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04.06.2026 12:13:22 |
Hallo zusammen, ich habe eine vielleicht etwas ungewöhnliche Idee und würde gerne eure Einschätzung dazu hören. Unser Haus hat eine Fußbodenheizung über alle drei Ebenen (UG, EG und OG). Im Sommer habe ich aktuell ungefähr folgende Temperaturen: * UG: ca. 18 °C * EG: ca. 22 °C * OG: ca. 24 °C Nun kam mir folgende Überlegung: Würde es Sinn ergeben, im Sommer einfach nur die Umwälzpumpe der Fußbodenheizung laufen zu lassen, also ohne Heizbetrieb und ohne aktive Kühlung? Die Idee wäre, dass das Wasser durch alle Heizkreise zirkuliert und die Temperaturunterschiede zwischen den Stockwerken ausgleicht. Theoretisch müsste die Fußbodenheizung damit doch wie ein großer Wärmetauscher zwischen UG, EG und OG wirken. Die kühlere Energie aus dem Untergeschoss würde nach oben transportiert, während gleichzeitig Wärme aus dem EG und OG nach unten abgegeben wird. Hat das schon einmal jemand ausprobiert? Ist der Effekt in der Praxis messbar oder stellt sich das System nach kurzer Zeit auf eine mittlere Temperatur ein, sodass kaum noch Energie übertragen wird? Mich würde interessieren, ob sich auf diese Weise die Temperaturen der drei Etagen zumindest etwas angleichen lassen. Viele Grüße
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04.06.2026 12:50:51 |
Hast du den im UG komplett Fußbodenheizung? Wenn wir mal von Gleichen Heizflächen pro Geschoss ausgehen, ist die Rechnung relativ einfach (18+22+24)÷3 ist 21,3. Also wenn alles gut läuft kommst du auf Dauer auf 21,3°C in allen Geschossen. Aber durch die Trägheit der FBH wird dasbestimmt 2-3 Tage dauern, und in der Zeit hast du im OG wieder massiven Wärmerintrag der die Durchschnittsthemperatur wieder anhebt.
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04.06.2026 15:47:02 |
Bei der aktiven Kühlung mit der Wärmepumpe passiert ja dasselbe. Außer dass eben zusätzlich gekühlt wird. Bei der aktiven Kühlung läuft der Verdichter auch nicht immer. (je nach Kühlbedarf und Hydraulik) Due HK Pumpe läuft aber durch.
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04.06.2026 16:46:35 |
Zitat von Magicrat45  Bei der aktiven Kühlung mit der Wärmepumpe passiert ja dasselbe. Außer dass eben zusätzlich gekühlt wird. Bei der aktiven Kühlung läuft der Verdichter auch nicht immer. (je nach Kühlbedarf und Hydraulik) Due HK Pumpe läuft aber durch. Bei aktiver Kühlung wird die Wärme aus dem Haus transportiert. Ohne Kühlung wird sie lediglich im Haus anders verteilt. Da bringt dann Lüften und Verschatten wesentlich mehr.
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04.06.2026 19:31:48 |
Zitat von ring_giro  Hallo zusammen, ich habe eine vielleicht etwas ungewöhnliche Idee und würde gerne eure Einschätzung dazu hören. Unser Haus hat eine Fußbodenheizung über alle drei Ebenen (UG, EG und OG). Im Sommer habe ich aktuell ungefähr folgende Temperaturen: * UG: ca. 18[...] Ich habe genau dasselbe Setup und seit zwei Sommern mache ich das auch. UWP auf minimalster Stufe mit 8W Leistungsaufnahme. Auf jedem Stock sind separate Wärmezähler, kann also sehr genau überwacht werden. Leider pendelt sich der Wärmeeintrag im EG nach einiger Zeit auf bloss noch 30-40W ein. Im OG aktuell nur noch 150W Wärmeentzug, was natürlich relativ zum Effekt von Dachfensterrolläden völlig unerheblich ist. Bei den 150W spielt aber noch die tatsächliche Auskühlung mit, es ist nämlich gerade nasskaltes Wetter! Insgesamt lasse ich das weiterlaufen, weil mir die Idee gefällt und 100W am Ende des Tages auch 2.4kWh sind, die transportiert wurden. Ist aber eher eine nette Spielerei. Der Temperaturhub ist einfach zu gering.
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04.06.2026 19:45:07 |
Wie meine Vorposter schon schrieben: Prinzipiell funktioniert das. Da aber die Delta Ts sehr klein sind, wird der Effekt kaum spürbar sein.
