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15.11.2005 13:27:37 |
Wir sind dabei in einer Käufergemeinschaft 6 Lofts in einer Industriemühle zu sanieren und sind auf der Suche nach einem Heizsystem für das gesamte Objekt. Nun scheiden sich hier die Geister und damit auch unsere Gruppe, da wir mit mehreren Energieberatern gesprochen haben und die Meinungen und Konzepte auseinander gehen. Da die Grundstücksfläche gross genug ist und die Gegebenheiten mit grösster Wahrscheinlichkeit eine gute Erdwärmenutzung zu lassen werden, ist eine Wärmepumpe für uns natürlich sehr interessant. Das Haus, ein Backsteinbau um 1900, hat eine Grundfläche von 1500 qm in 4 Stockwerken a 300 qm. Wohnflächen von 150 bis 280 qm und unterschiedliche Raumhöhen in den Etagen von 2,50 m bis 4,50 im Dachgeschoss. Auch die Aussenwände sind unterschiedlich dick. Auf eine zusätzliche Dämmung muss aus Denkmalschutzrechtlichen Gründen verzichtet werden. Der Wärmebedarf wurde auf ca. 140kw geschätzt. Die Nutzergemeinschaft möchte auch nach Möglichkeit nicht ausschliesslich eine träge Fussboden- oder Wandheizung einbauen. Nun haben wir Information, dass selbst mit einer Wärmepumpe diese unterschiedlichen Anforderung auch noch wirtschaftlich umsetzbar sind. Ein anderer Energieberater sagt, eine Wärmepumpe wird Probleme habe die grossen Zimmer und Flächen ausreichend zu erwärmen und bei einer geringen Dämmung sowieso. Verschiedene Meinungen der Spezialisten gibt es auch über die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe bei Kombination einer Fussbodenheizung mit herkömmlichen Heizkörpern. Alles dabei von kein Problem bis geht überhaupt nicht. Wer hatt Recht bzw. wie können wir überhaupt vorgehen, um ein optimales Heizkonzept zu finden ? Über Hilfe wäre ich sehr dankbar, da die Situation ziemlich verfahren ist. Danke im Voraus. Mario
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15.11.2005 21:58:03 |
Sehr geehrter Herr Wermuth, um späteren eventuellen Unstimmigkeiten bei der Heizkostenabrechnung vorzubeugen empfehle ich für jedes Loft eine separate Wärmepumpenanlage. Als effektivstes System emphehle ich, wennmöglich, ein Direktverdampfungssystem mit einem Flächenkllektor. Diese Systeme sind effektiver als Sole und Luft Systeme und bewegen sich preislich im Bereich der Luft- wasser systeme. Als Alternative zur "trägen Fußbodenheizung" empfehle ich Klimakonvektoren. Diese sind durch den eingebauten 3stufigen Venilator in der Lage rasch auf Temperaturschwankungen zu reagieren. Außerdem ließe sich über diese Konvektoren auch im Sommer eine Klimatidierung der Räumlichkeiten ohne zusätzliche Installationen realisieren. Voraussetzung ist allerdings das die eingebaute Wärmepumpe für einen Kühlbetrieb im Sommer mit einer Kreislaufumschaltung ausgestattet ist. Weitere Infos finden Sie auf meiner Homepage www.kaelte-bleser.de |
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17.11.2005 10:24:00 |
1) 6 einzelne Wärmepumpen sind doch wesentlich teurer als eine gesamte? 2) Bekomme ich denn mit den vorgeschlagenen Konvektoren einen 80 qm x 4 m hohen Raum bei Minusgraden überhaupt warm ?? |
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17.11.2005 18:34:24 |
Die leistungsstärkstenDirektverdampfung Erdreich Wärmepumpen haben eine Leistung von ca. 30KW. Wenn Sie die Heizleistung durch nur eine WP erbringen lassen wollen ist die günstigste Lösung eine Luft - Wasser WP. Mit den Umluftkonvektoren bekommen Sie jeden Raum warm, möglicherweise üssten jedoch in exterm grossen Räumen mehr als ein Konvektor montiert werden.Auf Wusch sende ich Ihnen gerne Infomaterial zu.
