übertragene Leistung ist proportional zur mittleren (logarithmischen) Temperaturdifferenz zwischen Primär- und Sekundärseite.

Schicke ich vorne wärmeres Wasser (höhere RLT) rein habe ich eine kleinere Temperaturdifferenz. Also wird am Anfang weniger Wärme übertragen.
Dafür muss ich am Ende mehr Wärme übertragen um auf die gleiche Gesamtleistung zu kommen. Also muss die Temperaturdifferenz am Ende größer sein (niedrigere VLT).
Geht natürlich nur mit entsprechend mehr Volumenstrom. Die Spreizung VL/RL ist dann niedriger.

Jetzt könnts allerdings sein, dass der WP-Hersteller den Wärmetauscher gar nicht optimal nutzt, weil er dort etwas Regelreserve haben will.
Also eigentlich würden z.B. 5 Grad mittlere Temperaturdifferenz für 10kW übertragene Leistung am WT reichen. Der Hersteller fährt aber mit mehr Druck und z.B. 2 Grad höherer Kondensationstemperatur.
Dann sind die 10kW nach 5/7 des Wärmetauscher übertragen und im Rest wird nur noch das Kondensat abgekühlt, was aber kaum Energieinhalt hat.
Kostet natürlich Effizienz, aber ist evtl. technisch notwendig. Kann ich letztenendes nicht sagen.
Dann könnte die VLT auch bei höherem Durchfluss über nen recht breiten Bereich konstant bleiben. Je nach Regellogik sind da viele Varianten denkbar.

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