Ich habe das auch schon angedacht, dann aber nach ein wenig Rechnen wieder verworfen. Damit das was würde, müssten die Volumenströme gigantisch sein und das will man kaum.
Gruss, Jörg
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04.06.2026 23:08:42 |
Ich kenne die Brinksche Umschaltung, da wird das über zwei Dreiwegehähne gemacht. Bei meinen Eltern funktioniert das.
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05.06.2026 09:18:59 |
Vielen Dank für die interessanten Rückmeldungen. Ja, im Untergeschoss liegt ebenfalls nahezu flächendeckend Fußbodenheizung. Rein rechnerisch müsste sich das System natürlich irgendwo in der Mitte einpendeln. Mir geht es dabei allerdings gar nicht primär darum, das OG zu kühlen, sondern auch darum, das UG etwas wohnlicher zu machen. Aktuell hat das UG rund 18 °C. Das ist im Sommer zwar angenehm kühl, aber auf Dauer fast schon etwas zu kühl, insbesondere im Büro. Gleichzeitig hat das OG etwa 24 °C. Wenn sich am Ende alle Ebenen irgendwo bei 21 bis 22 °C treffen würden, wäre das für uns eigentlich ein ziemlich attraktiver Zustand. Die Rückmeldung von RivaCom finde ich besonders spannend. Dass sich die tatsächlich übertragenen Leistungen nach einiger Zeit nur noch im Bereich von einigen Dutzend bis wenigen hundert Watt bewegen, zeigt natürlich, wie klein die Temperaturdifferenzen letztlich sind. Andererseits sind 100 bis 200 W Dauerleistung über viele Stunden betrachtet eben auch nicht völlig nichts.
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05.06.2026 12:54:51 |
Zitat von Joerg Lorenz  Damit das was würde, müssten die Volumenströme gigantisch sein und das will man kaum. Nein, hoher Volumenstrom bringt nichts, weil dann der Wärmetransport durch den Estrich nicht hinterherkommt. Ich habe es auch mal ausprobiert. Im ersten Moment total begeistert, weil da ordentlich Leistung transportiert wurde. Nachdem das Wasser aber einmal umgewälzt war ging das auch bei mir auf weit unter 100W zurück.
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05.06.2026 21:56:32 |
Wenn man basteln könnte, liesse sich im Keller ein Wärmetauscher einbinden, Ventilator hinten dran -> Wäre schon ordentlich. Ich glaube da sind Wärmepumpen mit Erdkollektoren besser dran. Im Umkehrmodus würden die ja nicht nur kühlen, sondern sie führten auch Wärme wieder zurück in den "Erdspeicher".
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06.06.2026 07:01:58 |
Zitat von Martin24  Zitat von Joerg Lorenz  [...] Nein, hoher Volumenstrom bringt nichts, weil dann der Wärmetransport durch den Estrich nicht hinterherkommt. Ich habe es auch mal ausprobiert. Im ersten Moment total begeistert, weil da ordentlich Leistung transportiert wurde. Nachdem das Wasser aber einmal umgewälzt war ging[...] Genau das schrieb ich doch. Und einfach zur Einordnung: Ein Mensch erreicht bei Ruhe eine Heizleistung von gut 1 W/1 kg Körpermasse. Jörg
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06.06.2026 08:22:51 |
Zitat von ring_giro  Hallo zusammen,
ich habe eine vielleicht etwas ungewöhnliche Idee
Ich würde einfach eine Klimaanlage im OG verbauen, die schafft die Wärme nämlich aus dem Gesamtsystem Haus raus und macht das Wohnklima wesentlich angenehmer.
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06.06.2026 22:12:56 |
Moin, evtl ein kleiner Versuch mit kleinem Hydraulischen eingriff? Wie währe es wenn Du im EG den Verteiler im VL oder RL einmal mit einem Handgriff abdrehst .... und nur OG gegen Keller umwälzt? Die Dämmung OG gegen EG wird nicht so groß gewählt sein wie gegen Erdreich oder außen. Somit währe in meier Welt der Temperaturhub absolut ggf. etwas höher möglich. Bei einem Einsatz von 240-500 Wh wäre es doch einen Versuch wert. Zettel / Notiz an die Heizungssteuerung das das EG im Verteiler abgeschiebert ist. ( Du könntest ja zum Beginn der Heizperiode ggf. auf Dienstreise sein :-) ) Grüßle
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