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17.11.2005 20:29:54 |
würde sich in dieser größenordnung nicht auch ein bhkw rentieren? gruß thomas
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17.11.2005 21:27:53 |
@klimahansel: - au ja, 140 kW mit einem Flächenkollektor...da wollen wir aber mal hoffen, dass sich um die Industriemühle herum auch ein wenig Freifläche befindet...:-) @Mario Wermuth: - ja, 6 kleine WP sind teurer als eine große WP. Für die Abrechnung kann man natürlich auch Wärmemengenzähler installieren. - wenn die 140 kW stimmen (hat sich darum jemand gekümmert, der sich mit Wärmebedarfsberechnungen auskennt?) dann ergeben sich ca. 2200-2500 Meter Erdwärmesonden (das macht dann erfahrungsgemäß ca. 130-140 T€ plus WP und WP Anschlusskosten). - grundsätzlich: es mag ja noch angehen, dass sich der ambitionierte Heimwerker mit der Planung einer WP-Anlage fürs eigene Häusle beschäftigt. Aber bei einem 140-kW-Projekt würde ich nun wirklich einen Fachmann heranziehen. Gruß Ricola |
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18.11.2005 12:42:19 |
Genau der Fachmann ist ja das Problem. Wir haben zu viele befragt und jeder erzählt uns was anderes. Wir hätten natürlich gern eine Wärmepumpe, aber nur wenn es kostenmässig gegenüber Gas und Holzpellets Sinn macht und das Loft im Winter nicht kalt bleibt. Vom BHKW hat ein Energieberater abgeraten, weil zu teuer in der Anschaffung und in den 10-Jahres Betriebskosten. Wobei 140 TDE ja auch kein Pappenstiel sind.
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18.11.2005 13:04:56 |
Hallo Mario, Wo wohnt die Hütte? Ich glaube hier muß nicht nur das Energieumwandlungssystem diskutiert werden sondern das gesamte Hausenergiekonzept. Also ich würde noch ein paar HT-Planer durchlaufen lassen, auch wenn es jedesmal ein paar Euro kostet. Dann die Vorschläge gegenüberstellen und Diskutieren und dann entscheiden. Also ich als WP-Fan habe bei der Darstellung auch zuerst an BHKW gedacht, bei dem Wärmebedarf, lasst Euch weiter beraten. Auch an Lüftung, Kühlung und WW denken!!! 5 Experten 6 Meinungen ist doch normal. Also ich würde mindestens 3 komplette Projektierungen abwarten, kosten dann sicher 3-6T€ aber das lohnt sicher! Steffen
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19.11.2005 20:56:27 |
BHKW haben wir oft gehört, aber auf die aktuellen hohen Förderungen von Vater Staat kann man auch nicht bauen. Bestimmt keine 10 Jahre lang. Und wohin mit den 140 kw Wärme im Sommer ? |
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20.11.2005 08:17:42 |
Hallo, schau Dir mal dieses Konzept an: http://www.bayerisches-energie-forum.de/portal/news_detail,2242,,5156,detail.html aber wie Steffen schon geschrieben hat, erst einmal eine vernüftige Wärmedarfermittlung unter Berücksichtigung möglicher baulicher Energiesparmaßnahmen. Pi x Daumen = 140 Kw reicht da nicht. |
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20.11.2005 09:02:27 |
