Ich habe seit 4 Jahren einen Rika Revo. Der einzige Vorteil den der Ofen gegnüber seinen Mitbewerbern hat ist der 54l Tank. Die Verarbeitung ist mäßig die Software nicht stabil.
Hier meine Erfahrungen:
• Die
Steuerung hat eine Reihe von Fehlern im Programm, die völlig unerwartete Ereignisse produzieren. Ich hatte es mehrfach, dass der Pelltsbehälter leer wurde. Das wird dann auch im Display angezeigt. Diese Anzeige ist aber auch stehen geblieben, nachdem Pellets nachgefüllt wurden. Ein Reset-Button existiert nicht. Auch das längere Zeit vom Strom nehmen (einmal 24h) hat da nichts geändert. Es musste der Techniker kommen und der hat dann eine neue Firmware eingespielt, dann hat´s wieder funktioniert.
• Es gab noch andere Stillstände mit komischen Fehlermeldungen bei denen auch wiederum längere stromlose Phasen keine Veränderung brachte. Erst der Techniker, der eben die Möglichkeit eines tieferen Eingriffs hat, konnte die Steuerung wieder flott machen.
Nun zu Konstruktion.
Hier haben Leute gearbeitet, die die Bezeichnung technischer Konstrukteur nicht verdienen.
• Beim jährlichen Service wird der Ofen aufgemacht. Einmal unterhalb des Brennraumes und einmal oben. Unterhalb ist die Absaugung und die Kammer vor dem Lüfter füllt sich mit viel Asche. Es bleibt auch viel Asche in allen horizontalen Bereichen der
Abgasleitung liegen. D.h. die Abscheidung der Asche ist definitiv mangelhaft und führt zur Beeinträchtigung des Heizbetriebes. Für einen Zugang, den man so oft braucht, könnte man eine etwas komfortablere Befestigungsvariante einbauen.
• Am ganze Ofen sind die
Befestigungen von Platten und anderen Teilen z.B. Specksteinen so ausgeführt, dass das Gegengewinde ins Blech geschnitten wurde. Jeder Maschinenbauer weiß, dass es eine gewissen Einschraubtiefe braucht um wiederholte Schraubvorgänge durchführen zu können. Die Lösung beim Understatment in technischer Perfektion lässt diese Schraubvorgänge ein paar Mal zu, dann ist das Gewinde im Blech kaputt. Das ist Murks und keine Ingenieurleistung.
• Der Deckel am oberen Ende des Brennraumes ist ein Gussteil und hat innen liegende Rippen für die Wärmeübertragung. Darunter liegt relative knapp eine Prallplatte. Diese ganze Konstruktion ist so ein
Pfusch, dass man das mit Worten kaum ausdrücken kann. Der Abstand zwischen Prallplatte und dem Gussdeckel ist so klein, dass er sich rasch mit Asche zulegt. Die Prallplatte dient gleichzeitig auch als Halter für die Dämmplatten des Brennraumes und für den Gussdecke. Diese Dämmplatten sind hoch poröse Keramikplatten die kaum eine Festigkeit haben. Die Haltelippen der Prallplatte sind zu kurz ausgeführt.
• Die Prallplatte ist einer hohen thermische Last ausgesetzt, was zur Ausdehnung dieser führt und zwar nicht nur zu einer Ausdehnung während der Ofen brennt. Es kommt zu bleibenden Verformungen. Die Konstruktion hat in den seitlichen Blechen des Brennraumes Haken, in die, die Prallplatte eingehängt wird, oder werden soll. Jetzt nach 4 Jahren Betrieb ist diese Prallplatte, die schon einen Riss aufweist so viel in Längsrichtung gewachsen, dass die dafür vorgesehenen Schlitze weiter auseinander liege, als die Haken. Dadurch ist ein ordentliches Verschrauben des Gussdeckels nicht mehr gegeben. Der Gussdeckel hält praktisch nur mehr durch sein Gewicht. Die Ausdehnung der Platte führt auch dazu, dass die Haltelippen gegen die Dämmplatten drücken und diese zu Bruch gehen. Ich habe selten eine so schwachsinnige Konstruktion für einen Heißbereich gesehen.
Das ist wahrlich eine Konstruktion die ich eher als Understatement in technischem Pfusch bezeichnen möchte.
• Oben drauf kommt noch die unverständliche Schräge mit der die Gussplatte aufgesetzt wird. Das macht dem Servicetechniker das Leben unnötig schwer, weil das Schutzrohr für den Thermofühler im rechten Winkel zur Gussplatte geführt ist und nachdem nach oben hin der Raum begrenzt ist, ist es schwierig die Platte raus zunehmen. Ebenso gestaltet sich der Einbau. Ein gerader Anschluss wäre hier die wesentlich bessere Lösung.
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Jetzt kommt noch ein verfahrenstechnischer Aspekten
• Der Ofen scheidet die entstehende Asche nicht ausreichend ab. Sinnvoll wäre, wenn die Abgase den größten Teil der Asche im Brennraum zurücklassen würden. So etwas lässt sich mit einer entsprechenden Gasführung bewerkstelligen
• Die nicht abgeschiedene Asche legt sich in dem zu kleinen Raum zwischen Prallplatte und Gussdeckel ab. Die seitlichen vertikalen
Rauchgaszüge sind davon kaum betroffen, weil die glatten senkrechten Wände dafür wenig Halt bieten.
• Der Ansaugraum vor dem
Ventilator ist strömungstechnisch völlig inadäquat und wächst, aus diesem Grund ebenfalls mit Asche zu
• Die Abgasrohre, nach dem Ofen die horizontal verlegt werden, füllen sich, aus dem gleichen Grund, ebenfalls mit Asche, die nicht abgeschieden wird.
Diese Mängel führen zu einem erhöhten Serviceaufwand, der dann, durch schlecht konstruierte Bauteile, geradezu behindert wird. Wo ist da die technische Perfektion.
Insgesamt muss hier festgehalten werden, dass in einem Ofen, der „Understatement technischer Perfektion“ für sich in Anspruch nimmt, solche Mängel nicht vorhanden sein dürften. Husch Pfusch, wäre wohl die bessere Einstufung. Die Servicefreundlichkeit der Firma Rika ist auch bemerkenswert schlecht.