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19.05.2026 21:04:57 |
Hallo zusammen,
bin seit kurzem Selbstständig und stelle fest, wie schwer ich mich damit tue, meinen Papierkram zu machen. Wie läuft das eigentlich bei euch mit der Doku auf der Baustelle?
Bei mir flattert das gerade durch alle Kanäle: Sprachnachricht an die Frau, Bierdeckel in die Tasche, E-Mail an mich selbst – und abends sitz ich da und versuch den Tag irgendwie zusammenzuklauben. Positionen vergessen, Absprachen halb erinnert. Kennt das jemand?
Ich überleg schon länger ob man das besser hinkriegen kann. Aber ohne gleich ein ERP-System ranzuschleppen.
Daher direkt gefragt:
Wie haltet ihr Infos fest – Sprachnachricht, Zettel, oder ist bei euch irgendwas Digitales im Einsatz? Wie macht ihr die Nachbereitung abends? Selbst, mit der Frau, oder bleibt’s einfach liegen?
Danke für eure Hilfe und einen schönen Abend. Felix
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19.05.2026 22:08:34 |
Es gibt reine digitale Baustellenakten Lösungen. D.h. mit Notizen, Sprachnachrichten die in Text umgewandelt werden. (Auch Mehrsprachig wenn man diverse Mitarbeiter hat). Bilder Ablage etc.... Die Cloud-Lösungen setzen meist auf Telegram / WhatsApp Business mit KI, damit man einfach Bilder verschicken kann... Aber... Am Ende fehlt die Schnittstellen Richtung Warenwirtschaft/erp. Damit spielt eine solche Lösung leider nicht die möglichen Vorteile aus. Die klassischen Warenwirtschaftslösungen für Handwerker (gibt's ja extrem viele) haben in dem Bereich meist Nachholbedarf. Deren Digitalisierungs addons sind eher in der Steinzeit stehen geblieben. Egal welche Lösung man nun einsetzt sollte man ein Augenmerk drauf halten, dass man später auch Daten weg migrieren kann, falls man wechseln möchte. Mögliche Lösungen während meiner Recherche. Baukraft / Go Bautagebuch Compa ... PS. Ich hab die einen guten Bekannten mal nach ner Handwerkerlösung gesucht und war enttäuscht. Warenwirtschaft vorhanden die selbst sehr gut ist. Aber die Digitalisierungs addons (Zeitwirtschaft, Baustellendoku,...) sind 90er Jahre Style. Preislich zudem viel zu teuer.
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20.05.2026 09:18:55 |
Stell doch einfach dein gefundenes Programm vor , und mach hier nicht so eine große Show draus.
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20.05.2026 10:23:30 |
Zitat von Bergi  Stell doch einfach dein gefundenes Programm vor , und mach hier nicht so eine große Show draus. Wenn meinst du? Ich hab die drei Kandidaten genannt, die wir gefunden haben. Aufgrund Zeitmangels ist es noch zu keinem Test gekommen. Zuerst soll die Warenwirtschaftseigene Lösung getestet werden. Aber das bringt dir nichts, da es sich um einen Galabauer mit Dataflor Business handelt. Dort gibts die Digitale Bauakte, die Apps TIME für zeiterfassung, App Connect, App Project, App Team,.... Schnittstellen für das digitale Aufmass ( BIM) bei Öffentlichen Baustellen sind zudem ein Kriterium. Dort sieht man, dass es -meiner Meinung nach- zu viele Apps gibt. Eine für alles - und die unterschiedlichen Funktionen sollten dann eigentlich gegen Einwurf von Münzen, freigeschaltet werden. Aber so denken noch viele Warenwirtschaftslösungen.... Bei der Nutzung der jew. Warenwirtschaftslösung + Addon, hat man die Daten u.U. dann zentral zum Kunden/Projekt abgelegt und später auch abrufbar.
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20.05.2026 11:25:09 |
Zitat von Flixx2311  Hallo zusammen,
bin seit kurzem Selbstständig und stelle fest, wie schwer ich mich damit tue, meinen Papierkram zu machen. Wie läuft das eigentlich bei euch mit der Doku auf der Baustelle?
Bei mir flattert das gerade durch alle Kanäle: Sprachnachricht an die Frau,[...] Selbstständig als was und in welcher Größenordnung 🤔
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20.05.2026 17:31:15 |
PV Anlagen und Speicher, seit kurzem solo. Aktuell noch klein – ich und ein Helfer. Genau deswegen noch keine große Warenwirtschaft, aber der Papierkram wächst schon.