Gerade Lofts mit überhohen und unterschiedlich hohen Räumen würde man heutzutage nie mit Konvektoren ausstatten sondern komplett auf FBH einstellen. Dann und auch nur dann kommt man auf Parameter für ein Innovatives Betriebssystem, das natürlich auch mit WP`s beheizt werden sollte, wobei die Option auf Solarthermie und Kombination beider Systeme mit Sicherheit die beste Lösung ist. Gerade bei unterschiedlichen Nutzern kann hier genau abgestuft auf den Bedarf geplant und auch später die Investitions- und Betriebskostenseite geteilt werden. Eine fachkundige Energieplanung für so ein Projekt kostet nicht 3-6 tsd EUR. Wenn keine Bauaufnahme nötig ist , weil die Unterlagen des Denkmalschutzes mit allen Planunterlagen vorhanden sind, geht das meist sehr schnell und preiswerter. Mensch 2000 m² sind doch kein Großprojekt ! Und 140 kW geschätzte oder projektierte Heizlast sind doch kein Problem für eine 5er Kaskadenschaltung wenn man nicht auf Hochtemperaturen muss für blödsinnige Konvektoren. Click mal unseren Freund Piergalski an. Der erzählt euch was von Leistungsstufung durch Kaskadentechnik. Gruß JoRy |
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20.11.2005 09:24:11 |
@jory Blödsinnig ist wohl eher dei Kommentar als die Konvektoren. Richtig dimensioniert und ausgelegt sind Umluftkonvektore mit der gleichen Vorlauftemperatur zu betreiben wie eine Fußbodenheizung. Und das Großprojekte nicht damit zu beheizen sind ist ebenso ein Schmarrn. Unter www.Kampmann.de findet man alles was das Herz begehrt.un fehlt nur noch einer der das Ganze richtig projektiert und einbaut. Fazit: der Kunde ist König. Und wenn er nun malkeine Fußbodenheizung will, dann kriegen wir die Hütte auch anders mit Niedertemperatur warm. Schöne Grüße von der Mosel
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20.11.2005 18:27:34 |
Hallo Mario, ich bin nur Laie und Nutzer einer WP-Anlage, aber nach allem was ich bisher gelesen habe, macht eine WP bei einem schlecht oder gar nicht isolierten Gebäude gar keinen Sinn. Meines Erachtens sollte eure Gemeinschaft sich über Wärmedämmung Gedanken machen und erst dann über die Art der Heizung. Warum muss auf eine zusätzliche Wärmedämmung verzichtet werden? Eine Dämmung kann auch innen erfolgen, das ist nur etwas schwieriger. Das sollte euer Architekt aber schaffen. Es scheint mir, egal welche Heizung genutzt wird, generell sträflich Energie -und das würde ich bei mangelnder Wärmedämmung mal unterstellen- zu verschwenden. Gruß Mario
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22.11.2005 21:19:01 |
Wir möchten zumindestens teilweise auf Sichtmauerwerk in der Wohnung nicht verzichten, daher ist eine Innendämmung schlecht. Kann mir jemand sagen, aus welchen Gründen Wärmpumpen bei schlecht gedämmten Räumen keinen Sinn machen ?
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23.11.2005 00:54:49 |
@Mario Wermuth Mir ist intuitiv "zufällig" das prämierte und bereits seit 1998 mit dem 1. UMWELT-PREIS ausgezeichnete Lehm- / Ton- LithoThermSystem "zugefallen" und ich bin - nach intensivsten Recherchen (Unternehmen, Produkt und Technik) "auch ökologisch" - mehr als nur begeistert! Es wurde gerade in Austria ein GroßProjekt mit den obersten DenkmalschutzBehörden erfolgreich beendet - welches Ihrem Projekt sehr ähnelt! Geben Sie bei GOOGLE * aBay * hier im Forum "LITHOTHERM" oder "LITHOTHERMSYSTEM" ein und bilden Sie sich letztlich Ihre persönliche Meinung! Oder fordern Sie den BeratungsService unter: LithoTherm@t-online.de - an! HomePage: www.LithoTherm@t-online.de Ich hoffe, dass ich Ihnen aus meiner vollsten Überzeugung helfen konnte und verbleibe in diesem Sinne mit herzlichen Grüßen
FairBau * Email: HausBauManagement@t-online.de
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