| | | | Zeit:
12.05.2026 17:37:38 |
Hallo zusammen, ich brauche Hilfe bei einem speziellen Geruchsproblem. Wir wohnen im Souterrain (Hanglage), darüber ist das EG. Der Aufbau: Die Fäkalhebeanlage steht im Keller auf unserem Niveau. Die DN50-Entlüftungsleitung verläuft von der Hebeanlage senkrecht nach oben an die Kellerdecke und von dort (waagerecht/schräg) weiter. Sie verläuft nicht durch unseren Bad-Schacht. Der Gestank tritt aber ausschließlich in unseren beiden übereinanderliegenden Gästebädern (Souterrain/EG) auf. Das mechanische Problem: Die Entlüftungsleitung verläuft an der Kellerdecke nicht fallend zur Hebeanlage. An einer Stelle ist das Rohr nicht fest mit der Decke verbunden. An diese Entlüftung wurde im Stock darüber (EG) wenigstens ein Ablauf einer Waschmaschine angeschlossen. Der Effekt: Sobald die Waschmaschine abpumpt, zieht das Gewicht des Wassers das lose Rohrende (90 Grad Biege waagrecht an der Kellerdecke) herunter. Dadurch bildet sich in der Entlüftungsleitung ein Wassersack (Siphon). Das Rätsel: Im Keller (bei der Hebeanlage) stinkt es nicht. Die Hebeanlage (KSB) wurde kürzlich erst durch einen Fachbetrieb gewartet und gespült. In unseren beiden Gästebädern (Souterrain und EG) herrscht immer wieder massiver Fäkalgestank. Die Siphons in den Bädern sind stabil (kein Leersaugen). WC und Dichtungen im Souterrain wurden bereits ohne Erfolg getauscht. Meine Fragen an die Profis: Wenn sich an der Kellerdecke durch das Absacken des Rohres ein Wassersack bildet, ist die Entlüftung über Dach blockiert. Wohin drückt die Hebeanlage die verdrängte Luft, wenn die Primärlüftung zu ist? Warum tritt der Gestank nur in den Gästebädern auf und nicht im Keller, wenn der "Verschluss" doch im Keller an der Decke sitzt? Kann es sein, dass der Überdruck die Gase durch die Anschlussleitungen der Gästebäder zurückdrückt? Könnte der Überdruck so groß sein, dass die Gase trotz intakter Siphons durch die Dichtungen der Fallrohre/Anschlussstutzen in die Vorwandinstallation der Bäder gepresst werden? Wie bewertet ihr diesen "beweglichen Siphon" in der Lüftungsleitung technisch ( DIN EN 12056)? Vielen Dank für eure Einschätzung!
|
| | Zeit:
12.05.2026 20:49:32 |
Eine Entlüftung ist eine Entlüftung und keine Abwasserleitung. Die Entlüftung einer Hebeanlage ist direkt über Dach zu führen.
|
| | Zeit:
12.05.2026 23:10:27 |
Und DN50 wäre in den meisten Fällen zu klein bemessen. Mich stört aber vor allem dieses Theoretisieren. Warum nicht einfach den gegenständlichen Leitungsabschnitt hochbinden und das Problem erneut beurteilen? Da reicht schon ein Montageband und zwei Schrauben nebst Dübeln. Oder eine passend abgelängte Dachlatte.
|
| | Zeit:
13.05.2026 08:26:43 |
Zitat von hanssanitaer  Und DN50 wäre in den meisten Fällen zu klein bemessen. Mich stört aber vor allem dieses Theoretisieren. Warum nicht einfach den gegenständlichen Leitungsabschnitt hochbinden und das Problem erneut beurteilen? Da reicht schon ein Montageband und zwei Schrauben nebst Dübeln. Oder eine[...] Guten Morgen, Wir entleeren das Rohr regelmäßig durch hochdrücken, was den üblen Geruch in Gästebadern im UG und EG verbessert Die Frage ist aber eher, wie das sein kann, dass es nur in den zwei Gästebädern riecht, die 7 Meter weg von der HA liegen, im Keller selbst aber nicht. Und hier ist ja die Verstopfung durch einen Wassersack in der Belüftungsleitung. Wir würden gerne die Fehlerquelle vor invasiven Eingriffen an Vorwänden oder teuren Kamerabefahrungen etwas eingrenzen.
|
| | Zeit:
13.05.2026 17:04:36 |
Ich fasse mal zusammen:
- Kanal-Entlüftung in DN 50 - Entlüftung waagerecht - Leitung ohne Schellen unter der Decke freischwebend - irgendwo in dieser Leitung wird noch mindestens ein Ablauf eingeleitet
Fällt jemand was ein, was man noch falsch hätte machen können?
|
| | Zeit:
13.05.2026 21:39:50 |
Das was ich geschrieben habe zu wiederholen, beantwortet aber die Fragen die ich hatte leider auch nicht. Das da einiges falsch ist, ist mir klar. Ich habe es aber nicht verbockt und versuche hier aufgrund der gegebenen Mängel gegen eine sehr renitente Hausverwaltung und einen Miteigentümer zu argumentieren (der es verzapft hat). Das Argument: Wenns bei Ihnen im Bad stinkt und im Keller nicht, kann das Problem nicht daran liegen.
Basteln am Gemeinschaftseigentum ist bekanntlich schwierig und sollte nicht ohne Beschluss erfolgen.