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20.05.2026 19:02:02 |
Für die eigene Organisation ist es wichtig, möglichst konsequent mit denselben Tools und Abläufen zu arbeiten. Dafür braucht es eine gewisse Routine, die dir aktuell noch etwas fehlt. Vielleicht nur eine App für Notizen nutzen. Sprachnotizen in Schriftstück umwandeln... Der Rechner sollte zudem mit dem Handy verknüpft bzw. synchronisiert sein. So hast du zum Arbeitsende alle Informationen direkt auf dem Rechner und kannst diese bequem weiterbearbeiten. Die meisten großen Unternehmen arbeiten nach wie vor intensiv mit Microsoft-Tools. Dabei geht es nicht nur um Word und Excel, sondern auch um Anwendungen wie Microsoft Project, OneNote, ToDo ... Meine älteren Kollegen haben ihre Autos oft voller Zettel, Mappen und handschriftlicher Notizen, womit sie zwar zurechtkommen. Ich sehe jedoch auch, wie viel Zeit dabei für Nacharbeiten und Organisation verloren geht. Das sollte man sich möglichst nicht angewöhnen und stattdessen frühzeitig auf eine bessere digitale Organisation setzen.
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20.05.2026 19:32:24 |
Zitat von Flixx2311  PV Anlagen und Speicher, seit kurzem solo. Aktuell noch klein – ich und ein Helfer. Genau deswegen noch keine große Warenwirtschaft, aber der Papierkram wächst schon. Klar, kann man komplett digital machen, aber ich persönlich würde mir für den Anfang ne Kladde kaufen. Kein Witz, geschrieben ist gemerkt, paar Bilder via Handy, fertig. Goodnotes wäre eine digitale Möglichkeit, aber das muss man dann auch leben, mit dem Tablet bis aufs Dach… Fürs Büro habe ich in deiner Situation mit Lexware Office gute Erfahrungen gemacht, ist auch recht günstig , guter Support. Die richtig guten Lösungen, mit denen man auch Bauzeitenpläne, Ressourcen jeder Art und alles andere abbilden kann…ja, gibt es, aber was ich kenne und nutze kannst nicht bezahlen, daher kann ich dir da nix empfehlen.
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20.05.2026 21:41:51 |
Ich habe seit Jahren mein Buch. Für jedes Jahr eines. Dort schreibe ich alles wichtige rein. Ich mache jedoch Unerschiede ob Baustellentermin oder Kundentermin oder Memo an mich. Bei Kundenterminen benutze ich selbst erstellten Vordrucke voll digital. Damit ich möglichst nichts vergesse. Bei Baustellenterminen nutz ich den Bauablaufplan den ich dann Handschriftlich ergänze. Bei Anrufen und was alles in Tagesgeschäft rein kommt nutze ich das Buch oder direkt One Note. Im Büro organisiere ich mich mit One Note und Outlook. Aber jeder muss für sich selber wissen wie er es macht. Wenn du noch selber auf der Baustelle arbeitest dann hilft Disziplin und eine gute Mailbox. Nicjt sofort und vei jedem ans Telefon gehen. Mit möglichst 2 bis 3 Nummern arbeiten und diese priorisiert heraus geben. Du musst dir Telefonzeiten machen wann du erreichbar sein willst. Je nachdem um wieviele anrufe es am Tag geht ist die Stummfunktion ein guter Freund.
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21.05.2026 09:19:38 |
Kladde und Buch sind 2010... Das habe ich beides vor 10 Jahren abgeschafft und mir einen Convertible-Notebook mit Stift und Touch beschafft. Seit dem nur noch OneNote. Da kannst du skizzieren, notieren und Excel einbinden, hast alles auf Rechner und Handy und kannst es mit deinen MA teilen. Notizbuch ist extrem riskant - wenn das verloren geht oder auf Baustelle in den Matschgraben hast du ein riesen Problem
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21.05.2026 10:06:05 |
Ich kann dir nur raten, als Neueinsteiger die Finger von Zetteln und Papier zu lassen und es nach Möglichkeit vom ersten Tag an alles vernünftig, modern und digital auf zu stellen. Angefangen vom Warenwirtschaftteil mit Lagerhaltung & Co bis zum Dokumentationsteil und Kundendaten, Angebote, Rechnungen, etc. Mein Heizungsbauer hat jede Kundenanlage dokumentiert, mit Bildern, von jedem Monteur abrufbar im System. Der hat jeden Fitting der irgendwo im Lager oder auf nem Auto ist im System. Aus nem Angebot nen Auftrag zu machen ist ein Wisch, das Aufmaß wird direkt in ner Cloud hinterlegt, genau wie alle geleisteten Stunden, fahrten, etc. und daraus ne Rechnung zu generieren, ist auch nur ein Wisch. Manuell passiert da nur noch, dass sie aus dem Druck genommen wird und eingetütet wird. Wenn du das Thema am Anfang vergeigst und versuchst, die heutige Zettel & Papierflut noch Analog zu bewältigen, fällt dir das ganz ganz böse und teuer auf die Füße. Mit Zetteln und Papier kannst du machen, wenn du kurz vor der Rente bist und ein Ende absehbar ist, aber nicht als junger Neueinsteiger.
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