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12.05.2026 09:43:59 |
Hallo liebes Forum, ich habe zusammen mit meiner Frau einen Bestandbau erworben und jetzt überschlagen sich die Meinungen zum Thema zukünftige Heizung. Also von "Auf jeden Fall Wärmepumpe" über Split Klima Lösung oder Pelletheizung ist alles dabei. Problem: Das Haus ist bis auf ein Dach aus 2002 energetisch nicht beamtshandelt worden. Zudem ist es klein und der Umfang soll sich in Anbetracht der Sanierung zwar halbwegs in Grenzen halten, auf der anderen Seite fängt man nur einmal mit der Kernsanierung an. Zweites Problem: Heizlast noch unbekannt. Wände sind 1930 typisch 28cm stark (vermutlich monolitisch Vollziegel) und die Fenster Recht alte Holzfenster. Der Energieberater geht bald das erste Mal rein - ich gehe fest von WDVS + Fenster neu / evtl auch nur Fenster und ggf ne Dämmung mit dem Fußboden zusammen. Je nachdem wie der Aufbau ist, aber schätze auch mal Dielen auf Balken oder sowas.... Zu meiner Frage; Vor und nach einer Sanierung mit Dämmung etc ändert sich ja die Heizlast, lasse ich den Heizungsbauer die Größe der Anlage abschätzen ? Weil ja die zukünftige Heizlast noch unklar ist und die jetzige auch .... (vorheriger Eigentümer hatte Gasrechnungen zwischen 20MWh und 11 MWh in den letzten 5 Jahren) je nachdem ob gerade die pflegebedürftige Person oder ein Familienmitglied das Haus gerade bewohnt haben. Gasheizung aus 1990, WW Bereitung ebenfalls darüber. Würdet ihr bei so einer Hausgröße vl tatsächlich auf Split Klima gehen und auf eine neue Zentralheizung mit FBH etc verzichten ? BW WP könnten Kellerdecken zu niedrig sein ggf.... Am liebsten wäre mir eine Sole Wasser WP aber da raten viele aufgrund der Hausgröße von ab. Sozusagen Overkill und übertrieben. Theoretisch könnte noch ein Anbau in X Jahren denkbar sein und das müsste ich jetzt schonmal mit im Auge haben .... Wie sind eure Erfahrungen mit kleinen Häusern freistehend aus dem Bauzeitraum ? Wäre für Ratschläge dankbar...
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12.05.2026 09:56:38 |
https://www.dropbox.com/scl/fo/giryrgyem50vndtal41xf/AI9mIpdn5L-WsaKpm1YHLCw?rlkey=ehorkm2l5a6jyt7lruubgctd3&st=cd6qitu1&dl=0
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12.05.2026 10:03:22 |
Da stellen sich mehrere Fragen: Was habt ihr jetzt für Heizkörper? Einstrang oder 2 Stang Heizung? Wieviel Budget habt ihr für die Sanierung? Wielange wollt ihr in dem Haus wohnen ? Wäre ein Abriss und Neubau nicht sinnvoller ? Das Thema ist einfach wenn das Haus mit Reichsformat Voll-Ziegeln gemauert wurde, ist ein Vollwärmeschutz ein sehr sinnvolle Investition, aber zusammen mit neuen Fenstern kommt man da sehr schnell auf Kosten, die sich nur rentieren wenn das Haus noch mindestens 30 Jahre stehen bleiben soll. Wenn ihr da nur 10-15 Jahre drin wohen wollt, kann man auch einfach Split-Klimas einbauen und alles wird warm. Genauso kann man in diesem Fall auch eine Luft- Wasser-Wärmepumpe einbauen, die dann vlt nicht ganz so optimal läuft wie in einem sanierten Haus, aber die Burg auch warm kriegt. Kurz gesagt, das ganze hängt von Eurer "Lebensplanung" ab.
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12.05.2026 10:04:44 |
Habe versucht krampfhaft mal ein paar Fotos anzuhängen aber habe es nicht hinbekommen am Handy, daher Dropbox für interessierte....
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12.05.2026 10:07:47 |
Da sind alte Konvektorheizungen drin, die müssten dann wohl leider auch neu. Ob Ein, oder Zweirohrsystem - da muss ich nochmal schauen
Wir möchten dort stand jetzt natürlich gerne bleiben, zumindest wäre das der Plan.