Falls also jemand einen sachlichen Ratschlag hat, wäre ich sehr dankbar.
|
| | Zeit:
13.05.2026 22:24:42 |
Hallo, bisher habe ich immer nur am IQ einiger US Amerikaner gezweifelt... sorry, sorry! Gemeindschaftsanlage und dann schließt jemand eine Waschmaschine (WM) an eine Entlüftungsleitung an....?? Ja, wo soll das Wasser der WM dann Irgendwo / irgendwann mal abfließen können. So ein Schwachsinn habe ich bisher selten hier gelesen. Aber in Gemeindschaftsanlage ist natürlich alles schwierig und alles erlaubt. Gruß Musil
|
| | Zeit:
14.05.2026 09:17:53 |
Falls also jemand einen sachlichen Ratschlag hat, wäre Anlage erst einmal den Vorschriften gemäß umbauen.
|
| | Zeit:
14.05.2026 10:11:49 |
Logisch, aber nicht immer einfach 🙁
|
| | Zeit:
14.05.2026 12:39:59 |
Zitat von tobiflyer  Das was ich geschrieben habe zu wiederholen, beantwortet aber die Fragen die ich hatte leider auch nicht. Naja, eigentlich schon. Dann also zum Verständnis nochmal mit anderen Worten: Alles Aufgezählte nach Vorschrift(en) um- bzw neu bauen.Und dann sollte - Aufgabe eines Verwalters - mal jedem Miteigentümer klar gemacht werden, dass er in so einer Anlage eben kein Eigentümer im Sinne von 'Alles mir' ist und daher bei bestimmten Umbauten die Zustimmung der anderen braucht. Übrigens: Die Hausverwaltung wird doch auch von dir bezahlt. Also hat sie innerhalb geltender Vorschriften zu machen, was ihr aufgetragen wird. Andernfalls gibt es bei der nächsten Versammlung eine neu HV.
|
| | Zeit:
14.05.2026 16:56:40 |
Danke für eure Rückmeldungen. Ich frag nochmal anders: Wieso riecht es im Keller, also dort wo die Lüftungsleitung immer mal wieder zugesetzt wird, weniger, als in den betroffenen Badezimmern. Sowohl die Lüftungsleitung als auch die Grundleitungen zur Hebeanlage sind HT Rohre (DN50 bzw. DN100) mit Steckverbindungen. Es müsste dann doch auch aus den Steckverbindungen der Lüftungsleitung nach Klärgas riechen. Dass das Murks ist, ist keine Frage. Leider steckt die Verwaltung und der Miteigentümer, der die Waschmaschine angeschlossen hat, unter einer Decke. Ziemliches Dilemma :-/
|
| | Zeit:
14.05.2026 17:46:27 |
Meine Idee: Wenn die Waschmaschine in das Entüftungsrohr der Fäkalienhebeanlage entwässert, dichtet sie das Entlüftungsrohr der Hebeanlage ab. In der Hebeanlage entsteht durch das einströmende Wasser ein Fäkalienluft-Überdruck, der sich einen Weg sucht - möglicherweise blubbern Fäkalienluftblasen durch die Syphons der Waschbecken oder Duschbecken Eurer Bäder... Nur eine Phantasie... Was passiert eigentlich, wenn man in einen nicht regelgerechten Abfluss an der Einleitstelle eine alte Socke ö. Ä. hineinstopft? Socken werden von Waschmaschinen ja regelmäßig gefressen, und werden an den merkwürdigsten Stellen wiedergefunden ...
|
| | Zeit:
16.05.2026 15:05:10 |
Vllt hat ja auch dein Nachbar bei seiner Waschmaschinenaktion irgendwo das HT-Rohr aus einer Muffe rausgezogen .....
|
| | Zeit:
17.05.2026 12:04:24 |
Zitat von Wolf S  Vllt hat ja auch dein Nachbar bei seiner Waschmaschinenaktion irgendwo das HT-Rohr aus einer Muffe rausgezogen ..... Das wäre dann aber im darüberliegenden Stockwerk und erklärt nicht, wieso es dann nicht auch stärker im Technikraum nach Klärgas riecht. Die Fehlerquelle (Gasaustritt) ist also irgendwo zwischen Hebeanlage und Gäste Bad 7m weiter in der Grundleitung. Das "durch die Siphons blubbern" wäre auch eine Möglichkeit. Es riecht auch immer stärker bei sinkendem Luftdruck, sofern die Abluftleitung von oben bewässert wurde.... Ein weiterer Verdacht, den ich aber nur mit einer 500 EUR Kamerabefahrung ausschließen könnte: Im Frühjahr 2024 wurde das Abwasserrohr zwischen HA und Gästebad mit einem Inliner repariert, da es bei Reinigungsarbeiten durch einen Kanalreinigungsdienst gebrochen ist. Meine Idee: Vielleicht ist der Inliner nicht ganz gasdicht, und setzt die Klärgase hier frei.
|
| | Zeit:
19.05.2026 09:02:01 |
Besorg dir eine Nebelmaschine zur Lecksuche aus dem KFZ Bereich. 12 V Steckernetzteil, Weißöl rein und los gehts. Den Rauchschlauch einfach durch einen Siphon legen.
|
| | Zeit:
19.05.2026 10:04:55 |
Die Hebeanlage entlüftet über den Weg, der den geringsten Wiederstand bildet. Das wird dann wohl eure Geruchsstelke sein. Fakt ist, dass an der Entlüftung nichts ei geleitet werden darf. Also ich würde dem die Entlüftung temporär verschließen damit ihm die Brühe in sei er Wohnung überhäuft.
|