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12.05.2026 10:09:30 |
Budget für die Sanierung haben wir jetzt mal knapp über 100k gerechnet.... Bäder müssen da nicht neu aber sicherlich Elektrik, Heizung, Leitungen, Bodenaufbau, Keller ggf trocken legen etc
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12.05.2026 10:16:19 |
Die Verbrauchswerte aus der Vergangenheit zeigen die ungeschönte Wahrheit des Leistungsbedarfs des Hauses im unveränderten Zustand, abhängig von der Nutzung. Jegliche Änderung führt hier zu Veränderung am Leistungsbedarf, gilt für beide Richtungen. Der Gasverbrauch kann vom Grundversorger erfragt werden, sagt aber nix zur Nutzung des Hauses... Energieberater - Maßnahmen festlegen - umsetzen
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12.05.2026 10:20:50 |
Das Dach sieht wirklich noch sehr gut aus. Problem dürfte aber der Dachüberstand sein. Wenn ihr da eine Dämmung mit 15cm anbringen lasst müsst ihr den wohl etwas verlängern. Bei der Dämmung müßt ihr, wenn ihr es nicht selber macht, sicher mit 25- 30.000€ rechnen, abzgl Förderung. Neue Fenster auch am Besten mit 3-Fachverglasung. Wenn ihr im EG den Bretterboden durch Estrich ersetzen wollt, solltet ihr auf jeden Fall die FBH einbauen lassen. Ist im OG auch ein sog. " Fehlboden" (Balken mit Brettern und Schüttung)? 100.000€ sind da leider schnell weg, wenn ihr auch noch Elektrik und eine WP einbaut.
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12.05.2026 10:29:07 |
Ich befürchte auch, dass ich da mit einem befreundeten Maler und gewissenhafter Eigenleistung was machen kann. Der Gutachter hatte sich über den Dachüberstand gefreut, weil WDVS möglich aber klar, die Frage natürlich wie viel bzw wie dick es werden könnte..... Wir machen die Tage im Haus das erste Mal den Teppich hoch, ich weiß noch nicht genau was dort liegt. Unten Parkett und mit Holz die Decke verkleidet und oben Teppich ebenfalls. Es knarzt und bewegt sich aber alles sehr holzig. Glaube die Split Klima wäre der einfachste Weg, aber wir holen mal Angebote von Heizungsbauern ein. Bezüglich WP ist natürlich auch gut Förderung drin, aber am Ende könnte es knapp werden.
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12.05.2026 10:29:33 |
Wenn der EB kommt, bitte aufpassen. Viele wollen einfach nur den ISPF verkaufen, egal ob das zu Eurer Lebenssituation passt oder nicht.
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12.05.2026 10:32:04 |
Ja ich schicke den direkt wieder weg wenn ich den Eindruck habe dass der individuelle Teil beim iSFP fehlt... Ich möchte das alte Haus nicht neu aufbauen und nur sinnvolle Dinge tun, Bauphysik beachten etc. Achso, eine Wand müsste unten noch weichen im EG, Statiker muss auch noch mit ins Budget passen.
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12.05.2026 10:42:45 |
Wie sieht es denn mit den Warm- und Kaltwasserleitungen aus? Ist das einigermaßen auf dem Stand? Es wäre sehr schade, wenn ihr das Häuschen durchrenoviert habt und dann wird in dem Bereich irgendwas undicht und ihr mußt wieder rumreissen.
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12.05.2026 10:50:39 |
Die bisherige Eigentümerin hatte Kaltwasser über eine Grundwasserpumpe bezogen, städtischer Anschluss liegt im Keller aber wird im Zuge des Heizungsbaus dann leitungstechnisch genauso erschlossen, wie die Leitungen generell erneuert. Gäste WC und Bad sind aber erst 5 Jahre alt, sodass ich vermute dass wir die Bäder lassen können und nur die Küche wirklich neu machen und einen Raum oben als zukünftiges Bad vorbereiten .... Das Hauptbad ist aktuell im Keller, daher würden wir da schonmal Stränge ins OG verlegen lassen in einem. Aber ja, auch dann wäre bei Toiletten, Abflüsse etc sowieso alles zu öffnen dort. Ich Frage mich halt ob bei einer einfachen Klima Lösung all die anderen Kernsanierungen sein müssten oder man tatsächlich das Ganze etwas abgespeckter halten sollte. Alles zusammen mit WDVS wird vermutlich wirklich schnell knapp...
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12.05.2026 10:52:04 |
Würdest du eher wert auf ne fancy Sole WP legen und neue Fenster oder eher WDVS und ein günstigeres Heizsystem ? Da ist viel Garten und ich hätte wirklich Lust da einen RGK zu verlegen ....
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12.05.2026 11:01:31 |
Sole WP braucht man eigentlich nur bei größeren MFH. Die heutigen LWWP sind aber eigentlich so gut, daß sich RGK etc. kaum noch lohnt.
Höchstens wenn man wirklich alles selbst macht.
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12.05.2026 11:38:08 |
Ist bei so einem alten Balken / Dielenboden ein Aufbau für FBH verhältnismäßig gut möglich ? Im OG muss bestimmt auch mal ein Statiker dann schauen, falls der Bodenaufbau dadurch richtig schwer würde .... Finde es schwierig bei den tausend Systemen einen Überblick zu bekommen
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12.05.2026 11:52:13 |
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12.05.2026 12:11:34 |
Guter Hinweis, vl unten FBH und oben den Aufwand geringer halten wenn Zweirohrsystem liegt und noch nicht überaltert ist und ggf unten dann FBH aufbauen.... Für das zukünftige kleine Bad oben täte es ja dann auch einen Flacher Badezimmer Heizkörper, Infrarot oder elektrische FBH. Frage natürlich ob man dann nicht überall einfach nur moderne Heizkörper einbaut oder - da man eh neue Kaltwasserleitungen ziehen muss und Elektrik etc, nicht doch den Aufwand für FBH betreibt. Wenn eh einmal alles offen ist.... Pellet ginge natürlich auch ne kleine Zentralheizung, aber meine Frau hat bedenken bezüglich Kellerfeuchte und Lagerung. Da die Heizung von 1990 ist und die Heizkörper Konvektoren - muss ggf so viel getauscht und gemacht werden, dass am Ende vermutlich der Schritt zu FBH nicht mehr allzu groß wäre ....
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12.05.2026 12:17:02 |
Ich habe eine Sole WP, aber bei 160 m2 und halbwegs saniertem Altbau. Da passt es für mich gut. Für die kleine Fläche würde ich eine normale LWP nehmen und Flächenheizung versuchen. Wenn FBH schwierig ist,l wäre Wandheizung eine Überlegung und statisch vermutlich auch eher zu realisieren. Es gibt Trockensysteme, teils auch mit Isolierung zur Außenwand oder Rohr auf die Wand und z.B. Lehmputz. Dazu finddest du viele Anregungen und Lösungen im Forum.
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12.05.2026 12:30:02 |
Zitat von Samy1404  Da die Heizung von 1990 ist und die Heizkörper Konvektoren - muss ggf so viel getauscht und gemacht werden, dass am Ende vermutlich der Schritt zu FBH nicht mehr allzu groß wäre .... [...] Mach mal ein Foto von den Heizkörpern. Wenn es richtige Konvektoren (Benteler etc.) sind, die erst ab 50° VLT richtig funken müssen die leider ersetzt werden. Normale Plattenheizkörper (22 oder 21) gehen eigentlich fast immer mit WP. Alte DIN- Radiatoren iwären sogar ideal für die WP, wegen dem großen Wasserinhalt.
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12.05.2026 13:00:31 |
https://www.dropbox.com/scl/fi/pk4e0cpr0noo3d4wwe4b4/IMG-20260503-WA0012.jpg?rlkey=0yuqd7qe6dmn7n5bcxu04ekic&st=3r2q2riz&dl=0
Ich habe leider nur dieses zur Hand, erkennst du die Art Heizkörper zufällig ? Mache sonst morgen wenn ich am Haus bin nochmal welche ...
https://www.dropbox.com/scl/fi/ns1d7xhm0oncgyb8peed4/IMG-20260503-WA0014.jpg?rlkey=gqkgsnvvmn9rt9himvmq7ktio&st=vjvmf5vu&dl=0
Bin
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12.05.2026 13:20:01 |
Das sind leider die sog. "Benteler"-Heizkörper. Du kannst versuchen diese mit Heizkörperlüftern etwas zu tunen, aber die Heizleistung bei WP tauglichen Temperaturen ist so gering, daß du damit wahrscheinlich nicht glücklich wirst. Also mußt du wohl oder über 6 oder 7 neue 33er Heizkörper oder FBH einplanen. Wenn du die allerdings zusammen mit der WP erneuern lässt, kriegst du sie mit gefördert.
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12.05.2026 13:33:34 |
Okay, ich lese mir ein paar Threads zu FBH, insbesondere Aufbau bei Balken/ Dielenboden durch und überlege mal. Bin gespannt was der Energieberater sagt, messe entsprechend oben auch mal den Überstand für eine mögliche WDVS und vl wäre dann WP + neue Heizkörper / FBH (wenn auch anfangs mit etwas höherem Vorlauf) die richtige Entscheidung. Dach 2002 neu, das sieht mir von unten wie eine leichte Aufsparrendämmung aus - ich frage mich ob der Eigentümer tatsächlich so eine aufwendigere Art Dämmung hat machen lassen. Im Spitzboden ist die Dampfbremse zu sehen und in den Flanken der Zimmer im OG müsste ja dann auch gedämmt worden sein. Ich hoffe ich kann das so lassen....
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12.05.2026 13:35:37 |
@belzig, siehst du in dem Zimmer diese rechteckige abkofferung zwischen Decke und Dachschräge ? Könnte das Dämmung sein ? Danke dir für den ganzen Input, das hilft mir sehr
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12.05.2026 13:53:11 |
Könnte Innendämmung sein.
Da müsstest du mal mit einem Dosenbohrer reinbohren und den "Bohrkern" untersuchen.
Aber mal keine Panik, das Haus hat ja bisher "funktioniert" - Kein Schimmel etc.
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